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Mein Schatz, der harte Mann, und die Welt der Gefühle

3. Dezember 2014 um 14:54 Letzte Antwort: 4. Dezember 2014 um 7:48

Hallo liebe Community.

Es gibt etwas, das mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitet. Vorweg: Ich bin 27, mein Mann ist 28. Wir sind seit diesem Sommer verheiratet und ca. 4 Jahre lang zusammen. In einer gemeinsamen Wohnung leben wir seit 3,5 Jahren. Er hat inzwischen fertig studiert und arbeitet, ich bastel derzeit an meiner Masterthesis. So viel zum Hintergrund.
Wir führen in der Regel eine harmonische Beziehung, auch wenn das von außen manchmal nicht unbedingt so wirkt. Wir haben sehr viel Spaß daran uns zu foppen und auf die Nerven zu gehen wir fordern uns quasi gegenseitig heraus. Natürlich geht einer auch manchmal zu weit und der andere wird stinkig oft genug könnte ich ihn zum Mond schießen, was ich ihm auch deutlich mache
Doch es herrscht auch kein Mangel an Liebesbezeugungen ein Ich liebe dich und ein letzter Kuss vorm Schlafengehen ist das Mindeste. Morgens wache ich immer davon auf, wie er mir ein Kuss auf die Stirn gibt, bevor er zur Arbeit aufbricht. Wenn wir zusammen mit Freunden unterwegs sind hängen wir viel aufeinander wobei ich jetzt nicht von wilden herumknutschen spreche. Eher so, dass wir immer nebeneinander sitzen und uns leicht berühren locker Händchen halten, Arm auf dem Knie des anderen, unbewusstes Streicheln am Arm und so weiter. Er kann aufmerksam sein, schenkt mir noch ab und an eine Rose, kauft mir ein Buch, bringt mir einfach so ein Überraschungsei mit, etc. Natürlich überrasche auch ich ihn gerne mit solchen Kleinigkeiten. Ab und an sehe ich etwas und denke, dass das doch was für ihn wäre und bringe es ihm mit.
Natürlich ist er auch mal unaufmerksam und nickt beispielsweise, obwohl er mir nicht zuhört. Aber ich habe ehrlich gesagt keinen Plan, was genau er bei der Arbeit macht obwohl er mir oft genug davon erzählt (er macht was sehr technisches und ich bin Biologin - ich höre lieber zu, wenn er von seinen Kollegen erzählt als von den ganzen technischen Kram). Aber so etwas ist wohl normal. Meiner Meinung nach ist es normales menschliches Verhalten, wenn man ab und an doch vergisst das Brot einzukaufen, worum der andere einen gebeten hat.

Ich wollte das nur vorwegschreiben, damit kein falscher Eindruck entsteht. Wir lieben uns sehr er ist für mich der wichtigste Mensch auf der Welt und ich habe keinen Zweifel daran, dass auch er mich liebt.

Und dennoch gibt es etwas, was mir zu denken gibt. (Ansonsten würde ich wohl jetzt auch nicht hier sitzen und vor mich hintippen Und zwar habe ich das Gefühl, dass er schlecht mit negativen Gefühlen, wie beispielsweise Angst und Trauer umgehen kann. Ich habe den Eindruck, dass er der Meinung ist, dass ein Mann keine Schwäche zeigen darf. Mein Problem dabei ist aber vor allem, dass er meine Ängste auch nicht ernst nimmt. Vor einiger Zeit haben wir uns über Kinder und Schwangerschaft und Geburt unterhalten. Er war der Meinung, dass ein Mann im Kreißsaal nichts zu suchen hätte. Ich habe daraufhin versucht ihm zu erklären, dass ich ihn bei der ganzen Geschichte bräuchte, weil ich schon jetzt Angst davor habe und mich mit ihm an meiner Seite wohler fühlen würde. Und da ich tatsächlich jetzt schon Angst davor habe, habe ich in diesem Moment sogar aufschluchzen müssen und meine Augen wurden ein wenig wässrig. (Nebenbei bemerkt: ich weine sehr wenig. Ich glaube in den vier Jahren hat er mich vielleicht 4-5 Mal weinen gesehen. Und ich bin jetzt auch keine Person, die ständig Angst hat. Irgendwie habe ich es nur nicht mit solchen körperlichen Sachen Nadeln in der Haut brrr. Muss bei Spritzen immer weggucken.)
Jedenfalls: in diesem Moment hat er genervt die Augenbrauen hochgezogen und mich nachgeäfft. Da war ich schon ziemlich baff und habe erst einmal nichts dazu gesagt. Später habe ich ihm dann gesagt, dass mich das doch ziemlich verletzt hätte. Er hat sich daraufhin entschuldigt, sich aber gleichzeitig zurückgezogen und wollte nicht weiter darüber sprechen. Ich habe nicht nachgehakt, da ich auch nicht wirklich wusste, was es darüber noch zu sagen gibt.

