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Mein Mann verweigert jedes Gespräch

14. August 2008 um 23:16

Ich bin seit 13 Jahren verheiratet, habe drei Kinder, bin 41 Jahre alt. Seit vielen Jahren schon bin ich nicht wirklich glücklich und zufrieden mit der ehe. Wir hatten selten Sex und kaum Berührungen, weil ich nicht wollte, kein Bedürnis hatte. Inzwischen ekel ich mich vor ihm. wir haben selten über uns geredet. Ich habe meinen Job für die Kinder aufgegeben und war die letzten 10 Jahre mehr oder weniger ans Haus gebunden - wie es eben so ist. Vor ca 3 Jahren begann ich, mich wieder für dasLeben zu öffnen. Da begann unsere Krise. Mein Mann hat mich schon immer mit Mißachtung gestraft, wenn ich abends mal wegwar. Amüsieren und spaß haben findet er nicht gut. Jedenfalls hat sich das alles inzwischen so zugespitzt, dass ich ernsthaft über Trennung nachdenke. Meine Angst ist wahnsinnig. Ich bin von ihm abhängig. Das Schlimme ist, dass er nicht mit mir redet, explizit ein Gespräch verweigert. Er hält nichts vom Reden. wenn ich gehen will, soll ich gehen. Aber so einfach ist es eben nicht. Ich muss doch mal an ihn rankommen. Ihm meine Gefühle schildern. Aber es scheint ihn nicht zu interessieren. Er hört nicht zu. Und wenn, macht er sich über mich lustig, ich würde meine Pubertät nachholen wollen, er verletzt mich mit Worten, auch meine Kinder schützt er nicht. Er ist ein subtil aggressiver Mensch. Indem er nicht mit mir redet, fühle ich mich ohnmächtig. Für ihn bin ich die Schuldige, die eine Familie auf dem Gewissen hat. Unglückliche Kinder provoziert. Die nicht zu schätzen weiss, was sie hat. Und ich? Hadere mit mir. Weiss nicht mehr, was richtig und falsch ist. Bin einfach nur noch unglücklich. Und habe in meinem Mann keinen Freund, der auch mal zuhört. Der Interesse an Zukunft hat, ob gemeinsam oder getrennt. Der nicht mal der Kinder willen sich mit mir an einen Tisch setzt. Der nicht einsieht, dass auch er schuld an dem Desaster hat. Was kann ich nur tun? Mein Leben erscheint mir immer auswegloser.

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14. August 2008 um 23:20

P.S.
Es geht übrigens mir nicht per se darum, dass ich abends nicht weg gehen kann Unsere Probleme sind vielschichtiger. Das kann ich alles hier nicht schildern. Das reicht von verbaler Misshandlung über emotionale Erpressung seinerseits über Kränkungen und Demütigungen. Ich halte ihn für eines lebensfeindlichen Menschen, der nicht lachen kann. Aber ich will ein Leben, in dem auch das Glück wohnen darf, indem gelacht und gealbert und sich auch amüsiert werden darf. Indem es Freunde geben kann (hat er nicht und meine findet er allesamt grottig), ich will auf Konzerte gehen und mit meinem Motorrad fahren dürfen, will mit den Kindern in Museen gehen und einfach nur faulenzen. Er macht alles und jeden nur schlecht. Die Wünsche der Kinder verhöhnt er.

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14. August 2008 um 23:59

Stimme zaubermoosi zu!!!
Es ist ein wirklich aufschlussreiches Buch, wenn es um häuslichen, beruflichen und sonstigen Psychoterror geht.

Es geht unter anderem darum, "wie Personen durch die Zerstörung von anderen, ihr eigenes Ego erhöhen" (Klappentext).

Bei "booklooker" und "ZVAB" (online Buchantiquariate)auch preisgünstig zu beschaffen.

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15. August 2008 um 0:15
In Antwort auf pallas_12147645

P.S.
Es geht übrigens mir nicht per se darum, dass ich abends nicht weg gehen kann Unsere Probleme sind vielschichtiger. Das kann ich alles hier nicht schildern. Das reicht von verbaler Misshandlung über emotionale Erpressung seinerseits über Kränkungen und Demütigungen. Ich halte ihn für eines lebensfeindlichen Menschen, der nicht lachen kann. Aber ich will ein Leben, in dem auch das Glück wohnen darf, indem gelacht und gealbert und sich auch amüsiert werden darf. Indem es Freunde geben kann (hat er nicht und meine findet er allesamt grottig), ich will auf Konzerte gehen und mit meinem Motorrad fahren dürfen, will mit den Kindern in Museen gehen und einfach nur faulenzen. Er macht alles und jeden nur schlecht. Die Wünsche der Kinder verhöhnt er.

