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Meine Geschichte. Er Pole, 12 Jahre älter, Fernbeziehung

27. Februar 2013 um 21:07

Hey Forum

Ich weiß nicht, ob das hier passt, aber ich würde einfach gerne meine Geschichte erzählen. Ich habe kein direktes Problem, mich würde nur interessieren, ob es hier Frauen oder Männer mit ähnlichen Erfahrungen und Geschichten gibt.

Es geht wie der Titel sagt, um mich und meinen Freund, der 12 Jahre älter und polnisch ist. Ich bin 19 Jahre alt, er ist 31. Er reist in seinem Beruf sehr viel, wohnt aber eigentlich in Polen, ich studiere in Deutschland.
Vielleicht sagt jetzt der eine oder andere: Das kann ja garnicht klappen, bei den ganzen "Schwierigkeiten"!
Aber: Es klappt!
Der Altersunterschied ist dabei zwischen uns überhaupt nicht zu spüren. Ich traue mich zu sagen, dass ich doch sehr erwachsen bin und wir komplett auf einer Wellenlänge sind. Ich liebe diese Erfahrung, die er schon ausstrahlt und seine Ernsthaftigkeit und Bodenständigkeit. Was natürlich schon auffällt ist, dass er schon sein zweites Studium beendet hat und an Doktorarbeit denkt, während ich mitten im Studium hänge. Außerdem denkt er natürlich schon mehr an Familie als ich mit 19...
Die Sprache/Herkunft ist da schon eher ein Problem. Ich bemühe mich Polnisch zu lernen (was mir erstaunlich schwer fällt) und er seine Schulkenntnisse in Deutsch aufzufrischen. Oft müssen wir ins Englische wechseln, was aber auch ziemlich gut klappt. Trotz seinem stark östlichen Akzent Meine Eltern waren ziemlich überrascht und ein wenig schockiert als ich ihnen von meinem Freund erzählt habe. Letztendlich waren sie aber auch begeistert von ihm!! Hat mich aber auch nicht gewundert.....Was bleibt ist ihre Sorge, ich könnte direkt nach dem Studium heiraten und die ganze "Karriere" hinschmeißen. Und ehrlich gesagt: Ich kann für nix garantieren.
Was war ich aufgeregt vor dem ersten Treffen mit seiner Familie. Er nahm mich im Sommer in den Semesterferien mit in seinen Heimatort, um mich allen vorzustellen, ich wäre fast gestorben! Dann war es aber garnicht so schlimm, ich bin unglaublich herzlich in seine Familie aufgenommen worden, alle waren total interessiert an mir und umsorgten mich einfach rührend!

Das größte Problem ist die Fernbeziehung. Er ist ständig unterwegs und schaut dazwischen, wenn es nur irgendwie machbar ist bei mir vorbei. Dann bleiben uns noch meine Ferien, in denen er auch nicht immer zuhause in Polen ist. Er wird jetzt versuchen, es so einzurichten, dass wir eine Zeit zusammen bei meinen Eltern sind (ich weiß: Unromantisch ), eine Zeit zusammen bei mir und dann noch gemeinsam wegfahren.

Jetzt so beim Schreiben frage ich mich selbst wie das nur alles klappen kann. Aber irgendwie klappt es und ich liebe ihn so, dass mir alle Hindernisse egal sind!

Liebe Grüße, Rafala

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27. Februar 2013 um 21:36

Hallo Rafaela,
auch ich hatte (in grauer Vorzeit) eine Fernbeziehung, die 8 Jahre gehalten hat. Mein Freund war aus Florenz, ich in München. Als es losging war ich 18, er 7 Jahre älter. Das Ganze hat deswegen so gut funktioniert, da wir uns 100% aufeinander verlassen konnten. So haben wir z.B. ausgemacht, jeden Samstagabend um 19.00 Uhr zu telefonieren. Einmal hat er mich angerufen, die Woche drauf ich ihn. Das hat die ganzen 8 Jahre über geklappt. Außerdem haben wir uns sehr viele Briefe geschrieben. Manchmal habe ich drei in einer Woche bekommen. Wir haben uns gegenseitig besucht und in der Regel alle 4 Wochen auf halber Strecke für ein Wochenende getroffen. Das war dann meistens in einem Hotel in Trient, was immer sehr schön war, da er auch noch bei seinen Eltern wohnte. Die Kommunikation war kein Problem, weil er Germanistik studierte (leider kann ich deswegen immer noch nicht richtig Italienisch).
Auch wenn wir im Endeffekt nicht für den Rest des Lebens zusammen geblieben sind, möchte ich die Zeit mit ihm nicht missen. Auch war es sehr interessant ein anderes Land zusammen mit einem Einheimischen kennen zu lernen und es vergeht kein Jahr, in dem ich nicht nach Italien fahre. Das ist inzwischen meine zweite Heimat (Gott sei Dank ist mein Mann auch Italophil!)
Dank Mail, SMS und Skypen ist es heutzutage "einfacher" eine Fernbeziehung zu führen. Und es ist doch immer wieder aufregend sich wieder in die Arme zu schließen, wenn man sich längere Zeit nicht gesehen hat! Viel Glück Euch Beiden noch, wünscht Euch Charlotte

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28. Februar 2013 um 13:41

Nein
Er wohnt aber in der gleichen Stadt und nah bei ihnen.
Findest du das denn komisch?

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