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Missbraucht vom eigenen Freund?! Sex und Vertrauen

9. Dezember 2019 um 3:15 Letzte Antwort: 11. Dezember 2019 um 9:12

Hallo Community, 

Das hier ist mein erster Eintrag mit einer ganz speziellen Geschichte. Ich hoffe ihr bleibt alle respektvoll. 
Ich W(18) bin mit meinem Freund (19) seit 2 Jahren zusammen. Eigentlich läuft alles perfekt, bis auf ein Ereignis das uns beide immer wieder einholt. 
Vor unserer Beziehung war ich kein Kind der Traurigkeit und hatte schon ein paar Sexualpartner, mein Freund war hingegen noch Jungfrau und hatte mit mir sein erstes mal. Relativ am Anfang der Beziehung (ich denke so beim 5. mal sex) habe ich ihm einen geblasen. Er hat dabei einfach meinen Kopf runtergedrückt und mich sozusagen zum deep-throat gezwungen. Ich fande das natürlich garnicht ok, und wollte meinen Kopf wieder anheben, doch er hat ihn einfach weiter runtergedrückt (etwas fester). Irgendwann war ich dann völlig in Schockstarre und habe es über mich ergehen lassen, mir liefen einfach nur noch Tränen runter. Nachdem er gekommen ist (habe es ausgespuckt) bin ich direkt in die Küche gegangen ohne etwas zu sagen. 
Im Nachhinein haben wir oft darüber geredet und viel geweint (ja er auch) . Es stellte sich heraus dass er auf krassen Macker machen wollte, und nicht wie die ahnungslose Jungfrau wirken wollte. Er habe es nicht bemerkt, dass ich meinen Kopf anheben wollte, er war einfach in Extase und hat ihn festgehalten. 
Naja trotzdem konnte ich das ganze nie richtig verarbeiten. Er ist ein toller Freund der sich viel Mühe gibt und immer für mich da ist. Aber ich habe trotzdem Probleme damit ihm zu vertrauen und besonders im Bett mich fallen zu lassen. Manchmal gibt es Sachen die mich triggern und ich fange während dem sex an zu weinen (da ist er auch immer für mich da und bricht das ganze ab). Sogar nach 2 Jahren weiß ich nicht wie ich das verarbeiten soll?! Es hat sich definitiv schon gebessert, aber so ganz ist die Angst immernoch nicht weg

Hat jemand vielleicht Erfahrung damit? Wenn grenzen im Bett überschritten werden?

 

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9. Dezember 2019 um 12:11

Hallo liebe Eme,

wenn euch dieses einschneidende Erlebnis bereits über zwei Jahre begleitet, ist es denke ich ratsam, dass ihr gemeinsam einen Paartherapeuten oder noch besser einen spezialisierten Sexualtherapeuten aufsucht. Alleine aus dieser "Nummer" herauszukommen, wird denke ich schwierig. Du sagst ja selbst, dass du es bisher nie wirklich verarbeiten konntest.

Generell glaube ich aber, dass ihr auf einem guten Weg seid, da dein Freund seit diesem Vorfall viel Rücksicht auf dich nimmt und mit dir spricht.

Alles Liebe


Matthias

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9. Dezember 2019 um 13:31
In Antwort auf guy_18853636

Hallo Community, 

Das hier ist mein erster Eintrag mit einer ganz speziellen Geschichte. Ich hoffe ihr bleibt alle respektvoll. 
Ich W(18) bin mit meinem Freund (19) seit 2 Jahren zusammen. Eigentlich läuft alles perfekt, bis auf ein Ereignis das uns beide immer wieder einholt. 
Vor unserer Beziehung war ich kein Kind der Traurigkeit und hatte schon ein paar Sexualpartner, mein Freund war hingegen noch Jungfrau und hatte mit mir sein erstes mal. Relativ am Anfang der Beziehung (ich denke so beim 5. mal sex) habe ich ihm einen geblasen. Er hat dabei einfach meinen Kopf runtergedrückt und mich sozusagen zum deep-throat gezwungen. Ich fande das natürlich garnicht ok, und wollte meinen Kopf wieder anheben, doch er hat ihn einfach weiter runtergedrückt (etwas fester). Irgendwann war ich dann völlig in Schockstarre und habe es über mich ergehen lassen, mir liefen einfach nur noch Tränen runter. Nachdem er gekommen ist (habe es ausgespuckt) bin ich direkt in die Küche gegangen ohne etwas zu sagen. 
Im Nachhinein haben wir oft darüber geredet und viel geweint (ja er auch) . Es stellte sich heraus dass er auf krassen Macker machen wollte, und nicht wie die ahnungslose Jungfrau wirken wollte. Er habe es nicht bemerkt, dass ich meinen Kopf anheben wollte, er war einfach in Extase und hat ihn festgehalten. 
Naja trotzdem konnte ich das ganze nie richtig verarbeiten. Er ist ein toller Freund der sich viel Mühe gibt und immer für mich da ist. Aber ich habe trotzdem Probleme damit ihm zu vertrauen und besonders im Bett mich fallen zu lassen. Manchmal gibt es Sachen die mich triggern und ich fange während dem sex an zu weinen (da ist er auch immer für mich da und bricht das ganze ab). Sogar nach 2 Jahren weiß ich nicht wie ich das verarbeiten soll?! Es hat sich definitiv schon gebessert, aber so ganz ist die Angst immernoch nicht weg

