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Mein Freund ist heroinabhängig

15. April 2011 um 18:48 Letzte Antwort: 16. April 2011 um 9:52

Hallo!
Wie man im Titel lesen kann ist es in meiner Beziehung nicht immer ganz einfach. Leider gibt es in der ganzen Stadt keine einzige Anlaufstelle für Co-Abhängige aber der Redebedarf ist oft sehr groß. Ich habe aber leider auch niemanden im Freundeskreis mit dem selben Problem und jemand, der das Ganze nicht kennt, kann es auch leider überhaupt nicht nachvollziehen. Deshalb war meine Hoffnung, hier vielleicht jemanden zu finden, der weiß, wovon ich rede...

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15. April 2011 um 19:03

Er arbeitet daran
Mein Freund ist in der Subsitution und das schon seit Jahren. Er hat oberflächlich alles im Griff, ist selbständig, finanziel geht es uns sehr gut, es ist ein großartiger Vater und meistens auch ein toller Freund. Trotzdem wird er rückfällig und das leider nicht selten. Oftmals weiß ich einfach nicht, wie ich mich in Situationen richtig verhalten soll und komme sehr oft an meine Grenzen

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15. April 2011 um 19:14

Er
will aufhören. Und oft schafft er es auch wirklich lange nicht rückfällig zu werden. Beim letzten Mal hat er es fast ein Jahr geschafft und natürlich denke ich dann immer "super, jetzt haben wir es im Griff". Aber leider steckt er gerade wieder in einer Rückfallphase und damit kann ich kaum umgehen. Natürlich verändert ihn das auch. Er wird kalt und abweisend.
Ich habe mich schon an die Caritas und alles mögliche gewandt, bin aber ausnahmslos abgewiesen worden oder mir wurde eine andere Telefonnummer gegeben. Ich fühle mich da schon ziemlich allein

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15. April 2011 um 19:40

Er ist
seit 17 Jahren abhängig und klar hat er einige Entzüge hinter sich, auch stationär. Und ob er für mich aufhören würde, so einfach ist das leider nicht. Das hat ja nicht mal seine Tochter geschafft, was soll ich da ausrichten.
Er raucht, spritzen tut er seit Jahren nicht mehr, zum Glück. Krankheiten spielen keine Rolle, das haben wir alles testen lassen.
Ich kann ihn nicht verlassen, dafür liebe ich ihn zu sehr. Und erstaunlicher Weise, je mehr Probleme wir haben, desto enger rücken wir zusammen. Ich weiß, das ist verrückt.Es ist ja nicht nur das Heroin, ist sind die ganzen Begleitumstände, seine Launen nach Rückfällen, die Heimlichtuerei, die in mir einen Kontrollwahn auslöst und einfach diese Hilflosigkeit.

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15. April 2011 um 19:48

Inwiefern
reinziehen? Glaubst du, die Kleine wird zum Drogenkauf geschickt?? Sie lebt nicht bei uns, sondern bei Ihrer Mutter, ist jedes 2. Wochenende bei uns und bekommt von nichts irgendetwas mit. Wenn sie hier ist, ist dieses Thema absolut tabu, in jeder Hinsicht. Wie gesagt, er ist trotzdem ein sehr guter Vater.

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15. April 2011 um 19:59

Ich wollte damit sagen
das er es trotz ihrer Geburt nicht geschafft hat. Und so einfach ist das mit dem Aufhören leider nicht. Es ist eben nicht nur Kopfsache. Dazu kommen die körperlichen Qualen, am schlimmsten ist die Psyche. Depressionen, Minderwertigkeitskomplexe und so weiter. Er fühlt sich nach jedem Rückfall wie ein Loser was dazu führt, dass er oft an den Punkt des Aufgebens kommt, was aber immer nur ein Gedanke ist. Zum Glück. Er war schon so tief unten und hat sich immer wieder aufgerappelt. Ich will immmer glauben, dass er es irgendwann schafft. Aber natürlich wird die Hoffnung mit jedem Rückfall geschmälert. Wie gesagt, ich glaube das kann nur jemand nachvollziehen, der in der selben Situation ist. Deswegen hatte ich ja die Hoffnung, hier so jemanden zu finden.

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15. April 2011 um 20:05

Da
habe ich es noch nicht versucht. danke!

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15. April 2011 um 21:02

Entschuldige mal
wenn du vorher wusstest, dass er oft rückfällig wirs, an depressionen und minderwertigkeitskomplexen leidet, wieso in gottes namen setzt man dann ein kind in die welt?

wie soll er denn bitte für ein kind da sein, wenn er es nicht mal für sich selbst kann?

