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Meine Frau liebt eine andere Frau

9. Januar 2014 um 15:32

Liebe Forenteilnehmer,
ich weiß, dass dieses Thema bereits einige Male behandelt wurde. Jedoch habe ich meine Fragestellung trotz Suche noch nicht 100%ig gefunden, daher versuche ich das einmal hier.
Kurz zum Thema:
Meine Frau und ich (beide jetzt 51) kennen uns seit 36 Jahren (wir waren beide 15 Jahre alt) und sind seit 26 Jahren verheiratet. Mit allen Höhen und Tiefen (2008 hatte mich meine Frau mit einem anderen Mann betrogen, hat sich nach einigen Monaten jedoch wieder zu mir bekannt).
Wir haben 3 Kinder (24, 22, 19).
Ich liebe meine Frau seit dem wir uns kennen und ich kann mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen.
Jetzt ist sie im letzten Jahr für 11 Wochen in einer Klinik für psychosomatischen Klinik gewesen (von September bis Mitte November). Sie hatte Probleme, weil ihre Mutter und ihre Schwester den Kontakt komplett abgebrochen hatten (nur kurz als Hintergrund, Erbsachen nach Tod des Vaters).
Nachdem ich meine Frau also im November 2013 aus der Klinik abgeholt hatte, spürte ich bereits, dass sie sich mir gegenüber sehr zurückhaltend benahm. Nach einigen Wochen dieses Zustandes (ich schob dies noch auf die Umstellungszeit, wieder sich an Zuhause zu gewöhnen), bat ich um ein Gespräch. Dabei stellte sich nach langem hin und her heraus, dass sich meine Frau während des Klinikaufenthaltes in eine andere Frau, die etwa 5 Jahre älter ist, verliebt hat. Sie sagt, sie würde sich zu ihr hingezogen fühlen, hätte mehr als schwesterliche Gefühle. Wolle das aber eigentlich nicht wahrhaben und müsse nun ihre Sexualität testen, sehen, wo sie stehe.
Nun fährt meine Frau alle paar Wochenenden zu dieser Freundin und ich sitze Zuhause und komme ins Grübeln, neben den vielen Tränen, die ich weine. Denn ich sehe unsere Ehe bereits am Ende.
Ich muss dazu sagen, dass ich leider nicht so offen bin. Eine "offene" Beziehung, ob zu einem anderen Mann oder einer Frau, damit kann ich nicht umgehen. Dafür liebe ich sie zu sehr!

Das alles vorab zum Verständnis.
Jetzt meine Frage an die "Fachfrauen": Bitte versteht meinen Egoismus, aber kann mir jemand aus Erfahrung sagen, ob das evtl. ein vorübergehendes Gefühl ist und ich damit rechnen kann, dass meine Frau in einigen Wochen oder Monaten (das wäre schwer genug) zu mir zurückkommt? Ich persönlich habe die leise Bedenken, dass sie in der anderen, älteren Frau einen Art Mutterersatz sieht. Gerade, weil dies in der Phase in der Klinik geschehen ist. Aber natürlich würde ich das nie so zur Sprache bringen.
Aber ich möchte meine Frau nicht verlieren.

Ich freue mich auf Antworten.
Vielen Dank an Euch.
ushepti

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9. Januar 2014 um 16:42

Das hilft mir
Hallo seelensemiotiker,
danke für deine Antwort. So ähnlich hatte ich es ja erhofft. Allerdings hatte ich die Befürchtung, dass dies mehr meine egoistische Schönfärberei der Situation ist.
Aber du machst mir Mut, die nächste Zeit erst einmal gemeinsam mit meiner Frau zu überstehen, ohne gleich alles hinzuschmeissen. Ich lasse ihr auch die Freiheit, zu fahren, wann sie will. Denn ich weiß, sobald ich Fordern oder Tipps geben würde, würde das bei meiner Frau - das weiß ich aus Erfahrung - genau das Gegenteil erreichen.
Da sie zur Zeit ja auch einmal die Woche einen Termin bei einer Psychologin (zur Nachsorge) hat, hoffe ich auf "Besserung". Bitte mich nicht falsch verstehen, liebe Leserinnen. Ich habe nichts gegen lesbische Frauen, aber wenn es denn die eigene ist, die ich so sehr liebe, dann hätte ich sie doch gerne wieder zurück!

