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Mein Mann geht fremd

15. Dezember 2009 um 16:39

Ich bin eine sehr attraktive Frau, habe Spaß beim Sex und viel Lust darauf. Mein Mann hatte bisher weniger Lust auf Sex, Entschuldigungen wie " Ich bin müde ", " zuviel Arbeit " ..., Aussagen, wie " Du denkst immer nur an Sex! ", ... gehörten seit 3 Jahren zu meinem Alltag. Er ist zudem wenig erfahren ( dachte ich ) und mag keine über das " Normale hinausgehende Spielarten von Sex. Ich liebe meinen Mann. Vor einem Monat habe ich herausgefunden, dass mein Mann seit längerer Zeit ( 1 Jahr oder mehr ? ) regelmäßigen Kontakt zu Prostituierten hat. Also: derweil ich zuhause saß, einem Abend ( mal wieder ohne Sex ) entgegensehend, tummelt sich dieser in fremden Betten. Darüberhinaus ist er Mitglied in allen gängigen " Suche Sexpartner", etc. - Internet - Portalen. Auch liebt er, den Telefonrechnungen nach, ...

Ich habe ihn in den 3 Jahren, die wir zusammen sind, nie betrogen.

Meine Frage: Bin ich krank, weil ich ihn nicht rauswerfe? Oder: Ist er krank, dass er mich sexuell " verhungern " lässt und gleichzeitig zu Prostituierten geht?

Ist es hier einer Frau schon mal genauso ergangen?

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15. Dezember 2009 um 17:16

Ich finde es auch komisch und weiß nicht, warum er das macht!
Die Frage nach dem Wieso oder Warum stelle ich mir seit 3 Wochen. Ob er es "wilder" mag? Ich hatte in den 3 Jahren, die wir zusammen sind, eher den Eindruck, dass ich die "Wilde" und er die "Unschuld vom Lande" ist, sprich, er war nie an neuen Spielen/Techniken interessiert, hat nie verraten, auf was er abfährt.

Klar, Sex mit zwei Prostituierten kann ich ihm nicht bieten, ich bin nur "Eine", ... aber Sex mit zwei Männern hatte ich ( vor ihm ) schon, das war toll und ich habe ihm davon erzählt. Nur weiß ich, dass dies meine Träume7Sexphantasien sind, die ich ohne Verlust in einer Beziehung hintanstelle.

Ich werde versuchen, ihn von einer Ehetherapie zu überzeugen, ich meine auch, dass das notwendig ist.

Nur weigert er sich derzeit.

Ich habe viel in den letzten 3 Wochen über "Sexsucht" gelesen, Ursachen dafür gibt es in seiner Vergangenheit sehr viele.

Ich freue mich über eine Antwort

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15. Dezember 2009 um 17:42

Danke
Ups, ... danke für Deine deutliche Antwort.

Es tut mir gut, die Meinung eines Mannes zu meinem Problem zu lesen.

Du hast recht, wenn Du sagst, mich hat, bezogen auf diesen Mann, meine Menschenkenntnis verlassen.

Wobei ich mir in meinem Alter durchaus Menschenkenntniss zutraue. ( Ich denke, wir sind gleichaltrig )

Es tut so weh!

Es tut sooooo weh!

Sorry!

Du bist nicht mein Kummerkasten, aber Du sagst das Gleiche, was mein Ex-Mann ( 25 Jahre Beziehung, eine erwachsene Tochter ), den ich wegen meinem neuen Mann verlassen habe, auch sagt.

Andere Motive vieleicht, aber das gleiche Ergebnis.

Können wir telefonieren oder sonstig " reden" ?

Gina

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15. Dezember 2009 um 20:48
In Antwort auf sa'ida_891677

Ich finde es auch komisch und weiß nicht, warum er das macht!
Die Frage nach dem Wieso oder Warum stelle ich mir seit 3 Wochen. Ob er es "wilder" mag? Ich hatte in den 3 Jahren, die wir zusammen sind, eher den Eindruck, dass ich die "Wilde" und er die "Unschuld vom Lande" ist, sprich, er war nie an neuen Spielen/Techniken interessiert, hat nie verraten, auf was er abfährt.

