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Meine Geschichte (bring Zeit zum lesen mit)

3. November 2010 um 19:57

Erst mal "hallo" zusammen!

Warum ich das folgende hinschreibe?
Zum einen möchte ich ein Feedback, neue Denkanstöße.
Zum anderen ist es auch eine Form das Geschehene zu verarbeiten.

Nun zum eigentlichen. Die Grunddaten: 26 Jahre alt, meine Frau ebenfalls. Wir kennen uns seit 11 Jahren. Aus Freundschaft wurde mehr, seit über 8 Jahren ein Paar, vor 3,5 haben wir geheiratet. 3 Kinder.
Ich kannte ihre beiden Ex, sie meine. Alle drei Beziehungen endeten damit, das wir betrogen worden sind. Daher war uns Treue immer wichtig, ihr insbesondere.
Wer jetzt mitgerechnet hat, ja wir waren sehr jung. Trotzdem sind wir der Beweis das man alles schaffen kann wenn man will (bzgl. Kinder und Job).

Seit einiger Zeit steckt unsere Beziehung in der Krise. Das hatte hauptsächlich damit zu tun, das es einige Schlüsselmomente gab, mit denen wir anders umgegangen sind (Abort, sie musste drüber reden, ich konnte nicht) oder wo ich nicht da sein konnte obwohl sie mich gebraucht hat.

Dadurch war es so das in den vergangen Monaten eine Mauer zwischen uns entstanden ist und wir nicht mehr in der Lage waren diese zu durchbrechen. Konsequenz war, das wir wg. jeder Kleinigkeit (Alltag, Job, Kinder) gestritten haben.

In der letzten Zeit änderte sich dann bei ihr das "Streitverhalten". Sie verletzte mich mit Absicht. Stellte meine Treue in Frage (wofür sie nie einen Grund hatte!!). All das passte nicht zu ihr.
Sie forderte mich auf, die Fehler die ich machte abzustellen. Doch je mehr ich mich bemühte, je weniger konnte ich ihr Recht machen. Daher ließ ich es meistens, da ich wusste: ein Streit kommt sowieso.

Im Sommer musste ich 2 Wochen beruflich weg. Wir stritten uns dermaßen am Telefon das unsere Beziehung kurz vor dem Aus stand. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich sie beinahe betrogen. Eine gute Freundin war vor Ort und hätte sie nicht so viel Anstand die "Finger" von einem verheiraten Mann mit Kindern zu lassen, bin ich mir nicht sicher ob ich mich hätte "wehren" können.

Danach ging es mit unserer Beziehung ganz kurz besser, aber nicht kontinuierlich. Was festzuhalten ist: Je weniger wir uns zu sagen hatten, je besser wurde der Sex.

Im August musste sie operiert werden und war danach einige Wochen zum Nichtstun verdammt. Sie verbrachte viel Zeit im Internet (hpts. spielen). Als es ihr wieder besser ging, musste ich widerum 2 Wochen Weg. In der Zeit hat sie am Telefon nur wenig mit mir gesprochen. Ich kam Anfang Oktober wieder. Keine Freude in ihren Augen. Eine schöne Nacht. Dann hat sie mich eine Woche angeschwiegen (ich hatte Urlaub und war wie sie zu Hause). Konnte mir nicht in die Augen blicken.
Am Sonntag Abend (Ende des Urlaubs, am Tag der Schnapszahl wo viele heiraten wollten) sagte sie mir das sie die Trennung will. Die Gefühle wären nicht mehr so stark, nur freundschaftlich. Vielleicht wäre das aber in 1 oder 2 Jahren wieder anders. Ich fragte nicht nach, doch wusste ich das sie mir etwas verschwieg. Auch ohne Alkohol bleibt der Montag danach für mich im Nebel. Dienstag Arbeit, dabei viel nachgedacht.
Am Dienstag Abend schrieb ich ihr einen 6 Seiten langen Brief. Ich fügte die Puzzleteile zusammen. Sie hatte jemanden kennen gelernt. Übers Internet. ... aber noch kein echtes Treffen. Sie überlegt aber zu ihm zu ziehen. Mehrere hundert Kilometer weit weg, er würde mir dann die Kinder am Wochenende bringen, bla bla.
Diese blinde Naivität konnte ich kaum glauben. Ich hatte nie vor bei einer evtl. Trennung einen Rosenkrieg zu beginnen, doch ich machte ihr deutlich das ich bei einem geteilten Sorgerecht nicht zustimmen würde das die Kinder so weit weg ziehen. Das traf sie.
Wir haben das durchdiskutiert. Alles. Wie es so weit kam etc. Irgendwann sagt ich ihr, das es so also vorbei wäre und wir uns scheiden lassen sollten. An ihrem Blick wurde mir auf einmal bewußt: Sie sprach von Trennung, ich erwähnte das erste mal eine Scheidung. Sie bekam Angst und ich "nutzte" den Moment: "Sag mir einen Grund warum nicht!". Sie blickte mich an in einen Moment wo man einen Menschen in die Seele schauen kann und sagte das sie mich immer noch liebt aber momentan sich selbst nicht wiedererkennt. Und sich dementsprechend ihrer Gefühle nicht sicher ist.
Für mich gibt es aber keine zeitliche Trennung, dann baue ich um mein Innerstes einen Schutzwall den sie nie wieder durchbrechen kann. Also beschloß ich um die Beziehung zu kämpfen.
Ich schlug ihr auch vor, und das nicht aus der Not heraus sondern weil ich auch einige Fantasien habe, eine "kontrolliert-offene Beziehung" zu versuchen. Beide waren wir uns einig: wenn dann nur per ONS, nicht als Affäre.