Tu...
was du in deinem Leben für richtig hälst. Und Motorrad fahren lüftet den Muff aus den vergangenen Jahren zumindest zeitweise aus.
Museen sind eine sehr feine Sache. Man sieht andere Menschen und häuft so nebenbei etliches an Informationen und Bildung an. Sie öffnen den Geist für Neues und Unbekanntes.

Auf die Dauer höhlt solche ein lebens- und freudefeindlicher Mensch die Seele und den Kopf aus. Die Wünsche von Kindern zu verhöhnen ist das Allerletzte. Man muss ihnen ja nicht alles zugestehen, doch sie zu verhöhnen hat eine ziemlich miese Qualität.
LG

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15. August 2008 um 1:18
In Antwort auf alte_12534643

Tu...
was du in deinem Leben für richtig hälst. Und Motorrad fahren lüftet den Muff aus den vergangenen Jahren zumindest zeitweise aus.
Museen sind eine sehr feine Sache. Man sieht andere Menschen und häuft so nebenbei etliches an Informationen und Bildung an. Sie öffnen den Geist für Neues und Unbekanntes.

Auf die Dauer höhlt solche ein lebens- und freudefeindlicher Mensch die Seele und den Kopf aus. Die Wünsche von Kindern zu verhöhnen ist das Allerletzte. Man muss ihnen ja nicht alles zugestehen, doch sie zu verhöhnen hat eine ziemlich miese Qualität.
LG

Sehr interessantes
Thema hier.
Mir ging es genauso.
Mir wurde ebenfalls ein GEspräch immer verweigert.

Es ist schrecklich gewesen - zumal - weil ich auch finanziell von ihm abhing.
Ich bin geblieben, habe feige alles über mich ergehen lassen, weil ich keinen Ausweg sah.

Als sich dann ein Ausweg bot, war der Mann genauso wie mein Ehemann.
Ich wäre vom Regen in die TRaufe gekommen, also bin ich bei meinem Mann geblieben.
Ich bin immer noch bei ihm; aber ich habe mich von ihm getrennt. Ich bin zwar noch mit ihm verheiratet, ich habe ihn aber aus meinem Bett verbannt.

Vielleicht ist das eine Möglichkeit wenigstens ein bisschen Achtung vor sich selber zu behalten.

Es ist mächtig entwürdigend, so leben zu müssen; aber es ist nicht weniger entwürdigend, auf der Straße zu stehen mit den Kindern und von diesem Mann Hilfe zu erwarten, denn er würde nicht zahlen, da bin ich mir sicher.

Ich glaube, der Fehler war - den Beruf aufzugeben, und nur noch Hausfrau zu sein. Dadurch sind wir in die totale Abhängigkeit gekommen, und das war ihr Ziel.

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15. August 2008 um 7:26
In Antwort auf marita_12054514

Sehr interessantes
Thema hier.
Mir ging es genauso.
Mir wurde ebenfalls ein GEspräch immer verweigert.

Es ist schrecklich gewesen - zumal - weil ich auch finanziell von ihm abhing.
Ich bin geblieben, habe feige alles über mich ergehen lassen, weil ich keinen Ausweg sah.

Als sich dann ein Ausweg bot, war der Mann genauso wie mein Ehemann.
Ich wäre vom Regen in die TRaufe gekommen, also bin ich bei meinem Mann geblieben.
Ich bin immer noch bei ihm; aber ich habe mich von ihm getrennt. Ich bin zwar noch mit ihm verheiratet, ich habe ihn aber aus meinem Bett verbannt.

Vielleicht ist das eine Möglichkeit wenigstens ein bisschen Achtung vor sich selber zu behalten.

Es ist mächtig entwürdigend, so leben zu müssen; aber es ist nicht weniger entwürdigend, auf der Straße zu stehen mit den Kindern und von diesem Mann Hilfe zu erwarten, denn er würde nicht zahlen, da bin ich mir sicher.

