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Mein Mann, ein Traum und eine Affäre

11. Februar um 17:18 Letzte Antwort: 13. Februar um 16:05

Ich habe seit Jahren die beiträge gelesen. Sie haben wir geholfen. Jetzt bin ich an einem Punkt, wo ich auch etwas schreiben muss. Vielleicht hilft es auch dem einen oder anderen...

Ich bin mit meinem Mann seit 10 Jahren zusammen. Die Beziehung war nie einfach, aber wir waren als Paar in Krisen immer am besten. Wir haben einen sehr großen Altersunterschied und er hat mit Depressionen und Alkohol zu kämpfen, was mich und ihn mehrfach an den Rand des Erträglichen führte. Derzeit ist er dauerhaft krankgeschrieben. Er ist sich über das, was ich mit ihm durchgemacht habe und in Kauf nehme, bewusst. Aber er ist trotzdem ein toller Mann, wir passen sehr gut zusammen. Er sorgt rührend für mich, mit vielen kleinen Aufmerksamkeiten und Zuneigung.

Sexuell waren wir sehr aufgeschlossen, ich hatte mit ihm den schönsten Sex meines Lebens. Aber nach so vielen Jahren ist davon nur noch Routine übrig, er reizt mich zu wenig. Durch seine Medikamente haben wir seit 3 Monaten keinen Sex mehr und davor hatte ich auch schon lange den Spaß daran verloren. Ich habe zunehmend ein Problem mit seinem Körper und seinem Alter, aber ich fühle mich ihm dennoch emotional sehr nah. Ich möchte für ihn da sein und bin nicht in der Lage, mich von ihm zu trennen. Eine offene Beziehung kann er sich nicht vorstellen, aber er reicht mir nicht mehr.

Ich habe dann einen anderen – nennen wir ihn Tom – kennengelernt, der mich extrem faszinierte. Ein schöner und erfolgreicher Mann, der mich verrückt machte und in seinem Leben nie für etwas hart kämpfen musste. Bei den nur vier Treffen in 1 1/2 Jahren war er meist gestresst und hat sich keine Zeit genommen oder viel Mühe gegeben. Der Sex war 2 von 4 Mal mittelmäßig. Zwischendurch nur wenige, aber sehr liebevolle Whatsapps. Er war für mich dennoch lange eine Alternative zu meinem Mann, ein „Absprung-Freund“. Ich habe gehofft und gelitten und war verzweifelt und traurig. Ich habe den Kontakt mehrmals beendet, weil so wenig von ihm zurückkam. Er hat mich immer wieder zurückgeholt, jetzt hat er den Kontakt seinerseits abgebrochen.

Als die Angst größer wurde, dass ich Tom nicht haben kann habe ich versucht, mir dieses großartige Gefühl woanders zu holen. Es gab parallel einige andere Affären – derzeit gibt es eine unkomplizierte Geschichte, die einfach nur gut für die Seele ist.

Ich lebe mit meinem Mann zusammen, solange es uns beiden guttut. Die Affäre macht meinen Alltag schöner. Mein Mann weiß offiziell nichts, aber er kann sich einiges denken. Er sagt, er will es nicht wissen, aber es würde ihm das Herz brechen, wenn er die Details kennen würde.

Die Lage ist sehr schwer, aber das ist es, womit ich vielleicht noch am besten leben kann. Wenn man mit dem Weg der Monogamie nicht zurechtkommt, den die Gesellschaft als einzige Möglichkeit für die Liebe vorsieht, dann ist das vielleicht eine gute Lösung.

Ich bin sehr traurig, aber ich weiß, dass mich die meisten hier verurteilen, weil sie nach ein paar Monaten oder wenigen Jahren noch eine romantische Vorstellung von ewiger Liebe haben. Aber was ist Liebe? Wie lange kann man glücklich sein? hm

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11. Februar um 17:48

und eigentlich weißt du dass du dich längst trennen hättest sollen, weil du So in deinem Leben nie wieder glücklich wirst.

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11. Februar um 18:49
In Antwort auf happysad

Ich habe seit Jahren die beiträge gelesen. Sie haben wir geholfen. Jetzt bin ich an einem Punkt, wo ich auch etwas schreiben muss. Vielleicht hilft es auch dem einen oder anderen...

Ich bin mit meinem Mann seit 10 Jahren zusammen. Die Beziehung war nie einfach, aber wir waren als Paar in Krisen immer am besten. Wir haben einen sehr großen Altersunterschied und er hat mit Depressionen und Alkohol zu kämpfen, was mich und ihn mehrfach an den Rand des Erträglichen führte. Derzeit ist er dauerhaft krankgeschrieben. Er ist sich über das, was ich mit ihm durchgemacht habe und in Kauf nehme, bewusst. Aber er ist trotzdem ein toller Mann, wir passen sehr gut zusammen. Er sorgt rührend für mich, mit vielen kleinen Aufmerksamkeiten und Zuneigung.

Sexuell waren wir sehr aufgeschlossen, ich hatte mit ihm den schönsten Sex meines Lebens. Aber nach so vielen Jahren ist davon nur noch Routine übrig, er reizt mich zu wenig. Durch seine Medikamente haben wir seit 3 Monaten keinen Sex mehr und davor hatte ich auch schon lange den Spaß daran verloren. Ich habe zunehmend ein Problem mit seinem Körper und seinem Alter, aber ich fühle mich ihm dennoch emotional sehr nah. Ich möchte für ihn da sein und bin nicht in der Lage, mich von ihm zu trennen. Eine offene Beziehung kann er sich nicht vorstellen, aber er reicht mir nicht mehr.

