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Mein Freund wird immer abweisender. Was tun?

26. Oktober 2020 um 8:35 Letzte Antwort: 26. Oktober 2020 um 9:47

Hallo,

kurz unsere Vorgeschichte:
ich(37) bin mit meinem Freund(48) seit 3Jahren zusammen und wohnen seit gut einem Jahr zusammen. Aus meiner Ehe habe ich zwei Kinder (11&14). Von Anfang an war mir klar das mein Freund gerne ein eigenes Kind hätte und das ist/ war auch nie ein Problem für mich.

Jetzt zu meinem Problem:
Seit ca einem Jahr bin ich ständig krank. Erst Magenschleimhautentzündung, dann Bandscheibenvorwölbung (die ich immer noch habe), immer wieder Probleme mit dem Magen und dann ist mir Ende August die Gallenblase entfernt worden. Im Januar war ich wegen meiner Bandscheibe im Krankenhaus und danach hat mein Freund von sich aus gesagt das er den Gedanken ein gemeinsames Kind mit mir begräbt weil ich zu krank bin. Und da fing es an, das er immer abweisender wurde. Der Sex wurde seltener, gekuschelt wurde fast garnicht mehr, nicht mal einen kleinen Kuss gab es noch. Er hatte das damit begründet das er es gerade einfach nicht könnte weil er daran zuknabbern hat, das es kein Baby gibt. Ich habe ihm die Zeit gelassen. Dann habe ich Anfang April meinen Job verloren, daran hatte ich zu knabbern.
Zwischenzeitlich ging es dann wieder mit der Nähe aber seit ich wegen der Gallenblasen OP im Krankenhaus war, ist er viel abweisender. Und ich weiß einfach nicht mehr weiter. Er ist teilweise sehr verletzend, wie ich finde. z.B. reibt er mir fast täglich unter die Nase das es meine Kinder sind und nicht seine. Dabei hat er sich immer sooooo lieb um die Beiden gekümmert. Vielleicht bin ich auch einfach nur dünnhäutig weil mir einfach seine Nähe fehlt. Selbst wenn ich mich ankuschel, rührt er sich nicht oder er steht nach kurzer Zeit auf. Wenn ich auf ihn zu gehe um ihm einen Kuss zugeben, dreht er seinen Kopf weg. Sex haben wir vielleicht einmal im Monat, wenn überhaupt und dann kann ich mir am nächsten Tag anhören, das ich ein SexMonster wäre und er mir zu liebe Sex mit mir hatte. Stattdessen befriedigt er sich heimlich nachts selber. Bin in letzter Zeit öfter wach geworden weil das Bett am wackeln war. 

Ich liebe den Kerl. Wenn er nicht so abweisend zur Zeit wäre, ist er ein totaler Traumtyp. Genau so habe ich mit meinen Traummann immer vorgestellt. Fürsorglich, lustig, intelligent, zärtlich, immer für einen da, unternehmungslustig, mag die Kinder und die Kinder ihn, fleißig und noch viel mehr.
Aber gerade weiß ich einfach nicht weiter. Ich fühle mich einfach nur scheisse und durch die ständige Kritik, habe ich den Eindruck nichts richtig zu machen.
Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben.

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26. Oktober 2020 um 9:01

Was für ein Herzchen. Es drängt sich der Gedanke auf, dass er dich für genau eine Sache ausgewählt hat und das ist das Kind. Sobald dies nicht mehr ging, hat er sein wahres Gesicht gezeugt und dich fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Ich weiß nicht, ein Traummann steht einem doch such in schlechten Zeiten bei, deiner drängt dich dann noch weg und behandelt dich dazu noch schlecht. Ich sehe in deinem Beitrag weder, dass er fürsorglich, noch intelligent, noch lustig, noch für dich da ist, sondern eher respektlos, egoistisch und frech. Du wirst wahrscheinlich auch nie wieder etwas richtig machen können, denn das Problem bist auch nicht du. deshalb solltest du genau überlegen, ob du die Beziehung so weiterführen möchtest. Ohne eine Verhaltensänderung seinerseits wird das nix. Man kann und darf natürlich enttäuscht sein, wenn man den eigenen Kinderwunsch begraben muss, aber sein Verhalten dir ggü geht gar nicht.

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26. Oktober 2020 um 9:13

Ein unerfüllter Kinderwunsch ist wohl eines der größten Einschnitte in einer Beziehung.

