Home / Forum / Liebe & Beziehung / Mein Freund ist süchtig, ich gehe daran kaputt!

Mein Freund ist süchtig, ich gehe daran kaputt!

27. Juli 2007 um 22:34 Letzte Antwort: 21. Januar um 5:02

Vor einem knappen Jahr habe ich mich von meinem Mann getrennt, da ich mich haltlos in einen Arbeitskollegen verliebt habe. Er hat sich von seiner damaligen Freundin getrennt und wir haben uns sehr schnell entschieden, zusammen zu ziehen. Ging auch damals schon aus finanziellen Gründen nicht anders, er hatte mit seiner Freundin zusammengewohnt und ich mit meinem Mann. Für uns war klar, dass wir es wagen: Ganz oder gar nicht und dazu gehörte für uns auch, dass wir uns gemeinsam eine Wohnung suchen. Ich wusste damals schon, dass er ziemlich viel trinkt. Wieviel er wirklich trinkt, und welche Drogen er sonst noch konsumiert, davon hatte ich nicht die leiseste Ahnung. Zuerst war alles ganz toll mit uns beiden, die erste Phase der Verleibtheit, es war wie ein Rausch. Wer kennt dieses Gefühl nicht... Trotz der Trennung von meinem Mann war ich auf Wolke 7. Irgendwann hat dann der Alltag bei uns Einzug gehalten. Er hat wieder mehr getrunken (Pensum pro Abend war dann meist eine 0,3 Liter Flasche Korn und ein bis zwei Flaschen Wein). Wenn er diese Mengen getrunken hat, wird er ein völlig anderer Mensch. Am besten ist dies wohl mit "Dr.Jekyll & Mr. Hyde" zu vergleichen. Es ist, als wenn sich dann ein Schalter umlegen würde und er wird dermaßen aggressiv und beleidigend, dass ich Angst vor ihm bekomme und er mich zutiefst verletzt. Am folgenden Morgen kann er sich nicht mehr erinnern, was genau passiert ist, er weiss aber, dass er Mist gebaut hat. Er ist dann immer zerknirscht, es tut ihm leid und er gelobt Besserung. Das geht dann auch für ein paar Wochen wieder gut, dann geht das Drama von vorne los. Irgendwann, vor ein paar Monaten, hat er selbst gemerkt, dass der Alkohol ihn kaputt macht. Er war oft nicht bei der Arbeit und hat sich krankschreiben lassen, da er so einen schlimmen Kater hatte. Dass ihm dies natürlich auch Probleme in seinem Job gemacht hat, ist ja klar. Er hat dann zu anderen Drogen gegriffen: Haschisch, Speed und (ich finde es total heftig) Heroin, was er schnieft. Dazu muss ich sagen, dass er früher schon Erfahrungen mit diesen Drogen gemacht hatte und wegen seines Speed-Konsums vor ca. 10 Jahren auch schon 2 Therapien gemacht hat. Jetzt ist es halt so, dass er immer zwischen den Substanzen wechselt. Mal kauft er sich ein paar Gramm Haschisch und raucht dann 3 Tage hintereinander exzessiv. Auf Haschisch ist er ganz friedlich und ausgeglichen. Ist das Haschsich aus, geht er sich dann für den nächsten Abend 2 Flaschen Wein holen, dann kommt wieder der Aggressive raus, am nächsten Tag holt er sich dann ein Gramm Heroin, wenn er das genommen hat, macht er was er will und beachtet mich nicht wirklich. So geht das immer abwechselnd, je nachdem, was er gerade für eine Droge bekommen kann. Da dies natürlich auch noch unheimlich kostspielig ist, hat er meist am Ende des Monats kein Geld mehr und ich muss ihn mit "durchfüttern". Dies ist ihm auch immer wieder unangenehm und peinlich und er gelobt jedesmal wieder Besserung und zahlt seine Schulden (zumindest teilweise, da ich ihm dann meist einen Teil erlasse) an mich zurück. Es klingt jetzt so, als wäre ich nur unglücklich, aber das ist nicht so. Mein Freund ist auch unheimlich lieb, zärtlich, lässt mich so sein wie ich bin und liebt mich so wie ich bin und wir haben trotz allem auch viel Spaß miteinander. Tatsache ist auch, dass man tatsächlich gut mit ihm über die Probleme reden kann, wenn er nüchtern ist. Er gibt ganz offen zu, dass er ein Suchtproblem hat und sagt, dass er halt so ist und dass ich ihn so akzeptieren soll, wie er ist. Da hat er ja irgendwie auch Recht, aber das kann ich nicht, denn es zermürbt mich so sehr, dass ich langsam Angst habe depressiv zu werden.Ständig dieses Bangen und Hoffen, dass er sich nicht total bedröhnt, dass er am nächsten Tag noch arbeiten kann, etc. Ich liebe ihn, ich will ihn nicht verlieren und ich habe meinen Mann, mit dem ich 8 Jahre zusammen war, für ihn verlassen. Ich weiss, dass ich ganz alleine entscheiden muss, ob ich ihn so akzeptieren kann oder nicht und ob nun das Negative oder das Positive in dieser Partnerschaft überwiegt. Ich fühle mich im Moment nur so schrecklich allein und traurig. Meine Eltern denken, es wäre alles ganz toll mit uns beiden; sie wären mega schockiert, wenn sie wüssten, wie die Wahrheit aussieht. Meine Freundinnen wissen Bescheid und sagen, dass ich mich trennen soll. Mir scheint, als würde mich niemand verstehen und als kann ich mit niemandem wirklich darüber reden. Gibt es hier nicht jemanden, der ähnliche Erfahrungen macht oder gemacht hat und nicht weiss, was er tun soll? Ich weiss, dass viele denken müssen, dass ich selbst Schuld bin, wenn ich mir das alles gefallen lasse und dass ich mich gegen ihn entscheiden muss. Aber ich glaube ganz tief in mir an unsere Liebe und könnte es nicht ertragen, ohne ihn zu sein.

