Home / Forum / Liebe & Beziehung / Meine beste Freundin ist tot

Meine beste Freundin ist tot

24. September um 17:49

Hallo ihr Lieben da draußen!
Ich weiß so gar nicht, was ich schreiben soll, da es mir schwer fällt irgendwelche Worte zu finden.
Vielleicht wundert ihr euch über meinen Nicknamem.
Ich versuche einfach mal das Chaos in meinem Kopf zu ordnen:
Ich bin 23, weiblich und hatte bis letzte Woche eine beste Freundin. Wieso Präteritum? Weil sie vor zehn Tagen plötzlich verstorben ist. Einfach so. Mit ebenfalls 23 Jahren.
Ihr Nachname war Herbst und genau wie die bunten Blätter im Herbst, war auch ihre Persönlichkeit: Schillernd bunt und leuchtend. Sie hat sich wie ein Blatt im Wind bewegt: Elegant, schwerelos und atemberaubend schön.
Wir beide waren seit fast unserer Geburt befreundet. Wir haben zusammen Krabbeln, Laufen und Sprechen gelernt. Wir waren unser ganzes Leben unzertrennlich. Angefangen von der Krabbelgruppe, über den Kindergarten und die Grundschule bis zum Gymnasium und letztendlich zu unserem Abitur waren wir immer zusammen.
Wir haben jede freie Sekunde miteinander verbracht, waren zu zweit im Ausland und haben bis Januar in einer WG gewohnt, bis ich mit meinem Freund zusammengezogen bin.
Trotzdem haben wir uns fast jeden Tag gesehen, da sie mit dem Bruder meines Freundes dabei war zusammenzukommen und wir oft zu viert rumgehangen haben.
Und jetzt ist sie tot. Und obwohl ich seit fast fünf Jahren bei der Polizei bin und in der Zeit einiges gesehen und erlebt habe, übertrifft das alles an Grausamkeit. Ich kann nicht essen, weinen und fühlen. Ich sitze seit sieben Stunden auf dem Boden unserer alten WG und starre den Parkettboden und dieses lockere Brett an. Ich weiß nicht, wie spät es ist und habe jegliches Gefühl für die Zeit verloren. Donnerstag ist die Beerdigung und ich bin dafür nicht bereit.

Mehr lesen

24. September um 18:48
Beste Antwort
In Antwort auf withoutautumn

Hallo ihr Lieben da draußen!
Ich weiß so gar nicht, was ich schreiben soll, da es mir schwer fällt irgendwelche Worte zu finden.
Vielleicht wundert ihr euch über meinen Nicknamem.
Ich versuche einfach mal das Chaos in meinem Kopf zu ordnen:
Ich bin 23, weiblich und hatte bis letzte Woche eine beste Freundin. Wieso Präteritum? Weil sie vor zehn Tagen plötzlich verstorben ist. Einfach so. Mit ebenfalls 23 Jahren. 
Ihr Nachname war Herbst und genau wie die bunten Blätter im Herbst, war auch ihre Persönlichkeit: Schillernd bunt und leuchtend. Sie hat sich wie ein Blatt im Wind bewegt: Elegant, schwerelos und atemberaubend schön.
Wir beide waren seit fast unserer Geburt befreundet. Wir haben zusammen Krabbeln, Laufen und Sprechen gelernt. Wir waren unser ganzes Leben unzertrennlich. Angefangen von der Krabbelgruppe, über den Kindergarten und die Grundschule bis zum Gymnasium und letztendlich zu unserem Abitur waren wir immer zusammen.
Wir haben jede freie Sekunde miteinander verbracht, waren zu zweit im Ausland und haben bis Januar in einer WG gewohnt, bis ich mit meinem Freund zusammengezogen bin.
Trotzdem haben wir uns fast jeden Tag gesehen, da sie mit dem Bruder meines Freundes dabei war zusammenzukommen und wir oft zu viert rumgehangen haben.
Und jetzt ist sie tot. Und obwohl ich seit fast fünf Jahren bei der Polizei bin und in der Zeit einiges gesehen und erlebt habe, übertrifft das alles an Grausamkeit. Ich kann nicht essen, weinen und fühlen. Ich sitze seit sieben Stunden auf dem Boden unserer alten WG und starre den Parkettboden und dieses lockere Brett an. Ich weiß nicht, wie spät es ist und habe jegliches Gefühl für die Zeit verloren. Donnerstag ist die Beerdigung und ich bin dafür nicht bereit.

