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Mein Herz ist raus, aber ich bin trotzdem noch da

6. Januar 2009 um 12:48

Ich bin seit 10 Jahren mit meinem Mann zusammen und seit fast 8 Jahren verheiratet. Seit ein paar Monaten bin ich verliebt in einen anderen, mit ihm läuft nichts, wir verbieten uns den Kontakt. Das war vor ungefähr vier Monaten. Dachte, das geht wieder weg, wenn wir konsequent nichts voneinander hören und sehen.
Aber es geht nicht, ich kann machen was ich will. Habe meinem Mann von dem Flirt erzählt, mehr wars nicht. Es gab nicht mal einen Kuss.
Musste meinem Mann das 3 Mal erzählen, bis er das endlich als einen deutlichen Warnschuss gehört hat. Jetzt gibt er sich Mühe, versucht zu zu hören, erledigt Dinge im Haushalt, übernimmt Pflichten, die er bisher niemals angenommen hätte.
Aber mich rührt das alles nicht mehr. Ich komme mir vor wie eine Eisprinzessin.
Habe das Gefühl, mir lange nicht eingestanden zu haben, dass mein Mann und ich nicht zusammen passen. Stattdessen habe ich gekämpft wie eine Löwin:
Gegen seine negative Einstellung, gegen das Rumgemotze mit den Kindern, für mehr partnerschaftliches Denken, gegen ein Nebeneinanderherleben, für mehr gemeinsame Unternehmungen und Interessen, für positives und Lebensbejahendes Handeln, kam mir schon vor wie sein Dauermediator.
Jetzt bin ich des Kämpfens, Argumentierens, aufeinander Zugehens, Vorschläge zu machen, den anderen aus der Reserve zu locken, sich auch zu äußern, und dem Erbitten, auf meine Bedürfnisse einzugehen, etc. soooo müde geworden. Ich bin dabei am ausgestreckten Arm verhungert.

Er sagt, er liebt mich. Vom Kopf her kann ich das annehmen, aber in meinem Herzen kommt das nicht an. In anderen Beziehungen gabs da keine Probleme.

Die romantische Schiene, um mich zu gewinnen, probiert er nicht. Das wäre es aber, was so fehlt. Sich kümmern, behaglich und geborgen fühlen, nicht immer um alles bitten müssen, mal nichts zu entscheiden, nichts zu sagen. Das habe ich schon 1000 Mal angeregt. Aber davon kommt nichts an. Alle Varianten
habe ich schon versucht. Er muss sich ganz erschlagen gefühlt haben von meinem Aktionismus. Und dann habe ich mich zurück gehalten, gewartet...und es kam trotzdem wenig von ihm. Ich brauche wohl mehr als er geben kann. Dabei fühle ich mich schlecht, wie unersättlich und ständig fordernd.
Das ist eigentlich keine Rolle, die ich einnehmen möchte. Jetzt habe ich keine Erwartungen mehr und anfangs war er super. Aber wie gesagt, es lässt mich kalt.

Mein Herz ist woanders und ich frage mich, ob sich das überhaupt wieder ändern lässt, ob es wieder zu meinem Mann finden kann?

Wir haben zwei Kinder (6 und 7), die ihre Eltern lieben... Wegen der Kinder zusammen bleiben, auch ohne Gefühle? Das wäre doch auch nicht gut.
Was soll ich nur tun, oder eben gerade nicht tun? Ich weiß mir keinen Rat, ich spüre nur, wie sehr es mich zum anderen hinzieht. Den kenne ich kaum und weiß auch nicht einmal wie er zu mir steht. Wie auch, wir haben ja keinen Kontakt. Wollte eigentlich erst meine Krise klären, bevor ich auf ihn zugehe, oder das dann eben gar nicht mehr ansteht.
Aber ich denke er hängt mit drin, ob er das weiß/will oder nicht. Seit mindestens 10 Jahren habe ich niemanden mehr so klasse
gefunden und mich so stark hingezogen gefühlt....

Gibts noch Hoffnung? Welchen Weg soll ich gehen?

