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Meine Freundin liebt mich nicht mehr

14. September 2015 um 9:11

Hallo,

Es ist bestimmt eher selten, das sich ein Mann in dieses Forum verirrt. Aber ich brauche dringend Rat und evtl beistand.

Vorweg: Der Text ist sehr lang geworden und das tut mir leid. Ich bedanke mich aber jetzt schon für alle die ihn lesen!!!

Ich und meine Frau (wir sind nicht verheiratet, aber sie ist halt meine Frau) kamen sehr zeitig zusammen. Ich war 18 und sie 17. Ich habe sie damals quasi aus einer anderen Beziehung "befreit" in der sie wie dreck behandelt wurde. Heute haben wir 2 Töchter: die Große 7 und die Kleine 3.

Ich werde aber mal da anfangen wo unsere Geschichte beginnt:

Ich wusste das sie in einer Beziehung war, aber ich habe mich dennoch stark für sie interessiert. Es war keine Liebe in dem Sinne. Einfach nur interesse und ich fand sie sehr hübsch. Durch puren Zufall hatte ein Freund von uns sie sich nach Hause eingeladen um ihr und mir seine Wohnung zu zeigen. Dabei am es bereits zur ersten Annäherung. Wir haben uns die Tage, Abende und Nachte zusammen mit Freunden getroffen, bis es zum Knall kam und wir uns küssten. Dabei kam herraus das sie mich schon seid sehr langer Zeit liebte.Es dauerte noch ein paar Tage und Nächte, dann trennte sie sich von ihrem Freund.
Das alles war 2005.

Nachdem wir eine weile zusammen waren (es waren so 2-3 Monate) hatten wir das erste mal Sex. Da habe ich das erste mal bemerkt das da etwas nicht stimmt. Wir haben uns darüber unterhalten. Dabei kamen viele unschöne Dinge ans Licht. nur so angeschnitten: Ausbeutung, Vergewaltigung, Vernachlässigung usw... Ich habe immer versucht gegen die Eindrücke ihrer vorhergehenden Beziehung zu wirken und habe mich für sie eingesetzt. Was mir in dieser Zeit sehr schnell klar wurde war, das sie nicht einfach in mich verliebt war, nein sie wahr richtig vernarrt.... Dennoch fühle ich mich irgendwo allein gelassen. Streicheleinheiten, Massagen, simples Trinken oder Essen holen (diese kleinen Dinge die man aus purer Hingabe für seinen Partner tut) habe ich niemals von ihr erfahren. Ich habe ihr stets alles gegeben was sie wollte.

Gut, ich fühlte mich also allein... Da habe ich angefangen Scheiße zu bauen. Ich war auf Pornoseiten unterwegs, hab mir andere Frauen angeschaut. Das schlimmste jedoch war, das ich eine andere Frau kennen gelernt habe. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt gedacht, ich hätte mich in sie verliebt. Nach ein paar Wochen wusste ich, das es nicht der Fall war und habe meiner Frau alles gestanden. Ich habe meine Frau niemals betrogen. Das könnte ich nicht.....

Fall auf Fall hatte meine Frau auch scheiße gebaut und hatte sich mit einer Internetbekanntschaft Sexfantasien ausgetauscht und sogar Nacktbilder verschickt....bisher zum Glück ohne Konsequenzen. Danach, nachdem wir uns ausgesprochen hatten, war alles wieder in Ordnung und sogar sie selber hatte sich gebessert.

Ich lernte sie unglaublich stark lieben. Mehr als mein eigenes Leben. Bis es dann zur ersten Trennung kam. Das war Februar 2014. Sie war komisch und ich sprach sie darauf an. Sie sagte sie liebe mich nicht mehr. Ich habe natürlich angefangen dagegen zu wirken. Sachlich und ruhig. Sonst war ich eher aufbrausend und habe auch schon gern mal Türen kaputt gemacht. Aber an diesem Abend blieb alles ruhig. Und nachdem wir gesprochen haben, haben wir es auch nochmal miteinander versucht.

