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Mit meinem Leben überfordert?

26. August um 13:01

Ich bin 36 Jahre alt, bin mit meiner Frau 16 Jahre zusammen und bin mit ihr 5 Jahre verheiratet. Meine Frau ist 33 Jahre alt.

Wir haben viel erlebt, gute und wenige Guten Zeit. die wenige guten Zeit waren halt streitigkeiten und Probleme im Alltag. Dennoch keine massiven Beziehungsprobleme wie Frendgehen oder sonst was. Allegemein lieben wir uns, obwohl es für andere seltssam klingt, sind wir keine Paar, das ewig Händchen hält oder sich an jeder Ecke küsst. Manchmal gibt es Tage, da gibts auch keinen einzigen Kuss - das war immer so und für uns völlig normal.

2016 kam unser Sohn zur Welt, der Sex war eingeschränkt (davor noch mehr, da die Pille bei ihr die Lust unterdrückt hat) und wir beide hatte weniger Zeit als früher - ist ja auch logisch.

Wenn ich nicht auf der Arbeit war, half ich im Haushalt mit oder ich war für unseren Sohn da.
Fast immer kam ich von der Arbeit Heim und kümmerte mich den ganzen Abend um unseren Sohn. Meine Frau nahm sich die Zeit für Dinge im Haushalt.
Im Prinzip konnte ich nichts weiter tun. Hobbys blieben ganz weg oder ich verlegte sie auf die Nacht. Nur noch selten unternahm ich was mit Freunden, vielleicht einmal im Monat.

Wir beschlossen dann ein 2. Kind zu bekommen. Wir beide wollten kein Einzelkind haben.
Die Abende für guten Sex (stressfrei) waren rar, aber meine Frau war viel lustvoller. Denn die Pille hat sie nicht mehr genommen.

Einmal konnten wir uns dann freuen, leider nicht lange. In den ersten Wochen hat ihr Körper hat nciht nicht mehr haben wollen.
Beim 2. Anlauf hat es dann geklappt. In den ersten Wochen war alles super, dann bekam unser Junior - der bereits 2 Jahre alt war eine sehr nervige Mama-Phase. Ich durfte ncihts machen, weder ins Bett bringen, noch anziehen oder früh den Kaba machen. besonders wars schlimm, dass die Mama nie da war, als er früh aufgewacht ist. Sie musste früh raus, was essen und trinken sonst wäre sie umgekippt, wie sie meinte. Jeden Tag wurde ich vom panischen Geschrei meines Sohnes in unserem Bett geweckt, Mama - Mama, aus der Küche kam nur ein Geschrei meiner Frau zurück, dass er mit Papa kommen soll, ihr ginge es nicht gut. Ich stand jeden Morgen senkrecht im Bett, wollte helfen, ging aber nie. Irgendwann kam meine Frau dann doch, schrie unter Tränen mich an, unseren Sohn, sie wäre kaputt und ihre Nerven sind am Ende. Unser Sohn war zeitgleich in der Trotzphase und führte meine Frau an der Nase herum. Das ging Tag für Tag so weiter, aber Sobald ich was probiert habe oder meine Frau gerade wegen ihrem Kreislauf nicht konnte, eskalierte die Situation. Der Sohn schrie, schlug mit dem Kopf gegen den Boden, die Frau reagierte hysterisch, weinte und schrieb herum. Mir platze manchmal der Kragen und ging aus der Situation heraus oder schrie meine Frau an, sie soll sich zusammenreißen oder aufhören.
Dann war schlagartig Ruhe, im ruhigeren Ton meinte meine Frau zu mir, ich gifte sie an oder warum ich so böse bin.

Als sie sich dann beruhigt hat, hat sie immer gemeint, das liegt an ihrem Kreislauf und es wird besser, wenn das Kind da ist.