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6. Januar 2009 um 18:24

Du kannst gewinnen und du kannst alles verlieren.
Das Leben ist von vorne bis hinten ein Risiko. Du hast viel zu lange einen Zustand ertragen oder mitgemacht bis es nicht mehr ging bzw. bis dir von Außen klar wurde, so geht es nicht mehr. Ihr habt nur das gemacht , was tausende genauso machen, es wird gemeckert , es wird erwartet, aber es wird nicht wirklich geredet und es werden keine Vereinbarungen getroffen. Bücher und Paarberatungen sind für die anderen gedacht. Du kannst nun vielleicht die Liebe deines Lebens getroffen haben, für die es sich lohnt alles aufzugeben, das gibt es und gab es. Es kann aber auch sein, dass du zwischen zwei Stühlen nieder gehst. Das eine ist es nicht und das andere auch nicht. Nun entscheide für dich. Du hast die Verantwortung für alle deine Entscheidungen, egal wie sie aussehen.
Gruß Melike

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7. Januar 2009 um 11:33
In Antwort auf melike13

Du kannst gewinnen und du kannst alles verlieren.
Das Leben ist von vorne bis hinten ein Risiko. Du hast viel zu lange einen Zustand ertragen oder mitgemacht bis es nicht mehr ging bzw. bis dir von Außen klar wurde, so geht es nicht mehr. Ihr habt nur das gemacht , was tausende genauso machen, es wird gemeckert , es wird erwartet, aber es wird nicht wirklich geredet und es werden keine Vereinbarungen getroffen. Bücher und Paarberatungen sind für die anderen gedacht. Du kannst nun vielleicht die Liebe deines Lebens getroffen haben, für die es sich lohnt alles aufzugeben, das gibt es und gab es. Es kann aber auch sein, dass du zwischen zwei Stühlen nieder gehst. Das eine ist es nicht und das andere auch nicht. Nun entscheide für dich. Du hast die Verantwortung für alle deine Entscheidungen, egal wie sie aussehen.
Gruß Melike

Entscheidung für mich
Danke für die klaren Worte. Habe tatsächlich lange diesen Zustand ertragen, aber nicht ohne etwas zu tun. Ich habe 1000de Vereinbarungen getroffen, versucht ihn ranzuholen, damit er auch aktiv wird, ich habe geredet und zwar klar und deutlich. Deutlicher kann man wirklich nicht mehr sein: klare Bedürfnisse formuliert, klare Ansagen gemacht, klar ausgedrückt, was Phase ist. Vorwürfe durch konstruktive Ideen ersetzt, geredet bis mir Fransen aus dem Mund hingen, es über die Handlungsschiene versucht, wie einfach ablaufen lassen, Dinge einfach gemacht, konfrontiert, etc. das volle Programm. Er bewegte sich einfach nicht, oder nur minimal.

Da kommen mir echte Zweifel, ob das Liebe sein soll? Er behauptet das zwar immer, aber was für eine Liebe ist das, wenn er keinen, oder nur mini Schritte auf mich zukommmt? Oder wenn er sich mal bewegt, dann erst wenn fast alles zu spät ist. Jetzt traue ich seiner Veränderung nicht, obwohl ich spüre, dass es nun ernst ist und sich grundlegend bei ihm was tut.
Ich bleibe, weil ich mir vorstellen kann, dass ich ihm möglicherweise mit der Zeit doch wieder trauen kann. Ich bin eine Kämpferin, ein Steher und kein Fähnchen im Wind.

Aber so langsam möchte ich auch mal loslassen und mich fallen lassen. Da kämen mir natürlich unbefangene, starke Arme gerade recht...Aber klar, so einfach ist es nicht und natürlich möchte ich nicht von einem ins nächste stürtzen. Und ich will dem Anderen, bei dem mein Herz und meine Liebe ist, auch nicht zumuten mein Versuchskaninchen, oder Übergangsmann zu sein. Aber so fühlt es sich eigentlich gar nicht an, sondern da ist was tiefes, was hingebungsvolles, das ich noch gar nicht so richtig fassen kann. Bekomme schließlich keine Gelegenheit, das herauszufinden. Das ist doch totaler Mist !!!

Mein Mann will nun eine Therapie beginnen. Das ist ein riesiger Schritt, das weiß ich. Wenn sich innerhalb eines Zeitraumes X dann trotzdem mein Herz nicht wieder zu ihm gesellen mag, werde ich eine Entscheidung treffen. Bin mir sicher, dass die Therapie einiges klarer machen wird. Es ist für mich wichtig, dass er sie erst einmal alleine beginnt, denn ich habe schon so viel gemacht, ich bin ausgebrannt. Wenn er mich bittet mitzukommen, werde ich das tun und mich mit auf den Prüfstein stellen, ist kein Thema. Alles was Klarheit bringt ist gut.

