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Mein Freund wohnt noch bei seinen Eltern

27. Oktober 2014 um 16:17

Hallo,
ich bin seit etwa sechs Monaten bin einem Mann zusammen (Anfang 30), der noch bei seinen Eltern wohnt. In i
unserer Kennenlernzeit antwortete er auf die Frage hin, warum er denn noch zu Hause wohne damit, dass seine Eltern ihn nicht finanziell unterstützt hätten, wenn er ausgezogen wäre und dass er so Geld sparen konnte, um sich den Traum einer Eigentumswohnung zu erfüllen. Anfangs schaute er sich auch immer den Immobilienteil in der Zeitung an, das jedoch hat schon vor geraumer Zeit aufgehört.
Er studiert und arbeitet nebenbei und ohne weitere Einsicht in seine finanzielle Lage zu haben, würde ich behaupten, dass er sich eine Wohnung/Wg leisten könnte.
Irgendwann erwähnte er, dass ihm das ja auch unangenehm sei und er gerne ausziehen möchte. Daraufhin informierte ich ihn jedes Mal, wenn ich irgendwo eine Wohnungs-/ oder WG-Anzeige entdeckte. Nur passten ihm diese nie. Bei den WG's sagte er "er würde einen Schritt zurück" machen, wenn er in eine WG zieht und die Wohnungen mit 1-2 Zimmern in seiner Preiskategorie bezeichnete er als Absteigen. Dass man sich nicht direkt ein Penthouse in bester Lage am Anfang leisten kann und man immer irgendwo anfängt, sieht er nicht. Er hat sehr überzogene, realitätsferne Vorstellungen, wie eine Wohnung auszusehen hat. Stattdessen informiert er sich über Armbanduhren, die mehrere Tausend Euro kosten. Ich bin dann immer sehr frustriert, weil ich das sehr unverhältnismäßig finde und mittlerweile der Meinung bin, dass er keine Ahnung hat, wie teuer ein Leben eigentlich ist.
Ich selber (Mitte 20) studiere auch und bekomme keine finanzielle Unterstützung und finanziere mir mein Studium alleine. Es ist zwar nicht immer einfach aber auf jeden Fall möglich.

Er wohnt auch leider nicht wie in einer WG mit seiner Familie zusammen sondern wie in einem klassischen Eltern-Kind Verhältnis. Mein Freund bewohnt immer noch sein Kinderzimmer, beteiligt sich an keinen Kosten, hilft nicht im Haushalt, kocht nicht und selbst seine Wäsche wird von seiner Mutter gewaschen, gebügelt und in sein Zimmer gelegt.
Mich belastet das sehr -auch wenn ich mich mit seiner Familie gut verstehe. Wenn ich bei ihm zu Hause bin, fühle ich mich wieder wie 16. Wir essen das Essen, welches seine Mutter zubereitet hat (er ist zu gemütlich, als das wir etwas gemeinsam kochen), seine Eltern kommen ins Zimmer und ich kann mich einfach nicht 'frei' fühlen, weil das nun mal das Haus seiner Eltern ist und nicht seins und ich sozusagen eher bei ihnen zu Gast bin. Morgens mache ich mich erst komplett fertig, bevor ich aus seinem Zimmer gehe, weil ich das sonst den Eltern gegenüber sehr respektlos fände, wenn ich in Boxershorts und Top durch die Gegend laufe. Das führt auch dazu, dass ich keinen einzigen Gegenstand bei ihm zu Hause liegen habe. Weder eine Zahnbürste noch Unterwäsche etc. Bei mir zu Hause hat er übrigens auch nichts, obwohl ich ihm bereits mal ein Fach in meinem Schrank leer geräumt habe. In meiner WG übrigens hält er sich nicht gerne auf, weil ich ja noch zwei weitere Mitbewohner habe....

Mittlerweile nervt und belastet mich das Thema sehr. Selbst seine Freunde fragen mich jedes Mal, warum er nicht auszieht und ich bin es Leid, darauf ständig antworten zu müssen, weil ich es selber überhaupt nicht nachvollziehen kann.
Status quo ist, dass er weder nach einer Eigentumswohnung oder Mietswohnung sucht. Letztens behauptete er sogar, dass er sich vorstellen kann in dem Haus wohnen zu bleiben, wenn seine Eltern in den nächsten 15-20 Jahren in die Einliegerwohnung dadrunter ziehen würden. Ich bin sprachlos (so lange will er da noch ausharren?!)....

Bei unserer letzten Diskussion diesbezüglich habe ich ihm gesagt, dass ich ihn auf das Thema nicht mehr ansprechen werde, weil das nur für Stress zwischen uns sorgt.

Falls einige von euch mir vorschlagen sollte mit ihm zusammen zu ziehen: Ich kann mir das Momentan überhaupt nicht vorstellen, weil ich nicht die zweite Mutti spielen möchte. Ich würde es sehr begrüßen, wenn er erst alleine wohnt und endlich mal lernt auf eigenen Füßen zu stehen.

Wie kann ich eurer Meinung nach am Besten mit dieser Situation umgehen, ohne es in mich hineinzufressen?

Vielen Dank im Voraus für eure Meinungen!

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27. Oktober 2014 um 17:22

Es geht nicht unbedingt darum, dass er bei seinen Eltern wohnt....
...sondern darum, dass er sich absolut nicht beteiligt. Weder finanziell, im Haushalt oder sonst irgendwie. Auf mich wirkt das alles extrem unselbstständig.
EIn Zusammenziehen stand noch nie zur Diskussion; erst einmal scheint er ja überhaupt nicht ausziehen zu wollen und außerdem möchte ich auch nicht mit ihm zusammenziehen, weil ich dann vermutlich die Rolle seiner Mutter übernehmen müsste, was ich nicht will.

In der Einliegerwohnung sind Momentn Mieter drin...

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27. Oktober 2014 um 18:30

Doch
Wenn er die Frau gefunden hat,die genauso wie mama immer alles für ihn macht

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