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Meine Ambivalenz macht mich fertig

1. September um 2:47

Hallo liebe Forumsgemeinde,

ich versuche, es trotz oder wegen der komplizierten und verfahrenen Situation kurz zu halten und hoffe auf einen Rat:

Ich bin seit 11 Jahren mit meinem Mann verheiratet. Seit fast 19 Jahren sind wir zusammen. Wir haben zwei Töchter, 9 und fast sechs.

Om Laufe der Jahre haben wir uns verloren und nichts dagegen unternommen.
Mein Mann ist sehr sensibel, vielleicht sogar unmännlich, aber deswegen hatte ich mich damals in ihn verliebt. Er ist so gar kein Macho.
Vielleicht ist DAS aber auch ein Grund, weshalb bei mir die Lust auf Sex komplett erloschen ist. Die Lust auf IHN.

Vor 7 Jahren hatte ich schonmal eine Affäre, damals mit einer Frau, die in einer lesbischen Beziehung lebte. Es war intensiv, aber meine Ehe habe ich dafurch nicht in Frage gestellt.
Meimem Mann habe ich das anschließend gebeichtet. Zu meiner Überraschung war er zwar sauer und traurig, hat aber nie das Thema mal aufarbeiten wollen. Es war Tabu, abgesehen von Streits, wo er mir das um die Ohren haute.

Nun, habe ich mich vor etwas mehr als einem Jahr von ihm getrennt. Ich habe mich sehr in einen Mann verliebt, der auch sehr sensibel ist, aber dabei in seinem Tatendrang sehr viel männlicher als mein Mann (ganz unabhängig von Optik, darum geht es bei mir nie, Brad Pitt kann man nackt auf den Bauch binden, da passiert nichts 😆). Er legt mir die Welt zu Füßen, ist abenteuerlustig, plant sein Leben mit mir.

Problem:
Er ist auch noch verheiratet und hat sich mit seiner Frau immerhin räumlich getrennt, während ich mit meinem Mann noch unter einem Dach lebe (getrennte Schlafzimmer natürlich).

Ich liebe diesen Mann sehr! Ich habe viele Zukunftspläne, wenn ich ausschließlich an ihn denke.
WENN...
Denn - und das ist das wirklich sehr große Problem für mich - ich kann meinen Mann nicht loslassen.
Es sind so viele unterschiedliche Gefühle, zum Teil auch ganz pragmatische Dinge, aber eben auch 19 Jahre, zwei Kinder und unzählige Erinnerungen!
Aber eben leider Erinnerungen...

Er ist den Kindern ein liebevoller Vater , aber ich fühle mich von ihm vernachlässigt. Und auch wenn ich die Betrügerin bin , wie es ja so schnell kategorisiert wird, so habe ich inzwischen kein Vertrauen mehr zu meinem Mann.
Er hat in dieser Trennungszeit so viele schlimme Dinge gemacht, die jeden Respekt vor mir verleugnen. Er belügt mich immer wieder, hintergeht mich (sendet Mails zwischen uns an meine Mutter, sucht juristischen Rat bei meiner Schwester, um zu schauen, ob man mir das Sorgerecht entziehen kann etc....). Ich weiß, er ist bis ins Mark getroffen und verletzt. Aber so geht man nicht mit dem Menschen um, den man kurz zuvor noch weinend gesagt hat, man wäre die Traumfrau etc. (das wäre ihm auch besser eher aufgefallen).
DAS war MEIN bisher größter Verlust. Nicht, ihn als Ehemann verloren zu haben sondern den Gefährten und Vertrauten, der er bis zuletzt war. Nur noch war - denn aufgrund der Verletzungen, die ich während unserer Ehe immer wieder aufgrund seiner Kälte und Gleichgültig, teils auch von mir so empfundenen depressiven Phasen, die mich runtergezogen haben, empfunden habe, kann ich mich körperlich nicht mehr fallen lassen bei ihm.

Dies hingegen ist mit dem anderen Mann wundervoll. Aber so viel mehr. Es ist das, was ich mir unter Liebe vorstelle. Auch im Komflikt schaffen wir es, achtsam und respektvoll miteinander umzugehen. Mit ihm LEBE ich !!!

So oft habe ich meinem Mann gesagt "so (trist/depri/respektlos) wollte ich mein Leben und unsere Ehe nie. Und so halte ich das nicht mehr aus. Aber mein Mann hat nur den Vorwurf darin gesehen, nicht meine Verzweiflung.

Wie gesagt, trotzdem kann ich einfach nicht richtig raus aus der Ehe. Aus dem Haus, aus dieser Mama, Papa, Kinder - Wumschkonstellation!
Ich habe gerade meinen ersten Urlaub als alleinerziehende mit beiden Kindern hinter mir und obwohl ich unsere Familienurlaube immer anstrengend und konfliktreich fand, war ich unglaublich traurig, wenn ich diese "glücklichen" (?) Einheiten sah... Da habe ich ihn vermisst.

Ich schreibe all das bewusst ganz unabhängig von der Frage, ob er mich überhaupt wieder haben wollte! Denn es geht mir um MEINE (nicht vorhandene) Klarheit, die ich spüren muss, um weiter zu gehen.
Ich drehe mich seit einem Jahr im Kreis und verletze beide Männer . Und auch die Kinder, indem ich keine Klarheit lebe. (Denn auch für sie könnte es ja befreiend sein, nicht mehr diese ständigen unterschwelligen Spannungen zwischen meinem Mann und mir zu spüren, bzw inzwischen heftige Streits!).

Da ich es nicht mehr ausgehalten habe, auch meinem neuen Partner gegenüber nicht diese so wunderbare Klarheit, kein eindeutiges JA zu ihm, entgegenbringen zu können, wie er das tut (wie gerne würde ich das und es gibt Phasen, da denke ich ganz eindeutig, jetzt will ich NUR noch ihn und diese Liebe, Wärme, Leidenschaft, Geborgenheit...), habe ich ihm gegenüber nun eine Pause gewünscht.
Auf der einen Seite fehlt uns natürlich total der Alltag als Patchwork Familie, um es wirklich beurteilen zu können , ob es passt. Und ich spüre auch die Angst davor, dass all daswunderbare, was wir glauben, besser zu machen als in unseren Ehen, mit der Zeit und dem Alltag verloren geht!
Aber ich wollte und konnte diesen Schritt nicht halbherzig gehen, um dann meinen Kindern in ein paar Jahren klar machen zu müssen, dass es das auch nicht war...
Und: ich möchte diesem wertvollen Menschen nicht mehr zumuten, kein eindeutiges und befreites JA von mir an uns zu bekommen!
Er hat gesehen, gefühlt, gehört, wie groß und tief meine Liebe ist.
Aber sie ist neu und unverbraucht.
Wobei ich allerdings auch anmerken muss, dass sie aufgrund der besonderen Konstellation nicht unbelastet ist/war. Wir haben schon viele Steine aus dem Weg geräumt und große Hindernisse überwunden.

Nur: bei allem Fühlen, Abwägen, bei allem Schmerz, Liebesgefühl.....ich bleibe zerrissen.
Und das wird nicht besser! Denn sobald ich der festen Ansicht bin, dass es zB mit meinem Mann aufgrund des beidseitigem Vertrauensverlustes gar nichts mehr werden KÖNNTE (vorausgesetzt, wir würden es mit Paartherapie und viiieel Arbeit versuchen), kommt im nächsten Moment der große Schmerz.
Und umgekehrt.
Meine Gefühle und mein "Erkennen" schlagen mir ständig nur Schnippchen.

Selbst Psychotherapie (dort war ich unterstützend zu einer Erziehungsberatung bzgl der Großen, die uns vom ersten Tag an sehr herausgefordert hat) hat mir nicht geholfen.

Es kostet wahnsinnig viel Kraft (neben allem anderen) und ich leide inzwischen auch körperlich (Schlafstörung, Engegefühl im Herzen, Herzrasen).

Danke fürs nun doch lange lesen mit vermutlich vielen Tippfehlern (schreibe am Handy).

Mehr lesen

Beste hilfreiche Antwort

1. September um 15:25
Beste Antwort

Boar, das Gebashe hier ist ja ziemlich krass. Da hatte die TE eine Affäre, die sie beichtete, und hat sich dann neu verliebt und getrennt. Sicher alles nicht schön, aber ist nun auch in 19 Jahren größtenteils nicht-glücklicher Beziehung auch nicht das Schlimmste, was wir hier so lesen, nicht wahr?