Hat jemand vielleicht Erfahrung damit? Wenn grenzen im Bett überschritten werden?

 

seit 2 Jahren leidest du drunter....

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9. Dezember 2019 um 14:23
In Antwort auf custer

Hallo liebe Eme,

wenn euch dieses einschneidende Erlebnis bereits über zwei Jahre begleitet, ist es denke ich ratsam, dass ihr gemeinsam einen Paartherapeuten oder noch besser einen spezialisierten Sexualtherapeuten aufsucht. Alleine aus dieser "Nummer" herauszukommen, wird denke ich schwierig. Du sagst ja selbst, dass du es bisher nie wirklich verarbeiten konntest.

Generell glaube ich aber, dass ihr auf einem guten Weg seid, da dein Freund seit diesem Vorfall viel Rücksicht auf dich nimmt und mit dir spricht.

Alles Liebe


Matthias

Danke für deine Antwort!

Ja Paartherapie stand bei uns schon öfter im Raum. Wir wollen ja beide darüber hinweg kommen! Mein Freund hat mit starken Schuldgefühlen und ich mit Vertrauensproblemen zu kämpfen Allerdings ist die Finanzierung ein Problem, da Paartherapie mega teuer ist und auch von der Kasse nicht übernommen wird. Mein Freund hat gerade angefangen zu studieren und kein wirkliches Einkommen. Aber naja... irgendwie werden wir das schon deixeln müssen. 

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9. Dezember 2019 um 14:28
In Antwort auf guy_18853636

Danke für deine Antwort!

Ja Paartherapie stand bei uns schon öfter im Raum. Wir wollen ja beide darüber hinweg kommen! Mein Freund hat mit starken Schuldgefühlen und ich mit Vertrauensproblemen zu kämpfen Allerdings ist die Finanzierung ein Problem, da Paartherapie mega teuer ist und auch von der Kasse nicht übernommen wird. Mein Freund hat gerade angefangen zu studieren und kein wirkliches Einkommen. Aber naja... irgendwie werden wir das schon deixeln müssen. 

Gab es danach denn noch einmal Situationen, in denen Dein Freund Grenzen überschritten hat?

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9. Dezember 2019 um 14:30
In Antwort auf guy_18853636

Danke für deine Antwort!

Ja Paartherapie stand bei uns schon öfter im Raum. Wir wollen ja beide darüber hinweg kommen! Mein Freund hat mit starken Schuldgefühlen und ich mit Vertrauensproblemen zu kämpfen Allerdings ist die Finanzierung ein Problem, da Paartherapie mega teuer ist und auch von der Kasse nicht übernommen wird. Mein Freund hat gerade angefangen zu studieren und kein wirkliches Einkommen. Aber naja... irgendwie werden wir das schon deixeln müssen. 

hast Du mal mit Deiner Kasse Rücksprache gehalten dazu? Es ist immerhin etwas, worunter ihr beide LEIDET, versuchen solltest Du es zumindest.

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10. Dezember 2019 um 2:35
In Antwort auf guy_18853636

Danke für deine Antwort!

