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Mein Freund wird nicht erwachsen - hilft nur die Trennung?

5. Juli 2012 um 16:06

Hey Leute
ich hoffe ihr könnte mir ein wenig helfen oder wenigstens Mut zusprechen.

Ich (23) bin jetzt seit fast 7 Jahren mit meinem Freund (24) zusammen. Für ihn bin ich die Erste und wie er sagt Einzige. (Ja er klammert ein wenig, ist aber zum glück nicht eifersüchtig)
Seit 2 Jahren wohnen wir nun zusammen und es ist katastrophal!
Er beteiligt sich kaum am Haushalt, obwohl alles abgesprochen ist und selbst wenn ich ihn drauf hinweise VERGISST er es häufig einfach.
Meistens schiebt er die Hausarbeit bis zum WE auf und schafft sie dann halt auch nicht....
Zur Zeit ist er im letzten Jahr seiner Ausbildung zum Tischler... naja eigentlicht wäre er sogar schon fertig. Durch seine Schlampereien hat er wichtige Aufgaben nicht erledigt und macht jetzt 1/2 Jahr länger...
Sein Vater drängt ihn natürlich auch seine Aufgaben zu erledigen, gibt sich dabei jedoch nicht viel Mühe. Er verlangt dann lieber von mir, dass ich meinen Freund mehr "unterstützen" muss... (soll ich etwa noch mehr Haushalt machen? Weniger arbeiten und seine Berichtshefte schreiben....) Drängen oder erinnern hilft ja bei ihm nicht (siehe oben )
Ich habe natürlich jetzt auch angst, dass er seine Ausbildung nicht schafft oder anschließend lange arbeitslos ist...

Ich bin mir inzwischen fast sicher, dass er erst "aufwacht" wenn ich ihn verlasse!
ABER ICH LIEBE IHN

So ist jetzt leider ein bisschen viel geworden sorry
Lg Bluemoon

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5. Juli 2012 um 19:23

Er macht mich fertig...
Das stimmt schon, dass ich es wohl zu gutmütig bin.
Danke für eure klaren Worte Auch wenn es echt hart ist nach 7 Jahren....
Er ist jetzt auch schon selbst so weit, dass er sich hilfe holen will um sein Leben "in den Griff zu bekommen". (Das ist auch wieder so eine Sache die er "vergisst" oder wo er keine Zeit für findet, oder .... )
Die erste Ausbildung die er gemacht hat, hat er auch nur mit Müh und Not geschafft. (Sozialassistent, das ist sozusagen ein halber Erzieher) Und dabei ist ihm halt klar geworden, dass ihm der Job nicht liegt
Und dann noch Zivi und ne Zeit arbeitslos bzw. ausbildungssuchend .....
so wird man dann halt 25 bevor man mit der Ausbildung fertig ist (Seine Prüfungen sind 02/13)

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2. August 2012 um 13:44

Rückmeldung
So jetzt sind 4 Wochen vergangen und es geht leider echt auch die Trennung zu.

Am Samstag (4.Aug.) sind wir genau 7Jahre zusammen... aber dann wohl nur noch ein paar Tage

Ich hatte am 8.Juli ein sehr intensives Gespräch mit ihm und habe es ihm auch noch mal schriftlich gegeben was mich alles stört bzw. was er ändern muss, damit die Beziehung funktioniert...
Seit dem hat er sich zwar sehr bemüht, aber im Großen und Ganzen immernoch nicht erreicht, was ich von ihm erwarte.
(Dann kommen natürlich "Ausreden" von ihm, das er sich halt nicht um 180C drehen könnte in so kurzer Zeit oder das er so viel auf der Arbeit zu tun hat.... )

Er hat mir zwar versichert, dass er ab nächster Woche mehr Zeit hätte z.B. für den Haushalt oder seine Ausbildung ect. Aber ich denken nicht dass sich da noch viel tut!

Ich habe mir jetzt überlegt, dass ich am 7. Aug. erst mal zu Freunden bzw. Familie gehe und ihm in den Glauben lasse die Beziehung sei verloren.... Vielleicht nimmt er mich dann endlich ernst
Mal sehen ob ich dann wieder zu ihm zurück gehe oder was dann aus uns wird... (Ich hoffe zwar immernoch das das schon irgendwie klappt, aber ich glaube, da mache ich mir selbst etwas vor )

Grüße Bluemoon

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2. August 2012 um 13:52

Wenn man zusammenlebt...
...dann ist es wohl nicht ganz unwichtig ob der andere auch finanziell etwas beisteuert oder aus faulheit dies nicht tut!