Ich habe dann einen anderen – nennen wir ihn Tom – kennengelernt, der mich extrem faszinierte. Ein schöner und erfolgreicher Mann, der mich verrückt machte und in seinem Leben nie für etwas hart kämpfen musste. Bei den nur vier Treffen in 1 1/2 Jahren war er meist gestresst und hat sich keine Zeit genommen oder viel Mühe gegeben. Der Sex war 2 von 4 Mal mittelmäßig. Zwischendurch nur wenige, aber sehr liebevolle Whatsapps. Er war für mich dennoch lange eine Alternative zu meinem Mann, ein „Absprung-Freund“. Ich habe gehofft und gelitten und war verzweifelt und traurig. Ich habe den Kontakt mehrmals beendet, weil so wenig von ihm zurückkam. Er hat mich immer wieder zurückgeholt, jetzt hat er den Kontakt seinerseits abgebrochen.

Als die Angst größer wurde, dass ich Tom nicht haben kann habe ich versucht, mir dieses großartige Gefühl woanders zu holen. Es gab parallel einige andere Affären – derzeit gibt es eine unkomplizierte Geschichte, die einfach nur gut für die Seele ist.

Ich lebe mit meinem Mann zusammen, solange es uns beiden guttut. Die Affäre macht meinen Alltag schöner. Mein Mann weiß offiziell nichts, aber er kann sich einiges denken. Er sagt, er will es nicht wissen, aber es würde ihm das Herz brechen, wenn er die Details kennen würde.

Die Lage ist sehr schwer, aber das ist es, womit ich vielleicht noch am besten leben kann. Wenn man mit dem Weg der Monogamie nicht zurechtkommt, den die Gesellschaft als einzige Möglichkeit für die Liebe vorsieht, dann ist das vielleicht eine gute Lösung.

Ich bin sehr traurig, aber ich weiß, dass mich die meisten hier verurteilen, weil sie nach ein paar Monaten oder wenigen Jahren noch eine romantische Vorstellung von ewiger Liebe haben. Aber was ist Liebe? Wie lange kann man glücklich sein? hm

verstehen kann ich Dich,dass Du Dir das holst was Dir fehlt in Affären..mit dem Ergebnis,Deine Ehe/Beziehung läuft seit 10Jahren insbesondere die letzten Monate so lala...die Affären gleichen einiges aus,glücklich bist Du auch nicht so wirklich.

Raten ist da schwer,willst Du Dich denn irgendwann man entscheiden?und mit Tom ist es doch wieder auseinander,oder?

Mir persönliche würden die Gewissenskonflikte zu schaffen machen.
Aber das musst DU für Dich klar bekommen..wie Du damit weitermachen möchtest..

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12. Februar um 2:45

Man muss natürlich nicht monogam leben. Du kannst leben wie du möchtest aber dabei solltest du deinen Partner nicht verletzen. Der scheint nämlich nicht begeistert zu sein. 

Du solltest mit ihm reden. Wenn er es doch eh schon vermutet, dann sei ehrlich zu ihm. Vielleicht gestattet er es dir, Affären zu haben,wenn er versteht, wie es dir derzeit geht und was andere Männer dir geben. Dann ist es wenigstens auch okay und kein fremdgehen mehr. 

 

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12. Februar um 3:50

Liebe happysad,

Erlaube mir, m,Ü60, eine Antwort:

a) du schreibst eigentlich voller Liebe über deinen Partner, schmeiß nicht vorschnell hin!

b) ich finde es richtig, normal und gut, wenn du Sex ausserhalb suchst (aber lass dich nicht ausnützen) und entscheide nach Bauchgefühl und Instinkt, ob du deinem Partner - und wie viel, erzählen willst. So, wie ich aus deinen Zeilen vermute, wäre Schweigen besser, selbst wenn er etwas ahnt

c) befreie dich vom schlechten Gewissen im Zusammenhang mit Sex,  das ist ein Scheißkonzept unserer "christlichen Kultur", von dem sich jeder Mensch schnellstens befreien muss.

Hoffe, du findest einen guten Weg

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12. Februar um 5:57
In Antwort auf pi-choo

Liebe happysad,

Erlaube mir, m,Ü60, eine Antwort:

a) du schreibst eigentlich voller Liebe über deinen Partner, schmeiß nicht vorschnell hin!

b) ich finde es richtig, normal und gut, wenn du Sex ausserhalb suchst (aber lass dich nicht ausnützen) und entscheide nach Bauchgefühl und Instinkt, ob du deinem Partner - und wie viel, erzählen willst. So, wie ich aus deinen Zeilen vermute, wäre Schweigen besser, selbst wenn er etwas ahnt

c) befreie dich vom schlechten Gewissen im Zusammenhang mit Sex,  das ist ein Scheißkonzept unserer "christlichen Kultur", von dem sich jeder Mensch schnellstens befreien muss.

Hoffe, du findest einen guten Weg

Argumentiert sie dann auch so, wenn es mal komplett raus kommt und ihr Mann darauf hin am Boden zerstört ist?

Ist dir bewusst das Monogamie kein rein christliches Phänomen ist?

Sich Sex außerhalb suchen ist ok wenn beide damit einverstanden sind. Wenn die Beziehung als monogam geführt wird, hält man sich dran oder geht. Alles andere ist unfair.