Am Wochenende musste ich nochmals berufsbedingt weg, hätte ich abgesagt, hätte es viele unangenehme Fragen gegeben. Außerdem dachte ich, ich könnte den Kopf freibekommen. Ich fuhr mit einen miesen Gefühl.
Als ich wiederkam, sagte sie mir das sie sich entschieden hätte. Für mich.
Sie sagte mir auch das er sie besucht hätte. Eigentlich war eine Freundin da, sie hat die Kinder dann mitgenommen. Sie hätten geredet und es wäre nichts gewesen. Ja, ich wollte ihr glauben.
Sie bat mich darum das sie über das Internet einen Kontakt aufrecht erhalten dürfe. Sie hätte in ihm einen Freund, und dabei soll es bleiben. Ich bat sie um etwas Zeit, war mir aber sicher das wenn ich wieder Vertrauen fassen konnte, das möglich wäre.

Zwei Tage später hatten die beiden wieder Kontakt. Es war nichts weiter passiert, aber es war gruselig.
Ich kämpfte weiter.

Vorgestern sah ich wieder das sie sich schrieben. Als sie nicht hinsah rief ich es auf. "Willst du wieder?" "Ja!" - um es kurz und jugendfrei zu fassen.

Ich konfrontierte sie. Sie zeigte krallen, verteidigte sich. Sie hatte Angst. Sie meinte wir waren getrennt, aber sie wollte es mir später sagen, mich nicht mehr verletzen. Zum Schluß zog sie blank, so dass sie mir ihr Handy mit allen SMS zeigte (ich wollte sie nicht lesen, ich hatte genug gesehen), Sie offenbarte mir alles. Ihre Fantasien, ihre Wünsche, Träume.
Mehr als jeder eigentlich vom anderen wissen sollte und auch will.

Da waren wir. Unsere Beziehung in der Krise, unerfüllte sexuelle Wünsche auf der anderen Seite.
Eine Dreiecksbeziehung kommt aber für mich nicht in Frage.
Das sie mich liebt kann ich nicht anzweifeln. Nach der schwierigen Zeit, nach dem sie sich schon von mir getrennt hatte, wäre es ein leichtes gewesen es so zu belassen. Ich habe auch nie gebettelt oder sie versucht zu überreden, sondern ausschließlich ehrlich mit ihr gesprochen.

Warum will sie nun zu ihm Kontakt halten? Das tut weh, verdammt weh. Doch weiß ich warum. Ich liebe sie über alles und auch im Bett musste ich mir nie andere Frauen vorstellen, doch sie niemand der modeln könnte.
Drei Schwangerschaften haben ihre Figur ruiniert (so sagt sie es selber), auch ihr Bindegewebe hat stark gelitten. Jetzt hat sie jemanden mit dem sie ihre Fantasien ausleben kann (die sie mit mir nicht ausleben kann) und der findet auch gefallen an ihr. So hart es klingt, sie wird nicht an jeder Ecke einen Mann finden können.
Daher werden wir ein Experiment starten. Sie reduziert den Kontakt auf Skype. Ich kenne das PW nicht, daher ist es privat. Wenn die beiden mehr schreiben wollen außer wie jeweils das Wetter ist, wird das vorher abgesprochen. Ich habe die Option alle anderen Tage so weit zu lesen, das ich die Überschrift kenne.

Jeder, der mir diese Geschichte erzählt hätte, dem hätte ich gesagt das es vorbei ist. Und auch ich stand kurz davor. Es steht jetzt auch alles auf wackligen Beinen.
Es wird die Zeit zeigen, wie die Wunden heilen werden, welches Vertrauen wieder herschen kann.

