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Mein LEBEN und ich

17. Juli 2013 um 0:11

Hallo.
ich bin neu und um es mal vorweg zunehmen, ihr wart eines der ersten Foren bei google als ich eingab "freund+aggressiv"
und ich hab gerade enorm das bedürfniss mir einfach mal alles von der seele zu schreiben-
Ich bin 26 Jahre alt,mein Freund ist 29, wir haben einen gemeinsamen Sohn im alter von mittlerweilen 6 Jahren
wir sind seit fast 11 Jahren zusammen.
Er war damals einer der liebenswertesten Menschen, die ich je kennen gelernt habe.
irgendwann mit ca. 20/21 ging er zur Bundeswehr, so dass wir uns nur noch am wochenende sahen, ich wurde direkt nach der Schule schwanger, konnte daher keine Ausbildung anfangen, unser Kind wurde 2007 geboren, 2009 wollte ich ins Berufsleben starten, ging zuvor zum Augenarzt, aufgrund *****
Aufgrund von einem auf einmal auftretendendem "leichten" sehverlustes, von dem ich damals noch dachte, er würde von alleine verschwinden...
das war am 1.7.2009 (mein freund hat am selbigen tag geburtstag) am 3.7, sollte er in den Kosovo-einsatz fliegen...Ich wurde vom Augenarzt direkt in die nächste Uni geschickt, sofort und ohne Umwege 2 Stunden später, stellten die Ärzte dort mein Leben total auf den Kopf
Diagnose: Aderhautmelanom (schwarzer Krebs, Hautkrebs) im Auge, in meinem Auge!!!!
sofortige Überweisung nach Berlin,vorbereitungs-Operation zur folgenden Betsrahlung anfang August (die schon ausgebucht war, man quetschte mich dazwischen, wegen des jungen alters und der größe des Tumors)
durch die Bestrahlung bin ich auf dem Auge erblindet, es folgten viele weitere zahlreiche Operationen aufgrund von zu hohem Augendruck, einer ergrauten Linse und, und, und...ich schätze es waren so ca. 7-9 Operationen am Auge bis jetzt und ich bin noch nicht durch, oftmals keine Familie, oder Freunde in der Nähe, nur ich...
und einen Freund, der sich darauf beruht hat, auf das Kind aufpassen zu müssen, als ihn mit zu nehmen und ein Hotelzimmer zu buchen.
mein Freund flog nich am 3.7.09 in den kosovo, aufgrund meiner erkrankung, sondern wartete genau 2 Monate, bis er sich freiwillig für 8 Wochen meldete, während seines Einsatzes wurde er aber angeblich zu weiteren 4 Wochen kommandiert, was sich aber als erlogen herausstellte, viel mehr meldetet er sich wiederum freiwillig, (weil so wie er meinte, wir das geld so dringend bräuchten)
Ich habe in den Tagen schlaflose Nächte durchgemacht, ich war am Ende, ich hatte einen 2-3 jährigen Sohn und Angst seine Einschulung nicht erleben zu dürfen, ich war platt und bangte um mein Leben, während er in den Kosovo ging. ich bekam ihn kurz vor Weihnachten wieder, mit einem enormen Alkohol-Problem, von den ca. 103 Tagen im einsatz, hat er nur an 4 Tagen keinen Alkohol zu sich genommen!!
Einige Monate später ging er feiern, ich sicherte mich bei einem gemeinsamen freund ab, dass er dort schlafen konnte, da wir ca. 30 km. entfernt von der discothek wohnten, er sagte zu, und es sei alles kein Problem
morgens um 6-30 wurde ich angerufen, ich möge ihn doch bitte abholen, von der polizei-wache. er wurde mit 2,08 Promile aus dem Verkehr gezogen, bei einer Größe von 1,72 und 65 kg.
Sein Führerschein war also weg, da er immer noch bei der Bundeswehr war, und nicht gerade um die Ecke stationiert war, durfte ich nun fein kutschieren, ich brachte ihn also zurück in die Kaserne, wo ein Disziplinar-verfahren auf ihn wartete und um dieses milde wirken zu lassen, wurde hierfür meine Krankheit ausgenutzt
es wäre alles zu viel für ihn gewesen, die angst vor der krankheit , die auswirkungen e.t.c.
ich wollte meine "Familie" natürlich schützen und spielte mit, klar.
der Führerschein also für 14 monate mindestens weg, mpu folgte (1.200Euro), ich, die chaffeur spielen darf und sich um unseren Sohn kümmern darf, den Haushalt schmeissen muss, und sich nebenbei bißchen um sich selbst kümmern "darf".
ich hab seit diesem jahr. also 2013 bisher noch keinen Arzt besucht, weil ich im momemt keine Kraft habe, für eine weitere operation, oder irgendwas dergleichen.

Ich habe einen Freund, der mir Vorwürfe macht, weil ich nicht arbeite, der aber so schlecht mit unserem Sohn umgeht, dass ich ihn nur ungern mit ihm allein lassen würde,
einen Sohn der seine mama über alles liebt und mit seinem Vater leider nicht so viel anfangen kann( was aus der sicht vom Vater allerdings auch meine schuld ist, denn ich würde den kurzen dazu anstiften)

Vor ein paar wochen um genau zu sein zu der nacht auf den 1.7.2013 hat er allein in seinen Geburtstag gefeiert und mal eben 250 Euro verspielt.
Ich weiß auch nicht so ganz was ich mir davon erhoffe, ich wollte es einfach mal nieder schreiben, was bei langem ja noch nicht alles war, sondern wirklich nur ein kleiner minimaler auszug
seine Aggressivität äußert sich nicht, in dem er mich oder gar uns schlägt, sondern indem er ausfallend wird,meistens bereut er es auch auf dem darauf folgendem tag.
Ich weiß auch nicht so ganz was ich mir davon erhoffe, ich wollte es einfach mal nieder schreiben, was bei langem ja noch nicht alles war, sondern wirklich nur ein kleiner minimaler auszug
die Sterne die da oben sitzen ******, stehen dafür, dass ich dort vor gut einer Stunde den Text unterbrechen musste, weil er uns im berauschten Zustand ausm Bett warf und mir damit drohte, meine Krankenversicherung nicht mehr zu zahlen (ich bin freiwillig versichert, wir bekommen keinerlei zuschüße, da er "zu viel" verdient, nun liege ich mit meinem kleinen auf der couch, der nicht ohne mich im bett bleiben wollte, darauf sagte sein vater zu ihm, dass er seine sachen packen soll und mit mir ausziehen soll.

danke fürs lesen

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17. Juli 2013 um 21:17


Du Arme!
Konzentrier dich bitte auf dich! Auf deine Gesundheit und natürlich auch dein Kind. Dein Kind braucht dich - eine (gesunde) Mutti und keinen maßlos überforderten Vater (denn ich denke, dass er genau das ist: maßlos überfordert).
Such dir Rückhalt in Familie oder bei Freunden und mach dir wegen diverser Probleme wie mit der Krankenkasse erstmal keine Sorge - sowas lässt sich immer regeln.
Wenn du jemanden gefunden hast, der dir den Rücken stärkt und dir mit dem Kleinen hilft, dann konzentrier dich auf deine Genesung (sofern Behandlungsbedarf besteht, was du ja derzeit noch nicht weißt).
Und was mit deinem Freund wird - das könnt ihr DANACH immer noch entscheiden.

Ich wünsche dir viel Glück und viel, viel Gesundheit!

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