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Forum / Liebe & Beziehung

Meine Frau stellt Job vor Familie (oder so ähnlich)

Letzte Nachricht: 20:19
J
jki
04.02.24 um 7:13

Hallo Zusammen,

Ich habe ein großes Problem und bin total ratlos und schreibe einfach los da ich nicht genau weiß wo ich anfangen soll.

meine Frau (36) und ich (35) sind seit fast 11 Jahren zusammen, seit 2018 verheiratet und haben eine 4jährige Tochter.
Wir beide arbeiten in anspruchsvollen Jobs mit Leitungsfunktionen (Vollzeit+). Sie im Kulturbereich und ich in der freien Wirtschaft im Ingenieurswesen. Beide Jobs verlangen viel von uns ab und Familie und Job sind nicht immer leicht unter einen Hut zu bringen.

Schon vor Hochzeit und Kind hat sie sich stark über Job/Tätigkeit definiert (auch in anderen Jobs), doch mit der aktuellen Tätigkeit hat sie noch lange Fahrtwege, Wochenenddienste, am Laptop arbeiten auf der Couch usw. Sie hat selbst mal die Aussage von ca. 60 Wochenstunden getroffen. 
Ich sitze 6 Uhr im Büro, so dass ich pünktlich unsere Tochter aus der Kita holen kann und sie kommt dann spät nach Haus und muss oft noch was für die Arbeit tun.

Dadurch fühle ich mich natürlich zurückgesetzt und stehe nahezu immer hinten an. Das führt zu Spannungen und häufigen Streits. Nun haben wir eine neue Eskalationsstufe erreicht, als ich extrem wütend wurde, weil sie einen Sporttermin unserer Tochter "verbrummt" hat und ich einspringen musste. Nicht das Einspringen war das Problem, sondern meine grenzenlose Enttäuschung. Nach diesem Vorfall schien kurz Ruhe einzukehren, doch es hat sich bei mir zum Schwelbrand entwickelt und ein paar Tage später kam durch ein Lapalie eine Initialzündung und die Bombe ging hoch.
Nun stehen wir wahrscheinlich vor einer Scheidung, denn sie will nicht mehr mit mir streiten.
Der Wunsch nach emotionaler Nähe schlägt in Frust um und so streiten wir fast immer über die gleichen Themen: ihr Wunsch nach einer ordentlichen Wohnung und mein Wunsch sie wieder an meiner Seite zu wissen, welche irgendwann von beiden Seiten her unfair werden und man sich alles gegenseitig vorwirft.
Ich bin kein einfacher Mensch, bin manchmal impulsiv, jähzornig und kann auch eifersüchtig sein. Zudem hatte ich bis 2016 psychische Probleme (Depressionen und Paranoidität), welche therapiert wurden. Solche Psychosen können natürlich immer wieder auftauchen und aus eigener Erfahrung weiß man nicht, ob man sich selbst trauen kann. Das verunsichert mich sehr.
Sie hat vor zwei Jahren und einem Jahr eine Paartherapie vorgeschlagen. Ich Dummkopf war der Meinung, dass wir das selbst hinbekommen und beim letzten Mal haben wir aktiv gesucht, doch im Rahmen der Suche hat sich unser Verhältnis eingerenkt. Also auch nicht in Angriff genommen.
Fakt ist aber, dass ich sie liebe und mit ihr und unserer Kleinen eine Familie bleiben möchte. Ich möchte nur, dass sie mich lieb hat, mehr nicht. Allerdings ertrage ich die ständige Ablehnung nicht, oder nur schwer.
Ich schaffe es nicht auf Arbeit zu funktionieren, ein liebevoller Vater zu sein, ein guter Ehemann und während ihrer relativ langen Abwesenheit die Wohnung auf Stand zu halten. In der Überforderung habe ich die letzten Tage unzählige emotionale Zusammenbrüche gehabt, in denen ich im Arbeitszimmer saß und geheult habe.
Sie sagt, bei ihr hat es bei unserem letzten Streit einen Schalter umgelegt und sie hat keine Gefühle für mich. Zu einem Konsens scheint sie vorerst nicht bereit zu sein.
Nun haben wir einen Termin bei der Familienberatung, aber ich habe den Eindruck sie will das nicht.
Es ist der Horror und man fühlt sich wie ein Kind allein in kalter Dunkelheit.
Kennt jemand die Situation?
Habt ihr eine Lösung?
ich brauche wirklich Hilfe.

J.

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det92
det92
04.02.24 um 9:36

Hi.

Hört sich ein bisschen nach Überforderung im Job an bei ihr. Manchmal tritt man im Leben Jobs an, für die man nicht gemacht ist. Perfektionisten zum Beispiel werden halt nie fertig. Da geht die Stundenlast ins unermessliche. Alles doppelt und dreifach kontrollieren ist eher ein gutes Konzept für den Kampfmittelräumdienst. Nicht für alle Jobs in Alltag. Manchmal muss man sich eingestehen, dass die gewählten Schuhe eine Nummer zu groß sind. Hast du ihr da schon mal gut zugeredet, dass ein Jobwechsel kein Scheitern ist ?

Wenn sie sich das (noch) nicht eingestehen kann, muss sie es vielleicht durch den "Schmerz" lernen. Wäre es eine Option, dass du in Teilzeit gehst und dich mehr um Haushalt und Tochter kümmerst ? Ich arbeite ebenfalls im Ingenieursbereich. Gibt einige Kollegen, die so Familie und Beruf einfacher schultern. Zur Not machst halt Ko-Lead. Das wichtigste Projekt deines Lebens wartet ab 6 Uhr mit einem Lächeln auf dich in der Kita. Würde deine Frau vielleicht entlassen, so dass sie im Job wieder effizienter arbeiten kann. Oder sie erkennen lassen: Mein Mann macht den ganzen Haushalt+Arbeit und ich bin immer noch komplett durch NUR durch meinen Job. Vielleicht ist er doch zu schwierig für mich.

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M
mangobaum
04.02.24 um 21:10

Also bei Euren ach so anspruchsvollen Jobs seid ihr sicherlich auch gut bezahlt und könnt Euch ein schönes Haus kaufen und dazu eine Putzfrau leisten , welche das Kind abholt .
Wo liegt das Problem ?
Einkaufen könnt Ihr online und die Zeit , die Euch  verbleibt nutzt ihr abends dazu schön zu essen abends gemeinsam in Eurem von der Putzfrau geputzten Haus .
Ihr jammert auf hohen Niveau bei Euren Führungsgehältern  von bestimmt 12.000€ zusammen im Monat sollte dieser Luxus bei einer 60 h Woche drin sein 

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det92
det92
05.02.24 um 7:20
In Antwort auf mangobaum

Also bei Euren ach so anspruchsvollen Jobs seid ihr sicherlich auch gut bezahlt und könnt Euch ein schönes Haus kaufen und dazu eine Putzfrau leisten , welche das Kind abholt .
Wo liegt das Problem ?
Einkaufen könnt Ihr online und die Zeit , die Euch  verbleibt nutzt ihr abends dazu schön zu essen abends gemeinsam in Eurem von der Putzfrau geputzten Haus .
Ihr jammert auf hohen Niveau bei Euren Führungsgehältern  von bestimmt 12.000€ zusammen im Monat sollte dieser Luxus bei einer 60 h Woche drin sein 

Irgendwie lese ich hier viel Neid und Missgunst heraus. Das ist Schade. Insbesondere in Bezug darauf, dass der Threadersteller in psychologischer Behandlung war.

