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Mein Partner besteht auf einen Vaterschaftstest...

14. Januar 2017 um 13:25

Ich bin seit einiger Zeit mit meinem Partner zusammen, und wir haben einen gemeinsamen Sohn. Allerdings steht unsere Beziehung momentan unter keinem guten Stern, sodass ich vor kurzem, nach einem eskalierenden Streit, in eine eigene Wohnung gezogen bin und wir vorerst räumlich getrennt leben.
Seit meinem Auszug, betont mein Partner immer wieder, dass er um unsere Beziehung kämpfen wolle, er es nicht ertragen könne, seine Familie zu verlieren und er am liebsten alles ungeschehen machen würde, damit ich vielleicht wieder zurück in die gemeinsame Wohnung ziehen würde. Dies kommt für mich in der aktuellen Situation jedoch nicht in Betracht, da in der Beziehung meines Erachtens zu viel vorgefallen ist, sodass uns die vorerst räumliche Trennung auch ganz gelegen kommt.

Als ich dann bei ihm zuhause war, um unseren Sohn nach der Arbeit zu sehen, eröffnete er mir, dass er für mich gekocht habe, und er einen romatischen Abend geplant hat. Darüber habe ich mich auch vorerst gefreut, bis er mir erzählte, dass er einen Vaterschaftstest bestellt hat, der heute angekommen ist.
Dazu müsst ihr wissen, dass das Thema Vaterschaft schon häufiger in unserer Beziehung aufkam. Als ich meinen Freund damals kennen lernte, hatten wir wie am Anfang einer jeden Beziehung, relativ viel Sex. Umso schokierter waren wir, als wir einige Wochen später, nach einem Verhütungsunfall, einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielten, wobei die Freude dann doch aufkam. Wir haben uns daraufhin beraten lassen, und uns gemeinsam für unseren Sohn entschieden.

Soweit so gut. Zu Beginn bestanden auch keinerlei Zweifel an der Vaterschaft, was sich jedoch an der ,,Pinkel-Party" änderte. Ein Gast dieser Party meinte, dass unser damals 2-Wochen altes Kind, ja überhaupt nicht, nach seinem Vater aussehen würde.
Daraufhin war das Thema ab sofort Streitpunkt unseres Alltags, sodass ich meinen Freund mit zum Frauenarzt nahm, der ihm nochmals den Zeugungszeitraum nannte, nachdem nur er als Vater in betracht kommt. Den letzten sexuellen Verkehr mit jemand anderem, hatte ich ca. 6 Wochen bevor wir uns überhaupt kennen lernten.

Ich bin in unserer Beziehung absolut Treu gewesen, und halte Vertrauen für einen der wichtigesten Grundsätze einer Beziehung. Deswegen hat mich die Tatsache, dass nun tatsächlich ein Vaterschaftstest auf dem Tisch lag, total aus der Bahn geworfen und tief verletzt.

Es geht mir nicht um das Ergebniss an sich, denn er ist der Vater seines Sohnes, sondern um das MIR entgegengebrachte Verhalten. Dies zeigt mir doch, dass er von Anfang an, Zweifel an der Vaterschaft hegte und mir nie komplett vertraut hat. Folglich ist unsere Beziehung also auf Zweifeln und mangelndem Vertrauen aufgebaut, sodass ich mir momentan nicht vorstellen kann, die Beziehung weiter zu führen. Er kann den Test von mir aus gerne durchführen lassen, damit er das Ergebniss dann schwarz auf weiß in seinen Händen halten kann.

Es kommt mir nur alles irgendwie so ,,falsch" vor. Ich finde sein Verhalten mir gegenüber respektlos, da er mir mit dem Test ja auch unterbewusst unterstellt, ihm ein fremdes Kind untergejubelt zu haben, oder ihm fremd gegeangen zu sein.

Er jedoch sieht das ganze anders und meint, er ist sich sicher, dass es sich um seinen Sohn handelt, wolle aber zu 99,999 % sicher sein, der Arzt könne sich ja auch im Zeugnungszeitraum geirrt haben. Er kann den Test gerne durchführen lassen, aber das er mich damit verliert, leuchtet ihm nicht ein.

Was meint ihr, reagiere ich über? Ist es falsch wegen einem Vaterschaftstest, die Beziehung in Frage zu stellen? Oder denke ich falsch und sollte Verständnis zeigen?

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14. Januar 2017 um 13:29

Ich bin auch Mutter und wenn mein Ex auf einen Vaterschaftstest bestanden hätte, hätte mich das ebenfalls sehr verletzt. Wenn du ihm wie du sagst immer treu gewesen bist und es keinen Grund für Zweifel gibt, würde mich das zutiefst beleidigen. Ich kann deine Gefühle verstehen und bim da ganz bei dir.

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14. Januar 2017 um 13:29

Ich bin auch Mutter und wenn mein Ex auf einen Vaterschaftstest bestanden hätte, hätte mich das ebenfalls sehr verletzt. Wenn du ihm wie du sagst immer treu gewesen bist und es keinen Grund für Zweifel gibt, würde mich das zutiefst beleidigen. Ich kann deine Gefühle verstehen und bim da ganz bei dir.