Aber es wurmt mich immer noch, da ich noch immer das Gefühl habe nicht ernst genommen zu werden. Und dies war auch nur das jüngste Beispiel. Es ist halt nur eine Kleinigkeit aber... ich mache mir viele Gedanken darüber, weil ich mich halt in dem Moment nicht ernst genommen fühle und es mich verletzt. Ich habe kein Problem damit, dass er über mich als Biologin mit Spinnenphobie lacht ich finde es ja selber recht albern, dass ich mit Heuschrecken total faszinierend finde, mir aber bei Spinnen der Angstschweiß auf der Stirn steht. Ich habe auch kein wirkliches Problem damit, dass er die Augen verdreht, wenn ich schon wieder irgendwo etwas vergessen habe (klar es ärgert mich aber es ist in Ordnung).

Aber das er mich nachgeäfft hat, als ich ihm anvertraut habe, dass ich Angst vor der Entbindung habe das war schon fies. Das tat weh, verdammte Scheiße!

Letztens hatte ich ihm auch von einer Studie erzählt, von der ich gelesen habe. Im Prinzip haben die Autoren erklärt, dass der Beistand durch einen geliebten Menschen Schmerz lindern kann. Er lachte und meinte, dass das doch bloß subjektiv sei. Ich wurde sauer und entgegnete, dass das natürlich subjektiv sei aber wo ist das Problem, wenn es demjenigen, der Schmerzen hat, hilft?

Der Verantwortung entzieht er sich übrigens nicht Geburtvorbereitungskurse für Männer hält er für sinnvoll. Klar da lernt man ja richtiges Wissen harte Fakten, etc. Und ob wir irgendwann Kinder haben werden ist für ihn keine Frage.
Nebenbei bemerkt: Ich selbst bin nicht schwanger aber das Thema kam halt auf, weil so viele Freunde und Bekannte auf einmal Nachwuchs haben und mit Ende Zwanzig ist das Thema ja nun auch nicht so weit entfernt. Da redet man halt drüber und macht sich Gedanken.

Und wie gesagt: Es gab schon mehr Beispiele. Als jemand gestorben ist, der mir nahestand, war ich sehr lange sehr traurig. Als bei ihm jemand aus der Familie gestorben ist, der ihm wirklich verdammt nahestand, hat man ihm nichts angesehen. Es waren eher Kleinigkeiten, durch die man seine Trauer erahnen konnte. Okay - dass er nichts zeigen will, damit kann ich leben. Ich wollte nur, dass er es akzeptiert, dass es bei mir anders ist. Dass ich nicht verdrängen kann, sondern dass es mir gut tut zu trauern. Ich glaube er hat es bis heute nicht verstanden. Auch damals gab es immer wieder Diskussionen, weil er nicht verstanden hat, dass ich keine Lust hatte mich mit Freunden zu treffen und mich damit abzulenken. Ich habe damals lieber Tage damit verbracht ein Fotobuch über die verstorbene Person zu basteln. Er verstand nicht, dass bei mir "Verarbeiten" mehr half als "Ablenken".

Okay, genug geschrieben ich denke ich habe mein Problem klar gemacht. Und natürlich hört sich das alles ein wenig an nach: Wer keine Probleme hat, der schafft sich halt welche. Mag sein, dass das so ist. Allerdings sehe ich kein Problem darin mögliche Konflikte so früh wie möglich anzugehen, bevor sie richtig groß werden und ausarten können. Und es ist ja doch etwas, das immer wiederkehrt.