Ich danke euch für's "Zuhören".

Ganz lieben Gruß,

Tangerinedream2

Mehr lesen

Beste hilfreiche Antwort

21. Januar um 5:02
In Antwort auf myrna_11919323

Vor einem knappen Jahr habe ich mich von meinem Mann getrennt, da ich mich haltlos in einen Arbeitskollegen verliebt habe. Er hat sich von seiner damaligen Freundin getrennt und wir haben uns sehr schnell entschieden, zusammen zu ziehen. Ging auch damals schon aus finanziellen Gründen nicht anders, er hatte mit seiner Freundin zusammengewohnt und ich mit meinem Mann. Für uns war klar, dass wir es wagen: Ganz oder gar nicht und dazu gehörte für uns auch, dass wir uns gemeinsam eine Wohnung suchen. Ich wusste damals schon, dass er ziemlich viel trinkt. Wieviel er wirklich trinkt, und welche Drogen er sonst noch konsumiert, davon hatte ich nicht die leiseste Ahnung. Zuerst war alles ganz toll mit uns beiden, die erste Phase der Verleibtheit, es war wie ein Rausch. Wer kennt dieses Gefühl nicht... Trotz der Trennung von meinem Mann war ich auf Wolke 7. Irgendwann hat dann der Alltag bei uns Einzug gehalten. Er hat wieder mehr getrunken (Pensum pro Abend war dann meist eine 0,3 Liter Flasche Korn und ein bis zwei Flaschen Wein). Wenn er diese Mengen getrunken hat, wird er ein völlig anderer Mensch. Am besten ist dies wohl mit "Dr.Jekyll & Mr. Hyde" zu vergleichen. Es ist, als wenn sich dann ein Schalter umlegen würde und er wird dermaßen aggressiv und beleidigend, dass ich Angst vor ihm bekomme und er mich zutiefst verletzt. Am folgenden Morgen kann er sich nicht mehr erinnern, was genau passiert ist, er weiss aber, dass er Mist gebaut hat. Er ist dann immer zerknirscht, es tut ihm leid und er gelobt Besserung. Das geht dann auch für ein paar Wochen wieder gut, dann geht das Drama von vorne los. Irgendwann, vor ein paar Monaten, hat er selbst gemerkt, dass der Alkohol ihn kaputt macht. Er war oft nicht bei der Arbeit und hat sich krankschreiben lassen, da er so einen schlimmen Kater hatte. Dass ihm dies natürlich auch Probleme in seinem Job gemacht hat, ist ja klar. Er hat dann zu anderen Drogen gegriffen: Haschisch, Speed und (ich finde es total heftig) Heroin, was er schnieft. Dazu muss ich sagen, dass er früher schon Erfahrungen mit diesen Drogen gemacht hatte und wegen seines Speed-Konsums vor ca. 10 Jahren auch schon 2 Therapien gemacht hat. Jetzt ist es halt so, dass er immer zwischen den Substanzen wechselt. Mal kauft er sich ein paar Gramm Haschisch und raucht dann 3 Tage hintereinander exzessiv. Auf Haschisch ist er ganz friedlich und ausgeglichen. Ist das Haschsich aus, geht er sich dann für den nächsten Abend 2 Flaschen Wein holen, dann kommt wieder der Aggressive raus, am nächsten Tag holt er sich dann ein Gramm Heroin, wenn er das genommen hat, macht er was er will und beachtet mich nicht wirklich. So geht das immer abwechselnd, je nachdem, was er gerade für eine Droge bekommen kann. Da dies natürlich auch noch unheimlich kostspielig ist, hat er meist am Ende des Monats kein Geld mehr und ich muss ihn mit "durchfüttern". Dies ist ihm auch immer wieder unangenehm und peinlich und er gelobt jedesmal wieder Besserung und zahlt seine Schulden (zumindest teilweise, da ich ihm dann meist einen Teil erlasse) an mich zurück. Es klingt jetzt so, als wäre ich nur unglücklich, aber das ist nicht so. Mein Freund ist auch unheimlich lieb, zärtlich, lässt mich so sein wie ich bin und liebt mich so wie ich bin und wir haben trotz allem auch viel Spaß miteinander. Tatsache ist auch, dass man tatsächlich gut mit ihm über die Probleme reden kann, wenn er nüchtern ist. Er gibt ganz offen zu, dass er ein Suchtproblem hat und sagt, dass er halt so ist und dass ich ihn so akzeptieren soll, wie er ist. Da hat er ja irgendwie auch Recht, aber das kann ich nicht, denn es zermürbt mich so sehr, dass ich langsam Angst habe depressiv zu werden.Ständig dieses Bangen und Hoffen, dass er sich nicht total bedröhnt, dass er am nächsten Tag noch arbeiten kann, etc. Ich liebe ihn, ich will ihn nicht verlieren und ich habe meinen Mann, mit dem ich 8 Jahre zusammen war, für ihn verlassen. Ich weiss, dass ich ganz alleine entscheiden muss, ob ich ihn so akzeptieren kann oder nicht und ob nun das Negative oder das Positive in dieser Partnerschaft überwiegt. Ich fühle mich im Moment nur so schrecklich allein und traurig. Meine Eltern denken, es wäre alles ganz toll mit uns beiden; sie wären mega schockiert, wenn sie wüssten, wie die Wahrheit aussieht. Meine Freundinnen wissen Bescheid und sagen, dass ich mich trennen soll. Mir scheint, als würde mich niemand verstehen und als kann ich mit niemandem wirklich darüber reden. Gibt es hier nicht jemanden, der ähnliche Erfahrungen macht oder gemacht hat und nicht weiss, was er tun soll? Ich weiss, dass viele denken müssen, dass ich selbst Schuld bin, wenn ich mir das alles gefallen lasse und dass ich mich gegen ihn entscheiden muss. Aber ich glaube ganz tief in mir an unsere Liebe und könnte es nicht ertragen, ohne ihn zu sein.