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14. Januar 2017 um 13:50
In Antwort auf weihnachtsschokolade

Ich bin seit einiger Zeit mit meinem Partner zusammen, und wir haben einen gemeinsamen Sohn. Allerdings steht unsere Beziehung momentan unter keinem guten Stern, sodass ich vor kurzem, nach einem eskalierenden Streit, in eine eigene Wohnung gezogen bin und wir vorerst räumlich getrennt leben. 
Seit meinem Auszug, betont mein Partner immer wieder, dass er um unsere Beziehung kämpfen wolle, er es nicht ertragen könne, seine Familie zu verlieren und er am liebsten alles ungeschehen machen würde, damit ich vielleicht wieder zurück in die gemeinsame Wohnung ziehen würde. Dies kommt für mich in der aktuellen Situation jedoch nicht in Betracht, da in der Beziehung meines Erachtens zu viel vorgefallen ist, sodass uns die vorerst räumliche Trennung auch ganz gelegen kommt. 

Als ich dann bei ihm zuhause war, um unseren Sohn nach der Arbeit zu sehen, eröffnete er mir, dass er für mich gekocht habe, und er einen romatischen Abend geplant hat. Darüber habe ich mich auch vorerst gefreut, bis er mir erzählte, dass er einen Vaterschaftstest bestellt hat, der heute angekommen ist. 
Dazu müsst ihr wissen, dass das Thema Vaterschaft schon häufiger in unserer Beziehung aufkam. Als ich meinen Freund damals kennen lernte, hatten wir wie am Anfang einer jeden Beziehung, relativ viel Sex. Umso schokierter waren wir, als wir einige Wochen später, nach einem Verhütungsunfall, einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielten, wobei die Freude dann doch aufkam. Wir haben uns daraufhin beraten lassen, und uns gemeinsam für unseren Sohn entschieden. 

Soweit so gut. Zu Beginn bestanden auch keinerlei Zweifel an der Vaterschaft, was sich jedoch an der ,,Pinkel-Party" änderte. Ein Gast dieser Party meinte, dass unser damals 2-Wochen altes Kind, ja überhaupt nicht, nach seinem Vater aussehen würde. 
Daraufhin war das Thema ab sofort Streitpunkt unseres Alltags, sodass ich meinen Freund mit zum Frauenarzt nahm, der ihm nochmals den Zeugungszeitraum nannte, nachdem nur er als Vater in betracht kommt. Den letzten sexuellen Verkehr mit jemand anderem, hatte ich ca. 6 Wochen bevor wir uns überhaupt kennen lernten.

Ich bin in unserer Beziehung absolut Treu gewesen, und halte Vertrauen für einen der wichtigesten Grundsätze einer Beziehung. Deswegen hat mich die Tatsache, dass nun tatsächlich ein Vaterschaftstest auf dem Tisch lag, total aus der Bahn geworfen und tief verletzt. 

Es geht mir nicht um das Ergebniss an sich, denn er ist der Vater seines Sohnes, sondern um das MIR entgegengebrachte Verhalten. Dies zeigt mir doch, dass er von Anfang an, Zweifel an der Vaterschaft hegte und mir nie komplett vertraut hat. Folglich ist unsere Beziehung also auf Zweifeln und mangelndem Vertrauen aufgebaut, sodass ich mir momentan nicht vorstellen kann, die Beziehung weiter zu führen. Er kann den Test von mir aus gerne durchführen lassen, damit er das Ergebniss dann schwarz auf weiß in seinen Händen halten kann. 

Es kommt mir nur alles irgendwie so ,,falsch" vor. Ich finde sein Verhalten mir gegenüber respektlos, da er mir mit dem Test ja auch unterbewusst unterstellt, ihm ein fremdes Kind untergejubelt zu haben, oder ihm fremd gegeangen zu sein. 

Er jedoch sieht das ganze anders und meint, er ist sich sicher, dass es sich um seinen Sohn handelt, wolle aber zu 99,999 % sicher sein, der Arzt könne sich ja auch im Zeugnungszeitraum geirrt haben. Er kann den Test gerne durchführen lassen, aber das er mich damit verliert, leuchtet ihm nicht ein. 

Was meint ihr, reagiere ich über? Ist es falsch wegen einem Vaterschaftstest, die Beziehung in Frage zu stellen? Oder denke ich falsch und sollte Verständnis zeigen?

das würde für mich auch alles in Frage stellen. Ein Partner / Ex, der mir nicht vertrauen möchte, kann mir gestohlen bleiben. Lieber Single als in einer Beziehung mit jemandem, der mir nicht vertraut.

Und nein, auf die Unterstellung, die er damit macht, wäre ich überhaupt nicht gut zu sprechen. Für mich hätte der Herr sich disqualifiziert. Ein für alle Mal.

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14. Januar 2017 um 13:52

Doch natürlich ist das ein Grund für Streit. Das Verlangen nach dem Test impliziert, dass er Zweifel an ihrer Treue hat und davon ausgeht, dass sie ihm ein Kind untergeschoben haben und während der Beziehung Sex mit anderen Männern gehabt haben könnte. Ich finde das, wenn es nie Anlass zu solch einer Vermutung gegeben hat, unmöglich und v respektlos.