Das tut mir sehr leid und ich würde dich gern einfach drücken können oder da sein. Ich hoffe dein Freund ist für dich da. Hattet ihr gemeinsame Freundinnen mit denen du reden kannst oder die sie kannten? Was ist mit deiner Mutter? Kann sie für dich da sein ?

1 LikesGefällt mir 3 - Hiflreiche Antwort !

24. September um 19:49
Beste Antwort

Ohje was für ein Verlust... ich finde es jetzt noch mit Anfang fünfzig furchtbar wenn junge Menschen sterben und wenn Menschen aus meinem Umfeld die halt ewig da waren gehen ist es immer noch furchtbar. Man gewöhnt sich nicht daran. Es ist etwas anderes als wenn man berufliche Distanz hat.
Wenn es zu arg wird nutze die Möglichkeit zu Therapie.

1 LikesGefällt mir 1 - Hiflreiche Antwort !

24. September um 19:54
Beste Antwort
In Antwort auf withoutautumn

Hallo ihr Lieben da draußen!
Ich weiß so gar nicht, was ich schreiben soll, da es mir schwer fällt irgendwelche Worte zu finden.
Vielleicht wundert ihr euch über meinen Nicknamem.
Ich versuche einfach mal das Chaos in meinem Kopf zu ordnen:
Ich bin 23, weiblich und hatte bis letzte Woche eine beste Freundin. Wieso Präteritum? Weil sie vor zehn Tagen plötzlich verstorben ist. Einfach so. Mit ebenfalls 23 Jahren. 
Ihr Nachname war Herbst und genau wie die bunten Blätter im Herbst, war auch ihre Persönlichkeit: Schillernd bunt und leuchtend. Sie hat sich wie ein Blatt im Wind bewegt: Elegant, schwerelos und atemberaubend schön.
Wir beide waren seit fast unserer Geburt befreundet. Wir haben zusammen Krabbeln, Laufen und Sprechen gelernt. Wir waren unser ganzes Leben unzertrennlich. Angefangen von der Krabbelgruppe, über den Kindergarten und die Grundschule bis zum Gymnasium und letztendlich zu unserem Abitur waren wir immer zusammen.
Wir haben jede freie Sekunde miteinander verbracht, waren zu zweit im Ausland und haben bis Januar in einer WG gewohnt, bis ich mit meinem Freund zusammengezogen bin.
Trotzdem haben wir uns fast jeden Tag gesehen, da sie mit dem Bruder meines Freundes dabei war zusammenzukommen und wir oft zu viert rumgehangen haben.
Und jetzt ist sie tot. Und obwohl ich seit fast fünf Jahren bei der Polizei bin und in der Zeit einiges gesehen und erlebt habe, übertrifft das alles an Grausamkeit. Ich kann nicht essen, weinen und fühlen. Ich sitze seit sieben Stunden auf dem Boden unserer alten WG und starre den Parkettboden und dieses lockere Brett an. Ich weiß nicht, wie spät es ist und habe jegliches Gefühl für die Zeit verloren. Donnerstag ist die Beerdigung und ich bin dafür nicht bereit.

Das ist ein Schicksalsschlag.

Auch Dein Beruf macht dich nicht unempfindlich.

SIe war ein Teil von Dir, das ist weg, einfach so.

Ihr habt doch sicherlich einen Ansprechpartner für psychologische Probleme/Fragen.

Die Beerdigung wird nochmal hart, such Dir eine Begleitung für diesen schweren Gang.

Ich wünsche Dir die Kraft das jetzt durchzustehen.