Ich danke euch für's "Zuhören".

Ganz lieben Gruß,

Tangerinedream2

Hallo,
es ist ja nun schon mehr als 10 Jahre her. Icj schewibe trotzdem , vllt. liest das ja eine andere Coabhängige.
ich hoffe wirklich für Dich dass du diesen Mann verlassen hast.
Anfangs sind die Betroffenen noch naiv zu glauben der süchtige Partner gibt die Sucht auf für den anderen.
Nun ist es in deinem Fall nicht so gewesen, er hatte von Anfang an gesagt sein Suchtverhalten sei zu akzeptieren.
Das war sehr ehrlich von ihm aber schon an diesem Punkt hättest du die Flucht ergreifen sollen.
ich arbeite in der Suchtherapie und weiß wie schwer es für die Süchtigen ist aber vor allem wie schwer es für die Angehörigen ist. Frauen als Partner von Suchtkranken neigen oft dazu alles für sie aufzugeben inklusive sich selbst.
Vergesst bitte eure Partner, verlasst sie und nehmt euch Zeit für euch selbst. Seid egoistisch. EIN suchtkranker Mensch hat immer nur eine Beziehung: Die zu seiner Droge egal welche er konsumiert. Für ihn gibt es nur diese eine große Partnerschaft und da werden alle Partner die er  och hat für ihn nebensächlich. Vergegenwärtigt euch das wenn ihr Partner eines Suchtkranken seid. Er wird euch nie so sehr lieben wie er seine Droge liebt. Und selbst wenn er clean ist und Therapie macht. Es bleibt immer in seinem Kopf und er wird ein Leben lang tagtäglich mit diesem Kampf clean zu bleiben zu kämpfen haben.
ich rate dringend alle Menschen die mit einem Süchtigen leben, diese zu verlassen. Erst wenn diese ganz unten angekommen sind werden sie vllt etwas unternehmen um aus der Sucht heraus zu kommen. Aber wenn ihr ihnen nich ein schönes Heim macht, sogar Geld und viel Liebe in diese Beziehubg steckt, werden sie es gerne annehmen aber nichts an ihrem Verhalten ändern da es ihnen ja schön und sehr leicht gemacht wird.
also Frauen und Männer dieser Welt die in einer Beziehung zu einem Suchtkranken zermürben. Verlasst eure Partner! Und das ohne schlechtes Gewissen und schnellstens. Das ist die einzig wirkliche Hilfe die ihr euren Parnern geben könnt.