Ich glaube, er trennt sich emotional schon von dir, da du seinen großen Wunsch nach einem Kind, nicht erfüllen kannst.

Ich glaube dass ist etwas, was sehr, sehr schwer zu verarbeiten ist und wenige Beziehungen überstehen so ein Ungleichgewicht.

Zusätzlich ist es bestimmt auch noch belastend für beide, wenn einer permanent krank ist.

Such die offene Kommunikation. Sag ihm, wie du dich dabei fühlst, ob es eine Zukunft ohne Kind hat...

Ich wünsche dir alles Gute und viel Gesundheit.

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26. Oktober 2020 um 9:15

Na das ist ja toll. Der gehts richtig mies und Herr ist enttäuscht, dass er seine Fortpflanzungspläne nicht mit dir umsetzen kann.  Und dann ist er noch so fein und reibt dir das alles unter die Nase.

Das wäre mir der Richtige! Zum vor die Türe setzen. So wie es jetzt läuft,  bist du und deine Kinder ohne ihn ja besser dran! 

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26. Oktober 2020 um 9:17
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Ein unerfüllter Kinderwunsch ist wohl eines der größten Einschnitte in einer Beziehung.

Ich glaube, er trennt sich emotional schon von dir, da du seinen großen Wunsch nach einem Kind, nicht erfüllen kannst.

Ich glaube dass ist etwas, was sehr, sehr schwer zu verarbeiten ist und wenige Beziehungen überstehen so ein Ungleichgewicht.

Zusätzlich ist es bestimmt auch noch belastend für beide, wenn einer permanent krank ist.

Such die offene Kommunikation. Sag ihm, wie du dich dabei fühlst, ob es eine Zukunft ohne Kind hat...

Ich wünsche dir alles Gute und viel Gesundheit.

Ja aber dass es keine Kinder gibt, beschließt ja er! Anstatt ihr das Gefühl zu geben, dass das wichtigste erst mal ihre Gesundheit ist, und das mit dem Kind kann ja wirklich nich ein paar Jährchen warten. 

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26. Oktober 2020 um 9:23

Seit ihr zusammen wohnt, bist du krank. Das ist zumindest eine heftige Korrelation, vielleicht auch eine Kausalität. 

Wenn du das Geschwärme mal kurz zur Seite schieben kannst, ist er wirklich so toll? Vor allem, wie er dich jetzt behandelt? Du kommst mir vor wie jemand, der am langen Arm verhungert, und die Schuld für deine Leiden auch noch umgehängt bekommt. 

wie auch immer, ich fürchte,  dass er sich aus der Beziehung verabschiedet. Rede ihn drauf an, stelle die Zukunftsfrage. Rechne mit dem schlimmsten, dass aber von außen eher wie eine Befreiung aus dem lieblosen Gefängnis klingt.

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26. Oktober 2020 um 9:28
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Ja aber dass es keine Kinder gibt, beschließt ja er! Anstatt ihr das Gefühl zu geben, dass das wichtigste erst mal ihre Gesundheit ist, und das mit dem Kind kann ja wirklich nich ein paar Jährchen warten. 

Ich möchte nicht unhöflich sein aber in dem  Alter und der Gesundheitlichen Verfassung, wäre es fahrlässig noch an Kinder zu denken.

Da denkt er wohl doch an ihre Gesundheit. Ich würde auch niemanden, der fast 40 und seit einem Jahr Dauerkrank ist, eine Schwangerschaft zumuten.

Die werden mit zunehmenden Alter nämlich immer beschwerlicher.

Und nicht nur ihr geht es schlecht, sondern ihm auch. Das eine physisch und das andere psychisch. 

Dass er sich trotzdem daneben benimmt steht ausser Frage aber seine Trauer kleinzureden finde ich auch nicht ok.

Ich glaube auch nicht, dass er sie nur fürs Kinderkriegen wollte, ansonsten wäre er weg und hätte sie nicht durch ihre ganzen Gebrechen begleitet.

Es gibt Gründe, warum es für unerfüllte Kinderwünsche Selbsthilfegruppen gibt, denn viele trifft das sehr hart und wirft sie auch der Bahn. Jeder verarbeitet das auf seine Art und Weise und die beiden müssen kommunizieren um das wieder ins Lot zu bringen.
 

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26. Oktober 2020 um 9:28

Mir sind da jetzt einige Gedanken durch den Kopf gegangen. Mal gucken, was ich zusammenbringe.

