Forum / Liebe & Beziehung

Mein Partner hat eine Zwangspersönlichkeitsstörung

1. Februar um 2:28 Letzte Antwort: 2. Februar um 10:57

ner Unterhaltung, lässt er sich stest viel Zeit bevor er eine Antwort gibt. Ich dachte am Anfang immer diese etwas rigide, steife Art wird sich legen, doch das war nicht so..
Er hat so gut wie keine Freunde, er hat kein Hobby, und sein Perfektionismus in allem was er tut extrem. Er führt seinen Haushalt mit grosser Pedanterie, perfekt eben, kein Stäubschen, alles hat seine feste Ordnung. Und ein grosser Teil seiner Freizeit gilt natürlich dass dies auch so bleibt.Ich gehe nicht sonderlich gerne zu ihm zu Besuch, denn kaum stehe ich vom Sofa auf, muss er unmittelbar danach die Kissen wieder ordnen.
Seine Gesprächsthemen sind alles wirtschaftliche Themen....
Auch habe ich ihn selten freudig, oder schallend lachen (nie) erlebt.
Ich bin eine lebensfrohe, leidenschaftliche Person, und nun ist das Lachen mir vergangen.
Er fühlt sich ausgegrenzt wenn ich mal ohne ihn etwas mit einer Kollegin , oder meiner  Tochter machen möchte.  Ich schäme mich es zu sagen aber mir ist einfach langweilig mit ihm zusammen. Es gibt , ausser das Wandern, keine gemeinsame Interessen.
erzähle ich ihm von meinen Erlebnissen, Träumen, bekomme ich kaum eine Antwort.
Ich freue mich gar nicht mehr auf ihn, ständig seine pessi weiter führen kann/will...
Wie konnte ich mich nur so täuschen.

Für eure Meinungen, Erfahrungen wäre ich sehr dankbar
Liebe Grüsse


 

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1. Februar um 3:33

Hallo Maxima, 

Es liegt ganz alleine bei dir, mit wem du deine Zeit verbringst. So wie du es beschreibst, klingt es für mich nicht, als wäre eurer Partnerschaft eine lange Zukunft beschieden...

Freundliche Grüße, Christoph

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1. Februar um 5:43

Guten Morgen, hast du es vielleicht mit einem Asperger Autisten zu tun ? Wie auch immer, was soll er machen, er ist so. Und du bist anders. 

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1. Februar um 6:12

Sei froh, dass er kein Narzisst ist, es hätte nämlich noch schlimmer sein können.

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1. Februar um 10:29

Hallo,

irgendwas hast Du in ihm schon gesehen, was ihn anziehend für Dich gemacht hat. Wenn Du mit seiner Art nicht klar kommst, dann trennst Du dich. Jeder ist halt anders, die Frage ist, kommen beide mit klar. Wenn er beleidigt ist, wenn Du mit anderen Spaß hast, finde ich nicht optimal für eine gesunde Beziehung. Ich finde allerdings, dass man heutzutage viel zu schnell irgendwelche Persönlichkeitsstörungen jemandem unterstellt, weil mans irgendwo aufgeschnappt hat. Ein Mensch hat viele Facetten. Nur weil der Charakter gewisse Eigenschaften zeigt, heißt das noch lange nicht, dass derjenige eine Störung haben muss.

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1. Februar um 14:16
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ner Unterhaltung, lässt er sich stest viel Zeit bevor er eine Antwort gibt. Ich dachte am Anfang immer diese etwas rigide, steife Art wird sich legen, doch das war nicht so..
Er hat so gut wie keine Freunde, er hat kein Hobby, und sein Perfektionismus in allem was er tut extrem. Er führt seinen Haushalt mit grosser Pedanterie, perfekt eben, kein Stäubschen, alles hat seine feste Ordnung. Und ein grosser Teil seiner Freizeit gilt natürlich dass dies auch so bleibt.Ich gehe nicht sonderlich gerne zu ihm zu Besuch, denn kaum stehe ich vom Sofa auf, muss er unmittelbar danach die Kissen wieder ordnen.
Seine Gesprächsthemen sind alles wirtschaftliche Themen....
Auch habe ich ihn selten freudig, oder schallend lachen (nie) erlebt.
Ich bin eine lebensfrohe, leidenschaftliche Person, und nun ist das Lachen mir vergangen.
Er fühlt sich ausgegrenzt wenn ich mal ohne ihn etwas mit einer Kollegin , oder meiner  Tochter machen möchte.  Ich schäme mich es zu sagen aber mir ist einfach langweilig mit ihm zusammen. Es gibt , ausser das Wandern, keine gemeinsame Interessen.
erzähle ich ihm von meinen Erlebnissen, Träumen, bekomme ich kaum eine Antwort.
Ich freue mich gar nicht mehr auf ihn, ständig seine pessi weiter führen kann/will...
Wie konnte ich mich nur so täuschen.

