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Mein Partner leidet....

21. Juni 2010 um 9:16

Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich schildere mal die Sitation im Überblick:

Ich bin mit meinem Freund seit 4 Jahren zusammen. Seit 7 Monaten haben wir eine kleine Tochter.

In den Jahren unserer Beziehung ist mir immer wieder das Verhältnis zu seinen Eltrn aufgefallen.... Auch, dass er sich in seinem Verhalten und seiner Art und Weise veränderte, sobald er mit ihnen zusammen war. Mit der Zeit habe ich so einiges herausgefunden und wir reden heute offen darüber: Das Verhltnis zu seinen Eltern war während der Kindheit nicht so gut, er musste immer um Liebe u Anerkennung kämpfen, die er dann trotzdem nicht bekommen hat. entweder war er der "Buhmann" oder mal wieder sein (einziger) Bruder. Es entstand zwischen den Brüdern eine Art Konkurrenzkampf, wer jetzt gerade die Gunst der Eltern auf sich ziehen konnte.... Seine Eltern sind "einfache" Leute, sehr ignorant, verbohrt,haben keine wirklichen Freunde....

Fakt ist, mein Freund ist mit 17 ausgezogen, steht seitdem auf eigenen Beinen (heut e ist er 27). In der Zeit nach dem Auszug "verbesserte" sich das Verhältnis, soweit ich das Beurteilen kann, war das mehr SCHEIN als SEIN. Denn er hat sich verbogen und gekrümmt um es denen einigermaßen "recht" zu machen, jedoch war das keine wechselseitige Beziehung. Und er hat alles einfach immer verdrängt, wenns mal wieder nicht so gut lief. In den letzten Jahren, auch nach seinem Auszug, hat er weiter um die Gunst der Eltern gekämpft. Er hat verschiedene "Methoden" ausprobiert und es hat trotzdem nicht funktioniert, was ihn frustierte.

Jetzt nach der Geburt unserer Tochter, wie soll es auch anders sein, kommt natürlich alles nochmal hoch. Er denkt vermehrt an seine Kindheit, an seine Eltern etc. Und stellt wieder einmal den Unterschied zu anderen Eltern-Kind-Beziehungen fest. In dem Fall vergleicht er viel die Art u Weise zwischen mir und meiner Familie, denn er hat stetig die Unterschiede vor Augen. Zunächst einmal freut man sich in meiner Familie über Kinder und Nachwuchs. Diese Freude drückt sich dann durch ganz viel emotionale Anteilnahme und auch durch Geschenke und Aufmerksamkeiten aus(das ist jetzt aber nicht so wichtig). (Wir wohnen leider 500 km von unseren Familien entfernt) Fast täglich ruft jemand an und fragt auch detailliert nach uns und unserer Tochter. Obwohl soweit entfernt, weiß meine Seite sehr gut über die Entwicklung unserer Tochter, die Freuden und Sorgen Bescheid.... Seine Seite hat mir nichtmal zur Geburt gratuliert.... Alle zwei Wochen kommt ein großes Paket hier an, sie versuchen uns zu Besuchen etc.... Von seiner Seite kam noch nie etwas....

Natürlich leidet mein Freund darunter. Seit der Gbeurt verdrängt er nicht mehr, sondern setzt sich damit auseinander. Ich versuche ihm mit Objektivität und Reflexion zur Seite zu stehen. Ich kann ihm auch sehr gut helfen, aber mir fehlt die TOP - Antwort. Im Moment ist er noch voller Emotionen, sprich er ist mal wieder wütend, dann trraurig, dann enttäuscht. es tut ihm sehr weh, dass solche Liebe und Anerkennung nicht von seiner Seite her rührt. Und sein sehnlichster Wunsch wäre natürlich, dass er soetwas auch von seiner Seite erfahren würde.....

Ich suche jetzt die TOP Antwort, das heißt: wie würde ein Experte, sprich Psychologe o-ä. nun agieren. Was würde er raten, bzw. wie würde er mit ihm arbeiten. Wie kann mein Freund vorallem mit seiner Trauer umgehen? wird er immer traurig bleiben müssen, immer schmerz verspüren?
Ich gehe davon aus, dass er sich mit gewissen Sitautionen einfach "abfinden" muss. aber was heißt "abfinden"....

ich hoffe, dass es einigermaßen verständlich wurde.
Vielen Dank für eure Antworten.

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21. Juni 2010 um 9:29

Unterstützung
hm, ist schon lieb von dir das du ihm helfen willst.
ABER: er muss sich selbst mit seiner familie auseinandersetzen. das kann ihm keiner abnehmen.
wenn sein leidensdruck gross genug ist wird er sich vielleicht selbst therapeutische hilfe suchen. aber er muss es auch selbst machen. ihn nur schicken wird nicht funktionieren.
und in der therapie muss er sich wirklich öffnen, und dann den unbequemen weg gehen indem er sich mit der familie auseinandersetzt.
er muss da mal mit dem fuss aufstampfen und sagen : ich bin wer! ihr habt mich übersehen, aber ab jetzt nicht mehr!
lg

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21. Juni 2010 um 9:34

Schleichwerbung!!!

