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Mein Mann will kein Kind - was nun?

3. Dezember um 8:56

Hallo zusammen, 

ich bin grade ziemlich verzweifelt... Das Thema Kinderkriegen war schon in der Vergangenheit in unserer Beziehung nie einfach. Ich war mir lange Zeit selbst nicht sicher, ob ich Kinder möchte. Und mein Partner war eher ablehnend. Irgendwann hat er aber doch suggeriert, dass er es sich ggf. vorstellen könnte. Daraufhin habe ich mich für mich selbst intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich zwar sehr viel Angst vor der Veränderung habe, aber dass ich auch nicht mein Leben auf ewig ohne ein Kind verbringen möchte. Darüber wollte ich jetzt mit ihm sprechen und mit ihm klären, wann evtl. ein Zeitpunkt sein könnte, dass wir es konkret "angehen"... Tja, und jetzt hat er seine Meinung wieder geändert und möchte auf keinen Fall ein Kind. Und ist mit dieser Meinung auch ziemlich entschlossen. Dazu muss man sagen, dass ich auch nicht mehr die Jüngste bin. Aufgrund verschiedener Konstellationen ging es auch einfach  nicht früher und ich war nicht eher bereit dazu. Ich könnte aus biologischer Sicht vielleicht noch 1 bis maximal 2 Jahre warten, dann wäre es aber vermutlich irgendwann definitiv zu spät. 

Ich weiß nicht, was ich tun soll und bin so unendlich traurig und verzweifelt. Ich liebe ihn sehr (er mich auch) und kann mir kein Leben ohne ihn vorstellen. Aber sobald ich jetzt irgendwo was von Kindern sehe oder höre, werde ich sofort traurig und bedrückt. Ich habe Angst, dass es unsere Beziehung dauerhaft so belasten wird, wenn ich auf meinen Kinderwunsch verzichte. Andersherum ist es ja auch keine Option, dass er sich nur meinetwegen für ein Kind entscheidet. Das hat er a) auch gar nicht vor und b) wäre er dann evtl. bei jeder Kleinigkeit sofort genervt. Man kann ja kein Kind auf die Welt setzen, wenn einer der Partner nicht dahinter steht. 

Es gibt wohl keine Lösung dafür. Warten? Wohl aussichtslos, dass er seine Meinung ändern wird. Er kann Kindern einfach absolut gar nichts abgewinnen. Verzichten? Trennen? Auch keine Option. Ich fühle mich grade in einer absoluten Sackgasse meines Lebens und könnte nur noch heulen...

Liebe Grüße
Petra

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3. Dezember um 9:31
In Antwort auf petra821

Hallo zusammen, 

ich bin grade ziemlich verzweifelt... Das Thema Kinderkriegen war schon in der Vergangenheit in unserer Beziehung nie einfach. Ich war mir lange Zeit selbst nicht sicher, ob ich Kinder möchte. Und mein Partner war eher ablehnend. Irgendwann hat er aber doch suggeriert, dass er es sich ggf. vorstellen könnte. Daraufhin habe ich mich für mich selbst intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich zwar sehr viel Angst vor der Veränderung habe, aber dass ich auch nicht mein Leben auf ewig ohne ein Kind verbringen möchte. Darüber wollte ich jetzt mit ihm sprechen und mit ihm klären, wann evtl. ein Zeitpunkt sein könnte, dass wir es konkret "angehen"... Tja, und jetzt hat er seine Meinung wieder geändert und möchte auf keinen Fall ein Kind. Und ist mit dieser Meinung auch ziemlich entschlossen. Dazu muss man sagen, dass ich auch nicht mehr die Jüngste bin. Aufgrund verschiedener Konstellationen ging es auch einfach  nicht früher und ich war nicht eher bereit dazu. Ich könnte aus biologischer Sicht vielleicht noch 1 bis maximal 2 Jahre warten, dann wäre es aber vermutlich irgendwann definitiv zu spät. 

Ich weiß nicht, was ich tun soll und bin so unendlich traurig und verzweifelt. Ich liebe ihn sehr (er mich auch) und kann mir kein Leben ohne ihn vorstellen. Aber sobald ich jetzt irgendwo was von Kindern sehe oder höre, werde ich sofort traurig und bedrückt. Ich habe Angst, dass es unsere Beziehung dauerhaft so belasten wird, wenn ich auf meinen Kinderwunsch verzichte. Andersherum ist es ja auch keine Option, dass er sich nur meinetwegen für ein Kind entscheidet. Das hat er a) auch gar nicht vor und b) wäre er dann evtl. bei jeder Kleinigkeit sofort genervt. Man kann ja kein Kind auf die Welt setzen, wenn einer der Partner nicht dahinter steht. 

Es gibt wohl keine Lösung dafür. Warten? Wohl aussichtslos, dass er seine Meinung ändern wird. Er kann Kindern einfach absolut gar nichts abgewinnen. Verzichten? Trennen? Auch keine Option. Ich fühle mich grade in einer absoluten Sackgasse meines Lebens und könnte nur noch heulen...

Liebe Grüße
Petra

Ich sage dir etwas was dir nicht passen wird aber: verzichte nicht wegen jemand anderen auf deinen Herzenswunsch. Das wirst du immer und immer bereuen. Du lebst nur einmal. 

Deine Zeit läuft. Es gibt ganz viele Männer, die dich ein Kind und eine ehe wünschen. 

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3. Dezember um 8:58

Hast du ihn schon gefragt, was der Anlass war, dass er seine Meinung geändert hat?

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3. Dezember um 9:18

Ihr vermutet deutet zuviel an. Ihr müsstet viel mehr Euch direkt austauschen, auch über Eure Denk- und Entscheidungsprozesse. Du machst etwas mit Dir aus und konfrontierst ihn dann man dem Ergebnis. Das gleiche macht er auch. Dummerweise passen Eure Ergebnisse nicht zusammen.
Es klingt bei ihm so, dass er Dir nicht direkt von Anfang an seine Ablehnung mitteilen um Dich bei Laune zu halten.
Für ein mögliches Kind wäre es aber nicht fair, einen Vater zu haben, der das Kind und seine Vaterrolle nicht zu wollen.
Du kannst Dich damit abfinden und das Leben mit ihm geniessen
Du kannst Dich von ihm trennen und kurzfristig nach einem Mann und Vater suchen
Du kannst Dich von ihm trennen und als alleinerziehende Mutter mit einer Samenspende beschäftigen
 

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3. Dezember um 9:26

Der Grund ist, dass er einfach zufrieden mit dem aktuellen Status Quo ist und nichts ändern möchte. Er sieht darin keinen Sinn. Im Endeffekt ist das ja auch nichts verwerfliches. Es gibt viele Menschen, die keine Kinder wollen und ich kann seine Bedenken ja auch gut nachvollziehen, weil ich sie auch habe. Wenn ich noch 5 oder 10 Jahre warten könnte, wäre das für mich auch kein Problem. Nur läuft mir biologisch die Zeit davon. Ich bin eigentlich immer davon ausgegangen, dass ich irgendwann ein Kind haben würde, auch wenn der konkrete Wunsch nie da war. Ich bin keine Frau, die mit einem intensiven Kinderwunsch schon immer gesegnet war, bei mir spielt sich das eher auf einer anderen Ebene ab. Ja, wir müssen uns wohl mehr austauschen. Aber wir wissen wohl beide, dass es am Ende keinen Kompromiss geben kann, weil es nur ein Entweder-Oder gibt. Ja, vielleicht wollte er mich bei Laune halten, vielleicht hat er die Diskussion gescheut. Das hilft mir bzw. uns allerdings jetzt nicht mehr weiter. Und es macht mich so fertig, dass es eigentlich nur die Möglichkeit gibt, dass ich auf meinen Wunsch verzichte. Ich habe eigentlich gar keine andere Wahl. Außer ihn zu verlassen. Bei ihm scheint es einfach Nullkommanull Chancen zu geben, dass er einen Schritt auf mich zumacht. Entweder ich kriege es hin, mich damit abzufinden, oder alles ist ein Scherbenhaufen. Es hängt jetzt alles an mir. Und dann muss ich damit auch noch langfristig glücklich sein. Darf es nie bereuen oder traurig sein. Und ich habe das Gefühl, diese Entscheidung wird mich evtl. in den nächsten Jahren von innen auffressen. Weil es eben gefühlt nicht meine eigene Entscheidung war sondern aus der Alternativlosigkeit getroffen.

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3. Dezember um 9:28

Es fühlt sich an wie ein unlösbares Paradoxon, Schrödingers Katze oder so. Man kann einfach nur verlieren....

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3. Dezember um 9:31
In Antwort auf petra821

Hallo zusammen, 

ich bin grade ziemlich verzweifelt... Das Thema Kinderkriegen war schon in der Vergangenheit in unserer Beziehung nie einfach. Ich war mir lange Zeit selbst nicht sicher, ob ich Kinder möchte. Und mein Partner war eher ablehnend. Irgendwann hat er aber doch suggeriert, dass er es sich ggf. vorstellen könnte. Daraufhin habe ich mich für mich selbst intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich zwar sehr viel Angst vor der Veränderung habe, aber dass ich auch nicht mein Leben auf ewig ohne ein Kind verbringen möchte. Darüber wollte ich jetzt mit ihm sprechen und mit ihm klären, wann evtl. ein Zeitpunkt sein könnte, dass wir es konkret "angehen"... Tja, und jetzt hat er seine Meinung wieder geändert und möchte auf keinen Fall ein Kind. Und ist mit dieser Meinung auch ziemlich entschlossen. Dazu muss man sagen, dass ich auch nicht mehr die Jüngste bin. Aufgrund verschiedener Konstellationen ging es auch einfach  nicht früher und ich war nicht eher bereit dazu. Ich könnte aus biologischer Sicht vielleicht noch 1 bis maximal 2 Jahre warten, dann wäre es aber vermutlich irgendwann definitiv zu spät. 

