Forum / Liebe & Beziehung

Meine Familie lässt mich nicht zu meinem Freund ziehen

13. November um 5:43 Letzte Antwort: 13. November um 10:18

Hallo meine Lieben,

ich (25) bin seit 2 Jahren in einer Fermbeziehung mit meinem Freund (29) aus Chile. Nach 1 Jahr in Chile für 1 Monat zum ersten Mal getroffen. Davor hat meine Mutter schon Theater gemacht. Im Juni 2018, ein halbes Jahr in der Beziehung) wurde bei ihm Bipolar Typ 2 festegestellt. Er nimmt seitdem Medikamente, die auch gute Wirkung zeigen. Meine Mutter schiebt deswegen violl die Paranoia, dass er an irgendeinem Tag mich erstechen wird oder sogar aus dem Haus wirft. (á la Drama) 
Sie, und zum Teil nun auch mein Bruder, will dass er hierher nach Deutschland zieht, weil er hier ein besseres Leben hätte.

Seit 2 Tagen werde ich nur noch angeschrien, beleidigt, und sogar teilweise erpresst
Zitat: "Wenn du deinen Job kündigst und das wirklich durchziehst, sende mir all dein Erspartes!"

Auf meine Frage hin, ob das überhsupt erlaubt ist, wurde ich mit der Aussage:
"In deinem Momentanen Geisteszustand können wir dich auch als Unzurechnungsfähig eintragen"

Mein Freund würde aber, sollte er nach Deutschland ziehen, nur noch unglücklich seien. Und ich werde dann erst recht unglücklich sein.

Seine Familie steht voll und ganz hinter uns.

Seit 2 Tagen bin ich "die Undankbare" ,"du liebst uns gar nicht"

Ich weiß nicht wie ich diesen Post beenden soll.

Danke falls ihr es euch bis zum Ende durchgelesen habt🙏

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13. November um 6:10

Du bist erwachsen und kannst machen, was du willst. Schade, dass deine Familie keinen vernünftigeren Weg findet, ihre Bedenken zu äußern. Natürlich klingt es etwas naiv, wenn du zu einem Mann am anderen Ende der Welt ziehen willst, den du einmal für einen Monat (?) gesehen hast? 
Sprichst du gut Spanisch? Hast du in Chile Aussichten auf einen halbwegs gut bezahlten Job? Ich würde an deiner Stelle zumindest darauf achten, finanziell unabhängig zu bleiben. 
Ist es nicht möglich, dass dein Freund dich zumindest mal in Deutschland besucht, u.a. um deine Familie kennenzulernen?

Was deine Familie betrifft: wenn sie auf so einen Niveau kommunizieren, lässt sich da momentan wohl nicht viel machen. Ich gehe davon aus, dass du einen Plan hast für das Leben in Chile und auch einen Plan B für den Fall, dass es nicht klappt. Hast du deiner Familie dies mal versucht zu vermitteln? 

Kopf hoch. Vielleicht bringen sie mehr Vertrauen auf, wenn sie sehen, dass du glücklich dort bist. Als ich 15 war, wollte ich unbedingt ein Schuljahr ins Ausland gehen. Meine Eltern waren am Anfang total dagegen und wollten gar nicht mit sich reden lassen. Nachdem ich sie ein Jahr lang bearbeitet hatte und ihnen ein Jahr lang vermittelt hatte, dass ich sehr wohl über die Vor- und Nachteile informiert bin, lenkten sie schließlich ein (wenn auch mit Einschränkungen). Ich bin als glücklicherer Mensch zurück gekommen, weswegen meine Eltern bis heute zugeben, dass es wohl die richtige Entscheidung war.

Deine Situation ist natürlich anders, du bist ein freier Mensch und kannst gehen, wohin du willst. Aber am Ende will deine Familie bestimmt auch nur, dass du glücklich bist.

Alles Gute für euch alle! 

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13. November um 9:55
In Antwort auf user596002714

Hallo meine Lieben,

ich (25) bin seit 2 Jahren in einer Fermbeziehung mit meinem Freund (29) aus Chile. Nach 1 Jahr in Chile für 1 Monat zum ersten Mal getroffen. Davor hat meine Mutter schon Theater gemacht. Im Juni 2018, ein halbes Jahr in der Beziehung) wurde bei ihm Bipolar Typ 2 festegestellt. Er nimmt seitdem Medikamente, die auch gute Wirkung zeigen. Meine Mutter schiebt deswegen violl die Paranoia, dass er an irgendeinem Tag mich erstechen wird oder sogar aus dem Haus wirft. (á la Drama) 
Sie, und zum Teil nun auch mein Bruder, will dass er hierher nach Deutschland zieht, weil er hier ein besseres Leben hätte.