Vielleicht muss ich noch etwas mehr Geduld haben, vielleicht ist das ja z.Zt. meine Aufgabe. Wenn man aufhört zu machen, dreht sich die Welt ja trotzdem weiter. Aktiv werden kann ich dann wieder, wenn sich das Zahnrad ein Stück ohne mein Zutun weiter gedreht hat. Und glaubt mir, das ist gar nicht so leicht für mich, im Nichtstun zu verharren. Hm, das ist wohl die Entscheidung, die im Augenblick für mich treffen soll?

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7. Januar 2009 um 11:52

Klarheit statt Affäre und wie geht das mit der Klarheit?
Ja, da hast du sicher Recht, wenn du sagst, man sollte sich vorher entscheiden, bevor man eine Affäre beginnt. Das war ja auch der Grund, warum wir den Kontakt nicht weiter aufrecht erhalten haben. Denn es hätte garantiert in eine Affäre geführt. Ich hätte keine Kraft gehabt, mich dagegen zu wehren. Zu tief hat er mein Herz berührt. Monate später ist das noch genauso, obwohl ich ja kein einiziges Mal "Futter" bekommen habe, sondern statt dessen eine Ansage, dass man sich auf keinen Fall sehen darf und dann auch noch den Kontakt über Mail komplett abbricht. Das war so heftig! Aber abgenommen habe ich ihm das nicht wirklich. Wenn ich ihn nicht berührt hätte, wäre eine wesentlich coolere Abfuhr gekommen. Egal wie mans dreht und wendet, ich merke über die Zeit hindurch nur eines: ich kann machen was ich will, ob er in Timbuktu, oder in der selben Stadt lebt, ist völlig egal. Er bleibt bei mir, in meinem Herzen und das nicht, weil ich unbedingt so fest daran halte. Ich merke ja, dass ich mich nicht an ihn klammere. Ich war schon unzählige Male absolut bereit, ihn aus meinen Gedanken zu entlassen, ihn zu streichen, oder als höchstens einen netten Zeitgenossen anzusehen. Alles nur Selbstbetrug. Er hat eben mein Herz, ob es mir passt oder nicht. So, und was mache ich nun damit? Ich hätte es gerne zurück, dann wäre alles einfacher. Vielleicht hält er es aber auch ganz fest bei sich, ohne mich das wissen zu lassen? Sowas gibts ja auch......So, und wie finde ich das raus? Wenn ich zu ihm gehe, wovor ich zugegebenermassen echt Schiss habe, dann wird er mich vielleicht zum Teufel jagen, weil ich immernoch in meiner Beziehung rumdümpele? Schließlich geht es ja auch um sein Herz, das ich nehmen und verletzen könnte.
Alles Gelaber ist ja schön und gut, aber sollte ich nicht handeln, oder eben wie schon oben erwähnt, gerade das mal nicht tun? Ich weiß mir echt keinen Rat, Leute...

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7. Januar 2009 um 12:30

Kommt mir bekannt vor
Hallo Lassie,

deine Geschichte hat mich sehr berührt. Ich muss leider sagen, dass es mir nicht anders geht. Glücklicherweise (weiß ich erst heute) hat der Mann meiner Begierde nicht mal annähernd auf meine Gefühle reagiert.

Mein Partner und ich haben jetzt fast 10 Jahre miteinander geschafft. Vor drei Jahren erblickte ich den anderen. Diese Gefühle, gott wie schön, kannte ich gar nicht mehr. Ich wusste gar nicht wo mir der Kopft stand. Zum Glück kam es nicht zu mehr.

Dieser Mann hat mir gezeigt, dass mir etwas in meiner langjährigen Beziehung fehlt (deine Beschreibung passt in diesem Fall hervorragend). Ob er meine Vorstellung erfüllen könnte, wer weiß es! Ich habe nur jemanden gesucht, der mir diese verdammte Entscheidung für das Für oder Wider zu meiner bestehenden Beziehung abnimmt. Jemand, der meine Gefühle so in Aufruhr bringt, muss doch mein Seelenverwandter sein. Oder nicht?!