1 LikesGefällt mir 2 - Hiflreiche Antwort !

24. September um 21:11
Beste Antwort
In Antwort auf withoutautumn

Hallo ihr Lieben da draußen!
Ich weiß so gar nicht, was ich schreiben soll, da es mir schwer fällt irgendwelche Worte zu finden.
Vielleicht wundert ihr euch über meinen Nicknamem.
Ich versuche einfach mal das Chaos in meinem Kopf zu ordnen:
Ich bin 23, weiblich und hatte bis letzte Woche eine beste Freundin. Wieso Präteritum? Weil sie vor zehn Tagen plötzlich verstorben ist. Einfach so. Mit ebenfalls 23 Jahren. 
Ihr Nachname war Herbst und genau wie die bunten Blätter im Herbst, war auch ihre Persönlichkeit: Schillernd bunt und leuchtend. Sie hat sich wie ein Blatt im Wind bewegt: Elegant, schwerelos und atemberaubend schön.
Wir beide waren seit fast unserer Geburt befreundet. Wir haben zusammen Krabbeln, Laufen und Sprechen gelernt. Wir waren unser ganzes Leben unzertrennlich. Angefangen von der Krabbelgruppe, über den Kindergarten und die Grundschule bis zum Gymnasium und letztendlich zu unserem Abitur waren wir immer zusammen.
Wir haben jede freie Sekunde miteinander verbracht, waren zu zweit im Ausland und haben bis Januar in einer WG gewohnt, bis ich mit meinem Freund zusammengezogen bin.
Trotzdem haben wir uns fast jeden Tag gesehen, da sie mit dem Bruder meines Freundes dabei war zusammenzukommen und wir oft zu viert rumgehangen haben.
Und jetzt ist sie tot. Und obwohl ich seit fast fünf Jahren bei der Polizei bin und in der Zeit einiges gesehen und erlebt habe, übertrifft das alles an Grausamkeit. Ich kann nicht essen, weinen und fühlen. Ich sitze seit sieben Stunden auf dem Boden unserer alten WG und starre den Parkettboden und dieses lockere Brett an. Ich weiß nicht, wie spät es ist und habe jegliches Gefühl für die Zeit verloren. Donnerstag ist die Beerdigung und ich bin dafür nicht bereit.

Ich habe zwei Tage vor Weihnachten völlig überraschend einen meiner besten Freunde verloren. Menschen, die man geliebt hat, hinterlassen eine Lücke. Ich möchte ihm immer noch so viel erzählen, ihn so viel fragen, muss immer wieder über unsere Witze lachen oder schmunzeln und spreche mit ihm. Ich begreife es immer noch nicht, dass er tot ist. Es kommt mir immer noch so vor, als hätte man ein Stück aus mir herausgerissen. Manchmal weine ich, manchmal bin ich nur traurig, manchmal spreche ich über ihn, jetzt schreibe ich über ihn, immer finde ich es so unfassbar, dass er nicht mehr da ist. Ich suche ihn auch in Dingen, die wir geteilt haben, höre unsere Musik, versuche ihn, in allem, was uns verbunden hat, zu finden. Seine Familie gab mir ein paar Dinge von ihm als Andenken. Wenn ich seinen Bruder sehe, muss ich ihn immer ansehen, weil er ihm so ähnlich sieht, dasselbe mit seinem Vater. Ich vermisse ihn so. Ich suche ihn in allem und begreife immer noch nicht, dass er nicht mehr da ist und dass ich ihn in allem, was ich tue, materiell nicht mehr finden werde. Vielleicht kann ich ein klein wenig nachvollziehen, wie es dir geht. Ich wünsche dir -und mir-, dass die Liebe und die Dankbarkeit bleiben und dass der Schmerz vergeht.

3 LikesGefällt mir 3 - Hiflreiche Antwort !

24. September um 22:26
Beste Antwort

Hallo und Danke für die lieben Antworten.
ich saß den ganzen Tag auf dem kalten Parkettboden und habe das lockere Brett angestarrt, an ihren Parfüm gerochen und ihren Teddy Mr. Smokey im Arm gehalten. Gegen 18:00 Uhr hat es an der Tür geklingelt und mein Freund kam. Er hat zwei Schlafsäcke und Kuscheldecken mitgebracht und hat gesagt, dass wir heute hier übernachten und ich ihm alle Geschichten erzählen soll, die mir zu ihr einfallen. 
Und jetzt haben wir ein Schlaflager auf dem Boden aufgebaut und kuscheln und schauen uns meine Erinnerungskiste unserer Freundschaft an. Und ich muss gerade zum ersten Mal seit ihrem Tod weinen.
Sie war neben mein Freund mein Ein und Alles, meine Schwester und ich vermisse sie jetzt schon. Ich vermisse sie so sehr, dass es wehtut. Ich vermisse sie, weil sie nie wieder mit mit reden wird. Weil sie nie wieder meine Tränen trocknen oder mein Lachen sehen kann. Wobei das Letzte sowieso unvorstellbar ist: Wieder zu lachen.