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14. Januar 2017 um 14:43

Ich kann dich gut verstehen. Er will um dich kämpfen, eröffnet dir aber indirekt, dass du ihm ein fremdes Kind untergeschoben hast, was er überprüfen möchte.

Ich wäre genauso sauer und verletzt. Fremdgehen ist das eine, ein Kuckuckskind unterzujubeln das andere - eine ungeheure Unterstellung bzw. Vermutung. Für mich hätte sich das fürs Erste auch absolut erledigt. Macht er den Test und führt sein Misstrauen damit in die Praxis um, dann wäre ich weg.

 

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14. Januar 2017 um 15:02

Ich kann ehrlich jeden Mann in der heutigen Zeit verstehen, der lieber auf Nummer sicher geht. Es gibt ja nicht gerade wenig Kuckuckskinder und als Mann hat man nie die Sicherheit. Ich als Mutter würde es relativ relaxed sehen, vor allem weil dies ja nicht der Trennungsgrund ist. Soll er sich doch sicher sein, dass er zukünftig wirklich für sein eigenes Kind Unterhalt sein. Wenn man sich als Frau nichts vorzuwerfen hat, ist es doch ein leichtes, ihm diese Zweifel auch im Sinne des Kindes zu nehmen.

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14. Januar 2017 um 15:13

Ganz im Ernst... Es geht für mich in erster Linie um das Kind. Uns dürfte klar sein, dass ein Vater, der sich unsicher ist, sicher anders mit seinem Kind umgeht, als einer der die Sicherheit in sich trägt, egal aus welchem Grunde. Es hat für mich nichts mit Unterwürfigkeit zu tun, sondern mit dem Recht, welches das Kind sowie auch der Vater hat. Der Vater wird die Ungewissheit an sein Kind weiter tragen ob bewusst oder unbewusst. Leidtragend ist immer das Kind. Bevor ich mir das als Mutter mit ansehe, gebe ich dem Vater lieber Gewissheit!

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14. Januar 2017 um 15:16

Das sehe ich wie du.

Und was kommt danach?

​24 Stunden Ortung ihres Handys? Da dürfte sie ja auch nix gegen haben, denn wenn sie nichts schlimmes macht, kann er das ja ruhig alles mitbekommen.

​Für mich wäre das auch ein großer Einschnitt, wenn nicht sogar das Ende der Beziehung, denn Vertrauen ist ja eh keins da und ohne Vertrauen kann man keine gute Beziehung führen.

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14. Januar 2017 um 16:47

also wenn mir ein Kollege, ein Nachbar, ein Bekannter oder sonstwer unterstellt, ich würde ihn anlügen - so what, soll er / sie denken, was er / sie will. Wenn ich dann beweisen kann, dass ich Recht habe und er rumspinnt - gern.

Aber ein PARTNER, der mir unterstellt, dass ich ihn belüge (erst Recht an so einem Punkt!), ist umgehend und ein für alle Mal mein Ex-Partner. Das Gefühl, dass er damit im Unrecht war, gönne ich ihn natürlich dennoch von Herzen. Mehr aber auch nicht und von da an auch nie wieder.

Es ist mir völlig schleierhaft, wie Dir das egal sein kann....

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14. Januar 2017 um 17:30

Vorab: WARUM musstest du dir DIESEN Nick aussuchen?? Den ganzen Tag gings, nun lese ich dein Pseudonym, und schon schieb ich mir ein übrig gebliebenes Schokomännchen hier zwischen die Zähne  

Ich finde nicht, dass du überreagierst. Er unterstellt dir da nichts 'unterbewusst', wie du schreibst, sondern sehr offen und direkt. Er zweifelt schnurstracks deine damalige Treue an und riskiert, dass du (zu Recht) total beleidigt bist. Und das in einer Phase, in der er sich dir eigentlich wieder annähern will??  
Hinzu kommt, dass er ja auch irgendwie nicht nur an dir, sondern am Kind zweifelt. Was würde er tun, wenn der wie du sagst unwahrscheinliche Fall einträte, dass er nicht der Vater ist? Das Kind verstoßen? Was macht er, wenn das Kind das später mal erfährt und nicht damit umgehen kann, dass Daddy einst ernsthaft dachte, es sei ein Kuckuckskind? Was bewirktt sowas wohl mit einem Kind? Hat er da mal auch nur eine Sekunde drüber nachgedacht?

Sorry, da hab ich in diesem Fall echt kein Verständnis, da wäre für mich die Basis für ein partnerschaftliches Miteinander futschikato.

 

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14. Januar 2017 um 17:33

Es ist für Dich ok, wenn Dein Partner Dir unterstellt, Du würdest ihn belügen?

Nö, es sind nicht alle Menschen nett und ehrlich, ja, es wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Kann und soll jeder halten wie er / sie will. Aber in einer Beziehung? Die Basis einer Beziehung ist Vertrauen. Ist das nicht da, hat die keine Basis.
Abgesehen davon: jemand, der mir nahe steht und mich kennt, mir aber ohne Beweise nicht glauben möchte - sorry, der steht mir zu Unrecht nahe.

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14. Januar 2017 um 18:00

keine Ahnung, was Du so für Beziehungen führst, aber ich wüsste nicht, wie ich es anstellen sollte, meinen Mann überhaupt belügen zu KÖNNEN.