Selten aber ab und zu übernachtete Junior bei den Großeltern, die nur wenige Meter weit weg wohnen. Da klappte alles super, Junior ging brav ins Bett und hörte, wenn man ihm was gesagt hat.
Meine Frau ging zwar selten aber doch ab und zu mit ihren Mädels fort oder hatte jeden samstag Zumba. Da brachte ihn ins Bett. Alles ohne Zinnober, alles verlief ohne sich groß aufzuregen. er akzeptierte es, dass ich eine Geschichte vorlese, ihn bettfertig mache oder ihm das Essen mache. Während der Schwanngerschaft hatten wir auch keinen Sex. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich einfach keine Lust dazu. Einmal haben wir uns nur mal so gegenseitig befriedigt, mehr nicht. Auch die Zeit war problemlos und stressfrei, als meine Frau im Krankenhaus war. Ich durfte alles machen - klar hat er nicht immer gehört. Aber so krasse Wutanfälle hatte er nicht. Aber was richtig schön war, er hat mich mitten in der Nacht geweckt, er möchte aufs Klo oder ich soll ihn in den Arm nehmen. Das mit dem Klo hat er noch nie in der Nacht gemacht.
Dann war Mama endlich wieder Daheim. Die Tage waren nicht Stressfrei für mich. In der Nacht der Geburt fuhr ich sie ins Krankenhaus, ich blieb natürlich bei ihr - selbstverständlich! Bei der Geburt möchte ich natürlich dabei sein. Nebenbei musste ich mich um den Job kümmern - also Termine absagen, denn die Geburt war etwas früher als geplant. Das Baby war um 9 Uhr endlich da, seit 6 Uhr vom Vortag habe ich keine Minute geschlafen.

Oma kümmerte sich in der Nacht um unseren Junior und brachte ihn noch früh zur Kita. Um 11 Uhr musste ich daheim sein, da musste ich ihn von der Kita abholen. Danach noch kochen und Dinge zur meiner Frau ins KH fahren. Hatte gehofft, dass der Pate vom Junior wenigstens eine Stunde Nachmittags auf ihn aufpassen konnte oder er bei der Oma übernachten konnte. Keine Chance - sie gingen auf einen Polterabend.
Junior war natürlich aufgekratzt, er hat Nachmittag seinen Bruder gesehen und Mama lag im Krankenhaus. So dass er er gegen 23 Uhr eingeschlafen ist. Dann war endlich Wochenende - trotzdem waren wir wie immer spätestens um & Uhr früh wach.

Ich musste also den Haushalt schmeißen, Junior versorgen, bespaßen, Wäsche machen, Kochen (habe ich eh fast immer gemacht) und nebenbei meine Frau zufrieden stellen. Besuchen, Dinge vorbei bringen ect. Zum Glück konnte ich den Urlaub vorverlegen. Als ich sie abgeholt habe, war alles Daheim gemacht. Ich habe sogar für sie gekocht und nichts herum.

Leider konnte ich sie nicht ganz zufrieden stellen, ich hatte vergessen paar Handtücher nach dem Waschen aus der Maschine zu holen. Nix dramatisches - aber dennoch gab es einen Seitenhieb im ernsten Ton "Und ich dachte, du schaffst das"

Ich bin fast ausgerastet, habe mich kurz danach gefangen. Ich meinte nur, andere gehen täglich Fußball glotzen, Saufen oder sonst was. Es ist für mich selbstverständlich dass ich helfe und ich verlange kein Dankeschön. Aber ich verlange wenigstens, dass das was ich gemacht habe, nicht 1000% perfekt sein muss. Sie meinte nur, ich soll nicht so böse sein, sie hat schließlich das Kind bekommen und nicht ich.

In den 3 Wochen wo ich an Anschluss Urlaub hatte, habe ich alles gemacht. Null für mich, nur für Sie. es gab wie immer täglich Geschrei zwischen den Beiden. Junior fehlte die Kita und andere Kinder wegen Ferien, also war er immer überdreht und ich war gefragt. Auch deshalb, weil ich ihn von ihr ablenken sollte. Also blieb auch Null zeit für Dinge im Garten. Auch der Pate ließ sich nie blicken. Stattdessen kamen oft Besucher wegen dem 2. Kind, wo Junior immer was mit geswchenkt bekommen hat und sich so langsam an die Situation gewöhnte, immer was zu kriegen, wenn jemand kommt. Ich musste immer Kuchen besorgen etc. Alles ging mir auf den Geist, zur Hochzeit und Geburtstagen musste wir auch - dort war alles Friede Freue Eierkuchen. Meine Frau war entspannt, wollte erst spät Heim, auch wenn Junior übermüdet war. Danach war er drüber und konnte nicht schlafen, was wieder eine tolle Stimmung nachsich gezogen hat. Mittleirweile arbeite ich wieder und muss mir jeden Tag anhören, ich chille auf der Arbeit (habe Stress) und sie muss die Kinder versorgen. Kita geht bald wieder los.