Dann kam der 1.März 2014 und wir waren am selben Punkt. Diesmal heftiger... Sie war überzeugter. Ich habe natürlich argumentiert und habe mir ihre Probleme zu Herzen genommen. Sie ist zu dem Punkt gekommen, das sie bei mir bleiben will. Ich war mega glücklich! Am 9.März 2014 haben wir dann bei einem Wohnungsbrand alles verloren was wir je hatten. Es wurde niemand verletzt...Zum Glück!!! Danach wurde alles nochmals.... Ich sag mal "anders". Wir hatten Sex, aber selten... Ich dachte mir "wenn sie keine Lust hat, gut". Alles andere war aber sehr lange Zeit gut. Ich habe mich stark verändert. Ich bin ruhiger und weniger aufbrausend geworden. Habe alles für meine Familie getan.

Doch vor ein paar Wochen habe ich immer mehr bemerkt, das sie sich für das was ich tue und sage wenig interessiert. Man muss dazu sagen, das sie Altenpflegerin ist und ich auch in 3 Schichten arbeiten gehe. Und das seid ca 5 Jahren. Wir sehen uns halt eher selten, da wir die Schichten immer zu Gunsten der Kinder abstimmen müssen. Gestern Morgen (13.09.2015) gegen 3 Uhr waren wir abermals an dem Punkt das sie sich trennen möchte. Diesmal mit einer noch stärkeren Überzeugung. Sie hatte mit einem anderen Mann geschrieben. Sie beteuert aufs Blut, das da nichts ist und sie nur geredet haben. Ebenso beteert sie das sie mich niemals betrogen habe. Auf eine seltsame Art und Weise, glaube ich dir das. Als Gründe nannte sie mir das sie noch was anderes erleben will und sie auch mal frei sein möchte. Sie hat selber ein eher zerüttetes Elternhaus, war seid dem sie 16 ist dauerhaft in Beziehungen. Irgendwo kann ich sie verstehen... Ich hatte mein ersten Sex mit ihr und ich war auch oft an diesem Punkt. Außerdem war halt wieder dieses "da ist nichts mehr".

Gut, diesmal hatten wir allerdings noch ein anderes Problem: unsere große Tochter. Nachmittag habe ich versucht es ihr zu erklären.... Folge: absolute Katastrophe... Ihre Welt war auf einen Schlag zerstört und das merkte man. Sie weinte, wie ich es noch nie erlebt hatte. Ich war die ganze Zeit bei ihr, habe mit ihr geweint und es ihr erklärt. Das Papa woanders wohnen wird, aber nicht weit weg. Das sie immer zu mir kommen kann. Und das Wort was am häufigsten gefallen ist, war "Liebe".

Dann kam der Knall.... Meine Tochter saß auf dem Schoß meiner Frau und meinte: "Warum bleibt Papa nicht bei uns und Mama zieht aus?". Das war zu viel für meine Frau und es endete in einem Nervenzusammenbruch. Ich habe alles daran gesetzt sie wieder auf die Beine zu bekommen, was nicht recht gelingen wollte. Nach gut einer halben Stunde fing es an wieder zu gehen. Aber auf Schlag hatte sich bei meiner Tochter etwas verändert... Die Liebe zu ihrer Mama hatte sehr stark abgenommen und zu mir extrem zugenommen. Den Nachmittag haben wir bei meinen Eltern verbracht um es auch ihnen zu sagen... waren natürlich nicht erbaut...

Das war unsere Geschichte in einer langen Kurzfassung.

Nun zu meinen Gedanken und Eindrücken:
Ich kenne meine Frau besser als jeder Mensch auf unserem Planeten. Wahrscheinlich kenne ich sie besser als sie sich selbst.
Sie sagt da sei kein Fünkchen Liebe mehr. Das glaube ich ihr nicht so recht. Sie spricht mit einer Überzeugung die ich niemals an ihr gesehen habe. Einer Überzeugung, die sie nicht mal hat, wenn sie über die Liebe ihrer Kinder spricht. Das vermittelt mir den Eindruck, das sie sich diesen Gedanken mit Wucht in ihr Gehirn einpresst. Und als ich ihr das sagte, dauerte es ein wenig, aber sie hat sich ein ganz klein wenig einsichtig gezeigt. Sie hat den ganzen Tag gelacht, mit den Kindern gespielt, aber irgendwie kam es mir wie aufgesetzt oder überspielt vor.

