Home / Forum / Liebe & Beziehung / Mitbewohnerin neidisch auf Beziehung

Mitbewohnerin neidisch auf Beziehung

29. April 2010 um 23:06 Letzte Antwort: 4. Mai 2010 um 10:21

Hi. Ich bin im Moment mal wieder in der Zwickmühle: Beziehung vs. Freundschaft mit der Mitbewohnerin. Ich muss das hier einfach mal loswerden. Da genau diese beiden Menschen, die involviert sind, mir am nächsten stehen, kann ich das mit denen so schlecht bereden.
Das Problem ist folgendes: Ich (22) bin mit meinem Freund (29) mittlerweile seit 2 Jahren zusammen. Es läuft alles super und wir sind uns beide sicher, den Partner fürs Leben gefunden zu haben. Können einfach nicht ohneeinander sein und sehen uns dementsprechend häufig. Nun hat mir meine Mitbewohnerin und gleichzeitig gute Freundin heute voll die Szene gemacht, weil ich ja so häufig nicht zuhause bin und wenn doch, dann hätte sie das Gefühl mit einem Pärchen zusammen zu wohnen. Dabei sind wir ein sehr erträgliches Pärchen. Ist ja nicht so, dass wir permanent in der Wohnung öffentlich rumknutschen würden oder so. So heftig reagiert meine Mitbewohnerin aber auch erst, seit sie keinen Freund mehr hat, was mittlerweile schon über ein halbes Jahr her ist. Anfangs hab ich noch echt Rücksicht genommen, sie mit meinem Liebesglück nicht zu nerven aber mittlerweile will ich doch auch meine Beziehung mal wieder richtig ausleben. Hab schon über Ausziehen/mit Partner zusammenziehen nachgedacht, aber das würde mit Sicherheit bedeuten, dass mir die Mitbewohnerin die Freundschaft kündigt, was ich ja auch nicht riskieren will, da sie mir auch echt wichtig ist. Was soll ich denn nur machen? warum geht nicht beides? Will mich mit der Mitbewohnerin nicht verkrachen, will aber trotzdem nicht darauf verzichten, meine Beziehung so zu leben wie mein Partner und ich uns das vorstellen.

Vielleicht hat ja irgendwer von euch Zeit und Lust was dazu zu schreiben, auch wenns von meiner Seite ein Roman geworden ist. Manchmal hilfts ja, wenn Fremde einem Tipps geben

Mehr lesen

3. Mai 2010 um 22:25

Du hast Recht...
... wie ich meine Zeit einteile, bzw. was ich in meiner freien Zeit mache, bleibt mir überlassen. Sie scheint da mir gegenüber irgendwie die Mutterrolle übernehmen zu wollen so nach dem Motto "erzähl Mama aber vorher wo du hingehst und wie lange du bleibst"

Nachdem ich meinen Beitrag nochmal durchgelesen habe, stelle ich fest, das mit unserer Situation liest sich tatsächlich komisch. Es ist so, dass wir beide studieren und nächstes Jahr im Herbst wohl beide gleichzeitig fertig werden und deshalb eigentlich von vornerherein klar war, dass wir bis dahon zusammenwohnen.

Natürlich kann ich sie auch teilweise verstehen. Dass man als unglücklicher Single keine glücklichen Pärchen um sich haben will, kenne ich selbst auch ganz gut. Nur ist es ja so, dass ich mir in der ersten Woche nach ihrer Trennung alles freigeschaufelt habe um ihr beizustehen und danach ein halbes jahr lang echt rücksicht genommen habe, häufiger zuhause war, nicht in der wohnung mit meinem freund rumgeturtelt habe, usw. Mittlerweile sollte sie da doch ein stadium errreicht haben, wo sie andere paare zumindest ertragen kann. außerdem kann man in einer wg ja auch durchaus mal sich zurückziehen ins eigene zimmer, es zwingt sie keiner mit uns zusammenzuhocken.
Aber gut, offensichtlich hat es ihr gut getan sich mal luft zu machen, in den letzten tagen ist sie etwas entspannter. Sollte sich das Ganze wieder aufschaukeln, muss ich da wohl echt mal ein paar Grundsätze klären. Vielen Dank für deine Antwort radler

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
4. Mai 2010 um 10:21


Deine Freundin scheint sehr besitzergreifend zu sein und vor allem neidisch. Das finde ich erstmal sehr schade. Lösungsvorschläge gibt es für mich zwei:

- Du ziehst aus. Ich sehe darin aber nicht das Ende eurer Freundschaft, eher im Gegenteil. Vielleicht täte euch der räumliche Abstand gut, sie bekommt nicht mehr das Gefühl, das dritte Rad am Wagen zu sein, wie es wahrscheinlich ist, wenn dein Freund bei dir ist. Dann sieht sie dich sozusagen, kann dich aber nicht "haben". Das löst Neid auf eurer Glück, Eifersucht auf deinen Freund und Frustration bei ihr aus. Klar, dass sie dann rumzickt. Wenn du wo anders wohnen würdest, würdet ihr euch ganz bewusst zu Treffen verabreden, die ihr dann alleine ohne deinen Freund abhaltet. Dann hast du auch Zeit für sie und zwar nur für sie. Ich denke Qualität ist besser als Quantität, zwar seht ihr euch in einer gemeinsamen Wohnung öfter, aber oft ist dein Freund dabei und das frustriert sie. Lieber weniger treffen, dann aber wirklich alleine und zwischendurch muss sie nicht alles mitkriegen, was du so machst.

- Du bleibst da wohnen und ihr macht euch ab jetzt einen (oder zwei) festen Abend in der Woche aus, den ihr alleine zusammen verbringt, egal was passiert. Mädelsabend eben. Dein Freund hat dann in eurer Wohnung nichts zu suchen, es geht nur um euch beide. Dafür muss sie dir aber auch zugestehen, ansonsten dein Leben hauptsächlich mit ihm zu teilen. Also keine Zickereien mehr.

Meine Meinung ist diese: Meine Beziehung ist mir immer wichtiger als meine Freundschaften. Sicher, viele sehen das nicht so, aber in meiner Beziehung liegt meine Zukunft! Wenn ich der Meinung bin, den Partner fürs Leben gefunden zu haben, müssen meine Freunde das akzeptieren. Mit dem Partner will ich einmal eine Familie gründen - das wahre Glück im Leben. Was bringt mir eine Freundin, wenn ich alt und grau werde ohne Mann und Kinder? Nein danke. Freundin ist Freundin aber mein Partner ist meine Familie. Familie geht vor. Ich handele da ziemlich konsequent im Sinne meiner Beziehung und würde mir von keiner Freundin auf der Nase rumtanzen lassen. Kompromisse ja (wie in meinen Vorschlägen), aber die Beziehung in irgendeiner Weise für den Partner zurückfahren geht gar nicht.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
Teste die neusten Trends!
experts-club