Ich weiß nicht, was ich tun soll und bin so unendlich traurig und verzweifelt. Ich liebe ihn sehr (er mich auch) und kann mir kein Leben ohne ihn vorstellen. Aber sobald ich jetzt irgendwo was von Kindern sehe oder höre, werde ich sofort traurig und bedrückt. Ich habe Angst, dass es unsere Beziehung dauerhaft so belasten wird, wenn ich auf meinen Kinderwunsch verzichte. Andersherum ist es ja auch keine Option, dass er sich nur meinetwegen für ein Kind entscheidet. Das hat er a) auch gar nicht vor und b) wäre er dann evtl. bei jeder Kleinigkeit sofort genervt. Man kann ja kein Kind auf die Welt setzen, wenn einer der Partner nicht dahinter steht. 

Es gibt wohl keine Lösung dafür. Warten? Wohl aussichtslos, dass er seine Meinung ändern wird. Er kann Kindern einfach absolut gar nichts abgewinnen. Verzichten? Trennen? Auch keine Option. Ich fühle mich grade in einer absoluten Sackgasse meines Lebens und könnte nur noch heulen...

Liebe Grüße
Petra

Ich sage dir etwas was dir nicht passen wird aber: verzichte nicht wegen jemand anderen auf deinen Herzenswunsch. Das wirst du immer und immer bereuen. Du lebst nur einmal. 

Deine Zeit läuft. Es gibt ganz viele Männer, die dich ein Kind und eine ehe wünschen. 

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3. Dezember um 9:47
In Antwort auf petra821

Hallo zusammen, 

ich bin grade ziemlich verzweifelt... Das Thema Kinderkriegen war schon in der Vergangenheit in unserer Beziehung nie einfach. Ich war mir lange Zeit selbst nicht sicher, ob ich Kinder möchte. Und mein Partner war eher ablehnend. Irgendwann hat er aber doch suggeriert, dass er es sich ggf. vorstellen könnte. Daraufhin habe ich mich für mich selbst intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich zwar sehr viel Angst vor der Veränderung habe, aber dass ich auch nicht mein Leben auf ewig ohne ein Kind verbringen möchte. Darüber wollte ich jetzt mit ihm sprechen und mit ihm klären, wann evtl. ein Zeitpunkt sein könnte, dass wir es konkret "angehen"... Tja, und jetzt hat er seine Meinung wieder geändert und möchte auf keinen Fall ein Kind. Und ist mit dieser Meinung auch ziemlich entschlossen. Dazu muss man sagen, dass ich auch nicht mehr die Jüngste bin. Aufgrund verschiedener Konstellationen ging es auch einfach  nicht früher und ich war nicht eher bereit dazu. Ich könnte aus biologischer Sicht vielleicht noch 1 bis maximal 2 Jahre warten, dann wäre es aber vermutlich irgendwann definitiv zu spät. 

Ich weiß nicht, was ich tun soll und bin so unendlich traurig und verzweifelt. Ich liebe ihn sehr (er mich auch) und kann mir kein Leben ohne ihn vorstellen. Aber sobald ich jetzt irgendwo was von Kindern sehe oder höre, werde ich sofort traurig und bedrückt. Ich habe Angst, dass es unsere Beziehung dauerhaft so belasten wird, wenn ich auf meinen Kinderwunsch verzichte. Andersherum ist es ja auch keine Option, dass er sich nur meinetwegen für ein Kind entscheidet. Das hat er a) auch gar nicht vor und b) wäre er dann evtl. bei jeder Kleinigkeit sofort genervt. Man kann ja kein Kind auf die Welt setzen, wenn einer der Partner nicht dahinter steht. 

Es gibt wohl keine Lösung dafür. Warten? Wohl aussichtslos, dass er seine Meinung ändern wird. Er kann Kindern einfach absolut gar nichts abgewinnen. Verzichten? Trennen? Auch keine Option. Ich fühle mich grade in einer absoluten Sackgasse meines Lebens und könnte nur noch heulen...

Liebe Grüße
Petra

Also du sagst, dass du dir auch lange Zeit unsicher warst. Und nun plötzlich bist du dir absolut sicher und hast fast keine Zeit mehr. So wirklich nachvollziehen kann ich das jetzt nicht, dass du deinen Kinderwunsch nicht schon viel länger und viel deutlicher zum Ausdruck gebracht hast.
Oder hast du im Moment einfach nur Panick, weil die biologische Uhr tickt?

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3. Dezember um 9:48

Du willst ganz klar ein Kind und hast nicht mehr ewig Zeit dazu- vielleicht wird es auch nicht klappen. Dann könntest du noch adoptieren. Entweder verheiratet mit deinem Mann oder alleine- wenn geschieden.
Du bist zu deinem Entschluss gekommen, steh dazu und setz ihn um. Lade deinen Mann dazu ein sich daran zu beteiligen oder dich ansonsten freizugeben. Andere Möglichkeiten sehe ich nicht.
Leider habt ihr die Entscheidung schon zu lange hinausgezögert um noch zu warten.
Meiner Erfahrung nach wird das immer zwischen euch stehen wenn du für ihn verzichtest.

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3. Dezember um 9:56

Wie ist es denn sonst in Eurer Beziehung, gibt es da eine Machtungleichtheit zwischen Euch? Du scheinst alles mit Dir selbst ausmachen zu wollen, gibt es da nicht die Möglichkeit der offenen Gespräche? Ist Dein Partner denn wirklich so strikt, dass er Dich einfach gehen läßt wenn der Kinderwunsch zu stark bei Dir wird? Ist Eure Beziehung so stabil und belastbar dass diese nicht in ein paar Jahren zerbricht und Du Dir dann sagst, dass Du dafür den Kinderwunsch aufgegeben hast? Die Natur ist hier unfair, bei der Frau ist mit 4x Jahren Schluss, Männer könnten auch noch mit 70 Vater werden
Die Frage wäre auch wie alt Du bist um ein Gefühl für die Dringlichkeit zu bekommen? Wie lange seid Ihr denn schon zusammen?
Bist Du Dir denn im Klaren was ein bzw. mehrere Kinder für Eure Beziehung bedeuten würden? Keine Zweisamkeit mehr, Ihr würdet auf das Kind fokussiert sein, Ihr wäret in vielen Dingen stark eingeschränkt. Auf der anderen Seite ist es natürlich wunderbar Kinder zu haben aber eben mit einer gewissen Selbstlosigkeit verbunden.

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3. Dezember um 10:37
In Antwort auf sophos75

Wie ist es denn sonst in Eurer Beziehung, gibt es da eine Machtungleichtheit zwischen Euch? Du scheinst alles mit Dir selbst ausmachen zu wollen, gibt es da nicht die Möglichkeit der offenen Gespräche? Ist Dein Partner denn wirklich so strikt, dass er Dich einfach gehen läßt wenn der Kinderwunsch zu stark bei Dir wird? Ist Eure Beziehung so stabil und belastbar dass diese nicht in ein paar Jahren zerbricht und Du Dir dann sagst, dass Du dafür den Kinderwunsch aufgegeben hast? Die Natur ist hier unfair, bei der Frau ist mit 4x Jahren Schluss, Männer könnten auch noch mit 70 Vater werden
Die Frage wäre auch wie alt Du bist um ein Gefühl für die Dringlichkeit zu bekommen? Wie lange seid Ihr denn schon zusammen?
Bist Du Dir denn im Klaren was ein bzw. mehrere Kinder für Eure Beziehung bedeuten würden? Keine Zweisamkeit mehr, Ihr würdet auf das Kind fokussiert sein, Ihr wäret in vielen Dingen stark eingeschränkt. Auf der anderen Seite ist es natürlich wunderbar Kinder zu haben aber eben mit einer gewissen Selbstlosigkeit verbunden.

Dass es mit Kind keine Zweisamkeit mehr gibt, ist  doch nicht richtig. Liegt immer auch an den Eltern. Zeit dafür darf und sollte man sich nehmen, auch mit Kind. Das erstmal grundsätzlich. 
Trotzdem hast du natürlich Recht - es bedeutet Einschränkungen und in vieler Hinsicht ein anderes Leben. Und das nicht für kurze Zeit, sondern viele Jahre. Das sollte sich auch die TE klar machen. Sich vielleicht auch mal ernsthaft fragen, warum es denn auf einmal unbedingt ein Kind sein muss. Von der biologischen Seite mal abgesehen, denn im Prinzip müssten das alle Frauen fühlen. Tun sie aber nicht, gibt genug, die definitiv keine wollten und es auch nie bereut haben.
Einfach mal sachlich überlegen. 

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3. Dezember um 10:43
In Antwort auf zahrakhan

Dass es mit Kind keine Zweisamkeit mehr gibt, ist  doch nicht richtig. Liegt immer auch an den Eltern. Zeit dafür darf und sollte man sich nehmen, auch mit Kind. Das erstmal grundsätzlich. 
Trotzdem hast du natürlich Recht - es bedeutet Einschränkungen und in vieler Hinsicht ein anderes Leben. Und das nicht für kurze Zeit, sondern viele Jahre. Das sollte sich auch die TE klar machen. Sich vielleicht auch mal ernsthaft fragen, warum es denn auf einmal unbedingt ein Kind sein muss. Von der biologischen Seite mal abgesehen, denn im Prinzip müssten das alle Frauen fühlen. Tun sie aber nicht, gibt genug, die definitiv keine wollten und es auch nie bereut haben.
Einfach mal sachlich überlegen. 

Eine Frau weiß wenn sie ein Kind will und sollte sich nicht dafür rechtfertigen müssen... das ist doch das natürlichste der Welt.

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3. Dezember um 11:14
In Antwort auf herbstblume6

Eine Frau weiß wenn sie ein Kind will und sollte sich nicht dafür rechtfertigen müssen... das ist doch das natürlichste der Welt.

