Anzeige

Forum / Liebe & Beziehung

Mein Mann kümmert sich um garnichts

Letzte Nachricht: 8. Dezember 2023 um 15:03
L
lina2206
06.12.23 um 10:31

Hallo zusammen..
ich bin momentan echt verzweifelt.
ich bin seit 10 Jahren mit meinem Partner zusammen
wir haben schon immer Konflikte was die Haushaltsführung und die Organisation unseres gemeinsamen Lebens betrifft.
die ersten Jahre war ich Zuhause und er der Hauptverdiener.
er hat es daher nicht eingesehen einen Finger im Haushalt zu rühren.
ich bin wieder arbeiten gegangen und selbst dann hatten wir ständig Diskussionen weil er der Meinung war das der Haushalt meine Aufgabe wäre. 

Er wollte vor ein paar Jahren den Wohnraum vergrößern und in ein Haus ziehen. Besprochen war das er sich dann mehr beteiligt.
 Absprache hat natürlich nicht sonderlich lange gehalten.


wir wohnen fast auf 200 qm plus Grundstück
Und er denkt es genügt wenn er mal die Spülmaschine anstellt oder die Wäsche wäscht. 

ich bin seit geraumer Zeit Hauptverdiener bei uns. Mein Einkommen ist gut 3x so hoch wie seins.

trotz allem bin ich diejenige die sich um alles kümmern muss. Einkaufen,Haushalt unser ganzes Leben hängt auf meinen Schultern! Sogar seine Termine und Telefonate führe ich.
mir hängt es langsam einfach nur noch zum Hals raus
auch wenn ich ca 2 Tage weniger pro Woche arbeite ist es doch nicht normal das ICH für alles zuständig bin.
unterm Schnitt habe ich deutlich weniger Zeit zu entspannen oder Dinge zu tun auf die ich Lust habe.
ich schaffe es nicht ihm nahe zu bringen das das so nicht in Ordnung ist
was denkt ihr darüber? 
wie schaffe ich es ihm die Augen zu öffnen?

danke fürs lesen! 
 

Mehr lesen

L
linea
06.12.23 um 10:40

Hey, du hast gerade meine letzte Bezihung beschrieben, nur die ERinkommen waren in etwa gleich.
Mein Ex hat es auch nicht für nötig befunden im Haus mal einen Finger krumm zu machen. Ich war Gärtner, Hausmeister und Putzfrau.
Ich habe meinem Ex oft gebeten, mehr im Haushalt zu machen, ich habe auch mal alles vor seine Füße geworfen und bin gegangen, die Reue war groß und die Änderung hielt ganze 2 Wochen an, dann war iweder alles wie vorher....
Ich habe ihm sogar mal einen Brief geschrieben, wo punkt für Punkt aufgeführt war, was mich unglücklich macht.

Irgendwann habe ich es nicht mehr ertragen und habe mich getrwennt. Wir waren 9 Jahre "zusammen", naja ich war eher der Mama ersatz.

1 -Gefällt mir

jessi_93
jessi_93
06.12.23 um 12:41

"Unser ganzes Leben hängt auf meinen Schultern!"

Wenn Du damit einverstanden bist, dann lass es weiter so laufen. 

Solltest Du das nicht weiter hinnehmen wollen, dann lasse diese toxische Beziehung so schnell wie möglich hinter dir.

Er wird sich so oder so nicht ändern!
Lass mich raten: Erhat eine enge Beziehung zu seinen Eltern (besonders der Mutter). Sicherlich ist ihm als Heranwachsender vieles (oder gar alles) abgenommen worden. Zwar haben ihm die Erzeihungsberechtigten immer wieder sdanktionen angedrpht ("Wenn Du jetzt nicht... - dann ...) diese wurden aber nie in die Tat umgesetzt.
Nun hat sich dieses Verhalten bei ihm verfestigt. Dies abzuerzeihen wird Dir wohl eher nicht gelingen, neben Deinem eigenen Leben, das ist auch nicht Deine Aufgabe. 
Für ihn wäre eine Partnerin ideal, die kein Problem damit hat, "sein" Leben mitzuorganisieren und hinter ihm herzuputzen, zu kochen, aufzuräumen, etc.
Du solltest Dir dafür aber zu schade sein.    
  

1 -Gefällt mir

H
holzmichel
06.12.23 um 13:06

Was bis jetzt nicht geschafft hast, wirst du so wie du es beschreibst auch in Zukunft nicht ändern.
Da warst du leider in der Vergangenheit zu inkonzequent, warum sollte er deine, für den außenstehenden völlig verständlichen Kritikpunkte, jetzt aufeinmal ernst nehmen?
Du bist doch perfekt für ihn, du bringst nen Haufen Geld nach hause und wischst ihm den Dreck hinterher.
Das Paradies für so ein Mamasöhnchen.