Über dieses Stadium bin ich jetzt hinaus. Ich habe begriffen, dass ich ich mich für mich entscheiden muss. Leider hilft das reine Abwägen von Pro und Kontra nicht unbedingt. Man/frau muss sich lösen von Moralvorstellungen, den wirklich gutgemeinten Ratschlägen der anderen, Angst vor dem was kommt und sich einfach auf den leeren Raum in sich selbst konzentrieren. Wir müssen lernen ihn selbst zu füllen und können das nicht von einem Partner erwarten. Vor allen Dingen müssen wir den Mut finden einen Schritt zu gehen. Automatisch zieht man das andere Bein nach und dann wieder einen Schritt und so weiter. Wenn man in Bewegung kommt, dann ergeben sich Chancen. Ob die Bewegung nun heißt hin oder weg von der Beziehung.

Ich weiß die Erkenntnis ist nicht gerade ein gern gehörte Aussage. Aber "Treffe eine Entscheidung". Sie ist im eigenen Interesse bitter nötig. Auch wenn du dich für deinen Mann entscheidest. Es ist deine Entscheidung. Vielleicht bringt die Therapie deines Mannes den Durchbruch. (Wenn er denn hingeht)

Mein Partner tut alles für mich und ich fühle nichts mehr. Bin leer und drehe mich im Kreis. Bin es schon leid meinen Freunden vom ewig Gleichen zu erzählen. Nicht, dass die mir nicht zuhören würden. Nur mir ist bewusst, dass ich einfach nur Angst vor der Bewegung habe. Es ist leider so. Niemand wird dich erretten. Du allein bist dein edler Ritter, der dir den Himmel auf Erden holt.

Ich habe zwei sehr gute Bücher über das Gehen oder Bleiben. Schau mal bei Amazon unter Trennung als Aufbruch: Bleiben oder gehen? Ein Ratgeber aus der Praxis (Broschiert) von Mathias Jung (Autor) oder Ist Ihre Beziehung noch zu retten?: Wann Sie gehen und wann Sie bleiben sollten (Broschiert) von Michael S. Broder (Autor).

Diese beiden Bücher haben mir nicht die Lösung gegeben, aber mir geholfen vieles besser zu verstehen. Und was wichtig ist, einen möglichen Weg aufgezeigt und dem Mut ein großes Stück näher gebracht.

Ich wünsche dir alles Gute

LG Signora Ana

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7. Januar 2009 um 22:41
In Antwort auf alsuna_12915821

Klarheit statt Affäre und wie geht das mit der Klarheit?
Ja, da hast du sicher Recht, wenn du sagst, man sollte sich vorher entscheiden, bevor man eine Affäre beginnt. Das war ja auch der Grund, warum wir den Kontakt nicht weiter aufrecht erhalten haben. Denn es hätte garantiert in eine Affäre geführt. Ich hätte keine Kraft gehabt, mich dagegen zu wehren. Zu tief hat er mein Herz berührt. Monate später ist das noch genauso, obwohl ich ja kein einiziges Mal "Futter" bekommen habe, sondern statt dessen eine Ansage, dass man sich auf keinen Fall sehen darf und dann auch noch den Kontakt über Mail komplett abbricht. Das war so heftig! Aber abgenommen habe ich ihm das nicht wirklich. Wenn ich ihn nicht berührt hätte, wäre eine wesentlich coolere Abfuhr gekommen. Egal wie mans dreht und wendet, ich merke über die Zeit hindurch nur eines: ich kann machen was ich will, ob er in Timbuktu, oder in der selben Stadt lebt, ist völlig egal. Er bleibt bei mir, in meinem Herzen und das nicht, weil ich unbedingt so fest daran halte. Ich merke ja, dass ich mich nicht an ihn klammere. Ich war schon unzählige Male absolut bereit, ihn aus meinen Gedanken zu entlassen, ihn zu streichen, oder als höchstens einen netten Zeitgenossen anzusehen. Alles nur Selbstbetrug. Er hat eben mein Herz, ob es mir passt oder nicht. So, und was mache ich nun damit? Ich hätte es gerne zurück, dann wäre alles einfacher. Vielleicht hält er es aber auch ganz fest bei sich, ohne mich das wissen zu lassen? Sowas gibts ja auch......So, und wie finde ich das raus? Wenn ich zu ihm gehe, wovor ich zugegebenermassen echt Schiss habe, dann wird er mich vielleicht zum Teufel jagen, weil ich immernoch in meiner Beziehung rumdümpele? Schließlich geht es ja auch um sein Herz, das ich nehmen und verletzen könnte.
Alles Gelaber ist ja schön und gut, aber sollte ich nicht handeln, oder eben wie schon oben erwähnt, gerade das mal nicht tun? Ich weiß mir echt keinen Rat, Leute...