Ich glaube, der Fehler war - den Beruf aufzugeben, und nur noch Hausfrau zu sein. Dadurch sind wir in die totale Abhängigkeit gekommen, und das war ihr Ziel.

Du schreibst
der Fehler war, den Beruf aufzugeben. Damit habt Ihr euch quasi deinstalliert, weil ihr eure Unabahängigkeit verloren habt.

Aber: Warum habt Ihr den Beruf aufgegeben? Ich wette, der mann war nicht schon immer so wie er jetzt ist. Ich wette, damals hat er andere Sprüche geklopft und ihr habt ihm vertraut. Oder irre ich mich da?

Geht mal in die Beratungsstelle ins Frauenhaus und schildert euer Problem. Dort sitzen kompetente Berater/innen, die mit sicherheit einen Ausweg wissen. Leicht wird es nicht. aber das Leben lohnt sich, dafür zu kämpfen.

Kriegst von mir PN.

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15. August 2008 um 7:34

Ich tu mich etwas schwer
mit der Schublade Opfer.
Ich denke eher, die frauen, denen es so geht, sind sehr verständnisvoll und rücksichtsvoll. Sie sehen anderen Fehler nach und glauben an das Gute im Menschen. Das wird von bestimmten Typen gern ausgenutzt.

Das Problem ist, einmal mit dem "falschen" Mann einen Schritt zu weit gegangen und alles andere, was dann kommt, ist eine Folge von diesem einen Fehler. Aufgabe von Arbeit ist ein anderer Fehler, aber der entstand aus Vertrauen dem Mann gegenüber, was ja wohl in einer vernünftigen Beziehung gesund und normal ist (ich meine jetzt das Vertrauen).

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15. August 2008 um 8:33

Ich habe das gleiche Problem.
Erst gestern wieder. Und heute immernoch. Er redet nicht, weicht immer aus, sagt, ihn nerve das Gerede.

Er will seine Ruhe haben und ich kann nicht schlafen.
Er hat keine Lust zu diskutieren und wenn, dann brüllt er los.

Er wollte mich schon wegen der "Diskussionen" verlassen, weil es ihm zuviel würde.

Wenn ich ein Problem habe, mir irgendwas nicht passt, dann muss ich den Mund halten und ruhig sein, so will er es. Ich solle bloß nicht zu reden anfangen. Ich kann nicht mehr.

Ich bin nicht abhängig von ihm, aber ich liebe ihn und es tut so weh. Alles bleibt unausgesprochen und seine Weigerung ertrag ich nicht mehr. Für ihn läuft dann gleich die ganze Bezeihung nicht mehr.

Ich weiß auch nicht, wie ich da rauskommen soll.

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15. August 2008 um 8:56

Ähem...
Ist nicht so einfach, wenn man liebt.

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15. August 2008 um 9:41

Also mal halt...
von sich vor ihm ekeln habe ich bis hier nix gelesen. Betreffs der Abhängigkeit gehe ich von aus, dass sie die materielle Abhängigkeit meint, denn ansonsten geht sie ja raus.

Sie hat ihn nicht abgelehnt, sie wollte mit ihm reden und er gab den stummen Fisch ab, nicht sie. Im weiteren sit hier davon auszugehen, dass sie die Kinder erzogen und den Haushalt gemacht hat. Auch das ist Arbeit, auch wenn diese in der Gesellschaft immer noch nicht als solche anerkannt wird.als

