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Mein Freund ist ein extremes Muttersöhnen

9. September um 19:36

Mein Freund und ich sind jetzt seit knapp 2 Jahren zusammen. Es läuft wirklich sehr sehr gut, unsere Beziehung ist sehr stabil, wir sind immer ehrlich zueinander und lieben uns heiß und innig. Das große Problem für mich ist allerdings seine Mutter als Person und die Bindung zwischen den Beiden.

Am Anfang war sie unglaublich nett zu mir und es ist mir nicht wirklich aufgefallen, wie manipulativ und böse diese Frau ist.
Man muss wissen, dass wir beide noch jeweils bei unseren Müttern leben, da wir beide noch im Studium sind und deshalb kaum Geld haben (zur Debatte steht der Zusammenzug dennoch).

Er und seine Mutter waren schon immer alleine, es gab nur zeitweise Vaterfiguren in seinem Leben, daher auch diese extreme Bindung. Vor einem Jahr kam dann die Situation, dass seine Mutter für längere Zeit in eine Psychiatrie gegangen ist, sie hat sich selbst wegen Depressionen eingewiesen. Seitdem war sie auch auf Reha, bei verschiedenen Ärzten und ist seitdem arbeitsunfähig. Da mein Freund jetzt auch länger untätig zuhause war (Studienabbruch + Semesterferien), saßen sie beiden pausenlos aufeinander, was natürlich endlos scheiße ist.

Sie ist eine Person, die keinen Partner hat, aber immer von jemand anderem abhängig sein wird, da sie ihr Leben alleine nie auf die Reihe bekommt (Behördliche Geschichten, Einsamkeit, etc.). Als Partnerersatz dient mein Freund, der das auch noch macht, weil er ja nur seine Mutter hat. Zu einem gewissen Teil verständlich, trotzdem ist es für mich dann fast schon ein Konkurrenzkampf, seine Aufmerksamkeit im Beisein seiner Mutter für mich zu gewinnen.

Sobald seine Mutter nach ihm ruft, lässt er alles stehen und liegen, rennt sofort los zu ihr (egal wie beschäftigt wir waren, wenn ihr wisst, was ich mein..). Sie schiebt ihre Krankheit in den Vordergrund, damit er sich schlecht fühlt, wenn er mal nicht erreichbar ist und bindet ihn somit an sich.

Er regelt ihre unangenehmen Dinge (Krankmeldungen am Arbeitsplatz vorbeibringen, wichtige Anrufe, Begleitung bei wichtigen Terminen, intensive Beziehungstipps wenn sie mal jemanden hat, etc.) und das nimmt Ausmaße an, die echt nicht normal sind. Sie kommt in sein Zimmer, weil es ihr angeblich nicht gut geht (Depressionen sind ernstzunehmende Probleme, jedoch ist vieles bei ihr gespielt, wie ich auch mittlerweile weiß), lässt sich von ihm das Getränk bringen, Blutdruck messen und erwartet von ihm, bei ihr zu bleiben, bis es ihr besser geht. Ich saß dann also 2 Stunden in seinem Zimmer und hatte gar nichts von ihm.

Seine Mutter stellt sich auch sehr dumm, einfach um ihn bei sich zu halten. Er muss ihr manche Briefe erklären, generell erklärt er ihr die Welt, auch ganz banale Dinge, trägt ihr im Prinzip den Arsch hinterher und merkt nicht, wie sehr sie ihn ausnutzt und für sich einnimmt.

Dann hatte seine Mutter kurzzeitig einen Freund, den sie in einer Einrichtung kennengelernt hat und in dieser Zeit hätte ihr mein Freund nicht egaler sein können. Sie war nie daheim, hat sich nichts aus ihm gemacht, war nur gemein zu ihm, hat ihn oft bloßgestellt (er ist nicht der tatkräftigste Mensch der Welt, hat eben schon mal das Studium abgebrochen woran sie nicht ganz unschuldig war, macht ihm aber alles zum Vorwurf. Das Ding war, dass ihr Ex-Kerl und ich dabei waren und sie meinen Freund dann vor uns allen zur Sau gemacht hat, obwohl sie selber die Arbeitsunfähigkeit extrem genießt, wenn nicht sogar ausnutzt.

Diese Beziehung ist dann gescheitert und alles war beim Alten. Mein Freund als Krankenpfleger, Bote, Partnerersatz, was auch immer.

Jetzt kommt das Ding. Ich hab ihm lang und breit erklärt, dass ich mit der Situation nicht einverstanden bin und sie uns niemals eine Zukunft lassen wird, wenn er sich nicht ein bisschen von ihr lösen kann und er hat auch echt gelassen reagiert, er war sehr verständnisvoll, jedoch ändert sich nur bedingt was und es liegen jetzt schon mehrere Monate zurück, seit wir dieses Gespräch hatten.