Das Neueste: er zeigt endlich mal Wut
Hallo,
danke für die anteilnehmenden Worte. Es hilft doch ein wenig, eure Meinungen zu erfahren. Es bringt neue Perspektiven
Ihr habt Recht, ich muss eine Entscheidung treffen, nur für mich und völlig unabhängig von irgendwelchen Ehemännern, oder potenziellen neuen Liebhabern. Das ist schon klar. Diese Bürde, mich zu erretten, oder mich zu trennen wegen eines anderen, will ich ja auch keinem aufzwingen. Das wäre erst Recht kein guter Start in eine neue Beziehung.
(Okay, auch hier gibt es natürlich keine allgemein gültige Aussage. Aber in meinem Fall wäre das kein guter Start.)
Ich errette mich selbst, aber es kann eben noch etwas dauern. Denn die Chance auf die Therapie will ich unbedingt abwarten.

Der Andere, der mein Herz hat, ist ohnehin nicht in Reichweite und das ist z.Zt. ganz gut so. Falls es doch so kommen sollte, dass wir füreinander bestimmt sind , wird sich das finden, ohne unser Zutun. Es wird dann einfach auf uns zu kommen. Inzwischen bin ich soweit, dass ich ihn aber nicht mehr mit Händen und Füßen wegstoßen würde. Und ich glaube, das ist eine gute Voraussetzung, dass etwas auch tatsächlich auf einen zukommen kann. Ich will die Dinge mal zur Abwechslung fließen lassen, auch wenn mir das schon etwas Angst einjagt.

Ich habe heute einen schönen Spruch gehört:
In der Leidenschaft liegt das Leben, in der Vernunft das ewig Gleiche.

Und da habe ich mir gedacht, wäre meine Wahl auf jeden Fall klar

Das mit dem Kopf- und dem Gefühlsmenschen ist absolut zutreffend! Aber mein Mann ist sehr clever und nutzt das jetzt auch in der Krise. Er fängt an, sich mit Gefühlen auseinander zu setzen. Neu ist, dass er endlich auch mal seine Wut klar und deutlich zeigt und ausspricht. Denn schließlich kann ich auch ziemlich nerven

Ansonsten funktionieren wir im Alltag prächtig und treffen uns auf der Verstandesebene. Dort können wir uns ohne Weiteres das Wasser reichen. Soweit so gut.

Es bleibt trotzdem die Frage, ob ich als Ratio begabter Gefühlsmensch mit einer Art Homo Faber mit inzwischen guten Ansätzen in Richtung Gefühlswelt in Liebe und Verbundenheit mein Leben verbringen kann und dabei auch noch emotional satt werde..........

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8. Januar 2009 um 12:40
In Antwort auf alsuna_12915821

Das Neueste: er zeigt endlich mal Wut
Hallo,
danke für die anteilnehmenden Worte. Es hilft doch ein wenig, eure Meinungen zu erfahren. Es bringt neue Perspektiven
Ihr habt Recht, ich muss eine Entscheidung treffen, nur für mich und völlig unabhängig von irgendwelchen Ehemännern, oder potenziellen neuen Liebhabern. Das ist schon klar. Diese Bürde, mich zu erretten, oder mich zu trennen wegen eines anderen, will ich ja auch keinem aufzwingen. Das wäre erst Recht kein guter Start in eine neue Beziehung.
(Okay, auch hier gibt es natürlich keine allgemein gültige Aussage. Aber in meinem Fall wäre das kein guter Start.)
Ich errette mich selbst, aber es kann eben noch etwas dauern. Denn die Chance auf die Therapie will ich unbedingt abwarten.

Der Andere, der mein Herz hat, ist ohnehin nicht in Reichweite und das ist z.Zt. ganz gut so. Falls es doch so kommen sollte, dass wir füreinander bestimmt sind , wird sich das finden, ohne unser Zutun. Es wird dann einfach auf uns zu kommen. Inzwischen bin ich soweit, dass ich ihn aber nicht mehr mit Händen und Füßen wegstoßen würde. Und ich glaube, das ist eine gute Voraussetzung, dass etwas auch tatsächlich auf einen zukommen kann. Ich will die Dinge mal zur Abwechslung fließen lassen, auch wenn mir das schon etwas Angst einjagt.