Gruß,
ushepti

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9. Januar 2014 um 18:56

Du hast ja recht
Hallo fraumueller2
Wir haben über vieles gesprochen und natürlich wird sich meine Frau in den nächsten Wochen eine Wohnung suchen.
Ich hatte ihr gesagt, dass ich das so nicht aushalten werde, dieses Zusammenleben wie in einer WG.

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9. Januar 2014 um 19:03

Ganz so ist das nicht
Hallo pacjam,
Auch dir ein dank zu deinem Beitrag.
Ich habe meine Frau noch nie betrogen!
Und das während den Klinikaufenthaltes etwas bzgl. unserer Ehe herausgekommen ist, sehe ich ja auch realistisch. Aber in den letzten 2 Jahren ging es meiner Frau oft nicht so gut, daher ja der Klinikaufenthalt. Aber natürlich habe ich das ganze Verhalten auf das Problem " Schwiegermutter" geschoben. Das meine Frau, laut ihrer Aussage, bereits seit einigen Monaten Probleme zwischen uns sah, ist mir nicht klar geworden. Letztendlich habe ich ihr bereits vorgeworfen, mir gegenüber dies nicht angesprochen zu haben.
Ich habe mich sehr um meine Frau gekümmert und ihr geholfen wo ich konnte.

Gruß,
ushepti

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9. Januar 2014 um 19:08

Die Kinder
sind bestimmt nicht der Grund.
Darüber hatten wir oft genug gesprochen.
Das, was du beschreibst, ist bei ein paar befreundeten Paaren nämlich so. Meine Frau und ich haben uns jedoch schon auf die Zeit ohne Kinder gefreut. Und wenn alle wieder eintrudelten, war es schön und wenn sie wieder fuhren, haben wir es auch genossen. Zumindest hat sie mir das in den Gesprächen gesagt.
Aber du hast auch recht mit dem 'Augen verschließen'. Das gebe ich offen zu, ich rede mir die Sachen gerne schön und hoffe immer weiter.

Danke auch dir.
Gruß,
ushepti

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9. Januar 2014 um 19:14

Missverständnis
Hallo chuchulila,
Danke für den Beitrag.
Wenn du von mir diesen Eindruck hattest, dann habe ich mich wohl etwas unklar ausgedrückt.
Ich halte das auf keine Fall für "geistige Verwirrung", so habe ich nich gemeint. Ich weiß schon, dass diese Entscheidung sie im Moment umtreibt. Ich hoffe immer nur auf eine Art "Austesten", sehen, wo sie steht. Das ist ihr eigener Ausdruck zu der Situation.

Gruß,
ushepti

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9. Januar 2014 um 19:17
In Antwort auf rakel_12484619

Missverständnis
Hallo chuchulila,
Danke für den Beitrag.
Wenn du von mir diesen Eindruck hattest, dann habe ich mich wohl etwas unklar ausgedrückt.
Ich halte das auf keine Fall für "geistige Verwirrung", so habe ich nich gemeint. Ich weiß schon, dass diese Entscheidung sie im Moment umtreibt. Ich hoffe immer nur auf eine Art "Austesten", sehen, wo sie steht. Das ist ihr eigener Ausdruck zu der Situation.

Gruß,
ushepti

Ach so, fast vergessen
Du schreibst, "Nerven behalten und abwarten". So habe ich mir das vorgenommen. Auch ich will nicht ewig warten und habe mir eine Frist gesetzt (mit einer gewissen Karenzzeit).
Dann würde ich mich schweren Herzens trennen.