Er würde es mir sofort ansehen - auch wenn für Fremde meine Mimik nicht unbedingt durchsichtig ist, bei jemandem, der einen gut kennt, ist sie es.
Er weiß, wie ich denke, wie ich fühle, wie ich reagiere, wann und warum. Er kann mich genauso gut einschätzen, wie ich mich selbst.

Abgesehen davon, wie schon gesagt: ich führe keine Beziehung mit Menschen, denen ich nicht vertrauen kann und will - und zwar bedingungslos und auch keine, die mir nicht vertrauen können und wollen - und zwar bedingungslos. Dann bin ich doch lieber Single.
Ein Partner sollte jemand sein, der wenn einen das Leben mal "mit herunter gelassenen Hosen" erwischt und eben "die Umstände" gegen einen sprechen, HINTER mir steht, nicht mir entgegen, davon werde ich da genug haben, da brauche ich nicht noch einen mehr. Jemand, der mir genau dann glaubt, wenn gerade nichts gegen mich spricht, ist lustig als Bekannter - als Partner kommt er für mich nie in Frage.
Kontrollieren lasse ich mich von niemandem freiwillig, das löst bei mir einen allergischen Schock aus ^^

Doch ich muss zugeben, dass es mich irritiert, dass das scheinbar viele nicht so sehen. Wenn es für Dich und die anderen ok ist, sei es drum, Eure Entscheidung, könnt Ihr halten, wie Ihr wollt, es irritiert mich nur.

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14. Januar 2017 um 18:36

Ein HIV Test ist nochmal was anderes, da geht es um die eigene körperliche Unversehrtheit.

​Aber ich würde nie auf die Idee kommen, meinen Partner nach einem Führungszeugnis zu fragen
​Wenn man drüber redet und er sagt da gibt's nichts, dann glaube ich ihm das.

​Ich bin von manchen Aussagen hier echt verwundert. Legt ihr euch gegenseitig alles relevante vor? Führungszeugnis, Abschlüsse, Familienstammbaum? Durchsucht ihr gegenseitig eure Handys und Laptops?

Ist Vertrauen irgendwie ein Auslaufmodell und ich hab's nur nicht mitbekommen...?

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14. Januar 2017 um 18:36

Ein HIV Test ist nochmal was anderes, da geht es um die eigene körperliche Unversehrtheit.

​Aber ich würde nie auf die Idee kommen, meinen Partner nach einem Führungszeugnis zu fragen
​Wenn man drüber redet und er sagt da gibt's nichts, dann glaube ich ihm das.

​Ich bin von manchen Aussagen hier echt verwundert. Legt ihr euch gegenseitig alles relevante vor? Führungszeugnis, Abschlüsse, Familienstammbaum? Durchsucht ihr gegenseitig eure Handys und Laptops?

Ist Vertrauen irgendwie ein Auslaufmodell und ich hab's nur nicht mitbekommen...?

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14. Januar 2017 um 18:45

Also ich muss schon sagen, dass es echt lustig ist, was der überwiegende Tenor hier ist: Vaterschaftstest ist okay, immerhin gibt es genug Frauen, die Männer ein Kuckuckskind aufziehen lassen.

Okay... es gibt aber auch genug Männer, die in ihren Beziehungen lügen und betrügen. Dann ist es also auch völlig okay und normal, dass man jeden Mann an einen Lügendetektor anschließt und seine Treue testet? 

Das aus ist doch krank! Wenn Frau mit einem aus der Luft gegriffenen Vaterschaftstest kein Problem haben soll, dann soll Mann doch bitte auch kein Problem mit gelegentlichen Lügen- und Treuetests haben 

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14. Januar 2017 um 18:51
In Antwort auf weihnachtsschokolade

Ich bin seit einiger Zeit mit meinem Partner zusammen, und wir haben einen gemeinsamen Sohn. Allerdings steht unsere Beziehung momentan unter keinem guten Stern, sodass ich vor kurzem, nach einem eskalierenden Streit, in eine eigene Wohnung gezogen bin und wir vorerst räumlich getrennt leben. 
Seit meinem Auszug, betont mein Partner immer wieder, dass er um unsere Beziehung kämpfen wolle, er es nicht ertragen könne, seine Familie zu verlieren und er am liebsten alles ungeschehen machen würde, damit ich vielleicht wieder zurück in die gemeinsame Wohnung ziehen würde. Dies kommt für mich in der aktuellen Situation jedoch nicht in Betracht, da in der Beziehung meines Erachtens zu viel vorgefallen ist, sodass uns die vorerst räumliche Trennung auch ganz gelegen kommt. 

Als ich dann bei ihm zuhause war, um unseren Sohn nach der Arbeit zu sehen, eröffnete er mir, dass er für mich gekocht habe, und er einen romatischen Abend geplant hat. Darüber habe ich mich auch vorerst gefreut, bis er mir erzählte, dass er einen Vaterschaftstest bestellt hat, der heute angekommen ist. 
Dazu müsst ihr wissen, dass das Thema Vaterschaft schon häufiger in unserer Beziehung aufkam. Als ich meinen Freund damals kennen lernte, hatten wir wie am Anfang einer jeden Beziehung, relativ viel Sex. Umso schokierter waren wir, als wir einige Wochen später, nach einem Verhütungsunfall, einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielten, wobei die Freude dann doch aufkam. Wir haben uns daraufhin beraten lassen, und uns gemeinsam für unseren Sohn entschieden. 