Du überschätzt die Gehälter... Insbesondere in der Kultur ! So eine theaterleitende Person (m/w/d) hat ein Jahresbruttogehalt um die 40000. In manchen Großstädten noch darunter. Selbst Intendanten nich unbedingt mehr.

Und auch die goldenen Zeiten von Ingenieuren sind lange vorbei. Großverdiener unter Angestellten sind heute ITler

 

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J
jki
05.02.24 um 8:00

Finanziell stehen wir natürlich nicht sehr schlecht da, doch von deinen spekulierten Lebensumständen sind wir weit entfernt.
Es gibt Probleme, die lassen sich mit Geld nicht lösen und auch nicht mit Zynismus oder der Aussage, dass das jammern auf hohem Niveau wäre. Ich möchte meine Tochter aus der Kita holen und möchte meinen Job gut machen und auch ein guter Ehemann sein. Ich muss nun leider auch erkennen, dass ich meinem Anspruch, den ich an mich selbst stelle, nicht gerecht werde. Egal wie sehr ich das möchte.
Und nun habe ich nur noch Angst um meine Familie.

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L
linea
05.02.24 um 8:19

Ganz im ernst? Sucht euch einen Paartheraputen. Alleine wird das so nichts mehr. Deine Frau ist im Job anscheinend dermaßen überlastet das sie für Familie keine Zeit oder keinen Kopf mehr hat. Sie von ihren Privaten Pflichten soweit befreien, das sie sich voll ihrem Job widmen kann finde ich auch nicht sie Lösung.
Mal Davon ab arbeitet man eigentlich immer 60h die Woche obwohl man eigentlich nur 40 sollte ist irgendwas falsch. Ja, es gibt Jobs, da ist man mal länger bei der Arbeit, aber es sollte kein Dauerzuswtabd werden, das hällt keiner lange durch.

Sucht euch hilfe, zur not mach du einen Termin und nimm sie einfach mit. So werdet ihr da glaube ich nicht raus kommen.

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H
holzmichel
05.02.24 um 8:55

Sieht deine Frau die wichtigkeit deiner Empfindungen, ich meine wenn ihr drüber sprecht, hat sie Verständnis für deine Sicht?
Darüber schreibst du leider überhaupt nix.
Sollte dem so sein dann habt ihr eine Chance über Paartherapie, wenn sie nur für ihren Job einen Sinn hat und eure Tochter und du eher Randerscheinungen seit, dann wird es schwierig.
Es gibt die Möglichkeit die Arbeitszeit zu reduzieren und sich so Freiräume für die Familie zu schaffen, ich glaube das wäre eine Möglichkeit wieder zueinander zu finden.

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M
mangobaum
05.02.24 um 9:01

Ich bin in keiner Weise neidisch oder missgünstig sondern spreche aus Erfahrung selber Kinder im  eigenen Haus in anspruchsvollen Jobs mit viel Arbeitsbelastung großgezogen zu haben.
Organisations Management ist alles.
Wenn Du betonst , dass der Verfasser psychisch so angeschlagen ist , könnte er wohl nicht den so anspruchsvollen Job ausüben und hätte kein Kind bekommen sollen.
 

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J
jki
05.02.24 um 9:42
In Antwort auf holzmichel

Sieht deine Frau die wichtigkeit deiner Empfindungen, ich meine wenn ihr drüber sprecht, hat sie Verständnis für deine Sicht?
Darüber schreibst du leider überhaupt nix.
Sollte dem so sein dann habt ihr eine Chance über Paartherapie, wenn sie nur für ihren Job einen Sinn hat und eure Tochter und du eher Randerscheinungen seit, dann wird es schwierig.
Es gibt die Möglichkeit die Arbeitszeit zu reduzieren und sich so Freiräume für die Familie zu schaffen, ich glaube das wäre eine Möglichkeit wieder zueinander zu finden.

Da bin ich mir ehrlich gesagt nicht sicher. Ich glaube schon, dass sie das versteht, aber vermutlich nicht die Wichtigkeit dahinter. Ich kann nicht auseinanderhalten was von ihrer Seite wirklich der innerliche Druck ist die Arbeit zu erledigen oder ob es ein Abschirmmechanismus ist. Wie gesagt, ich kann (so wie wahrscheinlich viele) sehr eklig werden, wenn eine Frustgrenze erreicht ist. Ich habe vor 2 Tagen gefragt, ob wir uns 2 bis 3 mal die Woche Zeit zum spazieren gehen nehmen können, ohne Smartphone, Laptop usw. und uns einfach unterhalten könnten.
Die Antwort war, dass das nach Termin nicht geht, weil sie auch andere berufliche Termine wahrnehmen muss. Zu diesem Zeitpunkt war das Kind aber schon in den Brunnen gefallen.
Sie hat fixierte Prioritätslisten, die fast keine Abweichung erlauben und natürlich zu einer gewissen Unzufriedenheit führen, wenn etwas nicht nach diesem Plan läuft. Das ist Teil ihres Charakters, das war schon immer so.

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J
jki
05.02.24 um 9:48
In Antwort auf mangobaum

Ich bin in keiner Weise neidisch oder missgünstig sondern spreche aus Erfahrung selber Kinder im  eigenen Haus in anspruchsvollen Jobs mit viel Arbeitsbelastung großgezogen zu haben.
Organisations Management ist alles.
Wenn Du betonst , dass der Verfasser psychisch so angeschlagen ist , könnte er wohl nicht den so anspruchsvollen Job ausüben und hätte kein Kind bekommen sollen.
 

Deine Kommentare sind keine Lösung sondern Teil des Problems.
ich bitte dich einfach dich aus der Diskussion rauszuhalten.
Menschen wie du, die andere Menschen aburteilen, sind keine Hilfe. Du hast es hinbekommen und dafür beneide ich dich.
Deine Überlegenheit ist bewiesen und nun lass mich in Ruhe. Ich will mich der Sache konstruktiv widmen und das bisschen Energie was noch bleibt nicht verschwenden.