Klar, Sex mit zwei Prostituierten kann ich ihm nicht bieten, ich bin nur "Eine", ... aber Sex mit zwei Männern hatte ich ( vor ihm ) schon, das war toll und ich habe ihm davon erzählt. Nur weiß ich, dass dies meine Träume7Sexphantasien sind, die ich ohne Verlust in einer Beziehung hintanstelle.

Ich werde versuchen, ihn von einer Ehetherapie zu überzeugen, ich meine auch, dass das notwendig ist.

Nur weigert er sich derzeit.

Ich habe viel in den letzten 3 Wochen über "Sexsucht" gelesen, Ursachen dafür gibt es in seiner Vergangenheit sehr viele.

Ich freue mich über eine Antwort

Wahrheit
Liebe Zauberfrau,

Das ist eine bedauerliche Situation, in der du dich befindest, und sicherlich können viele das Problem nachempfinden. Prostitution - in jedweder Form, virtuell, real, telefonisch etc. - hat eine sehr hohe Nachfrage, und woher mag diese Nachfrage statistisch betrachtet kommen, wenn nicht von den Herrscharen "ganz normaler" Biedermänner, die sich solcherart sexuell erleichtern?

Aber das Problem ist nicht Prostitution, sondern Untreue und somit im Grunde Unehrlichkeit. Es ist in meinen Augen im effekt völlig belanglos, ob ein Mann zu einer Prostituierten geht oder eine Affäre hat, wie übrigens auch Heerscharen solcher Biedermänner es tun. Untreue ist Untreue. Bei so genannter "käuflicher Liebe" kommt lediglich dieser kommerzielle Aspekt hinzu, und dies vielleicht als Indiz, welches Frauenbild der feine Herr wirklich hat.

Er ist unehrlich zu dir. Das ist das Grundproblem. Wie gehst du jetzt damit um? Ich halte es für verfehlt, ihn voreilig und zudem laienhaft zu pathologisieren und mit - schnell im Internet zusammengeklaubten - Etiketten zu versehen. Ob narzisstische Störung, Sexsucht oder was auch immer, es bringt dir effektiv überhaupt nichts, ihn solcherart diagnostisch kaltzustellen. Verstehen, was in ihm vorgeht, wirst du solcherart kaum. Du hast höchstens einen kleinen Egogewinn und kannst sagen, seht einmal her, er ist krank und ich bin gesund. Brauchst du das? Und: ändert es die Situation?

Nun das Wichtigste, und sei mir bitte nicht böse, wenn ich es so drastisch sage: auch du brauchst Hilfe. Du bist mit einem Mann zusammen, mit dem es von Anfang an sexuell nicht stimmt. Wieso steuerst du eine Beziehung mit derartigen Grundproblemen an? Nun herrscht Untreue und Unehrlichkeit. Deine erste Reaktion ist eine Schuldzuweisung. Das klingt für mich so, als seist du es gewohnt, irgendwie belogen zu werden und tolerierst das, solange du dir irgendwelche Scheinerklärungen zurechtzimmern kannst...

...oder ihr spielt da ein Spielchen "die gute, perfekte Zauberfrau" und "der schlechte, in aller Hinsicht minderwertige Mann"...auch das gibt zu denken, wenn man deine extrem positive Selbstdarstellung hier liest...du wirkst hier sehr unkritisch dir selbst gegenüber und überschnell bereit, andere verurteilend zu klassifizieren - manche Menschen brauchen einen "schwächeren" Partner und wundern sich dann, wenn das Kartenhaus zusammenbricht, obwohl es doch eigentlich absehbar war - könnte das ein Grund für solche Fehler bei der Partnerwahl sein?

Zauberfrau, wie siehst du dich selbst?

