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Meine beste Freundin macht mich kaputt

29. April 2017 um 14:30

Hallo,
Ich bin mit meiner besten Freundin jetzt schon seit der Grundschule befreundet, und wir waren von da an immer zusammen und haben auch viel unternommen. Allerdings hängt sie, weil wir immer zusammen waren und uns nie wirklich mit anderen Leuten beschäftigt haben, jetzt total an mir. Dann bin ich vor 2 Monaten umgezogen, in die USA. Einige Monate vor dem Umzug wollte ich auch umziehen, da ich dieser Zeit sehr viele Probleme mit ihr hatte, und schon etwas länger mehr Abstand von ihr gebraucht habe, als sie zugelassen hat, denn sie wollte jeden Tag mit mir was unternehmen, und war sofort sauer wenn ich mal Zeit für mich alleine gebraucht habe.
Aber dann, kurz vor dem Umzug, wollte ich nicht mehr und hab auch vor ihr geweint, weil ich nicht wegwollte. Aber ich musste natürlich trotzdem umziehen und jetzt hasst sie meine Eltern total, weil wir eben weggezogen sind.
Außerdem ging es ihr in den Jahren davor auch nicht so gut, sie meinte, ich wäre jahrelang das Einzige gewesen, was sie von Selbstmord abgehalten hätte. Jetzt, wo ich weg bin, hat sie starke Depressionen bekommen, und selbst ein Klinikschulenaufenthalt hat nichts geholfen, da sie wieder zurück in die Schule musste, denn ihre Mitschüler haben ihr die Unterlagen nicht überbracht, sodass sie in der Schule total hinterherhing. In der Klasse sind mehr als die Hälfte der Schüler Mädchen, die schon alle Gruppen haben und da wir im Prinzip unsere eigene Gruppe waren, kommt sie nicht so gut mit den Anderen aus und sie kümmern sich auch nicht um sie.
Vor einigen Tagen sind wir wieder auf das Thema Suizid gekommen und sie meinte, sie denke jeden Tag daran. Daraufhin hab ich versucht, sie aufzumuntern und ihr zu zeigen, dass sie in Zukunft auch andere Menschen, die sie nicht wie Luft behandeln, kennenlernen wird. Darauhin meinte sie zu mir nur: warum versuchst du es überhaupt? Du bist diejenige, die mich umbringt.
Dann habe ich ihr gesagt, dass es mir dort, wo ich wohne auch nicht so gut geht, und es mir jedes Mal, wenn sie fies zu mir ist (kommt häufiger vor) total scheiße geht, weil sie mir doch irgendwo sehr wichtig ist. Und dann sagte sie, dass ich sie nicht für meine Probleme beschuldigten soll, und es ihr egal ist, immerhin wäre ich weggezogen und nicht sie, deswegen wäre es meine Schuld dass es ihr und mir schlecht geht. Aber trotzdem weiß ich, dass sie sich Gedanken um mich macht, weil sie mich auch jeden Tag fragt, ob es mir gut geht, und ich ihr auch sehr wichtig bin.
Allerdings macht sie mich mit ihrem Verhalten kaputt, weil sie zu mir immer sagt, was ihr gerade durch den Kopf geht, ohne darüber nachzudenken, was ich dabei fühlen könnte, und jedes mal wenn ich sag, dass es nicht nett ist, sagt sie dass es auch nicht nett von mir war, wegzuziehen, aber wenn ich dann sag, dass ich ja nicht lachend in den Flieger gehüpft bin oder so, dann sagt sie was total Gemeines gegen meine Eltern. Außerdem ist sie sofort beleidigt, wenn ich mal was Unüberlegtes sag und entschuldigt sich auch nie bei mir.
Ich halte es nicht mehr aus, ständig von ihr fertiggemacht zu werden und als Sündenbock herzuhalten, weil ich jetzt sowieso nichts mehr ändern kann, und ich habe meinstens auch ständig Schuldgefühle und bin am Boden, selbst wenn wir nicht miteinander reden oder schreiben, sondern auch, wenn ich irgendwas anderes mache.
Ich möchte manchmal einfach den Kontakt abbrechen, aber ich hab das Gefühl, dann wird es ihr noch viel schlechter gehen, weil sie auch sagt, dass sie ohne mich nicht leben möchte, und ich hab Angst, dass sie sich dann umbringt. Ich hab vorschlagen, dass sie ja in eine Klinik kann, aber ihr ist inzwischen alles total egal.
Ich weiß nicht, was ich jetzt machen soll, weil ich kann ihr aus der Entfernung nicht helfen, und sie zieht mich total runter, außerdem fühle ich mich von ihr total unter Druck gesetzt und denk ständig ihr schreiben zu müssen, und sie meinte, wenn ich sie dieses Jahr nicht besuchen komm, bringt sie sich um.