Das einizge was vielleicht helfen könnte, streiken, sag ihm das du erwartest das er mit macht und klärt was er zu tun hat, wenn er nicht willig ist, dann stellst du das Putzfrauendasein ein.

2 -Gefällt mir

Anzeige
K
kassandra80
06.12.23 um 20:42

Du hast es bisher nicht geschafft ihn davon zu überzeugen etwas zu ändern und meiner Meinung nach wirst Du das auch in Zukunft nicht können. Wenn überhaupt müsste der Antrieb von ihm selbst kommen - aber warum sollte er das wollen? Bisher läuft es für ihn ja äusserst komfortabel. 

Zu hoffen er würde sich irgendwann ändern ist reine Zeitverschwendung. Du kennst Deinen Partner seit 10 Jahren und offenbar zeigt er dieses Verhalten von Anfang an. Meiner Meinung nach stellst Du Dir die falschen Fragen. Du willst ihm die Augen öffnen, aber vielleicht solltest Du lieber bei Dir selbst damit ansetzen? Warum lässt Du so mit Dir umspringen? Was hält Dich davon ab Konsequenzen zu ziehen? Wie würde Dein Leben aussehen, wenn Du einen unterstützenden Partner an Deiner Seite hättest? 

Mein Rat an Dich: Lass Dich nicht mehr ausnutzen! 

4 -Gefällt mir

det92
det92
07.12.23 um 12:39

Ich finde, man sollte den notwendigen Anteil an der Hausarbeit nicht am Gehalt festmachen. Da wäre was los im Forum, wenn hier ein Mann schreiben würde: "Ich verdiene so viel, deswegen muss ich gar nichts machen."

Wenn du mit einer Teilzeitstelle 3* so viel bekommst, wie er in einer 40 Stundenwoche verdient, hast du einfach eine geschickte Berufswahl.

Zum eigentlichen Thema: Was für ein Jahrgang seid ihr, wenn ich fragen darf ?
Vielleicht entspricht deine Erwartungshaltung einfach nicht dem Weltbild seiner Eltern und Generation.
In der Folge wurden ihm bestimmte Fähigkeiten möglicherweise einfach nicht vermittelt.

Ich kann Putzen, Waschen, Kochen, Backen, Bügeln und auch sonst was im Haushalt so ansteht. Was mir nicht bis zum Auszug beigebracht wurde, eignete ich mir selbst an.

Mein Vater (Kind der 60er) kann Zusammenkehren, Grillen und Abspülen.

Frag doch mal deine Freundinnen, bei wie vielen die Männer lose Knöpfe selbst ans Hemd nähen können. Oder eine ansehnliche Schwarzwälder Kirsch backen und verzieren. Socken Stopfen. Bügeln. Eier trennen. Ich glaube von 10 Freundinen unter 3...

Zäume das Pferd doch von hinten auf 😉: Spann ihn einfach mal ein und macht Dinge GEMEINSAM ! Das kann am Anfang einkaufen und kochen sein. Zeige ihm dabei "beiläufig" bestimmte Handgriffe. Möglicherweise entfachst sogar Begeisterung. Also mir macht Lebensmittel einkaufen und im Kopf dabei Gerichte planen Spaß! Vielleicht nimmt er dir die 2 Dinge dann schon gelegentlich ab.

Im nächsten Schritt könntest einen Crash-Kurs im Putzen geben.







 

1 -Gefällt mir

L
leoniehb
07.12.23 um 13:57

Das Problem liegt nicht bei ihm, sondern bei dir, weil du es dir gefallen lässt.
Was für ein Loser mann.
Trennen!

Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

Anzeige
L
linea
07.12.23 um 14:56

Bei meinem Ex (sehr ähnliche Sittuation) lag es nicht am können sondern am wollen.
Für ihn war das Chaos in der Wohnung in ordnung und er hat da keinen bedarf gesehen. Wenn ich es ordentlicher haben will war das mein Problem, ihm hat es so ausgereicht....
Ich binn froh, das ich das Problem los bin.

1 -Gefällt mir

det92
det92
07.12.23 um 15:11

Putz dein neuer Freund besser?

Gefällt mir

Anzeige
L
linea
07.12.23 um 15:37
In Antwort auf det92

Putz dein neuer Freund besser?

Wenn du mich meinst, ich habe keinen neuen.
Und nein, es liegt nicht an meinen übertriebenen Ansprüchen, wir lösen gerade die Wohnung auf, wo er ein 3/4 Jahr alleine gewohnt hat. Sein "Es ist leer" war vor 9 vollen Müllsäcken.....

Gefällt mir

K
kassandra80
07.12.23 um 22:58
In Antwort auf det92

Ich finde, man sollte den notwendigen Anteil an der Hausarbeit nicht am Gehalt festmachen. Da wäre was los im Forum, wenn hier ein Mann schreiben würde: "Ich verdiene so viel, deswegen muss ich gar nichts machen."