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15. Dezember 2009 um 20:54

Hört sich typisch an nach
als Frau ist für den Mann ... oder Heilige".

Schon mal von diesem Psychophänomen gehört ??

Es kann schon sein, daß er Dich liebt, Du aber die Heilige bist. Und Sex hat er mit Huren.

Dann kannst Du ihn sehr schwer ändern, nur mit langfristiger Therapie.

Frage, ob Du darauf abwarten willst. Oder Dich trennen. Oder selber eine Nebenliebe suchst...schwierig

Laß Dich drücken, viel Glück, daß Du das Richtige tust! Es tut weh, ich weiß.

Gruß Gerda

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16. Dezember 2009 um 0:53

Krank?
Seid ihr glaube ich beide nicht. Ihr seid "erst" 3 Jahre zusammen. Da lässt sich noch so einiges "vertuschen". Vielleicht hatte er diese Vorliebe ja schon immer und hat es nur hinbekommen dir eine andere Persönlichkeit vorzuspielen. Jemand der das nicht zum ersten mal macht, hat da ein recht leichtes Spiel.

Und ja, mir ist es mal ähnlich gegangen. Ihn lernte ich als lieben, netten und eher schüchternen Mann kennen. Der mich mit seinen Träumereien von Kindern und Familie versorgte. Er hatte das nie (beide Eltern früh verstorben). Und ich hatte (hab ich auch immer noch ) bereits ein Kind, eine Eigentumswohnung, einen Hund, nen netten Job.... eine einigermaßen funktionierende Minifamilie eben. Genau DAS wollte er auch. Wir kamen zusammen und er riss sich den Hintern für uns auf.

Wir mussten für 2 Jahre eine Fernbeziehung führen, weil er für diese Zeit in einer anderen Stadt arbeitete. Und gerade das kam ihm gelegen. Somit war es möglich 2 Leben zu führen. Das Leben, das er führen WOLLTE und das ohne das er nicht leben KONNTE.

Ähnlich wie bei dir, gab es irgendwann keinen Sex mehr. Ständige Ausreden. Aber trennen wollte er sich nie.

Auch er war im Bett eher zurückhaltend. Ein Blümchensexliebhaber sozusagen. Was für mich ein echtes Problem war irgendwann. Aber er wurde eher rot, wenn ich was anderes wollte als 08/15.

Kurz vor seinem Umzug flog alles auf. Zum Glück. Sonst wäre er bei mir eingezogen und dann wäre es noch schlimmer für mich gewesen.

Ich lernte durch einen blöden Zufall eine Freundin von ihm kennen, die er mir immer verschwiegen hat. Dabei war zwischen den beiden wirklich nur Freundschaft. Nur wusste sie zu viel, weil sie ihn 20 Jahre kannte. Ergo: Ich durfte sie natürlich nicht kennenlernen und sie mich nicht.

Ich bin ein zierlicher Typ. Seine Stammprostituiert (jo, hatte er auch) wog über 100 Kilo und war einen Kopf größer als er. Er hatte hier und da immer mal ein paar "Mäuschen" mit denen er sich traf. Auch da immer das absolute Gegenteil von mir. Frauen die sich mit ihm rumprügelten (was ich nie von ihm gedacht hätte), die eher vulgär waren und ihn runterputzten. Er lebte in 2 verschiedenen Welten, die absolut nicht zusammen passten.

Für mich war ab da der Ofen aus. Nicht nur weil ich eine Mordswut auf ihn hatte und am Boden zerstört war.... sondern weil ich irgendwann kapiert habe, daß meine Welt nur seine Wunschvorstellung war, er sich aber in seiner anscheinend so zuhause fühlte, daß er sie nicht aufgeben konnte.