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9. Januar 2014 um 19:50

Ich bin einTrottel
Ja, das werden viele sagen.
Aber ich kann nun mal nichts gegen meine Gefühle tun, ich liebe sie so sehr.
Du hast zwar recht und mein Verstand sagt es genauso, aber mein Herz sagt etwas ganz anderes.
Und wenn ich bereits 2008 auf meinen Verstand gehört hätte, hätte ich die schönsten Jahre meines Lebens verpasst, denn nach dem Betrug damals hatten wir eine extrem innige und zärtliche Zeit.
Und mal ehrlich, wenn ich mir eine neue Partnerin suche, gibt es auch keine Garantie.

Danke für deinen Beitrag,
ushepti

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9. Januar 2014 um 19:53

Nachtrag:
Damals hatte sie mich betrogen, doch diesmal ist es in ihren Augen etwas anderes, weil wir offen darüber geredet haben und sie ehrlich gesagt hat, dass sie diese Gefühle erst mal etwas antesten muss. Ansonsten könne sie keine Entscheidung treffen.
Gut, ich auf der anderen Seite sehe es eher so wie du.

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9. Januar 2014 um 19:57

Natürlich
Da meine Frau erst kommenden Montag wieder mit der Arbeit beginnt (Wiedereingliederung), wollte ich ihr den Druck nicht gleich komplett aufbürden. Sie soll erst einmal wieder in den ganz normalen Arbeitsalltag hineinwachsen.
Also hatte ich mir vorgenommen, sie in 2-4 Wochen nach einer endgültigen Entscheidung zu befragen. Das kommt darauf an, wie es mir geht und ich damit klarkomme.

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9. Januar 2014 um 21:57

Das verstehe ich
Na klar, wenn man sich der Gefühle nicht ganz sicher ist - gerade bei solch weitreichenden - dann bleibt einem ein "Test" erspart. Das kann ich ja noch einigermaßen nachvollziehen.
Aber wie lange, wieviel Wochen muss frau testen? Ich warte ja nun schon seit fast 2 Monaten, da müsste doch schon eine Entscheidung fallen können, oder?

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9. Januar 2014 um 22:03

Auch so realistisch bin ich
die von dir genannte Tatsache zu wissen, aber ich kann das eben nicht. Auch, wenn ich dadurch fast alles verliere, aber da hört meine Leidensfähigkeit dann wirklich auf.
Also bereite ich mich auch auf diesen Fall schon mal gedanklich vor.
Und das mit dem "Wen interessiert das?" sehe ich genauso. Selbst die eigene Familie kann dazu sagen, was sie will. Letztendlich müssen wir zusammenleben.
Danke

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9. Januar 2014 um 22:08

Nicht unwahrscheinlich, dass das eher etwas kurzes ist
aus mehreren Gründen:

Menschen, die sexuell bi sind, sind es in Beziehungen selten (was nicht nie heisst..) über längere Zeiträume. Das was da über Sex emotional hinausgeht, sind oft Strohfeuer und / oder Kurzschluss-Handlungen.

Was das Thema "Phase nach der Klinik" angeht, stimme ich Dir zu, auch wenn das nicht unbedingt mit "Mutterersatz" zu tun hat - es ist eine emotional zutiefst instabile Zeit. Man tut manches, was man sonst nie tun würde - und häufig später bereut.
Nur ist die Sache die: bereuen und zurück gehen ist nicht das gleiche.

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9. Januar 2014 um 22:15

Du musst
deine Grenzen wahren. Und sie vertreten, auch wenn du dabei Angst hast deine Frau zu verlieren. Tust du es nicht, verlierst du dich und das ist noch viel dramatischer.

Von "lass deine Frau ausprobieren" halte ich gar nichts. Erstens geht es dir dabei schlecht, zweitens würde wohl kaum einer den Ratschlag geben, wenn sie sich die Wochenenden mit einem männlichen Lover um die Ohren schlagen würde und dich weinend zu Hause sitzen lässt.