Ich habe heute einen schönen Spruch gehört:
In der Leidenschaft liegt das Leben, in der Vernunft das ewig Gleiche.

Und da habe ich mir gedacht, wäre meine Wahl auf jeden Fall klar

Das mit dem Kopf- und dem Gefühlsmenschen ist absolut zutreffend! Aber mein Mann ist sehr clever und nutzt das jetzt auch in der Krise. Er fängt an, sich mit Gefühlen auseinander zu setzen. Neu ist, dass er endlich auch mal seine Wut klar und deutlich zeigt und ausspricht. Denn schließlich kann ich auch ziemlich nerven

Ansonsten funktionieren wir im Alltag prächtig und treffen uns auf der Verstandesebene. Dort können wir uns ohne Weiteres das Wasser reichen. Soweit so gut.

Es bleibt trotzdem die Frage, ob ich als Ratio begabter Gefühlsmensch mit einer Art Homo Faber mit inzwischen guten Ansätzen in Richtung Gefühlswelt in Liebe und Verbundenheit mein Leben verbringen kann und dabei auch noch emotional satt werde..........

Nur weil
jemand nicht so handelt wie ihr wollt, heisst das noch lange nicht, dass er euch nicht so liebt... jeder liebt auf seine art und weise... das muss man akzeptieren...

@lassie: dein mann ist wie ein kleines kind... du sagst ihm etwas und lässt anderes verhalten doch durchgehen... warum sollte er sich also ändern...
und du verlangst dass er romantisch ist... aber nur weil du redest weiss er wohl nicht wie. vielleicht hat er es nie gelernt... hör auf zu reden und mach einfach mal einen romantischen abend... ohne ihn zu beddrängen: mach das oder mach das...
und ausserdem... wenn man seinem mann vorjammert, wie gerne man doch blumen möchte... ganz ehrlich, kannst du dich dann so richtig freuen wenn er blumen mitheimbringt`?

ich habe auch so eine beziehung hinter mir... und eines weiss ich... andere kann man nicht ändern...

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8. Januar 2009 um 12:57
In Antwort auf kleinekatze8

Nur weil
jemand nicht so handelt wie ihr wollt, heisst das noch lange nicht, dass er euch nicht so liebt... jeder liebt auf seine art und weise... das muss man akzeptieren...

@lassie: dein mann ist wie ein kleines kind... du sagst ihm etwas und lässt anderes verhalten doch durchgehen... warum sollte er sich also ändern...
und du verlangst dass er romantisch ist... aber nur weil du redest weiss er wohl nicht wie. vielleicht hat er es nie gelernt... hör auf zu reden und mach einfach mal einen romantischen abend... ohne ihn zu beddrängen: mach das oder mach das...
und ausserdem... wenn man seinem mann vorjammert, wie gerne man doch blumen möchte... ganz ehrlich, kannst du dich dann so richtig freuen wenn er blumen mitheimbringt`?

ich habe auch so eine beziehung hinter mir... und eines weiss ich... andere kann man nicht ändern...

Hm...
@katze: sie will ihn gar nicht ändern, sie will ihn gar nicht mehr, aber sich das einzugestehen ist viel viel schwieriger als dinge aufzuzählen, die er eben nicht tut. das gehört aber auch zur findungsphase, in der der sie steckt. eigentlich weiß sie, wo sie hinwill, hat aber noch nicht den mut zu handeln.
ich weiß nicht, ob ich das allein so sehe, aber aus den ganzen texten springt einem ihre entscheidung an. mag er sie nun lieben oder nicht, romantisch sein oder nicht, blumen bringen oder eben nicht-es zählt nicht mehr.