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15. August 2008 um 9:43

Du hast mit vielem recht..
aber eben nicht mit allem. Das ist die Crux in diesem Forum - man kann nie die ganze Geschichte erzählen. Ich habe ihn sicherlich geliebt. Hatte aber von Beginn an Probleme mit ihm, wie auch mit mir selbst. er auch mit sich - denn wir haben uns in einer Klinik kennengelernt und uns auch als gegenseitige Stütze missbraucht. Aber wir mochten uns. Warum ich nie einen Schlussstrich gezogen habe, obwohl ich in mir oft ahnte, dass es sehr sehr kompliziert werden könnte...frag ich mich auch oft. Ich bin zu ängstlich?`Unsicher? Kannte mich nicht, hab mir von ihm sagen lassen, wie ich bin, was ich fühl, was ich will. er ist wesentlich älter als ich und ich habe ihm mehr vertraut als mir selbst. Dass das mit dem Körperlichen nicht klappte, habe ich mir lange zugeschrieben. Er meinte auch, ich habe ein Problem und schickte mich von Arzt zu Arzt, um mit irgendwelchen Hormonen das hinzukriegen. Ging aber nicht. Ich habe die Zeichen an der Wand gesehen, aber ignoriert. Unbewußt. Ich bin oder war leider mir meiner selbst nie so sicher, dass ich hätte bewußt entscheiden und mich trennen können. Natürlich sehe ich, was ich ihm auch antue. aber letztlich ist auch er für sein Wohlergehen verantwortlich und für ihn ist es so OK. Sagt er zumindest. Er hat auch Angst vor einer Trennung. Und will sie mit allen Mitteln vermeiden. Eines davon ist die Gesprächsverweigerung. Trennung ist für mich ganz klar ein Thema. aber ich sehe meine wirtschaftliche situation, meine traurigen Kinder und würde einfach gern nocheinmal mit ihm verhandeln.

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15. August 2008 um 9:56

Ich habe den alten thread gelesen
und sitze hier jetzt heulend vor dem Pc. Ja, so ist er. Aber ich glaub ihm immer noch, dass ich schuld bin. Immer wieder hat er mich so abgewertet, gekränkt und gedemütigt, dass ich gehen wollte. aber er hat auch eine sehr nette Seite. Und wegen der bin ich immer geblieben, sicherlich auch aus Angst vor dem Alleinsein, Ich war noch nie allein. Und jetzt habe ich auch noch Verantwortung für die Kinder. Ich habe ihm in der Tat einen Brief gestern geschrieben, in dem ich ihm meine Hilflosigkeit schilderte. Er bedankte sich dafür. Freute sich. Aber ich ahne...es wird nur wenige tage gutgehen und dann bin ich wieder die Schlampe, der Partyhupfer, der nur SPaß Spaß Spaß will. Ja, ich habe immense gesundheitliche Probleme. schlaflosigkeit, atemnot, Übelkeit, Bauchschmerzen. Wenn er weg ist, fühle ich mich wie früher, wenn meine Eltern mal ein Wochenende weg waren - frei und fröhlich. Mit ihm bin ich das schon lange nicht mehr. Und auch wenn ich weiss, ahne, glaube, dass mir nur mit einer Trennung geholfen ist, ist es immer wieder so, dass ich mich schuldig fühle. Ich provoziere ihn, mache ihn zu diesem Menschen, bin faul in mir drin. Ich hasse mein Leben.

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15. August 2008 um 10:06
In Antwort auf alte_12534643

Tu...
was du in deinem Leben für richtig hälst. Und Motorrad fahren lüftet den Muff aus den vergangenen Jahren zumindest zeitweise aus.
Museen sind eine sehr feine Sache. Man sieht andere Menschen und häuft so nebenbei etliches an Informationen und Bildung an. Sie öffnen den Geist für Neues und Unbekanntes.

Auf die Dauer höhlt solche ein lebens- und freudefeindlicher Mensch die Seele und den Kopf aus. Die Wünsche von Kindern zu verhöhnen ist das Allerletzte. Man muss ihnen ja nicht alles zugestehen, doch sie zu verhöhnen hat eine ziemlich miese Qualität.
LG

Ja, er ist mies..
..und eben auch den Kindern gegenüber. Ich kann es kaum ertragen. Sie verschliessen ihren Schmerz, denn sie lieben ihn ja. Ich liebe ihn nicht mehr. Glaube ich. Denn das, was ich fühle, kann keine Liebe sein. Wir sind gute "Partner" gewesen, funktionieren, jeder macht seinen Job. Können uns leidlich absprechen. aber mehr nicht. Ich kann wenig tun, was für mich gut ist und ich für richtig halte. Denn er hat in der Zeit die Kinder und oft lässt er dann seine Wut auf mich an ihnen aus. das fesselt mich sehr. Denn die drei sollen nicht dazwischen gesteckt werden. Er kennt die Grenzen einfach nciht - nicht zu mir, nicht zu ihnen. Er zieht die Kinder mit rein und streitet auch vor ihnen. Es ist so ätzend. Er ist ein traumatisierter Mensch aus seiner Kindheit heraus. Das weiss ich von ihm. Er hat ein akutes Frauenproblem, weil seine Mutter ihn seelisch misshandelt hat. Nun tut er es mit mir und meiner tochter, während er die Jungs schützt.