Junior 2 hat hier und da Wehwehchen, sie fragt mich was wir tun können und ruft im Anschluss wegen jedem Furz eh ihre Mutter an. Ich frage mich, warum sie mich überhaupt noch fragt. Allgemein egal was ist. Sie fragt mich und danch ruft sie gleich ihre Mutter an oder geht eh zu ihr, um sie zu fragen. Ich darf dann immer auf die beiden aufpassen. Dieses Wochenende habe ich sie im Stich gelassen. Ich habe eine Konzertkarte angenommen und fuhr hin. Bevor ich los bin, weinte sie, der eine schreit und deshalb kann der große keinen Mittagsschlaf machen. Ich meinte nur, ruf deine Mutter an - ich muss los.Keine Tschüss, Kuss oder sonstwas. Ich hatte einfach keine Lust drauf. Ich frage mich, warum ich überhaupt noch Heim komme. Ehrlich. Ich bin wütend, enttäuscht, überfordert. Nicht beziehungsfähig oder nicht reif die Kinder. Ich war sogar soweit, mein Hobby in der Garage zu zertrümmern. Werde eh nie mehr Zeit für sowas haben.Kinder verlassen ist für mich trotzdem nie eine Option. Dazu liebe ich sie zu sehr. Täglich sehe ich meine Frau nackt, sie ist attraktiv - dennoch rührt sich bei mir nichts. Null. Ich habe nichtmal Bock sie in den Arm zu nehmen und allgemein ist meine Geduld von früher weg. Ich schaffe es nichtmal ohne aufregung meinem kleinsten Sohn sein Ärmchen in den Ärmel zu führen. Wobei ich früher selbst Stunden verbracht habe, eine Schraube bei viel Gefummel ins Gewinde zu stecken. Alles ohne Seufzer, Geschipfe, solange - bis es funktionierte. Heute bereitet mir ein Ärmchen meines Sohnes Schweißperlen auf der Stirn. Ich habe Angst vor dem, was bei mir abgeht. Angst vor jedem Tag - bleibt das so für immer? Was ist mit der Liebe los? Ist das nur eine Flaute oder liebe ich meine Frau nicht mehr? Oder stelle mich mich wirklich nur so blöd an und es ist alles normal? Einzig positiv - seit einer Woche scheint scheint unser großer keine Wutanfälle mehr zu haben und ich darf auch mehr machen. Ihn mault meine Frau nicht mehr an, dennoch jammert sie - sie käme zu nix. Viel Text, leider aus Verzweiflung.

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Beste hilfreiche Antwort

26. August um 17:15
In Antwort auf ai_18454549

normal? das verhalten von der Mutter? 

also wenn das normal ist dann tun mir die Männer echt leid die Kinder bekommen

So reagiert jeder Mensch, der sich überfordert fuehlt. Jeder. Der TE übrigens auch, wie Du galant überlesen hast.

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26. August um 13:49

wieso ihr euch für ein 2. kind entschieden habt ist mir schleierhaft...

aber wie auch immer:
das verhalten deiner frau geht gar nicht!!!

sowas macht kein mann auf dauer mit!
 

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26. August um 13:54
In Antwort auf gilles1983

Ich bin 36 Jahre alt, bin mit meiner Frau 16 Jahre zusammen und bin mit ihr 5 Jahre verheiratet. Meine Frau ist 33 Jahre alt.

Wir haben viel erlebt, gute und wenige Guten Zeit. die wenige guten Zeit waren halt streitigkeiten und Probleme im Alltag. Dennoch keine massiven Beziehungsprobleme wie Frendgehen oder sonst was. Allegemein lieben wir uns, obwohl es für andere seltssam klingt, sind wir keine Paar, das ewig Händchen hält oder sich an jeder Ecke küsst. Manchmal gibt es Tage, da gibts auch keinen einzigen Kuss - das war immer so und für uns völlig normal.

2016 kam unser Sohn zur Welt, der Sex war eingeschränkt (davor noch mehr, da die Pille bei ihr die Lust unterdrückt hat) und wir beide hatte weniger Zeit als früher - ist ja auch logisch.