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15. April 2011 um 21:05

Ich
weiß nicht, in wie weit diese Adressen noch aktuell sind, der Artikel war von 2000, aber vielleicht hilft dir das etwas weiter:

Informationen und Hilfen geben
* Blaues Kreuz in der Evangelischen Kirche, Bundesverband e.V., Dortmund, Telefon: 02 31/5 86 41 32, www.blaues-kreuz.org
* Kreuzbund e.V., Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und deren Angehörige, Bundesverband, Hamm, Telefon: 0 23 81/67 27 20, www.kreuzbund.de
* Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe, Bundesverband e.V., Kassel, Telefon: 05 61/78 04 13, www.freundeskreise-sucht.de
* Guttempler in Deutschland, Hamburg, Telefon: 0 40/24 58 80, www.guttempler.de
* Blaues Kreuz in Deutschland, Wuppertal, Telefon: 02 02/62 00 30, www.blaues-kreuz.de
* Al-Anon Familiengruppen, Essen, Telefon: 02 01/77 30 07, www.al-anon-alateen.org

Quelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?=&id=24702&p=

Oder du probierst mal diese Seiten:

http://base.vanner.de/
http://www.bittere-traenen.de/interessante-links.html
http://forum.suchtmittel.de/index.php

Ich wünsche dir die Kraft, die du benötigen wirst!

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15. April 2011 um 21:06
In Antwort auf jess_11856892

Entschuldige mal
wenn du vorher wusstest, dass er oft rückfällig wirs, an depressionen und minderwertigkeitskomplexen leidet, wieso in gottes namen setzt man dann ein kind in die welt?

wie soll er denn bitte für ein kind da sein, wenn er es nicht mal für sich selbst kann?

Achso ist
nicht dein kind, habe ich nun weiter unten gelesen.

aber trotzdem.

das geht gar nicht und wo das irgendwann endet ist dir ja auch klar. vielleicht sollte er einen kalten entzug machen und dann erstmal ein paar monate in eine klinik.

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15. April 2011 um 21:19
In Antwort auf jess_11856892

Achso ist
nicht dein kind, habe ich nun weiter unten gelesen.

aber trotzdem.

das geht gar nicht und wo das irgendwann endet ist dir ja auch klar. vielleicht sollte er einen kalten entzug machen und dann erstmal ein paar monate in eine klinik.

Das
ist bei Heroinabhängigkeit gar nicht so einfach. Im Grunde genommen kann man dabei schon fast sagen, werden 8 von 10 Personen wieder rückfällig. Ich habe Bekannte, die haben bereits den 3. Entzug hinter sich. Dann gehen sie wieder raus, es geht eine Zeitlang gut, vielleicht auch ein Jahr und schon fängt das Ganze von vorne an.

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16. April 2011 um 9:24
In Antwort auf jess_11856892

Achso ist
nicht dein kind, habe ich nun weiter unten gelesen.

aber trotzdem.

das geht gar nicht und wo das irgendwann endet ist dir ja auch klar. vielleicht sollte er einen kalten entzug machen und dann erstmal ein paar monate in eine klinik.

Richtig
nicht mein Kind. Was nichts daran ändert, dass ich nicht auch eins mit ihm bekommen würde. Es ist ja nicht so, dass er ständig drauf ist. Er ist wie gesagt in der Subtitution und wird ab und zu rückfällig. Manchmal nur ein Mal, manchmal ein paar Mal hintereinander. Ich weiß, das können viele nicht nachvollziehen, aber wir führen ein völlig normales Leben wie jeder andere auch. Wir arbeiten beide hart und viel, er ist wie gesagt selbständig und kann nicht einfach mal in die Klinik und den Laden zumachen. Das ist unsere Existenz.

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16. April 2011 um 9:25

Danke
... Ich hab schon an mir und meinem Freund gezweifelt

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16. April 2011 um 9:28

Er bekommt
Subutex. Dir herzlichen Glückwunsch!

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16. April 2011 um 9:52

Mein früherer freund war auch heroinabhängig
er sagte mir mal nichts (nicht mal 10 orgasmen auf einmal) sei mit dem gefühl zu vergleichen. das gefühl sei das schönste was er je im leben erlebt habe.

mein freund ist kurz darauf bei einem autounfall gestorben als er vollgepumpt mit valium zu seinem heroindealer gefahren ist.

meine erfahrung daraus: diese menschen stehen bereits mit einem bein im grab und ich kann dir nur raten: verlass ihn, für dich selbst. sonst wirst du daran kaputt gehen.

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