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12. Februar um 8:29
In Antwort auf happysad

Ich habe seit Jahren die beiträge gelesen. Sie haben wir geholfen. Jetzt bin ich an einem Punkt, wo ich auch etwas schreiben muss. Vielleicht hilft es auch dem einen oder anderen...

Ich bin mit meinem Mann seit 10 Jahren zusammen. Die Beziehung war nie einfach, aber wir waren als Paar in Krisen immer am besten. Wir haben einen sehr großen Altersunterschied und er hat mit Depressionen und Alkohol zu kämpfen, was mich und ihn mehrfach an den Rand des Erträglichen führte. Derzeit ist er dauerhaft krankgeschrieben. Er ist sich über das, was ich mit ihm durchgemacht habe und in Kauf nehme, bewusst. Aber er ist trotzdem ein toller Mann, wir passen sehr gut zusammen. Er sorgt rührend für mich, mit vielen kleinen Aufmerksamkeiten und Zuneigung.

Sexuell waren wir sehr aufgeschlossen, ich hatte mit ihm den schönsten Sex meines Lebens. Aber nach so vielen Jahren ist davon nur noch Routine übrig, er reizt mich zu wenig. Durch seine Medikamente haben wir seit 3 Monaten keinen Sex mehr und davor hatte ich auch schon lange den Spaß daran verloren. Ich habe zunehmend ein Problem mit seinem Körper und seinem Alter, aber ich fühle mich ihm dennoch emotional sehr nah. Ich möchte für ihn da sein und bin nicht in der Lage, mich von ihm zu trennen. Eine offene Beziehung kann er sich nicht vorstellen, aber er reicht mir nicht mehr.

Ich habe dann einen anderen – nennen wir ihn Tom – kennengelernt, der mich extrem faszinierte. Ein schöner und erfolgreicher Mann, der mich verrückt machte und in seinem Leben nie für etwas hart kämpfen musste. Bei den nur vier Treffen in 1 1/2 Jahren war er meist gestresst und hat sich keine Zeit genommen oder viel Mühe gegeben. Der Sex war 2 von 4 Mal mittelmäßig. Zwischendurch nur wenige, aber sehr liebevolle Whatsapps. Er war für mich dennoch lange eine Alternative zu meinem Mann, ein „Absprung-Freund“. Ich habe gehofft und gelitten und war verzweifelt und traurig. Ich habe den Kontakt mehrmals beendet, weil so wenig von ihm zurückkam. Er hat mich immer wieder zurückgeholt, jetzt hat er den Kontakt seinerseits abgebrochen.

Als die Angst größer wurde, dass ich Tom nicht haben kann habe ich versucht, mir dieses großartige Gefühl woanders zu holen. Es gab parallel einige andere Affären – derzeit gibt es eine unkomplizierte Geschichte, die einfach nur gut für die Seele ist.

Ich lebe mit meinem Mann zusammen, solange es uns beiden guttut. Die Affäre macht meinen Alltag schöner. Mein Mann weiß offiziell nichts, aber er kann sich einiges denken. Er sagt, er will es nicht wissen, aber es würde ihm das Herz brechen, wenn er die Details kennen würde.

Die Lage ist sehr schwer, aber das ist es, womit ich vielleicht noch am besten leben kann. Wenn man mit dem Weg der Monogamie nicht zurechtkommt, den die Gesellschaft als einzige Möglichkeit für die Liebe vorsieht, dann ist das vielleicht eine gute Lösung.

Ich bin sehr traurig, aber ich weiß, dass mich die meisten hier verurteilen, weil sie nach ein paar Monaten oder wenigen Jahren noch eine romantische Vorstellung von ewiger Liebe haben. Aber was ist Liebe? Wie lange kann man glücklich sein? hm

Liebe happysad

Ich habe dir eine private Nachricht geschrieben...

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12. Februar um 8:40

Vielen lieben Dank für die Antworten. Ihr habt natürlich alle Recht. Aber ich denke, dass es manchmal nur Verlierer gibt, wenn man zu schnell offen alles erzählt, was passiert ist. Ich weiß nicht alles von meinem Mann, was auch gut ist. Es ist in den Jahren viel passiert.

Mein Mann und ich haben schon immer sehr offen geredet, das war immer unsere große Stärke - aber nicht über alles, sondern über die wirklichen Probleme, um die es geht, die hinter dem stecken, was wir so tun. Ich denke, ich erzähle ihm genug, alles weitere würde ihn verletzen. Das kann man verurteilen, aber so halten wir zusammen.

pi-choo, Du hast vollkommen Recht - und das soll mein Verhalten nicht entschuldigen. 

Ich versuche, die richtige Entscheidung zu finden. Leider finde ich sie nicht, wenn ich rational schnell nachdenke, sondern sie entsteht mit der Zeit - so zäh und mühsam. Ich muss Schritt für Schritt neu überlegen. Der nächste Schritt ist die emotionale Trennung von Tom. Dann überlege ich neu. 

Ich danke Euch!

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12. Februar um 9:33
In Antwort auf happysad

Vielen lieben Dank für die Antworten. Ihr habt natürlich alle Recht. Aber ich denke, dass es manchmal nur Verlierer gibt, wenn man zu schnell offen alles erzählt, was passiert ist. Ich weiß nicht alles von meinem Mann, was auch gut ist. Es ist in den Jahren viel passiert.

