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Mein Freund und Hausarbeit

18. Juni 2006 um 17:53

Hallo ihr,
ich bin seit zwei Jahren mit meinem Freund zusammen. Momentan leben wir in ein Distanzbeziehung, was sich aber in Kuerze aendern wird.

Das Problem: Mein Freund hat es so gar nicht mit dem Aufraeumen und vor allen Dingen nicht mit dem Putzen. Ersteres stoert mich gar nicht malso sehr( da ich wirklich nicht superordentlich bin), weil ich auch gerne einfach mal meine Sachen auf den Boden schmeisse, aber aber spaetestens nach zwei Tagen auch wieder aufhebe. Ich bin also wirklich nicht superpenibel. Mir macht auch Staub nichts aus, ich will nur nicht auf 3 Wochen altem Essen rumtreten, wenn ich in die Kueche komm.
Es ist aber so, dass es bei ihm regelrecht versifft (es ist jetzt nicht superecklich, aber ueberschreitet definitiv meine Akzeptanzgrenze). Kueche und Bad sind am schlimmsten. Die Badewanne ist so verstopf,nach 2 minuten Duschen steht einem das Wasser bis an die Knie.Schuld ist es angeblich meine, wegen meiner langen Haare. In der Kueche kann man mittlerweile nicht mehr richtig laufen, da es lngsam klebrig wird.
Bettwaesche waescht er praktisch gar nicht, nur wenn ich mich weigere, darin zu schlafen (er schwitzt leicht und deswegen "muss" er eigentlich einmal die Woche waschen. Schmutzwaesche stapelt sich und wird nur gewaschen, wenn praktisch gar nichts mehr zum Anziehen da ist. Und wenn mal wieder kein sauberes Paar Unterwaesche gefunden wird, dass zieht er mal eben keine fuer ein par Tage an. Diverse Packungen Milch im Kuehlschrank stehen dort schon seit Wochen und gammeln vor sich hin.
Ich hab es ueber ein paar Wochen mal so gemacht, dass ich alles auf Vordermann gebracht hab, ih m erklaert hab, wie man effizient Ordung halten kann....Nichts...

Dann hab ich ihn ein paar mal gezwungen, mir zu helfen, hat er auch gemacht. Das Resultat war eigentlich okay. Bloss alleine? ...ach neee...

Jedesmal, wenn Gaeste kamen, hab ich alles auf Hochglanz gebracht, da es mir sonst zu peinlich gewesen waer. Hab ihm gesagt, dass es nicht fair ist, dass ich die ganze Arbeit mache. Das naechste mal hab ich ihn gezwungen, mir zu helfen. Ein anderes Mal hab ich es so eingerichtet, dass ich nicht da war bis kurz voerher, wo Besuch kam, so dass er es selber machen musste. Das Resultat war so aermlich. Ich hab unsere Bekannte irgendwas zu Ihrem Freund sagen hoeren, so in der Art, dass es doch wohl recht schmuddelig bei uns ist. Das hab ich meinem Freund auch gesagt, der aber nur erwiederte , dass echte Freunde ich fuer sowas nicht interressieren.

Jetzt hab ich seit 3 Wochen nichts mehr gemacht (pass aber auf, dass ich meinen Kram immer sofort wegraeume), und es sieht hier tagteaglich immer schlimmer aus. Mein Freund schiebt alles auf die Arbeit, aber die eine Stunde pro Woche muss man doch haben, um nicht in solch einem Sauhaufen zu leben, oder?

Es ist eine beschlossene Sache, dass ich bei ihm einziehe, also bitte keine Kommentare wie "das haettest du dir aber frueher ueberlegen sollen". Ich liebe ihn und will mit ihm zusammen sein, aber es muss doch eine Loesung fuer diese Prolbem geben?

Lieber gruss

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18. Juni 2006 um 18:46

Das
ist es wieder-werden jetzt einige sagen-Frau versucht Mann umzuerziehen und du sollst es doch bitte so akzeptieren wies ist. Ich hab dir auch keine andere Lösung,als,dass du wohl sein "Heimchen am Herd" spielen musst. Wahrscheinlich hat Mama ihren Kleinen zu sehr verwöhnt und ihm wurde immer hinterher geräumt..Das legen Männer auch nachher nicht ab (wieso denkst du,leben manche Männer nie lange alleine-Puuuutzeeeee fehlt). Wenn du ihn umerziehen willst (was nicht unbedingt von Erfolg gekrönt sein muss),dann wird das harte Arbeit! Denn was Hänschen nicht lernt,lernt Hans nimmer mehr(wie bei Hunden,da dauert es auch ewig sie wieder "hinzubekommen"). Vor allem musst du wohl harte Bandagen anziehen,z.B. ihn bestrafen wenn er nicht so tut wie du willst (z.B. Sexentzug) und ihn belohnen wenn er was tut (womit auch immer). Viele werden jetzt sagen,das ist ja übertrieben und du sollst ihn lassen..Aber wenn du damit nicht leben kannst,wirst du zwangsläufig unglücklich (mein Vater ist auch so einer..aber meine Mutter ist inzwischen genauso versifft!)oder ,wie in dem Beispiel in der Klammer genauso...