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det92
det92
05.02.24 um 11:00
In Antwort auf mangobaum

Ich bin in keiner Weise neidisch oder missgünstig sondern spreche aus Erfahrung selber Kinder im  eigenen Haus in anspruchsvollen Jobs mit viel Arbeitsbelastung großgezogen zu haben.
Organisations Management ist alles.
Wenn Du betonst , dass der Verfasser psychisch so angeschlagen ist , könnte er wohl nicht den so anspruchsvollen Job ausüben und hätte kein Kind bekommen sollen.
 

Die Formulierung "Ach so toll" ist einfach nicht liebevoll... Das bestätigen auch die Likezahlen unser beider Beiträge.

Schön, dass du das mit der deinem Partner gut hinbekommen hast. Es hilft dem TE aber leider nich weiter. Im Gegenteil. Du stellst dich auf ein Podest und blickst hinab.

Und der letzte Absatz ist m.M. wieder deutlich drüber. Anscheinend schätzt du jede Herausforderung im Leben komplett richtig ein. Glückwunsch!

Die meisten von uns wachsen aber in Aufgaben -beruflich wie familiär- erst mit der Zeit rein. Und manche stoßen währenddessen an Grenzen. Das ist kein Scheitern, gehört meiner Meinung nach zum Leben dazu. Die Aussage "Das hättest du vorher wissen müssen" finde ich unvorteilhaft. Weil man es eben manchmal nicht wissen kann vorher.

 

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J
jki
05.02.24 um 12:39
In Antwort auf linea

Ganz im ernst? Sucht euch einen Paartheraputen. Alleine wird das so nichts mehr. Deine Frau ist im Job anscheinend dermaßen überlastet das sie für Familie keine Zeit oder keinen Kopf mehr hat. Sie von ihren Privaten Pflichten soweit befreien, das sie sich voll ihrem Job widmen kann finde ich auch nicht sie Lösung.
Mal Davon ab arbeitet man eigentlich immer 60h die Woche obwohl man eigentlich nur 40 sollte ist irgendwas falsch. Ja, es gibt Jobs, da ist man mal länger bei der Arbeit, aber es sollte kein Dauerzuswtabd werden, das hällt keiner lange durch.

Sucht euch hilfe, zur not mach du einen Termin und nimm sie einfach mit. So werdet ihr da glaube ich nicht raus kommen.

Wir haben Donnerstag einen Termin bei einer Beratungsstelle. Sie hat mir versprochen, dass sie die Sache nicht mit Absicht auf eine Trennung hinleiten wird. Bereit an sich zu arbeiten scheint sie aber auch nicht zu sein. Mal schauen, vielleicht beteiligt sie sich am Ende doch. Heute kam jedenfalls das erste Mal wieder eine emotionale Reaktion in meine Richtung, leider war es Zorn. Unsere Tochter schläft fast jede Nacht zwischen uns und letzte Nacht lag ich in der Mitte und hatte sie die ganze Zeit im Arm. Das hat in meiner Frau anscheinend das Gefühl geweckt ich würde sie ihr wegnehmen.

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L
linea
05.02.24 um 13:00

Schläft eure Tochter immer bei euch? Mit 4 Jahren kan ein Kind schon im eigenen Bett schlafen und die Eltern haben etwas Zeit zu zweit.
Nicht, das die kleine als Puffer diehnt, damit es nachts nicht zu anneäerungsversuchen kommt?

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det92
det92
05.02.24 um 13:29
In Antwort auf jki

Wir haben Donnerstag einen Termin bei einer Beratungsstelle. Sie hat mir versprochen, dass sie die Sache nicht mit Absicht auf eine Trennung hinleiten wird. Bereit an sich zu arbeiten scheint sie aber auch nicht zu sein. Mal schauen, vielleicht beteiligt sie sich am Ende doch. Heute kam jedenfalls das erste Mal wieder eine emotionale Reaktion in meine Richtung, leider war es Zorn. Unsere Tochter schläft fast jede Nacht zwischen uns und letzte Nacht lag ich in der Mitte und hatte sie die ganze Zeit im Arm. Das hat in meiner Frau anscheinend das Gefühl geweckt ich würde sie ihr wegnehmen.

Was mir noch eingefallen ist: Könnte das arbeitssame Verhalten eventuell auch eine Flucht sein ?

Also das sie meint Kind, Haushalt und die vorübergehende Situation deinerseits nichts meistern zu können und deswegen "weglaufen" möchte ? Vielleicht kann die Therapeutin ja auch hier ansetzen und für den Teamgedanken werben, nach dem Motto "Gemeinsam sind wir stark !"

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M
mangobaum
05.02.24 um 14:37

Warum sollen 4 jährige nicht im Bett  der Eltern schlafen , sieht Dich das Kind bei einer 60 h Woche die  Mutter gar nicht und benötigt Nähe von den Eltern.

Soll jetzt die überforderte Mutter , welche berufstätig ist abends nachts noch auf heißblütige Geliebte des Mannes machen , damit kein ,, Puffer ,, wie hier das Kind bezeichnet wird , stört ?

Das ist wohl Wunschdenken 

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M
mangobaum
05.02.24 um 14:42

Lieber jki
 Du musst Prioritäten setzen.
Könntest Du nicht mehr im Homeoffice arbeiten ? wenn das Kind  in der Kita ist ?


Da ihr Euch finanziell gut steht , wäre es denkbar , die wohnlichen Anforderungen und Wünsche Deiner Frau zu erfüllen.

Dazu die Haushaltshilfe, damit der Stress entfällt des Putzens am Wochenende , habt ihr Zeit für Familie .

Drn Spagat der vollberufstätigen Mutter kann Drine  Frau in dem Pensum wie gerade nicht schaffen.
Sie ist  die jenige , die ihre Prioritäten ändern muss 

 

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J
jki
05.02.24 um 15:01
In Antwort auf linea

Schläft eure Tochter immer bei euch? Mit 4 Jahren kan ein Kind schon im eigenen Bett schlafen und die Eltern haben etwas Zeit zu zweit.
Nicht, das die kleine als Puffer diehnt, damit es nachts nicht zu anneäerungsversuchen kommt?

Sie hat ihr eigenes Bett und ihr eigenes Zimmer. Sie kommt dann irgendwann in der Nacht rüber und krabbelt zwischen uns. Da schlafen wir meist schon. Das wird nicht als störend empfunden.

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J
jki
05.02.24 um 15:12
In Antwort auf mangobaum

Lieber jki
 Du musst Prioritäten setzen.
Könntest Du nicht mehr im Homeoffice arbeiten ? wenn das Kind  in der Kita ist ?


Da ihr Euch finanziell gut steht , wäre es denkbar , die wohnlichen Anforderungen und Wünsche Deiner Frau zu erfüllen.

Dazu die Haushaltshilfe, damit der Stress entfällt des Putzens am Wochenende , habt ihr Zeit für Familie .