Soweit so gut. Zu Beginn bestanden auch keinerlei Zweifel an der Vaterschaft, was sich jedoch an der ,,Pinkel-Party" änderte. Ein Gast dieser Party meinte, dass unser damals 2-Wochen altes Kind, ja überhaupt nicht, nach seinem Vater aussehen würde. 
Daraufhin war das Thema ab sofort Streitpunkt unseres Alltags, sodass ich meinen Freund mit zum Frauenarzt nahm, der ihm nochmals den Zeugungszeitraum nannte, nachdem nur er als Vater in betracht kommt. Den letzten sexuellen Verkehr mit jemand anderem, hatte ich ca. 6 Wochen bevor wir uns überhaupt kennen lernten.

Ich bin in unserer Beziehung absolut Treu gewesen, und halte Vertrauen für einen der wichtigesten Grundsätze einer Beziehung. Deswegen hat mich die Tatsache, dass nun tatsächlich ein Vaterschaftstest auf dem Tisch lag, total aus der Bahn geworfen und tief verletzt. 

Es geht mir nicht um das Ergebniss an sich, denn er ist der Vater seines Sohnes, sondern um das MIR entgegengebrachte Verhalten. Dies zeigt mir doch, dass er von Anfang an, Zweifel an der Vaterschaft hegte und mir nie komplett vertraut hat. Folglich ist unsere Beziehung also auf Zweifeln und mangelndem Vertrauen aufgebaut, sodass ich mir momentan nicht vorstellen kann, die Beziehung weiter zu führen. Er kann den Test von mir aus gerne durchführen lassen, damit er das Ergebniss dann schwarz auf weiß in seinen Händen halten kann. 

Es kommt mir nur alles irgendwie so ,,falsch" vor. Ich finde sein Verhalten mir gegenüber respektlos, da er mir mit dem Test ja auch unterbewusst unterstellt, ihm ein fremdes Kind untergejubelt zu haben, oder ihm fremd gegeangen zu sein. 

Er jedoch sieht das ganze anders und meint, er ist sich sicher, dass es sich um seinen Sohn handelt, wolle aber zu 99,999 % sicher sein, der Arzt könne sich ja auch im Zeugnungszeitraum geirrt haben. Er kann den Test gerne durchführen lassen, aber das er mich damit verliert, leuchtet ihm nicht ein. 

Was meint ihr, reagiere ich über? Ist es falsch wegen einem Vaterschaftstest, die Beziehung in Frage zu stellen? Oder denke ich falsch und sollte Verständnis zeigen?

War er denn jemand, der von anfang an ein bisschen Probleme mit dem Vertrauen hatte? Oder jemand der sich eher unsicher ist?
Es gibt ein paar Menschen, sei es wegen dem persönlichen Charakter oder wegen schlechten Erfahrungen, die Probleme damit haben, dem Partner zu vertrauen.
Natürlich verhält er sich falsch und auch die Tatsache, dass er sich von einer Äußerung so aus der Ruhe bringen lässt ist sehr komisch und unangebracht.
Es ist halt Genetik, manche Kinder ähneln nur einem Elternteil manche beiden, dafür scheint manchmal die Persönlichkeit eines Elternteils sehr deutlich bei dem Kind durch.
Dass er sich sicher sei, dass es sich um euren Sohn handle finde ich eine ziemlich freche Lüge, denn das ist nun wirklich nicht so, sonst stände der Test nicht im Raum.

Allerdings würde ich meinen, was hast du an deiner Stelle zu verlieren? Das Kind ist ohnehin von euch und wie der Test ausfallen dürfte, sollte ja schon klar sein. Dann ist das Ergebnis da und das Thema wäre einfach vom Tisch. Sich deswegen zu trennen und eine Beziehung, aus der mittlerweile sogar ein Kind hervorgegangen ist, zu beenden, sehe ich allerdings etwas problematisch.

Zwischen euch besteht einfach sehr viel Redebedarf, ich weiß nicht ob er weiß, wie respektlos du sein Verhalten findest. Und er scheint sich ja nicht zu trauen, zuzugeben, aus welcher Unsicherheit seinerseits das Testergebnis jetzt entsteht.

Verständnis dafür solltest du nicht zeigen, schließlich weißt du als Kindesmutter von wem das Kind ist und wenn du zu Unrecht beschuldigt wirst, hast du das Recht sauer zu sein.

Auf der anderen Seite steht dein Partner, jemand, der dich über alles liebt und der gerade wegen Unsicherheit und Angst zerfressen wird. Diese Äußerung beschäftigt ihn sehr und gerade wenn er schlechte Erfahrungen gemacht hat oder einfach eine misstrauische oder ängstliche Persönlichkeit hat, wird diese Angst verstärkt.
Er will mit dem Test auch nur sein Gewissen beruhigen und hofft, dass seine unbegründeten Ängste auf diese Weise verschwinden, weil sie für ihn den Beziehungsalltag sehr belasten.