@ lassie: ich verstehe dich und deine gefühle so gut. ich hatte genau das auch vor ein paar jahren. ich habe mich nicht hals über kopf entschieden, ich habe erst gekämpft, obwohl ich wusste, dass es keinen sinn hat. die liebe war weg und die gefühle für einen anderen übermächtig. aber man macht und tut eben, um auch später sich selbst im spiegel betrachten zu können und sagen zu können "hey, du hast doch gekämpft! du hast doch nicht alles spontan weggeworfen". und das ist auch selbstschutz.
problematisch ist das natürlich mit kindern.
mein ex-lover hat immer seine tochter vorgeschoben-warum er eben seine lag nicht verlassen kann, aber das kind ist nun in behandlung-ich frag mich warum. vielleicht weil es als schutzschield der mutter herhalten muss oder aber weil es unter einem solchen leistungsdruck steht, weil es denkt der vater liebt sie nicht, weil er nie zuhause ist, oder weil eine klirrende kälte zuhause herrscht? hm..
und dabei hab ich grad erfahren, dass ihm das selbst zugestoßen ist, dass seine mutter ihn in einem schmutzigen spiel benutzt hat und er wohl jetzt deswegen diese ganzen defizite hat-was er natürlich bei sich selbst nicht bemerkt oder nicht zuordnet.
ich bin auch ein herzmensch und werde es immer sein. ich habe ihn gehen lassen, aber erst nach einem langen harten kampf...

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9. Januar 2009 um 10:56
In Antwort auf kleinekatze8

Nur weil
jemand nicht so handelt wie ihr wollt, heisst das noch lange nicht, dass er euch nicht so liebt... jeder liebt auf seine art und weise... das muss man akzeptieren...

@lassie: dein mann ist wie ein kleines kind... du sagst ihm etwas und lässt anderes verhalten doch durchgehen... warum sollte er sich also ändern...
und du verlangst dass er romantisch ist... aber nur weil du redest weiss er wohl nicht wie. vielleicht hat er es nie gelernt... hör auf zu reden und mach einfach mal einen romantischen abend... ohne ihn zu beddrängen: mach das oder mach das...
und ausserdem... wenn man seinem mann vorjammert, wie gerne man doch blumen möchte... ganz ehrlich, kannst du dich dann so richtig freuen wenn er blumen mitheimbringt`?

ich habe auch so eine beziehung hinter mir... und eines weiss ich... andere kann man nicht ändern...

Machen statt motzen
Hallo Kleine Katze,

die Rolle der verlangenden, meckernden Partnerin zu haben, ist total unbefriedigend für beide Seiten. Klar kommt das vor und dann könnte man sich dafür abwatschen. Habe mich dann in solchen Fällen auch entschuldigt und gesagt, dass dies eigentlich gar nicht in meiner Absicht liegt. Aber was tun, wenn man so verzweifelt ist und alle netten Formulierungen nichts gebracht haben? Irgendwann äußert sich die Enttäuschung dann schon mal in meckern.

Klar habe ich vorgeschlagen, Essen zu gehen, ins Kino, spazieren zu gehen und in den Sonnenuntergang zu schlendern. Es gab wirklich viele solcher Ideen und wir haben auch vieles gemacht, sind ins Konzert gegangen, Reisen mal nur zu zweit gemacht. Ich habe echt einiges auf die Beine gestellt!
Es kam aber z.B. vor, dass wir an einem super romantischen Ort, direkt am Meer gegessen haben. Was passiert? Er genießt das augenscheinlich gar nicht, kontrolliert die Karte, ob das hier nicht viel zu teuer ist, etc...
Wenn er doch genießt, macht er das so mit sich aus, dass ich davon nichts merke. Toll, was?
Und wenn wir sonst was zusammen gemacht haben, es hat mir wenig Spaß gemacht, weil er mit seiner staub trockenen Art jeden Genuß im Keim erstickt.

Hier sind wir eben verschieden. Er kann ruhig so bleiben, aber ich habe inzwischen erkannt, dass uns das auseinander treibt. Keiner soll sich so stark für den anderen verbiegen müssen. Da werden beide unglücklich. Und ich glaube, an diesem Punkt sind wir angelangt. Entweder kann ich mich damit abfinden, dass er das Leidenschaftliche, das Genießen und die Geborgenheit, die ich brauche, mir nicht geben kann und dafür eben seiner vielen anderen Qualitäten schätze und als ausreihend akzeptiere. Oder ich komme zu dem Schluss, dies ist für mich nicht möglich... Diese Entscheidung ist schwer.