Drn Spagat der vollberufstätigen Mutter kann Drine  Frau in dem Pensum wie gerade nicht schaffen.
Sie ist  die jenige , die ihre Prioritäten ändern muss 

 

Es scheint als möglicher Lösungsansatz durchaus in Frage zu kommen. Ich habe auch eben lange mit einer guten Freundin gesprochen die im Jugendamt und der Familienhilfe tätig ist. Ich habe (mittlerweile) kein Problem mehr mit Stundenreduktion. In der Etablierungsphase in einem Unternehmen ist das immer etwas schwierig, aber das ist nun vorbei. Die Haushaltshilfe ist natürlich auch ein guter Ansatz. Mal schauen ob sich da was finden lässt, wir sind hier ziemlich in der Provinz. Wenn es die Lebensqualität steigert sollte man, und zu dem Schluss bin ich auch erst die Tage gekommen, das ernst in Betracht ziehen. Leider schafft man damit auch Raum für die Arbeitssucht, aber das muss man sich anschauen wenn es soweit ist.
Ich danke Ihnen für den Neueinstieg in die Diskussion.

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J
jki
05.02.24 um 15:18
In Antwort auf det92

Was mir noch eingefallen ist: Könnte das arbeitssame Verhalten eventuell auch eine Flucht sein ?

Also das sie meint Kind, Haushalt und die vorübergehende Situation deinerseits nichts meistern zu können und deswegen "weglaufen" möchte ? Vielleicht kann die Therapeutin ja auch hier ansetzen und für den Teamgedanken werben, nach dem Motto "Gemeinsam sind wir stark !"

Das habe ich auch schon gedacht, aber  wenn ich mich Freunden von ihr unterhalte bestätigen diese mir, dass das Verhalten länger existiert als ich sie kenne. Sie hatte bspw. wenig Zeit fürs Studium weil sie arbeiten musste. Das führte dazu, dass sie Bafög anteilig vorzeitig zurückzahlen musste, da sie zu viel Einkommen generiert hat.
Der Logik konnte ich persönlich nie ganz folgen.

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holzmichel
05.02.24 um 15:31
In Antwort auf mangobaum

Warum sollen 4 jährige nicht im Bett  der Eltern schlafen , sieht Dich das Kind bei einer 60 h Woche die  Mutter gar nicht und benötigt Nähe von den Eltern.

Soll jetzt die überforderte Mutter , welche berufstätig ist abends nachts noch auf heißblütige Geliebte des Mannes machen , damit kein ,, Puffer ,, wie hier das Kind bezeichnet wird , stört ?

Das ist wohl Wunschdenken 

Das das 4jährige Kind nicht regelmäßig bei den Eltern schlafen sollte versteht sich doch von selbst...dachte ich zumindest.
Wo bleiben die beiden sonst als Paar?

Wenn die Mutter unter ihrer 60h Stunden Woche "leidet" dann sollte sie das 1. sehen und 2. wenn sie zu dem Schluss kommt das es so ist ihre Arbeitszeit reduzieren.
Keiner ist unabkömmlich und das Wohl des Kindes und der Familie ist das definitiv als wichtiger anzusehen.
Und ja, sie sollte auch etwas in die Beziehung investieren und sich nicht wie hier beschrieben hinter der Arbeit zu verstecken.

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det92
det92
05.02.24 um 16:25
In Antwort auf jki

Das habe ich auch schon gedacht, aber  wenn ich mich Freunden von ihr unterhalte bestätigen diese mir, dass das Verhalten länger existiert als ich sie kenne. Sie hatte bspw. wenig Zeit fürs Studium weil sie arbeiten musste. Das führte dazu, dass sie Bafög anteilig vorzeitig zurückzahlen musste, da sie zu viel Einkommen generiert hat.
Der Logik konnte ich persönlich nie ganz folgen.

Naja auch im Studium kann ich durch das stürzen in Arbeit von was weglaufen. 😉

Come of Age, Auseinandersetzung mit etwaiger Unzufriedenheit, Arbeit am Sozialverhalten, Reflektieren von Trennungen, Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Themen und Projektarbeiten etc.

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mangobaum
05.02.24 um 19:36

Guten Abend JKI 
Die Kleinkindjahre mit Kind sind recht Betreuungs intensiv , und ich würde den Stress nicht multiplizieren, nur weil  das Kind im Familienbett liegt, höre nicht auf das allgemeine Gerede , Kinder müssen in ihren Zimmern alleine liegen , absoluter Unsinn

Ist Euch  mal nach Zweisamkeit, geht woanders hin , verlasst den Raum , wo das Kind schläft , es gibt 1000 Möglichkeiten für Eltern alleine zu sein , nur ihr müsst an einem Strang ziehen , das ist  wichtig , bleibt immer ein  Team , seht Euch als Einheit.

Definitiv lässt sich mit gutem Gehalt  das Leben  vereinfachen , erstellt Euch ein  Konzept , wie es besser wird.

Liegt der gemeinsame Hauskauf in naher Zukunft, kann man auch räumlich ideale Vorraussetzungen erfüllen , wie 2 Etagen , und die Planung macht Spaß 
 

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ich2022
05.02.24 um 19:54
In Antwort auf jki

Hallo Zusammen,

Ich habe ein großes Problem und bin total ratlos und schreibe einfach los da ich nicht genau weiß wo ich anfangen soll.

meine Frau (36) und ich (35) sind seit fast 11 Jahren zusammen, seit 2018 verheiratet und haben eine 4jährige Tochter.
Wir beide arbeiten in anspruchsvollen Jobs mit Leitungsfunktionen (Vollzeit+). Sie im Kulturbereich und ich in der freien Wirtschaft im Ingenieurswesen. Beide Jobs verlangen viel von uns ab und Familie und Job sind nicht immer leicht unter einen Hut zu bringen.

Schon vor Hochzeit und Kind hat sie sich stark über Job/Tätigkeit definiert (auch in anderen Jobs), doch mit der aktuellen Tätigkeit hat sie noch lange Fahrtwege, Wochenenddienste, am Laptop arbeiten auf der Couch usw. Sie hat selbst mal die Aussage von ca. 60 Wochenstunden getroffen. 
Ich sitze 6 Uhr im Büro, so dass ich pünktlich unsere Tochter aus der Kita holen kann und sie kommt dann spät nach Haus und muss oft noch was für die Arbeit tun.