Ich bin mir recht sicher, sobald du dich aufrappelst und in der Lage bist zu sagen bis hier in und nicht weiter - und dich dann auch entsprechend verhältst - wird deine Frau zu dir zurückkommen, weil sie auch dann zum ersten Mal Angst bekommt DICH zu verlieren.

Und nach 36 Jahren wird sie das ganz sicher auch nicht wollen.


Alles Gute

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9. Januar 2014 um 22:22

Gerne möchte ich antworten
Ich versuche mich so kurz wie möglich zu fassen.
Damals war ich noch selbstständig und meine Firma lief sehr schlecht, es ging finanziell rapide bergab und ich hatte von morgens bis abends nur die Gedanken, wie und wo an das nächste Geld, den nächsten Auftrag zu kommen. In der Zeit hat sich meine Frau ungeliebt und unbeachtet gefühlt. Und ihr Liebhaber war dann ein ehemaliger Schulfreund, den sie bei einem Ehemaligentreffen wieder sah. Ich sage, zur falschen Zeit am richtigen Ort (das ist relativ zu sehen).
Wir haben uns natürlich öfter darüber unterhalten und meine Frau hatte eingesehen, dass das ein großer Fehler war. Ich habe ihr verziehen, hatte ihr aber vorgeworfen, nichts gesagt, kein Gespräch gesucht zu haben.
In den folgenden Jahren hatte sie sehr geklammert, was ich allerdings auch sehr genossen hatte. Wir haben fast jede Minute miteinander verbracht.
Und genau das wird mir wahrscheinlich jetzt zum Verhängnis!

Meine Frau war 11 Wochen in der Klinik. Ursprünglich waren nur 5 vorgesehen, dann kamen aber die Verlängerungen, weil die Probleme offensichtlich nicht so einfach zu lösen waren. Angstzustände in Verbindung mit eingeschränkten Bewegungen und Schmerzen im Knie!
Als ursprüngliches Problem wurde, wie ich bereits geschrieben hatte, die komplette Trennung ihrer Mutter und ihrer Schwester von meiner Frau angesehen, dass hatten wir beide auch so gehen, denn dies belastete meine Frau sehr, wollte sie doch die ganze Familie nach dem Tod ihres Vaters zusammenhalten.

Na ja, und laut Erzählung meiner Frau stellte die Psychologin dann nach Abarbeitung dieses Ursprungproblemes fest, dass da noch andere Sachen vorhanden waren. Also wurde die Beziehung zum Ehemann analysiert, was meine Frau eigentlich nicht wollte. Und ich habe wirklich nie daran gedacht, dass es dabei Probleme gab.

Ich hoffe, meine Erläuterung reichen dir.

Gruß,
ushepti

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9. Januar 2014 um 22:33
In Antwort auf ericka_12431364

Du musst
deine Grenzen wahren. Und sie vertreten, auch wenn du dabei Angst hast deine Frau zu verlieren. Tust du es nicht, verlierst du dich und das ist noch viel dramatischer.

Von "lass deine Frau ausprobieren" halte ich gar nichts. Erstens geht es dir dabei schlecht, zweitens würde wohl kaum einer den Ratschlag geben, wenn sie sich die Wochenenden mit einem männlichen Lover um die Ohren schlagen würde und dich weinend zu Hause sitzen lässt.

Ich bin mir recht sicher, sobald du dich aufrappelst und in der Lage bist zu sagen bis hier in und nicht weiter - und dich dann auch entsprechend verhältst - wird deine Frau zu dir zurückkommen, weil sie auch dann zum ersten Mal Angst bekommt DICH zu verlieren.

Und nach 36 Jahren wird sie das ganz sicher auch nicht wollen.


Alles Gute

So ähnlich denke ich
ja auch inzwischen.

Denn ich werde es nicht länger aushalten.
Und meine Pläne habe ich bereits in Arbeit.
Und natürlich ist das auch meine kleine Hoffnung, so naiv bin ich.

