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Meine bevorstehende Scheidung mit Kind

11. April 2012 um 12:18

Hallo Leidensgenossinnen!

Da ich heute wieder einmal einen nicht so guten Tag habe, habe ich mich mal entschieden, mein Unglück mit euch zu teilen. Ich bin seit Oktober nach 2,5Jahren Ehe und 6 Jahren Beziehung von meinem Mann getrennt. Wir haben uns mal sehr geliebt, ich dachte er wäre die Liebe meines Lebens. Ich hätte durchaus auch besser aussehende, reichere oder sonstwie tollere Männer haben können. Aber ich liebte ihn abgöttisch. Wir waren früher einmal ein Team. Bis kurz vor der Hochzeit, als er sich entscheid, mir im hochschwangeren Zustand einen Ehevertrag aufzuzwängen und sich nach der Geburt unseres Kindes echt wenig drum zu scheren. Es war ein absolutes Wunschkind -vor Allem von ihm. Und ich sass plötzlich alleine da und er gründete eine neue Firma die aus dem Ehevertrag ausgenommen war und war ständig im Büro. Seitdem unser Sohn etwa 1 Jahr alt war, hat er angefangen sich zu kümmern. Viele Sachen konnte ich ihm aber nicht verzeihen. Die Liebe begann zu bröseln. Ich liebte ihn, aber er sagte seitdem nie wieder mir, dass er es auch tut. Alltagsprobleme mit nicht schlafendem Kind, Müdigkeit, ich musste mein eigenes Geld verdienen und war überfordert. Im Oktober, nach langer Überlegungszeit und vielen vielen schlaflosen Nächten, in denen er meine Tränen zu ignorieren schien, sagte ich dann, dass ich ausziehe, wenn er mit mir keine Ehetherapie macht. Er sagte ich solle gehen. Ich ging. Hatte nach 3 Tagen eine Wohnung gefunden und zog im November aus. Ich nahm fast nichts mit, ausser das Kinderzimmer. Er half nicht einmal beim Umzug. Unseren Sohn teilen wir uns ungefähr zur Hälfte. Ich vermisse ihn zwar wenn er bei Papa ist, aber habe so die Möglichkeit, wenn Job und Zeit das zulassen, mein eigenes Leben zu leben. Finanzielle Unterstützung bekomme ich von meinem Noch-Ehemann kaum (200 Euro fürs Kind und er ist nicht arm). Nun will er sich ganz schnell scheiden lassen. Meine Hinweise darauf, dass es ein Trennungsjahr gibt, will er nicht hören. Ich habe seit 1,5 Monaten einen neuen Freund, mit dem ich glücklich bin. Er hat auch ein Kind und ich auch noch nicht geschieden, allerdings länger getrennt als ich. Es tut gut, aber an meinen Ehemann muss ich trotzdem denken. Er gab, nachdem ich zugab, einen neuen zu haben, auch endlich zu, dass er ne Freundin hat. Das tut mir trotz Allem weh. Ich denke er hatte sie schon vor der Trennung, sonst hätte er vielleicht gekämpft. Soviel zu meiner Geschichte. Eure Mia

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11. April 2012 um 12:56

Ich denke du hast ihn nicht ganz verstanden
Es ist völlig normal die Firma, gerade am Anfang vom Privaten bzw. der Ehefrau zu trennen, falls man in Insolvenz ruscht, ist nur einer der kaputt geht.

Zweitens nimmt eine Firma gerade eine neue sehr viel Zeit in Anspruch wenn sie wachsen soll.

Es gibt viele Männer die nichts mit einem Baby anfangen können und es trotzdem lieben.

Hast du ihm gezeigt, dass du ihn liebst? Ab wann hast du wieder angefangen zu arbeiten??

Ich kann mir schon vorstellen, wenn du viel genervt hast, wenn du viel geheult hast und nur an ihn Forderungen gestellt hast, dass er irgendwann gesagt hat, dann geh halt. Er hatte keine Nerven mehr.

Ein Aufbau einer Firma, die ja mal sein Kind erben soll, erfordert Kraft und eine Frau welche den Rücken frei hält. Aber bei dir habe ich das Gefühl, es ging nur um dich und was du nicht alles kannst und auf was du alles verzichten musstest...du warst mit einem Kind überfordert..

Wenn du selbst arbeiten gehst, bekommst du kein Geld von ihm, sondern nur für das Kind. Wenn du das Gefühl hast, er ist jetzt schon mit seiner Firma in den roten Zahlen so dass er mehr für das Kind zahlen kann, dann verklag ihn und lass die Bücher prüfen. Aber nach so kurzer Zeit, wo die Firma erst läuft, wird nicht viel zu holen sein.

Ja es gibt ein Trennungsjahr, aber wenn du ehrlich bist, hast du dich schon innerlich von ihm verabschiedet. So schnell wie du einen neuen Mann und er eine neue Frau gefunden hat, kannst du der Scheidung und der Verkürzung vom Trennungsjahr zustimmen.


Ich finde es toll, dass er sich so gut jetzt um das Kind kümmert. Freue dich darüber...

So im nachhinein, hättest du ihm den Rücken stärken müssen und er hätte mehr mit dir reden müssen usw...

Bring aber alles nichts, ich denke es ist vorbei...

Schau in die Zukunft, du kannst es eh nicht mehr ändern.

Saraa

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