Für eure Meinungen, Erfahrungen wäre ich sehr dankbar
Liebe Grüsse


 

Eine Verhaltenstherapie könnte bei einer Zwangsstörung helfen...wenn es z.B. irgendwelche Ereignisse in seinem Leben gab, die ihn zu dem gemacht haben was er jetzt ist, könnten diese aufgearbeitet werden...wenn er allerdings nicht bereit ist an sich zu arbeiten, dann würde ich mich an deiner Stelle trennen...
 

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1. Februar um 15:26
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Hallo,

irgendwas hast Du in ihm schon gesehen, was ihn anziehend für Dich gemacht hat. Wenn Du mit seiner Art nicht klar kommst, dann trennst Du dich. Jeder ist halt anders, die Frage ist, kommen beide mit klar. Wenn er beleidigt ist, wenn Du mit anderen Spaß hast, finde ich nicht optimal für eine gesunde Beziehung. Ich finde allerdings, dass man heutzutage viel zu schnell irgendwelche Persönlichkeitsstörungen jemandem unterstellt, weil mans irgendwo aufgeschnappt hat. Ein Mensch hat viele Facetten. Nur weil der Charakter gewisse Eigenschaften zeigt, heißt das noch lange nicht, dass derjenige eine Störung haben muss.

Hallo Purpurrot
Danke für deinen Statment, die Diagnose Zwangspersönlichkeitsstörung habe ich von der  Psychologin bekommen, als ich mich entschlossen habe Hilfe zu holen. Gerade weil ich immer auch  mich selbst reflektiere, da mich sein Verhalten nervt, und ich mich frage was ich denn tun könnte, statt gleich an Trennung denken...

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1. Februar um 15:56
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Hallo Purpurrot
Danke für deinen Statment, die Diagnose Zwangspersönlichkeitsstörung habe ich von der  Psychologin bekommen, als ich mich entschlossen habe Hilfe zu holen. Gerade weil ich immer auch  mich selbst reflektiere, da mich sein Verhalten nervt, und ich mich frage was ich denn tun könnte, statt gleich an Trennung denken...

Dies war auch allgemein in die Runde, weil viele in diesem Forum (auch draußen) sehr schnell Psychologe sind.
Und danke, dass Du zu der seltenen Gattung gehören, die sich die Frage stellt "Was kann ich tun?" Und sich nicht bei dem nächsten Problem abwendet und trennt. Menschen sind so verwöhnt und bequem heutzutage, dass sie eine Beziehung sich wünschen aber mit einem Wisch alles wegwischen wollen. Als eine Dame, die vor kurzem so eine bittere Erfahung gemacht hat, weiß ich wie schwer das für einen sein kann.

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1. Februar um 15:56
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Eine Verhaltenstherapie könnte bei einer Zwangsstörung helfen...wenn es z.B. irgendwelche Ereignisse in seinem Leben gab, die ihn zu dem gemacht haben was er jetzt ist, könnten diese aufgearbeitet werden...wenn er allerdings nicht bereit ist an sich zu arbeiten, dann würde ich mich an deiner Stelle trennen...
 