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29. April 2017 um 17:40

Sie wissen schon Bescheid, und sie geht auch zum Therapeuten 

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30. April 2017 um 1:48
In Antwort auf alderamin16

Hallo,
Ich bin mit meiner besten Freundin jetzt schon seit der Grundschule befreundet, und wir waren von da an immer zusammen und haben auch viel unternommen. Allerdings hängt sie, weil wir immer zusammen waren und uns nie wirklich mit anderen Leuten beschäftigt haben, jetzt total an mir. Dann bin ich vor 2 Monaten umgezogen, in die USA. Einige Monate vor dem Umzug wollte ich auch umziehen, da ich dieser Zeit sehr viele Probleme mit ihr hatte, und schon etwas länger mehr Abstand von ihr gebraucht habe, als sie zugelassen hat, denn sie wollte jeden Tag mit mir was unternehmen, und war sofort sauer wenn ich mal Zeit für mich alleine gebraucht habe. 
Aber dann, kurz vor dem Umzug, wollte ich nicht mehr und hab auch vor ihr geweint, weil ich nicht wegwollte. Aber ich musste natürlich trotzdem umziehen und jetzt hasst sie meine Eltern total, weil wir eben weggezogen sind.
Außerdem ging es ihr in den Jahren davor auch nicht so gut, sie meinte, ich wäre jahrelang das Einzige gewesen, was sie von Selbstmord abgehalten hätte. Jetzt, wo ich weg bin, hat sie starke Depressionen bekommen, und selbst ein Klinikschulenaufenthalt hat nichts geholfen, da sie wieder zurück in die Schule musste, denn ihre Mitschüler haben ihr die Unterlagen nicht überbracht, sodass sie in der Schule total hinterherhing. In der Klasse sind mehr als die Hälfte der Schüler Mädchen, die schon alle Gruppen haben und da wir im Prinzip unsere eigene Gruppe waren, kommt sie nicht so gut mit den Anderen aus und sie kümmern sich auch nicht um sie. 
Vor einigen Tagen sind wir wieder auf das Thema Suizid gekommen und sie meinte, sie denke jeden Tag daran. Daraufhin hab ich versucht, sie aufzumuntern und ihr zu zeigen, dass sie in Zukunft auch andere Menschen, die sie nicht wie Luft behandeln, kennenlernen wird. Darauhin meinte sie zu mir nur: warum versuchst du es überhaupt? Du bist diejenige, die mich umbringt. 
Dann habe ich ihr gesagt, dass es mir dort, wo ich wohne auch nicht so gut geht, und es mir jedes Mal, wenn sie fies zu mir ist (kommt häufiger vor) total scheiße geht, weil sie mir doch irgendwo sehr wichtig ist. Und dann sagte sie, dass ich sie nicht für meine Probleme beschuldigten soll, und es ihr egal ist, immerhin wäre ich weggezogen und nicht sie, deswegen wäre es meine Schuld dass es ihr und mir schlecht geht. Aber trotzdem weiß ich, dass sie sich Gedanken um mich macht, weil sie mich auch jeden Tag fragt, ob es mir gut geht, und ich ihr auch sehr wichtig bin.
Allerdings macht sie mich mit ihrem Verhalten kaputt, weil sie zu mir immer sagt, was ihr gerade durch den Kopf geht, ohne darüber nachzudenken, was ich dabei fühlen könnte, und jedes mal wenn ich sag, dass es nicht nett ist, sagt sie dass es auch nicht nett von mir war, wegzuziehen, aber wenn ich dann sag, dass ich ja nicht lachend in den Flieger gehüpft bin oder so, dann sagt sie was total Gemeines gegen meine Eltern. Außerdem ist sie sofort beleidigt, wenn ich mal was Unüberlegtes sag und entschuldigt sich auch nie bei mir.
Ich halte es nicht mehr aus, ständig von ihr fertiggemacht zu werden und als Sündenbock herzuhalten, weil ich jetzt sowieso nichts mehr ändern kann, und ich habe meinstens auch ständig Schuldgefühle und bin am Boden, selbst wenn wir nicht miteinander reden oder schreiben, sondern auch, wenn ich irgendwas anderes mache.
Ich möchte manchmal einfach den Kontakt abbrechen, aber ich hab das Gefühl, dann wird es ihr noch viel schlechter gehen, weil sie auch sagt, dass sie ohne mich nicht leben möchte, und ich hab Angst, dass sie sich dann umbringt. Ich hab vorschlagen, dass sie ja in eine Klinik kann, aber ihr ist inzwischen alles total egal.
Ich weiß nicht, was ich jetzt machen soll, weil ich kann ihr aus der Entfernung nicht helfen, und sie zieht mich total runter, außerdem fühle ich mich von ihr total unter Druck gesetzt und denk ständig ihr schreiben zu müssen, und sie meinte, wenn ich sie dieses Jahr nicht besuchen komm, bringt sie sich um.

