Forum / Liebe & Beziehung

Misogyne Gedanken einfach hinterschlucken

17. März um 12:41 Letzte Antwort: 19. März um 14:19

Hallo liebes Forum.
Meinen Namen möchte ich lieber nicht verraten, da ich mich nur unter dem Schleier der Anonymität traue überhaupt um Hilfe zu bitten. Ich schäme mich sehr. Meine Hoffnung war es irgendwie im Internet Menschen zu finden die sich kurz mit mir beschäftigen könnten und vlt ein paar Tipps haben oder Derartiges. Das ist sicher nicht selbstverständlich, gerade als Frau, sich auch noch mit den mysogynen Gedanken eines wildfremden Mannes im Internet zu beschäftigen. Trotzdem möchte ich um Hilfe bitten und hoffe einfach, dass sich irgendjemand kurz Zeit nimmt. Danke für die Zeit im Voraus und entschuldige bitte, falls es zu heftig wird.
Immer dachte ich, so schlimm wäre ich doch nicht, ich hatte mich doch beschäftigt mit dem Thema. Dass das nicht reicht wird mir langsam klar und deshalb versuche ich es zu konfrontieren... dies ist mein erster Schritt damit an die öffentlichkeit, wenn auch nur anonym im Internet.
Meine Partnerin ist nicht besonders glücklich mit mir, nicht so, wie es sein sollte.
Ich bin ziemlich sicher, dass es an mir liegt... ich habe leider frauenfeindliche Auffassungen verinnerlicht und möchte diese nicht offen zeigen, weshalb ich mir dinge ausdenke, die mich maskieren, oder ich verschweige es einfach und dann merkt sie, dass etwas nicht stimmt etc. Politisch würde ich mich niemals offen so positionieren, wie ich mich tief drin oft fühle, wenn sie zb. oberkörperfrei baden geht.
Am Ende nimmt es aber immer Einfluss auf Sie. Ich bin nicht offen dominant. Aber die Gedanken in mir nehmen am Ende immer einen ähnlichen Einfluss als wär ich einfach offen dominant. Mit offen dominant meine ich Verhalten wie "Du sollst Ihn nicht treffen!". Passiv dominant, also eher meine Art, ist die mich abzugrenzen und mit Inakzeptanz zu strafen.
Ich glaube sie trifft manche andere Männer weniger, weil ich dann immer mies drauf bin und ihr macht das Angst. Und ja, mich auch oft abgrenze und sie von mir wegstoße.
Dieser Teil wird jetzt richtig hart.
Ich habe aus so seltsamen Gründen Angst davor wenn sie oberkörperfrei baden geht.
Oder Sachen trägt mit sehr weitem Ausschnitt. Als würde ich Ihr einfach nicht vertrauen. Als würde ich glauben, dass Ihr Kleidungsstil und ihre Freizügigkeit für alle direkte Schlüsse auf Ihre Sexualität ziehen lassen... Und diese Schlüsse, die wahrscheinlich nur Ich ziehe, und vielleicht andere Männer mit solchen Vorurteilen, sind auch noch ablehnender Natur. Als würde ich glauben sie sendet mutwillig an alle Signale, um sich irgendwie sexuell anzubieten. Und als wär das nicht genug, habe ich auch noch Gedanken darüber was andere Männer denken... als würden sie bei mir einen Schwachpunkt sehen, weil meine Freundin sich so zeigt. Als müsste ich Angst haben dass sie mir weggenommen wird. Als würde sie mir gehören. Als müsste ich dafür sorgen dass alle sehen dass sie zu mir gehört um keine Angst haben zu müssen dass sie mit dem Nächstbesen in die Kiste springt. Ich glaube nicht wirklich, dass sie so ist... aber ich habe große Angst vor solchen Dingen.
All diese Gedanken und Gefühle verurteile ich so sehr an mir und ich würde sie am liebsten los werden. Wenn ich versuche einfach anders zu sein, dann funktioniert es nicht. Ich hoffe, dass ich hier irgendwie einen Weg finde oder vielleicht wenigstens einen Ansatz.
Sie ist mir unheimlich wichtig, neben diesen ganzen schlimmen Gefühlen, bewunder ich sie unheimlich und wäre gerne mehr wie sie. Ich wünsche mir, dass sie glücklich ist und all ihre Freiheiten hat die sie möchte... und ich will dabei gerne keine so furchtbaren Gedanken und Gefühle haben. Am liebsten würde ich mich viel mehr für sie mitfreuen und mich aus voller, auch emotionaler, Kraft mit dafür einsetzen, dass es nicht komisch ist, wenn sie ihre Brüste nicht bekleiden möchte... oder sie einfach tragen möchte was immer ihr gefällt.  Ich möchte gerne so viel Zeit mit ihr verbringen wie möglich, aber ohne sie einzuschränken... Das tue ich aber - und ich glaube, dass wir eine super tolle Beziehung führen könnten, würde ich das auf die Reihe bekommen... Also möchte ich das unbedingt auf die Reihe bekommen!
Vielen Dank, wer es geschafft hat bis hier hin zu lesen!
Über jeden Tipp würde ich mich natürlich freuen!
Liebe Grüße


 

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17. März um 20:22

Schonmal an eine Psycho Therapie gedacht?