Irgendwie geht es dir ja nicht gut. Hat sich denn vor etwas einem Jahr etwas deutlich geändert, was dir zu schaffen macht? Im Job? Oder ist das Kinderthema akut auf den Tisch gekommen? Willst du denn tatsächlich gerne noch eines oder nur ihm zuliebe?

Es ist natürlich nicht leicht, wenn man sich ein (eigenes) Kind wünscht, wenn man dann keines haben kann. Aber schlußendlich ist das nicht deine Schuld. Grundsätzlich darf der Mann froh sein, in seinem Alter überhaupt noch eine solche junge Frau ergattert zu haben. Eine Frau mit 48 braucht sich keine Gedanken mehr zu machen, ob sie mit einem neuen Partner noch gerne Kinder hätte. Eine Frau in deinem Alter kann sich nicht denken: Och ja... ist ja noch Zeit... irgendwann mal....

Natürlich ist es schwer, wenn er seinen Traum jetzt begräbt. Und ich glaub e es ist eine menshcliche Schwäche, die Schuld gerne irgendwem zu geben und meist ist das nicht man selbst, sondern man sucht einen Sündenbock, auf den man seine Wut projezieren kann.
Jetzt bist das ausgerechnet du, dabei hast du gar nichts falsch gemacht.

Esist nicht fair, seinen Verlust jetzt an dir auszulassen.

Einer Bekannten geht es ähnlich, dass ihr Partner ihr die Schuld gibt, dass sie keine Kinder haben können. Das geht jetzt schon Jahre so und er kommt nicht drüber weg.

Vielleicht setzt ihr euch mal in Ruhe zusammen und sprecht darüber, dass du so in der Situation unglücklich bist und dass das so in Zukunft nicht weitergehen kann.

Und sei dir gegenüber ehrlich, ob du überhaupt wirklich nochmal von vorne anfangen willst.

Was du liebst ist ja, wer er mal war, als er noch dachte, du könntest ihm seinen Wunsch erfüllen. LIebt er dich denn jetzt noch immer?
Liebst du das, was aus ihm geworden ist?

Die Eigenschaften die du aufzählst zeigt er jetzt gar nicht mehr.
Fürsorglich, -> nein
lustig, -> hast du noch Spaß mit ihm?
intelligent, -> könnt ihr euch noch gut unterhalten?
zärtlich, -> nein
immer für einen da, -> nein
unternehmungslustig, -> ? tut er das noch?
mag die Kinder -> ? mag er sie noch?
und die Kinder ihn, -> ? ist er noch gut zu ihnen?
fleißig -> ?

Es ist ok, dass er Zeit braucht und dass er eine Weile holpert. Aber es muss auch wieder besser werden.
Ich hätte ja Angst er rechnet sich aus, ob es sich lohnt, nochmal auf die Suche nach einer Frau im gebärfähigen Alter zu gehen. Un dich köntne es ihm nicht mal verdenken. Wenn ich einen Kinderwunsch hätte, würde ich mich auch gründlich fragen, ob mein Partner den verzicht wert ist. Ein Kinderwunsch ist einfach etwas sehr starkes und du hängst er nun alleine drin, denn du hast ja Kinder.

Setzt euch in Ruhe zusammen, solange da noch was zu retten ist.
Warum bist du ihm jetzt zu krank?
Hat er Angst, dass du eine Schwangerschaft nicht gut überstehst? Oder dass euer Kind dich bald pflegen müsste?
Findest du dich selbst zu krank für Schwangerschaft und Mutterschaft?

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26. Oktober 2020 um 9:30
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Hallo,

kurz unsere Vorgeschichte:
ich(37) bin mit meinem Freund(48) seit 3Jahren zusammen und wohnen seit gut einem Jahr zusammen. Aus meiner Ehe habe ich zwei Kinder (11&14). Von Anfang an war mir klar das mein Freund gerne ein eigenes Kind hätte und das ist/ war auch nie ein Problem für mich.