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18. Juni 2006 um 19:03

Mit so einem ferkel..
..war ich auch mal zusammen. vier monate! ich habe nicht mehr bei ihm übernachten können (hausstaub- und katzenhaarallergie), sachen haben im kühlschrank geschimmelten vor sich hin, der grill wurde nie gesäubert und war mit essensresten verschmiert, ....als es mir auf der toilette wegen des katzenklos speiübel wurde (wurde nur einmal in der woche sauber gemacht), konnte ich nicht mehr....ich habe es beendet (es kamen auch noch lügen hinzu).

ich habe nie einen finger krumm gemacht in seiner wohnung, gerade eben weil ich nicht seine putze bin.

tja, was man dir raten soll? keine ahnung...ich denke wenn es so schlimm ist, ist es ein hoffnungsloser fall. mich hat am ende nicht nur die wohnung angeekelt, sondern auch der mensch. wobei der mehr cremes und tuben im bad hatte wie ich...aber alles nur fassade.

wenn du wirklich mit ihm zusammen ziehst, machst entweder du alles oder ihr lasst es eine putzfrau machen.

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19. Juni 2006 um 7:26

???
wenn eine grundreinigung erst einmal da ist, muss eine putzfrau nicht jedes mal so einen schweinstall weg machen.

nein, wie unfassbar...weisst du eigentlich was putzfrau sonst alles weg machen müssen?? ausserdem gibt es geld dafür!

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19. Juni 2006 um 7:36

Ich würde ihm vorschlagen, dass....
... Ihr Euch eine Putzfrau kommt, wenn
- er den Schmutz nicht sieht
- es darauf hinaus läuft, dass Du die ganze Hausarbeit alleine macht.

Oder Ihr stellt einen Plan auf, wer was zu machen hat. Jeder kann dann selber entscheiden wann er seine Arbeit in der Woche erledigt. Wenn einer von Euch beiden sich nicht an den Plan hält, zahlt 10 Euro in eine Kasse ein, von der Ihr dann gemeinsam essen geht.

Oder Ihr macht einen festern Putztag in der Woche aus, an den sich dann keiner von Euch beiden etwas anderes vornimmt und macht die Arbeit gemeinsam.


LG
Pluster

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19. Juni 2006 um 8:31

Wenn es
dich jetzt schon stört(was ich sehr gut nachvollziehen kann) und ihr wohnt noch nicht zusammen, was meinst du was da auf dich zukommen wird, wenn es soweit ist?
Du wirst dich dann wohl damit abfinden müssen, seine Putzfrau zu werden, denn darauf läuft es hinaus. Warum sollte er an seinem Verhalten etwas ändern?? Am Anfang wird er sich vielleicht(wenn du glück hast und um seinen guten Willen zu zeigen) an der Hausarbeit beteiligen. Das wird aber wahrscheinlich nach ein paar Monaten Geschichte sein. Menschen die so sind wie er, ändern sich meistens nicht mehr, denn sie scheinen sich ja in ihrem Dreck wohlzufühlen. Du bist diejenige die damit ein Problem hat, nicht er, also wird er früher oder später wieder in seinen alten Trott verfallen.
Wenn du nicht alleine putzen willst, dann bleibt wohl auf Dauer nur eine Putzhilfe übrig.
Ausserdem sehe ich da auch die Gefahr, den Anderen ändern zu wollen und ihm den eigenen Willen aufzuwingen(etwas krass gesagt, nicht böse gemeint!).
Du hast ihn so wie er jetzt ist kennen und lieben gelernt und es ist eine Charaktereigenschaft von ihm, die ihn letztendlich auch mit zu dem Menschen macht, der er nun ist und in den du dich verliebt hast.Er könnte das ganze Ding ja auch umdrehen und sagen, dass DU dich mit deiner Einstellung ändern sollst und dem Ganzen gelassener gegenüber stehen könntest.
Also viel Glück und sehr gute Nerven beim zusammenleben. Ich denke, dass wird für dich nicht leicht werden, weil du diejenige bist, die sich in eurer Situation nicht wohlfühlen wird.

Ich glaube, ich könnte mit solch einem Menschen nicht zusammenleben, allein bei dem Gedanken an die von dir beschriebenen Umstände graust es mir.Aber ich muss es ja auch nicht.