Hier kam die Frage nach meiner Mama: Die ist gestorben, als ich 13 war. Und Luna war jeden einzelnen Tag für mich da. Sie hat ein halbes Jahr jede einzelne freie Sekunde bei mir verbracht.
Sie hat das mit mir durchgestanden, so wie wir alles durchstanden haben. Weil wir zusammen waren. Zu zweit. Wir waren zusammen, gemeinsam unzertrennlich. Und nun ist sie weg. Für immer. Wie kann das überhaupt sein?

1 LikesGefällt mir 1 - Hiflreiche Antwort !

24. September um 22:41
Beste Antwort

Was ist ihr denn passiert?

1 LikesGefällt mir 1 - Hiflreiche Antwort !

25. September um 11:32

Das tut mir sehr leid für dich

Mir ist dasselbe passiert vor 7 Jahren, als ich 15 war. Wenn du magst, kannst du mir gerne eine PN schreiben...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. September um 16:07
In Antwort auf withoutautumn

Hallo und Danke für die lieben Antworten.
ich saß den ganzen Tag auf dem kalten Parkettboden und habe das lockere Brett angestarrt, an ihren Parfüm gerochen und ihren Teddy Mr. Smokey im Arm gehalten. Gegen 18:00 Uhr hat es an der Tür geklingelt und mein Freund kam. Er hat zwei Schlafsäcke und Kuscheldecken mitgebracht und hat gesagt, dass wir heute hier übernachten und ich ihm alle Geschichten erzählen soll, die mir zu ihr einfallen. 
Und jetzt haben wir ein Schlaflager auf dem Boden aufgebaut und kuscheln und schauen uns meine Erinnerungskiste unserer Freundschaft an. Und ich muss gerade zum ersten Mal seit ihrem Tod weinen.
Sie war neben mein Freund mein Ein und Alles, meine Schwester und ich vermisse sie jetzt schon. Ich vermisse sie so sehr, dass es wehtut. Ich vermisse sie, weil sie nie wieder mit mit reden wird. Weil sie nie wieder meine Tränen trocknen oder mein Lachen sehen kann. Wobei das Letzte sowieso unvorstellbar ist: Wieder zu lachen.

Hier kam die Frage nach meiner Mama: Die ist gestorben, als ich 13 war. Und Luna war jeden einzelnen Tag für mich da. Sie hat ein halbes Jahr jede einzelne freie Sekunde bei mir verbracht.
Sie hat das mit mir durchgestanden, so wie wir alles durchstanden haben. Weil wir zusammen waren. Zu zweit. Wir waren zusammen, gemeinsam unzertrennlich. Und nun ist sie weg. Für immer. Wie kann das überhaupt sein?

Es tut mir unendlich leid! Ich weiß was es bedeutet! 