Aber sich mal ganz sachlich Gedanken machen darüber, warum man unbedingt eins haben will und was es konkret bedeutet, wenn eins da ist, kann ja wohl nicht schaden. Gar nicht so selten kommt der Eindruck, Kind (er) hat man eben, muss man haben, gehört zum Lifestyle. Und wenn dann eins da ist, merkt so manche auf einmal, dass das kein Gegenstand ist, mit dem man nach Gutdünken verfahren kann. Täglich oft genug zu beobachten, aber Hauptsache, das egoistische Bedürfnis (denn nichts anderes ist es) ist befriedigt.
Im übrigen muss sich eine Frau natürlich nicht rechtfertigen, wenn sie sich tatsächlich sehnlichst ein Kind wünscht, der Partner muss das aber auch nicht, wenn er nicht will. Zu viele geben da des lieben Friedens Willen nach oder weil sie die Frau nicht verlieren wollen. Aber eine Entscheidung für ein Kind ist einfach zu weitreichend.
Im Endeffekt ist es ein Dilemma, was kaum lösbar ist. 

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3. Dezember um 11:27
In Antwort auf herbstblume6

Eine Frau weiß wenn sie ein Kind will und sollte sich nicht dafür rechtfertigen müssen... das ist doch das natürlichste der Welt.

Aber sie schreibt selber, dass sie sich da sehr lange uneins war.

Jetzt die Schuld einseitig zum Mann zu schieben (siehe Titel des Stranges) finde ich ziemlich unfair.

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3. Dezember um 11:27
In Antwort auf zahrakhan

Aber sich mal ganz sachlich Gedanken machen darüber, warum man unbedingt eins haben will und was es konkret bedeutet, wenn eins da ist, kann ja wohl nicht schaden. Gar nicht so selten kommt der Eindruck, Kind (er) hat man eben, muss man haben, gehört zum Lifestyle. Und wenn dann eins da ist, merkt so manche auf einmal, dass das kein Gegenstand ist, mit dem man nach Gutdünken verfahren kann. Täglich oft genug zu beobachten, aber Hauptsache, das egoistische Bedürfnis (denn nichts anderes ist es) ist befriedigt.
Im übrigen muss sich eine Frau natürlich nicht rechtfertigen, wenn sie sich tatsächlich sehnlichst ein Kind wünscht, der Partner muss das aber auch nicht, wenn er nicht will. Zu viele geben da des lieben Friedens Willen nach oder weil sie die Frau nicht verlieren wollen. Aber eine Entscheidung für ein Kind ist einfach zu weitreichend.
Im Endeffekt ist es ein Dilemma, was kaum lösbar ist. 

Gar nicht so selten kommt der Eindruck, Kind (er) hat man eben, muss man haben, gehört zum Lifestyle. "

Der Eindruck, ja. Den hast DU oft, aber Fakt ist, dass die wenigsten Menschen ein Kind wegen des "Lifestyles" wollen.
Wenn du so viele Menschen in deinem Umfeld hast die so sind und denken, dann würde ich mal überlegen warum das so ist! Oder ob du vl zu viel reininterpretierst. Ich habe mal gelesen, dass ein unerfüllter Kinderwunsch für Frauen (weiß nicht ob das auf Männer auch zutrifft) schwerwiegender ist, als ein Todesfall einer geliebten Person.
Kein Kind zu bekommen ist ja auch egoistisch. (Man will reisen, sein Geld nicht teilen, auf nichts verzichten etc.) Bleibt natürlich jedem selbst überlassen, Fakt ist aber, beides ist egoistisch. Wir Menschen sind nunmal Egoisten, was auch -so lange niemand anderes darunter leidet- okay ist.

 

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3. Dezember um 11:32
In Antwort auf petra821

Hallo zusammen, 

ich bin grade ziemlich verzweifelt... Das Thema Kinderkriegen war schon in der Vergangenheit in unserer Beziehung nie einfach. Ich war mir lange Zeit selbst nicht sicher, ob ich Kinder möchte. Und mein Partner war eher ablehnend. Irgendwann hat er aber doch suggeriert, dass er es sich ggf. vorstellen könnte. Daraufhin habe ich mich für mich selbst intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich zwar sehr viel Angst vor der Veränderung habe, aber dass ich auch nicht mein Leben auf ewig ohne ein Kind verbringen möchte. Darüber wollte ich jetzt mit ihm sprechen und mit ihm klären, wann evtl. ein Zeitpunkt sein könnte, dass wir es konkret "angehen"... Tja, und jetzt hat er seine Meinung wieder geändert und möchte auf keinen Fall ein Kind. Und ist mit dieser Meinung auch ziemlich entschlossen. Dazu muss man sagen, dass ich auch nicht mehr die Jüngste bin. Aufgrund verschiedener Konstellationen ging es auch einfach  nicht früher und ich war nicht eher bereit dazu. Ich könnte aus biologischer Sicht vielleicht noch 1 bis maximal 2 Jahre warten, dann wäre es aber vermutlich irgendwann definitiv zu spät. 

Ich weiß nicht, was ich tun soll und bin so unendlich traurig und verzweifelt. Ich liebe ihn sehr (er mich auch) und kann mir kein Leben ohne ihn vorstellen. Aber sobald ich jetzt irgendwo was von Kindern sehe oder höre, werde ich sofort traurig und bedrückt. Ich habe Angst, dass es unsere Beziehung dauerhaft so belasten wird, wenn ich auf meinen Kinderwunsch verzichte. Andersherum ist es ja auch keine Option, dass er sich nur meinetwegen für ein Kind entscheidet. Das hat er a) auch gar nicht vor und b) wäre er dann evtl. bei jeder Kleinigkeit sofort genervt. Man kann ja kein Kind auf die Welt setzen, wenn einer der Partner nicht dahinter steht. 

Es gibt wohl keine Lösung dafür. Warten? Wohl aussichtslos, dass er seine Meinung ändern wird. Er kann Kindern einfach absolut gar nichts abgewinnen. Verzichten? Trennen? Auch keine Option. Ich fühle mich grade in einer absoluten Sackgasse meines Lebens und könnte nur noch heulen...

Liebe Grüße
Petra

Das ist eine sehr verzwickte Situation!
Du musst für dich entscheiden, ob du auch kinderlos glücklich werden könntest, und ob du wegen einem Mann (den du jetzt liebst, aber die wenigsten Beziehungen halten ewig, wenn wir ehrlich sind) darauf verzichten könntest.
Ich muss sagen, dass ich wegen einem Mann nie auf diesen Wunsch verzichtet hätte. Ein Leben ohne Kinder wäre für mich persönlich undenkbar. So groß könnte meine Liebe nicht sein. Es gibt aber auch Frauen die sich damit gut arrangieren können. Aber das ist eben eine Entscheidung die du für dich alleine treffen musst und die dir niemand abnehmen kann. Es ist nicht einfach ein Urlaub, auf den man verzichtet.
Alles Gute

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3. Dezember um 12:02

Hui - da habe ich ja was losgetreten... also... Ich gebe ihm keine Schuld. Habe ja auch oben schon geschrieben: Ich akzeptiere es grundsätzlich, dass er eine andere Meinung hat. Die darf jeder haben bei uns Und ich kann sie ja auch nachvollziehen. Die Frage ist, wie geht man nun mit der Situation der vermeintlichen Ausweglosigkeit um? Wie bringt man was zusammen, was auf den ersten Blick nicht zusammen geht? Vielleicht gibt es ja auch andere von euch, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und berichten können, wie sie damit umgegangen sind.
Warum ich ein Kind möchte: Dafür habe ich zig verschiedene Gründe und Lifestyle oder "muss man einfach haben" gehört definitiv nicht dazu. Ich glaube auch nicht, dass ich das irgendwie überidealisiere. Ich habe mich eigentlich in der Theorie schon so viel damit auseinander gesetzt und einfach nur den Sprung ins kalte Wasser bzw. ins Unbekannte gescheut. Ich habe das für mich insgesamt sehr sehr lange abgewogen und bin mir auch der Einschränkungen so weit bewusst, wie man das eben sein kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Wenn ich die Einschränkungen nicht beachten würde, hätte ich vermutlich auch nicht so lange gerungen und meine Entscheidung (für mich) stände schon eher fest. Ich bin übrigens fast 40 - soviel zur biologischen Dringlichkeit Ich weiß, dass ich hier nicht die ultimative Lösung finden werde, weil es die vermutlich nicht gibt. Es tut aber einfach gut, neue Denkanstöße - egal in welche Richtung - zu bekommen. Und sich auch die momentane Verzweiflung mal von der Seele reden zu können. Ich glaube, wenn ich mit meiner Familie oder meinen Freunden darüber sprechen würde, würden die sich natürlich schnell auf meine Seite schlagen, weil sie mich vor Kummer schützen wollen. Und das wäre ihm gegenüber dann auch nicht fair... Deswegen hilft mir der "neutrale" Austausch mit euch einfach sehr Ich weiß, dass es meinem Partner mit der Situation auch nicht gut geht. Wir leiden beide drunter, weil wir auch den anderen nicht unglücklich machen wollen.

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3. Dezember um 12:04
In Antwort auf sophos75

Wie ist es denn sonst in Eurer Beziehung, gibt es da eine Machtungleichtheit zwischen Euch? Du scheinst alles mit Dir selbst ausmachen zu wollen, gibt es da nicht die Möglichkeit der offenen Gespräche? Ist Dein Partner denn wirklich so strikt, dass er Dich einfach gehen läßt wenn der Kinderwunsch zu stark bei Dir wird? Ist Eure Beziehung so stabil und belastbar dass diese nicht in ein paar Jahren zerbricht und Du Dir dann sagst, dass Du dafür den Kinderwunsch aufgegeben hast? Die Natur ist hier unfair, bei der Frau ist mit 4x Jahren Schluss, Männer könnten auch noch mit 70 Vater werden
Die Frage wäre auch wie alt Du bist um ein Gefühl für die Dringlichkeit zu bekommen? Wie lange seid Ihr denn schon zusammen?
Bist Du Dir denn im Klaren was ein bzw. mehrere Kinder für Eure Beziehung bedeuten würden? Keine Zweisamkeit mehr, Ihr würdet auf das Kind fokussiert sein, Ihr wäret in vielen Dingen stark eingeschränkt. Auf der anderen Seite ist es natürlich wunderbar Kinder zu haben aber eben mit einer gewissen Selbstlosigkeit verbunden.

