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Midlifecrisis?

24. März 2011 um 9:16


hallo!

ich bin neu hier und würde gerne mal meine geschichte erzählen.

mein mann und ich waren 13 jahre zusammen, davon 8 jahre verheiratet. wir haben ein 7 jährige tochter. uns ging es gut, bis vor 4 jahren. mein mann hat damals nebenbei im gastgewerbe angefangen zu arbeiten, da wir das geld benötigten. wir haben ein einfamilien haus mit einem schönen garten, ein pool, beide gute jobs und eine wunderbare tochter. als er dann abends im gastgewerbe arbeitete hatte ich das gefühl, daß sich mein mann immer mehr von mir entfernt. ich habe ihn dann darauf angesprochen und tatsächlich hatte er damals eine affäre mit einer etwas älteren frau mit 2 kindern. er hat es damals sehr bereut und mir beteuert, daß er das nie wieder machen würde. er liebt mich und unser kind so sehr und wenn er es ungeschehen machen könnte würde er es tun. nun gut, ich verzieh ihm und wir hatten einen wunderbaren neustart.

mein mann hat einen neuen job angenommen und für mich war die welt wieder in ordnung. der neue job war sein traumjob (hat auch mti dem gastgewerbe zu tun), doch der nachteil war, daß er ca. 3 tage die woche im ausland sein muß! wir haben das gemeinsam besprochen und entschieden, daß wir das schon schaffen. er hat beteuert, daß er, sollte er merken, daß es mir oder unserer tochter schlecht geht dabei, sofort die notbremse ziehen würde und sich was anderes sucht, denn wir haben uns doch nach der kriese erst wieder gefunden und uns ging es damals sehr gut. ich dachte mir, wenn mein mann glücklich ist in seinem job, dann kann er mich und meine tochter und uns als familie auch glücklich machen. ich habe ihn also total unterstützt udn in kauf genommen, daß ich ab da 3 tage die woche alleine für unsere tochter verantwortlich bin obwohl ich auch einen 40 stunden job habe. das ganze hat genau 1 jahr angehalten, dann wurden aus 3 tagen im ausland, 4, dann 5 und zum schluß oft sogar 6 tage. das heißt mein mann war die letzten beiden jahre nur mehr 1-2 tage die woche bei uns und ich und meine tochter waren alleine.

natürlich habe ich seine versprechen eingefordert, doch er hat immer gesagt, er tut das alles nur für uns, damit es uns gut geht und er möchte ein gewisses ziel erreichen, dann wird es wieder besser und er kann sich seine arbeitszeit frei einteilen.

vor nun1,5 jahren hat er mir dann von heute auf morgen gesagt, daß er mich nicht mehr liebt. ich bin eine tolle frau, eine tolle mutter, aber er empfindet nicht mehr mehr als freundschaft für mich. er will auf keinen fall eine scheidung. nun ja mir ging es natürlich wahnsinnig schlecht und ich war am boden zerstört. letztes jahr hat er dann versucht zu uns zurückzufinden, das war aber meiner meinung nach nur ein hinhalten. im endeffekt bin ich im herbst draufgekommen, daß er eine freundin hat. ich denke das geht schon länger mit dieser frau. er wollte sich nur die familie im hintergrund halten, denn es ist schon bequem eine frau zu haben die alles für einen macht und ein kind das verfügbar ist, wenn man gerade zeit und lust hat.

ich verstehe ihn nur nicct. wir haben voriges jahr noch an unserem haus weitergearbeitet, urlaub gemeinsam gemacht, skiurlaub für dieses jahr gebucht usw.

jetzt sind wir bereits geschieden und ich werde im herbst mit unserer tochter ausziehen. er wohnt jetzt bei einem freund bis unser haus wieder frei wird. mein mann ist auch trotz meines drängens nie ausgezogen. wir haben am tag vor der scheidung noch im gleichen bett geschlafen und am nächsten tag standen wir am gericht und haben unsere scheidung unterschrieben. ist doch krank oder?

er gibt übrigens noch immer nicht zu , daß es diese frau gibt, obwohl ich eindeutige beweise habe.

ich hätte mir nie gedacht, daß mein mann unser leben, unsere ziele und unsere familie so hinwirft.

er verhält sich seit 3 jahren wie ein anderer mensch und ich konnte ihn nicht aufhalten alles zu zerstören. am meisten tut mir unsere tochter leid. sie ist nie in einer wirklichen familie aufgewachsen, denn sie war 3 jahre als mein mann den job im ausland angenommen hat. ich weiß, daß er sehr an seiner tochter hängt, aber anscheinend nicht genug um sein leben zum wohle unserer tochter zurückzustecken.

könnte das eine midlifecrisis sein? er ist zwar erst 38 jahre aber er benimmt sich genau so. alle werte, alle ziele sind weg, er braucht ständig bestätigung von außen, hat sich voriges jahr ein motorrad gekauft,....

danke für eure antworten

lg

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24. März 2011 um 17:13

Das Ende??
Meinst Du es ist zu ende?? Manche Dinge muss man erst verloren haben ehe man merkt, wie sehr man an ihnen hängt!!
Mein Mann ist seit Monaten genauso schräg drauf, bei ihm wurde Burning-out , Depressionen diagnostiziert.

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