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21. Juni 2010 um 9:39

...
Der Schmerz geht wenn man anfängt zu akzeptieren. Und aufhört zu kämpfen. Er muss begreifen und fühlen, dass es nicht an IHM liegt sondern an seinen Eltern. Die er nicht ändern kann. Er sollte statt sein Augenmerk ausschließlich auf das zu richten, was er NICHT hat, lieber mehr in den Focus nehmen, WAS er HAT. Eine tolle Frau, ein wunderbares Kind und eine liebende Schwiegerfamilie. Das ist schon mehr als bei den Meisten.

Und was eure Psychoberatung angeht. Für mich habt ihr (du?) euch disqualifiziert, als ihr hier einer Userin geraten hat, zur Belebung der Beziehung doch ein Kind in die Welt zu setzen. Ob die TE hier also Kontakt mit EUCH aufnimmt, sollte sie sich gut überlegen. Es gibt sicherlich bessere Psychologen als eure Beratung.

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21. Juni 2010 um 9:51

Also mal eins
vorweg: Das hier ist ein Forum mit Privatmenschen die ihre Meinung sagen. Wenn es hier Psychologen gibt, dann rein zufällig. Du suchst DIE Antwort, die sollte dann vllt. auch ein wirklicher Psychologe herausarbeiten.

Meine Meinung nach gibt es zwei Wege. Entweder er lernt die Situation zu akzeptieren und einfach nichts mehr darauf zu geben was seine Eltern sagen denn er hat es doch anscheinend in seinem Leben geschafft. Er hat jetzt einen Job und eine eigene Familie. Er kann jetzt all das besser machen was seine Eltern falsch gemacht haben. Natürlich ist das sehr traurig für ihn und ein Armutszeugnis für seine Eltern aber ER sollte darunter nciht weiter leiden. Aber WIE er das akzeptieren kann, das muss er entweder selber erkennen oder mit Hilfe eines Psychologen und den findest du nicht hier im Forum.

Der andere Weg wäre, dass er sich offen mit seinen Eltern auseinandersetzt. Dafür darf er aber nicht mehr darunter leiden, dass sie gefühlsarme Eltern waren. Es muss ihm egal sein, ob und wie sie weiter an seinem Leben teilhaben. Und das ist deinen Aussagen nach momentan sicher nicht so. Dann könnte er nämlich mit ihnen reden und ihnen ins Gesicht sagen was er von ihrem Verhalten hält. Aber dafür darf er, wie gesagt, nicht mehr wirklihc leiden und "schwach" auftreten bei seinen Eltern sondern wirklich ausstrahlen, dass es ihm egal ist und sie offen fragen ob ihnen ihr Enkelkind genauso wenig am Herzen liegt wie er und sein Bruder es getan haben und ob sie sich überhaupt nicht für ihn freuen, dass er ein Kind hat weil sie nichtmal gratuliert haben.
Dafür muss er aber gefestigt sein damit er nicht als trotzig rüberkommt und seine Eltern nur mit Vorwürfen zupflastert die sie dann eh nicht ernstnehmen. Es muss ein ruhiges und sachliches Gespräch werden bei dem rüberkommt, dass er mit der Einstellung seiner Eltern nicht einverstanden ist und es in ihrer Hand liegt ob und wie sie am Leben ihres Sohnes und ihres Enkelkindes teilhaben werden.

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21. Juni 2010 um 9:59
In Antwort auf kilie_12351775

...
Der Schmerz geht wenn man anfängt zu akzeptieren. Und aufhört zu kämpfen. Er muss begreifen und fühlen, dass es nicht an IHM liegt sondern an seinen Eltern. Die er nicht ändern kann. Er sollte statt sein Augenmerk ausschließlich auf das zu richten, was er NICHT hat, lieber mehr in den Focus nehmen, WAS er HAT. Eine tolle Frau, ein wunderbares Kind und eine liebende Schwiegerfamilie. Das ist schon mehr als bei den Meisten.

Und was eure Psychoberatung angeht. Für mich habt ihr (du?) euch disqualifiziert, als ihr hier einer Userin geraten hat, zur Belebung der Beziehung doch ein Kind in die Welt zu setzen. Ob die TE hier also Kontakt mit EUCH aufnimmt, sollte sie sich gut überlegen. Es gibt sicherlich bessere Psychologen als eure Beratung.

Für die belebung
ein kind? nee, ne?
ich glaubs ja wohl nicht

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21. Juni 2010 um 18:48

Vielen Dank...
...für eure schnellen und vielseitigen Antworten.

Auch ich habe ihm schon gesagt, dass er die Situation akzeptieren muss niemals das zu bekommen, was er sich wünscht. Auch, dass er sich auf sein Leben, also unser Leben konzentrieren soll, was er prinzipiell auch macht. Immerhin leben wir autark.
Aber das ist alles immer leichter gesagt als getan...

Dann sind da eben die Tage und Wochen wo es wieder an ihm nagt und er sich die Frage stellt: WARUM...

Ich denke, es wird noch eine lange Zeit dauern, bis er letztenendes den sogenannten "Seelenfrieden" findet.

Es ist schön zu sehen, dass wir, bzw. er zumindest in die "richtige" Richtung gewiesen wird, weil ich viele Dinge die ihr schreibt, ihm selber geraten habe. Mir ist außerdem bewusst, dass er immer aus eigenem Willen handeln muss, da es sonst nichts bringt... Aber er ist gott sei dank sehr offen für Ratschläge.

LG

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