"Die Natur ist hier unfair, bei der Frau ist mit 4x Jahren Schluss, Männer könnten auch noch mit 70 Vater werden"

tja... dann gehts der TE vielleicht wie einer bekannten von mir: hat sich vor einigen jahren von ihrem mann getrennt, weil der keine kinder wollte, sie aber schon. die suche nach einem neuen, der ja auch nicht "irgendeiner" sein sollte, hat sich dann aber doch länger hingezogen - und nun ist der zug für sie und ihren neuen abgefahren. bitter: ihr ex hat inzwischen ne jüngere freundin, und ist vor kurzem vater geworden... 

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3. Dezember um 13:40
In Antwort auf batweazel

"Die Natur ist hier unfair, bei der Frau ist mit 4x Jahren Schluss, Männer könnten auch noch mit 70 Vater werden"

tja... dann gehts der TE vielleicht wie einer bekannten von mir: hat sich vor einigen jahren von ihrem mann getrennt, weil der keine kinder wollte, sie aber schon. die suche nach einem neuen, der ja auch nicht "irgendeiner" sein sollte, hat sich dann aber doch länger hingezogen - und nun ist der zug für sie und ihren neuen abgefahren. bitter: ihr ex hat inzwischen ne jüngere freundin, und ist vor kurzem vater geworden... 

Tja, oder es geht ihr wie der Bekannten meiner Mutter. Sie ist bei ihrem Mann geblieben und hat auf ihren Wunsch verzichtet. Ein paar Jahre später zerbrach die Beziehung unter anderem daran, dass der nichterfüllte Kinderwunsch immer zwischen den beiden stand. Da stand sie dann da ohne Mann und ohne Kind. Sie bereut es bis heute.

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3. Dezember um 13:50
In Antwort auf petra821

Hui - da habe ich ja was losgetreten... also... Ich gebe ihm keine Schuld. Habe ja auch oben schon geschrieben: Ich akzeptiere es grundsätzlich, dass er eine andere Meinung hat. Die darf jeder haben bei uns Und ich kann sie ja auch nachvollziehen. Die Frage ist, wie geht man nun mit der Situation der vermeintlichen Ausweglosigkeit um? Wie bringt man was zusammen, was auf den ersten Blick nicht zusammen geht? Vielleicht gibt es ja auch andere von euch, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und berichten können, wie sie damit umgegangen sind.
Warum ich ein Kind möchte: Dafür habe ich zig verschiedene Gründe und Lifestyle oder "muss man einfach haben" gehört definitiv nicht dazu. Ich glaube auch nicht, dass ich das irgendwie überidealisiere. Ich habe mich eigentlich in der Theorie schon so viel damit auseinander gesetzt und einfach nur den Sprung ins kalte Wasser bzw. ins Unbekannte gescheut. Ich habe das für mich insgesamt sehr sehr lange abgewogen und bin mir auch der Einschränkungen so weit bewusst, wie man das eben sein kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Wenn ich die Einschränkungen nicht beachten würde, hätte ich vermutlich auch nicht so lange gerungen und meine Entscheidung (für mich) stände schon eher fest. Ich bin übrigens fast 40 - soviel zur biologischen Dringlichkeit Ich weiß, dass ich hier nicht die ultimative Lösung finden werde, weil es die vermutlich nicht gibt. Es tut aber einfach gut, neue Denkanstöße - egal in welche Richtung - zu bekommen. Und sich auch die momentane Verzweiflung mal von der Seele reden zu können. Ich glaube, wenn ich mit meiner Familie oder meinen Freunden darüber sprechen würde, würden die sich natürlich schnell auf meine Seite schlagen, weil sie mich vor Kummer schützen wollen. Und das wäre ihm gegenüber dann auch nicht fair... Deswegen hilft mir der "neutrale" Austausch mit euch einfach sehr Ich weiß, dass es meinem Partner mit der Situation auch nicht gut geht. Wir leiden beide drunter, weil wir auch den anderen nicht unglücklich machen wollen.

Ich finde schon, dass er unfair mit dir umgegangen ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihm nicht schon vorher klar gewesen ist, dass er definitiv kein Kind wollte. Hätte er dir das vor 5 Jahren gesagt, hättest du halt noch etwas mehr Zeit gehabt. Jetzt stehst du da, eine Trennung bedeutet eventuell keinen Partner für die Familiengründung mehr zu finden, aber wenn du bleibst, wirst du definitiv verzichten müssen. Ich verstehe auch nicht, warum du der Beziehung wegen, verzichten möchtest, das sorgt für ein Ungleichgewicht und das kann nicht gut sein für eure Beziehung. Du klingst jedenfalls nicht so, als ob du mit deinem unerfüllten Wunsch glücklich wirst. Ich würde an dieser Stelle lieber versuchen auf mich zu achten und das Risiko in Kauf zu nehmen, keinen passenden Partner für ein Kind zu finden, als mich damit abzufinden in einer Beziehung mit einem solchen Ungleichgewicht zu leben, in der icj ständig an meinen unerfüllten Kinderwunsch (und seinen Anteil daran) konfrontiert werde.

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3. Dezember um 13:56
In Antwort auf petra821

Hui - da habe ich ja was losgetreten... also... Ich gebe ihm keine Schuld. Habe ja auch oben schon geschrieben: Ich akzeptiere es grundsätzlich, dass er eine andere Meinung hat. Die darf jeder haben bei uns Und ich kann sie ja auch nachvollziehen. Die Frage ist, wie geht man nun mit der Situation der vermeintlichen Ausweglosigkeit um? Wie bringt man was zusammen, was auf den ersten Blick nicht zusammen geht? Vielleicht gibt es ja auch andere von euch, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und berichten können, wie sie damit umgegangen sind.
Warum ich ein Kind möchte: Dafür habe ich zig verschiedene Gründe und Lifestyle oder "muss man einfach haben" gehört definitiv nicht dazu. Ich glaube auch nicht, dass ich das irgendwie überidealisiere. Ich habe mich eigentlich in der Theorie schon so viel damit auseinander gesetzt und einfach nur den Sprung ins kalte Wasser bzw. ins Unbekannte gescheut. Ich habe das für mich insgesamt sehr sehr lange abgewogen und bin mir auch der Einschränkungen so weit bewusst, wie man das eben sein kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Wenn ich die Einschränkungen nicht beachten würde, hätte ich vermutlich auch nicht so lange gerungen und meine Entscheidung (für mich) stände schon eher fest. Ich bin übrigens fast 40 - soviel zur biologischen Dringlichkeit Ich weiß, dass ich hier nicht die ultimative Lösung finden werde, weil es die vermutlich nicht gibt. Es tut aber einfach gut, neue Denkanstöße - egal in welche Richtung - zu bekommen. Und sich auch die momentane Verzweiflung mal von der Seele reden zu können. Ich glaube, wenn ich mit meiner Familie oder meinen Freunden darüber sprechen würde, würden die sich natürlich schnell auf meine Seite schlagen, weil sie mich vor Kummer schützen wollen. Und das wäre ihm gegenüber dann auch nicht fair... Deswegen hilft mir der "neutrale" Austausch mit euch einfach sehr Ich weiß, dass es meinem Partner mit der Situation auch nicht gut geht. Wir leiden beide drunter, weil wir auch den anderen nicht unglücklich machen wollen.

Es hängt übrigens auch nicht alles and dir und nicht du hinterlässt einen Scherbenhaufen. Es hängt an euch beiden und ihr beide hinterlasst diesen Scherbenhaufen, weil ihr unterschiedliche Vorstellungen habt. Sein Wunsch ist nicht wichtiger als deiner, deshalb bist du im Ernstfall auch nicht alleine für das Scheitern eurer Beziehung verantwortlich!

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3. Dezember um 16:58
In Antwort auf petra821

Hallo zusammen, 

ich bin grade ziemlich verzweifelt... Das Thema Kinderkriegen war schon in der Vergangenheit in unserer Beziehung nie einfach. Ich war mir lange Zeit selbst nicht sicher, ob ich Kinder möchte. Und mein Partner war eher ablehnend. Irgendwann hat er aber doch suggeriert, dass er es sich ggf. vorstellen könnte. Daraufhin habe ich mich für mich selbst intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich zwar sehr viel Angst vor der Veränderung habe, aber dass ich auch nicht mein Leben auf ewig ohne ein Kind verbringen möchte. Darüber wollte ich jetzt mit ihm sprechen und mit ihm klären, wann evtl. ein Zeitpunkt sein könnte, dass wir es konkret "angehen"... Tja, und jetzt hat er seine Meinung wieder geändert und möchte auf keinen Fall ein Kind. Und ist mit dieser Meinung auch ziemlich entschlossen. Dazu muss man sagen, dass ich auch nicht mehr die Jüngste bin. Aufgrund verschiedener Konstellationen ging es auch einfach  nicht früher und ich war nicht eher bereit dazu. Ich könnte aus biologischer Sicht vielleicht noch 1 bis maximal 2 Jahre warten, dann wäre es aber vermutlich irgendwann definitiv zu spät. 

Ich weiß nicht, was ich tun soll und bin so unendlich traurig und verzweifelt. Ich liebe ihn sehr (er mich auch) und kann mir kein Leben ohne ihn vorstellen. Aber sobald ich jetzt irgendwo was von Kindern sehe oder höre, werde ich sofort traurig und bedrückt. Ich habe Angst, dass es unsere Beziehung dauerhaft so belasten wird, wenn ich auf meinen Kinderwunsch verzichte. Andersherum ist es ja auch keine Option, dass er sich nur meinetwegen für ein Kind entscheidet. Das hat er a) auch gar nicht vor und b) wäre er dann evtl. bei jeder Kleinigkeit sofort genervt. Man kann ja kein Kind auf die Welt setzen, wenn einer der Partner nicht dahinter steht. 