Es steht für mich nicht zur Debatte, ihn zu verlassen, weil ich 1. nicht bereit bin, diesen Kampf aufzugeben und 2. ist er für mich nicht wegzudenken. Ohne dieses Problem wäre es die perfekte Beziehung, insofern es überhaupt perfekte Beziehungen gibt. Ich bin eigentlich guter Dinge, dass er sich nach einem Auszug anders verhalten wird, bei seiner Mutter bin ich mir da aber nicht so sicher..

Hatte jemand von euch ähnliche Situationen mit dem Partner? Wenn ja, wie konntet ihr da eingreifen und was habt ihr gemacht?

Würde mich über jeden Tipp sehr freuen!

PS: Für manche Menschen da draußen muss man es ja extra erwähnen:
Schluss machen ist keine Option und ich bin auch nicht dumm, wenn das für mich außer Frage steht.

Vielen Dank!!

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Top 3 Antworten

10. September um 10:43

Mich würde interessieren, was dein FREUND möchte. 

Seit Jahren zerren zwei Frauen an ihm herum und er versucht es beiden recht zu machen, weil er es nicht anders gelernt hat. 

Sicherlich ist die Beziehung zwischen ihm und seiner Mutter nicht gesund. Aber du wählst den falschen Weg, indem du eingreifst, konkurrierst, Riegel vorschiebst und davon träumst, deinen Einflussbereich zu vergrößern. Es wurde hier bereits erwähnt: Du bedienst dich ähnlicher Taktiken wie die Mutter. Und damit tust du ihm keinen Gefallen, weil du seine Verhaltensmuster weiterhin förderst. 

Der erste Impuls muss von deinem Freund kommen. Und nicht als Antwort auf deine Unzufriedenheit, sondern aus freien Stücken und aufrichtiger Überzeugung. Der zweite Schritt wäre eine Therapie. Aber du solltest nicht an ihm "herumwerkeln", sondern ihn lediglich unterstützen. Aber rechne damit, dass sich nie etwas ändern wird. Zumindest nicht, solange sie lebt. 

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10. September um 9:30
In Antwort auf v.drowned

Ich glaub fest daran, weil ich dann 'einflussreicher' bin, wenn er nicht mehr bei ihr wohnt. Zumal er in meiner Gegenwart auch anders ist, wie wenn sie dabei ist. Wenn er sie nicht mehr jeden Tag sieht, wird er sich dieses Verhalten abgewöhnen + ich kann anders handeln. Nicht, dass ich zum Hausdrachen mit Schwiegermutterhass mutiere, aber ich kann der Sache einen Riegel vorschieben und Grenzen zeigen. 

"aber ich kann der Sache einen Riegel vorschieben und Grenzen zeigen. "

Von einer Mutti zur nächsten. Im Endeffekt tickst du genauso wie seine Mutter. Du willst über ihn bestimmen und vorgeben, wie er zu leben hat.
Du mutierst nicht zum Hausdrachen,der steckt schon in dir drin und wartet darauf heraus gelassen zu werden.

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9. September um 21:21
In Antwort auf v.drowned

Mein Freund und ich sind jetzt seit knapp 2 Jahren zusammen. Es läuft wirklich sehr sehr gut, unsere Beziehung ist sehr stabil, wir sind immer ehrlich zueinander und lieben uns heiß und innig. Das große Problem für mich ist allerdings seine Mutter als Person und die Bindung zwischen den Beiden. 

Am Anfang war sie unglaublich nett zu mir und es ist mir nicht wirklich aufgefallen, wie manipulativ und böse diese Frau ist. 
Man muss wissen, dass wir beide noch jeweils bei unseren Müttern leben, da wir beide noch im Studium sind und deshalb kaum Geld haben (zur Debatte steht der Zusammenzug dennoch). 

Er und seine Mutter waren schon immer alleine, es gab nur zeitweise Vaterfiguren in seinem Leben, daher auch diese extreme Bindung. Vor einem Jahr kam dann die Situation, dass seine Mutter für längere Zeit in eine Psychiatrie gegangen ist, sie hat sich selbst wegen Depressionen eingewiesen. Seitdem war sie auch auf Reha, bei verschiedenen Ärzten und ist seitdem arbeitsunfähig. Da mein Freund jetzt auch länger untätig zuhause war (Studienabbruch + Semesterferien), saßen sie beiden pausenlos aufeinander, was natürlich endlos scheiße ist. 

Sie ist eine Person, die keinen Partner hat, aber immer von jemand anderem abhängig sein wird, da sie ihr Leben alleine nie auf die Reihe bekommt (Behördliche Geschichten, Einsamkeit, etc.). Als Partnerersatz dient mein Freund, der das auch noch macht, weil er ja nur seine Mutter hat. Zu einem gewissen Teil verständlich, trotzdem ist es für mich dann fast schon ein Konkurrenzkampf, seine Aufmerksamkeit im Beisein seiner Mutter für mich zu gewinnen. 