Hallo Cullinan
Danke schön auch für dein Input.
Ja, effektiv, er hat eine ziemlich lieblose Kindheit erlebt,  seine Eltern heirateten, weil "Er" unterwegs war, ungewollt. Seine Mutter war gerade mal 19 .Er hat mir offenbart, dass seine Eltern sehr zurückhaltend waren mit Gefühlen zeigen.Ich war nun auch schon ein paar mal zu Besuch, bei Ihnen.
Es ist so trostlos, nie wird mal gelacht, keine liebevollen Begrüssungen, keine Umarmung, auch nicht zwischen Eltern und Söhne. Der Vater zeigt ein patriarchales Verhalten.Mein Partner erzählte mir dass er niemals Worte des Lobes bekam, egal wie viel Mühe er sich gab, nie wurde es wertgeschätzt.
Heute habe ich einen erwachsenen Mann an meiner Seite, der noch immer nach dieser  Wertschätzung lechtzt. Dieses Bemühen alles perfekt zu machen, kommt vielleicht von da her. Sein verletztes  inneres Kind steht oft zwischen uns, und fühlt sich zu wenig wert geschätzt, ungenüegend, und trotzig.
Ich habe ihm vorgeschlagen an sich zu arbeiten, und sich professionelle Hilfe holen.Seine Antwort : 1: Er habe keine Kraft für so etwas, weil er im Job bereits energetisch an seine Grenzen kommt : Er möchte einfach so angenommen werden wie er ist, und es gut und schön haben mit mir. Verheiratet war er nie, auch keine Kinder, da er Angst hatte vor Verantwortung. Er ist so gefangen in diesem Hamsterrad, auf Leistung und perfektionnismus aus, verdient glaube ich auch gut.Doch mal etwas Spontanäität, mal etwas "unvernünftiges" sich auch einmal etwas aussergewöhnliches gönnen, das ist undenkbar.Er müsse  fürs Alter sparen...
Ich möchte leben, ich möchte auch  mal unbeschwert sein, doch da sind wir grundverschieden....
Es ist für mich eine echte Herausforderung, und es raubt uns so viel Energie.
Es gibt auch viel Streit die letzten Monate, so dass ich nun auch keine Lust mehr habe mit ihm zusammen zu leben. Ich spüre innerlich, dass es ein Fehler wäre.

 

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1. Februar um 16:17
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Dies war auch allgemein in die Runde, weil viele in diesem Forum (auch draußen) sehr schnell Psychologe sind.
Und danke, dass Du zu der seltenen Gattung gehören, die sich die Frage stellt "Was kann ich tun?" Und sich nicht bei dem nächsten Problem abwendet und trennt. Menschen sind so verwöhnt und bequem heutzutage, dass sie eine Beziehung sich wünschen aber mit einem Wisch alles wegwischen wollen. Als eine Dame, die vor kurzem so eine bittere Erfahung gemacht hat, weiß ich wie schwer das für einen sein kann.

Das tut mir Leid für dich.
Ich bin mir bewusst, dass wir alle nicht perfekt sind.Wir bringen unseren Erfahrungsrucksack mit in eine Beziehung, und jeder, jede, hat ihn.
Auch ist mir klar, dass Beziehung auch Arbeit bedeutet und kompromissfähigkeit.
Doch bei aller Liebe, wenn eine Beziehung am eigenen Wohlbefinden nagt, wenn wir, trotz Wohlwollen, trotz Gefühlen, merken, dass die Partnerschaft nur dann funktionniert weil wir unsere eigenen Wünsche, Träume, unterdrücken , dann hat es für mich etwas ungesundes. Da ist ja noch die Selbstliebe.Und wer sich selbst nicht liebt, kann auch niemanden anderen lieben. Wir sind natürlich selbst für unser Glück verantwortlich.

 

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1. Februar um 16:25
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Hallo Maxima, 

Es liegt ganz alleine bei dir, mit wem du deine Zeit verbringst. So wie du es beschreibst, klingt es für mich nicht, als wäre eurer Partnerschaft eine lange Zukunft beschieden...

Freundliche Grüße, Christoph

Hallo Christoph

wo du Recht hast ,hast du Recht.
Es mag ein wenig schräg tönen, doch Lockdown sei Dank , und statt wie in unseren Anfängen, nur die freien W.Eden zusammen teilten, lernten wir jetzt auch wie Alltag sein würde. (Hatten wir doch vor zusammen zu ziehen).
Mein Partner wohnt eine Autostunde von mir. Doch allein schon da, merkte ich, wie sehr unsere Vorstellungen vom gemeinsamen Leben sich unterscheiden ...
 

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1. Februar um 16:30
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Guten Morgen, hast du es vielleicht mit einem Asperger Autisten zu tun ? Wie auch immer, was soll er machen, er ist so. Und du bist anders. 