Es gibt wohl keine Lösung dafür. Warten? Wohl aussichtslos, dass er seine Meinung ändern wird. Er kann Kindern einfach absolut gar nichts abgewinnen. Verzichten? Trennen? Auch keine Option. Ich fühle mich grade in einer absoluten Sackgasse meines Lebens und könnte nur noch heulen...

Liebe Grüße
Petra

Hey!

Also bei uns war es genau ungekehrt.
Ich wollte nie ein Kind, mein Partner wollte immer eins haben.

Wir haben oft darüber gesprochen und für ihn war es nie Thema, mich deswegen zu verlassen, weil er meine Meinung akzeptiert und mit mir zusammen sein will.

Im Laufe der Zeit, hat er mich ab und an mal angesprochen, woran es läge, dass ich keine Kinder möchte.
Es hat lange gedauert, bis ich ihm meine wirklichen Ängste genannt habe (vorher habe ich immer gesagt, Kinder rauben einem nur Kraft, Zeit und Geld ).

Und wir haben geredet, geredet und geredet. Schöne Gespräche. Am Lagerfeuer im Urlaub etc.
Und nach und nach, konnte er mir alle Bedenken und Ängste nehmen.
Für alles hat er einen Masterplan entwickelt und egal was passiert, ich kann mich immer sicher fühlen.

So, was ich dir sagen wollte: vielleicht steckt bei ihm auch ein tieferer Grund dahinter, eine Angst die man ihm nehmen könnte und die sich in Freude umwandelt.

Ansonsten würde ich abwägen, wie viel dir ein Kind bedeutet. Ich freue mich auf ein Leben mit dem kleinen Zwerg, hätte aber auch ohne Kind glücklich weiterleben können und für mich wäre es nie eine Option, meinen Partner zu verlassen. 

Ich wünsche dir alles Gute!

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3. Dezember um 17:33
In Antwort auf creepyworld89

Hey!

Also bei uns war es genau ungekehrt.
Ich wollte nie ein Kind, mein Partner wollte immer eins haben.

Wir haben oft darüber gesprochen und für ihn war es nie Thema, mich deswegen zu verlassen, weil er meine Meinung akzeptiert und mit mir zusammen sein will.

Im Laufe der Zeit, hat er mich ab und an mal angesprochen, woran es läge, dass ich keine Kinder möchte.
Es hat lange gedauert, bis ich ihm meine wirklichen Ängste genannt habe (vorher habe ich immer gesagt, Kinder rauben einem nur Kraft, Zeit und Geld ).

Und wir haben geredet, geredet und geredet. Schöne Gespräche. Am Lagerfeuer im Urlaub etc.
Und nach und nach, konnte er mir alle Bedenken und Ängste nehmen.
Für alles hat er einen Masterplan entwickelt und egal was passiert, ich kann mich immer sicher fühlen.

So, was ich dir sagen wollte: vielleicht steckt bei ihm auch ein tieferer Grund dahinter, eine Angst die man ihm nehmen könnte und die sich in Freude umwandelt.

Ansonsten würde ich abwägen, wie viel dir ein Kind bedeutet. Ich freue mich auf ein Leben mit dem kleinen Zwerg, hätte aber auch ohne Kind glücklich weiterleben können und für mich wäre es nie eine Option, meinen Partner zu verlassen. 

Ich wünsche dir alles Gute!

Hallo Du,
vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht! Das macht ein bisschen Hoffnung - wobei ich mich trotzdem nicht daran klammern möchte, dass mir das bei ihm auch gelingen könnte. Darf ich fragen, welche Gründe es bei Dir denn wirklich waren? Und welche Pläne ihr gemacht habt? 

Er findet Kinder prinzipiell doof und nervig und hat wohl noch nicht viele nette oder coole Kinder kennengelernt - anders als ich...

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3. Dezember um 17:49

Das ist jetzt wahrscheinlich auch nicht so sehr mutmachend...
Ich (w, 35) wollte auch nie Kinder. Empfand ich als massive Einschränkung ohne jegliche Vorteile. Da war nie das Bedürfnis danach.

Nun kommt das aber. Und zwar zum Großteil weil ich jetzt das erste mal einen Partner hab, mit dem ich es mir vorstellen kann. Der mir ein echter Partner ist und mit dem ich dieses Projekt angehen würde.
Dieser Punkt muss also wirklich total passen denke ich.

Und zweitens bin ich jetzt das erste mal in meinem Leben an einem Punkt, wo ich nicht mehr das Gefühl hab "zu wenig" zu haben - Liebe, Abenteuer etc. Ich hab so viel davon, dass ich es gern einem kleinen Menschen weitergeben möchte.
Wäre ich an diesen PUnkt nicht gekommen, ich hätte es mir nicht zugetraut...

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3. Dezember um 18:19
In Antwort auf petra821

Hallo Du,
vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht! Das macht ein bisschen Hoffnung - wobei ich mich trotzdem nicht daran klammern möchte, dass mir das bei ihm auch gelingen könnte. Darf ich fragen, welche Gründe es bei Dir denn wirklich waren? Und welche Pläne ihr gemacht habt? 

Er findet Kinder prinzipiell doof und nervig und hat wohl noch nicht viele nette oder coole Kinder kennengelernt - anders als ich...

Ich hatte eine große Angst vor der Veränderung und einer Verschiebung der Prioritäten.

Ich hatte Sorge ich komme zu kurz, dass keine Zeit mehr für Sex, Kuscheln etc da ist und man nur noch "Mama und Papa" und kein Paar mehr ist.

Dass sich mein Körper verändert und er mich nicht mehr so attraktiv finden könnte.

Angst vor finanziellen Einbußen. 
Was wenn er mich verlässt, stirbt oder sonst etwas passiert.
Ich hatte immer große Angst mit einem Kind und ohne Geld dazustehen. Die ersten Jahre Zuhause zu bleiben, ist mir schon sehr wichtig.

Angst vor der Verantwortung, die man für einen kleinen, neuen Menschen hat.
Auch Sorge davor als Mutter zu versagen oder überfordert zu sein.

Das waren eines der Hauptgründe.
Ich fand Kinder auch immer doof und nervig. Naja, die von den meisten anderen immer noch. Aber wenn es das eigene ist, denkt man immer anders 
 

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3. Dezember um 18:22
In Antwort auf petra821

Hallo Du,
vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht! Das macht ein bisschen Hoffnung - wobei ich mich trotzdem nicht daran klammern möchte, dass mir das bei ihm auch gelingen könnte. Darf ich fragen, welche Gründe es bei Dir denn wirklich waren? Und welche Pläne ihr gemacht habt? 

Er findet Kinder prinzipiell doof und nervig und hat wohl noch nicht viele nette oder coole Kinder kennengelernt - anders als ich...

Ich muss Melonchen auch recht geben, dass ich mir vorher nie einen Partner als Vater meiner Kinder gesehen habe. 
Mit meinem jetzigen ist all das komplett anders.

Wie dringend ist dein Kinderwunsch ?
Wäre für ihn eine Trennung eher eine Option, als ein Kind?

 

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3. Dezember um 18:23
In Antwort auf petra821

Hui - da habe ich ja was losgetreten... also... Ich gebe ihm keine Schuld. Habe ja auch oben schon geschrieben: Ich akzeptiere es grundsätzlich, dass er eine andere Meinung hat. Die darf jeder haben bei uns Und ich kann sie ja auch nachvollziehen. Die Frage ist, wie geht man nun mit der Situation der vermeintlichen Ausweglosigkeit um? Wie bringt man was zusammen, was auf den ersten Blick nicht zusammen geht? Vielleicht gibt es ja auch andere von euch, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und berichten können, wie sie damit umgegangen sind.
Warum ich ein Kind möchte: Dafür habe ich zig verschiedene Gründe und Lifestyle oder "muss man einfach haben" gehört definitiv nicht dazu. Ich glaube auch nicht, dass ich das irgendwie überidealisiere. Ich habe mich eigentlich in der Theorie schon so viel damit auseinander gesetzt und einfach nur den Sprung ins kalte Wasser bzw. ins Unbekannte gescheut. Ich habe das für mich insgesamt sehr sehr lange abgewogen und bin mir auch der Einschränkungen so weit bewusst, wie man das eben sein kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Wenn ich die Einschränkungen nicht beachten würde, hätte ich vermutlich auch nicht so lange gerungen und meine Entscheidung (für mich) stände schon eher fest. Ich bin übrigens fast 40 - soviel zur biologischen Dringlichkeit Ich weiß, dass ich hier nicht die ultimative Lösung finden werde, weil es die vermutlich nicht gibt. Es tut aber einfach gut, neue Denkanstöße - egal in welche Richtung - zu bekommen. Und sich auch die momentane Verzweiflung mal von der Seele reden zu können. Ich glaube, wenn ich mit meiner Familie oder meinen Freunden darüber sprechen würde, würden die sich natürlich schnell auf meine Seite schlagen, weil sie mich vor Kummer schützen wollen. Und das wäre ihm gegenüber dann auch nicht fair... Deswegen hilft mir der "neutrale" Austausch mit euch einfach sehr Ich weiß, dass es meinem Partner mit der Situation auch nicht gut geht. Wir leiden beide drunter, weil wir auch den anderen nicht unglücklich machen wollen.

Bei uns ist es anders rum. Ich wollte nie ein Kind bekommen. Ich habe auch nie meine Meinung geändert, meinem Mann Hoffnung gemacht, dass ich es mir evtl. doch vorstellen kann. 

Nun hat mein Mann schon 3 Kinder aus seiner ersten Ehe. Diese Kinder sind ab einem bestimmten Zeitpunkt zununs gezogen und bei uns aufgewachsen. 