Sobald seine Mutter nach ihm ruft, lässt er alles stehen und liegen, rennt sofort los zu ihr (egal wie beschäftigt wir waren, wenn ihr wisst, was ich mein..). Sie schiebt ihre Krankheit in den Vordergrund, damit er sich schlecht fühlt, wenn er mal nicht erreichbar ist und bindet ihn somit an sich. 

Er regelt ihre unangenehmen Dinge (Krankmeldungen am Arbeitsplatz vorbeibringen, wichtige Anrufe, Begleitung bei wichtigen Terminen, intensive Beziehungstipps wenn sie mal jemanden hat, etc.) und das nimmt Ausmaße an, die echt nicht normal sind. Sie kommt in sein Zimmer, weil es ihr angeblich nicht gut geht (Depressionen sind ernstzunehmende Probleme, jedoch ist vieles bei ihr gespielt, wie ich auch mittlerweile weiß, lässt sich von ihm das Getränk bringen, Blutdruck messen und erwartet von ihm, bei ihr zu bleiben, bis es ihr besser geht. Ich saß dann also 2 Stunden in seinem Zimmer und hatte gar nichts von ihm. 

Seine Mutter stellt sich auch sehr dumm, einfach um ihn bei sich zu halten. Er muss ihr manche Briefe erklären, generell erklärt er ihr die Welt, auch ganz banale Dinge, trägt ihr im Prinzip den Arsch hinterher und merkt nicht, wie sehr sie ihn ausnutzt und für sich einnimmt. 

Dann hatte seine Mutter kurzzeitig einen Freund, den sie in einer Einrichtung kennengelernt hat und in dieser Zeit hätte ihr mein Freund nicht egaler sein können. Sie war nie daheim, hat sich nichts aus ihm gemacht, war nur gemein zu ihm, hat ihn oft bloßgestellt (er ist nicht der tatkräftigste Mensch der Welt, hat eben schon mal das Studium abgebrochen woran sie nicht ganz unschuldig war, macht ihm aber alles zum Vorwurf. Das Ding war, dass ihr Ex-Kerl und ich dabei waren und sie meinen Freund dann vor uns allen zur Sau gemacht hat, obwohl sie selber die Arbeitsunfähigkeit extrem genießt, wenn nicht sogar ausnutzt. 

Diese Beziehung ist dann gescheitert und alles war beim Alten. Mein Freund als Krankenpfleger, Bote, Partnerersatz, was auch immer. 

Jetzt kommt das Ding. Ich hab ihm lang und breit erklärt, dass ich mit der Situation nicht einverstanden bin und sie uns niemals eine Zukunft lassen wird, wenn er sich nicht ein bisschen von ihr lösen kann und er hat auch echt gelassen reagiert, er war sehr verständnisvoll, jedoch ändert sich nur bedingt was und es liegen jetzt schon mehrere Monate zurück, seit wir dieses Gespräch hatten. 

Es steht für mich nicht zur Debatte, ihn zu verlassen, weil ich 1. nicht bereit bin, diesen Kampf aufzugeben und 2. ist er für mich nicht wegzudenken. Ohne dieses Problem wäre es die perfekte Beziehung, insofern es überhaupt perfekte Beziehungen gibt. Ich bin eigentlich guter Dinge, dass er sich nach einem Auszug anders verhalten wird, bei seiner Mutter bin ich mir da aber nicht so sicher.. 

Hatte jemand von euch ähnliche Situationen mit dem Partner? Wenn ja, wie konntet ihr da eingreifen und was habt ihr gemacht? 

Würde mich über jeden Tipp sehr freuen! 

PS: Für manche Menschen da draußen muss man es ja extra erwähnen: 
Schluss machen ist keine Option und ich bin auch nicht dumm, wenn das für mich außer Frage steht. 

Vielen Dank!! 
 


Ich möchte dir antworten als Tochter einer besitzergreifenden, manipulativen, sehr starken Mutter! Ich sehe da Ähnlichkeiten mit der Mutter deines  Freundes! Diese Mütter setzen unbewusst alles in Bewegung ihre Kinder ganz nah zu halten! Meine Mutter hatte meine ganze Kindheit und auch später immer Herzprobleme! Sie hat meinen Vater und  auch uns Kinder immer auf Trab gehalten! Ja, und sie wurde 94 jährig! Hat wirklich nichts Wichtiges gehabt! Sie ist vor 11 Jahren  gestorben! Aber für mich wars echt schwierig! Ich musste mich quasi losstrabeln von ihr, habe meinen Mann geheiratet gegen ihren Willen! Jedenfalls wurde ich innerlich nie ganz frei von ihr bis sie gestorben ist! Und ich verstehe euch beide! 

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9. September um 21:38


Danke susanna für dein Mitgefühl! Schön dass das jemand versteht! 

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9. September um 22:34

Ich glaube kaum, dass du ihn ändern kannst. Da hilft nur weit weit wegziehen. 