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2. August 2012 um 14:27




Seinen Partner zu lieben und zu akzeptieren iwe er ist scheint immer mehr aus der Mode zu kommen...
Zurechttrimmen ist in!


Ich mach auch VIEL VIEL mehr im Haushalt wie mein Partner. Aber ich bin es nun mal auch die ein sehr großes Reinlichkeitsbedürfnis hat. Warum sollte ich meinen Freund zwingen, täglich den Staubwedel zu schwingen wenn IHM das doch piepe is, ob das Staub liegt oder nicht.
Seine Ansprüche diesnbezüglich sind anders, er fühlt sich auch im Chaos wohl... ICH NICHT also tu ICH was dagegen und versuche nichtt etwas auch zum Sauberkeitsfimmel zu erziehen.

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2. August 2012 um 14:55
In Antwort auf aegle_12339409

Rückmeldung
So jetzt sind 4 Wochen vergangen und es geht leider echt auch die Trennung zu.

Am Samstag (4.Aug.) sind wir genau 7Jahre zusammen... aber dann wohl nur noch ein paar Tage

Ich hatte am 8.Juli ein sehr intensives Gespräch mit ihm und habe es ihm auch noch mal schriftlich gegeben was mich alles stört bzw. was er ändern muss, damit die Beziehung funktioniert...
Seit dem hat er sich zwar sehr bemüht, aber im Großen und Ganzen immernoch nicht erreicht, was ich von ihm erwarte.
(Dann kommen natürlich "Ausreden" von ihm, das er sich halt nicht um 180C drehen könnte in so kurzer Zeit oder das er so viel auf der Arbeit zu tun hat.... )

Er hat mir zwar versichert, dass er ab nächster Woche mehr Zeit hätte z.B. für den Haushalt oder seine Ausbildung ect. Aber ich denken nicht dass sich da noch viel tut!

Ich habe mir jetzt überlegt, dass ich am 7. Aug. erst mal zu Freunden bzw. Familie gehe und ihm in den Glauben lasse die Beziehung sei verloren.... Vielleicht nimmt er mich dann endlich ernst
Mal sehen ob ich dann wieder zu ihm zurück gehe oder was dann aus uns wird... (Ich hoffe zwar immernoch das das schon irgendwie klappt, aber ich glaube, da mache ich mir selbst etwas vor )

Grüße Bluemoon

Der Schlüssel
Hallo Bluemoon,

ich habe Deinen Eingangsthread gelesen und diesen hier.

Du hast sehr hohe Erwartungen an Deinen Freund. Ich kann das durchaus nachvollziehen - aber in einer Beziehung sollten beiden ebenbürtig sein und nicht einer den anderen ständig antreiben.

Ich verstehe total, dass Dich sein Verhalten stört.
Mein Freund leidet auch an Aufschieberitis und ist sehr unordentlich.
Als wir frisch zusammengezogen waren, hat es mich sehr viel Mühe gekostet, ihn nicht jeden Tag anzumaulen.
Mit der Zeit lernte ich, seine Art zu akzeptieren und inzwischen weiß ich, dass er mir so viel gibt, das ich früher übersehen hatte.
Er nimmt mich, wenn er vom Arbeiten heimkommt, immer in den Arm und fragt, wie mein Tag war. Er geht auch abends noch in den Keller, um Wäsche aufzuhängen. Er kümmert sich um die Gelben Säcke. Er macht mich darauf aufmerksam, wenn kein Klopapier mehr da ist.Und und und... Er erledigt so viele Kleinigkeiten.

Zudem stellen Männer diesen Zusammenhang zwischen Mithilfe im Haushalt und Wertschätzung nicht her.
Eine Frau denkt ja immer gleich: "Wenn er sich so bedienen lässt, kann er mich nicht lieben."
Ein Mann denkt einfach nur: "Aha, hier türmt sich das schmutzige Geschirr, mal sehen, ob ich noch eine saubere Gabel finde."