Wenn du mit einer Teilzeitstelle 3* so viel bekommst, wie er in einer 40 Stundenwoche verdient, hast du einfach eine geschickte Berufswahl.

Zum eigentlichen Thema: Was für ein Jahrgang seid ihr, wenn ich fragen darf ?
Vielleicht entspricht deine Erwartungshaltung einfach nicht dem Weltbild seiner Eltern und Generation.
In der Folge wurden ihm bestimmte Fähigkeiten möglicherweise einfach nicht vermittelt.

Ich kann Putzen, Waschen, Kochen, Backen, Bügeln und auch sonst was im Haushalt so ansteht. Was mir nicht bis zum Auszug beigebracht wurde, eignete ich mir selbst an.

Mein Vater (Kind der 60er) kann Zusammenkehren, Grillen und Abspülen.

Frag doch mal deine Freundinnen, bei wie vielen die Männer lose Knöpfe selbst ans Hemd nähen können. Oder eine ansehnliche Schwarzwälder Kirsch backen und verzieren. Socken Stopfen. Bügeln. Eier trennen. Ich glaube von 10 Freundinen unter 3...

Zäume das Pferd doch von hinten auf 😉: Spann ihn einfach mal ein und macht Dinge GEMEINSAM ! Das kann am Anfang einkaufen und kochen sein. Zeige ihm dabei "beiläufig" bestimmte Handgriffe. Möglicherweise entfachst sogar Begeisterung. Also mir macht Lebensmittel einkaufen und im Kopf dabei Gerichte planen Spaß! Vielleicht nimmt er dir die 2 Dinge dann schon gelegentlich ab.

Im nächsten Schritt könntest einen Crash-Kurs im Putzen geben.







 

Ich denke das "nicht Können" ist hier und in vielen anderen Fälle nicht das Thema, sondern das "nicht Wollen". Und die noch immer in vielen Köpfen vorherrschende Einstellung, dass "Haushalt Frauensache" sei. Wenn beide Partner berufstätig sind dann sollte es selbstverständlich sein, dass auch der Haushalt gerecht verteilt wird. Dabei geht es nicht um das jeweilige Einkommen, sondern um das Bewusstsein, dass es sich um gemeinsame Aufgaben handelt, die man gemeinsam als Team bewältigt. 

Das Zusammenleben gemeinschaftlich zu organisieren muss natürlich abgesprochen werden. Klingt simpel, scheinen aber nur die wenigsten so zu handhaben. Dabei würde das vieles vereinfachen. Z.B. merkt man dann recht schnell welche Vorstellungen der Partner so hat.  

3 -Gefällt mir

Anzeige
det92
det92
08.12.23 um 6:57

Absolut. 👍

Wenn er es einmal macht, dann kann er es auch. Kloputzen zum Beispiel.

Was ich nicht verstehe an der Geschichte: Ich finde Zusammenziehen ist einen wichtigen Test für jede Beziehung. Ob man auch wirklich im Alltag ähnlich tickt. Dinge wie Sauberkeit und Ordnung gehören dazu.

Meine Partnerin und ich haben dazu einige offene Gespräche geführt damals. So wie du beschrieben hast. Und jetzt ists stets so, dass wor uns beide wohlfühlen.

Warum ist dies in dieser Geschichte nicht damals aufgefallen ? Da wäre es leichter gewesen für ihn sich da zi verändern

Gefällt mir

S
sisteronthefly
08.12.23 um 15:03

Hallo, 

naja als allererstes hörst du ab sofort damit auf seine Termine und Anrufe ect. zu regeln. Er ist schon groß und alt genug, kann er selbst. Und dann sagst du ihm, dass du mehr Zeit für dich benötigst. Wenn das bei euch zu Hause nicht möglich ist gehst du einmal die Woche in ein Spa, Fitnessclub o.ä. Wichtig ist, es durchzuziehen und das du den Kram zu Hause liegen lässt. Wichtig sind auch eindeutige Botschaften.  Das ist nicht in Ordnung ist keine Botschaft bzw. eine verdeckte, die ihm suggeriert, du bist ungenügend. Du kannst stattdessen z.B. sagen....freitags koche ich nicht mehr oder heute habe ich keine Zeit um einzukaufen, übernehme du das. Man könnte natürlich auch gemeinsam einkaufen gehen. Das wäre schon fast ein liebgewonnenes Ritual mit z.B. anschließendem Kaffeetrinken ect. Bei dir geht es in erster Linie darum ihm zu sagen, was du nicht tun wirst. Im nächsten Schritt kannst du ihn mehr in Aufgaben einbinden. Aber du musst aufhören Dinge zu tun. 

LG Sis

1 -Gefällt mir

Anzeige