Es gibt einen sehr guten Film zum Thema mit Monica Bleibtreu als Mutter: Muttis Liebling. Guckt ihn mal zusammen. Die Methoden der Manipulation sind dort sehr gut dargestellt. Es ist eine Komödie und dein Freund wird sie bestimmt auch lustig. Ob er seine Mutter und sich darin wiederfindet und etwas ändert, ist allerdings fraglich.

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9. September um 22:39

So eine manipulative Mutter ist auch nicht zu unterschätzen. Schließlich nimmst du ihr den Partnerersatz weg. Sie wird dich sicherlich vor ihrem Sohn nicht offen anfeinden, aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, einen Keil zwischen euch zu treiben, wird sie sie gerne nutzen. Dann ist die Frage, für wen sich dein Freund entscheidet.

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9. September um 22:44
In Antwort auf v.drowned

Mein Freund und ich sind jetzt seit knapp 2 Jahren zusammen. Es läuft wirklich sehr sehr gut, unsere Beziehung ist sehr stabil, wir sind immer ehrlich zueinander und lieben uns heiß und innig. Das große Problem für mich ist allerdings seine Mutter als Person und die Bindung zwischen den Beiden. 

Am Anfang war sie unglaublich nett zu mir und es ist mir nicht wirklich aufgefallen, wie manipulativ und böse diese Frau ist. 
Man muss wissen, dass wir beide noch jeweils bei unseren Müttern leben, da wir beide noch im Studium sind und deshalb kaum Geld haben (zur Debatte steht der Zusammenzug dennoch). 

Er und seine Mutter waren schon immer alleine, es gab nur zeitweise Vaterfiguren in seinem Leben, daher auch diese extreme Bindung. Vor einem Jahr kam dann die Situation, dass seine Mutter für längere Zeit in eine Psychiatrie gegangen ist, sie hat sich selbst wegen Depressionen eingewiesen. Seitdem war sie auch auf Reha, bei verschiedenen Ärzten und ist seitdem arbeitsunfähig. Da mein Freund jetzt auch länger untätig zuhause war (Studienabbruch + Semesterferien), saßen sie beiden pausenlos aufeinander, was natürlich endlos scheiße ist. 

Sie ist eine Person, die keinen Partner hat, aber immer von jemand anderem abhängig sein wird, da sie ihr Leben alleine nie auf die Reihe bekommt (Behördliche Geschichten, Einsamkeit, etc.). Als Partnerersatz dient mein Freund, der das auch noch macht, weil er ja nur seine Mutter hat. Zu einem gewissen Teil verständlich, trotzdem ist es für mich dann fast schon ein Konkurrenzkampf, seine Aufmerksamkeit im Beisein seiner Mutter für mich zu gewinnen. 

Sobald seine Mutter nach ihm ruft, lässt er alles stehen und liegen, rennt sofort los zu ihr (egal wie beschäftigt wir waren, wenn ihr wisst, was ich mein..). Sie schiebt ihre Krankheit in den Vordergrund, damit er sich schlecht fühlt, wenn er mal nicht erreichbar ist und bindet ihn somit an sich. 

Er regelt ihre unangenehmen Dinge (Krankmeldungen am Arbeitsplatz vorbeibringen, wichtige Anrufe, Begleitung bei wichtigen Terminen, intensive Beziehungstipps wenn sie mal jemanden hat, etc.) und das nimmt Ausmaße an, die echt nicht normal sind. Sie kommt in sein Zimmer, weil es ihr angeblich nicht gut geht (Depressionen sind ernstzunehmende Probleme, jedoch ist vieles bei ihr gespielt, wie ich auch mittlerweile weiß, lässt sich von ihm das Getränk bringen, Blutdruck messen und erwartet von ihm, bei ihr zu bleiben, bis es ihr besser geht. Ich saß dann also 2 Stunden in seinem Zimmer und hatte gar nichts von ihm. 

Seine Mutter stellt sich auch sehr dumm, einfach um ihn bei sich zu halten. Er muss ihr manche Briefe erklären, generell erklärt er ihr die Welt, auch ganz banale Dinge, trägt ihr im Prinzip den Arsch hinterher und merkt nicht, wie sehr sie ihn ausnutzt und für sich einnimmt. 

Dann hatte seine Mutter kurzzeitig einen Freund, den sie in einer Einrichtung kennengelernt hat und in dieser Zeit hätte ihr mein Freund nicht egaler sein können. Sie war nie daheim, hat sich nichts aus ihm gemacht, war nur gemein zu ihm, hat ihn oft bloßgestellt (er ist nicht der tatkräftigste Mensch der Welt, hat eben schon mal das Studium abgebrochen woran sie nicht ganz unschuldig war, macht ihm aber alles zum Vorwurf. Das Ding war, dass ihr Ex-Kerl und ich dabei waren und sie meinen Freund dann vor uns allen zur Sau gemacht hat, obwohl sie selber die Arbeitsunfähigkeit extrem genießt, wenn nicht sogar ausnutzt. 