Wenn ich nicht auf der Arbeit war, half ich im Haushalt mit oder ich war für unseren Sohn da. 
Fast immer kam ich von der Arbeit Heim und kümmerte mich den ganzen Abend um unseren Sohn. Meine Frau nahm sich die Zeit für Dinge im Haushalt. 
Im Prinzip konnte ich nichts weiter tun. Hobbys blieben ganz weg oder ich verlegte sie auf die Nacht. Nur noch selten unternahm ich was mit Freunden, vielleicht einmal im Monat.

Wir beschlossen dann ein 2. Kind zu bekommen. Wir beide wollten kein Einzelkind haben.
Die Abende für guten Sex (stressfrei) waren rar, aber meine Frau war viel lustvoller. Denn die Pille hat sie nicht mehr genommen.

Einmal konnten wir uns dann freuen, leider nicht lange. In den ersten Wochen hat ihr Körper hat nciht nicht mehr haben wollen.
Beim 2. Anlauf hat es dann geklappt. In den ersten Wochen war alles super, dann bekam unser Junior - der bereits 2 Jahre alt war eine sehr nervige Mama-Phase. Ich durfte ncihts machen, weder ins Bett bringen, noch anziehen oder früh den Kaba machen. besonders wars schlimm, dass die Mama nie da war, als er früh aufgewacht ist. Sie musste früh raus, was essen und trinken sonst wäre sie umgekippt, wie sie meinte. Jeden Tag wurde ich vom panischen Geschrei meines Sohnes in unserem Bett geweckt, Mama -  Mama, aus der Küche kam nur ein Geschrei meiner Frau zurück, dass er mit Papa kommen soll, ihr ginge es nicht gut. Ich stand jeden Morgen senkrecht im Bett, wollte helfen, ging aber nie. Irgendwann kam meine Frau dann doch, schrie unter Tränen mich an, unseren Sohn, sie wäre kaputt und ihre Nerven sind am Ende. Unser Sohn war zeitgleich in der Trotzphase und führte meine Frau an der Nase herum. Das ging Tag für Tag so weiter, aber  Sobald ich was probiert habe oder meine Frau gerade wegen ihrem Kreislauf nicht konnte, eskalierte die Situation. Der Sohn schrie, schlug mit dem Kopf gegen den Boden, die Frau reagierte hysterisch, weinte und schrieb herum. Mir platze manchmal der Kragen und ging aus der Situation heraus oder schrie meine Frau an, sie soll sich zusammenreißen oder aufhören.
Dann war schlagartig Ruhe, im ruhigeren Ton meinte meine Frau zu mir, ich gifte sie an oder warum ich so böse bin.

Als sie sich dann beruhigt hat, hat sie immer gemeint, das liegt an ihrem Kreislauf und es wird besser, wenn das Kind da ist.

Selten aber ab und zu übernachtete Junior bei den Großeltern, die nur wenige Meter weit weg wohnen. Da klappte alles super, Junior ging brav ins Bett und hörte, wenn man ihm was gesagt hat.
 Meine Frau ging zwar selten aber doch ab und zu mit ihren Mädels fort oder hatte jeden samstag Zumba. Da brachte ihn ins Bett. Alles ohne Zinnober, alles verlief ohne sich groß aufzuregen. er akzeptierte es, dass ich eine Geschichte vorlese, ihn bettfertig mache oder ihm das Essen mache. Während der Schwanngerschaft hatten wir auch keinen Sex. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich einfach keine Lust dazu. Einmal haben wir uns nur mal so gegenseitig befriedigt, mehr nicht. Auch die Zeit war problemlos und stressfrei, als meine Frau im Krankenhaus war. Ich durfte alles machen - klar hat er nicht immer gehört. Aber so krasse Wutanfälle hatte er nicht. Aber was richtig schön war, er hat mich mitten in der Nacht geweckt, er möchte aufs Klo oder ich soll ihn in den Arm nehmen. Das mit dem Klo hat er noch nie in der Nacht gemacht.
Dann war Mama endlich wieder Daheim. Die Tage waren nicht Stressfrei für mich. In der Nacht der Geburt fuhr ich sie ins Krankenhaus, ich blieb natürlich bei ihr - selbstverständlich! Bei der Geburt möchte ich natürlich dabei sein. Nebenbei musste ich mich um den Job kümmern - also Termine absagen, denn die Geburt war etwas früher als geplant. Das Baby war um 9 Uhr endlich da, seit 6 Uhr vom Vortag habe ich keine Minute geschlafen.   