Es ist verrückt, aber das ist meine Story.

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3. November 2010 um 21:52

Weißt Du eigentlich...
...wieso es das Trennungsjahr bei der Scheidung gibt? Aus genau dem Grund den deine Frau dir genannt hat: Jetzt erst einmal trennen und evtl. später wieder zusammen kommen.

Sie will sich jetzt verändern also laß sie ziehen. Auch Du solltest dir jetzt klar werden das eure Beziehung, wie Du sie bisher erlebt hast, endgültig vorbei ist. Du versuchst gerade einen alten Zustand einzufrieren was aber, wie Du selbst schon merkst, nicht funktioniert. Laß diesen Scheiß! Laß sie ihre Erfahrung machen.
Es gibt ein sehr schönes Zitat von Konfuzius: "Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer." Das bedeutet das Liebe auch immer Freiheit braucht auch wenn es weh tut. Du schreibst ihr seid verheiratet. Was hast Du da denn geschworen? Liebe, in guten wie in schlechten Zeiten. Ok, jetzt sind die schlechten Zeiten und was machst Du? Du willst die Scheidung, also letztlich Alles hinschmeißen.

Klar tut es dir jetzt erst einmal weh aber es bietet dir auch die Chance dir für dich klar zu werden was Du eigentlich willst. Die Chance dich jetzt mal auf dich und deine Wünsche ans Leben zu besinnen. Sie geht das Risiko ein vielleicht in einem Jahr einen Mann vor zu finden der inzwischen etwas ganz anderes will als sie zurück. Und wenn sich dann zeigt das ihr keinen Weg mehr zueinander findet, ist der richtige Zeitpunkt für eine Scheidung gekommen. Dann könnt ihr sogar schon auf ein vollzogenes Trennungsjahr verweisen. Klammern und Jammern ist der sicherste Weg einen Partner endgültig zu vergraulen. Wenn Du das willst, ist Ok, das mußt Du selber wissen.

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3. November 2010 um 22:35
In Antwort auf lionce_12156125

Weißt Du eigentlich...
...wieso es das Trennungsjahr bei der Scheidung gibt? Aus genau dem Grund den deine Frau dir genannt hat: Jetzt erst einmal trennen und evtl. später wieder zusammen kommen.

Sie will sich jetzt verändern also laß sie ziehen. Auch Du solltest dir jetzt klar werden das eure Beziehung, wie Du sie bisher erlebt hast, endgültig vorbei ist. Du versuchst gerade einen alten Zustand einzufrieren was aber, wie Du selbst schon merkst, nicht funktioniert. Laß diesen Scheiß! Laß sie ihre Erfahrung machen.
Es gibt ein sehr schönes Zitat von Konfuzius: "Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer." Das bedeutet das Liebe auch immer Freiheit braucht auch wenn es weh tut. Du schreibst ihr seid verheiratet. Was hast Du da denn geschworen? Liebe, in guten wie in schlechten Zeiten. Ok, jetzt sind die schlechten Zeiten und was machst Du? Du willst die Scheidung, also letztlich Alles hinschmeißen.

Klar tut es dir jetzt erst einmal weh aber es bietet dir auch die Chance dir für dich klar zu werden was Du eigentlich willst. Die Chance dich jetzt mal auf dich und deine Wünsche ans Leben zu besinnen. Sie geht das Risiko ein vielleicht in einem Jahr einen Mann vor zu finden der inzwischen etwas ganz anderes will als sie zurück. Und wenn sich dann zeigt das ihr keinen Weg mehr zueinander findet, ist der richtige Zeitpunkt für eine Scheidung gekommen. Dann könnt ihr sogar schon auf ein vollzogenes Trennungsjahr verweisen. Klammern und Jammern ist der sicherste Weg einen Partner endgültig zu vergraulen. Wenn Du das willst, ist Ok, das mußt Du selber wissen.

Erst mal danke für dein Post!
Das Wort "Scheidung" habe ich in dem Moment benutzt als sie mich über ihre Gefühle belogen hat.
Das sie nämlich keine mehr hätte. Wenn das so ist, braucht man nicht kämpfen. Dann ist es sinnlos.
Danach war das aber kein Thema mehr. Ich will die Scheidung nicht. Ich wollte die in dem Moment wo sie mir geagt hat das sie nicht mehr als Freundschaft empfindet.

Mein Problem: Ein Trennungsjahr, auch nur ein Trennungsmonat, bedeutet für mich das ich damit abschließen muss. Nur will ich das nicht, wenn ich eine Chance sehe.
Ich bin ein Mensch der imstande ist sehr viel zu verzeihen. Doch wenn ich mit einem Menschen breche oder meine Gefühle "begraben" muss um mich im Alltag zu schützen, dann für immer. Daher hatte meine eigene Mutter keine Möglichkeit mehr nach einigen Jahren mit mir Kontakt aufzubauen.