Ich kenne diese Zerrissenheit zwar nicht, aber mir ging die Muffe, als ich las, was Dein Ex hinter Deinem Rücken juristisch in Bezug auf die Kinder versucht zu klären, denn in einer ähnlichen Situation war ich auch. Du hörst Dich nach einer kompetenten Mutter an und da darüber nachzudenken, das Sorgerecht (was so gut wie immer unangetastet bleibt!!) für sich alleine haben zu wollen, das ist unter aller Sau. Das ist FÜR DIE KINDER unter aller Sau und liest sich für mich nach Rache an Dir, denn es gibt keinen Grund richtigen Grund dafür. Dass er auscheckt, ob er das alleinige ABR bekommen könnte, weil er möchte, dass die Kinder bei ihm leben - mh, das wäre eine andere Sache, finde ich aber auch mies, wenn man da nicht erstmal mit dem Partner drüber redet, gerade wenn man anscheinend noch ein ziemlich gutes Verhältnis hat.

Ich habe das Gefühl, dass Du vor allen Dingen aus Gewohnheit bei Deinem Mann bleibst, und die Gewohnheit aufgeben zu müssen, das verpackt sich in Schmerz, in Melancholie, in nicht aufgeben wollen. Ich denke aber nicht, dass Ihr das noch kitten könnt, und ich denke, Du solltest Euch und Euren Kindern zu Liebe einen Schlussstrich ziehen. Trefft eine gute Reglung, wie das mit den Kindern laufen soll, vielleicht mit einem Mediator, und dann zieht auseinander. Vielleicht bleibt Ihr in der Nähe, da Ihr vielleicht ein Wechselmodell anstrebt?

Was mit dem anderen dann wird, das ist doch erstmal hinfällig. Dir geht es in der Situation nicht gut und daraus musst Du die Konsequenzen ziehen. Du bist es Deinen Kindern auch nicht schuldig, ihnen eine neue Vaterfigur vorzusetzen oder nur Beziehungen einzugehen, die bis an Euer Lebensende halten. Was Du Deinen Kindern jedoch schuldig bist, ist, ihnen vorzuleben, wie man Entscheidungen trifft und Probleme löst und wie man sich um sich selbst kümmert um so die beste Version von einem selbst zu sein. 

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1. September um 7:43

Wieso zeugst du denn Kinder mit einem Mann, auf den du so gut wie keine Lust mehr hattest? Das muss doch schon vor eurem ersten Kind so gewesen sein. Spätestens aber zwischen dem ersten und dem zweiten, weil du da ja die Affäre hattest.

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1. September um 8:10

Ja, es gibt genug Schlagwörter sich fertig zu machen

Wenn man genug Zeit/Geld hat klappt es auch.

Ambi ist jeder, in jeder Situation, wenn man Herz u Kopf nicht trennen kann/will. Deine eigenen Schuldzuweisungen jetzt u in der Zukunft, bringen dich zu uns.

Sich aber noch bedanken  fürs lange lesen u Tippfehlern im Vorfeld, ist ja genau was du lange rockst. (obwohl du keinen kennst ).
Du vergleichst hier deinen Lover mit deinem Mann. Schreibst aber direkt....kann man nicht vergleichen.  Dann ziehst du noch dei ne Kinder mit rein, warum du ambi bist.

Du musst dich vor deinen Kindern weder erklären noch rechtfertigen, warum du Fehlerhaft bist, auch nicht das du " angeblich" verletzt.

" Und: ich möchte diesem wertvollen Menschen nicht mehr zumuten, kein eindeutiges und befreites JA von mir an uns zu bekommen! "

Warum fragst du dann hier?

Doch nicht so wertvoll


 

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1. September um 13:04
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Wieso zeugst du denn Kinder mit einem Mann, auf den du so gut wie keine Lust mehr hattest? Das muss doch schon vor eurem ersten Kind so gewesen sein. Spätestens aber zwischen dem ersten und dem zweiten, weil du da ja die Affäre hattest.

Das ist natürlich eine der Fragen, die ich mir auch stelle. Ich liebte ihn, ich wollte mit ihm zusammen bleiben und wir beide wollten Kinder. Dass die anfängliche Lust relativ schnell dahin war, habe ich als normal empfunden. Dass wir seit der Zeugung des zweiten Kindes NULL miteinander Sex hatten und auch nicht darüber gesprochen haben, ist natürlich alles andere als gesund.
So richtig deutlich wird mir das aber erst jetzt.
Bis dahin lief es ja irgendwie. Ich hätte mich in Rücksicht auf die Kinder, das soziale Gefüge etc nicht getrennt bzw hätte die Kraft nicht gehabt, ohne diese neue Liebe.

Aber darum geht's hier eigentlich nicht.
Oder doch...? 

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1. September um 13:08
In Antwort auf mollie_18522617

Ja, es gibt genug Schlagwörter sich fertig zu machen

Wenn man genug Zeit/Geld hat klappt es auch.

Ambi ist jeder, in jeder Situation, wenn man Herz u Kopf nicht trennen kann/will. Deine eigenen Schuldzuweisungen jetzt u in der Zukunft, bringen dich zu uns.

Sich aber noch bedanken  fürs lange lesen u Tippfehlern im Vorfeld, ist ja genau was du lange rockst. (obwohl du keinen kennst ).
Du vergleichst hier deinen Lover mit deinem Mann. Schreibst aber direkt....kann man nicht vergleichen.  Dann ziehst du noch dei ne Kinder mit rein, warum du ambi bist.

Du musst dich vor deinen Kindern weder erklären noch rechtfertigen, warum du Fehlerhaft bist, auch nicht das du " angeblich" verletzt.

" Und: ich möchte diesem wertvollen Menschen nicht mehr zumuten, kein eindeutiges und befreites JA von mir an uns zu bekommen! "

Warum fragst du dann hier?

Doch nicht so wertvoll


 

Kannst Du mir Deine Antwort etwas erläutern? Was möchtest Du mir zwischen all den Andeutungen
sagen?

Sich im Voraus zu bedanken finde ich nicht verkehrt, macht man sogar auch in Geschäftsbriefen.
Und die Tippfehler erschweren das Lesen dazu häufig noch.

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1. September um 13:15
In Antwort auf olyvia_18574773

Kannst Du mir Deine Antwort etwas erläutern? Was möchtest Du mir zwischen all den Andeutungen
sagen?

Sich im Voraus zu bedanken finde ich nicht verkehrt, macht man sogar auch in Geschäftsbriefen.
Und die Tippfehler erschweren das Lesen dazu häufig noch.

Ja, geschäftlich ist Bedanken usus. Da hat jemand etwas zu verlieren.
Hier nicht.

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1. September um 13:36
In Antwort auf mollie_18522617

Ja, geschäftlich ist Bedanken usus. Da hat jemand etwas zu verlieren.
Hier nicht.

Okay, da bin ich raus. 
🤦🏼‍♀️

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1. September um 13:51
In Antwort auf olyvia_18574773

Okay, da bin ich raus. 
🤦🏼‍♀️

Oke, na klar.

 

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1. September um 14:14
In Antwort auf olyvia_18574773

Hallo liebe Forumsgemeinde,

ich versuche, es trotz oder wegen der komplizierten und verfahrenen Situation kurz zu halten und hoffe auf einen Rat:

Ich bin seit 11 Jahren mit meinem Mann verheiratet. Seit fast 19 Jahren sind wir zusammen. Wir haben zwei Töchter, 9 und fast sechs.

Om Laufe der Jahre haben wir uns verloren und nichts dagegen unternommen.
Mein Mann ist sehr sensibel, vielleicht sogar unmännlich, aber deswegen hatte ich mich damals in ihn verliebt. Er ist so gar kein Macho.
Vielleicht ist DAS aber auch ein Grund, weshalb bei mir die Lust auf Sex komplett erloschen ist. Die Lust auf IHN.

Vor 7 Jahren hatte ich schonmal eine Affäre, damals mit einer Frau, die in einer lesbischen Beziehung lebte. Es war intensiv, aber meine Ehe habe ich dafurch nicht in Frage gestellt. 
Meimem Mann habe ich das anschließend gebeichtet. Zu meiner Überraschung war er zwar sauer und traurig, hat aber nie das Thema mal aufarbeiten wollen. Es war Tabu, abgesehen von Streits, wo er mir das um die Ohren haute.