Ja Paartherapie stand bei uns schon öfter im Raum. Wir wollen ja beide darüber hinweg kommen! Mein Freund hat mit starken Schuldgefühlen und ich mit Vertrauensproblemen zu kämpfen Allerdings ist die Finanzierung ein Problem, da Paartherapie mega teuer ist und auch von der Kasse nicht übernommen wird. Mein Freund hat gerade angefangen zu studieren und kein wirkliches Einkommen. Aber naja... irgendwie werden wir das schon deixeln müssen. 

War das nur einmalig oder ist er öfters so beim Sex?

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10. Dezember 2019 um 3:02
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Gab es danach denn noch einmal Situationen, in denen Dein Freund Grenzen überschritten hat?

Nein das war die einzige Situation. 

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10. Dezember 2019 um 3:05
In Antwort auf avarrassterne1

hast Du mal mit Deiner Kasse Rücksprache gehalten dazu? Es ist immerhin etwas, worunter ihr beide LEIDET, versuchen solltest Du es zumindest.

Also es wäre mir auf jeden Fall ziemlich unangenehm die ganze Situation einem Mitarbeiter der Krankenkasse zu erklären Wie stelle ich das denn am besten an? Vielleicht im Brief?! Oder hast du andere Vorschläge

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10. Dezember 2019 um 9:50
In Antwort auf guy_18853636

Danke für deine Antwort!

Ja Paartherapie stand bei uns schon öfter im Raum. Wir wollen ja beide darüber hinweg kommen! Mein Freund hat mit starken Schuldgefühlen und ich mit Vertrauensproblemen zu kämpfen Allerdings ist die Finanzierung ein Problem, da Paartherapie mega teuer ist und auch von der Kasse nicht übernommen wird. Mein Freund hat gerade angefangen zu studieren und kein wirkliches Einkommen. Aber naja... irgendwie werden wir das schon deixeln müssen. 

Fragt mal bei der Caritas nach. Die bieten oft kostenlose Paartherapien an, auch in sexuellen Themen.

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11. Dezember 2019 um 8:32
In Antwort auf guy_18853636

Also es wäre mir auf jeden Fall ziemlich unangenehm die ganze Situation einem Mitarbeiter der Krankenkasse zu erklären Wie stelle ich das denn am besten an? Vielleicht im Brief?! Oder hast du andere Vorschläge

hm, nachvollziehbar.

Andere Vorschläge... mache für Dich solo mal einen Termin bei einem Psychologen oder Psychiater. Und / oder Dein Partner macht das gleiche.
Der kennt die Kostenübernahme-Möglichkeiten durch die Kassen i.d.R. auch sehr gut und kann auch gleich die passende Begründung schreiben, dass eine solche Therapie für Euch notwenig ist.

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11. Dezember 2019 um 8:37
In Antwort auf madlen_18805177

Fragt mal bei der Caritas nach. Die bieten oft kostenlose Paartherapien an, auch in sexuellen Themen.

sexuelle Therapien bei einer kirchlichen Einrichtung? Den Bock zum Gärtner machen?

So wie sie mit ihren eigenen Mitarbeitern umgehen, würde ich mich von denen nun wirklich nicht beraten lassen.
https://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/tid-16756/arbeitgeber-kirche-von-naechstenliebe-keine-spur_aid_468469.html

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11. Dezember 2019 um 9:12
In Antwort auf avarrassterne1

sexuelle Therapien bei einer kirchlichen Einrichtung? Den Bock zum Gärtner machen?

So wie sie mit ihren eigenen Mitarbeitern umgehen, würde ich mich von denen nun wirklich nicht beraten lassen.
https://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/tid-16756/arbeitgeber-kirche-von-naechstenliebe-keine-spur_aid_468469.html

Das kann ich nur bestätigen. 

Ziemlich armselig wie Religion missbraucht wird oder Menschen sich dahinter verstecken. Ich habe bis heute keinen religiösen Menschen getroffen, der aufrichtiger oder bescheidener war als ein nicht religöser Mensch. Im Gegenteil fällt mir oft auf, das jene die Doppelmoral am besten pflegen. Religion hilft nur denen, die absolut keinen Halt in der Gesellschaft finden. ....Jetzt habe ich's übertrieben, ich werde wahrscheinlich mit göttlichen Steinen beworfen. 

Liebe TE,

hier wurde alles wichtige schon geschrieben. Siehe auch Avarrassterne1 Hinweis einen Psychologen aufzusuchen, er weiß wie das Antragsverfahren ablaufen muss.

Ich wünsche dir/euch viel Erfolg bei der Therapie.

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