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9. Januar 2014 um 22:44
In Antwort auf avarrassterne

Nicht unwahrscheinlich, dass das eher etwas kurzes ist
aus mehreren Gründen:

Menschen, die sexuell bi sind, sind es in Beziehungen selten (was nicht nie heisst..) über längere Zeiträume. Das was da über Sex emotional hinausgeht, sind oft Strohfeuer und / oder Kurzschluss-Handlungen.

Was das Thema "Phase nach der Klinik" angeht, stimme ich Dir zu, auch wenn das nicht unbedingt mit "Mutterersatz" zu tun hat - es ist eine emotional zutiefst instabile Zeit. Man tut manches, was man sonst nie tun würde - und häufig später bereut.
Nur ist die Sache die: bereuen und zurück gehen ist nicht das gleiche.

Mit der emotional zutiefst instabilen Zeit
habe ich auch erkannt. Und ist auch bei diversen Gesprächen bestätigt worden.

Und genau in deinem letzten Satz liegt mein Entscheidungsproblem.
Denn ich habe Angst, dass mein Frau, wenn sie denn bereut, aus Frust oder falschem Schamgefühl nicht den Mut aufbringt, um mich zu kämpfen oder auch nur um Verzeihung zu bitten.
Aber ich habe inzwischen bei meinen vielen Überlegungen bemerkt, dass es immer wieder Unsicherheitsfaktoren gibt. Letztendlich muss ich zu einer Entscheidung kommen und diese auch vertreten.
Danke

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9. Januar 2014 um 22:47
In Antwort auf rakel_12484619

So ähnlich denke ich
ja auch inzwischen.

Denn ich werde es nicht länger aushalten.
Und meine Pläne habe ich bereits in Arbeit.
Und natürlich ist das auch meine kleine Hoffnung, so naiv bin ich.


Gut, dann hoffe ich, dass du dich wieder Behaupten kannst. Deine Hoffnung verstehe ich natürlich, aber lass nicht gleich alles stehen und liegen sobald deine Frau wieder mehr Einsatz zeigt. Es sollte dir jetzt wirklich erstmal um dich selbst gehen.

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9. Januar 2014 um 22:48

Stimmt
Aber ich hatte mir darüber wirklich keine Gedanken gemacht, der Nick fiel mir nur gerade ein, weil ich etwas über Ägypten gelesen hatte.

Es ist NUR ein Nick, ohne Hintergrund.

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9. Januar 2014 um 22:58

Tja,
so gesehen hast du Recht. Das hatte ich auch schon überlegt, aber ich weiß nicht, ob ich das emotional so lange aushalte. Das geht mir sehr schlecht, ewig dieses Auf und Ab.
Täglich fahren meine Gefühle Achterbahn. Morgens geht es, mittags das tiefste Loch und Abends dann, allein wenn ich meine Frau sehe, wieder ein Hochgefühl.
Mehr als freundschaftliche Umarmungen, mal ein Händedruck sind nicht drin, und hin und wieder fast versehentliche Berührungen. Aber all das sauge ich in mir auf wie ein ausgetrockneter Schwamm. Und daher hab ich auch Furcht vor dem endgültigen Auszug (zur Zeit wird noch eine Wohnung gesucht), denn dann sehe ich sie fast gar nicht mehr und befürchte, aus dem Tief nicht mehr herauszukommen.

Und das war nur meine Kurzfassung.

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9. Januar 2014 um 23:03

Vielen Dank
für deine umfassende Erläuterung.

Das kann ich nachvollziehen. Also habe ich hier doch auch viele Befürworter meiner "noch Abwarten, aber zu gegebenen Zeitpunkt Schlussstrich ziehen"-Theorie gefunden und das stärkt mich.

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10. Januar 2014 um 0:32

Hallo fraumuellef2
so in etwa sehe ich das ebenfalls.
Und ja, es ist eine Mitpatientin.
Daher -so denke ich- auch die starke Bindung zu dieser, denn beide hatten sehr ähnliche Probleme und können sich natürlich somit hervorragend gegenseitig unterstützen.