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18. März um 8:42
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Schonmal an eine Psycho Therapie gedacht?

Erstmal Danke und ja, das habe ich. Die Therapie beginnt im Herbst diesen Jahres.

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18. März um 10:08

Was mir beim lesen deinens Textes auffällt, ist das du nicht dominant bist, weder offen noch passiv, du bist unsicher! Du bist dir weder sicher, dass du deiner Freunding genügst, nochdas du dir selbst genügst.

Deine Freundin ist nicht dein Eigentum, wenn sie bei dir sein will wird sie das, wenn du mit dir selbst im reinen bist immer tun wollen. Wenn das nichts so ist, wird sie sich irgendwan zu jemandem hingezogen fühlen, der ihr diese Sicherheit in Form von Selbssicherheit ihres Partner geben kann. Sie ist aus freien Stücken mit dir zusammen und nicht mit eine der zig Millionen anderen, kapier das und nehme es als Bestätigung! Du must an deiner Einstellung zu dir selber arbeiten.

LG

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18. März um 11:59

Das ist Sache eines Therapeuten. 

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18. März um 15:42

Also warte mal. Deine Freundin trifft sich mit anderen Männern und Du findest das nicht gut. Das ist in einem gewissen Maße ziemlich normal, es kommt darauf an, was das für Männer sind etc, und ich kenne ehrlich gesagt nicht viele Frauen, die mehrere Freundschaften mit Männern pflegen, vor allen Dingen, wenn sie vergeben sind. Dass es ein, zwei gute Freunde gibt, die der Freund natürlich auch akzeptieren sollte, ja, ok, aber so hörte sich das nun nicht für mich an, sondern als hätte Deine Freundin sehr viele verschiedenen Männer, mit denen sich sich häufig treffen möchte.

Zu Deinem zweiten Punkt - das hat für mich gar nix mit misogyn zu tun. Nicht alle Frauen zeigen ihren Oberkörper nackt und natürlich hat das etwas damit zu tun, wie freizügig eine Frau ist - und sicher sendet es auch gewisse Signale an andere Männer. Ist eben ein Unterschied, ob eine Dame in einem knappen Bikinihöschen und oben ohne oder in einem Badeanzug schwimmen geht. Das hat meiner Meinung nach nichts damit zu tun, dass man seiner Freundin nicht vertraut oder sie obsessiv für sich beanspruchen will, sondern auch damit, dass die Einstellung dazu bei beiden gut passt. 

Und jetzt mal ganz ehrlich, und das schreibe ich Dir als Frau - diese Waschlappen-Männer, die der Feminismus anscheinend erzeugt hat, die nicht mehr in der Lage sind, für ihre Wünsche einzustehen oder ihre Meinungen zu äußern, aus Angst 'misogyn' zu wirken oder ihre Freundin 'einzuengen', die gehen mir echt auf den Keks. Du findest es nicht gut, Punkt. Du kannst ihr das sagen, sie kann daraufhin tun, was sie möchte, und Du ziehst ggf die Konsequenzen - lebst damit oder machst Schluss. Und beim nächsten Mal suchst Du Dir eine Freundin, die ähnlich tickt wie Du.

Mein Mann sagt immer - weniger ist mehr. Es ist schön, wenn es geheime Zonen gibt, die halt nicht jeder kennt. Bei Männern und bei Frauen. Das hat nichts mit Misogynie zu tun.