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15. August 2008 um 10:09

Ja, er war schon immer so
aber anfangs hatte ich mehr Freiräume durch die Kinderlosigkeit. Da war ich noch im Studium und dann in der Ausbildung. Ich konnte mich besser wehren und einfach auch mal wegfahren, wenn es zuviel wurde. Er hatte schon immer ein ausgesprägtes Kontrollbedürfnis. Ich will ihm gar nicht die Schuld hinschieben, denn ich habe lange dieses Spiel mitgemacht. Für ihn ist es vielleicht wie ein Schock, dass ich anfange mich zu verweigern, dass ich über Trennung rede, mich gerade mache (mache eine therapie, über die er sich auch nur lustig macht!)Sicherlich habe ich seine negativ Seiten verschärft durch meine ablehnung. Aber letztlich habe ich immer mit offenen Karten gespielt. Ihm anfänglich nur von meiner Unzufriedenheit erzählt, dass ich dinge ändern möchte. Er? Hat sich von Beginn an in eine Ecke gestellt, auf Stur gemacht, so nach dem Motto: Die wird sich schon wieder einkriegen. Ich warte einfach mal...das dauert allerdings schon mehr als 2 Jahre!!! Und er hat NICHTS getan.

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15. August 2008 um 10:13
In Antwort auf marita_12054514

Sehr interessantes
Thema hier.
Mir ging es genauso.
Mir wurde ebenfalls ein GEspräch immer verweigert.

Es ist schrecklich gewesen - zumal - weil ich auch finanziell von ihm abhing.
Ich bin geblieben, habe feige alles über mich ergehen lassen, weil ich keinen Ausweg sah.

Als sich dann ein Ausweg bot, war der Mann genauso wie mein Ehemann.
Ich wäre vom Regen in die TRaufe gekommen, also bin ich bei meinem Mann geblieben.
Ich bin immer noch bei ihm; aber ich habe mich von ihm getrennt. Ich bin zwar noch mit ihm verheiratet, ich habe ihn aber aus meinem Bett verbannt.

Vielleicht ist das eine Möglichkeit wenigstens ein bisschen Achtung vor sich selber zu behalten.

Es ist mächtig entwürdigend, so leben zu müssen; aber es ist nicht weniger entwürdigend, auf der Straße zu stehen mit den Kindern und von diesem Mann Hilfe zu erwarten, denn er würde nicht zahlen, da bin ich mir sicher.

Ich glaube, der Fehler war - den Beruf aufzugeben, und nur noch Hausfrau zu sein. Dadurch sind wir in die totale Abhängigkeit gekommen, und das war ihr Ziel.

Ja, ich würde nie mehr den Beruf aufgeben.
Ich arbeite seit dem 1. Kind freiberuflich - aber nur für ein Taschengeld. Damit würde ich weder mich noch die drei Kinder über Wasser halten. Meine Therapeutin befürchtet auch, dass er nicht zahlen würde. Allerdings habe ich die Scheidung von seiner 1. Frau und den 4 Kindern miterlebt - und da hat er gezahlt. Sich nicht versteckt. In unsrem Fall liegt es anders, weil er emotional verstrickter ist. Aber dennoch..ich muss mit allem rechnen und das finde ich für die Kinder so schlimm. Als ich mit dem 3. Kind schwanger war, fragte ich ihn, ob er dem Kind nur deshalb zugestimmt habe, weil ich dann noch 3 Jahre weiter zu hause wäre. Und zu meinem inneren Entsetzen antwortete er mit: Ja, das könnte sein! Ich glaube, in dem Moment bin ich aufgewacht.