Dadurch fühle ich mich natürlich zurückgesetzt und stehe nahezu immer hinten an. Das führt zu Spannungen und häufigen Streits. Nun haben wir eine neue Eskalationsstufe erreicht, als ich extrem wütend wurde, weil sie einen Sporttermin unserer Tochter "verbrummt" hat und ich einspringen musste. Nicht das Einspringen war das Problem, sondern meine grenzenlose Enttäuschung. Nach diesem Vorfall schien kurz Ruhe einzukehren, doch es hat sich bei mir zum Schwelbrand entwickelt und ein paar Tage später kam durch ein Lapalie eine Initialzündung und die Bombe ging hoch.
Nun stehen wir wahrscheinlich vor einer Scheidung, denn sie will nicht mehr mit mir streiten.
Der Wunsch nach emotionaler Nähe schlägt in Frust um und so streiten wir fast immer über die gleichen Themen: ihr Wunsch nach einer ordentlichen Wohnung und mein Wunsch sie wieder an meiner Seite zu wissen, welche irgendwann von beiden Seiten her unfair werden und man sich alles gegenseitig vorwirft.
Ich bin kein einfacher Mensch, bin manchmal impulsiv, jähzornig und kann auch eifersüchtig sein. Zudem hatte ich bis 2016 psychische Probleme (Depressionen und Paranoidität), welche therapiert wurden. Solche Psychosen können natürlich immer wieder auftauchen und aus eigener Erfahrung weiß man nicht, ob man sich selbst trauen kann. Das verunsichert mich sehr.
Sie hat vor zwei Jahren und einem Jahr eine Paartherapie vorgeschlagen. Ich Dummkopf war der Meinung, dass wir das selbst hinbekommen und beim letzten Mal haben wir aktiv gesucht, doch im Rahmen der Suche hat sich unser Verhältnis eingerenkt. Also auch nicht in Angriff genommen.
Fakt ist aber, dass ich sie liebe und mit ihr und unserer Kleinen eine Familie bleiben möchte. Ich möchte nur, dass sie mich lieb hat, mehr nicht. Allerdings ertrage ich die ständige Ablehnung nicht, oder nur schwer.
Ich schaffe es nicht auf Arbeit zu funktionieren, ein liebevoller Vater zu sein, ein guter Ehemann und während ihrer relativ langen Abwesenheit die Wohnung auf Stand zu halten. In der Überforderung habe ich die letzten Tage unzählige emotionale Zusammenbrüche gehabt, in denen ich im Arbeitszimmer saß und geheult habe.
Sie sagt, bei ihr hat es bei unserem letzten Streit einen Schalter umgelegt und sie hat keine Gefühle für mich. Zu einem Konsens scheint sie vorerst nicht bereit zu sein.
Nun haben wir einen Termin bei der Familienberatung, aber ich habe den Eindruck sie will das nicht.
Es ist der Horror und man fühlt sich wie ein Kind allein in kalter Dunkelheit.
Kennt jemand die Situation?
Habt ihr eine Lösung?
ich brauche wirklich Hilfe.

J.

Hallo jki,

schon all die Jahre,
plagten dich gewisse Verhaltensweisen deiner Frau,
welche nun, mit eurem gemeinsamen Kind, was für euch eigentlich schön und wertvoll sein sollte, eskalierte ...
mit Trennungsgedanken?

Bitte, inwiefern könnte eine Trennung -deine Frau von der Überforderung ihrer Berufsausübung erlösen?

Würde sie sich, sowie auch dich und klar auch der Kleinen  mit einer erdenklichen Trennung nicht noch weiter überfordern?



 

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I
ich2022
05.02.24 um 20:01
In Antwort auf mangobaum

Guten Abend JKI 
Die Kleinkindjahre mit Kind sind recht Betreuungs intensiv , und ich würde den Stress nicht multiplizieren, nur weil  das Kind im Familienbett liegt, höre nicht auf das allgemeine Gerede , Kinder müssen in ihren Zimmern alleine liegen , absoluter Unsinn

Ist Euch  mal nach Zweisamkeit, geht woanders hin , verlasst den Raum , wo das Kind schläft , es gibt 1000 Möglichkeiten für Eltern alleine zu sein , nur ihr müsst an einem Strang ziehen , das ist  wichtig , bleibt immer ein  Team , seht Euch als Einheit.

Definitiv lässt sich mit gutem Gehalt  das Leben  vereinfachen , erstellt Euch ein  Konzept , wie es besser wird.

Liegt der gemeinsame Hauskauf in naher Zukunft, kann man auch räumlich ideale Vorraussetzungen erfüllen , wie 2 Etagen , und die Planung macht Spaß 
 

Hallo Mangobaum,
konntest du erlesen,
dass Beide an der Liebe der Kleinen klammern, welche womöglich zwischen den Eltern mangelt?

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I
ich2022
05.02.24 um 20:23
In Antwort auf jki

Hallo Zusammen,

Ich habe ein großes Problem und bin total ratlos und schreibe einfach los da ich nicht genau weiß wo ich anfangen soll.

meine Frau (36) und ich (35) sind seit fast 11 Jahren zusammen, seit 2018 verheiratet und haben eine 4jährige Tochter.
Wir beide arbeiten in anspruchsvollen Jobs mit Leitungsfunktionen (Vollzeit+). Sie im Kulturbereich und ich in der freien Wirtschaft im Ingenieurswesen. Beide Jobs verlangen viel von uns ab und Familie und Job sind nicht immer leicht unter einen Hut zu bringen.

Schon vor Hochzeit und Kind hat sie sich stark über Job/Tätigkeit definiert (auch in anderen Jobs), doch mit der aktuellen Tätigkeit hat sie noch lange Fahrtwege, Wochenenddienste, am Laptop arbeiten auf der Couch usw. Sie hat selbst mal die Aussage von ca. 60 Wochenstunden getroffen. 
Ich sitze 6 Uhr im Büro, so dass ich pünktlich unsere Tochter aus der Kita holen kann und sie kommt dann spät nach Haus und muss oft noch was für die Arbeit tun.

Dadurch fühle ich mich natürlich zurückgesetzt und stehe nahezu immer hinten an. Das führt zu Spannungen und häufigen Streits. Nun haben wir eine neue Eskalationsstufe erreicht, als ich extrem wütend wurde, weil sie einen Sporttermin unserer Tochter "verbrummt" hat und ich einspringen musste. Nicht das Einspringen war das Problem, sondern meine grenzenlose Enttäuschung. Nach diesem Vorfall schien kurz Ruhe einzukehren, doch es hat sich bei mir zum Schwelbrand entwickelt und ein paar Tage später kam durch ein Lapalie eine Initialzündung und die Bombe ging hoch.
Nun stehen wir wahrscheinlich vor einer Scheidung, denn sie will nicht mehr mit mir streiten.
Der Wunsch nach emotionaler Nähe schlägt in Frust um und so streiten wir fast immer über die gleichen Themen: ihr Wunsch nach einer ordentlichen Wohnung und mein Wunsch sie wieder an meiner Seite zu wissen, welche irgendwann von beiden Seiten her unfair werden und man sich alles gegenseitig vorwirft.
Ich bin kein einfacher Mensch, bin manchmal impulsiv, jähzornig und kann auch eifersüchtig sein. Zudem hatte ich bis 2016 psychische Probleme (Depressionen und Paranoidität), welche therapiert wurden. Solche Psychosen können natürlich immer wieder auftauchen und aus eigener Erfahrung weiß man nicht, ob man sich selbst trauen kann. Das verunsichert mich sehr.
Sie hat vor zwei Jahren und einem Jahr eine Paartherapie vorgeschlagen. Ich Dummkopf war der Meinung, dass wir das selbst hinbekommen und beim letzten Mal haben wir aktiv gesucht, doch im Rahmen der Suche hat sich unser Verhältnis eingerenkt. Also auch nicht in Angriff genommen.
Fakt ist aber, dass ich sie liebe und mit ihr und unserer Kleinen eine Familie bleiben möchte. Ich möchte nur, dass sie mich lieb hat, mehr nicht. Allerdings ertrage ich die ständige Ablehnung nicht, oder nur schwer.
Ich schaffe es nicht auf Arbeit zu funktionieren, ein liebevoller Vater zu sein, ein guter Ehemann und während ihrer relativ langen Abwesenheit die Wohnung auf Stand zu halten. In der Überforderung habe ich die letzten Tage unzählige emotionale Zusammenbrüche gehabt, in denen ich im Arbeitszimmer saß und geheult habe.
Sie sagt, bei ihr hat es bei unserem letzten Streit einen Schalter umgelegt und sie hat keine Gefühle für mich. Zu einem Konsens scheint sie vorerst nicht bereit zu sein.
Nun haben wir einen Termin bei der Familienberatung, aber ich habe den Eindruck sie will das nicht.
Es ist der Horror und man fühlt sich wie ein Kind allein in kalter Dunkelheit.
Kennt jemand die Situation?
Habt ihr eine Lösung?
ich brauche wirklich Hilfe.