Wenn Du eine ebenbürtige Beziehung mit einem Erwachsenen führen willst, so darfst Du Deinen Partner nicht wie ein kleines Kind behandeln.
Du schreibst doch, Du liebst ihn... Dann dürften Dir doch eine Menge positiver Dinge an ihm einfallen, oder? Versuch, Dir diese in Erinnerung zu rufen. Versuch, Negativbeispielen positive entgegen zu stellen: "Mein Freund spült ungerne und selten, dafür nimmt er mich aber jeden Abend im Bett in den Arm." Reduzier ihn nicht auf seine mangelnde Mithilfe im Haushalt!

Übrigens habe ich auch mal so eine Aufgabenliste geschrieben. Und weißt Du was? Er ignorierte sie erst völlig, wurde dann plötzlich fleißig und begann schließlich, mich an an meine Aufgaben zu erinnern! Und da fiel mir erst auf, dass auch bei mir Theorie und Praxis weit auseinander liegen. Ich schludere auch mal oder habe zu nichts mehr Lust...

Was ist für Dich wichtig? Ein Mann, der euren Haushalt schmeißt oder ein liebevoller Partner, der beruflichen Ehrgeiz und Macken hat?

Ich verstehe, dass der Beruf einen sehr fordern kann. Als Azubi muss man viel einstecken, wird oft wie der letzte Depp behandelt und muss zu Hause auch viel lernen.

Übrigens wirst Du niemals den perfekten Partner finden. Vielleicht würdest Du einen Haushaltsperfektionist finden, der seine Abende lieber in der Kneipe mit seinen Kumpels verbringt. Verstehst Du? Kein Mensch und auch kein Mann ist vollkommen und so muss man in jeder Beziehung Macken und Fehler akzeptieren. Man muss halt abwägen, ob man das kann.
Also, ich liebe meinen Freund über alles und würde ihn niemals gegen einen anderen eintauschen wollen. Ich habe 6 erwachsene Jahre lang nur Sch* mit Männern erlebt, bei den meisten haben die Basics wie Verabredungen einhalten nichtmal funktioniert!!! Mein Freund ist ein Chaot, ja, aber er hat ein gutes Herz und vor allem: Er nimmt Rücksicht.

Eine Trennung als Druckmittel funktioniert nicht.
Selbst das habe ich einmal ausprobiert.
Du kannst dabei nur verlieren. Entweder er sucht sich dann eine andere oder er ist dermaßen verletzt, dass es Monate bis Jahre braucht, um sein Vertrauen wiederzuerlangen.

Du möchtest doch eigentlich mit ihm zusammenbleiben, unter der Prämisse, dass er mehr im Haushalt hilft und beruflich erfolgreich wird.
Beides kannst Du nicht beeinflussen. Du kannst ihn nur so hinnehmen, wie er ist. Es ist sehr leicht, sich nur an den Sonnenseiten zu erfreuen, aber in einer Beziehung muss man auch die Schattenseiten annehmen.
Wenn Du ihn jetzt verlässt, erreichst Du damit gar nichts. Vielleicht wird er um Dich kämpfen, Du gibst ihm eine 2. Chance und er ist kurzzeitig so, wie Du es Dir wünscht. Aber solche Chaoten bleiben Chaoten! Irgendwann wird er zu seiner ursprünglichen Art zurückkehren.

Diese Art von Machtspielchen ("Nur wenn Du mir gehorchst, bin ich lieb.") haben in einer Beziehung nichts verloren. Da musst Du Dir noch ganz arg an die eigene Nase packen.

Das, was Du mit seinen Eltern erlebst, ist ganz normal. Letztendlich ist Blut immer dicker, als Wasser und manche Schwiegereltern betrachten ihr Söhnchen als einen Heiligen und natürlich ist immer die böse Hexe von Schwiegertochter an allem schuld.

Seine Eltern sind zudem vermutlich noch in so einer Zeit aufgewachsen, wo die Hauptaufgabe einer Frau war, für ihren Mann zu sorgen.

Aber mal ganz ehrlich: Wenn vom Mann etwas zurückkommt, ist es dann nicht auch schön, für ihn da zu sein?
Versteh mich nicht falsch, ich bin in vielen Bereichen sehr emanzipiert und ich habe meinem Freund auch von Anfang an klargemacht, dass ich nicht alles alleine mache. Aber ihn abends mit einem leckeren Essen zu überraschen, macht mir total viel Spaß.
Er reduziert mich nicht auf die Hausfrauenrolle und so sehe ich ihn auch nicht als meinen Leibsklaven. Wir beide geben und nehmen, weißt Du.