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19. März um 14:19
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Hallo liebes Forum.
Meinen Namen möchte ich lieber nicht verraten, da ich mich nur unter dem Schleier der Anonymität traue überhaupt um Hilfe zu bitten. Ich schäme mich sehr. Meine Hoffnung war es irgendwie im Internet Menschen zu finden die sich kurz mit mir beschäftigen könnten und vlt ein paar Tipps haben oder Derartiges. Das ist sicher nicht selbstverständlich, gerade als Frau, sich auch noch mit den mysogynen Gedanken eines wildfremden Mannes im Internet zu beschäftigen. Trotzdem möchte ich um Hilfe bitten und hoffe einfach, dass sich irgendjemand kurz Zeit nimmt. Danke für die Zeit im Voraus und entschuldige bitte, falls es zu heftig wird.
Immer dachte ich, so schlimm wäre ich doch nicht, ich hatte mich doch beschäftigt mit dem Thema. Dass das nicht reicht wird mir langsam klar und deshalb versuche ich es zu konfrontieren... dies ist mein erster Schritt damit an die öffentlichkeit, wenn auch nur anonym im Internet.
Meine Partnerin ist nicht besonders glücklich mit mir, nicht so, wie es sein sollte.
Ich bin ziemlich sicher, dass es an mir liegt... ich habe leider frauenfeindliche Auffassungen verinnerlicht und möchte diese nicht offen zeigen, weshalb ich mir dinge ausdenke, die mich maskieren, oder ich verschweige es einfach und dann merkt sie, dass etwas nicht stimmt etc. Politisch würde ich mich niemals offen so positionieren, wie ich mich tief drin oft fühle, wenn sie zb. oberkörperfrei baden geht.
Am Ende nimmt es aber immer Einfluss auf Sie. Ich bin nicht offen dominant. Aber die Gedanken in mir nehmen am Ende immer einen ähnlichen Einfluss als wär ich einfach offen dominant. Mit offen dominant meine ich Verhalten wie "Du sollst Ihn nicht treffen!". Passiv dominant, also eher meine Art, ist die mich abzugrenzen und mit Inakzeptanz zu strafen.
Ich glaube sie trifft manche andere Männer weniger, weil ich dann immer mies drauf bin und ihr macht das Angst. Und ja, mich auch oft abgrenze und sie von mir wegstoße.
Dieser Teil wird jetzt richtig hart.
Ich habe aus so seltsamen Gründen Angst davor wenn sie oberkörperfrei baden geht.
Oder Sachen trägt mit sehr weitem Ausschnitt. Als würde ich Ihr einfach nicht vertrauen. Als würde ich glauben, dass Ihr Kleidungsstil und ihre Freizügigkeit für alle direkte Schlüsse auf Ihre Sexualität ziehen lassen... Und diese Schlüsse, die wahrscheinlich nur Ich ziehe, und vielleicht andere Männer mit solchen Vorurteilen, sind auch noch ablehnender Natur. Als würde ich glauben sie sendet mutwillig an alle Signale, um sich irgendwie sexuell anzubieten. Und als wär das nicht genug, habe ich auch noch Gedanken darüber was andere Männer denken... als würden sie bei mir einen Schwachpunkt sehen, weil meine Freundin sich so zeigt. Als müsste ich Angst haben dass sie mir weggenommen wird. Als würde sie mir gehören. Als müsste ich dafür sorgen dass alle sehen dass sie zu mir gehört um keine Angst haben zu müssen dass sie mit dem Nächstbesen in die Kiste springt. Ich glaube nicht wirklich, dass sie so ist... aber ich habe große Angst vor solchen Dingen.
All diese Gedanken und Gefühle verurteile ich so sehr an mir und ich würde sie am liebsten los werden. Wenn ich versuche einfach anders zu sein, dann funktioniert es nicht. Ich hoffe, dass ich hier irgendwie einen Weg finde oder vielleicht wenigstens einen Ansatz.
Sie ist mir unheimlich wichtig, neben diesen ganzen schlimmen Gefühlen, bewunder ich sie unheimlich und wäre gerne mehr wie sie. Ich wünsche mir, dass sie glücklich ist und all ihre Freiheiten hat die sie möchte... und ich will dabei gerne keine so furchtbaren Gedanken und Gefühle haben. Am liebsten würde ich mich viel mehr für sie mitfreuen und mich aus voller, auch emotionaler, Kraft mit dafür einsetzen, dass es nicht komisch ist, wenn sie ihre Brüste nicht bekleiden möchte... oder sie einfach tragen möchte was immer ihr gefällt.  Ich möchte gerne so viel Zeit mit ihr verbringen wie möglich, aber ohne sie einzuschränken... Das tue ich aber - und ich glaube, dass wir eine super tolle Beziehung führen könnten, würde ich das auf die Reihe bekommen... Also möchte ich das unbedingt auf die Reihe bekommen!
Vielen Dank, wer es geschafft hat bis hier hin zu lesen!
Über jeden Tipp würde ich mich natürlich freuen!
Liebe Grüße


 

Hi, ich bin der Meinung, dass Frauen oft mißverstanden werden, wenn sich sich etwas zeigen.
Versuche stolz zu sein, dass du eine Frau hast, die sich zeigen lassen kann.
Ich habe auch manchmal Probleme, wenn meine Frau meint, sie muss etwas großzügiger sein.
Ihr gehört doch zusammen!
Wenn du andere Frauen etwas freizügiger siehst, gehen bei dir dann auch negative Gedanken durch den Kopf oder denkst du dann.....oh auch schön?

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