J.

" wie ein Kind in kalter Dunkelheit"

erwähnte diese erschütternde Worte
bei vertraulichen Gespräch mit deiner Frau - und vielleicht versteht sie nun als Mutter diese Worte
ansonsten wünsche ich dir viel Glück und die Liebe,
welche du dir wünschst 🍀

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C
corendi
06.02.24 um 8:22

Hallo jki,

Ich kann verstehen das du ausgelaugt bist wenn alles am dir hängen bleibt.

Ijr habt euch doch gemeinsam für eine Familie mit kind entschieden  also sollte deine frau auch nicht alles an dir hängen lassen zumal du ja auch arbeitest. 

Gäbe es denn eine Möglichkeit eine Haushaltshilfe einzustellen um dich da eetwas zu entlasten?
Sollte ja finanziell sicher möglich sein wenn ihr beide in Führungspositionen arbeitet. 

Rede Klartext mit deiner Frau das es dir zu viel ist und macht eine Eheberatung. 

Viel Kraft 

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J
jki
06.02.24 um 9:50
In Antwort auf corendi

Hallo jki,

Ich kann verstehen das du ausgelaugt bist wenn alles am dir hängen bleibt.

Ijr habt euch doch gemeinsam für eine Familie mit kind entschieden  also sollte deine frau auch nicht alles an dir hängen lassen zumal du ja auch arbeitest. 

Gäbe es denn eine Möglichkeit eine Haushaltshilfe einzustellen um dich da eetwas zu entlasten?
Sollte ja finanziell sicher möglich sein wenn ihr beide in Führungspositionen arbeitet. 

Rede Klartext mit deiner Frau das es dir zu viel ist und macht eine Eheberatung. 

Viel Kraft 

Darauf könnte es hinauslaufen.
es erweckt sicher den Eindruck, dass sie nichts zuhause macht, aber das ist nicht korrekt. Sie schafft eben nicht den Zustand den sie sich wünscht. Das ist ist auch ein Frusterzeuger bei Perfektionisten. So ist das anscheinend bei ergebnisorientierten Menschen. 
Gestern war sie immerhin sauer auf mich, es scheinen also nicht alle Gegühle tot zu sein.

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S
sisteronthefly
06.02.24 um 13:26

Hallo, 

als Lösung sehe ich lediglich, dass ihr euch Hilfe holt. 

Ich schreibe es einmal ganz direkt, weil diese Frage vermutlich längst hätte gestellt werden müssen. 
Was hält sie von zu Hause fern, bzw. was lässt sie Überstunden ohne Ende machen und was begründet ihren Rückzug aus der Familie? 

Für dich wäre es sicherlich auch vorteilhaft in dieser Richtung Unterstützung zu bekommen. Du würdest dadurch lernen deinem Gefühl mehr zu vertrauen und auch ganz wichtig Anzeichen zu erkennen, sobald erste Symptome auftreten und mit diesen dann adäquat umzugehen. Wichtig ist, dass du dich nicht allein fühlst und deine Sicherheit zurück erlangst. 

LG Sis


 

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spiff80
06.02.24 um 20:34

Also vorweg: ich habe auch zwei Kinder im ähnlichen Aller. Ich dreh auf im Kreis, zu viel Arbeit, zu wenig Schlaf, keine Zeit für mich oder für meine Frau usw. also bin ich kaum vertrauenswürdig für einen Rat, weil ich für mich selber auch nicht recht weiss wie helfen. Aber vielleicht hilft eine Aussensicht trotzdem.
(Vor allem, weil es hier ja noch Besserwisser-Antworten gibt ohne überhaupt eine Ahnung vom Leben...)

Also meine Aussensicht auf das wenige, das ich von Dir/Euch weiss:

1.: Du bist nicht perfekt, aber Du machst vieles sehr gut: Du hast eine gute Beziehung zu Deinem Kinder, Du scheinst Deine Arbeit im Griff zu haben und hast durchaus gesunde Reaktionen, wie z.B. nicht hilfreiche Antworten eines Besserwissers in diesem Forum zu ignorieren.

2. Du kannst nur Dich ändern, und nicht Deine Frau. Empfehlungen, wie Deine Frau soll weniger arbeiten oder den Job wechseln bringen nichts. Damit bringst Du maximal Deine Frau gegen Dich. Schau auf Dich. Mach ihr klar, dass Du sie liebst, dass Du sie willst - nicht nur wegen dem Kinder oder der Familie, sondern auch wegen ihr. Aber versuch nicht, sie ändern zu wollen (das widerspricht sich nämlich. Sie wird z.B. den Job immer wichtig nehmen).

3. Kämpfe für eine Paartherapie

4. Und nun meine ultimative Empfehlung: Du kannst nicht Deine Frau überzeugen, weniger zu arbeiten, also reduziere doch Du! Geh zu deinem Chef, sag ihm, dass Du zurzeit eine toughe Zeit hast und Du daher auf 80% reduzieren musst. Sag ihm, es sei temporär für ca. 2 Jahre bis Du das Privatleben wieder unter einen Hut kriegst, es sei wichtig für Dich. (Keine Drohungen aussprechen, aber ein guter Chef wird dich lieber 80% behalten, als dich ausbrennen).
Ah: und evtl. mach auch Vorschläge, wie Du deine Arbeitslast reduzieren könntest (also wohin die von 60 auf 32 reduzierzen Stunden gehen...

Mit dem Plus an Zeit, schläfst Du etwas mehr, machst den Haushalt und bist Papa.