1 LikesGefällt mir 1 - Hiflreiche Antwort !

25. September um 20:48

Hallo liebe Menschen und vielen Dank für eure Anteilnahme und lieben uns tröstenden Worte, das weiß ich sehr zu schätzen. Es ist angenehm, alles rauslassen zu können, ohne darüber nachzudenken, ob mein Gegenüber mit meinen aufschäumenden Emotionen klarkommt. Mein Freund war heute Nacht mit mir in der Wohnung unserer alten WG und hat mich dann zu uns nach Hause gefahren, mir ein heißes Wannenbad eingelassen, mir Tee gekocht und mich ins Bett gebracht. Ich habe von heute früh um 08:30 bis vor einer halben Stunde durchgeschlafen. Mein Freund hat sich kurzfristig Urlaub genommen, um bei mir zu sein.
Er macht sich Sorgen um mich, sagt er, weil ich so ruhig bin, aber er versteht mich und ist für mich da und zwingt mich nicht zum Reden. Aber er bat mich, das zutun, was ich immer mache, wenn irgendwas passiert, ob positiv oder negativ: Ich soll schreiben. Ich soll mir alles von der Seele schreiben, was mir einfällt. Doch da meine Hände viel zu sehr zittern, um einen Stift zu halten, würde ich gerne hier schreiben.
Wenn es für euch okay ist, würde ich diesen Thread gerne als Art Tagebuch verwenden.
Denn mein Freund hat recht: Schreiben hilft. Es ist so heilsam.
Und ich würde hier gerne einen Namen für meine beste Freundin verwenden, wenn ich über sie schreibe und ich finde, dass mein Spitzname für sie geeignet ist: Murmel, so habe ich sie immer genannt.
Murmel, weil ihre Augen aussahen, wie kleine Murmeln: Tiefblau mit grünen Verschmelzungen.
Also Murmel, wenn du das hier sehen oder lesen solltest. Ich weiß nicht, warum Dir das passieren musste. Wieso mir, wieso uns das passieren musste. Du fehlst denen, die du hinterlassen hast. Du fehlst S., M. und E. Du fehlst J. Und vor allem aber fehlst du mir.
Ich starre ständig auf mein Handy, gehe in unseren Chat. 
Zuletzt online am 14.09.2019, um 12:33 Uhr.
Die letzte Nachricht von dir habe ich um 12:24 Uhr bekommen. Du hast mir viel Spaß im Kino gewünscht. Ich habe die Nachricht erst gelesen, als der Film zu Ende war. Mein “Danke und Dir viel Spaß bei deinem Date heute Abend.❤️😏 Schreib mir und erzähl mir dann alles.” kam an, zwei Häkchen. Das war um 15:06 Uhr.
Die zweite Nachricht, die ich dir danach geschickt habe, kam auch noch durch.
Ich war fröhlich, glücklich und ein bisschen nervös. Ich hoffte, dass du und S. Bruder endlich zusammenkommt. Dann wäre alles perfekt. Doch nichts war perfekt. Nur wüsste ich es nicht, noch nicht.
Erst als gegen 22:25 Uhr mein Handy unaufhörlich vibrierte und deine Mutter mir acht Nachrichten auf der Mailbox hinterlassen hat, kam dieses blöde Gefühl in meinem Bauch hoch. Dass irgendwas nicht stimmte. Als ich langsam und zitternd die Nachrichten abhörte, wo deine Mutter bat zurückzurufen. In dem Moment kam S. mit ganz blassem Gesicht rein. Mit Tränen in den Augen. Da wusste ich, dass nichts mehr so sein würde, wie bisher.
S. kam auf mich zu und ich schaute ihn nur an, zitternd und habe leise deinen Namen geflüstert, es war mehr eine Frage als alles andere. S nickte mechanisch und dann wurde alles schwarz. Das Nächste woran ich mich erinnerte, war, dass ich im Bett aufwachte und S. starr neben mir saß und meinen Kopf streichelte und ich ihn leise fragte: “Ist sie tot?” und S langsam genickt hat.
Seitdem sind 10 Tage vergangen und ich kann es nach wie vor nicht verstehen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. September um 20:56
Beste Antwort
In Antwort auf withoutautumn