Diese Beziehung ist dann gescheitert und alles war beim Alten. Mein Freund als Krankenpfleger, Bote, Partnerersatz, was auch immer. 

Jetzt kommt das Ding. Ich hab ihm lang und breit erklärt, dass ich mit der Situation nicht einverstanden bin und sie uns niemals eine Zukunft lassen wird, wenn er sich nicht ein bisschen von ihr lösen kann und er hat auch echt gelassen reagiert, er war sehr verständnisvoll, jedoch ändert sich nur bedingt was und es liegen jetzt schon mehrere Monate zurück, seit wir dieses Gespräch hatten. 

Es steht für mich nicht zur Debatte, ihn zu verlassen, weil ich 1. nicht bereit bin, diesen Kampf aufzugeben und 2. ist er für mich nicht wegzudenken. Ohne dieses Problem wäre es die perfekte Beziehung, insofern es überhaupt perfekte Beziehungen gibt. Ich bin eigentlich guter Dinge, dass er sich nach einem Auszug anders verhalten wird, bei seiner Mutter bin ich mir da aber nicht so sicher.. 

Hatte jemand von euch ähnliche Situationen mit dem Partner? Wenn ja, wie konntet ihr da eingreifen und was habt ihr gemacht? 

Würde mich über jeden Tipp sehr freuen! 

PS: Für manche Menschen da draußen muss man es ja extra erwähnen: 
Schluss machen ist keine Option und ich bin auch nicht dumm, wenn das für mich außer Frage steht. 

Vielen Dank!! 
 

Er muß sich für Dich entscheiden, eine Alternative gibt es nicht.
Kein Kind gehört der Mutter, keine Mutter gehört dem Kind.
Besser keiner kann zwei Herren dienen, einen muß er betrügen.

Die Antwort kennst Du schon, sie oder Du!

LG Lichtkrieger

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9. September um 22:58
In Antwort auf v.drowned

Mein Freund und ich sind jetzt seit knapp 2 Jahren zusammen. Es läuft wirklich sehr sehr gut, unsere Beziehung ist sehr stabil, wir sind immer ehrlich zueinander und lieben uns heiß und innig. Das große Problem für mich ist allerdings seine Mutter als Person und die Bindung zwischen den Beiden. 

Am Anfang war sie unglaublich nett zu mir und es ist mir nicht wirklich aufgefallen, wie manipulativ und böse diese Frau ist. 
Man muss wissen, dass wir beide noch jeweils bei unseren Müttern leben, da wir beide noch im Studium sind und deshalb kaum Geld haben (zur Debatte steht der Zusammenzug dennoch). 

Er und seine Mutter waren schon immer alleine, es gab nur zeitweise Vaterfiguren in seinem Leben, daher auch diese extreme Bindung. Vor einem Jahr kam dann die Situation, dass seine Mutter für längere Zeit in eine Psychiatrie gegangen ist, sie hat sich selbst wegen Depressionen eingewiesen. Seitdem war sie auch auf Reha, bei verschiedenen Ärzten und ist seitdem arbeitsunfähig. Da mein Freund jetzt auch länger untätig zuhause war (Studienabbruch + Semesterferien), saßen sie beiden pausenlos aufeinander, was natürlich endlos scheiße ist. 

Sie ist eine Person, die keinen Partner hat, aber immer von jemand anderem abhängig sein wird, da sie ihr Leben alleine nie auf die Reihe bekommt (Behördliche Geschichten, Einsamkeit, etc.). Als Partnerersatz dient mein Freund, der das auch noch macht, weil er ja nur seine Mutter hat. Zu einem gewissen Teil verständlich, trotzdem ist es für mich dann fast schon ein Konkurrenzkampf, seine Aufmerksamkeit im Beisein seiner Mutter für mich zu gewinnen. 

Sobald seine Mutter nach ihm ruft, lässt er alles stehen und liegen, rennt sofort los zu ihr (egal wie beschäftigt wir waren, wenn ihr wisst, was ich mein..). Sie schiebt ihre Krankheit in den Vordergrund, damit er sich schlecht fühlt, wenn er mal nicht erreichbar ist und bindet ihn somit an sich. 

Er regelt ihre unangenehmen Dinge (Krankmeldungen am Arbeitsplatz vorbeibringen, wichtige Anrufe, Begleitung bei wichtigen Terminen, intensive Beziehungstipps wenn sie mal jemanden hat, etc.) und das nimmt Ausmaße an, die echt nicht normal sind. Sie kommt in sein Zimmer, weil es ihr angeblich nicht gut geht (Depressionen sind ernstzunehmende Probleme, jedoch ist vieles bei ihr gespielt, wie ich auch mittlerweile weiß, lässt sich von ihm das Getränk bringen, Blutdruck messen und erwartet von ihm, bei ihr zu bleiben, bis es ihr besser geht. Ich saß dann also 2 Stunden in seinem Zimmer und hatte gar nichts von ihm. 