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19. Juni 2006 um 10:18

liebes bauchgefühl
mich macht in erster linie nicht sein unkonventionelles hygiene-empfinden stutzig, sondern die tatsache, dass er so gar kein gefühl oder bewusstsein dafür zu haben scheint, dass andere sich im schmuddel unwohl fühlen - unabhängig davon, wie er es selbst am liebsten hat. oder genauer gesagt, dass er das inzwischen wohl wissen müsste, es aber gnadenlos übergeht, ignoriert.

woran liegt das denn, dass er deine sauberkeits-bedürfnisse nicht ernst nimmt? ist ihm der bei dir vorhandene zusammenhang zwischen wohlfühlen und wohnungszustand nicht klar? konntest du ihm dein anliegen trotz diverser bemühungen nicht verständlich machen?

ich meine, das ist ja nun nicht erst seit gestern ein thema bei euch. so dickfellig kann man doch gar nicht sein, der stellt sich tot, oder? man fühlt sich doch erst dann zusammen wohl, wenn beide aufeinander rücksicht nehmen und einem die bedürfnisse des anderen am herz liegen, egal welche relevanz die für einen selbst haben mögen.

ich sehe die gefahr, dass du irgendwann ungewollt in eine mutti-mecker-rolle verfällst, naja, eigentlich bist du ja bereits mitten drin. das blöde ist, dass man seine bisherigen bemühungen meist verdoppelt, wenn man nicht ans gewünschte ziel kommt. vielleicht solltest du deine taktik und damit auch die bemühungen verändern. denn so läufst du ja gegen ne wand. wer nicht will, der will eben nicht.

die lösung wäre doch wirklich eine reinigungskraft. dann bekommt ihr beide, was ihr wollt.

liebe grüße

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19. Juni 2006 um 12:22

Danke

fuer eure antworten.
ich glaube nur, dass das bild, welches ich vermittelt habe, doch extremer scheint als es eigentlich ist.
es ist nicht soooooooo schlimm, wie die reaktion einiger hierauf vermuten laesst. trotzdem ist es definitiv uerber meiner akzpetanzgrenze.es laufen bei uns keine Laeuse rum oder aehnliches. was mich persoenlices eben total stoert, sind kueche und bad, weil diese eben total schmuddelig sind.
er duscht sich auch uebrigens jeden tag, ist da also prinzipiell sehr reinlich. Bloss dann wird zwei wochen lang das gleiche handtuch benutzt, was dann irgendwann auch mal anfaengt zu stinken, mit der bregruendung, er wurde schmutzwaesche sparen...haeh???

putzfrau wuerde er nicht machen, erstens empfindet er es ja nicht als schmutzig und zweitens wuerde er ja saubermachen. bloss leider versteht er unter

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19. Juni 2006 um 13:00
In Antwort auf anika_12458144

Danke

fuer eure antworten.
ich glaube nur, dass das bild, welches ich vermittelt habe, doch extremer scheint als es eigentlich ist.
es ist nicht soooooooo schlimm, wie die reaktion einiger hierauf vermuten laesst. trotzdem ist es definitiv uerber meiner akzpetanzgrenze.es laufen bei uns keine Laeuse rum oder aehnliches. was mich persoenlices eben total stoert, sind kueche und bad, weil diese eben total schmuddelig sind.
er duscht sich auch uebrigens jeden tag, ist da also prinzipiell sehr reinlich. Bloss dann wird zwei wochen lang das gleiche handtuch benutzt, was dann irgendwann auch mal anfaengt zu stinken, mit der bregruendung, er wurde schmutzwaesche sparen...haeh???

putzfrau wuerde er nicht machen, erstens empfindet er es ja nicht als schmutzig und zweitens wuerde er ja saubermachen. bloss leider versteht er unter

Bei uns....
.... ist es auch so, dass ich Küche und Bad eher putze als mein Freund. Er sieht den "Dreck" (kein Dreck, eher (imaginäre) Keime....) nicht. Deswegen mache ich Küche und Bad und er andere Sachen.

Wenn Putzfrau für ihn kein Thema ist, dann ist es doch das perfekte "Druckmittel". Wenn er keine Putzfrau möchte, müsst Ihr Euch halt den Haushalt gerecht aufteilen. Wenn er nicht mitzieht, dann übernimmt seinen Part halt eine Putzfrau, die er dann bezahlen darf Jedefall sist das die "Androhung"....

Du musst ihm halt DEINE Spielregeln für ein harmonisches Zusammenleben halt JETZT schon beibringen und er Dir seine. Ihr müsst einen Mittelweg finden. Ansonaten ist Streit vorprogrammiert... und den möchte ja keiner gerne haben, oder?

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19. Juni 2006 um 14:41

Hey belua..
fühlst du dich persönlich angesprochen, oder warum schreist du so auf wie "getroffen"?

tigerle hat vollkommen recht - wenn erst einmal eine grundreinigung gemacht wurde, halten sich die folgenden/laufenden reinigungen durchaus in grenzen.

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