Erst als die Kinder bei uns gelebt haben hat mein Mann immer wieder geäußert, dass er auch gerne ein gemeinsames Kind mit mir hätte. Nun wollte ich aber nie ein Kind.....UND wir hatten ja nun schon 3 Kinder. 

Ich glaube fuer ihn war es einfacher meinen Nicht-Kinderwunsch zu akzeptieren, weil er ja schon Kinder hat. 

Es ist eine schwierige Situation...eben weil es keinen Kompromiss gibt. 

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4. Dezember um 8:28
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Also du sagst, dass du dir auch lange Zeit unsicher warst. Und nun plötzlich bist du dir absolut sicher und hast fast keine Zeit mehr. So wirklich nachvollziehen kann ich das jetzt nicht, dass du deinen Kinderwunsch nicht schon viel länger und viel deutlicher zum Ausdruck gebracht hast.
Oder hast du im Moment einfach nur Panick, weil die biologische Uhr tickt?

Wenn ich lange Zeit unsicher war, bin ich ja eben nicht "plötzlich" absolut sicher. Sondern das war ein langer Prozess. So eine Entscheidung lässt sich auch eben nicht erzwingen. Manche Frauen wissen schon früh definitiv was sie wollen, andere eben nicht. Ich konnte meinen Kinderwunsch nicht früher zum Ausdruck bringen weil ich eben selbst vorher nicht klarer wusste, was ich möchte. Auch jetzt bin ich nicht so wie viele andere Frauen, die definitiv sagen können: Es ist mein Herzenswunsch und dem will ich alles unterordnen. Es war ein langer Reifeprozess, weil ich sowas eben auch nicht einfach "aus der Laune heraus" entscheiden wollte. Und klar, wenn ich Anfang 30 wäre, wäre der Entscheidungsdruck natürlich weniger stark. 

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4. Dezember um 8:31
In Antwort auf creepyworld89

Ich muss Melonchen auch recht geben, dass ich mir vorher nie einen Partner als Vater meiner Kinder gesehen habe. 
Mit meinem jetzigen ist all das komplett anders.

Wie dringend ist dein Kinderwunsch ?
Wäre für ihn eine Trennung eher eine Option, als ein Kind?

 

Ich kann es selbst schlecht einschätzen. Es gibt bestimmt viele Frauen, die das noch viel dringender möchten. Die Dringlichkeit kommt eher durch mein Alter zustande Ich könnte auch gut noch ein paar Jahre warten, aber das sage ich mir wohl schon zu lange Die Frage ist, ob ich es mit ihm so weit treibe und Trennung als Option für ihn vorschlage. Wenn er dann nur aus Angst mich zu verlieren einlenkt, ist das für ein Kind trotzdem ein sehr hoher Kredit. Klar, es kann sein, dass er dann auf einmal doch seine Vatergefühle entdeckt. Aber was wenn nicht? Ich möchte ja nicht einfach ein Kind um des Kindes willen, ich möchte ihm ein glückliches Leben ermöglichen. 

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4. Dezember um 8:34
In Antwort auf creepyworld89

Ich hatte eine große Angst vor der Veränderung und einer Verschiebung der Prioritäten.

Ich hatte Sorge ich komme zu kurz, dass keine Zeit mehr für Sex, Kuscheln etc da ist und man nur noch "Mama und Papa" und kein Paar mehr ist.

Dass sich mein Körper verändert und er mich nicht mehr so attraktiv finden könnte.

Angst vor finanziellen Einbußen. 
Was wenn er mich verlässt, stirbt oder sonst etwas passiert.
Ich hatte immer große Angst mit einem Kind und ohne Geld dazustehen. Die ersten Jahre Zuhause zu bleiben, ist mir schon sehr wichtig.

Angst vor der Verantwortung, die man für einen kleinen, neuen Menschen hat.
Auch Sorge davor als Mutter zu versagen oder überfordert zu sein.

Das waren eines der Hauptgründe.
Ich fand Kinder auch immer doof und nervig. Naja, die von den meisten anderen immer noch. Aber wenn es das eigene ist, denkt man immer anders 
 

Vielen Dank für Deine Offenheit! Und ich finde viele Kinder auch doof und nervig - immernoch Aber ich glaube auch, dass es beim eigenen (meistens) anders ist Ich bin sicher, Du würdest eine tolle Mutter sein. Ich glaube, das ganze mit einer gehörigen Portion Realismus anzugehen, ist nicht immer schlecht. Dann ist nicht die Erwartungshaltung da, dass es nur der absolute Glücksrausch ist, ein Kind zu haben und eventuelle Schwierigkeiten überraschen einen dann nicht so. Ich habe eine Freundin, die schon fast eine Art blindwütigen Kinderwunsch hatte. Die hat dann irgendwann ein Kind bekommen und war komplett desillusioniert, weil sie sich vorher nur das Paradies auf Erden vorgestellt hat. Inzwischen ist aber auch sie super in der Mutterrolle angekommen und macht das einfach toll.

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4. Dezember um 8:36
In Antwort auf melonchen1

Das ist jetzt wahrscheinlich auch nicht so sehr mutmachend...
Ich (w, 35) wollte auch nie Kinder. Empfand ich als massive Einschränkung ohne jegliche Vorteile. Da war nie das Bedürfnis danach.

Nun kommt das aber. Und zwar zum Großteil weil ich jetzt das erste mal einen Partner hab, mit dem ich es mir vorstellen kann. Der mir ein echter Partner ist und mit dem ich dieses Projekt angehen würde.
Dieser Punkt muss also wirklich total passen denke ich.

Und zweitens bin ich jetzt das erste mal in meinem Leben an einem Punkt, wo ich nicht mehr das Gefühl hab "zu wenig" zu haben - Liebe, Abenteuer etc. Ich hab so viel davon, dass ich es gern einem kleinen Menschen weitergeben möchte.
Wäre ich an diesen PUnkt nicht gekommen, ich hätte es mir nicht zugetraut...

Doch, ich finde das trotzdem sehr mutmachend. Ich glaube, das "zu wenig" zu haben könnte für ihn aktuell noch ein Thema sein. Bedingt durch verschiedene äußere Umstände, auf die ich hier nicht näher eingehen will. Vielleicht gelingt es uns, uns einfach noch besser auszutauschen, was jedem von uns wichtig ist, was wir vielleicht auch "vorher" noch erleben möchten. 

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4. Dezember um 8:40

Hallo zusammen!
Erstmal vielen Dank für eure zahlreichen lieben und offenen Antworten! Ihr habt mir sehr geholfen. Ich wusste, dass jetzt keiner mit einer Patentlösung um die Ecke kommen kann (à la: Mietet doch ein Kind für ein Jahr und schaut dann, wie es euch gefällt ) - die gibt es in so einer Situation einfach nicht. Ich habe für mich aber erstmal mitgenommen, dass ich mich zumindest nicht so leicht mit der Entscheidung abfinden werde. Ich werde ihn dabei nicht unter Druck setzen sondern versuchen, erstmal mit mehr Offenheit darüber zu sprechen. Zu verstehen, was bei ihm genau los ist. Und auch meine Überlegungen mehr mit ihm zu teilen. Ich habe zwar nicht mehr 10 oder 5 Jahre Zeit, aber so eine Entscheidung kann man auch nicht erzwingen und sollte auch als Paar gemeinsam ausgiebig abgewogen werden. Vielen Dank euch allen!!

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4. Dezember um 8:50

Wie läuft das denn jetzt mit der Verhütung? Ich hoffe nicht, dass du Dir jetzt auch noch die Pille antust.
Soll er dann bitte übernehmen!

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4. Dezember um 8:51

das fällt mir zum Thema "wir mussten reiflich überlegen ob wir ein Kind wollen" ein...
">https://youtu.be/pJn62aYgYkQ
 

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4. Dezember um 12:17
In Antwort auf petra821

Wenn ich lange Zeit unsicher war, bin ich ja eben nicht "plötzlich" absolut sicher. Sondern das war ein langer Prozess. So eine Entscheidung lässt sich auch eben nicht erzwingen. Manche Frauen wissen schon früh definitiv was sie wollen, andere eben nicht. Ich konnte meinen Kinderwunsch nicht früher zum Ausdruck bringen weil ich eben selbst vorher nicht klarer wusste, was ich möchte. Auch jetzt bin ich nicht so wie viele andere Frauen, die definitiv sagen können: Es ist mein Herzenswunsch und dem will ich alles unterordnen. Es war ein langer Reifeprozess, weil ich sowas eben auch nicht einfach "aus der Laune heraus" entscheiden wollte. Und klar, wenn ich Anfang 30 wäre, wäre der Entscheidungsdruck natürlich weniger stark. 

Es ist doch egal, ob das plötzlich war oder ein langer Reifeprozess. Wichtig ist doch, dass du erst jetzt eindeutig Kinder möchtest. Und entschuldige, wenn ich die Überschrift des Stranges ist nach wie vor unfair finde. Dein Mann kann nichts dafür, dass du dich erst so spät entschieden hast.

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4. Dezember um 12:47
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Es ist doch egal, ob das plötzlich war oder ein langer Reifeprozess. Wichtig ist doch, dass du erst jetzt eindeutig Kinder möchtest. Und entschuldige, wenn ich die Überschrift des Stranges ist nach wie vor unfair finde. Dein Mann kann nichts dafür, dass du dich erst so spät entschieden hast.

Hei Du, mir war nicht bewusst, dass meine Überschrift wertend klingt. Man sieht sowas manchmal selbst nicht objektiv. Ich habe nur versucht, in möglichst kurzen Worten den Zustand zu beschreiben. Es tut mir leid, wenn das so rübergekommen ist. Vielleicht wäre "Unterschiedlicher Kinderwunsch in der Ehe - was nun?" besser? Ich glaube, es lässt sich nachträglich leider nicht mehr ändern, oder geht das?