Was erwarte ich nun von den Antworten... hmm... weiß ich selbst nicht so genau. Vielleicht hat jemand einen Tipp, wie ich damit umgehen kann. Oder auch Argumente, mit denen ich ihm begreiflich mache, dass das alles nicht albern ist, sondern ernst genommen werden kann. Vielleicht kennt auch jemand mein Problem aus erster Hand und kann mir seine Erfahrungen schildern aus denen ich lernen kann. Vielleicht ist auch jemand fit genug in Psychologie und kann mir näher erklären, wieso er vielleicht so handelt? Vielleicht wollte ich mir aber auch einfach den Ärger wegschreiben

Keine Ahnung schreibt was ihr wollt. Ich bin für alle eure Gedanken dankbar. Und vielen Dank, wenn ihr bis hierhin mit dem Lesen durchgehalten habt... ich neige zu Romanen - kann irgendwie besser schreiben als sprechen ;P Deshalb wundert euch auch nicht, wenn ich ein paar Tage für Antworten brauche. Ich werde lesen was ihr schreibt und dann ein wenig darauf herumgrübeln, bis ich erneut einen halben Roman schreibe

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3. Dezember 2014 um 17:32

Vielen Dank schon mal für eure Antworten (außer dir, rolanhelp, du bist unnütz .
Vielen Dank schon mal für eure Antworten (außer dir, rolanhelp, du bist unnütz .
Obwohl ich angekündigt habe, dass ich vielleicht etwas zum Antworten brauche, habe ich mich doch schon zum tippen hingesetzt, kaum dass ich die ersten Beiträge gelesen habe. Ich fange mal vorne an

@lana78130: Klar erfreue ich mich an der Beziehung. Hmm.. lass es mich so erklären: Ich habe ein perfekt eingerichtetes Wohnzimmer, nur da hinten in der Ecke da ist die Tapete kaputt. Und nun gucke ich, ob man da nicht was machen kann
Ich will ihn da auch nicht verändern. Ich verlange nur, dass er auch akzeptiert, dass ich da anders bin. Ich will in dieser Hinsicht von ihm ernst genommen werden.

@matomasi: Mit diesen Argumenten habe ich ihn auch innerhalb kürzester Zeit davon überzeugt, dass ein Vorbereitungskurs für Männer sinnvoll ist. Als ich das erst zur Sprache gebracht hatte, schaute er mich noch skeptisch an. Dann meinte ich, dass es doch sinnvoll ist, wenn auch er informiert ist über alles, was passieren kann. Da hat er dann gleich genickt und meinte: Klar, dass ist sinnvoll, das macht er dann irgendwann, wenn es so weit sein sollte.
Wenn ich ihm also sage, dass er dabei sein sollte, weil nicht die ganze Zeit ein Arzt oder eine Hebamme bei mir sein wird und dann ich jemanden brauche, der im Notfall jemanden herruft klar, kein Problem da ist er dann auch sofort dabei.
Wie ich schon lana78130 geschrieben habe: Was mich stört ist, dass er meine Angst nicht akzeptiert. Hm... lies am besten auch noch, was ich gleich mathilda schreibe das zielt ja auf das gleiche Thema ab.

@mathilda789: Damit, dass mein Mann anders ist, damit habe ich kein Problem. Dass er bei dem Tod seines Verwandten lieber feiern geht ist vollkommen in Ordnung. Ich habe das nicht einmal in Frage gestellt. Ich habe ihm niemals vorgeschlagen doch lieber Zuhause zu bleiben und ein Fotobuch zu basteln Nein, nein... statt dessen habe ich mit ihm zusammen Bier getrunken und gefühlt hunderte von Fußballspielen angesehen :P Ich habe darauf vertraut, dass er selbst am besten weiß, was für ihn gut ist. Ich habe ihm hier und da mal etwas vorgeschlagen, doch wenn er dazu nein gesagt hat, dann habe ich das akzeptiert und nicht versucht ihm meine Idee aufzudrängen. Ich habe ihn auch nicht für oberflächlich gehalten. Ich habe ja dennoch gesehen, dass das alles nicht an ihm vorbei geht. Es waren bei ihm nur halt eher winzige Details, die mir das gezeigt haben. Aber wie gesagt: Das war für mich in Ordnung. Ich habe ihn so genommen, wie er da halt war.
Das Problem ist nur, dass er nicht akzeptiert, dass ich nicht so bin. Dass er nicht darauf vertraut, dass auch ich weiß, was gut für mich ist. Er hat immer wieder versucht mich davon zu überzeugen, dass seine Vorschläge besser sind als meine. Das war das Problem und nicht, dass er anders ist als ich.