Nun, habe ich mich vor etwas mehr als einem Jahr von ihm getrennt. Ich habe mich sehr in einen Mann verliebt, der auch sehr sensibel ist, aber dabei in seinem Tatendrang sehr viel männlicher als mein Mann (ganz unabhängig von Optik, darum geht es bei mir nie, Brad Pitt kann man nackt auf den Bauch binden, da passiert nichts 😆). Er legt mir die Welt zu Füßen, ist abenteuerlustig, plant sein Leben mit mir.

Problem:
Er ist auch noch verheiratet und hat sich mit seiner Frau immerhin räumlich getrennt, während ich mit meinem Mann noch unter einem Dach lebe (getrennte Schlafzimmer natürlich).

Ich liebe diesen Mann sehr! Ich habe viele Zukunftspläne, wenn ich ausschließlich an ihn denke. 
WENN...
Denn - und das ist das wirklich sehr große Problem für mich - ich kann meinen Mann nicht loslassen. 
Es sind so viele unterschiedliche Gefühle, zum Teil auch ganz pragmatische Dinge, aber eben auch 19 Jahre, zwei Kinder und unzählige Erinnerungen! 
Aber eben leider Erinnerungen...

Er ist den Kindern ein liebevoller Vater , aber ich fühle mich von ihm vernachlässigt. Und auch wenn ich die Betrügerin bin , wie es ja so schnell kategorisiert wird, so habe ich inzwischen kein Vertrauen mehr zu meinem Mann.
Er hat in dieser Trennungszeit so viele schlimme Dinge gemacht, die jeden Respekt vor mir verleugnen. Er belügt mich immer wieder, hintergeht mich (sendet Mails zwischen uns an meine Mutter, sucht juristischen Rat bei meiner Schwester, um zu schauen, ob man mir das Sorgerecht entziehen kann etc....). Ich weiß, er ist bis ins Mark getroffen und verletzt. Aber so geht man nicht mit dem Menschen um, den man kurz zuvor noch weinend gesagt hat, man wäre die Traumfrau etc. (das wäre ihm auch besser eher aufgefallen).
DAS war MEIN bisher größter Verlust. Nicht, ihn als Ehemann verloren zu haben sondern den Gefährten und Vertrauten, der er bis zuletzt war. Nur noch war - denn aufgrund der Verletzungen, die ich während unserer Ehe immer wieder aufgrund seiner Kälte und Gleichgültig, teils auch von mir so empfundenen depressiven Phasen, die mich runtergezogen haben, empfunden habe, kann ich mich körperlich nicht mehr fallen lassen bei ihm.

Dies hingegen ist mit dem anderen Mann wundervoll. Aber so viel mehr. Es ist das, was ich mir unter Liebe vorstelle. Auch im Komflikt schaffen wir es, achtsam und respektvoll miteinander umzugehen. Mit ihm LEBE ich !!! 

So oft habe ich meinem Mann gesagt "so (trist/depri/respektlos) wollte ich mein Leben und unsere Ehe nie. Und so halte ich das nicht mehr aus. Aber mein Mann hat nur den Vorwurf darin gesehen, nicht meine Verzweiflung. 

Wie gesagt, trotzdem kann ich einfach nicht richtig raus aus der Ehe. Aus dem Haus, aus dieser Mama, Papa, Kinder - Wumschkonstellation!
Ich habe gerade meinen ersten Urlaub als alleinerziehende mit beiden Kindern hinter mir und obwohl ich unsere Familienurlaube immer anstrengend und konfliktreich fand, war ich unglaublich traurig, wenn ich diese "glücklichen" (?) Einheiten sah... Da habe ich ihn vermisst.

Ich schreibe all das bewusst ganz unabhängig von der Frage, ob er mich überhaupt wieder haben wollte! Denn es geht mir um MEINE (nicht vorhandene) Klarheit, die ich spüren muss, um weiter zu gehen.
Ich drehe mich seit einem Jahr im Kreis und verletze beide Männer . Und auch die Kinder, indem ich keine Klarheit lebe. (Denn auch für sie könnte es ja befreiend sein, nicht mehr diese ständigen unterschwelligen Spannungen zwischen meinem Mann und mir zu spüren, bzw inzwischen heftige Streits!).

Da ich es nicht mehr ausgehalten habe, auch meinem neuen Partner gegenüber nicht diese so wunderbare Klarheit, kein eindeutiges JA zu ihm, entgegenbringen zu können, wie er das tut (wie gerne würde ich das und es gibt Phasen, da denke ich ganz eindeutig, jetzt will ich NUR noch ihn und diese Liebe, Wärme, Leidenschaft, Geborgenheit...), habe ich ihm gegenüber nun eine Pause gewünscht. 
Auf der einen Seite fehlt uns natürlich total der Alltag als Patchwork Familie, um es wirklich beurteilen zu können , ob es passt. Und ich spüre auch die Angst davor, dass all daswunderbare, was wir glauben, besser zu machen als in unseren Ehen, mit der Zeit und dem Alltag verloren geht!
Aber ich wollte und konnte diesen Schritt nicht halbherzig gehen, um dann meinen Kindern in ein paar Jahren klar machen zu müssen, dass es das auch nicht war...
Und: ich möchte diesem wertvollen Menschen nicht mehr zumuten, kein eindeutiges und befreites JA von mir an uns zu bekommen! 
Er hat gesehen, gefühlt, gehört, wie groß und tief meine Liebe ist. 
Aber sie ist neu und unverbraucht.
Wobei ich allerdings auch anmerken muss, dass sie aufgrund der besonderen Konstellation nicht unbelastet ist/war. Wir haben schon viele Steine aus dem Weg geräumt und große Hindernisse überwunden.

Nur: bei allem Fühlen, Abwägen, bei allem Schmerz, Liebesgefühl.....ich bleibe zerrissen.
Und das wird nicht besser! Denn sobald ich der festen Ansicht bin, dass es zB mit meinem Mann aufgrund des beidseitigem Vertrauensverlustes gar nichts mehr werden KÖNNTE (vorausgesetzt, wir würden es mit Paartherapie und viiieel Arbeit versuchen), kommt im nächsten Moment der große Schmerz. 
Und umgekehrt. 
Meine Gefühle und mein "Erkennen" schlagen mir ständig nur Schnippchen. 

Selbst Psychotherapie (dort war ich unterstützend zu einer Erziehungsberatung bzgl der Großen, die uns vom ersten Tag an sehr herausgefordert hat) hat mir nicht geholfen.

Es kostet wahnsinnig viel Kraft (neben allem anderen) und ich leide inzwischen auch körperlich (Schlafstörung, Engegefühl im Herzen, Herzrasen).

Danke fürs nun doch lange lesen mit vermutlich vielen Tippfehlern (schreibe am Handy).

Mir wird schlecht 

....aufgrund des beidseitigen Vertrauensverlustes.......

ER ist der (mehrfach) von DIR Betrogene, jetzt steht ER in den Trümmern die DU hinterlassen hast und muss sich diversen juristischen Problemen und Fragen stellen.
Das geht ja mal gar nicht, das zerstört Dein Vertrauen ihn.

Ich hoffe wirklich das diese Geschichte nur eine Fake Story ist und nicht real.

Für Deinen (noch) Ehemann habe ich nur einen Rat.....lauf Forest, LAUF...


 

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1. September um 14:30
In Antwort auf sevenofnine5

Mir wird schlecht 

....aufgrund des beidseitigen Vertrauensverlustes.......

ER ist der (mehrfach) von DIR Betrogene, jetzt steht ER in den Trümmern die DU hinterlassen hast und muss sich diversen juristischen Problemen und Fragen stellen.
Das geht ja mal gar nicht, das zerstört Dein Vertrauen ihn.

Ich hoffe wirklich das diese Geschichte nur eine Fake Story ist und nicht real.

Für Deinen (noch) Ehemann habe ich nur einen Rat.....lauf Forest, LAUF...


 

Ach so, hier wird also auch ganz simpel dem "Betrügenden" die Schuld am Versagen der Beziehung vorgeworfen. Ich dachte, hier wäre man da etwas weitsichtiger....schade.

Ich habe JAHRElange Gleichgültigkeit ertragen. Wenn's Probleme mit den Kindern gab, war am Ende ich Schuld daran. Ich war alleinerziehend trotz Mann. Habe selbst im Haushalt die Männeraufgaben erledigt, alles gemanaged. Habe ihm oft in den Jahren gesagt, dass ich seine von mir so empfundene Lethargie nicht mehr ertrage, dass wir mal raus müssten, das Leben genießen. 
Und als letzte Verzweiflung "So habe ich mir das nicht vorgestellt. Dann leb Du Dein Opferleben, ich mach mir dann selber Spaß". (Womit ich natürlich nicht meinte, eine Affäre beginnen zu wollen!).