Bei Dir und Deinem Freund mag das unausgewogen erscheinen, aber sieh mal genauer hin. Vielleicht gibt er Dir auch so viele Kleinigkeiten, die Du gar nicht bemerkst?

Wenn Du jetzt zu Freunden/Familie ziehst, dann rennst Du nur vor Dir selbst davon. Der Schlüssel liegt in Dir selbst. Du musst an Deiner Einstellung arbeiten, gelassener, dankbarer werden.

Klar gibt es Beziehungen, wo der Mann einen nur ausnutzt. Aber Du bist doch eigentlich ganz zufrieden mit ihm, oder?

Versuch, lockerer zu werden und hör auf, ihn bestrafen zu wollen. Du möchtest, dass er sich wie ein Erwachsener verhält, also gib ihm auch die Chance dazu. Und finde Dich damit ab, dass er vielleicht nie der Held im Haushalt werden wird.

Heart

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2. August 2012 um 15:32


"Mit 23 ist noch nix für lange oder ewig oder "Ehepaar ausprobieren"viel zu früh."
>>>Nur weil Du in dem Alter noch zu unreif warst, heißt das nicht, dass andere es auch sind...

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2. August 2012 um 22:18


Ich glaube ich habe mich z.T. falsch ausgedrückt, aber gerade dadurch ist mir aufgrund eurer Antworten einiges klar geworden.

@pacjam: natürlich gab es nicht eine liste was ER ändern muss...
sondern ein Gespräch und ein Brief wie ich mir UNSERE Beziehung vorstelle und wie ich gerne leben möchte (ich habe u.a. über diesen Brief sehr lange nachgedacht.)
z.B. ist es so, dass in der ganzen wohnung dreckige Klamotten liegen (auch Unterhosen!) oder der stinkende (!) Müll vor der Tür steht..... und dass schränkt natürlich in der gemeinsamen Wohnung auch MEINE Lebensqualität ein.
Ein anderer Punkt ist unser (gemeinsames) ständig leeres Konto, von dem wir beide einkaufen gehen und in das wir beide einzahlen. Nur ist Einzahlung und Ausgabe nicht ausgeglichen (ich verdiene mehr und er gibt mehr aus oder wir warten lange auf sein Gehalt....) Natürlich muss ich meine Ausgaben auch beachten und das tu ich auch!

@heartsease: Ich suche nicht den "perfekten Mann", aber ich denke, dass in einer Partnerschaft beide gleichberechtigt sein sollten und wie du schon meintest es sollte ein geben und nehmen sein.
Wo sind die Vorteile bei meinem Freund? Was liebe ich an ihm?
Das frage ich mich nun seit knapp 4 Wochen sehr intensiv aber diese Liste ist leider sehr kurz. (Er bringt mich zum lachen; Er ist sehr zärtlich und hat ein großes Herz; Er kann sich über vieles wie ein kleines Kind freuen, z.B. über gutes Essen....)
Leider ist die unweigerlich entstandene Liste an Negativen Punkten zu lang
Ach ja heartsease, ist nicht böse gemeint, aber du erinnerst mich etwas an meinen Schwiegervater, er argumentiert sehr ähnlich.
Leider weiß ich nicht, was ich in meiner Einstellung zu meinem Freund noch ändern soll, denn in den 2 Jahren habe ich nun schon sehr viel ausprobiert....


Und nur damit mich keiner Missversteht, ich bin auch eher ein unordentlicher Mensch und finde das nicht schlimm wenn deckiges Geschirr in der Küche steht, der Boden mal einen Tag länger nicht gesaugt wird o.ä. aber es gibt Grenzen und wenn ich mich in meiner/unserer Wohnung nicht wohl fühle, kann das so nicht weiter gehen.

Ich hoffe ich bin jetzt keinem auf die Füße getreten oder habe mich wieder missverständlich ausgedrückt
(Es ist schon spät und es war ein anstrengender Tag Ich gehe mal lieber ins Bett)

Liebe Grüße Bluemoon

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3. August 2012 um 12:36
In Antwort auf aegle_12339409


Ich glaube ich habe mich z.T. falsch ausgedrückt, aber gerade dadurch ist mir aufgrund eurer Antworten einiges klar geworden.

