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Mein Freund weigert sich zu arbeiten

4. Mai 2011 um 17:49

Hallo ihr Lieben!
Vielleicht könnt ihr mir ja bei meinem Problem helfen.
Ich wohne seit einem halben Jahr mit meinem Freund in einer Wohnung zusammen. Ich beziehe Schülerbafög und Kindergeld und mache mein Abitur nach. Er hat letztes Jahr seine Ausbildung bei Lidl abgebrochen, er bekommt nur Kindergeld (aber dieses in den nächsten 2 Monaten auch nicht mehr). Ich bezahle von meinem Bafög alles: Miete, Verpflegung, Essen und andere Sachen, so dass für mich im Endeffekt nicht mehr viel übrig bleibt. Meine Mutter unterstützt mich finanziell auch viel, jedoch hat sie jetzt auch die Nase voll, weil sie merkt, dass es langsam dreist von meinem Freund wird nichts zu tun. Diesen Sommer möchte er an einer Schule einen höheren Schulabschluss machen, aber mehr als ALG2 wird er auch nicht bekommen und selbst da ist er zu faul, um sich um die Anträge zu kümmern bzw. schiebt es immer vor sich hin. Er unterstützt mich auch nicht im Haushalt, immer wenn ich von meiner Abendschule nach Hause komme, muss ich noch Geschirr spülen und er will dann auch was essen (wo er ja den ganzen nachmittag so viel zeit hatte). Er lebt auch nach einem völlig falschen Rhythmus, er schläft bis zum nachmittag und spielt dann bis tief in die nacht oder später computerspiele. Er sieht ein, dass er zu wenig im Haushalt macht, aber zieht es nicht konsequent durch mir zu helfen. Ich komme mir langsam vor wie eine Mutti. Was ist in dieser Situation am besten zu tun? Vieln Dank im Voraus!

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4. Mai 2011 um 18:18


verlange unterstützung von ihm oder schmeiß ihn raus!!
so hart es auch ist...es ist schon schwer sich alleine durchzubringen und nun noch dieser balast...sei konsequent.

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12. Juni 2011 um 13:44

Denk an dich!
also ich finde es ganz klasse von dir, dass du dein abi nachmachst. das ist ne riesensache und ganz sicher nicht mal eben so nebenbei erledigt. wenn man sich dabei noch um seine beziehung kümmert, gibt es zwei szenarien:
a) du hast einen partner, dem es ebenso wichtig ist, im leben voran zu kommen und seinen worten, taten folgen lässt. er will auch dir später mal was bieten können, strengt sich selbst entsprechend an und unterstützt dich, wenn du mal einen hänger hast oder in ner prüfungsphase bist. was wiederum sich anspornt.
b) du hast nen partner, der dir deine energie raubt, der sich von dir aushalten lässt und dem seine zukunft nicht sehr viel wert zu sein scheint.

klar, kannst du jetzt sagen, ich liebe ihn und so, aber was nützt dir das? er scheint dich jedenfalls nicht so toll zu finden, dass er daraus die konsequenz ziehen würde und mal was an seinem leben ändert.

ich mein, dir kann keiner die entscheidung abnehmen, aber da du nach meinungen gefragt hast: setz ihn vor die tür und das konsequent, egal wie sehr er auf die tränendrüse drückt und dir das dann auch weh tut. damit hilfst du auch ihm am meisten. mit verständnis brauch man meiner erfahrung nach in dieser situation nicht mehr kommen. warum auch. hattest du doch schon die ganzen letzten monate.

viel glück!

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12. Juni 2011 um 19:39


Schmeiß ihn raus.

Ist ja verständlich, dass du dich wie seine Mama fühlst wenn er sich wie ein unmündiges Kind benimmt. Dein Geld kannst du sicher auch ohne die Hilfe eines faulen Sacks ausgeben.

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18. Juni 2011 um 18:24

Klingt wirklich nach ner heftigen Depression
Mir ging's mit Anfang 20 vermutlich ähnlich wie deinem Freund. Da war ich aber noch im Studium und wohnte bei den Eltern, der Lebensrhythmus war aber derselbe.

Irgenwann meinte die Familie aber: "Jetzt reicht's, du gehst jetzt zum Arzt und lässt dir professionell helfen!" Ich nehme mal an, hätte ich das nicht gemacht, wäre ich sonst rausgeflogen. Naja, dann bin ich zum Psychologen gegangen und da wurde mir dann schon einiges vor Augen geführt. Und seitdem weiß ich, was Verantwortung für sich und für andere bedeutet. Jedenfalls nicht, den ganzen Tag herumzutrödeln und von der Freundin abends zu erwarten, dass sie ihm Essen macht.

Die Meinung hier "Schmeiß ihn raus" kann ich schon gut verstehen.

Wenn du es gut mit ihm meinst, sprich ihn aber darauf an, ob eine Therapie nicht ein gute Lösung wäre.

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