Irgendwo hier im Thread stand etwas von "Heiligtum". Und so ähnlich war es bei mir. Er hat die Frauen mit denen er geschlafen hat beim Sex erniedrigt. Das konnte er bei mir nicht (sein Glück ). Und das hatte bei ihm nichts mit sm oder ähnlichem zu tun. Es ging ihm tatsächlich nur darum die Frauen schlecht zu behandeln. Nicht irgendwelche Vorlieben auszuleben. Er hat irgendwann im betrunken Kopf, als ich Sex wollte und er nicht, mal zu mir gesagt: "Das geht mit dir nicht, du bist anders". Ich konnte damit lange nichts anfangen. Erst als ich mich viele Stunden mit seiner Freundin darüber unterhalten habe, hab ich es kapiert.

Es muss bei dir nicht so drastisch sein... aber ich glaube schon, daß auch dein Mann in 2 Welten lebt. Und da hilft dir die beste Eheberatung nichts. Denn wenn er das, was er mit dir hat, wirklich wollen würde - und nur das - dann hätte er selbst etwas dafür getan um damit aufhören zu können und würde es nicht heimlich weiterführen.

Klar ist das schlimm, wenn eine Beziehung/Ehe zerbricht, aber mal ehrlich... willst du dir das wirklich auf Dauer antun? Glaubst du wirklich eine Therapie oder sonstwas würde euch helfen? Vielleicht würde er es eine Zeit lang wieder sein lassen, aber irgendwann kann er eben nicht mehr aus seiner Haut.

Krank wirst du - denke ich jedenfalls - wenn du das so weiterführst. Weil es nichts ist womit du leben kannst. Er aber schon. Guck ihn dir doch einfach mal ganz genau an und dann entscheide dich ob du weitermachen möchtest.

Viel Glück


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16. Dezember 2009 um 9:01

Hallo
lollilein und vor allem framewire haben es absolut auf den Punkt gebracht....

Ich war 3 Jahre lang in einer ähnlichen Situation und ich kann Dir nur eines raten..ziehe die Konsequenzen, Du kannst diesen Menschen nicht ändern, da hilft auch keine Paar- oder sonstige Therapie..ER WILL dieses Leben weiterführen, er braucht dieses Doppelleben, Du bist nur sein Hafen, in den er immer wieder zurückkehren kann..

Aber Du bist austauschbar, jederzeit, so weh das tut, es braucht lange, bis man dies vor sich selbst eingesteht..er liebt Dich nicht, er benutzt Dich nur, weil er einen Halt, eine kleine Familie braucht für die Öffentlichkeit und für sich selbst..als Schutz und als Maske für sein Doppelleben...

..und wenn Du ganz ehrlich zu Dir selber hast, hast Du schon lange latent gespürt, das mit diesem Mann einiges nicht stimmt..Du wolltest es einfach nicht wahrhaben...

Trenne Dich, oder willst Du Dir weiter Deine Würde nehmen lassen und leiden? das Einzige, was diese Beziehung Dir in Zukunft bringen würde, wäre Leid, Schmerz, Demütigung, Entwürdigung..willst Du das???

Denke an Dich und an Dein Leben.....dieser Mann würde Dich systematisch (physisch) zerstören...Dir Dein Selbstwertgefühl nach und nach rauben und Dir nur Schmerzen zufügen, Deine Gefühle und Wünsche interessieren ihn nicht,...

Du bist nicht krank, Dein Verstand und Dein Herz weigern sich nur zu erfassen und zu glauben, was wirklich hinter der Fassade Deinen Mannes steckt...es ist noch nicht wirklich bei DIR ANGEKOMMEN......Er ist krank, nicht Du...

Alles Liebe

tantalus

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16. Dezember 2009 um 11:16
In Antwort auf sa'ida_891677

Danke
Ups, ... danke für Deine deutliche Antwort.

Es tut mir gut, die Meinung eines Mannes zu meinem Problem zu lesen.

Du hast recht, wenn Du sagst, mich hat, bezogen auf diesen Mann, meine Menschenkenntnis verlassen.

Wobei ich mir in meinem Alter durchaus Menschenkenntniss zutraue. ( Ich denke, wir sind gleichaltrig )

Es tut so weh!

