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"mischbeziehung" als bereicherung

29. April 2015 um 14:50

Hallo meine Lieben

Ich lese hier sehr oft von Problemen, Differenzen und Streitigkeiten. Sehr viel seltener lese ich von positiven Aspekten einer bi-nationalen Beziehung; das finde ich sehr schade und deswegen würde ich mich sehr freuen, wenn wir hier einmal, all die positiven Aspekte beleuchten, die eine Beziehung zweier Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur oder auch Religion mit sich bringt...

Ich lebe seit Jahren in einer bi-nationalen Beziehung. Ich empfinde die Sprache, die Kultur & die Mentalität meines Mannes als große Bereicherung für mein Leben. Es erweiterte meinen Horizont, seine Sprache zu lernen. Es erweitert unser Spektrum an leckeren Rezepten und wir haben immer ein günstiges, wunderschönes Urlaubsziel, wo Verwandte uns freudig erwarten und ich mich immer schon willkommen fühlte.

Auch glaube ich, dass die verschiedenen Mentalitäten sich prima ergänzen können, wenn die Charaktere gut zusammen passen.

Wie sind eure Erfahrungen? Profitiert ihr von der Kultur des anderen? Bereichert sie euer Leben? Und wenn ja, inwiefern? Was wolltet ihr niemals missen? Und müssen die kulturellen Unterschiede zwangsläufig zu Konflikten führen? Oder können sie sich nicht auch wunderbar gegenseitig ergänzen?

Freue mich auf eure Antworten

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29. April 2015 um 15:52

...
Das scheint sich bei uns beiden verschieden zu gestalten. Denn bei uns bemerkt man die Unterschiede ganz deutlich. In der Mentalität, der Einstellung auf diverse Themen bezogen... Abgesehen davon spricht für mich nichts dagegen, einen Thread über Mischbeziehungen in einem Forum für Mischbeziehungen zu starten ...

Und obwohl es bei dir ja keinen Unterschied zu machen scheint, liest du ja doch hier .

Statt der Rezepte hätte ich auch Musik anführen können, war ja nur ein Beispiel .

Dass die Verwandten weiter weg sind (in unserem Fall sind sie fast über den kompletten Globus verteilt) finde ich schon schade. Aber: zu nah wäre sicher auch wieder nicht unbedingt konfliktfrei.

Auf jeden Fall: danke für deine Antwort!

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29. April 2015 um 16:30

Inwiefern aufgesetzt?
Ganz ehrlich, in meinem Leben macht das tatsächlich einen Unterschied. Erst Recht in Bezug auf meine Ex Partner, die die gleiche Nationalität wie ich hatten.

Ansonsten würde ich mich ja auch nicht damit beschäftigen . Es erstaunt mich, dass ich offensichtlich nicht authentisch auf dich wirke...

Aber ehrliche Worte sind mir immer die Liebsten .

Es ist halt wirklich so, dass ich sehr viel mehr Negatives hier lese und meine Intention war schlicht, einen T zu starten, der sich mal mit dem Positiven befasst...

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29. April 2015 um 18:12

...
Für mich persönlich ists aufjedenfall eine Bereicherung..

Komm aus eher ländliche Verhältnissen und hatte mit fremden Kulturen, Religionen usw eigentlich nix am Hut!

Wir haben sozusagen unsere eigene Kultur gegründet (kann man das so sagen?) haha
Einfach das beste aus seiner gemischt mit dem besten aus meiner.. gesprochen wird je nach Laune mal Deutsch oder Punjabi,manchmal ist sogar etwas Englisch dabei :-P
Da ich nicht sonderlich Religiös sind gibt's d bei uns keine Probleme, er macht sein "Ding" und fertig

Musik läuft bei uns immer, ein Mix aus US-Charts und Indische rap Musik

Seine Geschwister leben nicht allzu weit weg von uns, seine Mutter lebt in Indien.Wirklich oft sehen wir seine Geschwister trotzdem nicht da jeder mit seinem eigenem Leben beschäftigt ist.

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1. Mai 2015 um 12:56

Hallo, madamemim, ich freue mich, deinen post zu lesen, und möchte ........