Seit 2 Tagen werde ich nur noch angeschrien, beleidigt, und sogar teilweise erpresst
Zitat: "Wenn du deinen Job kündigst und das wirklich durchziehst, sende mir all dein Erspartes!"

Auf meine Frage hin, ob das überhsupt erlaubt ist, wurde ich mit der Aussage:
"In deinem Momentanen Geisteszustand können wir dich auch als Unzurechnungsfähig eintragen"

Mein Freund würde aber, sollte er nach Deutschland ziehen, nur noch unglücklich seien. Und ich werde dann erst recht unglücklich sein.

Seine Familie steht voll und ganz hinter uns.

Seit 2 Tagen bin ich "die Undankbare" ,"du liebst uns gar nicht"

Ich weiß nicht wie ich diesen Post beenden soll.

Danke falls ihr es euch bis zum Ende durchgelesen habt🙏

Die Reaktion deiner Familie ist völlig unangemessen, auch wenn gewisse Bedenken und Verlustängste immer eine Rolle spielen, wenn die Kinder selbständig werden und ihre eigenen Wege gehen wollen. Womit ich bei dir und deinen Plänen bin. Ganz so nachvollziehen kann ich auch deine Situation nicht. Fernbeziehungen halte ich für kein Problem, aber wie sie zu stande kommen, wie oft man sich sieht, im Alltag erlebt ist entscheidend. Man kann sich noch so ein schönes Leben und die grosse Liebe vom Herzen schreiben, physisch vor Ort, im Zusammensein, schaut das schnell komplett anders aus. 
Chile hat mit der Verfassungskrise gerade ein sehr schwieriges Jahr hinter sich, die Mehrheit der Gesellschaft befindet sich in einer wirtschaftlichen Abwärtsspirale, für junge Erwachsene und Studierende sieht es düster aus. Wichtig zu wissen für die Zukunftspläne dort: Um nur annähernd ein Lebensstandart wie in Deutschland, Österreich oder der Schweiz führen zu können, braucht man beste Qualifikationen, viel Geld, ein stabiles familiäres Umfeld vor Ort und Unterstützung daraus. 
Zum Schluss: Chile mag für südamerikanische Verhältnisse noch immer ein Vorbild sein, die Gesellschaft ist aber aristokratisch dominiert, quer durch alle Schichten sehr konservativ und die Rolle der Frau auf entsprechend bedenklichem Niveau.
Nicht wenige Bekannte von mir, die in Chile, Argentinien und Peru die letzen 15 bis 20 Jahre verbracht haben, sind aktuell dabei die Koffern zu packen und nach Deutschland zurückzukehren. Mit im Gepäck: Gescheiterte Lebensträume und zwischen Kuturen und Mentalitäten zerrissene Familien.   

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13. November um 10:18
In Antwort auf user596002714

Hallo meine Lieben,

ich (25) bin seit 2 Jahren in einer Fermbeziehung mit meinem Freund (29) aus Chile. Nach 1 Jahr in Chile für 1 Monat zum ersten Mal getroffen. Davor hat meine Mutter schon Theater gemacht. Im Juni 2018, ein halbes Jahr in der Beziehung) wurde bei ihm Bipolar Typ 2 festegestellt. Er nimmt seitdem Medikamente, die auch gute Wirkung zeigen. Meine Mutter schiebt deswegen violl die Paranoia, dass er an irgendeinem Tag mich erstechen wird oder sogar aus dem Haus wirft. (á la Drama) 
Sie, und zum Teil nun auch mein Bruder, will dass er hierher nach Deutschland zieht, weil er hier ein besseres Leben hätte.

Seit 2 Tagen werde ich nur noch angeschrien, beleidigt, und sogar teilweise erpresst
Zitat: "Wenn du deinen Job kündigst und das wirklich durchziehst, sende mir all dein Erspartes!"

Auf meine Frage hin, ob das überhsupt erlaubt ist, wurde ich mit der Aussage:
"In deinem Momentanen Geisteszustand können wir dich auch als Unzurechnungsfähig eintragen"

Mein Freund würde aber, sollte er nach Deutschland ziehen, nur noch unglücklich seien. Und ich werde dann erst recht unglücklich sein.

Seine Familie steht voll und ganz hinter uns.

Seit 2 Tagen bin ich "die Undankbare" ,"du liebst uns gar nicht"

Ich weiß nicht wie ich diesen Post beenden soll.

Danke falls ihr es euch bis zum Ende durchgelesen habt🙏

Ich würde dir such abraten, fort hin zu ziehen. Er ist sehr krank und du kennst ihn gar nicht. Das ist Fakt. Wie deine Familie reagiert ist nicht schön aber sie scheinen extrem verzweifelt und in Sorge zu sein. 

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