Hallo Horsti

Dass du auf das kommst, hat etwas. Eine Freundin hat mir neulich ein Buch über dieses Thema vorbei gebracht.Da bin ich gespannt.
So ist es, er ist wie er ist, ich ebenfalls.Es macht es leider nicht einfacher, ,
Danke trotzdem
 

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1. Februar um 17:22
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Hallo Cullinan
Danke schön auch für dein Input.
Ja, effektiv, er hat eine ziemlich lieblose Kindheit erlebt,  seine Eltern heirateten, weil "Er" unterwegs war, ungewollt. Seine Mutter war gerade mal 19 .Er hat mir offenbart, dass seine Eltern sehr zurückhaltend waren mit Gefühlen zeigen.Ich war nun auch schon ein paar mal zu Besuch, bei Ihnen.
Es ist so trostlos, nie wird mal gelacht, keine liebevollen Begrüssungen, keine Umarmung, auch nicht zwischen Eltern und Söhne. Der Vater zeigt ein patriarchales Verhalten.Mein Partner erzählte mir dass er niemals Worte des Lobes bekam, egal wie viel Mühe er sich gab, nie wurde es wertgeschätzt.
Heute habe ich einen erwachsenen Mann an meiner Seite, der noch immer nach dieser  Wertschätzung lechtzt. Dieses Bemühen alles perfekt zu machen, kommt vielleicht von da her. Sein verletztes  inneres Kind steht oft zwischen uns, und fühlt sich zu wenig wert geschätzt, ungenüegend, und trotzig.
Ich habe ihm vorgeschlagen an sich zu arbeiten, und sich professionelle Hilfe holen.Seine Antwort : 1: Er habe keine Kraft für so etwas, weil er im Job bereits energetisch an seine Grenzen kommt : Er möchte einfach so angenommen werden wie er ist, und es gut und schön haben mit mir. Verheiratet war er nie, auch keine Kinder, da er Angst hatte vor Verantwortung. Er ist so gefangen in diesem Hamsterrad, auf Leistung und perfektionnismus aus, verdient glaube ich auch gut.Doch mal etwas Spontanäität, mal etwas "unvernünftiges" sich auch einmal etwas aussergewöhnliches gönnen, das ist undenkbar.Er müsse  fürs Alter sparen...
Ich möchte leben, ich möchte auch  mal unbeschwert sein, doch da sind wir grundverschieden....
Es ist für mich eine echte Herausforderung, und es raubt uns so viel Energie.
Es gibt auch viel Streit die letzten Monate, so dass ich nun auch keine Lust mehr habe mit ihm zusammen zu leben. Ich spüre innerlich, dass es ein Fehler wäre.

 

Ich kann bestens nachempfinden wie es dir geht denn ich stecke selbst noch in so einer Beziehung fest. Noch kann ich mich aus mehreren Gründen nicht trennen aber das kommt in naher Zukunft. Meine Partnerin ist massiv verhaltensgestört (traumatische Kindheit). Solche Menschen sehen nicht wie sehr ihr Verhalten andere belasten kann. Ich konnte lernen mit ihrer Störung umzugehen aber es hat mich sehr, sehr, ... , sehr viel Energie gekostet. Ich habe sie davon überzeugen können eine Therapie zu machen, die leider keinen Erfolg brachte.

Du siehst, auch bei einer Therapie ist Erfolg nicht garantiert, ganz besonders wenn dein Partner nur widerwillig einer Therapie zustimmen sollte. Er muss es selbst wollen, sonst ist es unwahrscheinlich, dass eine Therapie erfolgreich sein wird. 

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1. Februar um 18:13

Hallo Cullinan

Danke dir, es ist sicher so, erst müsste es Einsicht geben,
wer sich weigert hinzuschauen, wird die eigene Probleme mit in die nächste Beziehung nehmen.Und , auch heisst es nicht, wenn eine Therapie gemacht wird, heisst es nicht, dass es klappt.
ich wünsche dir alles Gute,

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1. Februar um 19:13
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ner Unterhaltung, lässt er sich stest viel Zeit bevor er eine Antwort gibt. Ich dachte am Anfang immer diese etwas rigide, steife Art wird sich legen, doch das war nicht so..
Er hat so gut wie keine Freunde, er hat kein Hobby, und sein Perfektionismus in allem was er tut extrem. Er führt seinen Haushalt mit grosser Pedanterie, perfekt eben, kein Stäubschen, alles hat seine feste Ordnung. Und ein grosser Teil seiner Freizeit gilt natürlich dass dies auch so bleibt.Ich gehe nicht sonderlich gerne zu ihm zu Besuch, denn kaum stehe ich vom Sofa auf, muss er unmittelbar danach die Kissen wieder ordnen.
Seine Gesprächsthemen sind alles wirtschaftliche Themen....
Auch habe ich ihn selten freudig, oder schallend lachen (nie) erlebt.
Ich bin eine lebensfrohe, leidenschaftliche Person, und nun ist das Lachen mir vergangen.
Er fühlt sich ausgegrenzt wenn ich mal ohne ihn etwas mit einer Kollegin , oder meiner  Tochter machen möchte.  Ich schäme mich es zu sagen aber mir ist einfach langweilig mit ihm zusammen. Es gibt , ausser das Wandern, keine gemeinsame Interessen.
erzähle ich ihm von meinen Erlebnissen, Träumen, bekomme ich kaum eine Antwort.
Ich freue mich gar nicht mehr auf ihn, ständig seine pessi weiter führen kann/will...
Wie konnte ich mich nur so täuschen.

