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Mit Freund zusammengezogen

15. April 2012 um 0:24

Hallo liebe User! Habe ein Problem, das ich euch gerne schildern möchte. Ich bin 23 Jahre alt und habe eine abgeschlossene Ausbildung. Bin neu nach NRW gezogen, wegem Freund. In der Zeit, wo ich auf Jobsuche war, durfte ich mit den Eltern und meinem Freund zusammen wohnen.

Das heißt, ich kam in der Wohnung der Eltern und meines Freundes unter. Hatte natürlich vorher auch persönlich beide Elternteile gefragt, ob das in ordnung wäre. Der Vater und die Mutter bejahten das. Habe dann einen Job gefunden, wo ich arbeitete. Ich half auch der Mutter, im Haushalt wo ich nur konnte. Als ich manchmal um 21 uhr erst daheim war, räumte ich die Küchte auf. Auch als die Mutter meinte, das wäre so in Ordnung, ich sollte es sein lassen, da ich ja müde sei. Mit den Eltern habe ich ein gutes Verhältnis, ich bin wie eine Tochter für sie. Das haben mir beide mal gesagt.

Der Sohn, also mein Freund ist 27, fast 28. Er half wenig, weil ich auch beobachtete, das die Mutter, viel ihrem Sohn hinterher trägt. Also, z.B. die Wäsche wusch und diese sogar noch in den Kleiderschrank räumte, bis ich ihr das abnahm. Oder von mir aus das Bad putze, also mich einfach im Haushalt beteiligte, weil ich es von meinen Eltern nicht anders kenne und nicht anders beigebracht bekam. Aber mein Freund wurde so, verwöhnt, das er sogar rummotzte, wenn er dann mal was machen sollte und das mit fast 28 jahren.

Natürlich sah ich sein Verhalten oder das er wenig macht. Er sitzt auch sehr viel vor der Playstation oder vorm PC, weil er damit vor seinen Eltern flüchtet, weil er sich nicht so mit ihnen versteht. Naja, das ist untertrieben, er hasst sie. Er schiebt auch vieles in seinem Alter, noch auf seine Eltern. Zum Beispiel, dass sein Vater in zur Studienwahl gezwungen hätte, er müsse dieses Studium machen. Oder wo mein Freund ein kleiner Junge war, hatte der Vater gedroht, dass er die Familie verlässt und sie könnten, schauen wie sie alleine klar kommen. Da hat sich dann bei meinem Freund natürlich, viele Ängste gestaut, wie Z.B. Existenzängste, ein Versager zu sein der nichts auf die Reihe bringt. Er ist auch als Kind nie gelobt worden, von den Eltern, dass er mal etwas gut gemacht hat. Oder das sie ihm auf die Schulter geklopft haben und einfach gesagt haben, hey schatz, das ist klasse, wie du das machst. Daraus resultiert auch, das mein Freund sehr viel redet und ein kopflastiger mensch ist, er ist einfach auch ein perferktionist, der alles tausendmal hinterfrägt, weil er auch angst hat, etwas falsch zu machen. Er bentonte auch immer das er seine Ruhe haben will vor seinen Eltern, deswegen hockt er auch so oft vorm PC und Playstation, weil das auch sein Hobby sei, wie er mal zu mir meinte.

Die ganze Situation erskalierte dann auch eines Tages, er beschimpfte seine Eltern, brüllte sie an. Sein ganzer mit den Jahren aufgestauter Hass kam zum Vorschein. Ich habe das alles mitbekommen und habe ihn irgendwann einfach wegzogen, als wir dann im Zimmer saßen, weinte mein Freund, weil er meinte, dass das solche Tyrannen seien. Das unsere Kinder nicht so mit Sorgen vollgepumt werden sollen, wie er das wurde. Mich ließ das auch nicht kalt, bis ich dann auch weinte.

Die Eltern drohten ihm ihn rauszuschmeissen, das sie das schon längst hätten machen sollen.