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4. Dezember um 13:55
In Antwort auf petra821

Hei Du, mir war nicht bewusst, dass meine Überschrift wertend klingt. Man sieht sowas manchmal selbst nicht objektiv. Ich habe nur versucht, in möglichst kurzen Worten den Zustand zu beschreiben. Es tut mir leid, wenn das so rübergekommen ist. Vielleicht wäre "Unterschiedlicher Kinderwunsch in der Ehe - was nun?" besser? Ich glaube, es lässt sich nachträglich leider nicht mehr ändern, oder geht das?

Du musst es ja nicht ändern, nur weil es mir nicht gefällt...
Aber die Überschrift ist wertend.

Aber das eigentlich wichtige ist ja nun, was Du jetzt machen willst.

Übrigens wäre es mir als Mann auch deutlich zu spät gewesen, mit 40 Vater zu werden.

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4. Dezember um 15:31
In Antwort auf petra821

Es fühlt sich an wie ein unlösbares Paradoxon, Schrödingers Katze oder so. Man kann einfach nur verlieren....

Ja, es fühlt sich an wie ein unlösbares Paradoxon, und damit du mich und die anderen, die hier schreiben und lesen, nicht missverstehen, bekunde ich frei, nicht annähernd abschätzen zu können, was es bedeuten muss, wenn eine Frau den Wunsch nach einem eigenen Kind verspürt.
Ich als Mann, der nie Kinder wollte und dennoch entscheidende Jahre mit Kindern verbracht habe, schwitzte bei meinen Partnerinnen stets Blut und Wasser im Vorfeld der Klärung genau dieser Frage: Kinder oder nicht. Und der Krug ging stets an mir vorbei, nie erlebte ich die Frau an meiner Seite, die Kinder hätte haben wollen. Und dies trotz des Umfeldes, wo soziales Engegement den Lebensinhalt bestimmt.
Nun bin ich alter Esel erstmals mit einer Frau zusammen, die eigene Kinder nicht ausschliessen kann und will. Und entgegen aller Erwartung, selber dadurch in grösste emotionale Not zu geraten, spüre ich Gelassenheit und erstmals Solidarität mit diesem Wunsch und Lebensziel. Woran das liegt? Ich habe mich ausgelebt und bewege mich nicht mehr in diesem permanenten Absturzgelände, welches meine erste Lebenshälfte bestimmte. Ich will also nicht nur, sondern ich kann Verantwortung übernehmen. Dann ist da auch erstmals die Frau an meiner Seite, von der ich mit Sicherheit weiss, dass sie es nicht nur alleine sondern alleine auch gut schaffen würde. Das ist im Interesse des Kindes, der Kinder, aus meiner (männlichen) Perspektive, absolut entscheidend. Egal was mir mein Leben bisher vorenthalten hat, es gibt da diesen genügend grossen Raum des Schutzes, den ich zumindest vorgegeben habe.
Ob es tatsächlich dazu kommen wird? Ich brauche es nicht zu wissen. Aber, und das ist der Grund wieso ich hier zu diesem Thema eigentlich schreibe, es gibt doch weitaus mehr Möglichkeiten, als zwischen Kindern oder keinen entscheiden zu müssen. Vorausgesetzt, man ist nicht auf die Weitergabe eigener Gene fixiert. Für Kinder da zu sein, für Kinder Verantwortung zu übernehmen, Kinder zu betreuen und in eine glückliche Zukunft zu führen, ist unabhängig eigener Kinder möglich und sinnvoll.
Statt mit entweder-oder Haltungen gute Beziehungen an die Wand zu fahren, könnte sich doch auch die Erkenntnis durchsetzen: Diese Kinder sind ja schon alle da! Und ich setze mich genau für diese ein, statt für angedachte, wohl gewünschte aber noch nicht gezeugte eine persönliche Hölle aufzutun.   

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4. Dezember um 15:55
In Antwort auf steinundwasser

Ja, es fühlt sich an wie ein unlösbares Paradoxon, und damit du mich und die anderen, die hier schreiben und lesen, nicht missverstehen, bekunde ich frei, nicht annähernd abschätzen zu können, was es bedeuten muss, wenn eine Frau den Wunsch nach einem eigenen Kind verspürt.
Ich als Mann, der nie Kinder wollte und dennoch entscheidende Jahre mit Kindern verbracht habe, schwitzte bei meinen Partnerinnen stets Blut und Wasser im Vorfeld der Klärung genau dieser Frage: Kinder oder nicht. Und der Krug ging stets an mir vorbei, nie erlebte ich die Frau an meiner Seite, die Kinder hätte haben wollen. Und dies trotz des Umfeldes, wo soziales Engegement den Lebensinhalt bestimmt.
Nun bin ich alter Esel erstmals mit einer Frau zusammen, die eigene Kinder nicht ausschliessen kann und will. Und entgegen aller Erwartung, selber dadurch in grösste emotionale Not zu geraten, spüre ich Gelassenheit und erstmals Solidarität mit diesem Wunsch und Lebensziel. Woran das liegt? Ich habe mich ausgelebt und bewege mich nicht mehr in diesem permanenten Absturzgelände, welches meine erste Lebenshälfte bestimmte. Ich will also nicht nur, sondern ich kann Verantwortung übernehmen. Dann ist da auch erstmals die Frau an meiner Seite, von der ich mit Sicherheit weiss, dass sie es nicht nur alleine sondern alleine auch gut schaffen würde. Das ist im Interesse des Kindes, der Kinder, aus meiner (männlichen) Perspektive, absolut entscheidend. Egal was mir mein Leben bisher vorenthalten hat, es gibt da diesen genügend grossen Raum des Schutzes, den ich zumindest vorgegeben habe.
Ob es tatsächlich dazu kommen wird? Ich brauche es nicht zu wissen. Aber, und das ist der Grund wieso ich hier zu diesem Thema eigentlich schreibe, es gibt doch weitaus mehr Möglichkeiten, als zwischen Kindern oder keinen entscheiden zu müssen. Vorausgesetzt, man ist nicht auf die Weitergabe eigener Gene fixiert. Für Kinder da zu sein, für Kinder Verantwortung zu übernehmen, Kinder zu betreuen und in eine glückliche Zukunft zu führen, ist unabhängig eigener Kinder möglich und sinnvoll.
Statt mit entweder-oder Haltungen gute Beziehungen an die Wand zu fahren, könnte sich doch auch die Erkenntnis durchsetzen: Diese Kinder sind ja schon alle da! Und ich setze mich genau für diese ein, statt für angedachte, wohl gewünschte aber noch nicht gezeugte eine persönliche Hölle aufzutun.   

Sehr schöner Beitrag!
Leider ist aber genau da oft das Problem. Dass es nämlich um jeden Preis ein eigenes sein muss. Obwohl es, wie du ganz richtig schreibst, mehr als genug Kinder gibt, die kein liebevolles Zuhause haben, es aber bitter nötig hätten. Zumal die Welt ja schon mehr als voll genug ist. Ein Pflegekind hatte ich früher auch angedacht, aber dann wurde ich ungeplant doch selbst Mutter und eins reichte mir dann. Meine Kollegin hat eins und eine bessere Mutter kann man sich nicht wünschen. Sie sagt auch, dass es für sie überhaupt keinen Unterschied macht, dass sie den Kleinen nicht selbst empfangen, ausgetragen und geboren hat. Aber so denken nur wenige. Meist ist es doch die Fixierung auf 'eigenes'. 

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4. Dezember um 17:20

Zur Ausgewogenheit und auch um der TE Argumente oder Gedanken für eine Entscheidung gegen Kinder zu geben habe ich zwei Ansätze.
Ich halte das Alter der TE heute schon für viel zu hoch um sich vorsätzlich fortzupflanzen.
Kinder brauchen junge Eltern und nicht solche die in der Schule beim Elternabend für deren Großeltern gehalten werden.
In diese kaputte Welt würde ich heute keine Kinder mehr setzen.
Deren Zukunft ist mit hoher Wahrscheinlichkeit wesentlich schlechter als unsere Gegenwart.
Stattdessen würde ich lieber das vielbesungene Apfelbäumchen pflanzen.

Außerdem - solltest Du Dich tatsächlich von Deinem Partner trennen um mit einem noch zu findenden neuen Mann ein Kind zu bekommen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Du über kurz oder lang Deiner jetzigen harmonischen Verbindung nachtrauerst und Dich fragst:
Warum war ich nur so dumm?
 

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4. Dezember um 21:55

Ähnliche Themen gibt es seit einiger Zeit auch in meiner Beziehung und es hat sehr schnell zu einer heftigen Krise geführt, die wir auch leicht hätten vermeiden können. Ich will nicht sagen, dass das bei dir genauso wäre, aber vlt hilft dir die ein oder andere Sache, die ich daraus geschlossen habe. 
Obwohl der Kinderwunsch bei mir immer da ist, ist er in bestimmten Phasen der Zyklus besonders stark. Wenn das bei dir ähnlich sein sollte, würde ich an deiner Stelle noch einen Moment abwarten, ehe du ihn mit deinen Gedanken konfrontierst, einfach um mit einem etwas klarerem Kopf in das Gespräch zu gehen und nicht total hormongeladen. Wie gesagt, ich weiß nicht, ob es bei dir ähnlich ist, aber ich könnte mir vorstellen, dass du je nach Hormonhaushalt zwischendurch die Beziehung und zwischendurch Mutterschaft höher wertest. Wenn es bei dir ähnlich ist, solltest du das vielleicht eine Weile lang bei dir beobachten, einfach um dir bewusster zu sein, welche der beiden Seiten für dich schwerer wiegt.
Außerdem bleibt natürlich ein Gespräch mit deinem Mann nicht aus. Er muss ja überhaupt erst einmal wissen, was du dir wünschst und welche Gedanken dich umtreiben. Mit Äußerungen darüber, dass du noch nicht weißt, ob du eine Trennung in Betracht ziehst, eben weil du Mutter werden willst, wäre ich an deiner Stelle sehr vorsichtig. Schnell wird die kleinste Andeutung, mit der du vielleicht nur deine Verzweiflung schildern wolltest, vom anderen missverstanden, der Angst um die Beziehung hat und denkt, dass seine Frau eigentlich schon so gut wie weg ist.
Ich hoffe auf jeden Fall für euch, dass ihr eine Lösung findet, mit der ihr zufrieden seid!

