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Mir gehen die Ideen aus

24. September 2014 um 14:48

Hallo zusammen,


ich habe schon länger ein größeres Problem in meiner Partnerschaft und wie ich so bin hab ich ein wenig im Internet gesucht und dieses Forum hier gefunden. Vielleicht hat ja einer von euch eine Idee.

Seit mehr als 15 Jahren bin ich mit meiner Partnerin zusammen. Ich habe ihr vor ca. 5 Jahren einen Heiratsantrag gemacht und vor 3 Jahren haben wir ein gemeinsames Kind bekommen. Klingt alles nach Friede-Freude-Eierkuchen, ist es ja meist oberflächlich auch.

Eigentlich beginnen die Probleme schon recht früh in der Partnerschaft. Damals hab ich sie geben etwas aktiver zu sein sowohl im Umgang mit mir als auch im Bett. Das Ganze hat sich eigentlich nie geändert nur mein Wunsch nach Nähe und Zuwendung wird mit den Jahren immer größer. Als sie dann den Verlobungsring nach ca. 2 Wochen gar nicht mehr trug wusste ich nicht was ich sagen sollte. Als ich sie darauf ansprach, meinte sie sie wolle ihn nicht kaputtmachen

Ein prägender Satz aus den ersten 5 Jahren der bei mir dauerhaft haften bliebt war: "Wenn du alt oder krank bist, pflege ich dich nicht."

Nun, okay so gab es noch die ein oder andere Sache die ich nicht nachvollziehen konnte. Anfangs hab ich kurz drüberweggesehen und sie dann nach dem dritten Mal gefragt. So kam es das sie für 1 Jahr allein zu Hause war (vor dem Kind) und auf dem Sofa faulenzte. Ich kann es verstehen mal 1 Woche oder 2 Wochen dort zu liegen und den Haushalt Haushalt sein zu lassen. Aber nach 4 Wochen fand ich es eigenartig, das ich nach einem 9 Stunden Arbeitstag den Flur wischen, Essen kochen und einkaufen musste. In dem Fall bin ich wahrscheinlich zu lieb und hab es dann einfach gemacht. Diese Arbeitsteilung ich gehe arbeiten und darf danach haushalten und sie macht quasi "nur" die Wäsche und patzt manchmal das Badezimmer haben wir dann mindestens dieses Jahr durchgehalten. Sie ist defiitiv nicht dumm, sie ist sehr intelligent und hing vielleicht dieses Jahr nur durch, weil sie down war wegen der damals fehlenden beruflichen Perspektive. Aber dafür muss ich herhalten?

Dann kam das Kind und alles wurde etwas anders. Sie kümmert sich wirklich um das Kind und es freute mich, das sie nicht mehr ganz so letargisch ist. Sie kocht tatsächlich für das Kind. Ich kann mich ehrlich gesagt an kein einziges Mal erinnern, das sie für mich auch nur irgendwas gekocht hätte. Ist ja meine Aufgabe, ich weiß.

So langsam komme ich zum eigentlichen Kern des Ganzen. Ich glaube so langsam das sie mich nicht liebt. Ich fühle mich immer mehr wie ein notwendiges Anhängsel an das sie sich gewöhnt hat. Das Liebesleben besteht im Endeffekt aus dem was in einem Sexualkundebuch des 18. Jahrhunderts als normal beschrieben werden würde. Ich fragte sie ja nun schon vor ca. 10 Jahren warum sie mich denn nicht mal mit einem romatischen Abend überrascht. Die Antwort war damals das ich es ja auch nicht tun würde. Okay, beratungsresistent bin ich nicht dachte ich mir. Ich habe seit Jahren nun regelmäßig begonnen einen solchen romatischen Abend zu organisieren/vorzubereiten. Ich glaube in der Zeit hat sie es zweimal geschafft auch drei Kerzen anzuzünden und auf mich zu warten. Allerdings besteht dann meine Aufgabe scheinbar sie zu befriedigen und wenn es denn sein muss mich "an ihr" (Entschuldigung für die hässliche Ausdrucksweise) zu befriedigen. Sie hat dafür eine noch unglücklichere Ausdrucksweise namens "hinhalten". Was sie damit meint ist, das sie nichts tut. Streicheleinheiten sind nahezu immer einseitig. Im Alltag gehen Küssen und Streicheleinheiten fast immer von mir aus. Meisten werde ich angefahren ich solle sie jetzt gerade nicht stören. Dabei ist es auch egal wann. Vormittags, mittags, abends alles habe ich schon probiert. In der Zeit habe ich dann auch einmal fast 1 Jahr Sexentzug praktiziert ... das hat sie gar nicht beeindruckt.
In letzter Zeit hatten wir ich würde sagen fast die schönste gemeinsame Zeit. Es begann alles damit das ich mich belesen habe wie man eine Frau wirklich toll verführt. Also romantische Musik, Kerzen, eine Massage und zur Krönung Oralsex ... Was soll ich sagen, es scheint anzukommen nur habe ich das jetzt fast ein halbes Jahr häufiger praktiziert, in Variationen natürlich, aber es kommt meiner Meinung nach gar nichts zurück. Es gab dabei ein paar schöne gemeinsame Momente, aber fühle mich trotzdem alleingelassen. Der Hammer war dann letzte Woche als wir spontanen Sex hatten und als sie "fertig" war rollte sie sich weg. Ich machte noch einen Spaß "du bist wie ein Mann", aber außer einem kurzen Lachen habe ich nichts dazu gehört. Zwei Tage später kam ein von ihr gewünschter Vibrator an. Klar, dachte ich ich möchte ja das sie Spass hat. Was kam dann? Ihr ahnt es, sie rollt sich weg...