Oma kümmerte sich in der Nacht um unseren Junior und brachte ihn noch früh zur Kita. Um 11 Uhr musste ich daheim sein, da musste ich ihn von der Kita abholen. Danach noch kochen und Dinge zur meiner Frau ins KH fahren. Hatte gehofft, dass der Pate vom Junior wenigstens eine Stunde Nachmittags auf ihn aufpassen konnte oder er bei der Oma übernachten konnte. Keine Chance - sie gingen auf einen Polterabend. 
Junior war natürlich aufgekratzt, er hat Nachmittag seinen Bruder gesehen und Mama lag im Krankenhaus. So dass er er gegen 23 Uhr eingeschlafen ist. Dann war endlich Wochenende - trotzdem waren wir wie immer spätestens um & Uhr früh wach. 

Ich musste also den Haushalt schmeißen, Junior versorgen, bespaßen, Wäsche machen, Kochen (habe ich eh fast immer gemacht) und nebenbei meine Frau zufrieden stellen. Besuchen, Dinge vorbei bringen ect. Zum Glück konnte ich den Urlaub vorverlegen. Als ich sie abgeholt habe, war alles Daheim gemacht. Ich habe sogar für sie gekocht und nichts herum. 

Leider konnte ich sie nicht ganz zufrieden stellen, ich hatte vergessen paar Handtücher nach dem Waschen aus der Maschine zu holen. Nix dramatisches - aber dennoch gab es einen Seitenhieb im ernsten Ton "Und ich dachte, du schaffst das"

Ich bin fast ausgerastet, habe mich kurz danach gefangen. Ich meinte nur, andere gehen täglich Fußball glotzen, Saufen oder sonst was. Es ist für mich selbstverständlich dass ich helfe und ich verlange kein Dankeschön. Aber ich verlange wenigstens, dass das was ich gemacht habe, nicht 1000% perfekt sein muss. Sie meinte nur, ich soll nicht so böse sein, sie hat schließlich das Kind bekommen und nicht ich.  

In den 3 Wochen wo ich an Anschluss Urlaub hatte, habe ich alles gemacht. Null für mich, nur für Sie. es gab wie immer täglich Geschrei zwischen den Beiden. Junior fehlte die Kita und andere Kinder wegen Ferien, also war er immer überdreht und ich war gefragt. Auch deshalb, weil ich ihn von ihr ablenken sollte. Also blieb auch Null zeit für Dinge im Garten. Auch der Pate ließ sich nie blicken. Stattdessen kamen oft Besucher wegen dem 2. Kind, wo Junior immer was mit geswchenkt bekommen hat und sich so langsam an die Situation gewöhnte, immer was zu kriegen, wenn jemand kommt. Ich musste immer Kuchen besorgen etc. Alles ging mir auf den Geist, zur Hochzeit und Geburtstagen musste wir auch - dort war alles Friede Freue Eierkuchen. Meine Frau war entspannt, wollte erst spät Heim, auch wenn Junior übermüdet war. Danach war er drüber und konnte nicht schlafen, was wieder eine tolle Stimmung nachsich gezogen hat. Mittleirweile arbeite ich wieder und muss mir jeden Tag anhören, ich chille auf der Arbeit (habe Stress) und sie muss die Kinder versorgen. Kita geht bald wieder los. 