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15. August 2008 um 10:30

Es gibt
Männer mit Persönlichkeitsstörungen, die nicht so leicht zu erkennen sind. Es gibt Männer und auch Frauen, die sich verstellen, bis sie ihr Ziel (heirat?) erreicht haben. und dann ändern sie ihre Wesen und geben sich, wie sie wirklich sind, denn der andere sitzt in der Falle und gehört einem.
Es ist für einen Laien sehr schwer zu erkennen, was da läuft, denn wer wirft schon gleich die flinte ins Korn? Dann bastelt man an der ehe herum und sogar Therapeuten raten dazu, es noch und nochmal zu versuchen.
Der mann muß eben erst in seine Vaterrolle oder ehemannrolle hineinwachsen, geben Sie ihm Zeit - heißt es dann oft.
Hinzu kommt das Umfeld der Frau. Gerschwister? eltern? Freunde? Wie sehen die die Sache? Ist die Frau ganz allein gelassen und auf sich gestellt, ist es sehr schwer sowas zu erkennen.
Das tut man dann in der tat erst nach jahren, nachdem man merkt, wie im Rückblick die ganze sache gelaufen ist.

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15. August 2008 um 11:50

Traurig...
Liebt Er dich überhaupt noch ? Würde mir eher diese Frage stellen .
Sonst wäre es besser einen Schlussstrich zu ziehen .

Wünsche Dir viel Glück und Gesundheit

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15. August 2008 um 13:03
In Antwort auf delwyn_11901599

Ich tu mich etwas schwer
mit der Schublade Opfer.
Ich denke eher, die frauen, denen es so geht, sind sehr verständnisvoll und rücksichtsvoll. Sie sehen anderen Fehler nach und glauben an das Gute im Menschen. Das wird von bestimmten Typen gern ausgenutzt.

Das Problem ist, einmal mit dem "falschen" Mann einen Schritt zu weit gegangen und alles andere, was dann kommt, ist eine Folge von diesem einen Fehler. Aufgabe von Arbeit ist ein anderer Fehler, aber der entstand aus Vertrauen dem Mann gegenüber, was ja wohl in einer vernünftigen Beziehung gesund und normal ist (ich meine jetzt das Vertrauen).

Opfer
Ich bin der Meinung, dass diese Männer sich die Frauen suchen, die bereits ein Opfer sind.

Bei mir war es so.
Ich bin als Kind misshandelt und missbraucht worden. Man hatte mir den Willen gebrochen.
Und ich habe diesen Mann gewählt, weil er so lieb war, er hat sich so liebevoll um mich bemüht, er hatte immer Zeit für mich

das änderte sich schlagartig, als ich schwanger war.
Plötzlich packte er die Kelle aus.
Kannst du nicht später kotzen? fragte er mich, als ich am Morgen - wie die meisten Schwangeren - mit dem Kopf über der Toilettenschüssel hing und mir den Mageninhalt grün-gelb durch den Hals gehen ließ.
Ich sollte erst seine Brote fertig machen, damit er an die Arbeit kam. Immerhin musste er uns versorgen.

Ich tat auch nichts dagegen, als er meinte: Meine Frau braucht nicht arbeiten zu gehen, das mache ich schon.

Ich nahm auch die Ohrfeige hin, die ich irgendwann bekam und auch die Schwerhörigkeit, weil das Trommelfell meines rechten Ohres dabei zu Bruch gegangen war.

Ich kannte es doch von zu Hause. Dort hatte man mir von Säugling an auf das linke Ohr geschlagen. (ich habe auf diesem Ohr das Hören nie gelernt, bin bis heute taug darauf)

Warum sollte ich noch einen Versuch starten, dachte ich. Sie waren doch alle gleich.

Also bliebe ich.
Ich ließ mir die seelischen Grausamkeiten gefallen, auf die er sich verlegte, weil er plötzlich Angst bekam, dass ein nächster Schlag ihn vielleicht vor Gericht bringen könnte.
Er blähte mir ins Gesicht, spuckte mich an, warf unseren Esstisch durch die Gegend, würgte den kleinen Hund, den unser Sohn sich mit 4 Jahren gewünscht hatte.

Und dann war er wieder so lieb. ER las mir jeden Wunsch von den Augen ab. Alle Leute meinte, dass ich ein unverschämtes Glück gehabt hatte, so einen Mann zu finden.

Es war ein Greul. Niemand sah die Wahrheit, das Leid, das ich durchleben musste und auch mein Sohn.