Gefällt mir
28. Juli 2007 um 0:12

Hallo,
ich befand mich über ein Jahr in derselben Situation.
Ich bin damals mit meinem Freund zusammen gekommen, von dem ich wusste dass er lange Zeit stark drogenabhägig war.
Er kam aber in Therapie und war clean, als wir zusammen kamen.
Wenig später zogen wir zusammen und wenig später wurde er wieder abhägig- erst heimlich, aber irgendwann kam es natürlich raus, weil er wenn er dicht war total anders war.. er hat begonnen immer und immer mehr zu nehmen und unsere Beziehung ging total den Bach runter, auch wenn wir noch schöne Momente hatten.
Ich wollte das anfangs auch alles nicht wahrhaben, ich habe verzweifelt an meiner Liebe zu ihm festgehalten... aber es wurde nur noch schlimmer, mein Lebe wurde die rinste Hölle, auch wenn er immer wieder sentimetal wurde und mir tausendmal sagte wie sehr er mich liebt.
Es hat damit geendet, dass er in Therapie(stationär) gegangen ist und ich auch dort noch zu ihm gehalten hab, auch wenn mein Leben durch ihn total kaputt war.
Als er aber rauskam und ich rausfand, dass er immernoch nicht clean ist, hab ich ihn verlassen- es war unglaublich schwer, aber im Nachhinein gesehn das Allerbeste und Einzige was ich tun konnte.
Das ist die Kurzfassung.. wenn du mal mehr drüber rden möchtest, schreib mir einfach e PN.

Und zu dir- ich versteh dich wie gesagt voll und ganz.
Aber du sagst 'Er gibt ganz offen zu, dass er ein Suchtproblem hat und sagt, dass er halt so ist und dass ich ihn so akzeptieren soll, wie er ist.'- nein, das sollst du nicht, auf keinen Fall!!!
Sucht ist nie etwas, was normal werden soll, was akzeptiert werden soll.
Es gibt nichts was eie Beziehung und ein Leben so schnell kaputt macht wie Sucht.
Hör auf deine eigenen Beedürfnisse, denk an dich selbst, das ist das Beste was du tun kannst- lass es nicht so weit kommen wie ich!
Ich rate dir eins: Entweder du packst schleunigst deine Sache und verlässt ihn(es gibt schließlich noch viele andere Mäner auf der Welt, die dich nicht mit Sucht belasten) oder du stellst ihm ein Ultimatum- entweder er begibt sich in stationäre Therapie(ja, in stationäre, denn er scheint so schwer abhängig zu sein dass es keine, ich wiederhole: keine andere Möglichkeit für ih gibt, auch wenn er wahrscheinlich behaupten wird er könnte selbst entziehen- das kann er nicht, glaub mir) und bleibt dort solange bis er clean ist, oder du verlässt ihn.
Nur du solltest wissen dass es auch für dich ein schwerer Weg wird, wenn er in Therapie geht.
So eine Sache ist nicht in ein paar Wochen durchgestanden, sowas dauert Monate bis Jahre und Bessuchszeiten sind nie lang- daher denke ich du solltest an dich und dein Lebe denken, wieder glücklich werden.


1 LikesGefällt mir
28. Juli 2007 um 0:17

Hallo...
... liebe Tangerinedream!

Ich fühle Mitleid mit Dir und kann Dich sehr gut verstehen, denn das Leben mit einem Süchtigen oder einer Süchtigen ist die Hölle! Ich war und bin nicht in Deiner Situation, kann mich aber insofern hineinfühlen, als meine Mutter jahrelang schwerstabhängig war. Sie hat vor vielen Jahren den Absprung geschafft und ist seitdem clean. Gottseidank!!!!

Du musst Dir immer vor Augen halten, dass ein Süchtiger krank ist. Und nicht nur das - er ist zudem sehr schwach, träge und gemütlich. Solange Du ihn also am Ende des Monats "durchfütterst", wird sich nichts ändern. Er wird die Gefahren und Folgen seiner Sucht nicht sehen, so greifbar realistisch und beschaulich Du sie ihm auch in seinen nüchternen Momenten beschreiben magst. Sicher, in diesen Momenten weiß er, dass seine Sucht ihn zerstören wird und er wird auch immer geloben, zukünftig die Finger von dem Zeug zu lassen - er wird sich aber nicht daran halten. Weil er weiß, dass Du da bist und Dich um ihn kümmerst.