Seine Mutter stellt sich auch sehr dumm, einfach um ihn bei sich zu halten. Er muss ihr manche Briefe erklären, generell erklärt er ihr die Welt, auch ganz banale Dinge, trägt ihr im Prinzip den Arsch hinterher und merkt nicht, wie sehr sie ihn ausnutzt und für sich einnimmt. 

Dann hatte seine Mutter kurzzeitig einen Freund, den sie in einer Einrichtung kennengelernt hat und in dieser Zeit hätte ihr mein Freund nicht egaler sein können. Sie war nie daheim, hat sich nichts aus ihm gemacht, war nur gemein zu ihm, hat ihn oft bloßgestellt (er ist nicht der tatkräftigste Mensch der Welt, hat eben schon mal das Studium abgebrochen woran sie nicht ganz unschuldig war, macht ihm aber alles zum Vorwurf. Das Ding war, dass ihr Ex-Kerl und ich dabei waren und sie meinen Freund dann vor uns allen zur Sau gemacht hat, obwohl sie selber die Arbeitsunfähigkeit extrem genießt, wenn nicht sogar ausnutzt. 

Diese Beziehung ist dann gescheitert und alles war beim Alten. Mein Freund als Krankenpfleger, Bote, Partnerersatz, was auch immer. 

Jetzt kommt das Ding. Ich hab ihm lang und breit erklärt, dass ich mit der Situation nicht einverstanden bin und sie uns niemals eine Zukunft lassen wird, wenn er sich nicht ein bisschen von ihr lösen kann und er hat auch echt gelassen reagiert, er war sehr verständnisvoll, jedoch ändert sich nur bedingt was und es liegen jetzt schon mehrere Monate zurück, seit wir dieses Gespräch hatten. 

Es steht für mich nicht zur Debatte, ihn zu verlassen, weil ich 1. nicht bereit bin, diesen Kampf aufzugeben und 2. ist er für mich nicht wegzudenken. Ohne dieses Problem wäre es die perfekte Beziehung, insofern es überhaupt perfekte Beziehungen gibt. Ich bin eigentlich guter Dinge, dass er sich nach einem Auszug anders verhalten wird, bei seiner Mutter bin ich mir da aber nicht so sicher.. 

Hatte jemand von euch ähnliche Situationen mit dem Partner? Wenn ja, wie konntet ihr da eingreifen und was habt ihr gemacht? 

Würde mich über jeden Tipp sehr freuen! 

PS: Für manche Menschen da draußen muss man es ja extra erwähnen: 
Schluss machen ist keine Option und ich bin auch nicht dumm, wenn das für mich außer Frage steht. 

Vielen Dank!! 
 

Vielen vielen Dank für diesen ganzen Zuspruch und die Tipps! 

Ich werd auf jeden Fall hartnäckig bleiben, das war von Anfang an mein Vorhaben. Aufgeben ist keine Option für mich. Zum Glück seh nicht nur ich das so, manchmal denkt man da wirklich, man bildet sich irgendwas ein oder man reagiert über😑

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9. September um 23:06

Ich glaub fest daran, weil ich dann 'einflussreicher' bin, wenn er nicht mehr bei ihr wohnt. Zumal er in meiner Gegenwart auch anders ist, wie wenn sie dabei ist. Wenn er sie nicht mehr jeden Tag sieht, wird er sich dieses Verhalten abgewöhnen + ich kann anders handeln. Nicht, dass ich zum Hausdrachen mit Schwiegermutterhass mutiere, aber ich kann der Sache einen Riegel vorschieben und Grenzen zeigen. 

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10. September um 0:37
In Antwort auf v.drowned

Ich glaub fest daran, weil ich dann 'einflussreicher' bin, wenn er nicht mehr bei ihr wohnt. Zumal er in meiner Gegenwart auch anders ist, wie wenn sie dabei ist. Wenn er sie nicht mehr jeden Tag sieht, wird er sich dieses Verhalten abgewöhnen + ich kann anders handeln. Nicht, dass ich zum Hausdrachen mit Schwiegermutterhass mutiere, aber ich kann der Sache einen Riegel vorschieben und Grenzen zeigen. 

"Nicht, dass ich zum Hausdrachen mit Schwiegermutterhass mutiere"

warum meinst du nicht? du bist doch schon auf dem besten weg dazu!
was ist, wenn ihr dann mal zusammen wohnt, und er immer noch brav springt, wenn mutti ruft? was dann?

naja, dein leben, deine entscheidungen. probiers aus. aber das wichtigste wurde bereits ganz am anfang gesagt: dein problem ist nicht sie! dein problem ist er!