@pacjam: natürlich gab es nicht eine liste was ER ändern muss...
sondern ein Gespräch und ein Brief wie ich mir UNSERE Beziehung vorstelle und wie ich gerne leben möchte (ich habe u.a. über diesen Brief sehr lange nachgedacht.)
z.B. ist es so, dass in der ganzen wohnung dreckige Klamotten liegen (auch Unterhosen!) oder der stinkende (!) Müll vor der Tür steht..... und dass schränkt natürlich in der gemeinsamen Wohnung auch MEINE Lebensqualität ein.
Ein anderer Punkt ist unser (gemeinsames) ständig leeres Konto, von dem wir beide einkaufen gehen und in das wir beide einzahlen. Nur ist Einzahlung und Ausgabe nicht ausgeglichen (ich verdiene mehr und er gibt mehr aus oder wir warten lange auf sein Gehalt....) Natürlich muss ich meine Ausgaben auch beachten und das tu ich auch!

@heartsease: Ich suche nicht den "perfekten Mann", aber ich denke, dass in einer Partnerschaft beide gleichberechtigt sein sollten und wie du schon meintest es sollte ein geben und nehmen sein.
Wo sind die Vorteile bei meinem Freund? Was liebe ich an ihm?
Das frage ich mich nun seit knapp 4 Wochen sehr intensiv aber diese Liste ist leider sehr kurz. (Er bringt mich zum lachen; Er ist sehr zärtlich und hat ein großes Herz; Er kann sich über vieles wie ein kleines Kind freuen, z.B. über gutes Essen....)
Leider ist die unweigerlich entstandene Liste an Negativen Punkten zu lang
Ach ja heartsease, ist nicht böse gemeint, aber du erinnerst mich etwas an meinen Schwiegervater, er argumentiert sehr ähnlich.
Leider weiß ich nicht, was ich in meiner Einstellung zu meinem Freund noch ändern soll, denn in den 2 Jahren habe ich nun schon sehr viel ausprobiert....


Und nur damit mich keiner Missversteht, ich bin auch eher ein unordentlicher Mensch und finde das nicht schlimm wenn deckiges Geschirr in der Küche steht, der Boden mal einen Tag länger nicht gesaugt wird o.ä. aber es gibt Grenzen und wenn ich mich in meiner/unserer Wohnung nicht wohl fühle, kann das so nicht weiter gehen.

Ich hoffe ich bin jetzt keinem auf die Füße getreten oder habe mich wieder missverständlich ausgedrückt
(Es ist schon spät und es war ein anstrengender Tag Ich gehe mal lieber ins Bett)

Liebe Grüße Bluemoon

Hallo Blue
Hallo,

ich habe Dich gebeten, genauer darüber nachzudenken und nicht alles von seiner mangelnden Mithilfe im Haushalt überschatten zu lassen. Du hast im letzten Absatz Deines Eingangsthreads geschrieben, Du liebst ihn. Und ich hatte Dich gebeten, nochmal zu überlegen, wofür. Was Du an ihm gut findest.
Du schreibst ein paar Dinge in der Klammer. Ich finde das super. Lachen, Zärtlichkeit, Großzügigkeit/Gutmütigkeit, Begeisterungsfähigkeit - das macht doch einen echten Traummann aus.
Ich habe solangsam wirklich den Eindruck, dass Du zu hohe Erwartungen hast.

Wie würdest Du Dich eigentlich fühlen, wenn man solch eine Liste über Dich machen würde?
In einer Beziehung kommt es doch letztendlich aufs Gefühl an, auf die Bereitschaft, aufeinander einzugehen. Viele Paare passen, wenn man nach Listen gehen würde, nicht zusammen. Mein Freund und ich würden in einer solchen Checkliste auch nicht bestehen.

Das tut mir leid, dass ich ins gleiche Horn wie Dein Schwiegervater blase, aber es ist eine unabhängige Meinung.

Vielleicht hast Du tatsächlich sehr viel ausprobiert, aber mit Manipulationsversuchen kommt man nicht weiter.
Das Wichtigste für Dich ist, dass Du wieder einen liebevollen Blick auf Deinen Freund gewinnst und ihn nicht so sehr als eine Maschine ansiehst, die funktionieren muss.