Hallo liebe Menschen und vielen Dank für eure Anteilnahme und lieben uns tröstenden Worte, das weiß ich sehr zu schätzen. Es ist angenehm, alles rauslassen zu können, ohne darüber nachzudenken, ob mein Gegenüber mit meinen aufschäumenden Emotionen klarkommt. Mein Freund war heute Nacht mit mir in der Wohnung unserer alten WG und hat mich dann zu uns nach Hause gefahren, mir ein heißes Wannenbad eingelassen, mir Tee gekocht und mich ins Bett gebracht. Ich habe von heute früh um 08:30 bis vor einer halben Stunde durchgeschlafen. Mein Freund hat sich kurzfristig Urlaub genommen, um bei mir zu sein.
Er macht sich Sorgen um mich, sagt er, weil ich so ruhig bin, aber er versteht mich und ist für mich da und zwingt mich nicht zum Reden. Aber er bat mich, das zutun, was ich immer mache, wenn irgendwas passiert, ob positiv oder negativ: Ich soll schreiben. Ich soll mir alles von der Seele schreiben, was mir einfällt. Doch da meine Hände viel zu sehr zittern, um einen Stift zu halten, würde ich gerne hier schreiben.
Wenn es für euch okay ist, würde ich diesen Thread gerne als Art Tagebuch verwenden.
Denn mein Freund hat recht: Schreiben hilft. Es ist so heilsam.
Und ich würde hier gerne einen Namen für meine beste Freundin verwenden, wenn ich über sie schreibe und ich finde, dass mein Spitzname für sie geeignet ist: Murmel, so habe ich sie immer genannt.
Murmel, weil ihre Augen aussahen, wie kleine Murmeln: Tiefblau mit grünen Verschmelzungen.
Also Murmel, wenn du das hier sehen oder lesen solltest. Ich weiß nicht, warum Dir das passieren musste. Wieso mir, wieso uns das passieren musste. Du fehlst denen, die du hinterlassen hast. Du fehlst S., M. und E. Du fehlst J. Und vor allem aber fehlst du mir.
Ich starre ständig auf mein Handy, gehe in unseren Chat. 
Zuletzt online am 14.09.2019, um 12:33 Uhr.
Die letzte Nachricht von dir habe ich um 12:24 Uhr bekommen. Du hast mir viel Spaß im Kino gewünscht. Ich habe die Nachricht erst gelesen, als der Film zu Ende war. Mein “Danke und Dir viel Spaß bei deinem Date heute Abend.❤️😏 Schreib mir und erzähl mir dann alles.” kam an, zwei Häkchen. Das war um 15:06 Uhr.
Die zweite Nachricht, die ich dir danach geschickt habe, kam auch noch durch.
Ich war fröhlich, glücklich und ein bisschen nervös. Ich hoffte, dass du und S. Bruder endlich zusammenkommt. Dann wäre alles perfekt. Doch nichts war perfekt. Nur wüsste ich es nicht, noch nicht.
Erst als gegen 22:25 Uhr mein Handy unaufhörlich vibrierte und deine Mutter mir acht Nachrichten auf der Mailbox hinterlassen hat, kam dieses blöde Gefühl in meinem Bauch hoch. Dass irgendwas nicht stimmte. Als ich langsam und zitternd die Nachrichten abhörte, wo deine Mutter bat zurückzurufen. In dem Moment kam S. mit ganz blassem Gesicht rein. Mit Tränen in den Augen. Da wusste ich, dass nichts mehr so sein würde, wie bisher.
S. kam auf mich zu und ich schaute ihn nur an, zitternd und habe leise deinen Namen geflüstert, es war mehr eine Frage als alles andere. S nickte mechanisch und dann wurde alles schwarz. Das Nächste woran ich mich erinnerte, war, dass ich im Bett aufwachte und S. starr neben mir saß und meinen Kopf streichelte und ich ihn leise fragte: “Ist sie tot?” und S langsam genickt hat.
Seitdem sind 10 Tage vergangen und ich kann es nach wie vor nicht verstehen.

Es tut mir unendlich leid! Lass dich Mal ganz dolle drücken!!!! Es fehlen die Worte! 