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10. September um 7:04
In Antwort auf v.drowned

Mein Freund und ich sind jetzt seit knapp 2 Jahren zusammen. Es läuft wirklich sehr sehr gut, unsere Beziehung ist sehr stabil, wir sind immer ehrlich zueinander und lieben uns heiß und innig. Das große Problem für mich ist allerdings seine Mutter als Person und die Bindung zwischen den Beiden. 

Am Anfang war sie unglaublich nett zu mir und es ist mir nicht wirklich aufgefallen, wie manipulativ und böse diese Frau ist. 
Man muss wissen, dass wir beide noch jeweils bei unseren Müttern leben, da wir beide noch im Studium sind und deshalb kaum Geld haben (zur Debatte steht der Zusammenzug dennoch). 

Er und seine Mutter waren schon immer alleine, es gab nur zeitweise Vaterfiguren in seinem Leben, daher auch diese extreme Bindung. Vor einem Jahr kam dann die Situation, dass seine Mutter für längere Zeit in eine Psychiatrie gegangen ist, sie hat sich selbst wegen Depressionen eingewiesen. Seitdem war sie auch auf Reha, bei verschiedenen Ärzten und ist seitdem arbeitsunfähig. Da mein Freund jetzt auch länger untätig zuhause war (Studienabbruch + Semesterferien), saßen sie beiden pausenlos aufeinander, was natürlich endlos scheiße ist. 

Sie ist eine Person, die keinen Partner hat, aber immer von jemand anderem abhängig sein wird, da sie ihr Leben alleine nie auf die Reihe bekommt (Behördliche Geschichten, Einsamkeit, etc.). Als Partnerersatz dient mein Freund, der das auch noch macht, weil er ja nur seine Mutter hat. Zu einem gewissen Teil verständlich, trotzdem ist es für mich dann fast schon ein Konkurrenzkampf, seine Aufmerksamkeit im Beisein seiner Mutter für mich zu gewinnen. 

Sobald seine Mutter nach ihm ruft, lässt er alles stehen und liegen, rennt sofort los zu ihr (egal wie beschäftigt wir waren, wenn ihr wisst, was ich mein..). Sie schiebt ihre Krankheit in den Vordergrund, damit er sich schlecht fühlt, wenn er mal nicht erreichbar ist und bindet ihn somit an sich. 

Er regelt ihre unangenehmen Dinge (Krankmeldungen am Arbeitsplatz vorbeibringen, wichtige Anrufe, Begleitung bei wichtigen Terminen, intensive Beziehungstipps wenn sie mal jemanden hat, etc.) und das nimmt Ausmaße an, die echt nicht normal sind. Sie kommt in sein Zimmer, weil es ihr angeblich nicht gut geht (Depressionen sind ernstzunehmende Probleme, jedoch ist vieles bei ihr gespielt, wie ich auch mittlerweile weiß, lässt sich von ihm das Getränk bringen, Blutdruck messen und erwartet von ihm, bei ihr zu bleiben, bis es ihr besser geht. Ich saß dann also 2 Stunden in seinem Zimmer und hatte gar nichts von ihm. 

Seine Mutter stellt sich auch sehr dumm, einfach um ihn bei sich zu halten. Er muss ihr manche Briefe erklären, generell erklärt er ihr die Welt, auch ganz banale Dinge, trägt ihr im Prinzip den Arsch hinterher und merkt nicht, wie sehr sie ihn ausnutzt und für sich einnimmt. 

Dann hatte seine Mutter kurzzeitig einen Freund, den sie in einer Einrichtung kennengelernt hat und in dieser Zeit hätte ihr mein Freund nicht egaler sein können. Sie war nie daheim, hat sich nichts aus ihm gemacht, war nur gemein zu ihm, hat ihn oft bloßgestellt (er ist nicht der tatkräftigste Mensch der Welt, hat eben schon mal das Studium abgebrochen woran sie nicht ganz unschuldig war, macht ihm aber alles zum Vorwurf. Das Ding war, dass ihr Ex-Kerl und ich dabei waren und sie meinen Freund dann vor uns allen zur Sau gemacht hat, obwohl sie selber die Arbeitsunfähigkeit extrem genießt, wenn nicht sogar ausnutzt. 

Diese Beziehung ist dann gescheitert und alles war beim Alten. Mein Freund als Krankenpfleger, Bote, Partnerersatz, was auch immer. 

Jetzt kommt das Ding. Ich hab ihm lang und breit erklärt, dass ich mit der Situation nicht einverstanden bin und sie uns niemals eine Zukunft lassen wird, wenn er sich nicht ein bisschen von ihr lösen kann und er hat auch echt gelassen reagiert, er war sehr verständnisvoll, jedoch ändert sich nur bedingt was und es liegen jetzt schon mehrere Monate zurück, seit wir dieses Gespräch hatten. 

Es steht für mich nicht zur Debatte, ihn zu verlassen, weil ich 1. nicht bereit bin, diesen Kampf aufzugeben und 2. ist er für mich nicht wegzudenken. Ohne dieses Problem wäre es die perfekte Beziehung, insofern es überhaupt perfekte Beziehungen gibt. Ich bin eigentlich guter Dinge, dass er sich nach einem Auszug anders verhalten wird, bei seiner Mutter bin ich mir da aber nicht so sicher.. 

