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Mit Ex der besten Freundin befreundet

18. September 2018 um 21:31

Hallo Ihr Lieben,
ich wende mich heute an Euch, da ich gerne ein paar objektive Meinungen zu dem Thema hören würde. 
Eine meiner besten Freundinnen und ich haben uns heftig verstritten. Sie stellt nun unsere gesamte Freundschaft und meine Loyalität in Frage, ich selbst habe nicht wirklich ein Problem gehabt, erst ihr Umgang mit der Situation hat mich zu einem Punkt gebracht, an dem ich ebenfalls gewisse Zweifel an Ihr als Person entwickelt habe. Wir standen uns sehr nahe. Reden also eigentlich über alles und wissen das meiste voneinander, es ist aber schon immer so gewesen, dass ich offener ihr gegenüber bin, als andersherum, ich habe mich ihr gegenüber immer emotional komplett geöffnet. 
Vor ca. 2,5 Jahren waren wir gemeinsam mit einem Freund von mir unterwegs. Dieser hatte einen Freund dabei, welcher dann sehr schnell der Freund - im Folgenden "K genannt" - meiner Freundin - ich nenne sie von nun an "E" - wurde. Ich war sehr froh und wir unternommen alle viel gemeinsam. Die Beziehung hielt aber auch nur ein paar Monate, ich weiß nicht mehr genau (8?), es ist auch schon wieder fast 2 Jahre her, dass die beiden getrennt sind. In der Zeit ihrer Beziehung hatte ich eine sehr schwere Lebensphase und zwar wurde ich sehr von meinem damaligen Verlobten enttäuscht. Ich habe bis heute darunter zu leiden und das wissen auch alle. E. war in dieser schweren Zeit immer für mich da und ich wusste es stets zu schätzen. Aber auch K. war oft mit von der Partie, sie besuchten mich oft abends gemeinsam, munterten mich auf. K ist mir auch sehr ans Herz gewachsen und ich habe ihn ebenfalls als Freund lieb gewonnen. Als die beiden sich dann trennten, was letztendlich von K aus ging, war ich ziemlich traurig darüber, das habe ich auch kommuniziert. Sie hatten ihre Differenzen und waren in gewissen Punkten zu unterschiedlich denkend, die gegenseitigen Erwartungen gingen stark auseinander usw. E. war zunächst sehr verletzt, wie schnell K. die Beziehung aufgab, ich muss aber auch dazu sagen, dass E. meiner Meinung nach oft und unnötigen "Stress" gemacht hat (z.B. regte sie sich darüber auf, dass K. sich einen Sportwagen zulegte und warf ihm vor, es sei ein "Weibermagnet" anstatt sich mit ihm darüber zu freuen, denn Autos sind sein Beruf und auch seine private Passion). Auf der anderen Seite hatte K. natürlich Schluss gemacht und vielleicht nicht ausreichend für den Erhalt der Beziehung gekämpft. Es gab aber keinen "schlimmen Grund", wir trafen uns sogar später nochmal alle und E. schrieb gelegentlich mit K.
 