Mit etwas Glück hat das nicht nur auf Dich, sondern auch auf Deine Frau einen positiven Effekt. Auf Kind und Familie sowieso.
Das Minus an Lohn konpensierst Du mit mehr Zeit zum gut und günstig Kochen...

Aber wie eingangs gesagt: von aussen betrachtet ist alles einfacher....

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I
ich2022
06.02.24 um 23:04

Okay, ihr seid Beide beruflich in verantwortungsvollen Führungspositionen beschäftigt und während du mit weniger Arbeitsaufwand deine berufliche Position gesichert weißt - muss sie viel mehr Zeit für ihre Anerkennung investieren,
um sich mit dir messen zu können -
und auch gesellschaftlich gesehen mehr Ansehen zu erhalten.

Da bei beruflichen Erfolg und der höheren Position oftmals mehr Eindruck und Respekt von Anderen geweckt wird -
anstatt um intensivere Sorgen für Familie und Haushalt.


 

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ich2022
06.02.24 um 23:19
In Antwort auf ich2022

Okay, ihr seid Beide beruflich in verantwortungsvollen Führungspositionen beschäftigt und während du mit weniger Arbeitsaufwand deine berufliche Position gesichert weißt - muss sie viel mehr Zeit für ihre Anerkennung investieren,
um sich mit dir messen zu können -
und auch gesellschaftlich gesehen mehr Ansehen zu erhalten.

Da bei beruflichen Erfolg und der höheren Position oftmals mehr Eindruck und Respekt von Anderen geweckt wird -
anstatt um intensivere Sorgen für Familie und Haushalt.


 

Wünsche Euch viel Erfolg auf das Besinnen, was wirklich für Euch wichtig und wertvoll erscheint

und dies unabhängig von der Meinung der Außenwelt.

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J
jki
07.02.24 um 9:57

Ich danke euch allen für die Anteilnahme und Hilfe.
Es ist nach wie vor ein Wechselbad der Gefühle zwischen Verzweiflung und Hoffnung.
Ich nehme viel Gesagtes sehr ernst und es sind vielversprechende Strategien dabei. Die andere Seite muss sich nun darauf einlassen, was ich zutiefst hoffe.
Morgen ist der Termin der Beartung und ich halte euch auf dem Laufenden.
Vermutlich werde ich diese Diskussion als eine Art "Tagebuch" nutzen. Zum einen sind sicher andere mit ähnlichen Problemen und Krisen konfrontiert und finden hier vielleicht eine Anleitung, bzw. Rat.
Seid lieb zueinander und passt auf euch gegenseitig auf.

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H
holzmichel
07.02.24 um 11:02
In Antwort auf spiff80

Also vorweg: ich habe auch zwei Kinder im ähnlichen Aller. Ich dreh auf im Kreis, zu viel Arbeit, zu wenig Schlaf, keine Zeit für mich oder für meine Frau usw. also bin ich kaum vertrauenswürdig für einen Rat, weil ich für mich selber auch nicht recht weiss wie helfen. Aber vielleicht hilft eine Aussensicht trotzdem.
(Vor allem, weil es hier ja noch Besserwisser-Antworten gibt ohne überhaupt eine Ahnung vom Leben...)

Also meine Aussensicht auf das wenige, das ich von Dir/Euch weiss:

1.: Du bist nicht perfekt, aber Du machst vieles sehr gut: Du hast eine gute Beziehung zu Deinem Kinder, Du scheinst Deine Arbeit im Griff zu haben und hast durchaus gesunde Reaktionen, wie z.B. nicht hilfreiche Antworten eines Besserwissers in diesem Forum zu ignorieren.

2. Du kannst nur Dich ändern, und nicht Deine Frau. Empfehlungen, wie Deine Frau soll weniger arbeiten oder den Job wechseln bringen nichts. Damit bringst Du maximal Deine Frau gegen Dich. Schau auf Dich. Mach ihr klar, dass Du sie liebst, dass Du sie willst - nicht nur wegen dem Kinder oder der Familie, sondern auch wegen ihr. Aber versuch nicht, sie ändern zu wollen (das widerspricht sich nämlich. Sie wird z.B. den Job immer wichtig nehmen).

3. Kämpfe für eine Paartherapie

4. Und nun meine ultimative Empfehlung: Du kannst nicht Deine Frau überzeugen, weniger zu arbeiten, also reduziere doch Du! Geh zu deinem Chef, sag ihm, dass Du zurzeit eine toughe Zeit hast und Du daher auf 80% reduzieren musst. Sag ihm, es sei temporär für ca. 2 Jahre bis Du das Privatleben wieder unter einen Hut kriegst, es sei wichtig für Dich. (Keine Drohungen aussprechen, aber ein guter Chef wird dich lieber 80% behalten, als dich ausbrennen).
Ah: und evtl. mach auch Vorschläge, wie Du deine Arbeitslast reduzieren könntest (also wohin die von 60 auf 32 reduzierzen Stunden gehen...

Mit dem Plus an Zeit, schläfst Du etwas mehr, machst den Haushalt und bist Papa.

Mit etwas Glück hat das nicht nur auf Dich, sondern auch auf Deine Frau einen positiven Effekt. Auf Kind und Familie sowieso.
Das Minus an Lohn konpensierst Du mit mehr Zeit zum gut und günstig Kochen...

Aber wie eingangs gesagt: von aussen betrachtet ist alles einfacher....

Das klingt ja alles super logisch und klar, leider vergisst du das es hier nicht um eine Person geht sondern um zwei.
Darum halte ich die Idee das eingene Leben zu ändern zwar für überlegenswert, aber wenn da nicht beide Elternteile mitziehen wird es für den der sich einschrängt nicht besser.
Sie sind/sollten als Eltern ein team sein, das geht aber nur wenn auch beide die Porbleme sehen und angehen wollen.
Das was du rätst kann man vielleicht jemanden der sich trennen will, da macht das alles einen Sinn.
ABER, Beziehung und Ehe geht nur gemeinsam, was hier räts ist ein Ende auf Raten.

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S
spiff80
10.02.24 um 17:09
In Antwort auf jki

Ich danke euch allen für die Anteilnahme und Hilfe.
Es ist nach wie vor ein Wechselbad der Gefühle zwischen Verzweiflung und Hoffnung.
Ich nehme viel Gesagtes sehr ernst und es sind vielversprechende Strategien dabei. Die andere Seite muss sich nun darauf einlassen, was ich zutiefst hoffe.
Morgen ist der Termin der Beartung und ich halte euch auf dem Laufenden.
Vermutlich werde ich diese Diskussion als eine Art "Tagebuch" nutzen. Zum einen sind sicher andere mit ähnlichen Problemen und Krisen konfrontiert und finden hier vielleicht eine Anleitung, bzw. Rat.
Seid lieb zueinander und passt auf euch gegenseitig auf.