Irgendwann fanden wir dann eine Wohnung (ein Stockwerk höher wie die Eltern wohnen). Nur, hier gehen die Probleme weiter, er geht arbeiten, Nachschicht. Er steht auf und erstmal an den PC und ich darf den ganzen Haushalt schmeißen. Ich koche und putze. Bezahle auch die Miete, Telefon/Internet und Strom. Und sogar Einkäufe. Aber wir haben das so geregelt, wenn wieder Geld reinkommt, wird alles mein Freund bezahlen, weil ich sonst die Möbel bezahlt habe. Also Sofa, Badmöbel, Waschmaschine.

Wir haben auch ziemlich gestritten und waren uns kurz davor zu trennen, weil ich auch meinte, dass ich nicht im haushalt alles stemmen kann, ich kümmere mich auch um den Schriftkram. Mein Freund ist leider unselbstständig in diesen Dingen, liegt aber an der Erziehung.

Die Wohnung läuft auf mich, ich hab den Mietvertrag unterschrieben. Mein Freund meinte auch, dass er mich mehr unterstützen möchte, das er aber halt manche Dinge nicht weiß, also wie man eine Waschmaschine bedient. Ich habe ihm geantwortet, das wäre kein Problem, das könnte ich ihm beibringen. Er hat sein Studium abgebrochen und beginnt eine Ausbildung.

Er meinte auch im Streit,dass ich ja nicht wirklich denke, dass ich in dieser Wohnung wohnen bleibe, falls wir uns trennen, das ich im schlimmsten Fall zu meinen Eltern zurück könnte. Was haltet ihr davon? Das Problem ist auch dass ich auch gerade auf Jobsuche bin. Zurück zu meinen Eltern, wäre wirklich die letztere Option, was ich einfach nicht will.

Ich weiß einfach nicht weiter, und bin auch sehr verzweifelt. Er kann für sich keine Verantwortung übernehmen und spricht von Kindern, verstehe ich nicht.

Aber er bemüht sich auch andere seits, und ist total lieb, nett, zärtlich, einfühlsam, ist für mich da, wenns mir schlecht geht.

Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Es ist nicht alles so rosig gerade. Und meine Eltern wohnen 365km weit weg.

Tut mir leid für den langen Text bin echt verzweifelt und habe Heulkrämpfe, Bauchschmerzen. Hillllffffeeee!!

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15. April 2012 um 10:32

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Ich frage mich ehrlich gesagt, weshalb du überhaupt mit ihm zusammengezogen bist. Er ist fast 28 Jahre alt und nicht selbständiger als ein 14 oder 15jähriger. Du bezahlst die Miete, schmeißt den Haushalt und regelst wahrscheinlich auch sonst alles für ihn, weil er nichts von alleine auf die Reihe bringt. Du bist eine Ersatzmutti für ihn, keine Partnerin.

Ich würde ihm die Pistole auf die Brust setzen: entweder wird er endlich erwachsen, führt mit dir eine Beziehung auf Augenhöhe und fängt zur Abwechslung mal damit an, die Schuld für sein Versagen nicht nur bei anderen, sondern bei sich selbst zu suchen. Oder er jammert weiter vor sich hin, weil ja alles doof und viel zu schwer ist, dann aber bitte alleine. Du musst dir mit 23 nicht einen solchen Klotz ans Bein binden.

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15. April 2012 um 15:40

Hilfe mit freund zusammgezogen
Die Frage habe ich mir auch schon gestellt. Aber ich liebe ihn. Verlieren möchte ich ihn nicht. Meinst du das ihm eine Therapie helfen würde? Um das mit seinen Eltern zu verarbeiten? Er ist sonst auch ein sehr intelligenter Mann. Soll ich dann wenn wir uns trennen würden, die Wohnung kündigen??!! Und zurück zu meinen Eltern?