Er ist mit der Angst aufgewachsen, dass die Mama irgendwann dabei sterben könnte.
Mit 10 Jahren hat er mit einem Holzkleiderbügel bewaffnet, seinen Vater zur Rede gestellt.
Wenn ich groß wäre, würde ich dich jetzt umbringen, schrie er ihn damals an.

Niemand hat ihm Grenzen setzen können, das Leben hat ihm
jetzt seine Grenzen gesteckt. Er leidet an Herzschwäche, jeder Wutausbruch kann sein Tod sein. Und weil er gerne lebt, schweigt er meistens.

Ich habe mich inzwischen aber von ihm getrennt. Ich habe ihn eines Tages einfach aus meinem Schlafzimmer verbannt. Er hat sich nicht gewehrt.
Er will die Scheidung nicht. Also bekommt er sie auch nicht; aber mich bekommt er auch nicht mehr.

Er müsste mir Gewalt antun; aber dazu ist er zu feige und inzwischen wohl auch zu schwach.

Ein beschissenes Leben ist das, und ich weiß nicht, ob es nicht besser gewesen wäre, mich sofort bei der ersten Aktion von ihm zu trennen.

Aber ich konnte es nicht, es war mir (ob meiner Vergangenheit) nicht gegeben.

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15. August 2008 um 13:05
In Antwort auf delwyn_11901599

Es gibt
Männer mit Persönlichkeitsstörungen, die nicht so leicht zu erkennen sind. Es gibt Männer und auch Frauen, die sich verstellen, bis sie ihr Ziel (heirat?) erreicht haben. und dann ändern sie ihre Wesen und geben sich, wie sie wirklich sind, denn der andere sitzt in der Falle und gehört einem.
Es ist für einen Laien sehr schwer zu erkennen, was da läuft, denn wer wirft schon gleich die flinte ins Korn? Dann bastelt man an der ehe herum und sogar Therapeuten raten dazu, es noch und nochmal zu versuchen.
Der mann muß eben erst in seine Vaterrolle oder ehemannrolle hineinwachsen, geben Sie ihm Zeit - heißt es dann oft.
Hinzu kommt das Umfeld der Frau. Gerschwister? eltern? Freunde? Wie sehen die die Sache? Ist die Frau ganz allein gelassen und auf sich gestellt, ist es sehr schwer sowas zu erkennen.
Das tut man dann in der tat erst nach jahren, nachdem man merkt, wie im Rückblick die ganze sache gelaufen ist.

Meine volle Zustimmung
Genau so ist es.

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15. August 2008 um 13:07

Jau
das kann nur jemand sagen, der kein Opfer ist, mit dem das Leben es gutgemeint hat.

Ich hatte das Glück leider nicht.

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15. August 2008 um 13:09
In Antwort auf marwa_12479978

Ich habe das gleiche Problem.
Erst gestern wieder. Und heute immernoch. Er redet nicht, weicht immer aus, sagt, ihn nerve das Gerede.

Er will seine Ruhe haben und ich kann nicht schlafen.
Er hat keine Lust zu diskutieren und wenn, dann brüllt er los.

Er wollte mich schon wegen der "Diskussionen" verlassen, weil es ihm zuviel würde.

Wenn ich ein Problem habe, mir irgendwas nicht passt, dann muss ich den Mund halten und ruhig sein, so will er es. Ich solle bloß nicht zu reden anfangen. Ich kann nicht mehr.

Ich bin nicht abhängig von ihm, aber ich liebe ihn und es tut so weh. Alles bleibt unausgesprochen und seine Weigerung ertrag ich nicht mehr. Für ihn läuft dann gleich die ganze Bezeihung nicht mehr.

Ich weiß auch nicht, wie ich da rauskommen soll.

Liebe hin...
Liebe her. Doch, es geht, das weg gehen!!! Ich bin der lebendige Beweis, und viele andere Frauen auch.

Es ist lediglich eine Vermutung von mir, doch meinst du, dass du ihn durch stillhalten, den Mund halten und alles was der Herr will hinnehmen seine Liebe für dich wieder geweckt wird? Nee, der Zustand wird sich eher verstärken.

Soll er wegen meiner bis zum Sankt Nimmerleinstag schlafen, vor sich hin schweigen und wegen meiner in seinem Sessel dahin vegetieren.Leben ist das jedenfalls nicht.