Dass da einer von uns fremd geht, war vorhersehbar. 
Dass er das aufgrund seiner starken katholischen Prägung niemals sein würde, auch.

Aber mir nun die ganze Verantwortung zuzuschieben, bei allem was ich ertragen habe, kann ich nicht Ernst nehmen. 

Schade, ich dachte, hier hätte vielleicht jemand eine ähnliche Zerissenheit erlebt und könnte mir sagen, was ihm/ihr geholfen hat. 
Oder konstruktive Gedankenansätze, die in mir vielleicht etwas anschubsen können.

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1. September um 14:36
In Antwort auf sevenofnine5

Mir wird schlecht 

....aufgrund des beidseitigen Vertrauensverlustes.......

ER ist der (mehrfach) von DIR Betrogene, jetzt steht ER in den Trümmern die DU hinterlassen hast und muss sich diversen juristischen Problemen und Fragen stellen.
Das geht ja mal gar nicht, das zerstört Dein Vertrauen ihn.

Ich hoffe wirklich das diese Geschichte nur eine Fake Story ist und nicht real.

Für Deinen (noch) Ehemann habe ich nur einen Rat.....lauf Forest, LAUF...


 

(und abgesehen von oben geschriebenem: 

in einer Trennung müssen sich immer noch beide mit dem ganzen juristischen Kram herumschlagen. Und ich gestehe, dass mir als Gefühlsmensch auch das Angst macht. Damit bin auch ich überfordert bzw es ist ein Berg, den es zu überwinden gilt. 
Aber zB darf ICH mich jetzt dagegen wehren, dass er auf einmal meint, ich würde ihm die Kinder entziehen und es gäbe Mittel, dass die Frau das Sorgerecht nicht bekäme etc. 
Nachdem ich all die Jahre neben meinem Beruf selbstverständlich für die Kinder da war, ALLES um sie herum organisiert habe und er oft noch das 3. Kind war.) 
 

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1. September um 14:44

Betrug ist für mich das ALLERLETZTE

Das DU die Betrügerin bist hast DU selbst eingestanden.

DU hast Dir den Mann mit den Dir bekannten Eigenschaften zuvor selbst ausgesucht.
10 Jahre bis zum ersten Kind, dann noch ein Zweites und jetzt fällt Dir auf das der Mann nicht so richtig passt.

Dich sticht der Hafer und die Familie,
Mann und Kinder sollen das jetzt ausbaden und ertragen !?

Du nutzt die Sanftmut Deines Mannes schamlos aus.
Hier suchst Du keine Weitsicht, sondern Absolution.

Nicht von mir, nicht dafür.
Never ever.

Und gleich vorweg, ich bin weder religiös noch verheiratet, sondern ebenfalls geschieden.
 

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1. September um 14:51
In Antwort auf sevenofnine5

Betrug ist für mich das ALLERLETZTE

Das DU die Betrügerin bist hast DU selbst eingestanden.

DU hast Dir den Mann mit den Dir bekannten Eigenschaften zuvor selbst ausgesucht.
10 Jahre bis zum ersten Kind, dann noch ein Zweites und jetzt fällt Dir auf das der Mann nicht so richtig passt.

Dich sticht der Hafer und die Familie,
Mann und Kinder sollen das jetzt ausbaden und ertragen !?

Du nutzt die Sanftmut Deines Mannes schamlos aus.
Hier suchst Du keine Weitsicht, sondern Absolution.

Nicht von mir, nicht dafür.
Never ever.

Und gleich vorweg, ich bin weder religiös noch verheiratet, sondern ebenfalls geschieden.
 

...wurdest aber offenbar getriggert aufgrund Deiner Erfahrung und Schuld (zuweisungen).

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1. September um 15:00
In Antwort auf sevenofnine5

Betrug ist für mich das ALLERLETZTE

Das DU die Betrügerin bist hast DU selbst eingestanden.

DU hast Dir den Mann mit den Dir bekannten Eigenschaften zuvor selbst ausgesucht.
10 Jahre bis zum ersten Kind, dann noch ein Zweites und jetzt fällt Dir auf das der Mann nicht so richtig passt.

Dich sticht der Hafer und die Familie,
Mann und Kinder sollen das jetzt ausbaden und ertragen !?

Du nutzt die Sanftmut Deines Mannes schamlos aus.
Hier suchst Du keine Weitsicht, sondern Absolution.

Nicht von mir, nicht dafür.
Never ever.

Und gleich vorweg, ich bin weder religiös noch verheiratet, sondern ebenfalls geschieden.
 

Ich bin inzwischen der Ansicht, daß man seinen Partner als Vater nochmal komplett anders erlebt und kennen lernt. Sich selber übrigens auch (als Mutter). 
Dass daran auf Dauer Ehen zerbrechen können, die früher bis zum Tode hielten, da die Frau in der Regel abhängig war, ist keine neue Erkenntnis.

Der Vorwurf, den ich gelten lasse ist, dass ich nicht gegangen bin,  BEVOR ich die Erfahrung der Liebe, wie ich sie inzwischen für mich definieren kann (jaaa, auch das ändert sich mit zunehmender Lebenserfahrung) , gemacht habe. 
Aber wie auch, wenn ich das offenbar selbst jetzt nicht schaffe, sondern mich an der (zerbrochenen) Vorstellung von Familie festklammere.

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1. September um 15:03

Das funktioniert nicht !

WIR haben uns ganz einvernehmlich getrennt, da unsere Lebenswege nicht mehr harmonierten.

Daher haben wir einen sauberen Schlussstrich gezogen.
Anwälte haben Alles erforderliche geregelt und wir sind heute noch Freunde.


 

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1. September um 15:14
Beste Antwort
In Antwort auf olyvia_18574773

Ich bin inzwischen der Ansicht, daß man seinen Partner als Vater nochmal komplett anders erlebt und kennen lernt. Sich selber übrigens auch (als Mutter). 
Dass daran auf Dauer Ehen zerbrechen können, die früher bis zum Tode hielten, da die Frau in der Regel abhängig war, ist keine neue Erkenntnis.

Der Vorwurf, den ich gelten lasse ist, dass ich nicht gegangen bin,  BEVOR ich die Erfahrung der Liebe, wie ich sie inzwischen für mich definieren kann (jaaa, auch das ändert sich mit zunehmender Lebenserfahrung) , gemacht habe. 
Aber wie auch, wenn ich das offenbar selbst jetzt nicht schaffe, sondern mich an der (zerbrochenen) Vorstellung von Familie festklammere.

Oft weiß man erst, was man vermisst hat, wenn es leibhaftig vor einem steht. 

Ich würde an Deiner Stelle zu eine/m psychologischen Paartherapeut/in  gehen - viele machen auch Einzelberatung. - Schwere Ambivalenz macht krank. 
 

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1. September um 15:25
Beste Antwort

Boar, das Gebashe hier ist ja ziemlich krass. Da hatte die TE eine Affäre, die sie beichtete, und hat sich dann neu verliebt und getrennt. Sicher alles nicht schön, aber ist nun auch in 19 Jahren größtenteils nicht-glücklicher Beziehung auch nicht das Schlimmste, was wir hier so lesen, nicht wahr?

Ich kenne diese Zerrissenheit zwar nicht, aber mir ging die Muffe, als ich las, was Dein Ex hinter Deinem Rücken juristisch in Bezug auf die Kinder versucht zu klären, denn in einer ähnlichen Situation war ich auch. Du hörst Dich nach einer kompetenten Mutter an und da darüber nachzudenken, das Sorgerecht (was so gut wie immer unangetastet bleibt!!) für sich alleine haben zu wollen, das ist unter aller Sau. Das ist FÜR DIE KINDER unter aller Sau und liest sich für mich nach Rache an Dir, denn es gibt keinen Grund richtigen Grund dafür. Dass er auscheckt, ob er das alleinige ABR bekommen könnte, weil er möchte, dass die Kinder bei ihm leben - mh, das wäre eine andere Sache, finde ich aber auch mies, wenn man da nicht erstmal mit dem Partner drüber redet, gerade wenn man anscheinend noch ein ziemlich gutes Verhältnis hat.