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18. September 2018 um 21:33

Es wäre für ihn wirklich ein sehr leichter Akt gewesen. Ich bin ein Mensch, der immer alles für jeden tut, wenn er helfen kann und war erschrocken und überrascht von seiner Antwort "Ich überlege mir das mal, ok?", woraufhin ich direkt selbst ging. Ich konnte am Ende echt nicht mehr und war total platt. Ehrlich gesagt, war ich auch ziemlich enttäuscht, dass mir so ein kleiner Gefallen ausgeschlagen wurde. 
Der Abend wurde dann in einem Restaurant verbracht, dort haben wir ordentlich getrunken. Am Ende eskalierte die Situation zwischen einer anderen Freundin und P., weil sie einen Witz über seinen Nachnamen machte (die gemeinsamen Kinder sollen später lieber E's Nachnamen annehmen, der sei schöner). Er reagierte total empfindlich und attackierte unsere Freundin verbal, düste beleidigt ab und wollte sich alleine ein Taxi nehmen. Ich fand das einfach unmöglich und auch sehr überzogen, es war nur ein Witz. Als wir daraufhin mit E. im Taxi saßen, flüsterte ich ihr zu, dass ich "K. viel lieber mögen würde als P.". Sie sagte erstmal nichts und warf es mir dann am nächsten Tag vor, war total enttäuscht von mir. Ich entschuldigte mich aber direkt bei ihr und betonte, dass ich mich an die Hälfte des Abends nicht erinnern konnte, ich war auch total betrunken und hätte das nicht sagen sollen. Jedes Fehlverhalten von P. hingegen hat sie mit seiner Betrunkenheit gerechtfertigt und ihn in Schutz genommen. Meinen Spruch konnte sie mir nicht verzeihen und wirft ihn mir bis heute vor.
Wir hatten dann sehr wenig Kontakt und einigten uns darauf, uns persönlich auszusprechen, das war jetzt am Sonntag, dazwischen hatten wir uns nicht mehr gesehen. Meine Freundschaft zu K. hat sich verfestigt und wir fuhren sogar gemeinsam mit meinem Bruder eine Woche in den Urlaub. Ich teilte E. das vorab mit, aber fragte nicht mehr nach ihrer Meinung, ehrlich gesagt war es mir dann auch egal. Ich weiß K. sehr zu schätzen und ich finde, dass er ein sehr guter Mensch ist, ich möchte ihn als Freund nicht mehr wegdenken. Natürlich hat sich an E.'s Stellenwert für mich nichts verändert.
Am Sonntag bombadierte sie mich mit Vorwürfen, ich hätte mit meiner Freundschaft zu K. alle Grenzen überschritten. Ich fragte sie, warum es sie stört, sie sagte nur "weil es mein Ex ist und man das nicht macht". Ich verstehe aber das Problem einfach nicht, wir tuen niemandem weh, ich bin immer ehrlich und offen und auch direkt. E. hätte es mir früher sagen können, dass sie so ein Problem damit hat, wir hätten uns früher zusammensetzen und darüber reden können, aber sie sagte nur, sie hätte mehr Feingefühl von mir erwartet, es wäre das Letzte usw.
Wieder warf sie mir den Spruch vom Hochzeitsabend vor. Ich sagte ihr erneut, ich hätte mich entschuldigt und sie solle die Entschuldigung annehmen oder nicht, ich kann nicht mehr tun. Aber die Entschuldigung akzeptiert sie nicht, weil sie sich diese anders vorstellt. Sie hat mich total schlecht geredet, als sei ich ein schlechter Mensch, weil ich eine Freundschaft zu jemandem führe, den sie längst abgeschrieben hat. Und sie klang dabei auch nicht so, als sei sie wirklich enttäuscht oder traurig, ihre Art war eher patzig und beleidigt, wie ein motziges Kind. Sie sagte, sie möchte K. nicht mehr in ihrem Leben haben, da sie nun P. hat und dadurch, dass ich mit ihm befreundet bin, wäre das so.
Ich versuchte ihr sachlich zu erklären, dass ich auch von dem Verhalten ihres Freundes enttäuscht war und ich nicht nach Hilfe gefragt hätte, wenn ich keine gebraucht hätte (ich bin jemand der selten andere um einen Gefallen bittet und ich bin auch kein wehleidiges Mäuschen), ihre Antwort daraufhin war nur: "Ganz ehrlich, warum soll mein Freund mit DEINEM Hund rausgehen?". Mein Hund war neben mir, ich nahm ihn hoch, wurde sehr emotional und verließ den Tisch. Mein Hund ist für mich wie mein Kind und ich fand diese Frage einfach nur ekelhaft... ich würde alles für sie tuen und muss mir so etwas anhören. 
Ist es wirklich so schlimm, dass ich mit K. befreundet bin?
VLG
L
 

