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Forum / Liebe & Beziehung

Mein Mann glaubt er kann mich nicht halten...

Letzte Nachricht: 6. Juni 2006 um 8:16
A
an0N_1268223899z
05.06.06 um 10:02

Hallo @ all,

mein Mann und ich sind seit letztem Jahr verheiratet,also noch nicht sehr lange.
Sind seit ca.: 2 1/2 Jahren zusammen.
Für mich wars Liebe auf den ersten Blick, gesehen,und sofort begehrt wie verrückt.

Er hat von Anfang an, immer geglaubt dass ich sowieso nicht lange bei Ihm bleiben werde.
Warum ?! Das hab ich ihn auch oft schon gefragt.
Er meint immer da ich so eine super Frau bin kann er es gar nicht fassen dass ich ihn will.

Er leidet schon sehr darunter, das merke ich auch oft an Kleinigkeiten.

Ich bin jetzt 26 Jahre und weiß inzwischen schon was ich möchte und was nicht, Krisen hatten wir genauso schon, doch das allerwichtigste ist mir doch immer, dass es ihm gut geht und ihm nichts fehlt.

Ich denke es liegt wohl daran dass ich mit gutem Aussehen gesegnet bin und er damit nicht so klarkommt wenn ab und zu mal geglotzt wird.
Er wird dann immer sofort aggressiv.

Ich tu auch viel um gut auszusehen, aber doch eigentlich dafür dass er mich auch weiterhin so attraktiv wie vor der Ehe findet.

Ich fühle mich schon total hilflos in der Hinsicht, ich kann tun und lassen was ich will und beweisen dass ich Ihn liebe, es nutzt nichts, er zweifelt trotzdem immer wieder daran!

Er wird schon total miesgelaunt wenn mal Einer nach mir schaut, meistens muss ichs dann ausbaden(seine Laune).

Ich überlege schon so lange hin und her was ich noch tun könnte...
Er bekommt doch von mir alles was man sich wünschen könnte(denk ich).
Ich mach ihm immer ne Brotzeit für die Arbeit(nicht bloß ne Stulle, sondern mit viiieel Liebe gemacht mit kleinen Gürkchen und gekochtem Ei und Salatblättern,usw...)
Ich koch für Ihn fast jeden Tag, backe seinen Lieblingskuchen.
Ich gehe sogar um 22Uhr schon mit ihm ins Bett wenn er morgens früh in die Arbeit muss,(ich kuschel dann immer noch mit ihm und sehe dann noch fern neben ihn).
Ich tue alles für ihn,wirklich !

Bin inzwischen echt ratlos was ich noch tun kann...
Ich zeig es ihm doch so sehr.

Er weiß dies auch immer zu schätzen und bedankt sich ganz dolle und lobt mich.
Doch ich will nur dass er aufhört sich einzureden dass er mich nicht verdient hat und nicht halten kann!
DEnn er ist ein sehr guter Mann und umsorgt mich mit allem was ich möchte.
Manchmal glaube ich er liebt mich einfach zu sehr.
Ich hatte die Illusion nach der Hochzeit würde er es besser wissen,sich so bestätigt fühlen dass es aufhört.

Was würdet Ihr Frauen an meiner Stelle tun??
Ich weiß langsam nichts mehr...ratlos.

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W
winnie_12164884
05.06.06 um 11:57

seufz
hallo pnooky,

ich glaube nicht, dass man einen anderen menschen *zu sehr* lieben kann. meistens ist das doch die beschönigende umschreibung dafür, sich selbst nicht ausreichend wertzuschätzen und zu lieben.

das muss qualvoll sein, in sich keinen *liebes-resonanzkörper* zu haben. wenn man die liebe, die einem zugetragen wird, in sich aufnimmt und dabei spürt, dass sie in einem nicht zur ruhe kommen, sich nicht setzen kann. nirgendwo andockt. man kann sie genau fühlen und weiß, dass sie da ist, aber tief im eigenen inneren erreicht sie einen nicht, weil der knoten, der nichts durchlässt, im weg sitzt. so stelle ich mir das vor.

in unseren (?) köpfen geistert so ne romantische vorstellung herum, dass man jemanden durch liebe heilen kann. und wenn der andere keine genesungs-fortschritte macht, kann es doch nur daran liegen, dass man selbst noch nicht genug getan hat. und dann verdoppelt man seine *bemühungen* und merkt dabei gar nicht, wie man immer tiefer in den teufelskreis hineinrutscht. bis man schließlich an sich selbst und dem anderen (ver)zweifelt.

mich erinnert das an die co-abhängigkeit eines liebenden und gut-meinenden partners, der mit einem suchtkranken menschen zusammen lebt. so wie jener alles daran setzt, die sucht zu verdecken und den partner aufzufangen, wird auch euer *system* durch deine verstärkende fürsorge indirekt stabilisiert, und die *krankheit* wird am leben erhalten. es wird gar nicht mehr das bekämpft, woran der eine krankt; es werden nur die symptome behandelt, nicht die wurzel, die ursache. der vergleich hinkt natürlich.