Es tut sooooo weh!

Sorry!

Du bist nicht mein Kummerkasten, aber Du sagst das Gleiche, was mein Ex-Mann ( 25 Jahre Beziehung, eine erwachsene Tochter ), den ich wegen meinem neuen Mann verlassen habe, auch sagt.

Andere Motive vieleicht, aber das gleiche Ergebnis.

Können wir telefonieren oder sonstig " reden" ?

Gina


du hast den mann davor wegen deinem jetztigen verlassen?
also irgendwas muss er ja am anfang an sich gehabt haben, dass du den schritt gewagt hast. hat er da einfach nur besser geschauspielt?

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16. Dezember 2009 um 12:28

Moin Framewire
Zu der Sache mit den 3 Jahren..... Es gibt Menschen, die über eine so lange Zeit "spielen" können. Die 2 Leben führen. Schön für dein Umfeld, daß du dir das nicht vorstellen kannst. Ich konnte es auch lange nicht. ALLES zu vertuschen gelingt auch nicht, aber wenn jemand geübt darin ist, weil das was er leben möchte oft auf Unverständnis trifft, ist es durchaus möglich das Meiste zu vertuschen.

Meine Freundin war etwas mehr als 2 Jahre mit einem Betrüger zusammen. Sie hat mit ihm zusammengelebt und nichts von seinen Machenschafften mitbekommen. Er ging morgens zur "Arbeit" und kam abends zurück, ging hin und wieder mit "Arbeitskollegen" einen trinken, hatte seine "Hobbies".... Wer, der nicht komplett misstrauisch durchs Leben läuft, schnüffelt seinem Partner deswegen denn hinterher? Naja, im Endeffekt wurde er zu mehreren Jahren Haft verurteilt und nach seiner Entlassung machte er gleich weiter. Er hatte nie eine Arbeit, die Arbeitskollegen gab es somit gar nicht und auch die Hobbies existierten nicht. Und nein, man kommt nicht dahinter, wenn man jemandem vertraut und nichts böses ahnt.

Glaub mal, jemand der das will, kriegt es auch hin. Besonders, wenn er es schon sein halbes Leben so macht.

Um zum Thema zurückzukommen: Klar spürt man etwas. Klar ist der Partner manchmal "komisch". Aber wenn man verliebt ist, verschließt man auch gerne mal die Augen. Das ging mir genauso. Das ist so verletzend, daß man manchmal eben lieber in eine andere Richtung guckt. In dem Moment wo man mittendrin steckt, ist einem das aber nicht bewusst. Die Erkenntnis kommt ja meist erst später.

Irgendwie wollte ich damals schon wissen warum er manchmal so seltsam ist, andererseits wollte ich ihn auch nicht einengen. Und wenn dann mal für einen Tag das Handy aus ist..... ist das nicht jedem schon mal passiert, wenn der Akku alle, die Simkarte kaputt oder sonstwas passiert ist? Egal ob man ein schlechtes Gefühl dabei hat oder nicht, man glaubt es. Konfrontation oder nachfragen hilft da auch nicht. Die Lügen sitzen perfekt. Die sind schließlich auch eingeübt. Was glaubst du was man alles zu hören bekommt, wenn man misstrauisch wird und nachfragt? Das tut man sich irgendwann nicht mehr an, weils das Ego komplett kaputt macht. Man selbst kommt sich dann vor wie der absolute Vollidiot. "Du bist hysterisch", "Du spinnst", "Du hast Wahnvorstellungen", "Deine Eifersucht ist ja nicht auszuhalten", "Geh mal zum Therapeuten damit".... etc. pp. Ergo: Selbstzweifel ohne Ende. Und die lassen einen immer kleiner werden. Betrogen zu werden ist nicht das Schlimmste daran, sondern die ganzen Lügen und Anschuldigungen. Das Drumherum halt.