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Gestern um 0:05
In Antwort auf petra821

Hallo zusammen, 

ich bin grade ziemlich verzweifelt... Das Thema Kinderkriegen war schon in der Vergangenheit in unserer Beziehung nie einfach. Ich war mir lange Zeit selbst nicht sicher, ob ich Kinder möchte. Und mein Partner war eher ablehnend. Irgendwann hat er aber doch suggeriert, dass er es sich ggf. vorstellen könnte. Daraufhin habe ich mich für mich selbst intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich zwar sehr viel Angst vor der Veränderung habe, aber dass ich auch nicht mein Leben auf ewig ohne ein Kind verbringen möchte. Darüber wollte ich jetzt mit ihm sprechen und mit ihm klären, wann evtl. ein Zeitpunkt sein könnte, dass wir es konkret "angehen"... Tja, und jetzt hat er seine Meinung wieder geändert und möchte auf keinen Fall ein Kind. Und ist mit dieser Meinung auch ziemlich entschlossen. Dazu muss man sagen, dass ich auch nicht mehr die Jüngste bin. Aufgrund verschiedener Konstellationen ging es auch einfach  nicht früher und ich war nicht eher bereit dazu. Ich könnte aus biologischer Sicht vielleicht noch 1 bis maximal 2 Jahre warten, dann wäre es aber vermutlich irgendwann definitiv zu spät. 

Ich weiß nicht, was ich tun soll und bin so unendlich traurig und verzweifelt. Ich liebe ihn sehr (er mich auch) und kann mir kein Leben ohne ihn vorstellen. Aber sobald ich jetzt irgendwo was von Kindern sehe oder höre, werde ich sofort traurig und bedrückt. Ich habe Angst, dass es unsere Beziehung dauerhaft so belasten wird, wenn ich auf meinen Kinderwunsch verzichte. Andersherum ist es ja auch keine Option, dass er sich nur meinetwegen für ein Kind entscheidet. Das hat er a) auch gar nicht vor und b) wäre er dann evtl. bei jeder Kleinigkeit sofort genervt. Man kann ja kein Kind auf die Welt setzen, wenn einer der Partner nicht dahinter steht. 

Es gibt wohl keine Lösung dafür. Warten? Wohl aussichtslos, dass er seine Meinung ändern wird. Er kann Kindern einfach absolut gar nichts abgewinnen. Verzichten? Trennen? Auch keine Option. Ich fühle mich grade in einer absoluten Sackgasse meines Lebens und könnte nur noch heulen...

Liebe Grüße
Petra

Ich würde es so machen: trenn dich und bekomme dein Kind alleine via künstliche Befruchtung, wenn es dir wirklich so wichtig ist. Dein Mann hat klar gesagt, dass er keine Kinder möchte und da bleibt dir nichts anderes übrig, als das zu akzeptieren. Schade, dass ihr das nicht früher geklärt habt, denn jetzt bist du in Zeitdruck. Aber so ist das halt jetzt nunmal, also mach das Beste daraus.

Du schreibst selbst, du bist nicht mehr die Jüngste und kannst maximal noch zwei Jahre warten. Wenn du dich jetzt trennst, ist es noch lange nicht sicher, dass du in spätestens zwei Jahren einen Mann findest, der einen Kinderwunsch hat und der auch mit dir Kinder haben möchte.

Du schreibst ja hier nicht, wie alt du bist und wie alt der passende Partner für dich sein soll, aber oft ist es ja so, dass Männer um die 40 bereits verheiratet sind und Kinder haben. Wenn sie dich dann von ihren Frauen scheiden lassen, wollen sie meist keine weiteren Kinder mehr, da die Kinder ja meistens bei den Müttern leben und die Väter Unterhalt zahlen. Das ist gar nicht so wenig. In dieser Altersklasse ist es also eher schwierig, einen Mann mit Kinderwunsch zu finden.

Ein jüngerer Mann wäre eine Option, aber es gibt jetzt auch nicht massig junge Männer, die auf ältere Frauen stehen und Kinder mit ihnen haben wollen. 

Aus diesem Grund denke ich eben wie oben geschrieben, dass deine realistischste Chance auf ein Kind die mittels Samenspende ist. Deinem Mann einfach ein Kind anzuhängen, wäre unfair und würde sowieso dazu führen, dass er dich verlässt und du mit dem Kind alleine dastehst.

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Gestern um 0:09
In Antwort auf petra821

Hui - da habe ich ja was losgetreten... also... Ich gebe ihm keine Schuld. Habe ja auch oben schon geschrieben: Ich akzeptiere es grundsätzlich, dass er eine andere Meinung hat. Die darf jeder haben bei uns Und ich kann sie ja auch nachvollziehen. Die Frage ist, wie geht man nun mit der Situation der vermeintlichen Ausweglosigkeit um? Wie bringt man was zusammen, was auf den ersten Blick nicht zusammen geht? Vielleicht gibt es ja auch andere von euch, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und berichten können, wie sie damit umgegangen sind.
Warum ich ein Kind möchte: Dafür habe ich zig verschiedene Gründe und Lifestyle oder "muss man einfach haben" gehört definitiv nicht dazu. Ich glaube auch nicht, dass ich das irgendwie überidealisiere. Ich habe mich eigentlich in der Theorie schon so viel damit auseinander gesetzt und einfach nur den Sprung ins kalte Wasser bzw. ins Unbekannte gescheut. Ich habe das für mich insgesamt sehr sehr lange abgewogen und bin mir auch der Einschränkungen so weit bewusst, wie man das eben sein kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Wenn ich die Einschränkungen nicht beachten würde, hätte ich vermutlich auch nicht so lange gerungen und meine Entscheidung (für mich) stände schon eher fest. Ich bin übrigens fast 40 - soviel zur biologischen Dringlichkeit Ich weiß, dass ich hier nicht die ultimative Lösung finden werde, weil es die vermutlich nicht gibt. Es tut aber einfach gut, neue Denkanstöße - egal in welche Richtung - zu bekommen. Und sich auch die momentane Verzweiflung mal von der Seele reden zu können. Ich glaube, wenn ich mit meiner Familie oder meinen Freunden darüber sprechen würde, würden die sich natürlich schnell auf meine Seite schlagen, weil sie mich vor Kummer schützen wollen. Und das wäre ihm gegenüber dann auch nicht fair... Deswegen hilft mir der "neutrale" Austausch mit euch einfach sehr Ich weiß, dass es meinem Partner mit der Situation auch nicht gut geht. Wir leiden beide drunter, weil wir auch den anderen nicht unglücklich machen wollen.

Das ist der Punkt: gar nicht. Man bringt nicht zusammen, was nicht zusammen geht. Du kannst entweder auf Kinder verzichten und mit deinem Mann zusammenbleiben oder dich trennen und alleine ein Kind bekommen. 

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Gestern um 0:10
In Antwort auf batweazel

"Die Natur ist hier unfair, bei der Frau ist mit 4x Jahren Schluss, Männer könnten auch noch mit 70 Vater werden"

tja... dann gehts der TE vielleicht wie einer bekannten von mir: hat sich vor einigen jahren von ihrem mann getrennt, weil der keine kinder wollte, sie aber schon. die suche nach einem neuen, der ja auch nicht "irgendeiner" sein sollte, hat sich dann aber doch länger hingezogen - und nun ist der zug für sie und ihren neuen abgefahren. bitter: ihr ex hat inzwischen ne jüngere freundin, und ist vor kurzem vater geworden... 

Genau das sehe ich hier auch kommen, daher der Vorschlag, sie soll alleine ein Kind bekommen und nicht auf einen Mann warten. 

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Gestern um 7:09
In Antwort auf creepyworld89

Ich hatte eine große Angst vor der Veränderung und einer Verschiebung der Prioritäten.

Ich hatte Sorge ich komme zu kurz, dass keine Zeit mehr für Sex, Kuscheln etc da ist und man nur noch "Mama und Papa" und kein Paar mehr ist.

Dass sich mein Körper verändert und er mich nicht mehr so attraktiv finden könnte.

Angst vor finanziellen Einbußen. 
Was wenn er mich verlässt, stirbt oder sonst etwas passiert.
Ich hatte immer große Angst mit einem Kind und ohne Geld dazustehen. Die ersten Jahre Zuhause zu bleiben, ist mir schon sehr wichtig.

Angst vor der Verantwortung, die man für einen kleinen, neuen Menschen hat.
Auch Sorge davor als Mutter zu versagen oder überfordert zu sein.

Das waren eines der Hauptgründe.
Ich fand Kinder auch immer doof und nervig. Naja, die von den meisten anderen immer noch. Aber wenn es das eigene ist, denkt man immer anders 
 

"Ich hatte eine große Angst vor der Veränderung und einer Verschiebung der Prioritäten.
Ich hatte Sorge ich komme zu kurz, dass keine Zeit mehr für Sex, Kuscheln etc da ist und man nur noch "Mama und Papa" und kein Paar mehr ist.
Dass sich mein Körper verändert und er mich nicht mehr so attraktiv finden könnte.
Angst vor finanziellen Einbußen."

Das sind bei mir immer noch die Hauptgruende keine Kinder zu bekommen weil das genau die Dinge sind die bei allen im Freundeskreis eingetroffen sind auch wenn alle meinten das waere nicht so, die Realitaet sieht anders aus. Mal davon abgesehen das ich Kinder noch nie mochte und das somit fuer mich in Ordnung geht, man kann sich auch andere Lebensinhalte suchen.

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