1 LikesGefällt mir 2 - Hiflreiche Antwort !

25. September um 20:58
Beste Antwort
In Antwort auf withoutautumn

Hallo liebe Menschen und vielen Dank für eure Anteilnahme und lieben uns tröstenden Worte, das weiß ich sehr zu schätzen. Es ist angenehm, alles rauslassen zu können, ohne darüber nachzudenken, ob mein Gegenüber mit meinen aufschäumenden Emotionen klarkommt. Mein Freund war heute Nacht mit mir in der Wohnung unserer alten WG und hat mich dann zu uns nach Hause gefahren, mir ein heißes Wannenbad eingelassen, mir Tee gekocht und mich ins Bett gebracht. Ich habe von heute früh um 08:30 bis vor einer halben Stunde durchgeschlafen. Mein Freund hat sich kurzfristig Urlaub genommen, um bei mir zu sein.
Er macht sich Sorgen um mich, sagt er, weil ich so ruhig bin, aber er versteht mich und ist für mich da und zwingt mich nicht zum Reden. Aber er bat mich, das zutun, was ich immer mache, wenn irgendwas passiert, ob positiv oder negativ: Ich soll schreiben. Ich soll mir alles von der Seele schreiben, was mir einfällt. Doch da meine Hände viel zu sehr zittern, um einen Stift zu halten, würde ich gerne hier schreiben.
Wenn es für euch okay ist, würde ich diesen Thread gerne als Art Tagebuch verwenden.
Denn mein Freund hat recht: Schreiben hilft. Es ist so heilsam.
Und ich würde hier gerne einen Namen für meine beste Freundin verwenden, wenn ich über sie schreibe und ich finde, dass mein Spitzname für sie geeignet ist: Murmel, so habe ich sie immer genannt.
Murmel, weil ihre Augen aussahen, wie kleine Murmeln: Tiefblau mit grünen Verschmelzungen.
Also Murmel, wenn du das hier sehen oder lesen solltest. Ich weiß nicht, warum Dir das passieren musste. Wieso mir, wieso uns das passieren musste. Du fehlst denen, die du hinterlassen hast. Du fehlst S., M. und E. Du fehlst J. Und vor allem aber fehlst du mir.
Ich starre ständig auf mein Handy, gehe in unseren Chat. 
Zuletzt online am 14.09.2019, um 12:33 Uhr.
Die letzte Nachricht von dir habe ich um 12:24 Uhr bekommen. Du hast mir viel Spaß im Kino gewünscht. Ich habe die Nachricht erst gelesen, als der Film zu Ende war. Mein “Danke und Dir viel Spaß bei deinem Date heute Abend.❤️😏 Schreib mir und erzähl mir dann alles.” kam an, zwei Häkchen. Das war um 15:06 Uhr.
Die zweite Nachricht, die ich dir danach geschickt habe, kam auch noch durch.
Ich war fröhlich, glücklich und ein bisschen nervös. Ich hoffte, dass du und S. Bruder endlich zusammenkommt. Dann wäre alles perfekt. Doch nichts war perfekt. Nur wüsste ich es nicht, noch nicht.
Erst als gegen 22:25 Uhr mein Handy unaufhörlich vibrierte und deine Mutter mir acht Nachrichten auf der Mailbox hinterlassen hat, kam dieses blöde Gefühl in meinem Bauch hoch. Dass irgendwas nicht stimmte. Als ich langsam und zitternd die Nachrichten abhörte, wo deine Mutter bat zurückzurufen. In dem Moment kam S. mit ganz blassem Gesicht rein. Mit Tränen in den Augen. Da wusste ich, dass nichts mehr so sein würde, wie bisher.
S. kam auf mich zu und ich schaute ihn nur an, zitternd und habe leise deinen Namen geflüstert, es war mehr eine Frage als alles andere. S nickte mechanisch und dann wurde alles schwarz. Das Nächste woran ich mich erinnerte, war, dass ich im Bett aufwachte und S. starr neben mir saß und meinen Kopf streichelte und ich ihn leise fragte: “Ist sie tot?” und S langsam genickt hat.
Seitdem sind 10 Tage vergangen und ich kann es nach wie vor nicht verstehen.

Ja, schreib, wenn es dir hilft, das alles zu verarbeiten. Ganz traurig, mir fallen da leider nicht die passenden Worte ein. Dein Freund scheint sehr mitfühlend zu sein, dich sehr gut zu verstehen.

Wichtig ist, dass du nun damit klar kommst. Und sag dir:
das hätte deine Freundin sich sicher gewünscht.

 

1 LikesGefällt mir 1 - Hiflreiche Antwort !

25. September um 20:58
In Antwort auf herbstblume6

Was ist ihr denn passiert?

Sie ist bei dem Date mit dem Bruder meines Freundes zusammengebrochen. Sie hatte einen unentdeckten angeborenen Herzfehler.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. September um 20:59
In Antwort auf annapopanna2

Es tut mir unendlich leid! Lass dich Mal ganz dolle drücken!!!! Es fehlen die Worte! 

Danke...! Umarmung zurück!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. September um 21:04
Beste Antwort
In Antwort auf irmaladouche5

Ja, schreib, wenn es dir hilft, das alles zu verarbeiten. Ganz traurig, mir fallen da leider nicht die passenden Worte ein. Dein Freund scheint sehr mitfühlend zu sein, dich sehr gut zu verstehen.

Wichtig ist, dass du nun damit klar kommst. Und sag dir:
das hätte deine Freundin sich sicher gewünscht.