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22. April 2012 um 23:40
In Antwort auf kuon86

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Ich frage mich ehrlich gesagt, weshalb du überhaupt mit ihm zusammengezogen bist. Er ist fast 28 Jahre alt und nicht selbständiger als ein 14 oder 15jähriger. Du bezahlst die Miete, schmeißt den Haushalt und regelst wahrscheinlich auch sonst alles für ihn, weil er nichts von alleine auf die Reihe bringt. Du bist eine Ersatzmutti für ihn, keine Partnerin.

Ich würde ihm die Pistole auf die Brust setzen: entweder wird er endlich erwachsen, führt mit dir eine Beziehung auf Augenhöhe und fängt zur Abwechslung mal damit an, die Schuld für sein Versagen nicht nur bei anderen, sondern bei sich selbst zu suchen. Oder er jammert weiter vor sich hin, weil ja alles doof und viel zu schwer ist, dann aber bitte alleine. Du musst dir mit 23 nicht einen solchen Klotz ans Bein binden.

Trennung wahrscheinlich
Mein Freund kam heute zu mir und hat mir meine Fehler gesagt, die ich in der Beziehung gemacht habe. Das ihm Wärme, Geborgenheit, Zweisamkeit fehlt. Das wir nie über Urlaub gesprochen haben. Oder einfach einen Film geschaut, ja einfach Spass haben. Das er sich allein fühlt.

Das ich nicht locker wäre und alles zu ernst nehme oder einfach konservativ in manchen Dingen bin. Habe versucht ihm zu erklären, dass ich einfach eine ernstere Frau bin. Ich bin schon als Mädchen so geworden. Früher, als keines Ding, war ich eine Frohnatur, bis ich ernster wurde.

Das sind meine grundlegende Fehler die ich in dieser Beziehung gemacht habe, dazu stehe ich auch. Ich war auch besorgt, wegen einem Job, ob ich einen finde, ich hatte Behördengänge zu erledigen und gebe zu das ich ihm nicht das zurückgegeben habe, wie er sich das gewünscht hätte.

War aber auch für ihn da, als sein Kater eingeschläfert wurde, da bin ich zu ihm gefahren und habe ihn getröstet oder einfach in den Arm genommen. Habe ihn auch beruhigt, oder einen Tee gemacht, badewasser eingelassen, als er total nervös war, wegen seinem Vorstellungs gespräch wegen seiner Ausbildung. Das sind nur paar Beispiele.

Ich war einfach, nicht genug für ihn da, statt das es ein Miteinander war, war es ein Gegeneinander, weil ich auch oft zwischen den Fronten stand. Zwischen den Eltern und meinem Freund. Weil ich auch bei den Eltern gewohnt habe, wollte ich auch neutral bleiben, weil ich mich hin und hergerissen fühlte, weil ich auch bei den Eltern wohnte und diese vielleicht auch einfach nicht vor den Kopf stossen wollte. Er schimpfte, dass ich nichts sagen würde, oder für ihn einspringe, wie es sich für eine Partnerin gehört.

Wie gesagt, ich stand auch einfach zwischen den Fronten. Es ist nicht leicht von einem Bundesland in das nächste zu ziehen. Hatte auch viel organisatorisches zu erledigen, dann noch Wohnungssuche, Jobsuche, der Streit zwischen meinem Freund und seinen Eltern, Behördengänge. Wurde mir auch denke ich zuviel und ich ließ fatalerweiße die Beziehung darunter leiden.

Also, mein Freund ist nicht nur der böse, sondern ich auch. Es gehören immer zwei dazu, wenn die Beziehung scheitert.

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27. April 2012 um 9:39

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Lass dich von ihm nicht so Unterduck setzen und dir so eine Abhängigkeit einreden. DU hast den Mietvertrag unterschrieben, DU hast die Möbel gekauft, DU schmeißt den Haushalt. Ich finde ihn ehrlich gesagt ziemlich unselbstständig für sein Alter.

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