Für eure Meinungen, Erfahrungen wäre ich sehr dankbar
Liebe Grüsse


 

Hallo,

was zog dich zu ihm hin, da muss es ja etwas gegeben haben?
Eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung wird nicht kurz mal eben diagnostiziert, weil uns das Verhalten unseres Partners nicht genehm ist. Was du beschreibst kann genauso gut auf eine zwanghafte Persönlichkeit zutreffen, nur ohne Störungswert. Dein Partner scheint sehr ordnungsliebend und gewissenhaft zu sein. Sein Leben richtet er nach diesen Werten aus, was per se nicht krankhaft ist. Auch in seiner Kommunikation scheint er tiefgründig und überlegt vorzugehen. 

In diesen Strukturen scheint ihr euch charakterlich sehr voneinander zu unterscheiden. Ein Mensch, der in den Tag hinein lebt und Spaß, sowie Spontanität sein eigen nennt, wird sich mit einem strukturierten Menschen sehr schwer tun, der mehr nach Plan lebt und es liebt, dass alles an seinem Platze sich befindet. 

Ich sehe bei euch lediglich verschiedene Persönlichkeitsstrukturen. Manchmal ziehen sich Gegensätze an, aber nicht immer. 

LG Sis

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1. Februar um 19:18
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Hallo Christoph

wo du Recht hast ,hast du Recht.
Es mag ein wenig schräg tönen, doch Lockdown sei Dank , und statt wie in unseren Anfängen, nur die freien W.Eden zusammen teilten, lernten wir jetzt auch wie Alltag sein würde. (Hatten wir doch vor zusammen zu ziehen).
Mein Partner wohnt eine Autostunde von mir. Doch allein schon da, merkte ich, wie sehr unsere Vorstellungen vom gemeinsamen Leben sich unterscheiden ...
 

Hallo Maxima,

Wenn sich eure Vorstellungen schon am Anfang eurer Beziehung so stark unterscheiden, wie kannst du dann erwarten, dass sich irgendwas bessern wird? Das ist doch von Anfang an eine verpfuschte Kiste...

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1. Februar um 20:25
In Antwort auf

Hallo,

was zog dich zu ihm hin, da muss es ja etwas gegeben haben?
Eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung wird nicht kurz mal eben diagnostiziert, weil uns das Verhalten unseres Partners nicht genehm ist. Was du beschreibst kann genauso gut auf eine zwanghafte Persönlichkeit zutreffen, nur ohne Störungswert. Dein Partner scheint sehr ordnungsliebend und gewissenhaft zu sein. Sein Leben richtet er nach diesen Werten aus, was per se nicht krankhaft ist. Auch in seiner Kommunikation scheint er tiefgründig und überlegt vorzugehen. 

In diesen Strukturen scheint ihr euch charakterlich sehr voneinander zu unterscheiden. Ein Mensch, der in den Tag hinein lebt und Spaß, sowie Spontanität sein eigen nennt, wird sich mit einem strukturierten Menschen sehr schwer tun, der mehr nach Plan lebt und es liebt, dass alles an seinem Platze sich befindet. 

Ich sehe bei euch lediglich verschiedene Persönlichkeitsstrukturen. Manchmal ziehen sich Gegensätze an, aber nicht immer. 