Ich habe das Gefühl, dass Du vor allen Dingen aus Gewohnheit bei Deinem Mann bleibst, und die Gewohnheit aufgeben zu müssen, das verpackt sich in Schmerz, in Melancholie, in nicht aufgeben wollen. Ich denke aber nicht, dass Ihr das noch kitten könnt, und ich denke, Du solltest Euch und Euren Kindern zu Liebe einen Schlussstrich ziehen. Trefft eine gute Reglung, wie das mit den Kindern laufen soll, vielleicht mit einem Mediator, und dann zieht auseinander. Vielleicht bleibt Ihr in der Nähe, da Ihr vielleicht ein Wechselmodell anstrebt?

Was mit dem anderen dann wird, das ist doch erstmal hinfällig. Dir geht es in der Situation nicht gut und daraus musst Du die Konsequenzen ziehen. Du bist es Deinen Kindern auch nicht schuldig, ihnen eine neue Vaterfigur vorzusetzen oder nur Beziehungen einzugehen, die bis an Euer Lebensende halten. Was Du Deinen Kindern jedoch schuldig bist, ist, ihnen vorzuleben, wie man Entscheidungen trifft und Probleme löst und wie man sich um sich selbst kümmert um so die beste Version von einem selbst zu sein. 

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1. September um 15:52
In Antwort auf sevenofnine5

Das funktioniert nicht !

WIR haben uns ganz einvernehmlich getrennt, da unsere Lebenswege nicht mehr harmonierten.

Daher haben wir einen sauberen Schlussstrich gezogen.
Anwälte haben Alles erforderliche geregelt und wir sind heute noch Freunde.


 

Dass das Festklammern an überholtem nicht funktioniert, weiß ich.
DESWEGEN bin ich hier.
Schön, dass Du Deinen Weg in Trennung (scheinbar harmonisch) gefunden hast.

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1. September um 15:53
In Antwort auf mandarina235

Oft weiß man erst, was man vermisst hat, wenn es leibhaftig vor einem steht. 

Ich würde an Deiner Stelle zu eine/m psychologischen Paartherapeut/in  gehen - viele machen auch Einzelberatung. - Schwere Ambivalenz macht krank. 
 

Danke, Dein erster Satz trifft es voll!

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1. September um 16:04
In Antwort auf olyvia_18574773

Das ist natürlich eine der Fragen, die ich mir auch stelle. Ich liebte ihn, ich wollte mit ihm zusammen bleiben und wir beide wollten Kinder. Dass die anfängliche Lust relativ schnell dahin war, habe ich als normal empfunden. Dass wir seit der Zeugung des zweiten Kindes NULL miteinander Sex hatten und auch nicht darüber gesprochen haben, ist natürlich alles andere als gesund.
So richtig deutlich wird mir das aber erst jetzt.
Bis dahin lief es ja irgendwie. Ich hätte mich in Rücksicht auf die Kinder, das soziale Gefüge etc nicht getrennt bzw hätte die Kraft nicht gehabt, ohne diese neue Liebe.

Aber darum geht's hier eigentlich nicht.
Oder doch...? 

Doch, darum ging das genau. Die fehlende Kommunikation. Kaum zu glauben, dass da keiner etwas gesagt hat. Und eingangs hast du geschrieben, dein Mann wäre so sensibel.

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1. September um 16:07
In Antwort auf olyvia_18574773

Ach so, hier wird also auch ganz simpel dem "Betrügenden" die Schuld am Versagen der Beziehung vorgeworfen. Ich dachte, hier wäre man da etwas weitsichtiger....schade.

Ich habe JAHRElange Gleichgültigkeit ertragen. Wenn's Probleme mit den Kindern gab, war am Ende ich Schuld daran. Ich war alleinerziehend trotz Mann. Habe selbst im Haushalt die Männeraufgaben erledigt, alles gemanaged. Habe ihm oft in den Jahren gesagt, dass ich seine von mir so empfundene Lethargie nicht mehr ertrage, dass wir mal raus müssten, das Leben genießen. 
Und als letzte Verzweiflung "So habe ich mir das nicht vorgestellt. Dann leb Du Dein Opferleben, ich mach mir dann selber Spaß". (Womit ich natürlich nicht meinte, eine Affäre beginnen zu wollen!).

Dass da einer von uns fremd geht, war vorhersehbar. 
Dass er das aufgrund seiner starken katholischen Prägung niemals sein würde, auch.

Aber mir nun die ganze Verantwortung zuzuschieben, bei allem was ich ertragen habe, kann ich nicht Ernst nehmen. 

Schade, ich dachte, hier hätte vielleicht jemand eine ähnliche Zerissenheit erlebt und könnte mir sagen, was ihm/ihr geholfen hat. 
Oder konstruktive Gedankenansätze, die in mir vielleicht etwas anschubsen können.

Auch sehr widersprüchlich. Weiter oben schreibst du, dass er ein liebender Vater ist. Nun bist Du quasi alleinerziehend.

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1. September um 16:08
In Antwort auf nike

Boar, das Gebashe hier ist ja ziemlich krass. Da hatte die TE eine Affäre, die sie beichtete, und hat sich dann neu verliebt und getrennt. Sicher alles nicht schön, aber ist nun auch in 19 Jahren größtenteils nicht-glücklicher Beziehung auch nicht das Schlimmste, was wir hier so lesen, nicht wahr?

Ich kenne diese Zerrissenheit zwar nicht, aber mir ging die Muffe, als ich las, was Dein Ex hinter Deinem Rücken juristisch in Bezug auf die Kinder versucht zu klären, denn in einer ähnlichen Situation war ich auch. Du hörst Dich nach einer kompetenten Mutter an und da darüber nachzudenken, das Sorgerecht (was so gut wie immer unangetastet bleibt!!) für sich alleine haben zu wollen, das ist unter aller Sau. Das ist FÜR DIE KINDER unter aller Sau und liest sich für mich nach Rache an Dir, denn es gibt keinen Grund richtigen Grund dafür. Dass er auscheckt, ob er das alleinige ABR bekommen könnte, weil er möchte, dass die Kinder bei ihm leben - mh, das wäre eine andere Sache, finde ich aber auch mies, wenn man da nicht erstmal mit dem Partner drüber redet, gerade wenn man anscheinend noch ein ziemlich gutes Verhältnis hat.

Ich habe das Gefühl, dass Du vor allen Dingen aus Gewohnheit bei Deinem Mann bleibst, und die Gewohnheit aufgeben zu müssen, das verpackt sich in Schmerz, in Melancholie, in nicht aufgeben wollen. Ich denke aber nicht, dass Ihr das noch kitten könnt, und ich denke, Du solltest Euch und Euren Kindern zu Liebe einen Schlussstrich ziehen. Trefft eine gute Reglung, wie das mit den Kindern laufen soll, vielleicht mit einem Mediator, und dann zieht auseinander. Vielleicht bleibt Ihr in der Nähe, da Ihr vielleicht ein Wechselmodell anstrebt?

Was mit dem anderen dann wird, das ist doch erstmal hinfällig. Dir geht es in der Situation nicht gut und daraus musst Du die Konsequenzen ziehen. Du bist es Deinen Kindern auch nicht schuldig, ihnen eine neue Vaterfigur vorzusetzen oder nur Beziehungen einzugehen, die bis an Euer Lebensende halten. Was Du Deinen Kindern jedoch schuldig bist, ist, ihnen vorzuleben, wie man Entscheidungen trifft und Probleme löst und wie man sich um sich selbst kümmert um so die beste Version von einem selbst zu sein. 

Danke, das tat jetzt gut.

Und in Deiner Antwort erkenne ich mich größtenteils auch wieder.
💐

Dass er das ABR bekommt, ist total abwegig, da er von 6 Uhr morgens bis sieben Uhr abends weg ist (Arbeit + Weg). Ich habe ihm gesagt, er möge wenn er SO anfängt und mir unterstellt, ihm die Kinder zu entziehen (dafür sogar meine Schwester "missbraucht" doch bitte auf Teilzeit gehen, ich erhöhe meine Stunden und die Kinder könnten so mehr als das Wochenende bei ihm sein. Aber das "geht nicht", wie immer. (Opferhaltung)

An Mediation sind wir dran. Seiner Meinung soll ICH das Haus verlassen. Aus emotionaler Sicht nachvollziehbar. 
Allerdings "müsste" ich natürlich (s.o.) die Kinder mitnehmen. Und da ist für mich nicht logisch, dass er dann alleine im (von mir komplett gepflegten und entworfenen ) Haus bleibt, was dann finanziell eh nicht machbar wäre. Da er mir dann mehr Unterhalt zu zahlen hätte.
Es fühlt sich für mich rein nach Genugtuung an. Auf dem Rücken der Kinder (ja, jetzt kommt wieder das bashing, was ICH ihnen antue, aber das ist wie gesagt etwas zu einseitig gedacht). 
Was dazu kommt ist, dass die Immobiliensituation hier eine Katastrophe ist (Münchener Umland). Die Kinder haben zumindestens in der Wohnsituation momentan den Himmel auf Erden (Garten, Sozialkontakte, viel Platz...).