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9. Januar 2009 um 11:10
In Antwort auf thanh_12628105

Hm...
@katze: sie will ihn gar nicht ändern, sie will ihn gar nicht mehr, aber sich das einzugestehen ist viel viel schwieriger als dinge aufzuzählen, die er eben nicht tut. das gehört aber auch zur findungsphase, in der der sie steckt. eigentlich weiß sie, wo sie hinwill, hat aber noch nicht den mut zu handeln.
ich weiß nicht, ob ich das allein so sehe, aber aus den ganzen texten springt einem ihre entscheidung an. mag er sie nun lieben oder nicht, romantisch sein oder nicht, blumen bringen oder eben nicht-es zählt nicht mehr.

@ lassie: ich verstehe dich und deine gefühle so gut. ich hatte genau das auch vor ein paar jahren. ich habe mich nicht hals über kopf entschieden, ich habe erst gekämpft, obwohl ich wusste, dass es keinen sinn hat. die liebe war weg und die gefühle für einen anderen übermächtig. aber man macht und tut eben, um auch später sich selbst im spiegel betrachten zu können und sagen zu können "hey, du hast doch gekämpft! du hast doch nicht alles spontan weggeworfen". und das ist auch selbstschutz.
problematisch ist das natürlich mit kindern.
mein ex-lover hat immer seine tochter vorgeschoben-warum er eben seine lag nicht verlassen kann, aber das kind ist nun in behandlung-ich frag mich warum. vielleicht weil es als schutzschield der mutter herhalten muss oder aber weil es unter einem solchen leistungsdruck steht, weil es denkt der vater liebt sie nicht, weil er nie zuhause ist, oder weil eine klirrende kälte zuhause herrscht? hm..
und dabei hab ich grad erfahren, dass ihm das selbst zugestoßen ist, dass seine mutter ihn in einem schmutzigen spiel benutzt hat und er wohl jetzt deswegen diese ganzen defizite hat-was er natürlich bei sich selbst nicht bemerkt oder nicht zuordnet.
ich bin auch ein herzmensch und werde es immer sein. ich habe ihn gehen lassen, aber erst nach einem langen harten kampf...

Kann Liebe wieder kommen?
Hallo dito,

du hast gekämpft, das mache ich seit Jahren auch schon. Jetzt bin ich des Kämpfens müde. Ich kann einfach nicht mehr.
Im Grunde warte ich darauf, was seine Therapie bringt. Ich hoffe noch, dass er sein negatives Denken verliert und mal fröhlich in die Welt schaut. Denn diese Schwere ertrage ich nicht mehr!
Vielleicht steckt darin noch eine Chance für uns. Dabei frage ich mich die ganze Zeit, ob das überhaupt geht, Liebe wieder in die Beziehung zu holen, wenn sie erst mal raus ist.

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9. Januar 2009 um 11:40
In Antwort auf alsuna_12915821

Kann Liebe wieder kommen?
Hallo dito,

du hast gekämpft, das mache ich seit Jahren auch schon. Jetzt bin ich des Kämpfens müde. Ich kann einfach nicht mehr.
Im Grunde warte ich darauf, was seine Therapie bringt. Ich hoffe noch, dass er sein negatives Denken verliert und mal fröhlich in die Welt schaut. Denn diese Schwere ertrage ich nicht mehr!
Vielleicht steckt darin noch eine Chance für uns. Dabei frage ich mich die ganze Zeit, ob das überhaupt geht, Liebe wieder in die Beziehung zu holen, wenn sie erst mal raus ist.

Ich glaube,
oder besser ich weiß von mir, dass es mir nie gelungen ist, verlorene liebe neu zu schaffen. vielleicht ist es möglich, aber wenn bei mir die liebe einmal weg war, ist sie nie wieder gekommen, aber das muss ja nicht für dich gelten.
ich denke ja auch, dass man einige sachen ausprobieren sollte, bevor man die flinte ins korn wirft, aber wenn alles nichts hilft, sollte man auch einsehen, dass man sich im laufe der jahre auseinanderentwicklet hat. es muss ja nach 20 nicht mehr passen was am anfang noch kompatibel war. das hat auch mit schuld nichts zu tun, sondern mit den verschiedenen erfahrungen, die jeder für sich sammelt, durch verschiedene jobs, leute, hobbies etc. wenn dann der andere sich entgegengesetzt entwickelt, dann ist das einfach so. und dann muss man auch nicht das einst gegebene versprechen vor sich hertragen und als schutzschild benutzen, denn es ist keines!

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