Es ist ein furchtbarer Spruch, aber es ist die Wahrheit: Ein Süchtiger erkennt erst, in welcher Lage er ist, wenn er ganz unten angekommen ist. Erst dann werden ihm die Konsequenzen seiner Sucht bewusst. Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass Du ihn verlassen und seiner Wege gehen lassen müsstest. Du dürftest Dich nicht in sein Leben einmischen und müsstest ihn machen lassen - was immer er gerade machen möchte. Dies kann im Schlimmsten Fall natürlich komplett nach hinten losgehen (Überdosis, etc.).

Versteh mich bitte nicht falsch - ich bin nicht hartherzig oder eiskalt oder ähnliches und ich würde niemals jemandem raten, diesen Weg zu gehen und diese Entscheidung zu treffen. Aber es ist ein Gedanke, den man im Umgang mit drogensüchtigen Menschen IMMER im Kopf haben und niemals vergessen sollte!!!

Nun zu wesentlicheren Dingen: Was sagt Dein Freund zu einer psychologischen Behandlung? Die meisten Suchtkranken sind dies aus psychologischen Gründen (das ist keinesfalls abwertend gemeint), sie versuchen, den verhassten "normalen" Gemütszustand zwanghaft in einen anderen zu "verwandeln" - sie wollen damit meist etwas verdrängen, kompensieren etc. Bei manchen Menschen ist die Sucht auch wie eine Art Hilferuf nach Aufmerksamkeit, Pflege usw. Wenn Dein Freund bereit ist, seine Sucht zu bekämpfen, dann muss er einen Entzug UND eine Psychotherapie machen. Eines ohne das andere wird nicht von Erfolg sein.

Du kannst ihn dabei unterstützen, kannst ihm dabei zeigen, dass Du ihn liebst und immer zu ihm stehst. Aber Ihr müsst das Problem beide zusammen in die Hand nehmen. Es bringt nichts, wenn Du ihn so akzeptierst, wie er ist - dann wird sich nichts ändern.

Es ist auch anders schwer genug (vor allem, wenn die Sucht multitoxisch ist) - aber ich wünsche Dir von Herzen viel Glück und Erfolg dabei und dass Du Deine Liebe so genießen kannst wie Ihr beide es verdient!
LG, S.

PS: Ich möchte natürlich nicht den Anspruch erheben, in Suchtfragen eine Expertin zu sein. Ich habe lediglich geschrieben, wie ich zu der Sache stehe und habe das bißchen, was ich (unter anderem aus eigener Erfahrung) weiß, formuliert. Ich hoffe, es hilft ein wenig.

Gefällt mir
28. Juli 2007 um 7:53

Du musst so schnell es geht
diesen Mann verlassen. Er liebt dich anscheinend nicht sonst würde er versuchen
es in den griff zu kriegen.
Es ist nie einfach aber nachher gehts dir besser.
Zu zerstörst dich sonst ganz damit.

ALLES GUTE

2 LikesGefällt mir
28. Juli 2007 um 10:03

So kannst Du nicht leben
und Du wirst früher oder später auch zu diesem Schluß kommen.

Hallo,

ich schreibe hier nicht aus Theorie sondern aus langjähriger Praxis.
Du scheinst noch in der Rechtferigungs-und Hoffnungsphase zu sein.

Dazu Zweierlei:

selbst wenn Du den Eindruck hast,man könne gut mit ihm reden wenn er nüchtern ist,es ist nicht so.Er hört was Du sagts,antwortet auch aber nimmt es weder wahr noch verarbeitet es.Alk und Drogen verändern eine Persönlichkeit.Er ist nicht der,den Du glaubst zu kennen.Würde er die Ausmaße seinen Problemes wirklich wahrnehmen würde er es weder Dir noch sich zumuten, aber er registriert es nicht.Das was ihr das führt ist kein Leben,Du schreibst es ja selbst,Geldprobleme, Probleme bei der Arbeit,derzeit er nur es sie,bald auch Du udn das ist erst der Anfang (was denkst Du wie schnell einer von Alk auf Softdrugs und dann zu Heroin kommt....kann Dir den genauen zeitlichenn Werdegang hier aufführen...magste, ist spannend zu sehen wie sich einer ganz langsam selbst ruiniert und andere gleich mit )

Ich mache Dir Angst-prima,denn die solltest Du auch haben und zwar um Deine Leben.

Ich kann Dich gut verstehen,es ist ein Teufelskreis ,man liebt einen Menschen und hat das Bedürfniss diesem zu Helfen,koste es was es wolle.Man fühlt sich verantwortlich und sucht nach Möglichkeiten aius dieser Missere heraus ABER, das alles funktioniert nur,wenn ER das auch ehrlich möchte und davon scheint er weit entfernt :

"Er gibt ganz offen zu, dass er ein Suchtproblem hat und sagt, dass er halt so ist und dass ich ihn so akzeptieren soll, wie er ist."