LG Sis

Hallo Sis

Was mich an ihm anzog :
Er ist nett, sympathisches Aussehen, zuvorkommend,  tiefgründige Gespräche, auch sehr bodenständig.Das sind auch wirklich gute Qualitäten, die ich an ihm auch immer geschätz habe.Doch wie ich es auch beschrieben habe, ist da auch die andere Seite, welche ich ja auch nicht von Anfang an durschaut habe. Erst als wir beschlossen hatten eine gemeinsame Wohnung zu suchen, und auch als wir uns öfters eben mal im Alltag erlebten, fielen mir die etwas schwierigeren Züge auf. Heute geht es so weit dass er entscheiden möchte in welchen Supermarkt ICH meine Einkäufe tätigen sollte, dies weil er es nicht ertragen kann, dass ich nicht auf dem extremspartripp bin wie er. Ich weiss nicht ob du all meine Antworten gelesen hast Sis....
Nur weil ich spontanäität schätze, und gerne auch mal unter lustigen, aufgestellten Menschen bin, heisst es nicht dass ich jemanden bin der in den Tag hinein lebt. Also bitte keine voreilige Schlüsse ziehen, Danke
Ich bin berufstätig, habe 2 Kinder gross gezogen, und mich nach 15 Ehejahren von einem Mann getrennt, der mir vorgegeben hatte wie ich mein Leben zu leben hätte.  Die ganze Familie litt unter seiner extreme Sparsamkeit. Es war ein langer Weg der mich so viel Energie gekostet hat, und ich habe dafür einen hohen Preis gezahlt..Jetzt frage ich mich ob ich mich nicht in einem "déja vu " befinde...
Aber , ja, ok, unsere Persönlichkeitsstrukturen sind sicher nicht identisch.
Vielen Dank und alles Gute

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2. Februar um 7:15

Ihn so akzeptieren wie er ist und zu einer Therapie raten oder dich von ihm trennen. 

Du hast nichts dazu geschrieben, wie er im Bett ist, wirkt sich seine Regidität auch auf euer Sexualleben aus? Kann er seinen Kontrollzwang nicht aufgeben und hat dadurch schwierigkeiten zum Orgasmus zu kommen oder Ähnliches?

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2. Februar um 8:35
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Hallo Sis

Was mich an ihm anzog :
Er ist nett, sympathisches Aussehen, zuvorkommend,  tiefgründige Gespräche, auch sehr bodenständig.Das sind auch wirklich gute Qualitäten, die ich an ihm auch immer geschätz habe.Doch wie ich es auch beschrieben habe, ist da auch die andere Seite, welche ich ja auch nicht von Anfang an durschaut habe. Erst als wir beschlossen hatten eine gemeinsame Wohnung zu suchen, und auch als wir uns öfters eben mal im Alltag erlebten, fielen mir die etwas schwierigeren Züge auf. Heute geht es so weit dass er entscheiden möchte in welchen Supermarkt ICH meine Einkäufe tätigen sollte, dies weil er es nicht ertragen kann, dass ich nicht auf dem extremspartripp bin wie er. Ich weiss nicht ob du all meine Antworten gelesen hast Sis....
Nur weil ich spontanäität schätze, und gerne auch mal unter lustigen, aufgestellten Menschen bin, heisst es nicht dass ich jemanden bin der in den Tag hinein lebt. Also bitte keine voreilige Schlüsse ziehen, Danke
Ich bin berufstätig, habe 2 Kinder gross gezogen, und mich nach 15 Ehejahren von einem Mann getrennt, der mir vorgegeben hatte wie ich mein Leben zu leben hätte.  Die ganze Familie litt unter seiner extreme Sparsamkeit. Es war ein langer Weg der mich so viel Energie gekostet hat, und ich habe dafür einen hohen Preis gezahlt..Jetzt frage ich mich ob ich mich nicht in einem "déja vu " befinde...
Aber , ja, ok, unsere Persönlichkeitsstrukturen sind sicher nicht identisch.
Vielen Dank und alles Gute

Guten Morgen, 

Spontanität ist keine negative Eigenschaft, genauso positiv ist die Fähigkeit in den Tag hineinzuleben. Wenn unsere Erfahrungen von Ängsten und Beschränkungen geprägt sind entsteht der Wunsch nach Lockerheit und Überwindung von Beschränkungen manchmal überproportional. 

Ich denke, dass du deinen jetzigen Partner an Stelle deines Ehemannes therapieren möchtest. Die Aufarbeitung der Erfahrungen in deiner Ehe ist ein guter Weg. Da du die Arbeit mit dem inneren Kind angesprochen hast....arbeite du mit deinem Schattenkind. Mir scheint, es gibt bei dir viele alte Verletzungen, die du auf deine neue Beziehung überträgst. 

Es ist möglich, dass du diese spezielle Situation der Beschränkungen noch einmal durchleben sollst, um einen neuen Umgang mit ihnen zu lernen. Daher ist ein wirklich gut gemeinter Rat, nicht nach Störungen bei anderen zu suchen, sondern vielmehr, wie kannst du mit der gegebenen Situation und deinem Erwachsenen-Ich damit umgehen. 