Gegen Ende der Beziehung verschwamm das tatsächlich ein wenig. Auch ich hatte einige unschöne Erlebnisse mit ihm und somit bekam ich die Anfänge sehr wohl mit. Was ich glücklicherweise verpasst habe, hörte ich dann ja im Nachhinein. Es wäre noch viel weiter gegangen. Damals warf ich ihn raus wenn er "ausflippte". Aber natürlich kam er immer wieder reumütig zurück. Man kann es dann für dämlich oder auch krank halten, wenn man jemanden liebt und dann nicht gleich loslassen kann. Man hofft einfach immer weiter. Schwierig wirds auch dann, wenn man sich die Schuhe anzieht, die er einem hinwirft. Inzwischen bin ich da auch anders und habe meine Antennen weit draußen, aber wenn man gar nicht kapiert was da mit einem passiert weil man es nicht kennt, reagiert man einfach anders (falsch in dem Fall).

Zum sm: SM hat viele Gesichter. Das was er wollte kenne ich halt nicht. Denn meiner Meinung nach ist das etwas, was beide wollen. Devot trifft auf Dominant. Maso auf Sado, etc. Das ist so gewollt. Bei ihm war das allerdings nicht so. Das war eher emotionale und psychische Erniedrigung. Gehört aber ja jetzt eigentlich nicht zum Thema.

Keine Ahnung ob ich das gleich als Persönlichkeitsstörung abtun möchte. Ein Stück weit sicherlich, aber es gibt ja Menschen die das auch so wollen/brauchen.

Im Falle der Threadstellerin würde ich das z.B. nicht als Persönlichkeitsstörung ihres Mannes bezeichnen. Er möchte einfach etwas anderes als er DACHTE zu wollen. Und dazu gibt es auch den passenden Partner. Es gibt doch genug Menschen die sagen, daß sie nicht monogam leben wollen. Und solange beide damit gut klarkommen ist das auch völlig in Ordnung. Nur will ihr Mann anscheinend nicht, daß eine Frau die gleichen Freiheiten hat. Sonst hätte er gleich mit offenen Karten gespielt und sich eine Frau gesucht, die zu seinem Beziehungsmuster passt und mit seinen "Ausflügen" kein Problem hat.

Und zum Fall deiner Bekannten. Ich hab fast 1 Jahr lang an Depressionen gelitten und war komplett am Boden. Das bleibt nie ohne Spuren.

LG

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16. Dezember 2009 um 14:57

Kaum zu glauben
das jemand noch längere Romane schreibt als ich. Hihi.

Zu deinen Fragen nach dem Warum: "Warum macht man dies und warum jenes nicht?" kann ich dir nicht viel sagen. Im Nachhinein weiß ich selbst nicht mehr was mich da damals geritten hat. Ich habe mich sehr lange gefragt was eigentlich mit mir los war und das ist eines der wenigen Dinge hinter die ich nicht gekommen bin. Ich war ein völlig anderer Mensch, hatte kaum noch eine eigene Meinung, hab mir alles gefallen lassen und wollte nur noch Ruhe. Die ich natürlich nicht bekommen habe.

Warum ich mich nicht eher getrennt habe? Das war die blöde Hoffnung. Wegen der viele Menschen an ihren kaputten Beziehungen festhalten. Ich brauchte diese heile Welt nicht. Ich hatte die ohne ihn viel mehr. Vielleicht hatte ich zu der Zeit einfach ein ausgeprägtes Samarithersyndrom. Der arme Mann ohne Familie, mit ner verkorksten Psyche. Der muss ja zu retten sein. Und ne - ICH war wohl nicht mehr zu retten.

Egal, vorbei. Heute versteh ich das noch weniger.