Zu deinem letzten Absatz: ja, ich befürchte, ich würde nochmals verzeihen. Jedoch, je länger diese Wartephase für mich wird, desto mehr kommen mir auch die Gedanken, ob es richtig ist. Aber erst einmal Langmut zeigen.

Werde weiter berichten.
Euch eine gute Nacht.

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10. Januar 2014 um 12:03

Ganz lieben Dank für alle Beiträge
Ich habe mich sehr über die vielen unterschiedlichen Beiträge gefreut. Es war sehr hilfreich.
Zu sehen, dass sämtliche Meinungen (von "sofort Schluss und ausziehen" bis "abwarten, sich zurücknehmen") vertreten waren, macht mir einen Entschluss zwar nicht viel leichter, aber ich sehe, dass eben alle Gedanken, die ich bereits für mich in den vergangenen Wochen durchlebt habe, vorhanden sind und ich mit keinem völlig daneben liege.
Ich werde jetzt erst einmal in mich gehen, einige Wochen abwarten und regelmäßig Gespräche mit meiner Frau führen. Und je nach Ausgang dieser werde ich dann eben einen Schlussstrich ziehen und vor ihr ausziehen.
Zumindest werde ich mich jetzt schon zurückziehen, damit sie schon jetzt spürt, wie es ohne mich sein wird.

Letztendlich wird sie irgendwann eine Entscheidung treffen müssen und wenn nicht sie, dann eben ich.

Euch allen ein schönes Wochenende.

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10. Januar 2014 um 12:06
In Antwort auf rakel_12484619

Ganz lieben Dank für alle Beiträge
Ich habe mich sehr über die vielen unterschiedlichen Beiträge gefreut. Es war sehr hilfreich.
Zu sehen, dass sämtliche Meinungen (von "sofort Schluss und ausziehen" bis "abwarten, sich zurücknehmen") vertreten waren, macht mir einen Entschluss zwar nicht viel leichter, aber ich sehe, dass eben alle Gedanken, die ich bereits für mich in den vergangenen Wochen durchlebt habe, vorhanden sind und ich mit keinem völlig daneben liege.
Ich werde jetzt erst einmal in mich gehen, einige Wochen abwarten und regelmäßig Gespräche mit meiner Frau führen. Und je nach Ausgang dieser werde ich dann eben einen Schlussstrich ziehen und vor ihr ausziehen.
Zumindest werde ich mich jetzt schon zurückziehen, damit sie schon jetzt spürt, wie es ohne mich sein wird.

Letztendlich wird sie irgendwann eine Entscheidung treffen müssen und wenn nicht sie, dann eben ich.

Euch allen ein schönes Wochenende.

Einige Wochen?
mal ganz im Ernst: schaffst Du das noch einige Wochen? Ist es sinnvoll, es noch einige Wochen zu schaffen?

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10. Januar 2014 um 12:21
In Antwort auf avarrassterne

Einige Wochen?
mal ganz im Ernst: schaffst Du das noch einige Wochen? Ist es sinnvoll, es noch einige Wochen zu schaffen?

Wenn ich auf mein Herz höre
dann muss ich mit einem lauten JA antworten. Für mich lohnt es sich.
Denn auf der anderen Seite, was habe ich zu verlieren, außer etwas Zeit und Gefühle.

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10. Januar 2014 um 14:26

Danke
.

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10. Januar 2014 um 14:28
In Antwort auf rakel_12484619

Wenn ich auf mein Herz höre
dann muss ich mit einem lauten JA antworten. Für mich lohnt es sich.
Denn auf der anderen Seite, was habe ich zu verlieren, außer etwas Zeit und Gefühle.

Naja...
es verletzt Dich. Jeden Tag. Das hast Du zu verlieren, es tut immer weh.

Ich wünsche Dir alles Gute dabei.

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