Mein Mann und ich haben schon immer sehr offen geredet, das war immer unsere große Stärke - aber nicht über alles, sondern über die wirklichen Probleme, um die es geht, die hinter dem stecken, was wir so tun. Ich denke, ich erzähle ihm genug, alles weitere würde ihn verletzen. Das kann man verurteilen, aber so halten wir zusammen.

pi-choo, Du hast vollkommen Recht - und das soll mein Verhalten nicht entschuldigen. 

Ich versuche, die richtige Entscheidung zu finden. Leider finde ich sie nicht, wenn ich rational schnell nachdenke, sondern sie entsteht mit der Zeit - so zäh und mühsam. Ich muss Schritt für Schritt neu überlegen. Der nächste Schritt ist die emotionale Trennung von Tom. Dann überlege ich neu. 

Ich danke Euch!

trinkt er denn immer noch?
ist er wg seiner depressionen in behandlung?

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12. Februar um 9:44
In Antwort auf carina2019

trinkt er denn immer noch?
ist er wg seiner depressionen in behandlung?

hm, eigentlich soll es hier nicht darum gehen... 

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12. Februar um 13:06
In Antwort auf happysad

hm, eigentlich soll es hier nicht darum gehen... 

na das wird wohl der grund sein wieso du unglücklich bist...

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12. Februar um 13:35

Das ist schon richtig und manchmal denke ich mir, dass ich mich deshalb auch irgendwie im Recht fühle, auszubrechen. Aber dennoch bewundere ich meinen Mann, wie er damit umgeht, und sich aus seinem Abgrund gezogen hat. Meine Zweifel fingen eigentlich auch erst richtig an, als es ihm besser ging und ich mir nicht mehr ständig Sorgen um ihn gemacht habe.

Aber wie gesagt, eigentlich sind das seine Dämonen, mit denen er kämpft, und ich möchte hier quasi öffentlich nicht so viel dazu erzählen

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12. Februar um 13:45
In Antwort auf happysad

Das ist schon richtig und manchmal denke ich mir, dass ich mich deshalb auch irgendwie im Recht fühle, auszubrechen. Aber dennoch bewundere ich meinen Mann, wie er damit umgeht, und sich aus seinem Abgrund gezogen hat. Meine Zweifel fingen eigentlich auch erst richtig an, als es ihm besser ging und ich mir nicht mehr ständig Sorgen um ihn gemacht habe.

Aber wie gesagt, eigentlich sind das seine Dämonen, mit denen er kämpft, und ich möchte hier quasi öffentlich nicht so viel dazu erzählen

ja aber wenn mein partner keine hilfe annehmen würde dann wäre das für mich nicht ok!
besser? entweder man trinkt oder eben nicht....

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12. Februar um 13:50
In Antwort auf happysad

Das ist schon richtig und manchmal denke ich mir, dass ich mich deshalb auch irgendwie im Recht fühle, auszubrechen. Aber dennoch bewundere ich meinen Mann, wie er damit umgeht, und sich aus seinem Abgrund gezogen hat. Meine Zweifel fingen eigentlich auch erst richtig an, als es ihm besser ging und ich mir nicht mehr ständig Sorgen um ihn gemacht habe.

Aber wie gesagt, eigentlich sind das seine Dämonen, mit denen er kämpft, und ich möchte hier quasi öffentlich nicht so viel dazu erzählen

Könnte es sein, dass dein Mann nicht mehr sexuell reizvoll für dich ist, eben weil es ihm besser geht und er nicht mehr deine Hilfe benötigt? Ist dadurch der "Kick" verloren gegangen? Vielleicht brauchst du ja das Gefühl gebraucht zu werden...

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12. Februar um 15:05

Ja, darüber habe ich auch nachgedacht. Eigentlich ist der Kick verloren gegangen, als ich den Kopf endlich frei hatte. Ich bin eine starke Frau und brauche einen starken Mann an meiner Seite. Ich hatte zu sehr die "Mutterrolle" eingenommen. Das ist mir dann erst bewusst geworden.

Auch darüber haben wir geredet und versuchen gerade, aus dieser Rollen-Schieflage rauszukommen. Daher hoffe ich ja, dass der Kick dann irgendwann wieder kommt und das alles nur eine Phase ist.

Aber andererseits, hey, ich nehme mir jetzt einfach das, was mir guttut. Sorry.

Ach so, er ist in Behandlung, nimmt Medikamente und geht auch zu diversen Beratungen und Treffen.

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12. Februar um 16:14
In Antwort auf happysad

Ich habe seit Jahren die beiträge gelesen. Sie haben wir geholfen. Jetzt bin ich an einem Punkt, wo ich auch etwas schreiben muss. Vielleicht hilft es auch dem einen oder anderen...

Ich bin mit meinem Mann seit 10 Jahren zusammen. Die Beziehung war nie einfach, aber wir waren als Paar in Krisen immer am besten. Wir haben einen sehr großen Altersunterschied und er hat mit Depressionen und Alkohol zu kämpfen, was mich und ihn mehrfach an den Rand des Erträglichen führte. Derzeit ist er dauerhaft krankgeschrieben. Er ist sich über das, was ich mit ihm durchgemacht habe und in Kauf nehme, bewusst. Aber er ist trotzdem ein toller Mann, wir passen sehr gut zusammen. Er sorgt rührend für mich, mit vielen kleinen Aufmerksamkeiten und Zuneigung.