Ich gehe an die Verarbeitung nicht mehr heran. Ich hab sie abgeschlossen. Selbst vor einem Jahr hätte ich vieles noch nicht gesehen. Aber ich hab mit einer Freundin zusammen (die mal ähnliches, nur in abgemildeter Form) erlebt hat alles bis zum bitteren Ende durchgekaut. Über Monate. In so einer verfahrenen Situation braucht man wirklich jemanden, der das selber kennt und der Verständnis hat. Nur dann fängt man auch an zu reden und über sich selbst nachzudenken. Wenn man drin steckt ist einem schon bewusst, daß da gewaltig was schief läuft. Und man ist sich auch bewusst, daß man sich richtig etwas antut. Und das ist einem selbst schon peinlich. Deswegen erzählt man auch nicht alles. Und da man eh schon voll ist mit Selbstvorwürfen, den Vorwürfen des Partner - kann man die der Menschen, die einem helfen wollen, einfach nicht mehr hören und macht dicht. Allein der Satz "Warum machst du denn nicht einfach schluss?" kommt einem wie ein Vorwurf vor. "Wieso bist du denn so doof und lässt dir das gefallen?" Ja warum eigentlich? Weil ich wohl einfach blöde bin. Mehr kann man dazu nicht sagen. Mehr WILL man dazu auch nicht sagen, weil einem das alles zu viel ist und man sich verkriecht. Warum trennen sich Frauen nicht von ihren prügelnden Ehemännern? Warum trennt sich eine Frau nicht von ihrem ständig alkoholisierten Tyrann? Das ist ähnlich.

Ich hatte auch meine Fassade und habe nach außen hin mein eigentliches ICH weitergelebt. Dabei sah es in mir drin ganz anders aus. Aber ich wollte mich so, wie ich drauf war nicht akzeptieren. Nur... woher die Kraft dafür nehmen etwas zu ändern, wenn man gar keine mehr hat?

Der Verstand scheint manchmal einfach nicht vorhanden zu sein, wenn man "meint" jemanden zu lieben. Heute würde ich das eher als emotionale Abhängigkeit, aber nicht als Liebe bezeichnen. Man verhungert am langen Arm und hat deswegen noch mehr Hunger. Man fixiert sich aber blöderweise auf diese eine "Mahlzeit" und sieht die anderen leckeren Dinge nicht. Ich kann nur erklären WIE es ist. Das WARUM hab ich selbst nicht rauskriegen können.

Einfach nur zu sagen "trenn dich, warum tust du dir das noch an?" reicht nicht um jemandem die Augen zu öffnen. Das hab ich sehr oft gehört. Nur gebracht hat es mir nichts. Das wusste ich ja alles selber. Das hat mich eigentlich noch mehr in die Ecke gedrängt. Ich hatte aber immer wieder neue Ausreden warum ich mich nicht trenne. Auch für mich selbst.

Wie gesagt, meine Freunde/Familie/Bekannten haben mich nicht wiedererkannt. Und wenn ich das heute jemandem erzähle glaubt mir keiner, daß ich mich so habe runtermachen lassen. Das es schwer nachzuvollziehen ist, kann ich mir sehr gut vorstellen. Ich selbst kann kann das ja nicht mal mehr nachvollziehen.

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16. Dezember 2009 um 15:24

Ich
hab sowas schon mal im fernsehen gesehen.und zwar:
der ehemann hat seine frau als "unberührte heilige "verehrt.sie war das mass aller dinge.darum konnte er sie nur bedingt anrühren und wenn dann nicht oft und keine "versauten"-sachen.
seine geilen gedanken und vorlieben konnte er mit seiner frau nicht ausleben,da er sie liebt.
aber die prostituierten konnten....
er hat sich mit den huren ausgelebt!
das ganze hat auch einen namen(krankheit)..
fällt mir aber jetzt nicht ein.
vielleicht kannst du daraus parallen ziehen?

lostjackate

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16. Dezember 2009 um 17:53

Hab mal gegoogelt
Aaaaaber...... wenn ich das hier

"Sobald ein Mensch die Rolle des Kranken einnimmt, kann er in der europäischen Kultur in der Regel davon ausgehen, von seinen Alltagspflichten entbunden zu werden und Anteilnahme und schonendes Verhalten seiner Umwelt zu erfahren. Zudem kann der Kranke mit der wirtschaftlichen Unterstützung der Sozialversicherungsträger rechnen, wird also teilweise oder ganz vom eigenen Erwerb entbunden."

lese, kann ich das ziemlich verneinen. Denn in "solchen" Beziehung erfährt man alles andere als Unterstützung. Meist entsteht daraus eine Doppelbelastung. Was meinst du was passiert, wenn Frau die "heile Welt" die ein solcher Mann sucht nicht mehr aufrecht erhalten kann? Er geht. Und kommt erst wieder, wenn wieder alles im Lot ist.