Übrigens war ich am Anfang unserer Beziehung mal an einem ähnlichen Punkt; mich hat damals alles angek*, ich habe mich sogar vorübergehend getrennt, aber letztendlich merkte ich, wie sch* es OHNE IHN war. Wir zwei sind einfach füreinander gemacht und als ich angefangen habe, seine Fehler lockerer zu sehen, wurden sie WENIGER. Er gab sich dann mehr Mühe, als ich keinen Druck mehr machte. Und inzwischen kommen wir so toll miteinander aus; das Zusammenziehen hat auf Anhieb funktioniert. Niemand hätte uns das alles zugetraut und jeder ist überrascht, wie wir uns zusammengerauft haben. Das macht auch stolz, weißt Du. Und heute ist mein Freund gleichzeitig auch mein allerbester Freund und was uns verbindet, ist eine riesige Freundschaft. Ich denke, das ist eh die Basis einer Liebesbeziehung. Dass man es gut miteinander meint, füreinander da ist, etc. Werte, die in Freundschaften eine Rolle spielen...

Was Du an Pacjam geschrieben hast, geht in die gleiche Richtung. Du hast eine fixe Idee im Kopf, wie eine Beziehung sein muss und wie sich ein Kerl verhalten muss.
Dass Du es aber mit einem lebendigen Wesen zu tun hast, vergisst Du wohl.
Vielleicht stellt er sich eine Beziehung ganz anders vor, vielleicht gibt es auch für ihn Dinge, die ihn an Dir stören.
Du erreichst nichts, wenn DFu weiterhin mental so starr bleibst. Es wird sich nur etwas ändern, wenn Du auch bereit bist, Dich zu ändern. Wenn Du ihm innerlich gar keine Chance mehr gibst, wird es nie mehr funktionieren mit euch beiden.

Was möchtest Du nun tun?
Ihn verlassen und riskieren, ihn zu verlieren?
Glaub bitte nicht, dass Du ihn manipulieren kannst und dass er sich nach einer Trennung um 180 Grad dreht.
Oder hast Du inzwischen bereits schlussgemacht?
Ist Dir bewusst, dass man nach einer Trennung auch Single bleiben kann, weil alle Typen, die einem über den Weg laufen, noch viel schlimmer als der Ex sind und man erst hinterher schätzt, was man hatte?

Heart

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5. August 2012 um 15:29

Noch mal vielen Dank für eure Antworten und Hilfe...
Wir hatten gestern einen sehr schönen Jahrestag.

Ich denke aber trotzdem, dass unsere Beziehung so nicht weiter laufen kann. ICH BIN UNGLÜCKLICH!!!
Und dass nicht nur wegen der vielen Hausarbeit. Das ist halt nur ein punkt (der der am leichtesten zu erklären ist) und der für mich am deutlichsten ist.

@heartsease: Ich danke dir für deine klaren Worte, denn die sind es die ich mir hier erhofft hatte!!!
Wenn ich mich schon entschieden hätte und sicher wäre, dass ich die Trennung will, wäre ich nicht in diesem Forum.

Und diese Sache mit der "Liste" ist halt meine Art damit umzugehen. (es mag vielleicht ein wenig komisch klingen und irgendwie unromantisch sein.)
Natürlich notiere ich die Punkte nicht so wie (contra "Er räumt NIE auf" und (pro "ich bekomme 12 Küsse pro tag".

Das Aufschreiben hat mir geholfen mir über die gesamte Beziehung klarer zu werden und mich nicht nur von den Ärgernissen "blende" zu lassen.

Ich werde nächste Woche ein paar Tage "Beziehungspause" machen. Also so dass wir gar keinen Kontakt haben.
Dann kann ich mir über meine Gefühle klar werden und er kann sich voll auf seine Ausbildung konzentrieren.
Wenn ich dann wieder zurück komme könnten wir drüber nachdenken ob wir die Beziehung einfach weiter führen wollen, ob es aus ist oder ob wir einfach nur getrennte Wohnungen brauchen.
Vielleicht ist es genau das, was uns hilft: Jeder sein Rückzugsort und trotzdem noch oft sehen können.

Mag sein dass ich ihn damit dann auch sehr unter Druck setzte, aber ich möchte gerne mein Leben nach meinen Vorstellungen leben können (die jetzt nicht sehr ausgefallen oder hochgesteckt sind) aber leider läuft es gerade nicht so...