Seit dem gab es bei mir nen ordentlichen Knacks. Es reicht nicht das ich keine Kuscheleinheiten, keine sonstige Aufmerksamkeit und keine Unterstützung im Leben bekomme, jetzt gibt es auch keinen Sex mehr. Ich frage mich echt was ich falsch gemacht habe. Für mich kommt eine Trennung nicht in Frage, ich liebe sie und wahrscheinlich weiß sie das nur zu gut

Zwischenbemerkung:
[Selbstbefriedigung meiner Person scheint sie auch komplett abstoßend zu finden. Wenn sie mich nackt sieht hat sie auch schon öfters zu meinem Penis "ihh" und "wää" gesagt. Dieser kindischen Sache habe ich lange zeit gar keine Beachtung geschenkt. Eigentlich bin ich ein sehr gefestigter Mann aber wenn man das immer und immer wieder hört, glaubt man irgendwann irgendwas abstoßendes zu haben. Wahrscheinlich findet sie meinen Penis ansich eckelig, da Oralsex für sie auch nicht in Frage kommt.]
[Ganz ehrlich, Männer sind doch relativ einfache Tiere. Fast immer reicht es doch sie sexuell beruhigt zu haben und dann nehmen sie den Rest auch nicht krum bzw. übersehen es einfach.]
[Ich war damals in jungen Jahren einer von denen die öfters Partnerinnen wechselten und ich habe auch ein paar längere Beziehungen vorher gehabt, daher habe ich eigentlich genug Erfahrung im Umgang mit Frauen. Es ist zwar leicht zu sagen vergleichen sollte man nicht aber es fällt immer schwerer.]

....

Ich halte sie gerade (seit knapp einer Woche) auf verbaler als auch auf körperlicher Distanz. Bemerkt hat sie es scheinbar erst heute. Mich schmerzt das es unser Kind schon eher gesehen hat, das es heute morgen "Papa kuscheln, Mama kuscheln" sagte. Da wollte ich schon fast losweinen. Ja, als starker Mann tut man das nicht ich weiß.

Mein Grundproblem?
Mir fehlt Wertschätzung meiner Person und einfach gesagt ausreichend Zärtlichkeit und Sex.

Was wünsche ich mir eigentlich?
Ich wünsche mir das ich auch mal gedrückt, geküsst oder gestreichelt werde. Ich möchte im Bett nicht immer der sein der arbeitet. Einmal im Monat etwas auf den Tisch zaubern wäre toll oder den Frühstückstisch an einem Sonntag einmal im halben Jahr decken. Ich würde mir mehr Unterstützung bei gemeinsamen Entscheidungen wünschen, denn das interessiert sie meist auch nicht wirklich.

Was mache ich dafür das sich etwas ändert?
Ich würde sehr viel tun. Ich lasse ihr alle möglichen Freiheiten. Sie war mehrfach mit anderen Männern aus (Ich denke und hoffe das da nichts passiert ist) und sie hat ihre Freunde/Innnen. Ich versuche mich sportlich aktive und damit attraktiv zu halten. Ich versuche tatsächlich nicht dem Leistung/Gegenleistung-Prinzip zu verfallen aber bei gefühletn 98%:2% ist es wirklich schwierig noch zu sagen, das man da drüber hinweg sehen sollte.

....

