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Mein Freund und Vater unserer Tochter

2. November 2014 um 11:22

Hallo zusammen,

ich habe mir nun extra einen Account erstellt, um hier vielleicht einige Ratschläge und gute Tipps zu bekommen. Vorher war ich lange stille Mitleserin.

Es geht um meinen Freund und Vater unserer neun Monate alten Tochter. Die Kleine war ungeplant, wir lieben sie aber abgöttisch und sind froh, dass es sie gibt.
Sie ist entstanden, als wir noch gar nicht zusammen waren. Sozusagen war es ein One Night Stand Aber ich war da schon furchtbar verknallt in ihn. Ich glaube er auch in mich...

Nachdem er von der Schwangerschaft
erfahren hatte, hat er sehr um eine richtige Beziehung zu mir gekämpft. Es wurde immer intensiver, bis wir dann auch ein halbes Jahr nach der Geburt der Kleinen zusammen gezogen
sind. Er war auch bei ihrer Geburt dabei und ist ein super Vater, der sich toll kümmert.

Jetzt zu meinem Problem...
Er ist furchtbar introvertiert und antriebslos. Er hat auch keine Hobbys, Interessen oder ähnliches. Mit anderen Menschen kommt er kaum ins Gespräch. Mit mir auch nicht... Man muss ihm alles aus der Nase ziehen. Dazu muss ich sagen (das hat er mir erst erzählt, als er bei uns eingezogen ist...) dass er vor ein paar Jahren eine Psychose hatte und starke Psychopharmaka nehmen muss, damit sie nicht wieder ausbricht. Ich denke, die hohe Dosis trägt auch ihren Teil dazu bei...

Es ist einfach schwierig. Ich muss wirklich alles bestimmen, ihn zu allem antreiben, Kleinigkeiten im Haushalt überfordern ihn bereits, er ist ständig müde... Unterhaltungen mit Freunden und Familie betreibe ich praktisch alleine, selbst wenn seine Familie, die weiter weg wohnt, zu Besuch ist, muss ich den Alleinunterhalter spielen, denn die reden genau so wenig wie er...

Zudem ist er sehr sensibel und ich kann nicht einfach mal was hinknallen, sondern überlege immer, wie ich es verpacken kann, dass er es verkraftet.

Es ist irgendwie oft, als hätte ich zwei Kinder... Er ist Koch, geht arbeiten... Aber nur dreimal die Woche sechs Stunden. Den Rest bezieht er Rente aufgrund der Krankheit. Das wird aber jetzt neu geprüft.

Mir setzt einfach dieses Energielose so zu und dass man mit ihm nicht richtig reden kann. Ich bin als junge Mutter natürlich viel mit der Kleinen beschäftigt und dazu brauche ich meine Energie... Und hätte auch gerne manchmal eine starke Schulter und jemanden an meiner Seite, der mir was nettes sagt... Er sagt immer, mit Charaktereigenschaften könnte er nichts anfangen, also er weiß nicht, wie er was nettes formulieren soll...

Und ich bin leider auch nicht so der Mensch, der sehr gefühlsbetont ist und gut über seine Gefühle reden kann Das würde es etwas leichter machen.

Er ist wirklich ein toller Mensch und ich liebe ihn und er ist der Vater meines Kindes... Ich würde zu gerne, dass es klappt. Was kann ich tun, um ihn zu unterstützen und ein bisschen aus der Reserve zu locken? Ich denke viel liegt es halt auch an den Medikamenten, oder? Kennt sich da jemand aus?

Sorry dass es so lang geworden ist... Und vielen Dank fürs Lesen!

Viele liebe Grüße an alle!!!

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2. November 2014 um 13:47

Also...
Ich bin in seine Therapie mit einbezogen. Er macht Gespräche zwei mal die Woche und Psychoedukation. Er hat sich sehr viel Mühe gegeben, alles zu verarbeiten. Nur über die Psychose ansich spricht er nicht gerne, war wohl sehr traumatisch und aufgrund einer Drogen Erfahrung... Einmalig und nie wieder gekehrt.

Darum habe ich noch einiges an Hoffnung. Er bekommt wirklich eine sehr hohe Dosis Medikamente und soll die jetzt langsam reduzieren. Nebenwirkungen sind genau diese Dinge wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit und so...

Klar ist auch sein Charakter sicherlich auch ein Stück weit so :-P

Wie gesagt hat er auch sehr viele gute Eigenschaften. Er ist sensibel, mitfühlend, humorvoll, wie gesagt ein super lieber Vater, intelligent, tolerant...

Sofort zu sagen trenne dich zum Wohl deiner Tochter... Sehe ich so jetzt nicht. Er kann doch trotzdem ein guter Vater sein wo ist da der Zusammenhang?

Wenn dann geht es um mein Glück... Was ja auch wieder mit meiner Tochter verknüpft ist, klar... Und ich denke halt dass man heutzutage viiiiel zu schnell aufgibt...

Vielen Dank euch allen

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