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Mein Freund, seine Mutter und ich

30. Mai 2011 um 15:39 Letzte Antwort: 30. Mai 2011 um 15:55

Vorweg: ich liebe meinen Freund sehr, er ist ein wirklich guter Mensch und in vielen Dingen genau das was ich immer gewollt habe, bis auf die Sache mit seiner Mutter.
Im Grunde ist mir seine Mutter schon sympathisch, sehr aufgeschlossen und individuell, aber leider als ehemalige Lehrerin auch recht dominant.
Am Wochenende kam es dann auch mal wieder zum Streit deswegen. Wir hatten uns egtl bereits etwas für den Sonntag vorgenommen, aber sowohl Samstag Abend, als auch Sonntag Morgen, ruft uns seine Mutter an, dass wir doch unbedingt zu einem Straßenfest mit Oldtimerausstellung gehen sollen. Dazu muß man sagen dass weder ich, noch mein Freund, sich sonst die Bohne für Oldtimer interessieren.
Nach dem Anruf seiner Mutter, wollte er dort aber unbedingt hin, notfalls auch Abends mal kurz, was er sonst nie machen würde, sondern nur ebent um seiner Mutter sagen zu können, dass er dort war. Ich hatte auch kurz mit ihr gesprochen und gebe zu dass es wirklich schwer ist "Nein" zu ihr zu sagen, da sie nicht versteht, dass nicht zwingend für alle Anderen das was sie toll findet, auch super ist. Andererseits sehe ich aber auch nicht ein mir vorschreiben zu lassen, was ich am Wochenende machen soll, zumal sie ohnehin schon sehr in sein und damit auch in mein Leben eingreift.
Was mich an der Sache wirklich stört, ist dass er so wenig Rückrad zeigt. Er ist Jemand der es immer allen Recht machen will (auch mir), aber dadurch nur selbst leidet.
Er hält mir bei solchen Streits immer vor, dass er sich sowieso meistens nach mir richtet, allerdings will ich das überhaupt nicht. Im Gegenteil, ich finde es normal dass man nicht immer einer Meinung ist und auch mal Kompromisse findet, meistens sagt er seine Meinung aber einfach nicht, bzw. ist ganz froh darüber wenn ich die Initiative ergreife, weil er selbst nicht weiter weiß.
Gestern haben wir dann jedenfalls beide Aktivitäten gemacht und der Tag war dann doch noch schön.
Allerdings wenn ich an unsere Zukunft und Themen wie Kinder und Hausbau denke, graust es mir. Wird er es dann auch zulassen dass seine Mutter uns die Wohnung mit grauenhaften Holzfiguren dekoriert oder auf schweidsche Doppelnamen für unsere Kinder besteht, nur weil er es ihr Recht machen will?
Er versteht mein Problem mit dieser Thematik, aber sieht die Schuld eher bei seiner Mutter als bei sich selbst.
Kann Jemand das verstehen und hat Tipps oder liege ich hier einfach komplett daneben?

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30. Mai 2011 um 15:55

Hihihihi kommt mir bekannt vor.
zu Deinem Trost: Ich hab mir immer gedacht, tja, warum kann mein Partner nicht Rückgrat zeigen. Gestritten haben dann wir, was seine Mami eigentlich angezettelt hat.
Ich hab die Erfahrung gemacht, dass das nichts bringt. Zu hoffen und zu warten, dass der Partner vor der Mutter mit mir gemeinsam eine Entscheidung trifft. Er hat es dann hin und wieder getan und ich war glückseelig, aber dann wieder furchtbar ärgerlich, wenns einmal nicht klappte
Verstehst Du was ich meine?
Er will keinen Ärger haben. Er will kein Problem haben. Und die psychologische Frage, was dahinter steckt erspar ich mir .
Du solltest Dich auf Deine Beine stellen. Ehrlich.
Auch wenn ein nein schwerfällt, nein. Du hast keine Lust da mitzugehen, Du hast etwas anderes vor. Wenn Dein Partner unbedingt möchte, soll er mit ihr dort hin. Aber es kann auch nicht sein, dass Du das mitmachst des guten Frieden willens.
Sag Deinem Partner klipp und klar, dass Du gerne hin und wieder was gemeinsam machst, aber Du schon gut weisst, wo Schluss ist. Hin und wieder heisst ja nicht immer.
Das zeigt ihm, dass Du nicht generell gegen seine Mum bist, Du auch in der Lage bist, sie als normalen Menschen zu betrachten, der Bedürfnisse hat und dass Du auch in der Lage bist, Deine persönlichen Grenzen zu setzen.

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