Ich musste dann am Abend nochmal für ca 1,5 Stunden auf Arbeit. Als ich dann nach Hause kam, kam der Hammer.
Ich habe ihr Mut gemacht. Ihr gesagt das ich es verstehe. Habe ihr aber auch gesagt das ich sie von ganzem Herzen liebe und sie immer zu mir kommen kann. Ich habe noch viel mehr gesagt, aber das würde den Rahmen endgültig sprengen. Wir haben vereinbart Freunde zu bleiben, bzw sogar beste Freunde. Und das brauche ich auch. Schon aus diesem Grund das keiner uns besser kennt als wir beide.
Das heftigste war jedoch als ihr Schleier vom Tag gefallen ist. Sie lag da und fing an zu weinen. Sagte sie mache alles falsch und unsere Große würde sie hassen. Dann fing sie mit ihrer Vergangenheit an.
Genau da fiel ein Satz, wo mir sofort klar war, das hätte unsere Beziehung gerettet. Sie sagte: "Ich glaube ich habe einen psychischen Knacks weg. Ich habe alles für meinen Ex getan und er hat mich angeschrien, ausgenutzt und wie Dreck behandelt!". Sie hat quasi bei ihrem Ex genau das gemacht, was bei uns in der Beziehung gefehlt hat. Das wusste ich bis gestern Abend nicht... Ihr Gehirn hat quasi einfach Dicht gemacht.
Hätten wir das unter Umständen eher gewusst, hätten wir eine Therapie gemacht und es hätte sich evtl alles gebessert.

Was meint ihr??? Gibt es was zu retten? Was soll ich machen? Ist es sinnvoll jetzt eine Paartherapie zu machen oder soll ich sie zu Einzelsitzungen überzeugen das sie diese Blockade los wird?

Peter

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14. September 2015 um 9:15

Edit
Tut mir leid wegen Doppelpost:

Ich glaube ich habe die Hälfte vergessen, von dem was ich eigentlich schreiben wollte. Aber ich musste so oft unterbrechen weil ich beim schreiben Rotz und Wasser geheult habe, bei manchen Erinnerungen aber auch herzlich angefangen habe zu lachen.

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14. September 2015 um 9:38

Danke für deine Antwort.
Ich weiß das gerade ich das alles auf die leichte Schulter genommen habe. Das hätte ich niemals tun dürfen.

Am Anfang unserer Beziehung war uns beiden Sex sehr wichtig. Bei ihr schon nur, weil sie von ihrem Ex vergewaltigt wurde und etwas anderes erfahren wollte. Das war definitiv der falsche Weg.

Die letzten Jahre hat sich unsere Beziehung um unsere Kinder aufgebaut. Wir hatten eher wenig Zeit füreinander, haben aber immer versucht das Beste daraus zu machen.

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14. September 2015 um 9:53

Guten Morgen
ich würde mal das ganze so sagen.

Probiert es mit dem Psychologen. Natürlich wärst du mit ihr gerne zusammen um dabei bei zu stehen. Aber da muss sie alleine durch. Sie muss erst wieder sich selber finden, bevor sie jemand anderen lieben kann und es ihm zeigen kann.
Du kannst für sie da sein, aber bitte schau, dass nicht du am Ende selber davon kaputt gehst! Schaffe Freiraum und kümmert euch in erster Linie um die Kinder. Die leiden nämlich am meisten darunter.

LG Lisa

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14. September 2015 um 10:09

Ihr habt recht
Ich will das nicht hören.

Aber eure Antworten sind erlich und das schätze ich sehr. Und deswegen lese ich alles und nehme es mir sehr zu herzen.

Ich weiß das ich n spezieller Mensch bin... Schwierig, anstrengend usw... und das ich evtl ein Knacks weg hab, mag auch stimmen. Habe das bisher noch nie so gesehen... Aber es könnte was dran sein.

Das einzige wo ich dagegen sprechen muss ist, das ich immer in die Vaterrolle rein rutsche. Ich bin Vater, wenn ich Vater sein muss. Ich bin Partner, wenn ich Partner sein muss und ich bin beides, wenn die Familie zusammen ist.

Das unter einen Hut zu bringen, war für mich immer sehr wichtig.

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14. September 2015 um 10:23

Ich weiß...
...das sie die Therapie allein durchstehen muss. Andere Personen können lediglich weit dahinter stehen und ihr zeigen das sie es schafft.

Und die oberste Priorität haben definitiv die Kinder.