So jedenfalls war es bei mir. Ich hab mir das was ich habe hart erarbeitet. Als ich dann am Boden war, ging natürlich auch einiges bergab. Dazu kamen andere persönliche Probleme. Weißt ja, wenn dann kommts dicke. Für ihn war das ein Grund das Weite zu suchen. Ich sah ihn zu dieser Zeit teilweise 4-6 Wochen am Stück nicht ein einziges mal. Trennung Nr. 1 kam, weil er sich dann halt eine andere suchte. Die Sache mit dem "austauschbar sein". Hatten wir ja hier auch schon.

Als es mir besser ging, kam auch er langsam wieder in mein Leben zurück. Jup - ich hab den Fehler sogar 2 mal gemacht. Aber beim letzten mal hats nur 4 Monate gedauert. Ich hatte ja meine Kraft einigermaßen wieder zurück und war nur noch halb so blind.

Auch Frauen von Alkoholikern werden das kennen. Meist fangen diese Frauen an ihren Männern alles abzunehmen, weils ihm ja ach so schlecht geht. Man denkt nicht mehr an sich selbst und sieht nur noch das Leid des anderen. Und ein Tyrann, bleibt ein Tyrann. Der ist eher genervt, wenn Frau dann auch noch das Jammern anfängt. Das bedeutet "Schwäche" und damit können solche Menschen nichts anfangen. Der würde eher in die nächste Kneipe maschieren und warten bis seine "Heilige" endlich aufhört sich so unwürdig zu benehmen.

LG

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16. Dezember 2009 um 18:00
In Antwort auf xylina_12338526

Ich
hab sowas schon mal im fernsehen gesehen.und zwar:
der ehemann hat seine frau als "unberührte heilige "verehrt.sie war das mass aller dinge.darum konnte er sie nur bedingt anrühren und wenn dann nicht oft und keine "versauten"-sachen.
seine geilen gedanken und vorlieben konnte er mit seiner frau nicht ausleben,da er sie liebt.
aber die prostituierten konnten....
er hat sich mit den huren ausgelebt!
das ganze hat auch einen namen(krankheit)..
fällt mir aber jetzt nicht ein.
vielleicht kannst du daraus parallen ziehen?

lostjackate

Sowas
in der RIchtung hätte ihc jetzt auch getippt.

ich denke nicht, dass du krank bist, weil du ihn nicht rauswirfst. und wenn es so was bei ihm ist, ist es ja nciht so, dass er das aus bosheit tut und dir damit eins auswischen will oder sonstiges.

wichitg ist, dass ihr irgendwie darüber ins gespräch kommt. dass du ihn fragst, was er mit prostituierten macht, was er warum auch immer zu hause nicht kann.. etc.. nur keine vorwürfe. ist ohnehin schon ein heikles thema und bekanntlich machen männer schneller als schnell dciht, wenn man mit vorwürfen kommt.
bestenfalls könnte er bzw auch ihr eine therapie machen.

meinst du du könntest mit ihm ins gespräch kommen ohne dass er abblockt bzw meinst du er wäre generell bereit, eine therapie zu machen ??

ich finds toll dass du erstmal guckst, was das problem sit und ihn nicht sofort vor tür setzt.
ich wünsche dir viel Kraft !!!

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16. Dezember 2009 um 18:29

Ei jetzt wisse mers genau!
des hab ich gemont.
maus un de elefant.
das war rhoipälzisch!!!

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