Junior 2 hat hier und da Wehwehchen, sie fragt mich was wir tun können und ruft im Anschluss wegen jedem Furz eh ihre Mutter an. Ich frage mich, warum sie mich überhaupt noch fragt. Allgemein egal was ist. Sie fragt mich und danch ruft sie gleich ihre Mutter an oder geht eh zu ihr, um sie zu fragen. Ich darf dann immer auf die beiden aufpassen. Dieses Wochenende habe ich sie im Stich gelassen. Ich habe eine Konzertkarte angenommen und fuhr hin. Bevor ich los bin, weinte sie, der eine schreit und deshalb kann der große keinen Mittagsschlaf machen. Ich meinte nur, ruf deine Mutter an - ich muss los.Keine Tschüss, Kuss oder sonstwas. Ich hatte einfach keine Lust drauf. Ich frage mich, warum ich überhaupt noch Heim komme. Ehrlich. Ich bin wütend, enttäuscht, überfordert. Nicht beziehungsfähig oder nicht reif die Kinder. Ich war sogar soweit, mein Hobby in der Garage zu zertrümmern. Werde eh nie mehr Zeit für sowas haben.Kinder verlassen ist für mich trotzdem nie eine Option. Dazu liebe ich sie zu sehr.  Täglich sehe ich meine Frau nackt, sie ist attraktiv - dennoch rührt sich bei mir nichts. Null. Ich habe nichtmal Bock sie in den Arm zu nehmen und allgemein ist meine Geduld von früher weg. Ich schaffe es nichtmal ohne aufregung meinem kleinsten Sohn sein Ärmchen in den Ärmel zu führen. Wobei ich früher selbst Stunden verbracht habe, eine Schraube bei viel Gefummel ins Gewinde zu stecken. Alles ohne Seufzer, Geschipfe, solange - bis es funktionierte. Heute bereitet mir ein Ärmchen meines Sohnes Schweißperlen auf der Stirn. Ich habe Angst vor dem, was bei mir abgeht. Angst vor jedem Tag - bleibt das so für immer? Was ist mit der Liebe los? Ist das nur eine Flaute oder liebe ich meine Frau nicht mehr? Oder stelle mich mich wirklich nur so blöd an und es ist alles normal? Einzig positiv - seit einer Woche scheint scheint unser großer keine Wutanfälle mehr zu haben und ich darf auch mehr machen. Ihn mault meine Frau nicht mehr an, dennoch jammert sie - sie käme zu nix.  Viel Text, leider aus Verzweiflung.

Prima Plan mit dem zweiten Kind...


Was mit der Liebe los ist? Die hat Euer Alltag gefressen und Euer beider Überlastungs- und Streßgefühl. Muss nicht so bleiben, wenn Ihr handelt. Sucht Euch Hilfe, Psychologen, Beratungsstellen, ... irgend etwas, sonst wird es schlimmer werden.

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26. August um 14:33

Hallo,

erstmal ruhig Blut, du klingst sehr verzweifelt und angepisst. Aber für eure derzeitige Situation ist das in der Tat völlig normal, keine Angst. Der Alltag mit zwei Kleinkindern im Haus ist definitiv eine der stressigsten und anspruchsvollsten Phasen im ganzen Leben. Ich hatte drei kleine Kinder, es war die Hölle und hätte mich fast umgebracht 

Ich kann dich aber beruhigen, es wird irgendwann sich einspielen und wieder besser werden, je älter die Kinder werden. Bis dahin bleibt euch nur eins: euch soviel Entlastung wie möglich zu verschaffen, durch Hilfe von Verwandten, Babysittern o.ä.

Wenn es dir zurzeit richtig schlecht geht: Wochenbettdepressionen können übrigens auch Männer bekommen. Solltest du den Eindruck haben, dass es bei dir in die Richtung geht, scheue dich nicht, rasch ärztliche Hilfe zu suchen. Sowas muss behandelt werden und das ist auch gut möglich.

Alles Gute dir!

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26. August um 17:07
In Antwort auf luna1001

Hallo,

erstmal ruhig Blut, du klingst sehr verzweifelt und angepisst. Aber für eure derzeitige Situation ist das in der Tat völlig normal, keine Angst. Der Alltag mit zwei Kleinkindern im Haus ist definitiv eine der stressigsten und anspruchsvollsten Phasen im ganzen Leben. Ich hatte drei kleine Kinder, es war die Hölle und hätte mich fast umgebracht 

Ich kann dich aber beruhigen, es wird irgendwann sich einspielen und wieder besser werden, je älter die Kinder werden. Bis dahin bleibt euch nur eins: euch soviel Entlastung wie möglich zu verschaffen, durch Hilfe von Verwandten, Babysittern o.ä.

Wenn es dir zurzeit richtig schlecht geht: Wochenbettdepressionen können übrigens auch Männer bekommen. Solltest du den Eindruck haben, dass es bei dir in die Richtung geht, scheue dich nicht, rasch ärztliche Hilfe zu suchen. Sowas muss behandelt werden und das ist auch gut möglich.

Alles Gute dir!

normal? das verhalten von der Mutter? 

also wenn das normal ist dann tun mir die Männer echt leid die Kinder bekommen

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26. August um 17:15
In Antwort auf ai_18454549

normal? das verhalten von der Mutter? 

also wenn das normal ist dann tun mir die Männer echt leid die Kinder bekommen

So reagiert jeder Mensch, der sich überfordert fuehlt. Jeder. Der TE übrigens auch, wie Du galant überlesen hast.

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