Unglaublich aber war, letzten Sonntag wurde der Frühstückstisch gedeckt (Okay, ich hab ihr am Vortag gesagt das sie es auch mal machen könnte obwohl ich ehrlich gesagt nicht damit gerechnet hab das sie es tut. Da Reden bei anderen Dinge auch nie half.) und als ich gestern nach Hause kam war das Bad, die Küche und das Wohnzimmer geputzt. Ich war verblüfft. Ich wusste ich musste meine Distanz kurz aufgeben um sie dafür zu loben. Das hab ich hab natürlich gemacht. Mit einem Kuss, den sie nicht erwiederte

Ich bin nicht der Mensch der Distanz bewahrt. Vom Wesen her kann ich das eigentlich gar nicht. Ich suche Nähe vielleicht habt ihr ja einen Tipp für mich.


Danke
mitzematze

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24. September 2014 um 14:55

Wenn sie doch immer schon so war,
wieso hast Du sie dann überhaupt geheiratet?

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24. September 2014 um 15:07
In Antwort auf konfuse

Wenn sie doch immer schon so war,
wieso hast Du sie dann überhaupt geheiratet?

Nun ...
@konfuse: Liebe.

@cefeu: Naja, du hast teilweise recht. Es ist halt wie immer nicht so schwarz/weiß wie man es sich wünscht. Ist es aber nicht fast in jeder Beziehung so das einer der Horst ist und den anderen bemuttert. Die Verteilung ist halt nur etwas günstiger als bei mir. Echte 50:50 Partnerschaften möchte ich mal sehen

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24. September 2014 um 15:09

Was soll man da sagen ?
---Für mich kommt eine Trennung nicht in Frage, ich liebe sie und wahrscheinlich weiß sie das nur zu gut---

Wie jetzt ?
Wie lächerlich ist das denn, das wäre das einzig logische, sich trennen von der und genau das einzig logische schließt du aus.
Aber am Krankisten du lässt sie mit anderen "ausgehen" und "hoffst" denn das sie mit ihnen keinen Sex hat... ich mein echt jetzt ?
Sie liebt dich nicht, daher stört sie dein Sex Entzug von einem Jahr auch nicht, sie hatte wahrscheinlich genug Sex mit anderen, auch jetzt wo du dich eine Woche komplett distanzierst bemerkt sie das nicht mal, oder ist ihr eher sehr recht.
Du bist einfach besser wie nichts, besser wie alleine sein, ein prima Lohnsklave, der sich dazu noch um den Haushalt kümmert.
Glückwünsche zu diesem leben. (ist ja selbst gewählt)

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24. September 2014 um 15:20

Auch wenns schwer fällt - beende die Beziehung
Also nach Liebe kligt das irgendwie nicht mehr. Kann es sein, dass du an der Gewohnheit (die für die eigentlich fast unträglich ist) festhälst? Es ist ja ganz offensichtlich, dass sie es überhaupt nicht interessiert was du alles für sie tust. Wenn sie es überhaupt merkt.... Also so wie du schreibst, scheinst du ja ein Herzensguter Mensch zu sein, der alles versucht um das Beste aus der Situation zu machen. Aber glaube mir: Du hast eine Bessere verdient. Ohne deine Frau damit schlecht zu reden aber naja, in dem Fall ist sie es. Es ist nicht fair von ihr. Du ackerst, du machst, du tust und was kommt zurück? Gar nichts!
Glaube mir, das was du suchst (und niemals bei ihr finden wirst) bekommst du von einer anderen Frau mit Sicherheit tausend mal öfters geschenkt. Mag jetzt geschmacklos sein von einer anderen Frau zu reden, aber glaube mir: Andere Frauen würden sich glücklich schätzen jemanden an ihrer Seite zu haben der so gutmütig und bemüht ist wie du! Und es wird sich mit Sicherheit auch eine finden die zu dir passt, mit der du glücklich sein kannst und du das bekommst nachdem du dich so sehr sehnst und auch verdient hast.
Zu dem Thema, dass du ihr sogar erlaubst, andere Männer zu treffen sage ich mal nichts. Da ist mir nämlich fast die Spucke weggeblieben. Denn wenn eine Beziehung mal so einen Knick hat wie eure, will ich mir gar nicht ausmalen, was passiert wenn man da ständig Kontakt zu anderen Männern hat...
Meiner Meinung nach hast du das "Theater" nun schon viel zu lange mit gemacht und du solltest ihr sagen dass das so nicht mehr weiter geht!
Schon allein eurem Kind zu liebe - das wird früher oder später auch merken (bzw hat es ja sogar schon) das zwischen euch etwas nicht stimmt. Für die Kleine / den Kleinen wird es tausend mal schwieriger sein so ein unglückliches Leben der Eltern live zu erleben als einen klaren Cut. Gebt dem Kind die Chance ein glückliches Leben vorgelebt zu bekommen....

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