Ich hoffe, da kann die Mediation helfen.
Ansonsten sehe ich es auch wie Du, die Trennung von meinem Mann bedeutet für mich nicht, dass ich dann mit dem anderen zusammenziehe und wir glücklich sind bis zum letzten Atemzug. 
Aber: bevor ich da weiter Liebe auftanke, muss die Klarheit stehen. Das wäre sonst nicht fair dem " Neuen" gegenüber. (Ja, ich habe Moral).

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1. September um 16:12
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Doch, darum ging das genau. Die fehlende Kommunikation. Kaum zu glauben, dass da keiner etwas gesagt hat. Und eingangs hast du geschrieben, dein Mann wäre so sensibel.

Ja, aber er scheut den Konflikt. 
Er hat sehr feine Antennen für seine Umgebung, seine Mitmenschen, ist harmoniebedürftig, ärgert sich aber über Egoisten...das meinte ich mit sensibel.
Sich seelisch nackt zu machen, ist nochmal was anderes.

Das darf ich jetzt erleben, dass ein Mann auch DAS kann und Gleichzeitig Stärke ausstrahlt und Geborgenheit vermittelt.

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1. September um 16:15
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Auch sehr widersprüchlich. Weiter oben schreibst du, dass er ein liebender Vater ist. Nun bist Du quasi alleinerziehend.

Das ist natürlich in ein paar Sätzen schwer zu erklären.
Wenn er da ist, nimmt er sich in der wenigen freien Zeit, viel Zeit für die Kinder. Macht schöne Sachen mit ihnen.
Aber sieht sich auch da als Opfer (da er DAS als eigentlichen Lebensinhalt ansieht, es aber beruflich nicht mehr kann. Zeitlich.)
Ich bzw wir als Paar spielten die kleinste Rolle.

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1. September um 16:26
In Antwort auf olyvia_18574773

Das ist natürlich in ein paar Sätzen schwer zu erklären.
Wenn er da ist, nimmt er sich in der wenigen freien Zeit, viel Zeit für die Kinder. Macht schöne Sachen mit ihnen.
Aber sieht sich auch da als Opfer (da er DAS als eigentlichen Lebensinhalt ansieht, es aber beruflich nicht mehr kann. Zeitlich.)
Ich bzw wir als Paar spielten die kleinste Rolle.

Dann verstehe ich etst recht nicht, warum du die räumliche Trennung nicht hin bekommst. Er kümmert sich nicht viel um den Haushalt und aus auch aus, wenig um die Kinder und um dich gar nicht.

Was hält dich?

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1. September um 17:16
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Dann verstehe ich etst recht nicht, warum du die räumliche Trennung nicht hin bekommst. Er kümmert sich nicht viel um den Haushalt und aus auch aus, wenig um die Kinder und um dich gar nicht.

Was hält dich?

Praktisches sicher nicht. Ich käme super alleine zu Recht, also ich brauche keinen Mann, der mir ein Bild an die Wand hängt oder das Regal aufbaut. 
Habe mich inzwischen auch sehr gut damit arrangiert, jeden Termin für die Kinder alleine zu bestreiten, Schule, Kindergarten...
Das wäre auch schlimm, wenn man nur aus solchen Gründen bliebe.

Ich habe ihm mal gesagt, lieber bin ich alleine als zu zweit (zu viert) einsam...

Tja, was hält mich?
Vermutlich die Erinnerung an das Gefühl, angekommen zu sein. Was jetzt natürlich kaputt ist.

Auch das schöne Haus mit Garten im Grünen, die Urlaubsreisen... ja , das gebe ich zu. 
Scheidung ist sozialer Abstieg. Ich müsste wesentlich mehr arbeiten gehen und die Kinder in die Fremdbetreuung geben, um das zu halten. Und das wollten wir gemeinsam eigentlich nie für die Kinder. Im Moment arbeite ich nur vormittags.

Aber das ist nicht alles. Sonst wäre ich schon weiter (weg). 
Da ist eben noch eine Bindung, von der ich nicht sicher weiß, ob sie aus Schuld und Verantwortungsgefühl oder aus (Rest)Liebe besteht.
Wenn ich mir zB vorstelle, dass er sterbenskrank würde...😦
(Aber auch da könnten Schuldgefühle sich nach soetwas wie Liebe anfühlen. 🤷🏼‍♀️)

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1. September um 20:57
In Antwort auf olyvia_18574773

Praktisches sicher nicht. Ich käme super alleine zu Recht, also ich brauche keinen Mann, der mir ein Bild an die Wand hängt oder das Regal aufbaut. 
Habe mich inzwischen auch sehr gut damit arrangiert, jeden Termin für die Kinder alleine zu bestreiten, Schule, Kindergarten...
Das wäre auch schlimm, wenn man nur aus solchen Gründen bliebe.

Ich habe ihm mal gesagt, lieber bin ich alleine als zu zweit (zu viert) einsam...

Tja, was hält mich?
Vermutlich die Erinnerung an das Gefühl, angekommen zu sein. Was jetzt natürlich kaputt ist.

Auch das schöne Haus mit Garten im Grünen, die Urlaubsreisen... ja , das gebe ich zu. 
Scheidung ist sozialer Abstieg. Ich müsste wesentlich mehr arbeiten gehen und die Kinder in die Fremdbetreuung geben, um das zu halten. Und das wollten wir gemeinsam eigentlich nie für die Kinder. Im Moment arbeite ich nur vormittags.

Aber das ist nicht alles. Sonst wäre ich schon weiter (weg). 
Da ist eben noch eine Bindung, von der ich nicht sicher weiß, ob sie aus Schuld und Verantwortungsgefühl oder aus (Rest)Liebe besteht.
Wenn ich mir zB vorstelle, dass er sterbenskrank würde...😦
(Aber auch da könnten Schuldgefühle sich nach soetwas wie Liebe anfühlen. 🤷🏼‍♀️)

Wie verhält sich Dein Affärenmann eigentlich?
Bleibt der brav in der Warteschleife?

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1. September um 21:26
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Wie verhält sich Dein Affärenmann eigentlich?
Bleibt der brav in der Warteschleife?

Ich sehe das wirklich nicht als Warteschleife, wie Du das so bitter beschreibst.
ich sähe es eher als Betrug an ihm, wenn ich ihm von meiner Zerissenheit gar nichts sagen würde und weiter fröhliche Stunden mit ihm verbringen würde.
Nein, wir waren von Anfang an ungeschönt ehrlich miteinander. Auch, wenn's mal unangenehm ist. Das ist unsere Basis.

Natürlich wünscht er sich, dass ich mir klar werde, was ich will. Damit ich dann frei von Schuldgefühl und dergleichen zu ihm komme. 
Damit ich ganz bei ihm ankommen kann.
Aber vor allem wünscht er sich, dass ich glücklich bin (was er aber in der Ehe mit meinem Mann nicht vermutet). 

Er hat sich getrennt, hat da aber auch noch ein paar Entwicklungssschritte zu bewältigen.
Ich bin der Ansicht, dass uns diese Karenz beide weiter bringt. In welche Richtung auch immer...

Er sagt halt, ich bin nun zwar frei von seinem Einfluss, aber natürlich unter dem Einfluss meines Mannes.
Da hat er Recht. Allerdings glaube ich nicht, dass mich das zu meinem Mann hinzieht.
Es fördert aber gerade eine konfliktfreie Kommunikation mit meinem Mann, was mir viel Wert ist.
 

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2. September um 8:05
In Antwort auf olyvia_18574773

Ich sehe das wirklich nicht als Warteschleife, wie Du das so bitter beschreibst.
ich sähe es eher als Betrug an ihm, wenn ich ihm von meiner Zerissenheit gar nichts sagen würde und weiter fröhliche Stunden mit ihm verbringen würde.
Nein, wir waren von Anfang an ungeschönt ehrlich miteinander. Auch, wenn's mal unangenehm ist. Das ist unsere Basis.

Natürlich wünscht er sich, dass ich mir klar werde, was ich will. Damit ich dann frei von Schuldgefühl und dergleichen zu ihm komme. 
Damit ich ganz bei ihm ankommen kann.
Aber vor allem wünscht er sich, dass ich glücklich bin (was er aber in der Ehe mit meinem Mann nicht vermutet). 