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18. September 2018 um 21:32

E. ist während dieser Beziehung zum Studieren in eine 2 Std. entfernte Stadt gezogen, kam aber am Wochenende immer wieder her. K. lebt hier bei mir um die Ecke. Ich sah E. nicht mehr so häufig. K. hat bis heute keine neue Beziehung gehabt. E. war bereits vier Monate nach der Trennung mit einem anderen Mann zusammen und auch heute hat sie einen neuen Freund - P. - mit dem sie laut eigener Aussage überglücklich ist und sich vorstellen kann, diesen zu heiraten. Er sei der "Richtige" sagte sie sofort. Ich freute mich natürlich für sie und auch das erste Kennenlernen mit P. war sehr positiv. In den zwei Jahren hatte ich K. echt als Freund vermisst und mein Bruder, welcher quasi auch einer meiner besten Freunde ist und ich trafen uns einmal wegen der Bitte um einen Gefallen mit K. Als Danke und auch einfach zum Wiedersehen, luden wir ihn zum Essen ein. Ich fragte E., ob das für sie in Ordnung sei und sie hatte damit kein Problem, das war ca. vor einem 1/2 Jahr, ich meine da war sie auch schon mit P. zusammen (was ich übrigens auch erst im Nachhinein erfuhr). Manchmal enttäuscht es mich schon, dass sie mir Dinge vorenthält, die ich ihr als aller erstes anvertrauen würde. Es entwickelte sich dann so, dass wir uns alle, auch noch andere gemeinsame Freunde, öfter trafen. Wir hatten regelmäßig Kontakt und irgendwann trafen wir uns auch alleine. Es war immer freundschaftlich und ich hab ihn einfach total gerne und andersherum genauso. Mit E. hatte ich zunehmend weniger Kontakt, da sie selten hier war und ihre Zeit hauptsächlich mit P. verbrachte, was natürlich normal ist und auch schön. 
Eine unserer gemeinsamen besten Freundinnen heiratete im Juli, wo auch E. und ich uns endlich mal wiedersehen konnten. Sie brachte P. mit zur Hochzeit, das war also unser zweites Zusammentreffen. Mein Bruder war auch dabei, wir hatten aber einen ziemlich heftigen (Geschwister-) Streit. Ich war frische Welpenmama und nahm den Kleinen mit zur Hochzeit. Diese fand in einem Schloss statt, welches rundum komplett mit Kieselsteinen umgeben war. Das war auf Pumps wirklich eine Qual (!) und mit dem wuseligen Welpen sehr mühsam dort entlang zu laufen (der nächste feste Boden war mehrere hundert m entfernt). Ich war am Schwitzen, mein selbstklebender BH fiel mir dadurch die ganze Zeit ab, die Füße knickten um und ich kam nicht wirklich zum "Hinsetzen". E. und P. bekamen das mit, ich entschuldigte mich noch beschämt dafür, dass ich ständig an meinem BH rumfummeln würde. Ich kam letztendlich dann auch zu spät zum Hochzeitsfoto, alle warteten auf mich und riefen nach mir, weil ich dann nochmal mit meinem Welpen hoch musste (die Terrasse, wo der Empfang stattfand war unten), zuvor hatte ich P. - da ich ja mit meinem Bruder Streit hatte und er der einzige mit flachen Schuhen am Tisch war, höflich gefragt, ob er 1 Minute mit dem Kleinen nach oben gehen könnte, damit dieser sich schnell erleichtern kann.
 