Und bei der Geburtsgeschicht geht es mir auch nicht darum Bindung zu stärken oder so. Ganz ehrlich: An das Zerschneiden der Nabelschnur habe ich bisher gar nicht gedacht. Das ist mir vollkommen Wurst
Mein Problem stelle ich mal verkürzt in diesem fiktiven Dialog dar. Ich glaube, so kommt das besser rüber:
Ich: Schatz, ich habe Angst vor der Geburt.
Er: Da kann ich auch nichts machen.
Ich: Doch du kannst bei mir sein und meine Hand halten.
Er: Quatsch, das hilft doch nicht.
Ich: Doch, mir würde es helfen nicht allein damit zu sein.
Er: Quatsch, du hast Unrecht.

Und das ist mein Problem: Ich habe das Gefühl, dass er mich hierbei nicht ernst nimmt. Er kann hier nicht mit Hammer und Schraubenschlüssel herangehen, also ist es unwichtig.

@Ti3ini3pvri: Ja, im Prinzip gebe ich dir mit deiner Analyse vollkommen Recht: Er will die Hosen anhaben. Das Dumme ist nur, dass ich mindestens genauso bockig bin wie er (ich habe bei der Hochzeit beispielsweise meinen Nachnamen behalten). Den Satz: Was soll ich da reden, du machst es am Ende doch so, wie du willst., höre ich auch ab und an mal.
Ich denke aber auch, dass wir beide das brauchen. Einen Mann, der sich mir einfach unterordnet, den könnte ich nie ernst nehmen. Ich brauche seinen Dickkopf. Und ich glaube, dass er meinen genauso braucht den habe ich nicht erst nach der Hochzeit raus geholt

Ja - Er ist schneller bei Entscheidungen als ich. Oft fordere ich aber auch einfach meine Bedenkzeit ein. Ich habe ihm mittlerweile klar gemacht, dass ich oft mehr nachdenken muss als er. Das findet er doof, meckert auch deswegen immer noch herum, akzeptiert es aber. Ich denke, er hat es unter der Kategorie Macke verbucht, wenn ich im Baumarkt zwanzig Minuten vor den Farbtöpfen stehen will, bevor ich mich entscheide. Aus Prinzip grummelt er dann immer ein wenig herum, macht dann in der Zeit etwas anderes.
Manchmal ist es aber auch so, dass ich mich von seiner Entscheidung einfach mitreißen lasse. Die Sache ist mir nicht so wichtig und dann profitiere ich halt davon, dass er da schon weiß, was er will und ich schließe mich ihm einfach an. Ich kann mich beispielsweise nie entscheiden was ich in einer Bar trinken will und nehme dann einfach das, was er bestellt In einem Cafe ist es übrigens meist anders herum: Da weiß ich immer gleich, was ich trinken will und da schließt er sich meist meiner Entscheidung an... aber ich gebe zu: anders herum kommt es öfter vor.

Ich behaupte mal, dass wir beide die Hosen anhaben wollen und beide dickköpfig sind. Ich denke aber auch, dass ich empathischer bin als er und deshalb in Sachen Gefühle mehr Rücksicht nehme als er und deshalb öfter einen Schritt zurückgehe als er. Ich habe aber große Probleme mit dem Begriff unterordnen. Ich ordne mich nicht unter! Es kann aber sein, dass ich öfters nachgebe als er. Aber wenn ich von etwas überzeugt bin, dann ziehe ich das auch so durch egal was er sagt.

Und ganz klar widerspreche ich deiner Behauptung, dass meine Gefühle für ihn mehr Priorität haben sollten als seine. Für jeden von uns sollten die eigenen Gefühle an erster Stelle stehen.

Und ich denke auch nicht, dass er dafür zu sorgen hat, dass er mir gut geht. In erster Linie habe ich selbst dafür zu sorgen. Aber wir haben beide dafür zu sorgen, dass unsere Beziehung weiterhin funktioniert. Und dazu gehört halt auch sich Gedanken zu machen, was man für den anderen tun kann. Nur weil ich mich in einem pink gestrichenen Zimmer wohl fühle, kann ich nicht einfach nach Farbe und Pinsel greifen denn er hat das auch ein Mitspracherecht. Und so ist aus dem Pink halt ein Apricot geworden. Wenn es nach ihm gegangen wäre, dann wären die Wände weiß geblieben.