Hallo,
Wie ich sehe befindest du dich in einer sehr schwierigen Lage, die dich belastet. Es ist ganz wichtig, dass du dir bewusst wirst, dass das alles absolut nicht deine Schuld ist. Ich würde dir dazu raten dringend auf Distanz von diesem Menschen zu gehen, auch wenn es dir schwer fällt und sie sich vielleicht tatsächlich etwas antut.

Deinem Nickname nach zu urteilen gehe ich mal davon aus dass ihr beide ca. 16 seid. In dem Alter ist man durchaus in der Lage selbstständig zu denken und zu handeln. Vielleicht kannst du deine Freundin aufmuntern indem du ihr sagst, dass sie noch ein langes Leben vor sich hat und dass die Dinge besser werden und sie auf diesen Punkt hinleben sollen, weil es das wert sein wird. Mich hat das früher sehr aufgemuntert und mir Kraft gegeben, wenn ich depressiv war.
Deine Freundin sollte auf jedenfall eine Therapie besuchen, sich vielleicht sogar in stationäre Behandlung begeben. Du kannst für deine Freundin nichts tun, dass muss sie schon selber. Genau deswegen gib dir niemals die Schuld für all das.
Ihr seid beide erwachsen genug um eigene Entscheidungen zu treffen. Wenn deine Freundin sich etwas antut, dann ist das ihre Entscheidung und du hast da keinen Einfluss drauf.
Lass dich niemals davon runterziehen. Du kannst nichts dafür.

Ich wünsche dir viel Erfolg.

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30. April 2017 um 4:25

Schreib ihr eine lange Mail, oder gar ganz altmodisch, einen Brief in welchem du schreibst was du denkst, fühlst und welche Schlüsse und letztendlich Konsequenzen du daraus ziehst. Ohne Vorwürfe an sie, sowas ruft gleich Verteidigungsmechanismen hervor.

Keine Instantmesseners verwenden und danach auch den Kontakt temporär unterbrechen damit sie hoffentlich richtig drüber nachdenkt.

Falls das nicht fruchtet, dann kontaktiere vor einem Komplettabbruch die Eltern, damit sie drauf vorbereitet sind. Und dann kompletter Schlussstrich. Alle Kontaktdaten löschen.

Vielleicht hilft ihr ein Schulwechsel zu einer Schule wo sie niemand kennt wieder intern Anschluss zu den Mitschülern zu bekommen (evtl. Eltern vorschlagen).
Ich musste mit 14 umziehen und fand den Verlust meiner Schulfreunde, die  teilweise meine richtigen Freunde waren, schrecklich, zudem kam ich ihn eine furchtbare Klasse in der neuen Schule ohne Zusammenhalt. Durch beides rutschte ich auch in eine Depression. Ein Therapeut veranlasste einen Schulwechsel, da war ich 15 und die Klasse in der neuen Schule nahm mich vom ersten Tag an interessiert und freundlich auf und war auch eine die zusammen hielt und mein graues Leben wurde wieder farbig.

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