Und wie war die Beratung?

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jki
11.02.24 um 13:03

Hallo Zusammen,

Die Beratung war vorerst ein "Kennenlernen" und Ziele abstecken. Meine Frau hat klar geäußert, dass es für sie tendentiell eine Trennungsberatung wäre, doch ich habe das verneint. Nun stehen wir vor einem Dilemma. Insgesamt kann ich wenig dazu sagen, da meine Gedankenwelt dem Inneren eines laufenden Mixers ähnelt. Man hat sich als Sofortmaßnahme darauf geeinigt Respekt vor einander zu haben und diesen zu zeigen. Leichter gesagt als getan, aber das scheint erstmal dem zu dienen, dass man keinen weiteren Schaden anrichtet.
Ich habe die letzten Tage unheimlich viel gelesen und auch Podcasts von Paartherapeuten und Psychologen gehört und damit festgestellt, dass wir beide in unserer Beziehung gravierende Fehler gemacht haben und ich mir nicht 100% sicher bin, ob man diese Wunden heilen kann. Man lernt extrem viel über sich selbst, erlernte Muster usw. und warum Situationen eskalieren. Zum großen Teil ist das frustrierend, da man sich viele Dinge hätte sparen können. Man stellt auch fest, dass man seine Unwelt falsch wahrgenommen hat und die Meinungen und Ansprüche, vorallem aus der eigenen Familie (in meinem Fall) schlichtweg falsch sind. Ansprüche und Meinungen, erlernte bzw. nie erlernte Konfliktbewältigungsstrategien und natürlich das Aufgeben von Ritualen als Paar, welche den Kommunikationskanal offen gehalten haben, sind alle pures Gift. Eine bittere Erkenntnis.
Mein ganzes Leben musste ich mir anhören, dass man leisten muss und man muss erstmal arbeiten (ohne Eingrenzung) ehe man über Schritte von Lebensqualität nachdenken darf. In meinem Umfeld, nichtmal in meiner eigenen Familie, gehen beide Partein 40h+. Meine Frau ist mit Fahrtwegen 70h+ pro Woche unterwegs. Es ist Irrsinn zu glauben, dass man das allein locker stemmen kann, ganz ohne Verluste auf dem Weg.
Im Großen und Ganzen ist nach wie vor alles sehr angespannt und man kippt immer hin und her.
Ich halte euch auf dem Laufenden.

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ich2022
13.02.24 um 20:11
In Antwort auf jki

Hallo Zusammen,

Die Beratung war vorerst ein "Kennenlernen" und Ziele abstecken. Meine Frau hat klar geäußert, dass es für sie tendentiell eine Trennungsberatung wäre, doch ich habe das verneint. Nun stehen wir vor einem Dilemma. Insgesamt kann ich wenig dazu sagen, da meine Gedankenwelt dem Inneren eines laufenden Mixers ähnelt. Man hat sich als Sofortmaßnahme darauf geeinigt Respekt vor einander zu haben und diesen zu zeigen. Leichter gesagt als getan, aber das scheint erstmal dem zu dienen, dass man keinen weiteren Schaden anrichtet.
Ich habe die letzten Tage unheimlich viel gelesen und auch Podcasts von Paartherapeuten und Psychologen gehört und damit festgestellt, dass wir beide in unserer Beziehung gravierende Fehler gemacht haben und ich mir nicht 100% sicher bin, ob man diese Wunden heilen kann. Man lernt extrem viel über sich selbst, erlernte Muster usw. und warum Situationen eskalieren. Zum großen Teil ist das frustrierend, da man sich viele Dinge hätte sparen können. Man stellt auch fest, dass man seine Unwelt falsch wahrgenommen hat und die Meinungen und Ansprüche, vorallem aus der eigenen Familie (in meinem Fall) schlichtweg falsch sind. Ansprüche und Meinungen, erlernte bzw. nie erlernte Konfliktbewältigungsstrategien und natürlich das Aufgeben von Ritualen als Paar, welche den Kommunikationskanal offen gehalten haben, sind alle pures Gift. Eine bittere Erkenntnis.
Mein ganzes Leben musste ich mir anhören, dass man leisten muss und man muss erstmal arbeiten (ohne Eingrenzung) ehe man über Schritte von Lebensqualität nachdenken darf. In meinem Umfeld, nichtmal in meiner eigenen Familie, gehen beide Partein 40h+. Meine Frau ist mit Fahrtwegen 70h+ pro Woche unterwegs. Es ist Irrsinn zu glauben, dass man das allein locker stemmen kann, ganz ohne Verluste auf dem Weg.
Im Großen und Ganzen ist nach wie vor alles sehr angespannt und man kippt immer hin und her.
Ich halte euch auf dem Laufenden.

Bitte 🙏 versuche
bei deinen bzw euren Perfektionismus 
das zu erkennen,
was für euch alle  wirklich wichtig ist.

 

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jki
20:19

Hallo Zusammen,

es war ja nun ein paar Tage ruhig.
Die Nachrichten sind nicht gut.
Wir hatten heute den zweiten Termin bei der Paartherapie und bei meiner Frau war kein Wille erkennbar. Die Situation hat sich dann in die Richtung entwickelt, dass ich fragen musste ob nun eine Trennungsberatung daraus geworden ist, was mir bestätigt wurde.
Es ging dann recht schnell um Stragien, wie der Umgang mit unserer Tochter geregelt wird, bei welchen ich geistig nicht anwesend war. Die Therapeutin hat das gemerkt und die Sache unterbrochen, so dass ich mir Luft machen konnte: ich habe festgehalten, dass ich es nicht glauben kann auf einer Zielgeraden hinzufallen und dass wir uns hier nicht trennen, sondern dass ich verlassen werde. Und dass es Ok sein muss, dass nichts OK ist. Daraufhin wiederum hat mir Therapeutin mit einer Metapher aus Feuer unserer Beziehung erklärt, dass bei meiner Frau nur noch Asche wäre, sie sich aber nicht sicher ist, ob da nicht noch etwas Glut versteckt wäre, da es ihr den Eindruck macht. Ich habe gesagt, dass ich die Glut spüre. Daraufhin ist meine Frau in Tränen ausgebrochen, und es hat sich rauskristallisiert, dass wir uns zu viele Wunden zugefügt haben, aber noch etwas da ist. Wir nehmen Dustanz auf und versuchen zu uns zu finden.
Daher die Trennung.
Ob das jemals wieder wird kann ich nicht sagen.
Ich bin frustriert.
Ich fühl mich verlassen und im Stich gelassen. Es ist egal wer die Schuld trägt, aber ich wurde allein gelassen.
Und ich habe versagt.
Und ich habe Angst, dass ich das halbe Leben meiner Tochter verpasse.

Es gibt übrigens einen tollen Podcast bei Spotify, der heißt "Paarpsychologie".

Danke für eure Aufmerksamkeit und investierte Zeit.

Jan

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