Lass ihm seinen als Ruhe haben wollen bezeichneten Zustand. Verlass du ihn wegen dem nicht mit dir reden, wegen dem nicht diskutieren wollen, wegen all der Zustände die er nicht erträgt.

Was dir weh tut ist die Wut über sein Nicht-Verhalten. Über seine Ignoranz dir gegenüber.
Und es ist ganz einfach da raus zu kommen: Geh einfach mit deiner gesamten Habe, lass ihn allein mit sich fertig werden. Retten kannst du ihn eh' nicht und von Zwangsrettungen verbohrter Männer halte ich nichts.
LG
walden6

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15. August 2008 um 13:18

Klar, denn
wer kann schon in die Leute reingucken?
Da muß man wirklich hellsehen können.

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15. August 2008 um 22:24

Ja, ich bin mürbe
Er spielt mit meinen Ängsten und missbraucht mein Vertrauen. Ich habe ihm anfangs viel über mich erzählt, von meinem Elternhaus, den Problemen etx. Klar, macht man doch auch. Ich weiss ja auch viel über ihn. Aber er schafft es immer wieder nach einem Streit zu sagen, dass ich mit meinen Problemem Schuld an den eheproblemen habe. Seine Meinung ist, dass meine Therapeutin mich hinbiegen muss und dann sei alles wieder gut..er erkennt einfach nicht,dass auch er Anteil an der Situation hat. Ich fühle mich schuldig, weil ich weiss, dass auch ich nicht einfach bin. Und er verweist mich immer wieder auf meinen Platz. Ja, ich bin mürbe. Und er weiss das. Schade, dass er es ausnutzt. In seinen Augen provoziere ich ihn, habe erst Wunden gerissen, habe den Graben zwischen uns gegraben, den ich jetzt bemäkel, habe ein sexuelles Problem, weil ich eines mit meinem Körper habe..und da an allem auch ein Stück Wahrheit ist, fühle ich mich verantwortlich für alles. Er? Schiebt jegliche Verantwortung weit weit von sich.

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15. August 2008 um 22:35

Hm..
ich glaube ein Problem ist auch, dass der Mann natürlich nicht immer "böse" ist, sondern auch eine andere Seite hat. Ich habe ihn schon vor vielen Jahren Dr. Jekyll und Mr. Hyde genannt. Er hat zwei Persönlichkeiten. Die eine, die fleissig, liebevoll, verständig, durch und durch großzügig ist, klug, intelligent..etc..und dann die andere: Hochgradig aggressiv, gemein, verletzend, böse, hinterfotzig, demütigend, abschätzig, herablassend. Durch den plötzlichen Wechsel der Gesichter wurde er für mich unberechenbar und ich entwickelte Angst. Ich bin 41 Jahre und habe Angst vor meinem eigenen Mann. als die Kinder klein waren, bin ich abends vor seinem Kommen panisch durch das Haus gelaufen, um schnell ein wenig Ordnung zu machen. Denn er hat sich gern über meine Faulheit ausgelassen, dass es abends noch wie morgens aussah, ich nichts gebacken kriegen würde etc. Und ich fühlte mich schlecht. Trost? Kraft spenden? Nie. Ich habe das viel mehr bei ihm gemacht, denn er arbeitet in der Tat sehr viel. Kann gar nicht ohne...ich glaube einfach, dass ich irgendwann nicht mehr konnte, die seelischen Wunden einfach ihren Tribut forderten und ich auf Distanz ging. Wenn ich sagte, du hast mich verletzt, sagte er: stimmt doch gar nicht. Stell dich nicht so an. wenn ich krank war mit 40 fieber, sagte er, stell dich nicht so an, Frauen im Krieg haben auch mit fieber noch Steine geschleppt. wenn ich kaputt und müde von den Kindern, den Nächten, dem Stillen war und weinte, sagte er, wenn einer Grund zum Klagen hätte, dann er. Ja, wir beide sind einsam in dieser Ehe. Aber mir macht es was aus und ich habe es offen gesagt. Er hat nie darüber geredet, über seine gefühle oder einsamkeit oder Unzufriedenheit. Ich kann es nicht erraten. Ja, auch ich habe meinen Anteil. Aber ich bin inzwischen zu schwach, zu mürbe, ich kann nicht mehr auf ihn eingehen, wenn er sich verweigert. die chance ist vertan.

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