Sexuell waren wir sehr aufgeschlossen, ich hatte mit ihm den schönsten Sex meines Lebens. Aber nach so vielen Jahren ist davon nur noch Routine übrig, er reizt mich zu wenig. Durch seine Medikamente haben wir seit 3 Monaten keinen Sex mehr und davor hatte ich auch schon lange den Spaß daran verloren. Ich habe zunehmend ein Problem mit seinem Körper und seinem Alter, aber ich fühle mich ihm dennoch emotional sehr nah. Ich möchte für ihn da sein und bin nicht in der Lage, mich von ihm zu trennen. Eine offene Beziehung kann er sich nicht vorstellen, aber er reicht mir nicht mehr.

Ich habe dann einen anderen – nennen wir ihn Tom – kennengelernt, der mich extrem faszinierte. Ein schöner und erfolgreicher Mann, der mich verrückt machte und in seinem Leben nie für etwas hart kämpfen musste. Bei den nur vier Treffen in 1 1/2 Jahren war er meist gestresst und hat sich keine Zeit genommen oder viel Mühe gegeben. Der Sex war 2 von 4 Mal mittelmäßig. Zwischendurch nur wenige, aber sehr liebevolle Whatsapps. Er war für mich dennoch lange eine Alternative zu meinem Mann, ein „Absprung-Freund“. Ich habe gehofft und gelitten und war verzweifelt und traurig. Ich habe den Kontakt mehrmals beendet, weil so wenig von ihm zurückkam. Er hat mich immer wieder zurückgeholt, jetzt hat er den Kontakt seinerseits abgebrochen.

Als die Angst größer wurde, dass ich Tom nicht haben kann habe ich versucht, mir dieses großartige Gefühl woanders zu holen. Es gab parallel einige andere Affären – derzeit gibt es eine unkomplizierte Geschichte, die einfach nur gut für die Seele ist.

Ich lebe mit meinem Mann zusammen, solange es uns beiden guttut. Die Affäre macht meinen Alltag schöner. Mein Mann weiß offiziell nichts, aber er kann sich einiges denken. Er sagt, er will es nicht wissen, aber es würde ihm das Herz brechen, wenn er die Details kennen würde.

Die Lage ist sehr schwer, aber das ist es, womit ich vielleicht noch am besten leben kann. Wenn man mit dem Weg der Monogamie nicht zurechtkommt, den die Gesellschaft als einzige Möglichkeit für die Liebe vorsieht, dann ist das vielleicht eine gute Lösung.

Ich bin sehr traurig, aber ich weiß, dass mich die meisten hier verurteilen, weil sie nach ein paar Monaten oder wenigen Jahren noch eine romantische Vorstellung von ewiger Liebe haben. Aber was ist Liebe? Wie lange kann man glücklich sein? hm

Wenn ich Du wäre, würde ich erstmal in die Al-Anon Familiengruppe gehen. Du leidest unter seiner Alkoholkrankheit und bist davon betroffen, ob du es willst oder nicht.
Dort würdest du erstmal wieder zu Dir finden, dann kannst du immer noch Entscheidungen treffen.

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12. Februar um 16:36
In Antwort auf happysad

Ich habe seit Jahren die beiträge gelesen. Sie haben wir geholfen. Jetzt bin ich an einem Punkt, wo ich auch etwas schreiben muss. Vielleicht hilft es auch dem einen oder anderen...

Ich bin mit meinem Mann seit 10 Jahren zusammen. Die Beziehung war nie einfach, aber wir waren als Paar in Krisen immer am besten. Wir haben einen sehr großen Altersunterschied und er hat mit Depressionen und Alkohol zu kämpfen, was mich und ihn mehrfach an den Rand des Erträglichen führte. Derzeit ist er dauerhaft krankgeschrieben. Er ist sich über das, was ich mit ihm durchgemacht habe und in Kauf nehme, bewusst. Aber er ist trotzdem ein toller Mann, wir passen sehr gut zusammen. Er sorgt rührend für mich, mit vielen kleinen Aufmerksamkeiten und Zuneigung.

Sexuell waren wir sehr aufgeschlossen, ich hatte mit ihm den schönsten Sex meines Lebens. Aber nach so vielen Jahren ist davon nur noch Routine übrig, er reizt mich zu wenig. Durch seine Medikamente haben wir seit 3 Monaten keinen Sex mehr und davor hatte ich auch schon lange den Spaß daran verloren. Ich habe zunehmend ein Problem mit seinem Körper und seinem Alter, aber ich fühle mich ihm dennoch emotional sehr nah. Ich möchte für ihn da sein und bin nicht in der Lage, mich von ihm zu trennen. Eine offene Beziehung kann er sich nicht vorstellen, aber er reicht mir nicht mehr.

Ich habe dann einen anderen – nennen wir ihn Tom – kennengelernt, der mich extrem faszinierte. Ein schöner und erfolgreicher Mann, der mich verrückt machte und in seinem Leben nie für etwas hart kämpfen musste. Bei den nur vier Treffen in 1 1/2 Jahren war er meist gestresst und hat sich keine Zeit genommen oder viel Mühe gegeben. Der Sex war 2 von 4 Mal mittelmäßig. Zwischendurch nur wenige, aber sehr liebevolle Whatsapps. Er war für mich dennoch lange eine Alternative zu meinem Mann, ein „Absprung-Freund“. Ich habe gehofft und gelitten und war verzweifelt und traurig. Ich habe den Kontakt mehrmals beendet, weil so wenig von ihm zurückkam. Er hat mich immer wieder zurückgeholt, jetzt hat er den Kontakt seinerseits abgebrochen.