Ich wünsche dir alles Gute. 

LG Sis

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2. Februar um 9:51

„Ich bin berufstätig, habe 2 Kinder gross gezogen, und mich nach 15 Ehejahren von einem Mann getrennt, der mir vorgegeben hatte wie ich mein Leben zu leben hätte. Die ganze Familie litt unter seiner extreme Sparsamkeit.“ Und jetzt das: „Heute geht es so weit dass er entscheiden möchte in welchen Supermarkt ICH meine Einkäufe tätigen sollte, dies weil er es nicht ertragen kann, dass ich nicht auf dem extremspartripp bin wie er.“ Du steuerst doch genau wieder auf eine Beziehung zu, wie du sie verlassen hast. Willst du das wirklich? Also ich habe nach meiner Scheidung genau darauf geachtet, dass ein potenzieller Partner gewisse Eigenschaften meines Ex nicht aufweist. Sonst hätte ich mich nach kurzer Zeit wieder genervt. In Beziehungen gilt meiner Meinung nach: Gekauft wie gesehen und love it or leave it. Einen erwachsenen Menschen kannst du nicht ändern, und das steht dir auch nicht zu. Er hat dir ja gesagt, er wolle einfach akzeptiert werden wie er ist. Entweder du kannst damit leben oder nicht. Wenn nicht, solltest du gehen statt auf Veränderung zu hoffen. Es ist keine Niederlage eine Beziehung zu beenden, wenn es nicht passt.

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2. Februar um 10:35

Hallo Habibi, Danke für deine Zeilen,

Ja, es ist genau was ich befürchte.Doch ob ihr es glaubt oder nicht, sein Verhalten war zu Anfang nicht so.Er hat sich schön zurück gehalten, und hat erst dann angefangen mich zu kritisieren (also z.Beispiel wegen dem Einkaufen) als wir ein Zusammenleben in Ewägung ziehten.Im ersten halben Jahr wurde ich nur so überschüttet mit Geschenken, Blumen, und kleine Aufmerksamkeiten..Ich fand es schon etwas viel .
Heute ist dies noch Errinerung...Irritieren tut mich dass er sich nicht von anfang hat so gezeigt hat wie er ist. Ich habe mich täuschen lassen, und einige Facetten hat er nicht durchblicken lassen.  Das mit dem beschenken  stört mich nicht, da bin ich mir selbst wert  und lieb genug um meine Blumensträusschen selbst zu schenken . Das ist nicht das Problem.Es sind seine Ängste vom Leben, die Eintönigkeit,die er aber braucht, weil es ihm Sicheheit gibt, seinen Ordnungswahn, sein förmliches getue, immer schön kontrolliert,seine Mutlosigkeit...
Letzte Woche hat er mir erzählt dass er ein Mann beobachtet hat der seinen kleinen Hund ganz arg und brutal hinter sich herzog, der Hund sei alt  gewesen, und konnte gar nicht mehr  gut laufen , ich habe mein Partner gefragt ob er den Mann nich darauf aufmerksam gemacht hätte, dann gab er mir zur Antwort, ach nein, sicher nicht, es würde ihn ja nichts angehen, und wer weiss wie der Typ dann reagiert hätte.  Ganz typisches Verhalten meines Partners. Ja, all das macht mich fertig.

Ich habe die Wahl.Ja, entweder ich kann ihn so akzeptieren wie er ist, oder ich muss mich trennen.Ändern wird er sich nicht, und ich, bin nicht bereit mich seinen Lebensvorstellungen zu unterwerfen.

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2. Februar um 10:52
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Guten Morgen, 

Spontanität ist keine negative Eigenschaft, genauso positiv ist die Fähigkeit in den Tag hineinzuleben. Wenn unsere Erfahrungen von Ängsten und Beschränkungen geprägt sind entsteht der Wunsch nach Lockerheit und Überwindung von Beschränkungen manchmal überproportional. 

Ich denke, dass du deinen jetzigen Partner an Stelle deines Ehemannes therapieren möchtest. Die Aufarbeitung der Erfahrungen in deiner Ehe ist ein guter Weg. Da du die Arbeit mit dem inneren Kind angesprochen hast....arbeite du mit deinem Schattenkind. Mir scheint, es gibt bei dir viele alte Verletzungen, die du auf deine neue Beziehung überträgst. 