Okay... zusammengefasst habe ich grade gesagt, dass ich dir in deiner Analyse recht gebe, nicht aber in deinen Handlungsvorschlägen


@mathilda789: Oh, noch ein Beitrag von dir.
Auch bei dir muss ich widersprechen. Neurotisch bin ich nicht bei Spinnen. Natürlich muss er die alle wegmachen und ich fühle mich in einer spinnenlosen Wohnung weitaus wohler. Ich steige nicht in die Dusche, wenn über mir eine Spinne hängt. Aber ich schlage mich im Spätsommer durch einen verdammten Birkenwald um in ein Hochmoor zu gelangen und dort kann man keine zwei Schritte machen ohne in ein Spinnennetz zu laufen. Hier helfe ich mir durch einen langen Stock, mit dem ich alles kaputt mache, was an Netzen vor mir hängt. Und in der Regel laufe ich auch nicht schreiend durch die Wohnung, wenn da so ein langbeiniges Ding an der Decke hängt. Wenn er da ist rufe ich ihn um das wegzumachen, wenn nicht hole ich den Staubsauger. Und diese Phobie ärgert mich selber, deshalb lasse ich sie nicht raushängen oder schauspielere herum. Wenn ich aber eine Jagdspinne durch die Wohnung rennt reagiere ich instinktiv ich bin jedes Mal selbst erstaunt darüber, wie weit ich dann springen kann. Und ich war auch jedes Mal ganz zittrig, wenn ich wieder aus diesem blöden Birkenwald heraus war >.> Aber das war ich auch, wenn niemand in der Nähe war. Wie gesagt: Ich ärgere mich selber darüber und versuche daran zu arbeiten.

Und ich merke grade, dass ich mit dem, was ich eben geschrieben habe, dein nachfolgendes Argument unterstütze: Ja... es kann sein, dass ich manches persönlich nehme. War der Ausdruck Neurotisch vielleicht eine Falle? Und ja, ich verliere mich oft in Dingen und in meinen Gedanken. Er ist halt das genaue Gegenteil: Schnelle Entscheidungen, schnelles Handeln. Er sagt mir auch oft, dass ich nicht so viel nachdenken sollte.

Okay... was soll ich darauf erwidern... hm... ich weiß es nicht... daher definiere ich diesen Beitrag erst einmal als beendet und denke ein wenig darüber nach

Nein, nicht ganz: Ich möchte nur eben hinzufügen, dass ich meistens nicht sonderlich gefühlvoll bin. Ein Mitbewohner hat mich mal Ratio-Meles (richtiger Name wurde ausgetauscht) genannt. Im Gegensatz zu unserer anderen Mitbewohnerin war ich ein Roboter. Ich bin allerdings gefühlvoller als er, dem will ich nicht widersprechen.
Aber denk jetzt bitte nicht, dass ich ihn andauernd mit solchen Sachen überrenne. Er wird gleich nach Hause kommen und ich freue mich auf ihn. Wir werden zusammen zu Abend essen und uns ein wenig vom Tag erzählen. Diese ganze Diskussion hier werde ich mit keinem Wort erwähnen. Statt dessen werden wir ein bisschen fernsehgucken, dann wie immer früh zu Bett gehen, ein wenig kuscheln, uns einen Gutenachtkuss geben und uns dann unter unsere Decke wühlen.
Und im Allgemeinen würde ich schätzen, dass auf ein negatives Gefühl in dieser Beziehung mindestens zehn positive Gefühl kommen.

Okay, nun ist aber echt genug fürs erste

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4. Dezember 2014 um 7:48

Ich glaube
Dein Mann versteht dich ganz gut. ABER: er hat genau so viel Schiss vor der Geburt wie du. Er kann die Situation nicht einschätzen, hat Angst, dass irgendetwas eintreffen wird, womit er nicht gerechnet hat, hat Angst, dass du in dieser Ausnahmesituation etwas erwartest, was er in diesem Moment dir nicht bieten kann. Deswegen zieht er sich komplett aus der Situation heraus und will gleich gar nicht dabei sein. Und er möchte es einsrucksvoll überspielen, indem der dir nachkläfft. Es soll zum Ausdruck bringen, dass er das wirklich nicht wahrhaben will, dass du Angst hast. Er hat vielleicht Angst, dass du Angst hast.... Wenn ihr euch häufig sehr stark neckt und dir das nichts ausmacht, kann ich mir vorstellen, dass er davon ausgehen möchte, dass du eine rundum starke Frau bist, ohne jegliche Ängste....

Das ist meine Vermutung....

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3. Dezember 2014 um 21:25
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