NO GO, absolut.

2 LikesGefällt mir
26. Juni 2011 um 1:07

Ich kann dich sehr gut verstehen!
Hallo Tangerinedream2, ich weiß ganz genau wovon du sprichst! Denn ich durchlebe gerade genau die selbe Situation. Ich bin jetzt 1Jahr mit meinem Freund zusammen (für den ich auch mein Ex verlassen habe)!

Als ich mein Freund Lieben gelernt habe wusste ich das er Süchtig ist er war sogar 25Jahre Heroin abhängig und hing an der Nadel!

seit 2Jahren fässt er keine Nadel mehr an wo rüber ich sehr froh bin, dennoch snieft er immer noch Schore, und das nicht gerade wenig, anfangs unserer Beziehung trank er auch jeden Tag ne Flasche Korn meinst aber nicht allein.(Kollegen)war auch sehr akkressiv und verstand mich nicht mehr egal in welcher weise. Kiffen tut er auch,doch wenn er Raucht ohne alk & Schore ist er sehr zu genießen wenn auch sehr müde der Kerl! Um so länger wir zusammen waren (sind) desto mehr erählte er mir von seinem leben! Er hat viel verloren durch sein Drogenkonsum und ist immer noch auf der falschen linie... Er meint anfangs auch zu mir das ich ihn nicht dazu bringen könnte sich zu ändern, doch mitlereweile merkt er selbst das er wieder voll abgerutscht ist und selbst da nicht mehr raus kommt! Es macht mich krank vor sorge das er es nicht in den griff bekommt bzw sich keine mühe machen will, dennoch liebe ich ihn und will ihn nicht verlieren.....ich will es mit ihm durchstehn wenn er sich bloß nicht speeren würde...Anfangs war es ja noch interesannt ihn mitzuerleben wenn er sein Affen schiebt und so voller Tatendrang arbeitet und macht und tut,doch jetzt mach ich mir große sorgen um seine Gesundheit und unsere Finanzielle situation, Drogen machen Geld probleme und die sind in mom sehr groß...Wir lieben uns und er würde gern wieder etwas runter kommen (aber ob er das je ganz schaffen wird zweifelt er an) er ist schließlich schon 25Jahre abhängig!

Ich hoffe das ich dir etwas beistehn konnnte und wir beide uns etwas austauschen könn was das Thema betrifft?!

Lg Schmusekatze

Gefällt mir
26. Juni 2011 um 7:51

Weg, weg, weg...
Mein Mann war viele Jahre, bevor er mit mir zusammen kam ein starker Alkoholiker. Er hat alle in seinem Umkreis terrorisiert wenn er getrunken hat und wenn er nüchtern war (Betonung auf wenn) dann war er unglaublich kautzig.

Naja, irgendwann ist er mir dann über den Weg gelaufen, bzw. wie ein Hund nach Hause gefolgt und mit mir wollte er das selbe Spiel spielen wie mit seiner Familie und Freunden. Er hat mich verletzt wenn er betrunken war und hat einfach nur Mist gebaut ohne Ende. Das war kein Leben. Als ich nach einem dreiviertel Jahr "zusammensein" schon die Hoffnung aufgegeben habe, hab ich ihm gesagt, wenn er in die Klinik geht und es diesmal ernst meint, dann ÜBERLEGE ich es mir noch einmal mit dem Trennen.
Nach über drei Jahren sind wir jetzt verheiratet und er trocken. Er meint, wenn man liebt, dann ist die Entscheidung einfach.

Lange Rede, kurzer Sinn: es gibt zwar Menschen, die nur auf den richtigen Grund warten um das eigene Leben wieder in den Griff zu bekommen. ABER wenn er bei dir schon mit dem Spruch "akzeptiere wie ich bin..." kommt, dann stehen die Chancen wirklich schlecht. Vielleicht geht er für dich irgendwann in die Klinik, aber er scheint das eigentliche Problem nicht wirklich begriffen zu haben. Glaub mir; Ich habe so einige Sachen über Süchtige gelernt und eine davon ist: Sie lügen und sagen grundsätzlich das was du hören möchtest nur damit sie ihre Ruhe haben.

Also LAUF!

1 LikesGefällt mir
26. Juni 2011 um 8:37

Kraaass
also wenn ich das lese,kannst du einem echt nur leid tun hmmm auch wenn es schwer ist, aber entweder sagst du ihm, er muss ne therapie machen oder du bist weg. denn das wird nicht gut gehen. du nimmst aber keine drogen oder

Gefällt mir
26. Juni 2011 um 8:49

Rette dich erst einmal...
...Liebe, ein starkes Wort das tiefe Gefühle in einem Menschen weckt.