und wie ist es für den, der den knoten in sich trägt? er wird sich insgeheim vielleicht sehr dafür schämen, dass er die unerträgliche unzufriedenheit, die seine selbstzweifel mit sich bringen, an seiner liebevollen frau auslässt. und sich eventuell in seiner unzulänglichkeit erneut bestärkt fühlen.

ich weiß nicht, wie man da aussteigt. vielleicht, indem du beginnst, dich allmählich von der vorstellung zu lösen, für sein selbstwertgefühl verantwortlich zu sein, dass du dir (und nicht ihm) erst einmal diese last von der schulter nimmst. wenn man genau hinschaut, ist es nicht dein projekt, sondern seines, da hat sich etwas verschoben. stattdessen bist du aktiv und zermürbst dich.

die bestätigung, die du ihm gibst, ist langfristig auf sand gebaut, wenn er nicht versucht, seinen knoten zu lösen. warum sollte er sich einreden, dass er dich nicht verdient, wenn er es insgeheim nicht glaubt?

ich weiß, es ist nicht leicht, alte denkmuster über bord zu werfen. aber es wäre so schade, wenn deine energie und deine bemühungen versickern würden, nur weil sie an der falschen stelle ansetzen.

liebe grüße

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S
schwubbeldiwupp
05.06.06 um 17:01

Hi leidensgenossin
hi pnooky,
ich kann Dich sehr gut verstehen, mir geht es
zur Zeit nicht anders als Dir. Meine Vorrednerinnen haben es auf den Punkt gebracht.
Du kannst Dich bemühen wie Du willst, solange der Andere kein Selbstwertgefühl und Urvertrauen hat, wird er Dir nicht glauben, dass er Dich "verdient" hat. Ich kämpfe derzeitig auch "gegen Windmühlen"an,da mein jetziger Partner ebenso insgeheim denkt, er sei es nicht wert, von mir geliebt zu werden. Ich reagiere darauf mit einem liebesbeweiszwang, der darin ausartet,ihm ständig und ständig beweisen zu wollen, dass ich ihn liebe und das strengt furchtbar an. Er dichtet mir permanent Affairen an, wo keine sind oder reagiert mit Beleidigtsein und Rückzug, wenn ich mal meinen eigenen Interessen nachgehe. Langsam, aber sicher zehrt das erheblich an meinen Kräften und ich frage mich, was ich noch tun kann, damit er meine Liebe annimmt und mir vertraut. Das ständige "hineinbuttern" in ein "Fass ohne Boden" kann letztendlich nicht die Lösung sein. Es obliegt seiner Person, sein Muster zu erkennen und dann zu verändern. Wir können sie nicht "heilen" mit unserer Liebe, sie müssen erst mal anfangen, sich selbst zu lieben.

solidarische Grüsse

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K
kenith_12522258
05.06.06 um 17:41

Weisheit
Liebe Pnooky,

Du hast mir vorhin in ganz weisen und schoenen
Worten geantwortet und man sah wie du reif bist und du mit totaler Objectivitaet die Sache sehen kannst. Was interessant ist, wenn ich Dich von Deinen eigenen Schwierigkeiten reden hoere fuehle ich eine gewisse Verzweiflung und Orientierungslosigkeit. Ich bin aber sicher dass wenn du die Weisheit die Du mir demonstriert hast auch auf Deine Situation anwendest, wirst Du ganz bestimmt eine gute Loesung finden.

Ich persoenlich finde dass Du eine super herzige Frau bist mit Deinem Mann und es freut mich zu hoeren dass er das schaetzt. Von dieser Seite her musst Du Dir wirklich keine Gedanken machen noch mehr leisten.

Wichtig bei dem ganzen ist auch dass Du Dich selber nicht vergiesst. Ich finde es ist wichtig dass Du mit ihm redest und ihm bewusst machst wie Du unter seiner Unsicherheit leidest, dass Du eine Gefahr siehst fuer Deine Beziehung. Mache ihm bewusst dass du eine vertrauensvolle und ehrlich Person bist und Du nicht mit Ihm zusammen sein wuerdest wenn Du es nicht wirklich wolltest. Er weiss bestimmt dass du eine solch aufrichtige Person bist.

Vielleicht solltest Du deinen Beitrag ausdrucken und ihm zeigen - er wird sehen wie wichtig das Them fuer Dich ist und wie aufrichtig du bist und fest Du ihn liebst.

Und eben brauche Deine Weisheit und Feinfuehligkeit wie Du sie es bei mir gebraucht hast!

Ich wuensche Dir alles Gute und ich bin sicher dass ihr das meistern werdet.

