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Mein Mann hat sich verändert

5. April um 19:00 Letzte Antwort: 6. April um 17:32

Hallo. Ich habe schon so einige Beiträge hier gelesen und finde hier und da mich mal wieder.
Ich bin seit 5 Jahren verheieratet, wir haben zusammen einen Sohn, ich habe eine Tochter, die schon volljähri ist und nicht mehr Zuhase lebt. Und mein Mann hat einen Sohn, der seit zwei Jahren bei uns lebt. Das war auch eine Kriese in unserer Beziehung. Sein sohn wurde mit sieben Jahren wegen Kindeswohlgefährdung der Mutter weggenommen. Damals stand die Etscheidung, Heim und alle zwei Wochen Besuch, oder er ziehet zu uns. Mein Mann hat keinen Druck gemacht, es war meine Entscheidung das Kind zu uns zu nehmen. Da der Junge sehr vernnachlässigt wurde, gab es sehr viele defizite, die aufgeholt werden mussten. Das haben wir auch alles sehr gut geschafft. Der Junge ist mittleirweile einer der besten in der Klasse, obwohl er die erste Klesse gar nicht besucht hat und ist ein fröhliches Kind. Mittlerweile nennt er mich auch Mama, was ich als sehr schön empfinde. Für unsere Ehe war es jedoch eine harte Probe. Mein Mann kam nicht sehr gut damit klar, dass sein Sohn nicht so entwickelt war wie andere Kinder. Ich habe für das Kind alles mögliche gemacht, was ich konnte. Zuhause sehr viel Zeit mit ihm verbracht, mit Spielen, reden üben ect. Therapien angefangen usw. Für meinen Mann war es nie genug, er war trotzdem immer noch nicht gut genug. Ich musste sehr oft dazwischen gehen, weil ich sorge um das Kind hatte. Mein Mann ist sehr schnell auf 180 und wird schnell laut. Irgendwann mal war die Kriese überstanden, denke ich...
Seit sa 1 Jahr ist er mit allem was ich mache unzufrieden. Ich war ein Jahr Zuhause und habe mich um meine Familie und meine Kinder gekümmert. Seit zwei Monaten habe ich mich selbständig gemacht, was mir sehr viel Spaß macht. Nun ist Corona da und ich musste mein Geschäft leider vorübergehend schließen und bin jetzt seit ca 3 Wochen wieder Zuhause. Seit dem läuft es wieder nicht gut. Was sich meiner Meinung nach einigermaßen gelegt hat, ist wieder da. Alles was ist mache ist falsch, alles was ich sage ist blöd. Ich versuche mich so ruhig wie möglich zu verhalten. Habe aber das Gafefühl mir wird die Luft zum Atmen genommen. Ich kaue zu laut, meine Allergie (Heuschnupfen) stört ihn total. Ich schalfe im getrennten Zimmer, weil ich seine Nähe im Moment überhaupt nicht ertragen kann. Er wird schnell laut gegenüber den indern und mir. Alles wird kommentiert und kritisiert. Der Gedanke ihn zu verlassen ist immer öffter da. Was wird aber mit den Kindern? Unser gemeinsamer Sohn vergötert ihn, er ist 8 Jahre alt. Für seinen Sohn, der ist fast 10 Jahren, habe ich keine Rechte. Ihn alleine mit dem Vater zu lassen, kann ich nicht. Ich befinde mich in einer Sackgasse, so fühle ich es. Wären die Kinder nicht da, wäre ich längst weg und würde mir sowass nicht gefallen lassen. 
Ich suche für mich nach einer Lösung und habe gehofft, durch das Schreiben wird mir einiges klar, oder durch vielleicht einen oder anderen Vorschlag. 
LG

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5. April um 19:23

Gegenseitigerfehler  du hast zu viel getan das in ihm eine Unzufriedenheit gewachsen ist mit sich Selbst. Er kann dir nicht gerecht werden da geht es dann automatisch los das er dich runter zieht . Sein selbstwert ist im Keller  und aus angst dich zu verlieren macht er den Unsinn , er denkt er müsste dich degradieren  um selber nicht mehr tun zu müssen. Kenne das von meiner Frau (noch Ehe Frau). Habe 7 jahre lang damit gekämpft ihr zu zeigen das sie was Wert ist auch ohne Materielle dinge habe aber an mich selbst immer einen hohenleistungs anspruch. Dann bin ich fast eingeknickt so das ich die Notbremse gezogen habe Freundschaft aber keine Partnerschaft mehr.  
Habe nur wahrgenommen das es ihr schlecht geht habe Wege aufgezeigt wie man es besser machen kann .

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5. April um 19:30

Gerade jetzt habt ihr Zeit, miteinander zu reden, wie es mit euch in Zukunft weiter laufen soll. Du musst klarstellen, dass die derzeitige Situation für dich unakzeptabel ist und falls er nicht bereit ist, mit dir zur Eheberatung zu gehen, du dein Kind nehmen und gehen wirst. 

Dem Jugendamt würde ich im Falle des Verlassens einen Tipp geben, dass der Vater mit seinem eigenen Kind überfordert ist. 

Mehr kannst du nicht tun.

Das Coronavirus bedeutet zur Zeit für viele Familien Stress pur. Da bist du nicht alleine.

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5. April um 19:47

Ja weil man sich mal mit sich und den anderen auseinander setzen muss .Würde erstmal gucken was du noch tun kannst ohne Eheberatung und Jugendamt  das sind Dinge die stehen erstmal hinten an. Mach ihm mal bewusst warum er das was er macht so umsetzt anstatt an sich selbst zu arbeiten.

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6. April um 17:32

Hast du das alles schon mal mit ihm besprochen? Wenn ja, was sagt er denn dazu?

Ich glaube, dein Fehler ist, dass du dich eben ruhig verhältst und deinen Mann damit durchkommen lässt. Hau doch stattdessen einfach mal auf den Tisch! Sag ihm doch mal, dass er so nicht mit dir umgehen soll und seine Launen nicht an dir abreagieren soll. 

Wenn er abstreitet, dass er ständig nur rumnörgelt, nimm ihn doch mit dem Handy mal heimlich auf und spiel ihm das mal vor, dann hört er es selbst.

Mach deinem Mann eine klare Ansage: entweder, er reißt sich am Riemen und lässt sich nicht so gehen, oder du bist weg. 

Solltest du dich für eine Trennung entscheiden, kann ich mich nur amiga anschließen: sag dem Jugendamt Bescheid, dass dein Mann mit seinem Sohn absolut nicht umgehen kann. Da muss eine Lösung her, das Kind kann ja auch nicht zurück zur Mutter und beim Vater kann der Junge auch nicht bleiben. Wäre es eine Option für dich, den Jungen mitzunehmen, auch wenn er nicht dein leibliches Kind ist? Das müsste dann nämlich vom Jugendamt so geregelt werden, denn einfach mitnehmen darfst du den Jungen ja nicht. 

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