Jetzt zu meinem Problem:
Seit ca einem Jahr bin ich ständig krank. Erst Magenschleimhautentzündung, dann Bandscheibenvorwölbung (die ich immer noch habe), immer wieder Probleme mit dem Magen und dann ist mir Ende August die Gallenblase entfernt worden. Im Januar war ich wegen meiner Bandscheibe im Krankenhaus und danach hat mein Freund von sich aus gesagt das er den Gedanken ein gemeinsames Kind mit mir begräbt weil ich zu krank bin. Und da fing es an, das er immer abweisender wurde. Der Sex wurde seltener, gekuschelt wurde fast garnicht mehr, nicht mal einen kleinen Kuss gab es noch. Er hatte das damit begründet das er es gerade einfach nicht könnte weil er daran zuknabbern hat, das es kein Baby gibt. Ich habe ihm die Zeit gelassen. Dann habe ich Anfang April meinen Job verloren, daran hatte ich zu knabbern.
Zwischenzeitlich ging es dann wieder mit der Nähe aber seit ich wegen der Gallenblasen OP im Krankenhaus war, ist er viel abweisender. Und ich weiß einfach nicht mehr weiter. Er ist teilweise sehr verletzend, wie ich finde. z.B. reibt er mir fast täglich unter die Nase das es meine Kinder sind und nicht seine. Dabei hat er sich immer sooooo lieb um die Beiden gekümmert. Vielleicht bin ich auch einfach nur dünnhäutig weil mir einfach seine Nähe fehlt. Selbst wenn ich mich ankuschel, rührt er sich nicht oder er steht nach kurzer Zeit auf. Wenn ich auf ihn zu gehe um ihm einen Kuss zugeben, dreht er seinen Kopf weg. Sex haben wir vielleicht einmal im Monat, wenn überhaupt und dann kann ich mir am nächsten Tag anhören, das ich ein SexMonster wäre und er mir zu liebe Sex mit mir hatte. Stattdessen befriedigt er sich heimlich nachts selber. Bin in letzter Zeit öfter wach geworden weil das Bett am wackeln war. 

Ich liebe den Kerl. Wenn er nicht so abweisend zur Zeit wäre, ist er ein totaler Traumtyp. Genau so habe ich mit meinen Traummann immer vorgestellt. Fürsorglich, lustig, intelligent, zärtlich, immer für einen da, unternehmungslustig, mag die Kinder und die Kinder ihn, fleißig und noch viel mehr.
Aber gerade weiß ich einfach nicht weiter. Ich fühle mich einfach nur scheisse und durch die ständige Kritik, habe ich den Eindruck nichts richtig zu machen.
Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben.

Lass ihn. Trenne dich. Er hat mit dir angeschlossen. Du siehst ja auch wie er dich behandelt, wenn du krank bist. Du bist nur ein Gegenstand für ihn der funktionieren muss. Mehr nicht. 

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26. Oktober 2020 um 9:39

Sein Verhalten dir und deinen Kindern gegenüber finde ich richtig richtig schlimm und das ist auch nicht nur mit Enttäuschung zu erklären. Dir vorzuwerfen, es seien ja deine Kinder, zeugt eher von einer tiefen Abneigung. Ich weiß nicht, all das würde mich an seiner Aufrichtigkeit zuvor eher zweifeln lassen. Mich würde es auch nicht wundern, wenn er heimlich schon eine neue Frau sucht.

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26. Oktober 2020 um 9:47

Ich finde dich übrigens garnicht so krank.
Ich stell mir die Verdauungssache belastend vor, weil Essen halt mehrmals am Tag Thema ist und sich das über einen Zeitraum zieht. Hat man die Galle nur wegen der Magenproblematik rausgenommen?
Meine Schwägerin hat nach ihrer Gallenentfernung (Steine) noch zwei gesunde Kinder bekommen.
Die Magensache isthalt auch unschön, aber lässt sich da nicht eine Möglichkeit finden? Du bist ja nicht die einzige mit solchen Problemen. Wobei ich ja eben der Meinung bin, dass auch eine besonders Art Streß das ausgelöst haben könnte und die Sache sich beruhigt, sobald du das Problem behebst. Nicht umsonst sagt man manchmal: Ich krieg ja noch ein Magengeschwür!

Sonst ist es nur noch die Bandscheibe und auch die ist echt blöd uns belastend. Schmerzen sind sowieso das Letzte und wie sich das auf eine Schwanegrschafts auswirkt weiß ich auch nicht, aber man hat ja auch nicht immer und durchgägnig Probleme damit wenn man sich mit einem 2-jährigen Kind "einen Bruch hebt" ist das Leben ja auch meisterbar und man muss es nicht zur Adoption freigeben, weil man jetzt als Vater oder Mutter nichts mehr taugt.

So grundsätzlich würde ich kein Problem auf ein Kind sehen, wenn ihr demnächst deine Gesundheit wieder in den Griff bekommt.

Aber ich habe eben den EIndruck, dass es sein Wunsch ist und dass es dir allgemein nicht so gut geht.

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