Wir wissen auch nicht, was du im Zeugungszeitraum gemacht hast, also vielleicht warst du auf Geschäftsreise oder auf Tagung und das sind Dinge, die natürlich leider die Fantasie von ängstlichen Personen beflügeln können.

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14. Januar 2017 um 19:00

hm, da komme ich echt nicht mit...

Von mir kann jeder denken, was er / sie will, mich für einen Lügner halten, für einen Idioten, für einen Aufschneider ... was auch immer. Nehme ich keinem übel - aber jemanden, der mich für einen Lügner hält (und genau das unterstellt ein Vaterschaftstest - und zwar mit der großen Kelle), den könnte (und wollte) ich nie (wieder) an meine Seele heran lassen.

Ein HIV - Test ist etwas völlig anderes, den macht man meist, wenn man jemanden noch nicht kennt.

Ein polizeiliches Führungszeugnis? Never. Da steht bei mir ganz sicher nichts drin, aber wer das von mir haben möchte, wird mich niemals über Smalltalk hinaus kennen lernen. Kann er bekommen (selbst bezahlt bittschön) aber dann läuft er bei mir nur gegen die Wand und da tropft er ab und wenn er es die nächsten 50 Jahre versucht.

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14. Januar 2017 um 19:06

Meisterhaft schauspielern kann ich auch. Selbst guten Bekannten gegenüber.
Aber nicht gegenüber Menschen, die mich wirklich kennen, die meine Seele kennen, die wissen, wie ich denke und fühle. Da geht das nicht. Eben weil sie mich zu gut kennen. Die sehen es, wenn es mir nicht gut geht, wenn mich etwas sorgt - oder was auch immer, egal wie sehr ich es überspiele.
Jedem guten Bekannten, auch wenn er / sie mich schon Jahre lang "kennt", gegenüber - kein Ding in den meisten Punkten. Die bekommen nur dann mit, dass es mir (z.B.) nicht gut geht, wenn man z.B. eine Krankheit optisch sieht oder ich es zulasse. Aber das ist nicht das, was für mich zu einer Beziehung gehört.

Aber wenn mein Mann mich fragt, ob ich in unserer Ehe glücklich bin (z.B.) - würde er jeden Hauch Zweifel sehen - so wie ich auch bei ihm (und er ist auch ein Mensch, den fast alle Menschen nicht lesen können). Würde ich auch nicht können, wenn ich ihm nicht so nahe stehen würde.

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14. Januar 2017 um 19:11

Na nur weil ein Bekannter scherzhaft meint, das zwei Wochen alte Baby hat nichts vom Vater ist das doch kein Grund, selbst dran zu zweifeln.

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14. Januar 2017 um 19:40

Da muss ich sagen, dass ich jedem erstmal vertraue. Der kann ja nix für die Erfahrungen, die ich vielleicht mal gemacht habe.

​Aber ich werde schnell hellhörig, wenn was nicht passt, wenn sich Widersprüche auftun und so weiter.

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14. Januar 2017 um 20:12

Aber die TE hat doch einen genauen Zeitpunkt angegeben, als das Baby zwei Wochen alt war!

​Seit dem zweifelt er und das finde ich persönlich ziemlich arg, weil das für mich kein Grund ist. Aber ich glaub das hab ich schon mal geschrieben, wenn es nicht gelesen wird oder werden will, dann kann ich es auch nicht ändern.

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14. Januar 2017 um 20:15

Zum ersten Teil noch: Wie kommst du darauf? Natürlich vertraue ich nicht jedem Unbekannten, der mir auf der Straße über den Weg läuft. Aber wenn ich jemanden kennenlerne, dann glaube ich dem erstmal alles, was der mir so erzählt weil ich keinen Grund habe, das anzuzweifeln. Aber deinen Einwand verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

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14. Januar 2017 um 20:31

Weil die TE doch schreibt, warum er einen Test will: Weil irgendein Mensch keine Ähnlichkeit zwischen Vater und Neugeborenen sah.  Das IST aus der Luft gegriffen! 

Es es wäre etwas ganz anderes, wenn die TE tatsächlich fremdgegangen wäre und gebeichtet hätte. Oder wenn sie so kurzfristig schwanger geworden wäre, dass sie selbst nicht wusste, ob das Kind von ihrem Ex/letzten ONS oder vom neuen Freund ist. Aber zwischen dem letzten Sex und dem Kennenlernen lagen 6 Wochen - und sie wird wohl kaum vom aller ersten Verkehr schwanger geworden sein. Sie schreibt nix davon. Und ein Gynäkologe kann eine Schwangerschaft bzw. die Befruchtung auf maximal +/- 7 Tage eingrenzen. Und wer sich damit beschäftigt, der weiß das auch - somit auch der Vater des Kindes.

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14. Januar 2017 um 20:34

mich googeln bringt gar nichts, mache ich selbst sehr regelmässig. Daher bin ich da auch sehr sicher

Ich hatte noch nie das Bedürfnis, einen Menschen zu googeln, der mich interessiert, ich lern Menschen gern selbst kennen. Ist wohl auch nicht mehr in?