Als die Angst größer wurde, dass ich Tom nicht haben kann habe ich versucht, mir dieses großartige Gefühl woanders zu holen. Es gab parallel einige andere Affären – derzeit gibt es eine unkomplizierte Geschichte, die einfach nur gut für die Seele ist.

Ich lebe mit meinem Mann zusammen, solange es uns beiden guttut. Die Affäre macht meinen Alltag schöner. Mein Mann weiß offiziell nichts, aber er kann sich einiges denken. Er sagt, er will es nicht wissen, aber es würde ihm das Herz brechen, wenn er die Details kennen würde.

Die Lage ist sehr schwer, aber das ist es, womit ich vielleicht noch am besten leben kann. Wenn man mit dem Weg der Monogamie nicht zurechtkommt, den die Gesellschaft als einzige Möglichkeit für die Liebe vorsieht, dann ist das vielleicht eine gute Lösung.

Ich bin sehr traurig, aber ich weiß, dass mich die meisten hier verurteilen, weil sie nach ein paar Monaten oder wenigen Jahren noch eine romantische Vorstellung von ewiger Liebe haben. Aber was ist Liebe? Wie lange kann man glücklich sein? hm

Ich kann dein Verhalten völlig nachvollziehen. Trenne dich nicht von deinem Mann, es könnte seinen endgültigen Absturz bedeuten. Brich ab und an mal aus, hole dir deinen Sex, möglichst diskret. Sag deinem Mann aber nichts, er wird es schon wissen oder zumindest ahnen. Wenn du dich offenbarst bringt das keinem was. Er kann dir den Sex den du möchtest nicht mehr bieten und würde sich nur verrückt machen wenn du mal länger weg bist. In welchem Alter seit ihr eigentlich? 

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12. Februar um 17:27
In Antwort auf happysad

Ja, darüber habe ich auch nachgedacht. Eigentlich ist der Kick verloren gegangen, als ich den Kopf endlich frei hatte. Ich bin eine starke Frau und brauche einen starken Mann an meiner Seite. Ich hatte zu sehr die "Mutterrolle" eingenommen. Das ist mir dann erst bewusst geworden.

Auch darüber haben wir geredet und versuchen gerade, aus dieser Rollen-Schieflage rauszukommen. Daher hoffe ich ja, dass der Kick dann irgendwann wieder kommt und das alles nur eine Phase ist.

Aber andererseits, hey, ich nehme mir jetzt einfach das, was mir guttut. Sorry.

Ach so, er ist in Behandlung, nimmt Medikamente und geht auch zu diversen Beratungen und Treffen.

und du denkst mit einer Affäre löst du deine Probleme?
Wie willst du an deiner Ehe arbeiten Während du gedanklich bei einem anderen Mann bist? 

hat dein Mann das verdient anstatt Klartext mit ihm zu sprechen?  

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12. Februar um 21:45

ich habe das gleiche problem nur eben anders rum gehabt. du musst nicht an die gesellschaft denken, denke an dich.

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12. Februar um 23:20
In Antwort auf bimetall2019

ich habe das gleiche problem nur eben anders rum gehabt. du musst nicht an die gesellschaft denken, denke an dich.

Wieso denken immer alle an die Gesellschaft ?  Es geht doch nicht um die Gesellschaft . Es geht um darin das es IHN verletzt und ER das nicht möchte aber es ihr egal ist wie sie ja sagt : sie holt sich das was sie gerade braucht . 

 

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12. Februar um 23:24
In Antwort auf happysad

Ja, darüber habe ich auch nachgedacht. Eigentlich ist der Kick verloren gegangen, als ich den Kopf endlich frei hatte. Ich bin eine starke Frau und brauche einen starken Mann an meiner Seite. Ich hatte zu sehr die "Mutterrolle" eingenommen. Das ist mir dann erst bewusst geworden.

Auch darüber haben wir geredet und versuchen gerade, aus dieser Rollen-Schieflage rauszukommen. Daher hoffe ich ja, dass der Kick dann irgendwann wieder kommt und das alles nur eine Phase ist.

Aber andererseits, hey, ich nehme mir jetzt einfach das, was mir guttut. Sorry.

Ach so, er ist in Behandlung, nimmt Medikamente und geht auch zu diversen Beratungen und Treffen.

Ich denke das eure Beziehung schon lange sein Verfallsdatum hatte. 

Ich seh das eher so  : du willst nicht alleine sein, die gwohnheit aufgeben und nach Vielen gemeinsamen Jahren wieder von neu anfangen . 

und hätte sich dieser Tom mehr um dich bemüht oder hätten deine anderen Affären dir diese Sicherheit und  beziehungsqualitäten mitgebracht wärst du schon längst gegangen . 

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13. Februar um 4:34
In Antwort auf fiebie95

Wieso denken immer alle an die Gesellschaft ?  Es geht doch nicht um die Gesellschaft . Es geht um darin das es IHN verletzt und ER das nicht möchte aber es ihr egal ist wie sie ja sagt : sie holt sich das was sie gerade braucht . 

 

Danke.

Es hängt einem zum Hals raus, da versucht sich wieder mal jemand um Entscheidungen zu drücken wie ein Wiesel um das warme Nest nicht zu verlassen, und Leute kommen mit "Die böse Gesellschaft ..."

Keiner gibt hier einen feuchten fi** auf die Gesellschaft, Fakt ist ER hat geäußert das es IHM sehr weh tut. Dieser eine Mensch den sie vorgibt ja so zu lieben. 