Er hat sich getrennt, hat da aber auch noch ein paar Entwicklungssschritte zu bewältigen.
Ich bin der Ansicht, dass uns diese Karenz beide weiter bringt. In welche Richtung auch immer...

Er sagt halt, ich bin nun zwar frei von seinem Einfluss, aber natürlich unter dem Einfluss meines Mannes.
Da hat er Recht. Allerdings glaube ich nicht, dass mich das zu meinem Mann hinzieht.
Es fördert aber gerade eine konfliktfreie Kommunikation mit meinem Mann, was mir viel Wert ist.
 

Ich schreibe jetzt mal noch bitterer:

Du ziehst aus Bequemlichkeit  (müsstest mehr arbeiten) und der materiellen Dinge wegen (schönes Haus mit Garten) nicht aus.

Das hat mit Deinem Mann selber eigentlich gar nichts zu tun sondern mit den mit ihm verbundenen Annehmlichkeiten.

Also hör hier bitte auf, von Gefühlen zu schreiben.
Wenn Du denen nämlich folgen würdest, wärest Du längst weg.

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2. September um 10:46
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Ich schreibe jetzt mal noch bitterer:

Du ziehst aus Bequemlichkeit  (müsstest mehr arbeiten) und der materiellen Dinge wegen (schönes Haus mit Garten) nicht aus.

Das hat mit Deinem Mann selber eigentlich gar nichts zu tun sondern mit den mit ihm verbundenen Annehmlichkeiten.

Also hör hier bitte auf, von Gefühlen zu schreiben.
Wenn Du denen nämlich folgen würdest, wärest Du längst weg.

Dann hast Du wohl nicht zu Ende gelesen, schade. Denn das ist nicht richtig.

Außerdem geht es mir sowohl bei der Wohn- wie auch meiner Arbeitssituation vor allem um die Kinder. 
Eine Ganztagsfremdbetreuung möchten wir beide nicht für die Kinder.

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2. September um 10:53

Ich verabscheue schnelle Urteile aufgrund von zwei überflogen Sätzen oder ähnlich "tiefem" Kenntnisstand.
 
Ich hatte mir in diesem Forum vor etwa 8 Jahren schonmal Hilfe gesucht, als es Schwierigkeiten mit meinem ersten Kind nach der Geburt gab.
Da habe ich viel Unterstützung gefunden. Nun habe ich den Eindruck, dass das Verhalten, was zunehmend in Facebook, insta und Co zu sehen ist, auch hier Einzug hält. 
Druck ablassen im Schutz der Anonymität und ein Umgang mit Menschen, der Respekt und Empathie komplett vermissen lässt. 

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2. September um 10:59
In Antwort auf olyvia_18574773

Ich verabscheue schnelle Urteile aufgrund von zwei überflogen Sätzen oder ähnlich "tiefem" Kenntnisstand.
 
Ich hatte mir in diesem Forum vor etwa 8 Jahren schonmal Hilfe gesucht, als es Schwierigkeiten mit meinem ersten Kind nach der Geburt gab.
Da habe ich viel Unterstützung gefunden. Nun habe ich den Eindruck, dass das Verhalten, was zunehmend in Facebook, insta und Co zu sehen ist, auch hier Einzug hält. 
Druck ablassen im Schutz der Anonymität und ein Umgang mit Menschen, der Respekt und Empathie komplett vermissen lässt. 

Das war sicherlich im Baby bzw. Familienforum...



 

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2. September um 11:00
In Antwort auf mandarina235

Das war sicherlich im Baby bzw. Familienforum...



 

Ja natürlich.
Es geht mir um den Umgang miteinander. Dort war man auch nicht immer einer Meinung.

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2. September um 13:14

ok sprich du hast mit einem mann kinder gezeugt wo die beziehung auf im bezug auf s*x eigentlich tot war!
wieso?
klar dass du damit nicht auf dauer leben kannst.
dann also betrügen!

und jetzt willst du trotzdem bleiben obwohl das vermutlich nicht besser werden wird?

wozu?
damit du weiterleidest und wieder betrügst und deinem mann noch mehr schmerz zufügst?
nur damit du nicht aus dem gemachten nest rausmusst?
viell. auch wegen dem geld???
gehst du überhaupt arbeiten?

egoistisch hoch 10

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2. September um 13:57
In Antwort auf olyvia_18574773

Dann hast Du wohl nicht zu Ende gelesen, schade. Denn das ist nicht richtig.

Außerdem geht es mir sowohl bei der Wohn- wie auch meiner Arbeitssituation vor allem um die Kinder. 
Eine Ganztagsfremdbetreuung möchten wir beide nicht für die Kinder.

Doch, ich habe zu Ende gelesen. Die Kinder nicht in der Ganztagsbetreuung haben zu wollen, ist natürlich eine perfekte Ausrede für dich, nichts an der Situation ändern zu können.

Was würde eigentlich passieren, wenn dein Mann eine neue Frau kennenlernt?

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2. September um 13:57
In Antwort auf olyvia_18574773

Dann hast Du wohl nicht zu Ende gelesen, schade. Denn das ist nicht richtig.

Außerdem geht es mir sowohl bei der Wohn- wie auch meiner Arbeitssituation vor allem um die Kinder. 
Eine Ganztagsfremdbetreuung möchten wir beide nicht für die Kinder.

Doch, ich habe zu Ende gelesen. Die Kinder nicht in der Ganztagsbetreuung haben zu wollen, ist natürlich eine perfekte Ausrede für dich, nichts an der Situation ändern zu können.

Was würde eigentlich passieren, wenn dein Mann eine neue Frau kennenlernt?

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2. September um 14:06
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Doch, ich habe zu Ende gelesen. Die Kinder nicht in der Ganztagsbetreuung haben zu wollen, ist natürlich eine perfekte Ausrede für dich, nichts an der Situation ändern zu können.

Was würde eigentlich passieren, wenn dein Mann eine neue Frau kennenlernt?

Ach weißt Du was, Leberwurst?
Deine Beiträge strotzen nur so von Interpretationen und Bewertungen. Woher auch immer Du die nimmst.
Abgesehen davon liegen unsere Ansichten zu "Liebe und Beziehung" meilenweit auseinander.

Ich könnte mich jetzt erklären, rechtfertigen (hättest Du gelesen, wüsstest Du, dass ich arbeite und zudem zu Hause ALLES mache, wo sonst auch die Männer mit anpacken)...aber das habe ich nicht nötig.

Wäre ich egoistisch, wäre ich längst weg.

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2. September um 14:07
In Antwort auf olyvia_18574773

Ach weißt Du was, Leberwurst?
Deine Beiträge strotzen nur so von Interpretationen und Bewertungen. Woher auch immer Du die nimmst.
Abgesehen davon liegen unsere Ansichten zu "Liebe und Beziehung" meilenweit auseinander.

Ich könnte mich jetzt erklären, rechtfertigen (hättest Du gelesen, wüsstest Du, dass ich arbeite und zudem zu Hause ALLES mache, wo sonst auch die Männer mit anpacken)...aber das habe ich nicht nötig.

Wäre ich egoistisch, wäre ich längst weg.

Sorry, ich meinte natürlich "immernochich"!!!!

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2. September um 14:13

Ich danke den wenigen wirklich interessierten und mitdenkenden Lesern hier.

Ich werde aber meinen Account löschen. Der hatte eh n blöden Namen zugeteilt bekommen, als ich hier meinen ersten Beitrag absenden wollte (war ja vor 8 Jahren schon intensiv hier , aber den Account gibt's wohl nicht mehr).

Macht's gut, tschüss adé!

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2. September um 16:31

Ich hab ne kurze Frage: was wolltest du hier erfragen?

Kann einiges nachvollziehen, einiges nicht, daher die erste Frage ganz ohne Wertung.

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2. September um 16:40

Ego te absolvo...

Entweder hier polarisierend aufmischen oder auf der Suche
nach der Absolution.

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2. September um 17:41
In Antwort auf olyvia_18574773

Ach weißt Du was, Leberwurst?
Deine Beiträge strotzen nur so von Interpretationen und Bewertungen. Woher auch immer Du die nimmst.
Abgesehen davon liegen unsere Ansichten zu "Liebe und Beziehung" meilenweit auseinander.

Ich könnte mich jetzt erklären, rechtfertigen (hättest Du gelesen, wüsstest Du, dass ich arbeite und zudem zu Hause ALLES mache, wo sonst auch die Männer mit anpacken)...aber das habe ich nicht nötig.