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14. Januar 2017 um 20:36

cooler Sarkasmus , nur der Rest ist leider Quatsch.
Ich selbst zweifle auch an mir, das Recht hat auch jeder andere.
Aber das ist etwas anderes als "ich glaube Dir nicht, was Du mir gesagt hast, ich glaube Dir nicht, dass Du mich nicht angelogen hast" - Du erkennst da keinen Unterschied? Tja, dann kann ich da auch nichts tun ^^

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14. Januar 2017 um 20:53

Nein, ich hab gerade nochmal nachgelesen, sie vermutet da nix schreibt ganz klar, dass bis zur Party alles okay war und erst danach das Thema Streitpunkt war.

​Natürlich kann man das auf die subjektive Sichtweise der TE schieben, aber das könnte man immer und dann braucht man im Grunde auf gar kein Thema hier mehr antworten, weil ja alles gelogen sein könnte.

​Ich nehme das so hin wie die TE das geschrieben hat und genau darauf antworte ich hier und nicht auf irgendwelche "Ja aber vielleicht war es ja ganz anders."
​Und genau deshalb schreib ich auch, dass ich das albern finde. In einem anderen Fall würde ich sicher anders reagieren, aber nicht hier auf die von der TE geschilderten Situation.

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14. Januar 2017 um 20:57

Ist es nicht völlig unerheblich SEIT WANN der Vater seine Vaterschaft anzweifelt? Ob nun wegen dieser Aussage oder schon früher spielt doch keine Rolle. Es ist lediglich entscheidend WARUM er das tut - hat die TE ihm einen Grund gegeben, weil sie öfter log oder gar fremdging. Das verneint die TE. Also muss es andere Gründe geben, die bei Vätern, denen die Frau grade abgehauen ist, oft aus der Luft gegriffen sind - oft, weil Kumpels ihnen einen Floh ins Ohr setzen oder sie sich mit Unterhaltsforderungen konfrontiert sehen. 

Und wenn jede Frau einem Vaterschaftstest zustimmen und  bitte nicht sauer darüber sein soll, dann können wir ab jetzt auch EINFACH SO von jedem Mann einen Treuetest fordern. Sicher ist sicher... welch ein Quatsch!

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14. Januar 2017 um 21:51

Das heißt wenn mein Partner zweifelt, ob ich in einem Forum mit anderen Männern schreibe, sollte ich ihm meinen Account zeigen? Wenn mein Partner zweifelt, ob ich generell über eine Freundschaft hinaus gehende Kontakte pflege, sollte ich ihm alles offen legen, also Handy, E-Mail, Facebook, eben alles, wo was sein könnte? Und wenn mein Partner glaubt, ich würde mich mit jemandem treffen, sollte ich eine App auf meinem Handy installieren, über die er ständig meinen Standort checken kann?

Schließlich könnte ich damit ja seine Zweifel ausräumen.

​Nee sorry, das hat nix mehr mit ner Beziehung zu tun.

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14. Januar 2017 um 22:05

Er besteht zu recht darauf. Die frauen gehen fremd wie die Affen.

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14. Januar 2017 um 22:12

Die gehen mit mir fremd du Horst. 

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14. Januar 2017 um 22:15

Deiner Freundin gefällt sie bestimmt.

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14. Januar 2017 um 22:24

Ja, wahrscheinlich

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14. Januar 2017 um 22:42

Hai,bis vor 2 Jahren war ich in einer Beziehung,die genau 5 Jahre dauerte.es war zu Beginn mein versprechen ihr 5 Jahre treu zu sein und fals nicht dann zu beichten und ihr Urteil anzunehmen egal wie sie urteilen würde.
ICH habe mein Wort gehalten,auch wenn ich im laufe der 5 Jahre erfahren habe daß sie nicht nur einen Ausrutscher hatte, sondern regelmäßig mit mindestens einem anderen schrieb vögelte und bumste.sie hätte dies auch liebend gerne von mir bekommen doch stattdessen ließ sie mich im trockenen.ich hab ihr dies nie gesagt oder angedeutet,und war ihr bis zum 5. Jahrestag treu,dann bin ich gegangen.

Was ist dein Rat für mich,bin sehr gespannt!

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14. Januar 2017 um 22:44

Aber wo ziehst du da die Grenze? Das sind doch Nuancen die man eigentlich nur dann beurteilen kann, wenn man selbst in der Situation ist, oder nicht?

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14. Januar 2017 um 22:46

Vaterschaftstest ist ein Zeichen der Liebe und des Vertrauens. Mach ihn einfach. Aber da du zögerst wirst du wohl deinen Grund haben (oder gleich mehrere?). 

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15. Januar 2017 um 9:48

Mach den Test, aber nur aus einem Grund:

Dann kann er sich nicht um Zahlungen für das Kind drücken.

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15. Januar 2017 um 11:11

Naja, ich zweifel ja nicht, dass er mir nicht glaubt, sondern stelle die Beziehung, in der es ohnehin schon sehr viele Baustellen zu bewältigen gibt bzw. gab, infrage. Außerdem zweifel ich nicht, dass er mir nicht glaubt, sondern habe ja Handfeste Beweise (der Vaterschaftstest) auf meinem Tisch liegen. 

Ich stelle die Beziehung infrage, weil der Schritt mit dem Vaterschaftstest für mich einfach eine Nummer zu groß war. Jeder mag dazu eine eigene Meinung haben, und es geht mir wie gesagt nicht um das Ergebnis dieses Testes, da wirklich nur ER als Vater in betracht kommt, sondern einfach um die wahllosen Unterstellungen, die mit der Forderung nach einem Vaterschaftstest daherkommen. 