 

Ehrlich gesagt weiß ich momentan nicht, wie ich jemals damit klarkommen soll.
Zwar dachte ich das auch bei dem Tod meiner Mama vor zehn Jahren, aber der Unterschied ist, dass damals Murmel für mich da war. Ein halbes Jahr, jeden Tag. Und nun habe ich keine Murmel, die bei mir ist. Dabei ist sie gerade diejenige, von der ich mir mehr eine Umarmung wünsche als alles andere.

Ich hatte immer am meisten Angst davor, dass mein Freund irgendwann sterben und aus meinem Leben gerissen werden könnte, wo ich mit ihm eine Familie gründen und heiraten möchte, irgendwann.
Dass Murmel aber mir weggerissen werden könnte, daran habe ich nie, nicht mal eine Sekunde gedacht. Es war einfach zu abwegig.
Ich meine ich habe mit ihr mehr Zeit verbracht als mit jedem anderen Menschen.
Bis ich meinem Freund zusammengezogen bin, gab es in den ganzen 23 Jahren vielleicht 100 Tage an denen wir uns nicht gesehen haben. Ich kann mich kaum an etwas Bedeutendes erinnern, was ich nicht mit ihr erlebt habe.

Gefällt mir 1 - Hiflreiche Antwort !

25. September um 21:21

Danke ❤️

Gefällt mir 1 - Hiflreiche Antwort !

26. September um 9:21
In Antwort auf withoutautumn

Hallo ihr Lieben da draußen!
Ich weiß so gar nicht, was ich schreiben soll, da es mir schwer fällt irgendwelche Worte zu finden.
Vielleicht wundert ihr euch über meinen Nicknamem.
Ich versuche einfach mal das Chaos in meinem Kopf zu ordnen:
Ich bin 23, weiblich und hatte bis letzte Woche eine beste Freundin. Wieso Präteritum? Weil sie vor zehn Tagen plötzlich verstorben ist. Einfach so. Mit ebenfalls 23 Jahren. 
Ihr Nachname war Herbst und genau wie die bunten Blätter im Herbst, war auch ihre Persönlichkeit: Schillernd bunt und leuchtend. Sie hat sich wie ein Blatt im Wind bewegt: Elegant, schwerelos und atemberaubend schön.
Wir beide waren seit fast unserer Geburt befreundet. Wir haben zusammen Krabbeln, Laufen und Sprechen gelernt. Wir waren unser ganzes Leben unzertrennlich. Angefangen von der Krabbelgruppe, über den Kindergarten und die Grundschule bis zum Gymnasium und letztendlich zu unserem Abitur waren wir immer zusammen.
Wir haben jede freie Sekunde miteinander verbracht, waren zu zweit im Ausland und haben bis Januar in einer WG gewohnt, bis ich mit meinem Freund zusammengezogen bin.
Trotzdem haben wir uns fast jeden Tag gesehen, da sie mit dem Bruder meines Freundes dabei war zusammenzukommen und wir oft zu viert rumgehangen haben.
Und jetzt ist sie tot. Und obwohl ich seit fast fünf Jahren bei der Polizei bin und in der Zeit einiges gesehen und erlebt habe, übertrifft das alles an Grausamkeit. Ich kann nicht essen, weinen und fühlen. Ich sitze seit sieben Stunden auf dem Boden unserer alten WG und starre den Parkettboden und dieses lockere Brett an. Ich weiß nicht, wie spät es ist und habe jegliches Gefühl für die Zeit verloren. Donnerstag ist die Beerdigung und ich bin dafür nicht bereit.

Mein herzliches Beileid! Fühl dich virtuell gedrückt. Ich wünsche dir viel Kraft für die Zukunft, es wird noch sehr lange sehr schwer für dich sein, vielleicht für immer... jetzt bist du geschockt, fassungslos und dann erst wirst du nach und nach merken, wie sehr dir dieser Mensch fehlt.
Man kann lange nicht begreifen, dass sie für immer fort ist, vielleicht nie, das dauert! Dann das ewige Warum. Der Tod kann so ein @rschloch sein! Es tut mir unsagbar leid...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Liebe ist sie wirklich noch da
Von: yered_18638652
neu
25. September um 23:59
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper

Das könnte dir auch gefallen