Es ist möglich, dass du diese spezielle Situation der Beschränkungen noch einmal durchleben sollst, um einen neuen Umgang mit ihnen zu lernen. Daher ist ein wirklich gut gemeinter Rat, nicht nach Störungen bei anderen zu suchen, sondern vielmehr, wie kannst du mit der gegebenen Situation und deinem Erwachsenen-Ich damit umgehen. 

Ich wünsche dir alles Gute. 

LG Sis

Guten Morgen Sis
Ich bedanke mich , sicher ist es so, dass meine Erfahrungen von damals mich geprägt haben.Ich denke nicht dass ich jemanden therapieren möchte, weder der Exmann, noch meinen aktuellen Partner. Beim Ex brauchte es meinerseits einfach ganz viel Mut, um den Schritt zu wagen mich zu trennen.Geholfen hat mir unser Eheberater, (auf mein Verlangen) mit dem wir noch versuchen wollten, auch für das Wohlbefinden der Kinder, unsere Ehe zu retten.Es war zu spät , der Eherberater selbst riet uns zur Trennung.
Da hatte ich gelernt (endlich) dass man einen Menschen nie ändern kann, das kann nur er selbst.Wie auch ich dann etwas bei mir ändern musste. Also bin ich gegangen, denn ein Leben in Unterdrückung wollte ich nicht mehr.
Ja, mein Schattenkind ist sicherlich auch ab und zu am Zug, und hat  Angst dass ihm kein Gehör geschenkt wird, wenn es Angst hat wieder übergangen zu werden..  Das hast du völlig richtig erkannt, LG Maxima

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2. Februar um 10:57
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Hallo Habibi, Danke für deine Zeilen,

Ja, es ist genau was ich befürchte.Doch ob ihr es glaubt oder nicht, sein Verhalten war zu Anfang nicht so.Er hat sich schön zurück gehalten, und hat erst dann angefangen mich zu kritisieren (also z.Beispiel wegen dem Einkaufen) als wir ein Zusammenleben in Ewägung ziehten.Im ersten halben Jahr wurde ich nur so überschüttet mit Geschenken, Blumen, und kleine Aufmerksamkeiten..Ich fand es schon etwas viel .
Heute ist dies noch Errinerung...Irritieren tut mich dass er sich nicht von anfang hat so gezeigt hat wie er ist. Ich habe mich täuschen lassen, und einige Facetten hat er nicht durchblicken lassen.  Das mit dem beschenken  stört mich nicht, da bin ich mir selbst wert  und lieb genug um meine Blumensträusschen selbst zu schenken . Das ist nicht das Problem.Es sind seine Ängste vom Leben, die Eintönigkeit,die er aber braucht, weil es ihm Sicheheit gibt, seinen Ordnungswahn, sein förmliches getue, immer schön kontrolliert,seine Mutlosigkeit...
Letzte Woche hat er mir erzählt dass er ein Mann beobachtet hat der seinen kleinen Hund ganz arg und brutal hinter sich herzog, der Hund sei alt  gewesen, und konnte gar nicht mehr  gut laufen , ich habe mein Partner gefragt ob er den Mann nich darauf aufmerksam gemacht hätte, dann gab er mir zur Antwort, ach nein, sicher nicht, es würde ihn ja nichts angehen, und wer weiss wie der Typ dann reagiert hätte.  Ganz typisches Verhalten meines Partners. Ja, all das macht mich fertig.

Ich habe die Wahl.Ja, entweder ich kann ihn so akzeptieren wie er ist, oder ich muss mich trennen.Ändern wird er sich nicht, und ich, bin nicht bereit mich seinen Lebensvorstellungen zu unterwerfen.

Einen Menschen wirklich kennenzulernen dauert halt länger als ein paar Monate. Ich würde deinem Partner jetzt auch nicht unterstellen, er habe sich absichtlich verstellt. Am Anfang zeigt sich doch jede/r von seiner besten Seite und gibt sich extra viel Mühe. Mit der Zeit lässt das nach, da es ja auch anstrengend ist.

Jetzt hast du die wahre Persönlichkeit kennengelernt, und sie gefällt dir nicht. Das kann jedem passieren. Jetzt musst du "nur" noch richtig darauf reagieren. Du teilst seine Vorstellungen vom Leben nicht und hast erkannt, dass er sich nicht ändern wird. Muss er auch nicht. Er ist ja nicht "falsch", so wie er ist. Es passt einfach für dich nicht.

Ich würde jedenfalls nicht mit ihm zusammenziehen.

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