Durch die Bestellung dieses Testes zeigt er mir ja, wie viele von euch geschrieben haben, sehr genau, dass er anscheinend ein gewisses Bild von mir als seiner Partnerin haben muss, um mir tatsächlich so etwas zu unterstellen. Ich kann jedoch auch alle anderen verstehen, die meinen, dass viele Väter ein ,,fremdes" Kind großziehen und man deswegen vielleicht einen Test durchführen sollte. 

Ich habe mich entschieden, den Test auch tatsächlich durchführen zu lassen. Wenn das Ergebnis dann jedoch im Briefkasten liegt, werde ich die Beziehung endgültig beenden, und mich aus seinem Leben zurückziehen. Es tut mir zwar, für unseren Sohn unendlich leid, da ich nie wollte, dass er nur mit einem Elternteil aufwächst, aber allein die Forderung nach diesem Vaterschaftstest, hat mir gezeigt, dass anscheinend absolut NIE Vertrauen in der Beziehung vorhanden war - und dies ist für mich, wie gesagt, eine absolute Notwendigkeit, um eine Beziehung führen zu können. 

Wie viele vermutet hatten, ist er eine eher introvetierter und sehr eifersüchtiger Mensch. Er hat am eigenen Leib erfahren, wie ein Betrug in einer Familie von statten gehen kann. Sowohl sein Vater hat während der Ehe ein uneheliches Kind gezeugt, sowohl seine Mutter ist fremdgegangen, sodass sein eigener Vater bis heute an dessen Vaterschaft zu ihm zweifelt, was er jedoch nie überprüft hat. 

Ich Danke euch für die vielen Antworten. 

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15. Januar 2017 um 11:46

Lieber oder Liebe nudelngehenimmer, 

Für mich bedeutet infragestellen einfach, sich nach dem Sinn zu Fragen, ob etwas, oder in diesem Fall meine Beziehung, überhaupt noch einen Sinn ergibt. 

Dies tue ich ja nicht, weil ich im vorhinein ein gewisses Bild von ihm hatte, sondern weil sich mein Bild von ihm, nach der Bestellung des Vaterschaftstestes einfach grundlegend verändert hat. Wie ich bereits schrieb, war ich ja sehr überrascht, traurig und verletzt über sein derartiges Handeln, sodass ich mich einfach fragte, ob aufgrund der Forderung des Testes überhaupt jemals Vertrauen in der Beziehung existiert hat. 

Er jedoch entschuldigte sein Handeln mit der begründung, dass sich ein Arzt, mit der Berrechnung des Zeugungszeitraumes auch mal vertuen könne, was für mich aber keinesweges rechtfertigt, an der Vaterschaft des eigenen Kindes zu zweifeln - womit auch gewisse Unterstellungen in den Raum geworfen werden und er mir sein Bild von mir als seiner Partnerin offenbart. Außerdem meinte er, dass ich bezüglich des Tests überreagieren würde. 

Deswegen wollte ich einfach nach objektiven Meinungen bitten, und Fragen, ob ich Verständnis für ihn zeigen sollte, oder ob meine erste Emotion (Trauer, Enttäuschung, Fassungslosigkeit) villeicht doch verständlich ist. 

Nochmals, vielen Dank für die vielen Antworten.
 

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15. Januar 2017 um 14:04

@TEDass Du Dich trennen wirst, hast Du ja schon beschlossen. Die Trennung erst auszusprechen, wenn das Ergebnis des Vaterschaftstests im Briefkasten liegt - sieht für mich aus, als würdest Du ihm damit nochmal richtig eine reinwürgen und ihn verletzen zu wollen. Kein schöner Zug von Dir.

Das habe ich damit eigentlich nicht beabsichtigt. Natürlich würde mir eine endgültige Trennung selbst sehr weh tun, alleine schon des Kindes wegen. Wenn sich die Eltern trennen, ist das auch meist für das Kind sehr dramatisch. Ich kann mir leider nicht vorstellen, dass ein Zusammenleben als Familie nach solch schweren Vorwürfen noch möglich ist, dazu hat er mich mit seinen Vermutungen einfach zu sehr getroffen. Wenn, könnte ich mir eine Familientherapie vorstellen, um Probleme wie z.B. das mangelnde Vertrauen zu bearbeiten und eventuell wieder aufbauen zu können. So etwas funktioniert aber natürlich auch nur, wenn beide Partein (also auch ER) zu einer Therapie bereit wären. Ist diese Bereitschaft seinerseits nicht vorhanden, stelle ich mir unsere Zukunft als Paar, sehr schwierig vor. 

Auch möchte ich die Vorstellung relativieren, dass ein Partner ,,perfekt" sein muss. Denn einen ,,perfekten" Menschen gibt es zum GLÜCK nicht. Ich bin ja selbst nicht perfekt und vielleicht hätte ich mehr Verständnis für die Zweifel meines Partners aufbringen müssen, was mir aber leider durch meinen eigenen Emotionen wie (Trauer, Fassungslosigkeit & Enttäuschung) im ersten Moment, nicht möglich war.

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