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18. September 2018 um 21:33

Es wäre für ihn wirklich ein sehr leichter Akt gewesen. Ich bin ein Mensch, der immer alles für jeden tut, wenn er helfen kann und war erschrocken und überrascht von seiner Antwort "Ich überlege mir das mal, ok?", woraufhin ich direkt selbst ging. Ich konnte am Ende echt nicht mehr und war total platt. Ehrlich gesagt, war ich auch ziemlich enttäuscht, dass mir so ein kleiner Gefallen ausgeschlagen wurde. 
Der Abend wurde dann in einem Restaurant verbracht, dort haben wir ordentlich getrunken. Am Ende eskalierte die Situation zwischen einer anderen Freundin und P., weil sie einen Witz über seinen Nachnamen machte (die gemeinsamen Kinder sollen später lieber E's Nachnamen annehmen, der sei schöner). Er reagierte total empfindlich und attackierte unsere Freundin verbal, düste beleidigt ab und wollte sich alleine ein Taxi nehmen. Ich fand das einfach unmöglich und auch sehr überzogen, es war nur ein Witz. Als wir daraufhin mit E. im Taxi saßen, flüsterte ich ihr zu, dass ich "K. viel lieber mögen würde als P.". Sie sagte erstmal nichts und warf es mir dann am nächsten Tag vor, war total enttäuscht von mir. Ich entschuldigte mich aber direkt bei ihr und betonte, dass ich mich an die Hälfte des Abends nicht erinnern konnte, ich war auch total betrunken und hätte das nicht sagen sollen. Jedes Fehlverhalten von P. hingegen hat sie mit seiner Betrunkenheit gerechtfertigt und ihn in Schutz genommen. Meinen Spruch konnte sie mir nicht verzeihen und wirft ihn mir bis heute vor.
Wir hatten dann sehr wenig Kontakt und einigten uns darauf, uns persönlich auszusprechen, das war jetzt am Sonntag, dazwischen hatten wir uns nicht mehr gesehen. Meine Freundschaft zu K. hat sich verfestigt und wir fuhren sogar gemeinsam mit meinem Bruder eine Woche in den Urlaub. Ich teilte E. das vorab mit, aber fragte nicht mehr nach ihrer Meinung, ehrlich gesagt war es mir dann auch egal. Ich weiß K. sehr zu schätzen und ich finde, dass er ein sehr guter Mensch ist, ich möchte ihn als Freund nicht mehr wegdenken. Natürlich hat sich an E.'s Stellenwert für mich nichts verändert.
Am Sonntag bombadierte sie mich mit Vorwürfen, ich hätte mit meiner Freundschaft zu K. alle Grenzen überschritten. Ich fragte sie, warum es sie stört, sie sagte nur "weil es mein Ex ist und man das nicht macht". Ich verstehe aber das Problem einfach nicht, wir tuen niemandem weh, ich bin immer ehrlich und offen und auch direkt. E. hätte es mir früher sagen können, dass sie so ein Problem damit hat, wir hätten uns früher zusammensetzen und darüber reden können, aber sie sagte nur, sie hätte mehr Feingefühl von mir erwartet, es wäre das Letzte usw.
Wieder warf sie mir den Spruch vom Hochzeitsabend vor. Ich sagte ihr erneut, ich hätte mich entschuldigt und sie solle die Entschuldigung annehmen oder nicht, ich kann nicht mehr tun. Aber die Entschuldigung akzeptiert sie nicht, weil sie sich diese anders vorstellt. Sie hat mich total schlecht geredet, als sei ich ein schlechter Mensch, weil ich eine Freundschaft zu jemandem führe, den sie längst abgeschrieben hat. Und sie klang dabei auch nicht so, als sei sie wirklich enttäuscht oder traurig, ihre Art war eher patzig und beleidigt, wie ein motziges Kind. Sie sagte, sie möchte K. nicht mehr in ihrem Leben haben, da sie nun P. hat und dadurch, dass ich mit ihm befreundet bin, wäre das so.
Ich versuchte ihr sachlich zu erklären, dass ich auch von dem Verhalten ihres Freundes enttäuscht war und ich nicht nach Hilfe gefragt hätte, wenn ich keine gebraucht hätte (ich bin jemand der selten andere um einen Gefallen bittet und ich bin auch kein wehleidiges Mäuschen), ihre Antwort daraufhin war nur: "Ganz ehrlich, warum soll mein Freund mit DEINEM Hund rausgehen?". Mein Hund war neben mir, ich nahm ihn hoch, wurde sehr emotional und verließ den Tisch. Mein Hund ist für mich wie mein Kind und ich fand diese Frage einfach nur ekelhaft... ich würde alles für sie tuen und muss mir so etwas anhören. 
Ist es wirklich so schlimm, dass ich mit K. befreundet bin?
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