Also hält sie sich entweder an die bisherigen, monogamen Abmachungen, sie handelt offiziell eine offene Beziehung aus, oder sie geht (Und nein im Bezug aufs Trinken ist er schon selbst verantwortlich, auch wenn es eine bequeme Ausrede ist)

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13. Februar um 9:10
In Antwort auf fiebie95

Ich denke das eure Beziehung schon lange sein Verfallsdatum hatte. 

Ich seh das eher so  : du willst nicht alleine sein, die gwohnheit aufgeben und nach Vielen gemeinsamen Jahren wieder von neu anfangen . 

und hätte sich dieser Tom mehr um dich bemüht oder hätten deine anderen Affären dir diese Sicherheit und  beziehungsqualitäten mitgebracht wärst du schon längst gegangen . 

hätte er ihr sicherheit gegeben hätte sie ihren mann längst verlassen

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13. Februar um 15:19
In Antwort auf happysad

Ich habe seit Jahren die beiträge gelesen. Sie haben wir geholfen. Jetzt bin ich an einem Punkt, wo ich auch etwas schreiben muss. Vielleicht hilft es auch dem einen oder anderen...

Ich bin mit meinem Mann seit 10 Jahren zusammen. Die Beziehung war nie einfach, aber wir waren als Paar in Krisen immer am besten. Wir haben einen sehr großen Altersunterschied und er hat mit Depressionen und Alkohol zu kämpfen, was mich und ihn mehrfach an den Rand des Erträglichen führte. Derzeit ist er dauerhaft krankgeschrieben. Er ist sich über das, was ich mit ihm durchgemacht habe und in Kauf nehme, bewusst. Aber er ist trotzdem ein toller Mann, wir passen sehr gut zusammen. Er sorgt rührend für mich, mit vielen kleinen Aufmerksamkeiten und Zuneigung.

Sexuell waren wir sehr aufgeschlossen, ich hatte mit ihm den schönsten Sex meines Lebens. Aber nach so vielen Jahren ist davon nur noch Routine übrig, er reizt mich zu wenig. Durch seine Medikamente haben wir seit 3 Monaten keinen Sex mehr und davor hatte ich auch schon lange den Spaß daran verloren. Ich habe zunehmend ein Problem mit seinem Körper und seinem Alter, aber ich fühle mich ihm dennoch emotional sehr nah. Ich möchte für ihn da sein und bin nicht in der Lage, mich von ihm zu trennen. Eine offene Beziehung kann er sich nicht vorstellen, aber er reicht mir nicht mehr.

Ich habe dann einen anderen – nennen wir ihn Tom – kennengelernt, der mich extrem faszinierte. Ein schöner und erfolgreicher Mann, der mich verrückt machte und in seinem Leben nie für etwas hart kämpfen musste. Bei den nur vier Treffen in 1 1/2 Jahren war er meist gestresst und hat sich keine Zeit genommen oder viel Mühe gegeben. Der Sex war 2 von 4 Mal mittelmäßig. Zwischendurch nur wenige, aber sehr liebevolle Whatsapps. Er war für mich dennoch lange eine Alternative zu meinem Mann, ein „Absprung-Freund“. Ich habe gehofft und gelitten und war verzweifelt und traurig. Ich habe den Kontakt mehrmals beendet, weil so wenig von ihm zurückkam. Er hat mich immer wieder zurückgeholt, jetzt hat er den Kontakt seinerseits abgebrochen.

Als die Angst größer wurde, dass ich Tom nicht haben kann habe ich versucht, mir dieses großartige Gefühl woanders zu holen. Es gab parallel einige andere Affären – derzeit gibt es eine unkomplizierte Geschichte, die einfach nur gut für die Seele ist.

Ich lebe mit meinem Mann zusammen, solange es uns beiden guttut. Die Affäre macht meinen Alltag schöner. Mein Mann weiß offiziell nichts, aber er kann sich einiges denken. Er sagt, er will es nicht wissen, aber es würde ihm das Herz brechen, wenn er die Details kennen würde.

Die Lage ist sehr schwer, aber das ist es, womit ich vielleicht noch am besten leben kann. Wenn man mit dem Weg der Monogamie nicht zurechtkommt, den die Gesellschaft als einzige Möglichkeit für die Liebe vorsieht, dann ist das vielleicht eine gute Lösung.

Ich bin sehr traurig, aber ich weiß, dass mich die meisten hier verurteilen, weil sie nach ein paar Monaten oder wenigen Jahren noch eine romantische Vorstellung von ewiger Liebe haben. Aber was ist Liebe? Wie lange kann man glücklich sein? hm

Die Frage ist, ob du irgendwann die Trennung von deinem Mann übers Herz bringst. So wie ich das verstanden habe, bist du 'nur' noch bei deinem Mann, weil du ihn unterstützen möchtest und weil du wahrscheinlich Angst hast, dass er nach einer Trennung noch mehr in seine Depressionen und seine Sucht fallen würde. Ich kann dich verstehen. Ich war 6 Jahre mit einem Mann zusammen der stark drogenabhängig war. Ich blieb nur noch bei ihm, weil ich ihm nicht noch einen Grund mehr geben wollte, zu den Drogen zu greifen. 

Nach 6 Jahren leiden und Angst haben, hab ich mich dann endlich trennen können weil ich wirklich nicht mehr konnte. Das ist nun drei Jahre her und ihm gehts nicht gut. Mir gehts mittlerweile besser. Es tut mir Leid, dass es ihm schlecht geht aber ich habe gelernt, dass jeder für sein eigenes Glück verantwortlich ist. 