Nur nutzt es Dir sehr wenig, einen schwachen Menschen immer wieder finanziell zu unterstützen, damit der Rausch weitergeht?
Ist bestimmt keine Lösung - sicher müssen Süchtige immer von alleine in den Entzug wollen.

Beleuchte mal Deine Zukunft mit diesem Mann?
Was sagt Dir dein Bauchgefühl?
Ob er denn jemals clean sein wird, sei dahingestellt. Frag dich doch einmal, wie soll Dein Leben aussehen? Hat Deine Vorstellung eine Chance mit diesem Mann an Deiner Seite?

Sicher bereut man ab und zu die Schritte die man gemacht hat - ich lese da zwischen den Zeilen, so eine Art Wehmut. Habe meinen Mann wegen diesem Mann verlassen, richtig?

Es gibt keine wirklichen Fehler, sondern nur Erfahrungen die wir machen.

Eins weiß ich bestimmt, mit einem Süchtigen der nicht freiwillig in den Entzug gehen will hat man keine Chance - sagen wir mal so, jeder ist für sich verantwortklich, rette dich und starte neu!

Gefällt mir
21. Januar um 5:02
In Antwort auf myrna_11919323

Vor einem knappen Jahr habe ich mich von meinem Mann getrennt, da ich mich haltlos in einen Arbeitskollegen verliebt habe. Er hat sich von seiner damaligen Freundin getrennt und wir haben uns sehr schnell entschieden, zusammen zu ziehen. Ging auch damals schon aus finanziellen Gründen nicht anders, er hatte mit seiner Freundin zusammengewohnt und ich mit meinem Mann. Für uns war klar, dass wir es wagen: Ganz oder gar nicht und dazu gehörte für uns auch, dass wir uns gemeinsam eine Wohnung suchen. Ich wusste damals schon, dass er ziemlich viel trinkt. Wieviel er wirklich trinkt, und welche Drogen er sonst noch konsumiert, davon hatte ich nicht die leiseste Ahnung. Zuerst war alles ganz toll mit uns beiden, die erste Phase der Verleibtheit, es war wie ein Rausch. Wer kennt dieses Gefühl nicht... Trotz der Trennung von meinem Mann war ich auf Wolke 7. Irgendwann hat dann der Alltag bei uns Einzug gehalten. Er hat wieder mehr getrunken (Pensum pro Abend war dann meist eine 0,3 Liter Flasche Korn und ein bis zwei Flaschen Wein). Wenn er diese Mengen getrunken hat, wird er ein völlig anderer Mensch. Am besten ist dies wohl mit "Dr.Jekyll & Mr. Hyde" zu vergleichen. Es ist, als wenn sich dann ein Schalter umlegen würde und er wird dermaßen aggressiv und beleidigend, dass ich Angst vor ihm bekomme und er mich zutiefst verletzt. Am folgenden Morgen kann er sich nicht mehr erinnern, was genau passiert ist, er weiss aber, dass er Mist gebaut hat. Er ist dann immer zerknirscht, es tut ihm leid und er gelobt Besserung. Das geht dann auch für ein paar Wochen wieder gut, dann geht das Drama von vorne los. Irgendwann, vor ein paar Monaten, hat er selbst gemerkt, dass der Alkohol ihn kaputt macht. Er war oft nicht bei der Arbeit und hat sich krankschreiben lassen, da er so einen schlimmen Kater hatte. Dass ihm dies natürlich auch Probleme in seinem Job gemacht hat, ist ja klar. Er hat dann zu anderen Drogen gegriffen: Haschisch, Speed und (ich finde es total heftig) Heroin, was er schnieft. Dazu muss ich sagen, dass er früher schon Erfahrungen mit diesen Drogen gemacht hatte und wegen seines Speed-Konsums vor ca. 10 Jahren auch schon 2 Therapien gemacht hat. Jetzt ist es halt so, dass er immer zwischen den Substanzen wechselt. Mal kauft er sich ein paar Gramm Haschisch und raucht dann 3 Tage hintereinander exzessiv. Auf Haschisch ist er ganz friedlich und ausgeglichen. Ist das Haschsich aus, geht er sich dann für den nächsten Abend 2 Flaschen Wein holen, dann kommt wieder der Aggressive raus, am nächsten Tag holt er sich dann ein Gramm Heroin, wenn er das genommen hat, macht er was er will und beachtet mich nicht wirklich. So geht das immer abwechselnd, je nachdem, was er gerade für eine Droge bekommen kann. Da dies natürlich auch noch unheimlich kostspielig ist, hat er meist am Ende des Monats kein Geld mehr und ich muss ihn mit "durchfüttern". Dies ist ihm auch immer wieder unangenehm und peinlich und er gelobt jedesmal wieder Besserung und zahlt seine Schulden (zumindest teilweise, da ich ihm dann meist einen Teil erlasse) an mich zurück. Es klingt jetzt so, als wäre ich nur unglücklich, aber das ist nicht so. Mein Freund ist auch unheimlich lieb, zärtlich, lässt mich so sein wie ich bin und liebt mich so wie ich bin und wir haben trotz allem auch viel Spaß miteinander. Tatsache ist auch, dass man tatsächlich gut mit ihm über die Probleme reden kann, wenn er nüchtern ist. Er gibt ganz offen zu, dass er ein Suchtproblem hat und sagt, dass er halt so ist und dass ich ihn so akzeptieren soll, wie er ist. Da hat er ja irgendwie auch Recht, aber das kann ich nicht, denn es zermürbt mich so sehr, dass ich langsam Angst habe depressiv zu werden.Ständig dieses Bangen und Hoffen, dass er sich nicht total bedröhnt, dass er am nächsten Tag noch arbeiten kann, etc. Ich liebe ihn, ich will ihn nicht verlieren und ich habe meinen Mann, mit dem ich 8 Jahre zusammen war, für ihn verlassen. Ich weiss, dass ich ganz alleine entscheiden muss, ob ich ihn so akzeptieren kann oder nicht und ob nun das Negative oder das Positive in dieser Partnerschaft überwiegt. Ich fühle mich im Moment nur so schrecklich allein und traurig. Meine Eltern denken, es wäre alles ganz toll mit uns beiden; sie wären mega schockiert, wenn sie wüssten, wie die Wahrheit aussieht. Meine Freundinnen wissen Bescheid und sagen, dass ich mich trennen soll. Mir scheint, als würde mich niemand verstehen und als kann ich mit niemandem wirklich darüber reden. Gibt es hier nicht jemanden, der ähnliche Erfahrungen macht oder gemacht hat und nicht weiss, was er tun soll? Ich weiss, dass viele denken müssen, dass ich selbst Schuld bin, wenn ich mir das alles gefallen lasse und dass ich mich gegen ihn entscheiden muss. Aber ich glaube ganz tief in mir an unsere Liebe und könnte es nicht ertragen, ohne ihn zu sein.