........................mich gerne dazu äußern. Auch auf die Posts von misko weiter unten würde ich gerne damit antworten.

Ich persönlich sehe mich auf den ersten Blick wohl zwischen euch beiden positioniert.

Deine Ausführungen sind schön, aber m. E. nach z u positiv - blauäugig möchte ich nicht sagen, das wäre abwertend.

Begründung: Du schreibst von einem wunderschönen, günstigen Urlaubsland. N a t ü r l i c h ist es das, aber andererseits ist da auch eine Familie, die dich für diese "Urlaubszeit" nicht aus den Augen lässt, 24 / 7. Daran muss sich eine emanzipierte Europäerin erst mal gewöhnen. Seine "Ruhe" in unserem Sinne hat man nicht.

Die Schlafens- und Essenszeiten sind völlig unterschiedlich. Nicht jeder möchte um 24 Uhr zu Abend essen. Und Telefonzeit ist dort wohl rund um die Uhr - anrufe um 1 Uhr nachts sind keine Seltenheit.

Und ob der "Urlaub" günstig ist, bleibt dahingestellt. Es kommt dabei i m m e r auf die Stellung des Mannes in der Familie und natürlich auf deren finanzielle Lage an!

In der Tat sind doch die allermeisten Migranten aus orientalischen Ländern nach D gekommen, um zu arbeiten u n d ihre Familie in der Heimat zu unterstützen. Das ist deren Pflicht, vor allem, wenn vllt. keine Brüder da sind, und dies geht natürlich vom Familieneinkommen h i e r ab!

Dann betrachte doch mal die verschiedenen Religionen - falls jemand hier überhaupt Religion ausübt. Du musst da einfach Stellung beziehen, vor allem, wenn Kinder da sind. So einfach, wie joleen es erlebt, dass jeder einfach "sein Ding" macht, ist es eben nicht!
Das hat auch Auswirkungen auf d e i n Verhalten, hier wie dort. Du kleidest und verhältst dich als Frau eines Moslems oder als Muslima einfach anders, auch ist dadurch die ganze angeheiratete Familie beeinflusst, auch wenn es einige hier nicht so sehen mögen.

Was kulturelle / kulinarische Bereicherung betrifft, gebe ich dir recht. Allerdings kann man natürlich die Rezepte auch so kochen, ohne ausländischen Partner, falls man dies gerne macht.

Das Erlernen der anderen Sprache ist geradezu notwendig, wenn man sich mit der Familie unterhalten will, die vllt. keine große Schulbildung besitzt.

Und betrachte mal die sozialen bzw. politischen Zustände in den Heimatländern.

Stell die vor, du würdest d o r t für immer leben - dann sähe einiges anders aus. Geh einfach mal für längere Zeit dorthin, falls möglich.

Auch was das hautnahe Zusammenleben in einer Großfamilie betrifft, das kenne wir hier nicht so!

Falls du deine Schwie-mama liebst und sie dich, hast du Glück. In allen andern Fällen mag es sehr schwierig sein und d u musst dich arrangieren, nicht sie.

Auch deine persönliche Bewegungsfreiheit ist n a t ü r l i c h nicht die von hier!

All das muss man wissen, wenn man eine "Ausländer", srry für den platten Ausdruck, heiratet.

Und erst, wenn man das weiß, kann man sich richtig für eine Ehe entscheiden.

P.s.: Auch mein Mann und ich haben das Gefühl, uns nicht fremd, um nicht zu sagen, gleich zu sein. Das Zauberwort ist KOMPATIBILITÄT! Das "Ausländische" spielt keine große Rolle.

Alles Gute!

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24. Mai 2015 um 19:10

In der Schweiz...
...ist mittlerweile jede dritte Ehe binational. Schweizerinnen heiraten bevorzugt Italiener, Serben und Deutsche, wie es genau bei den Männern ist, kann ich nicht sagen aber ich glaube statistisch sind in der Schweiz mehr Männer mit einer Ausländerin verheiratet als Frauen mit einem Ausländer!

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