Was ich dir damit sagen möchte: Ich halte überhaupt nichts davon, einen Partner zu betrügen (auch wenn die Beziehung nicht mehr passt). Jedoch musst du dir irgendwann im Klaren sein, dass auch du jemand bist und dass auch du das Recht hast, glücklich zu sein auch wenn du einen Partner hast, dem es gesundheitlich nicht so gut geht. Du musst schauen, dass es dir wieder besser geht. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, wenn du dich von ihm trennst sondern mit Eigenschutz. Was bringt es dir irgendwann, wenn du komplett kaputt bist aber hauptsache dein Partner hat seine Sucht und seine Krankheit unter Kontrolle? Wenn es dich nicht mehr glücklich macht, musst du gehen. 

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13. Februar um 16:05
In Antwort auf happysad

Ich habe seit Jahren die beiträge gelesen. Sie haben wir geholfen. Jetzt bin ich an einem Punkt, wo ich auch etwas schreiben muss. Vielleicht hilft es auch dem einen oder anderen...

Ich bin mit meinem Mann seit 10 Jahren zusammen. Die Beziehung war nie einfach, aber wir waren als Paar in Krisen immer am besten. Wir haben einen sehr großen Altersunterschied und er hat mit Depressionen und Alkohol zu kämpfen, was mich und ihn mehrfach an den Rand des Erträglichen führte. Derzeit ist er dauerhaft krankgeschrieben. Er ist sich über das, was ich mit ihm durchgemacht habe und in Kauf nehme, bewusst. Aber er ist trotzdem ein toller Mann, wir passen sehr gut zusammen. Er sorgt rührend für mich, mit vielen kleinen Aufmerksamkeiten und Zuneigung.

Sexuell waren wir sehr aufgeschlossen, ich hatte mit ihm den schönsten Sex meines Lebens. Aber nach so vielen Jahren ist davon nur noch Routine übrig, er reizt mich zu wenig. Durch seine Medikamente haben wir seit 3 Monaten keinen Sex mehr und davor hatte ich auch schon lange den Spaß daran verloren. Ich habe zunehmend ein Problem mit seinem Körper und seinem Alter, aber ich fühle mich ihm dennoch emotional sehr nah. Ich möchte für ihn da sein und bin nicht in der Lage, mich von ihm zu trennen. Eine offene Beziehung kann er sich nicht vorstellen, aber er reicht mir nicht mehr.

Ich habe dann einen anderen – nennen wir ihn Tom – kennengelernt, der mich extrem faszinierte. Ein schöner und erfolgreicher Mann, der mich verrückt machte und in seinem Leben nie für etwas hart kämpfen musste. Bei den nur vier Treffen in 1 1/2 Jahren war er meist gestresst und hat sich keine Zeit genommen oder viel Mühe gegeben. Der Sex war 2 von 4 Mal mittelmäßig. Zwischendurch nur wenige, aber sehr liebevolle Whatsapps. Er war für mich dennoch lange eine Alternative zu meinem Mann, ein „Absprung-Freund“. Ich habe gehofft und gelitten und war verzweifelt und traurig. Ich habe den Kontakt mehrmals beendet, weil so wenig von ihm zurückkam. Er hat mich immer wieder zurückgeholt, jetzt hat er den Kontakt seinerseits abgebrochen.

Als die Angst größer wurde, dass ich Tom nicht haben kann habe ich versucht, mir dieses großartige Gefühl woanders zu holen. Es gab parallel einige andere Affären – derzeit gibt es eine unkomplizierte Geschichte, die einfach nur gut für die Seele ist.

Ich lebe mit meinem Mann zusammen, solange es uns beiden guttut. Die Affäre macht meinen Alltag schöner. Mein Mann weiß offiziell nichts, aber er kann sich einiges denken. Er sagt, er will es nicht wissen, aber es würde ihm das Herz brechen, wenn er die Details kennen würde.

Die Lage ist sehr schwer, aber das ist es, womit ich vielleicht noch am besten leben kann. Wenn man mit dem Weg der Monogamie nicht zurechtkommt, den die Gesellschaft als einzige Möglichkeit für die Liebe vorsieht, dann ist das vielleicht eine gute Lösung.

Ich bin sehr traurig, aber ich weiß, dass mich die meisten hier verurteilen, weil sie nach ein paar Monaten oder wenigen Jahren noch eine romantische Vorstellung von ewiger Liebe haben. Aber was ist Liebe? Wie lange kann man glücklich sein? hm

ich finde, dass alles genau richtig machst. Mach einfach weiter so. Die Rechnung kommt bestimmt erst später, daran musst du heute also nicht denken.

Du gibst wahrlich eine erbärmliche Figur ab und das weißt du auch, weshalb ich das nicht extra wiederholen muss. Wenn du dir schon ein Glücks-Hasi für zwischenzeitliche horizontale Erfrischungen gönnst, dann suche dir doch bitte einen Kerl aus, mit dem du dich öfter als 4 mal in anderthalb Jahren treffen kannst und der dir mehr gibt als einige laue Textnachrichten alle paar Wochen.

Vernünftiger wäre ja das Gespräch mit deinem Mann zu suchen und gemeinsam mit ihm zu vereinbaren, wie ihr eure Zukunft gemeinsam gestalten wollt. Aber hey, das wäre ja viel zu einfach und vor allem könnte das dem einen oder anderen nicht gefallen. Also lügst du dir die nächsten Jahre weiter in deinen nicht vorhandenen Sack.

Kompliment! Kann ich da nur sagen...

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