In einen Moment einer "absoluten" Ehrlichkeit hat sie mir halt gesagt was sie braucht und das sie mich will.

Ich klammere momentan garantiert nicht. Das war in einigen Zeiten eher sie. Wo ich ihr sagen musste "geh mal mit deinen Freundinnen weg, ohne mich".

Der alte Zustand wird nicht mehr herzustellen sein, das weiß ich. Aber ich sehe auch die Chancen. Weil es eine Entwicklung in letzter Zeit nicht gab.
Es gibt Freiheiten die ich eingestehen möchte (und mir auch) die mir auch vorher schon durch den Kopf gingen, es gab aber entweder keine Gelegenheit in der letzten Zeit dies auszusprechen oder mir fehlte der Mut.

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3. November 2010 um 23:27
In Antwort auf lochan_11948941

Erst mal danke für dein Post!
Das Wort "Scheidung" habe ich in dem Moment benutzt als sie mich über ihre Gefühle belogen hat.
Das sie nämlich keine mehr hätte. Wenn das so ist, braucht man nicht kämpfen. Dann ist es sinnlos.
Danach war das aber kein Thema mehr. Ich will die Scheidung nicht. Ich wollte die in dem Moment wo sie mir geagt hat das sie nicht mehr als Freundschaft empfindet.

Mein Problem: Ein Trennungsjahr, auch nur ein Trennungsmonat, bedeutet für mich das ich damit abschließen muss. Nur will ich das nicht, wenn ich eine Chance sehe.
Ich bin ein Mensch der imstande ist sehr viel zu verzeihen. Doch wenn ich mit einem Menschen breche oder meine Gefühle "begraben" muss um mich im Alltag zu schützen, dann für immer. Daher hatte meine eigene Mutter keine Möglichkeit mehr nach einigen Jahren mit mir Kontakt aufzubauen.

In einen Moment einer "absoluten" Ehrlichkeit hat sie mir halt gesagt was sie braucht und das sie mich will.

Ich klammere momentan garantiert nicht. Das war in einigen Zeiten eher sie. Wo ich ihr sagen musste "geh mal mit deinen Freundinnen weg, ohne mich".

Der alte Zustand wird nicht mehr herzustellen sein, das weiß ich. Aber ich sehe auch die Chancen. Weil es eine Entwicklung in letzter Zeit nicht gab.
Es gibt Freiheiten die ich eingestehen möchte (und mir auch) die mir auch vorher schon durch den Kopf gingen, es gab aber entweder keine Gelegenheit in der letzten Zeit dies auszusprechen oder mir fehlte der Mut.

Ahhh...
...das klingt doch schon ein bißchen anders. Ehrlichkeit konnte sie dir gegenüber nicht bringen weil sie dich nicht verletzen wollte! Scheinst Du ja auch zu kennen wenn Du schreibst das Du eigene Freiheiten wolltest aber keine Gelegenheit fandst dies vorzutragen.
Aber warum bedeutet ein Trennungsjahr/monat damit abzuschließen? Womit willst Du denn abschließen? Mit ihr als Mensch der sie ist? Oder eurer Ehe? Wem willst Du was vormachen? Scheiße, ja es ist hart den anderen "zu verlieren". Klar knickt es das Ego. Es tut weh und fühlt sich ungerecht an. Aber andererseits gibt es dir doch auch Möglichkeiten. Auf wie viele Dinge hast Du für dich wegen Frau und Kindern verzichtet? Das kannst Du in der Zeit doch auch mal rausfinden und evtl. ändern!
Sieh es wie bei deinen Kindern: Du kannst tausendmal sagen das die Herdplatte heiß ist, wenn sie es nicht vorher durch EIGENE schlechte Erfahrungen gelernt haben auf dich zu hören, werden sie auf die Scheiß Herdplatte langen. Und das müßen sie ja auch, woher sollten sie sonst wissen das Du Recht haben könntest wenn Du sie warnst. Und das muß deine Frau jetzt auch! Sie muß ihre verworrenen Gefühle jetzt ausleben, damit auch die Chance haben auf die Schnauze zu fliegen, vergleichen zu können, zu ERLEBEN was sie an dir hat/hatte. Und diese Chance mußt Du ihr jetzt einfach geben. Ich weiß wie bitter das ist aber andererseits merkst Du doch auch selbst das Du nichts ändern kannst und sie es heimlich machen würde.

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