Liebe Grüße
Bluemoon

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5. August 2012 um 16:18
In Antwort auf aegle_12339409

Noch mal vielen Dank für eure Antworten und Hilfe...
Wir hatten gestern einen sehr schönen Jahrestag.

Ich denke aber trotzdem, dass unsere Beziehung so nicht weiter laufen kann. ICH BIN UNGLÜCKLICH!!!
Und dass nicht nur wegen der vielen Hausarbeit. Das ist halt nur ein punkt (der der am leichtesten zu erklären ist) und der für mich am deutlichsten ist.

@heartsease: Ich danke dir für deine klaren Worte, denn die sind es die ich mir hier erhofft hatte!!!
Wenn ich mich schon entschieden hätte und sicher wäre, dass ich die Trennung will, wäre ich nicht in diesem Forum.

Und diese Sache mit der "Liste" ist halt meine Art damit umzugehen. (es mag vielleicht ein wenig komisch klingen und irgendwie unromantisch sein.)
Natürlich notiere ich die Punkte nicht so wie (contra "Er räumt NIE auf" und (pro "ich bekomme 12 Küsse pro tag".

Das Aufschreiben hat mir geholfen mir über die gesamte Beziehung klarer zu werden und mich nicht nur von den Ärgernissen "blende" zu lassen.

Ich werde nächste Woche ein paar Tage "Beziehungspause" machen. Also so dass wir gar keinen Kontakt haben.
Dann kann ich mir über meine Gefühle klar werden und er kann sich voll auf seine Ausbildung konzentrieren.
Wenn ich dann wieder zurück komme könnten wir drüber nachdenken ob wir die Beziehung einfach weiter führen wollen, ob es aus ist oder ob wir einfach nur getrennte Wohnungen brauchen.
Vielleicht ist es genau das, was uns hilft: Jeder sein Rückzugsort und trotzdem noch oft sehen können.

Mag sein dass ich ihn damit dann auch sehr unter Druck setzte, aber ich möchte gerne mein Leben nach meinen Vorstellungen leben können (die jetzt nicht sehr ausgefallen oder hochgesteckt sind) aber leider läuft es gerade nicht so...

Liebe Grüße
Bluemoon

Manchmal ist es schwierig.
Hallo,

was genau erwartest Du denn von ihm?

Glaubst Du, dass getrennte Wohnungen die Lösung wären?
Ich nehme an, Du willst das nicht für immer haben. Irgendwann wirst Du also wieder an diesen Punkt kommen, wo ihr zusammenzieht.

Gefühle müssen auch nicht permanent da sein. Manchmal existiert man auch einfach nur.
Und je mehr man drüber nachdenkt, desto unwirklicher erscheinen sie einem.

Ich möchte mein Leben auch nach meinen Vorstellungen leben können, aber mein Freund findet Heiraten, seitdem wir zusammengezogen sind, total sinnlos (war meine Befürchtung, aber niemand hat mir geglaubt). Für mich, die etwas konservativer erzogen ist, gehört sie aber total dazu.
Ich kann Dich also durchaus verstehen. Glaub mir, es gab bei uns auch schon Streit deswegen, aber letztendlich bleibt mir nichts außer der Trennung. Und die wäre paradox, will ich doch IHN heiraten und nicht irgendjemand anders. Verlassen möchte ich ihn nicht, weil ansonsten einfach alles passt. Ich weiß schließlich auch, dass liebe (nicht vergebene) Männer rar sind.
Ich kann also auch nur ausharren und das nervt tierisch.

Heart

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6. August 2012 um 12:03

...
Verlassen bringt da nichts, er wird von alleine erwachsen und mal ehrlich, so lange er lieb und treu istm sich um dich kpmmert und dich liebt, kanst du auch darüber hinweg sehen.

Die Lehre wird er schon schaffen und was den Haushalt angeht, versuch doch mla die Shocktherapie.

Sag ihm: "Entweder du machst den Hasuhalt, oder ich lass einfach alles verdrecken. Selbst Schuld!"

Bei meiner Frau hats geholfen, denn die hatte auch ein Problem mit Sauberkeit und Ordnung. Aber ich habe auch eine etwas andere und ruppigere Art um Menschen zu dressieren.

Kannst es auch mit nem Clicker oder Leckerchen versuchen, was mit Kindern und Tieren klappt, müsste auch bei ihm gehen.

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