Liebe Gruesse, Caipiri

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L
lyubov_12466868
05.06.06 um 19:32

Du kommst mir vor
wie meine Mutter. Die ist auch immer für alle jederzeit da und verwöhnt ihre Familie Tag und Nacht. Was immer auch benötigt wird, sie sorgt dafür, daß man es bekommt. Das Blöde dabei ist, daß fast jeder ihr gegenüber ein schlechtes Gewissen hat, auch weil sie niemals jemandem die Gelegenheit gibt, ihr auch mal was Gutes zu tun. Der Gipfel war dann, daß die Familie ihr zu Weihnachten eine Wellnesswoche in einem schönen Hotel im Schwarzwald geschenkt hat und sie richtig Streß damit gemacht hat, wie sie dafür Zeit finden soll. Gefahren ist sie bis heute nicht.

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A
an0N_1268223899z
06.06.06 um 8:16
In Antwort auf schwubbeldiwupp

Hi leidensgenossin
hi pnooky,
ich kann Dich sehr gut verstehen, mir geht es
zur Zeit nicht anders als Dir. Meine Vorrednerinnen haben es auf den Punkt gebracht.
Du kannst Dich bemühen wie Du willst, solange der Andere kein Selbstwertgefühl und Urvertrauen hat, wird er Dir nicht glauben, dass er Dich "verdient" hat. Ich kämpfe derzeitig auch "gegen Windmühlen"an,da mein jetziger Partner ebenso insgeheim denkt, er sei es nicht wert, von mir geliebt zu werden. Ich reagiere darauf mit einem liebesbeweiszwang, der darin ausartet,ihm ständig und ständig beweisen zu wollen, dass ich ihn liebe und das strengt furchtbar an. Er dichtet mir permanent Affairen an, wo keine sind oder reagiert mit Beleidigtsein und Rückzug, wenn ich mal meinen eigenen Interessen nachgehe. Langsam, aber sicher zehrt das erheblich an meinen Kräften und ich frage mich, was ich noch tun kann, damit er meine Liebe annimmt und mir vertraut. Das ständige "hineinbuttern" in ein "Fass ohne Boden" kann letztendlich nicht die Lösung sein. Es obliegt seiner Person, sein Muster zu erkennen und dann zu verändern. Wir können sie nicht "heilen" mit unserer Liebe, sie müssen erst mal anfangen, sich selbst zu lieben.

solidarische Grüsse

Dickes DANKESCHÖN @ all!
Ihr seid echt voll super!
Wisst Ihr das eigentlich?
Ich meine ihr habt in Windeseile das eigentliche Problem herausgepickt, echt bemerkenswert!

Vielen lieben Dank für all eure Antworten.

Dass mein Mann kein (oder fast kein) Selbstwertgefühl hat,habe ich bemerkt, doch ich kann Ihn in diesen Bereich nicht helfen.
Zumindest wüsste ich nicht wie?

Ich denke auch nicht dass ich das noch kann.

Wie gesagt mir fällt nichts mehr ein...

Und wie meine Leidensgenossin treffend bemerkte, verstricke ich mich auch langsam in diesen "Kreislauf des ständig Beweisenden".
Wenn ich irgendwo im Einkaufen bin, denke ich immer daran Ihm etwas als kleine Aufmerksamkeit mitzubringen.
Letzte Woche brachte Ich ihm erst ein gutes Parfum mit, einfach so, doch die Verkäuferin fragte schon so komisch ob er wohl Geburtstag hätte...da sieht mans, ist wohl echt übertrieben von mir.


Wie kann ich Ihn so bestätigen dass er sich selbst soviel wert ist mit mir zusammen zu sein?
Diese Frage stelle ich mir immer und immer wieder.

Gestern hatten wir fast das gleiche Gespräch, er versteht mich auch gut, er sagt bei solchen Gelegenheiten immer allzugern dass er das ändert und daran arbeiten möchte.
Doch ich weiß, auf Dauer funktioniert das wieder nicht, spätestens wenn ich mich mal wieder etwas angeregt zb. mit seinem Kumpel unterhalte.
Er meint Ernsthaft! seine ganzen männlichen Bekannten würden mich ausspannen wollen, gut ok, bei einem denk ichs auch, aber bei Gott doch nicht Jeder!
Er sieht alles so verbissen und übertreibt in solchen Situationen total.
Er hat sich ja schon von seinen ganzen Bekannten total zurückgezogen, wenn wir zusammen mit andren etwas unternehmen, redet er möglichst wenig mit Kumpels.
Ich denke er will alle wegekeln damit...

Dabei würde es Ihm doch auch mal gut tun, wieder gut drauf zu sein, mit Kumpels rumzuziehen usw.
Er erzählt immer mit leuchtenden Augen, wie es früher mit seinen Kumpels war, was sie alles angestellt haben, wieviel Spaß da war, jetzt kapselt er sich davon ab.

Naja ich denk ich Müll euch jetzt mal nicht mehr zu, denk abnehmen kanns mir keiner.
Ich werd bald bei Gelegenheit mit ihm drüber reden.

Danke Ihr Lieben !

Eure Pnooky

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