Ich danke euch für's "Zuhören".

Ganz lieben Gruß,

Tangerinedream2

Hallo,
es ist ja nun schon mehr als 10 Jahre her. Icj schewibe trotzdem , vllt. liest das ja eine andere Coabhängige.
ich hoffe wirklich für Dich dass du diesen Mann verlassen hast.
Anfangs sind die Betroffenen noch naiv zu glauben der süchtige Partner gibt die Sucht auf für den anderen.
Nun ist es in deinem Fall nicht so gewesen, er hatte von Anfang an gesagt sein Suchtverhalten sei zu akzeptieren.
Das war sehr ehrlich von ihm aber schon an diesem Punkt hättest du die Flucht ergreifen sollen.
ich arbeite in der Suchtherapie und weiß wie schwer es für die Süchtigen ist aber vor allem wie schwer es für die Angehörigen ist. Frauen als Partner von Suchtkranken neigen oft dazu alles für sie aufzugeben inklusive sich selbst.
Vergesst bitte eure Partner, verlasst sie und nehmt euch Zeit für euch selbst. Seid egoistisch. EIN suchtkranker Mensch hat immer nur eine Beziehung: Die zu seiner Droge egal welche er konsumiert. Für ihn gibt es nur diese eine große Partnerschaft und da werden alle Partner die er  och hat für ihn nebensächlich. Vergegenwärtigt euch das wenn ihr Partner eines Suchtkranken seid. Er wird euch nie so sehr lieben wie er seine Droge liebt. Und selbst wenn er clean ist und Therapie macht. Es bleibt immer in seinem Kopf und er wird ein Leben lang tagtäglich mit diesem Kampf clean zu bleiben zu kämpfen haben.
ich rate dringend alle Menschen die mit einem Süchtigen leben, diese zu verlassen. Erst wenn diese ganz unten angekommen sind werden sie vllt etwas unternehmen um aus der Sucht heraus zu kommen. Aber wenn ihr ihnen nich ein schönes Heim macht, sogar Geld und viel Liebe in diese Beziehubg steckt, werden sie es gerne annehmen aber nichts an ihrem Verhalten ändern da es ihnen ja schön und sehr leicht gemacht wird.
also Frauen und Männer dieser Welt die in einer Beziehung zu einem Suchtkranken zermürben. Verlasst eure Partner! Und das ohne schlechtes Gewissen und schnellstens. Das ist die einzig wirkliche Hilfe die ihr euren Parnern geben könnt.

Gefällt mir