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14. September 2015 um 10:41

Ok
ich lese jetzt immer und immer wieder das Wort "Helfer..." und da scheinen sich die meisten sehr einig zu sein.

Für mich wäre es super wenn ihr mir das mehr erläutern könntet. Weil so richtig weiß ich damit nichts anzufangen. sorry...

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15. September 2015 um 15:12

Deine Geschichte
macht mich betroffen, man spürt die Liebe zu deiner Frau.
Ich glaube fast das eine Trennung euch beiden gut tun würde. Keiner von euch beiden hat jemals eine anderen Partner gehabt oder alleine gelebt. Das deine Frau solch schlechte Erfahrungen gemacht hat tut mir sehr leid, zumindest Sie sollte sich evtl. in eine Therapie begeben. Jeder sollte mal zu sich selber finden... Es ist schwer einen Rat zu geben. Zu den Kindern, die könnt ihr euch doch aufteilen, 3 Tage Mama, 4 Tage Papa und anders rum. So das immer beide Elternteile vorhanden sind. Klar kommen da Schwierigkeiten auf euch zu, aber so ist das doch auch kein Dauerzustand.
Es ist euch zu wünschen, das ihr es schafft in Freundschaft euch zu trennen und dabei immer gute Eltern bleibt.
Das kann klappen, ich weiß wovon ich rede.
Die Kinder an erster Stelle, dass ist richtig, das heißt nie vor den Kindern streiten, nicht vor den Kindern diskutieren, mit den Kindern spielen auch zu zweit und immer alle Fragen beantworten. Gebt den bei euch beiden ein neues zu Hause.
Aus Erfahrung weiß ich das es geht.
Viel Glück

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20. September 2015 um 6:41

Nicht hilfreich...
What?

Ok Ahnung hager du schon mal null. Das mag alles für dich so sein, aber das gilt definitiv nicht für andere.

Meine Frau, saß tierisch weinend neben mir auf der Couch, hat sich an mich angekuschelt und mir, sehr schweren Herzens von ihrer Vergewaltigung erzählt. Wie es weh Tat, das er es immer und immer wieder getan hat, das er keine Reaktion gezeigt hat. Sie hat sich Packung Weise Tabletten geworfen um die Schmerzen zu ertragen. Er hat sie sehr stark gewürgt...
Nach dem 2. mal hat sie zu sich selber gesagt, das sie nichts mehr macht oder sagt...

Sie mag es wenn man leicht dominant ist, aber das was du da schreibst ist unmenschlich.

Überlegt beim Antworten

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20. September 2015 um 7:05

Nach Absprache....
....mit einem psychologischen Betreuer, haben sich die Dinge irgendwie bei geordnet...

Also sie bleibt dabei, das sie nichts für mich empfindet. Und das verstehe ich. Ich selber hatte in der Kindheit ein Problem, was ich nie in Angriff genommen habe. Meine Zähne. Ich möchte jetzt nicht lang erklären, wie es dazu kam... Nur so viel, mir wurde nie gesagt das es wichtig ist und es wurde mir nicht beigebracht.
Für jetzt sind sie kaputt... Hab es nicht gesehen das es sie so sehr stört, obwohl sie es mir sagte... Dumm von mir. Werde nun alles dran setzten um sie so schnell wie möglich in Stand zu setzen. Bin mittlerweile ein sehr reinlicher Mensch.

Sie hat ein sehr starkes Männerproblem. Ihr fehlt die Beziehung zu ihren leiblichen und zum Stiefvater. Klingt blöd, macht aber Sinn. Der Vater ist der erste männliche Part im Leben von Mädchen. Deswegen wollen Mädchen immer ihren Papa heiraten
Fehlt diese Beziehung allerdings, kann das echt schwere Probleme verursachen. Dazu kommt die Vergewaltigung und mein nicht immer richtiges Verhalten.

Sie selber sagt, das die letzten 10 Jahre die schönste Zeit ihres Lebens waren. Das nie eine Beziehung daran reichen wird. Das Sie nie mehr jemanden so lieben wird wie mich.
Auch sagt sie, das es nicht ausgeschlossen ist, das wir wieder zusammen kommen. Sie hofft es sogar. Sie weiß nur nicht wann... In 6 Monaten, einen Jahr.... Abwarten halt...

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