Wäre ich egoistisch, wäre ich längst weg.

ja unsere Ansichten liegen echt weit auseinander. 

dass du dich überhaupt von liebe sprechen traust ist schon ein Stück weit dreist 

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2. September um 21:09
In Antwort auf olyvia_18574773

Hallo liebe Forumsgemeinde,

ich versuche, es trotz oder wegen der komplizierten und verfahrenen Situation kurz zu halten und hoffe auf einen Rat:

Ich bin seit 11 Jahren mit meinem Mann verheiratet. Seit fast 19 Jahren sind wir zusammen. Wir haben zwei Töchter, 9 und fast sechs.

Om Laufe der Jahre haben wir uns verloren und nichts dagegen unternommen.
Mein Mann ist sehr sensibel, vielleicht sogar unmännlich, aber deswegen hatte ich mich damals in ihn verliebt. Er ist so gar kein Macho.
Vielleicht ist DAS aber auch ein Grund, weshalb bei mir die Lust auf Sex komplett erloschen ist. Die Lust auf IHN.

Vor 7 Jahren hatte ich schonmal eine Affäre, damals mit einer Frau, die in einer lesbischen Beziehung lebte. Es war intensiv, aber meine Ehe habe ich dafurch nicht in Frage gestellt. 
Meimem Mann habe ich das anschließend gebeichtet. Zu meiner Überraschung war er zwar sauer und traurig, hat aber nie das Thema mal aufarbeiten wollen. Es war Tabu, abgesehen von Streits, wo er mir das um die Ohren haute.

Nun, habe ich mich vor etwas mehr als einem Jahr von ihm getrennt. Ich habe mich sehr in einen Mann verliebt, der auch sehr sensibel ist, aber dabei in seinem Tatendrang sehr viel männlicher als mein Mann (ganz unabhängig von Optik, darum geht es bei mir nie, Brad Pitt kann man nackt auf den Bauch binden, da passiert nichts 😆). Er legt mir die Welt zu Füßen, ist abenteuerlustig, plant sein Leben mit mir.

Problem:
Er ist auch noch verheiratet und hat sich mit seiner Frau immerhin räumlich getrennt, während ich mit meinem Mann noch unter einem Dach lebe (getrennte Schlafzimmer natürlich).

Ich liebe diesen Mann sehr! Ich habe viele Zukunftspläne, wenn ich ausschließlich an ihn denke. 
WENN...
Denn - und das ist das wirklich sehr große Problem für mich - ich kann meinen Mann nicht loslassen. 
Es sind so viele unterschiedliche Gefühle, zum Teil auch ganz pragmatische Dinge, aber eben auch 19 Jahre, zwei Kinder und unzählige Erinnerungen! 
Aber eben leider Erinnerungen...

Er ist den Kindern ein liebevoller Vater , aber ich fühle mich von ihm vernachlässigt. Und auch wenn ich die Betrügerin bin , wie es ja so schnell kategorisiert wird, so habe ich inzwischen kein Vertrauen mehr zu meinem Mann.
Er hat in dieser Trennungszeit so viele schlimme Dinge gemacht, die jeden Respekt vor mir verleugnen. Er belügt mich immer wieder, hintergeht mich (sendet Mails zwischen uns an meine Mutter, sucht juristischen Rat bei meiner Schwester, um zu schauen, ob man mir das Sorgerecht entziehen kann etc....). Ich weiß, er ist bis ins Mark getroffen und verletzt. Aber so geht man nicht mit dem Menschen um, den man kurz zuvor noch weinend gesagt hat, man wäre die Traumfrau etc. (das wäre ihm auch besser eher aufgefallen).
DAS war MEIN bisher größter Verlust. Nicht, ihn als Ehemann verloren zu haben sondern den Gefährten und Vertrauten, der er bis zuletzt war. Nur noch war - denn aufgrund der Verletzungen, die ich während unserer Ehe immer wieder aufgrund seiner Kälte und Gleichgültig, teils auch von mir so empfundenen depressiven Phasen, die mich runtergezogen haben, empfunden habe, kann ich mich körperlich nicht mehr fallen lassen bei ihm.

Dies hingegen ist mit dem anderen Mann wundervoll. Aber so viel mehr. Es ist das, was ich mir unter Liebe vorstelle. Auch im Komflikt schaffen wir es, achtsam und respektvoll miteinander umzugehen. Mit ihm LEBE ich !!! 

So oft habe ich meinem Mann gesagt "so (trist/depri/respektlos) wollte ich mein Leben und unsere Ehe nie. Und so halte ich das nicht mehr aus. Aber mein Mann hat nur den Vorwurf darin gesehen, nicht meine Verzweiflung. 

Wie gesagt, trotzdem kann ich einfach nicht richtig raus aus der Ehe. Aus dem Haus, aus dieser Mama, Papa, Kinder - Wumschkonstellation!
Ich habe gerade meinen ersten Urlaub als alleinerziehende mit beiden Kindern hinter mir und obwohl ich unsere Familienurlaube immer anstrengend und konfliktreich fand, war ich unglaublich traurig, wenn ich diese "glücklichen" (?) Einheiten sah... Da habe ich ihn vermisst.

Ich schreibe all das bewusst ganz unabhängig von der Frage, ob er mich überhaupt wieder haben wollte! Denn es geht mir um MEINE (nicht vorhandene) Klarheit, die ich spüren muss, um weiter zu gehen.
Ich drehe mich seit einem Jahr im Kreis und verletze beide Männer . Und auch die Kinder, indem ich keine Klarheit lebe. (Denn auch für sie könnte es ja befreiend sein, nicht mehr diese ständigen unterschwelligen Spannungen zwischen meinem Mann und mir zu spüren, bzw inzwischen heftige Streits!).

Da ich es nicht mehr ausgehalten habe, auch meinem neuen Partner gegenüber nicht diese so wunderbare Klarheit, kein eindeutiges JA zu ihm, entgegenbringen zu können, wie er das tut (wie gerne würde ich das und es gibt Phasen, da denke ich ganz eindeutig, jetzt will ich NUR noch ihn und diese Liebe, Wärme, Leidenschaft, Geborgenheit...), habe ich ihm gegenüber nun eine Pause gewünscht. 
Auf der einen Seite fehlt uns natürlich total der Alltag als Patchwork Familie, um es wirklich beurteilen zu können , ob es passt. Und ich spüre auch die Angst davor, dass all daswunderbare, was wir glauben, besser zu machen als in unseren Ehen, mit der Zeit und dem Alltag verloren geht!
Aber ich wollte und konnte diesen Schritt nicht halbherzig gehen, um dann meinen Kindern in ein paar Jahren klar machen zu müssen, dass es das auch nicht war...
Und: ich möchte diesem wertvollen Menschen nicht mehr zumuten, kein eindeutiges und befreites JA von mir an uns zu bekommen! 
Er hat gesehen, gefühlt, gehört, wie groß und tief meine Liebe ist. 
Aber sie ist neu und unverbraucht.
Wobei ich allerdings auch anmerken muss, dass sie aufgrund der besonderen Konstellation nicht unbelastet ist/war. Wir haben schon viele Steine aus dem Weg geräumt und große Hindernisse überwunden.

Nur: bei allem Fühlen, Abwägen, bei allem Schmerz, Liebesgefühl.....ich bleibe zerrissen.
Und das wird nicht besser! Denn sobald ich der festen Ansicht bin, dass es zB mit meinem Mann aufgrund des beidseitigem Vertrauensverlustes gar nichts mehr werden KÖNNTE (vorausgesetzt, wir würden es mit Paartherapie und viiieel Arbeit versuchen), kommt im nächsten Moment der große Schmerz. 
Und umgekehrt. 
Meine Gefühle und mein "Erkennen" schlagen mir ständig nur Schnippchen. 

Selbst Psychotherapie (dort war ich unterstützend zu einer Erziehungsberatung bzgl der Großen, die uns vom ersten Tag an sehr herausgefordert hat) hat mir nicht geholfen.

Es kostet wahnsinnig viel Kraft (neben allem anderen) und ich leide inzwischen auch körperlich (Schlafstörung, Engegefühl im Herzen, Herzrasen).

Danke fürs nun doch lange lesen mit vermutlich vielen Tippfehlern (schreibe am Handy).

Hi Olyvia,
kann Dir leider nicht auf Deine lange Mail in PN antworten.
"User unbekannt" , bzw. ungültig.

LG Freitag

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