Hatte jemand von euch ähnliche Situationen mit dem Partner? Wenn ja, wie konntet ihr da eingreifen und was habt ihr gemacht? 

Würde mich über jeden Tipp sehr freuen! 

PS: Für manche Menschen da draußen muss man es ja extra erwähnen: 
Schluss machen ist keine Option und ich bin auch nicht dumm, wenn das für mich außer Frage steht. 

Vielen Dank!! 
 

Und wie immer in solchen Fällen kann ich dazu nur schreiben, dass das Problem nicht seine Mutter ist, sondern dein Partner.
Es liegt in seiner eigenen Entscheidung sich abzugrenzen. Und das scheint er nicht zu wollen.
 Und da bist dann wiederum du gefragt bei deiner Partnerwahl, ob du dich auf ein Muttersöhnchen einlässt  oder nicht.
So entscheidet jeder für sich selbst. Aber bitte dann nicht rumnörgeln, es ist die eigene Wahl.

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10. September um 9:30
In Antwort auf v.drowned

Ich glaub fest daran, weil ich dann 'einflussreicher' bin, wenn er nicht mehr bei ihr wohnt. Zumal er in meiner Gegenwart auch anders ist, wie wenn sie dabei ist. Wenn er sie nicht mehr jeden Tag sieht, wird er sich dieses Verhalten abgewöhnen + ich kann anders handeln. Nicht, dass ich zum Hausdrachen mit Schwiegermutterhass mutiere, aber ich kann der Sache einen Riegel vorschieben und Grenzen zeigen. 

"aber ich kann der Sache einen Riegel vorschieben und Grenzen zeigen. "

Von einer Mutti zur nächsten. Im Endeffekt tickst du genauso wie seine Mutter. Du willst über ihn bestimmen und vorgeben, wie er zu leben hat.
Du mutierst nicht zum Hausdrachen,der steckt schon in dir drin und wartet darauf heraus gelassen zu werden.

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10. September um 9:45

Soll die Geschichte wahr sein?
Die TE wiederspricht sich ja in Ihrem Posting selber.

Sie schreibt, das die Mutter arbeitsunfähig ist, schreibt aber auch das der Sohn für die Mutter alles übernimmt wie Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auf Arbeit vorbeibringen????

 

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10. September um 10:30
In Antwort auf kariertekatze

"aber ich kann der Sache einen Riegel vorschieben und Grenzen zeigen. "

Von einer Mutti zur nächsten. Im Endeffekt tickst du genauso wie seine Mutter. Du willst über ihn bestimmen und vorgeben, wie er zu leben hat.
Du mutierst nicht zum Hausdrachen,der steckt schon in dir drin und wartet darauf heraus gelassen zu werden.


Du sagst da etwas enorm Kluges! Du hast das schon mal geschrieben, dass man viel wiederholt an Mustern in der Liebe! Aber bis man das erkennt, kann es Jahre dauern! Man sagt nicht umsonst: „ Liebe ist Heimat“! Auch wenn die  Elternbeziehung fast toxisch war, wählt man unbewusst wieder einen ähnlichen Partner! Und dann beginnt das Lebensdrama! 
Und ich habs auch gedacht dass die TE ihn ja auch verändern möchte! Und dann kommt er zwischen zwei Puffer wie bei der Lokomotive und dem Wagen! Bildlich gesprochen!

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10. September um 10:36

Maria 001 gibt wieder die besten sinnvollen (NICHT) Tipps des Jahrtausends....

Applaus Applaus Applaaaauuuusss

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10. September um 10:43

Mich würde interessieren, was dein FREUND möchte. 

Seit Jahren zerren zwei Frauen an ihm herum und er versucht es beiden recht zu machen, weil er es nicht anders gelernt hat. 

Sicherlich ist die Beziehung zwischen ihm und seiner Mutter nicht gesund. Aber du wählst den falschen Weg, indem du eingreifst, konkurrierst, Riegel vorschiebst und davon träumst, deinen Einflussbereich zu vergrößern. Es wurde hier bereits erwähnt: Du bedienst dich ähnlicher Taktiken wie die Mutter. Und damit tust du ihm keinen Gefallen, weil du seine Verhaltensmuster weiterhin förderst. 

Der erste Impuls muss von deinem Freund kommen. Und nicht als Antwort auf deine Unzufriedenheit, sondern aus freien Stücken und aufrichtiger Überzeugung. Der zweite Schritt wäre eine Therapie. Aber du solltest nicht an ihm "herumwerkeln", sondern ihn lediglich unterstützen. Aber rechne damit, dass sich nie etwas ändern wird. Zumindest nicht, solange sie lebt. 

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10. September um 11:34
In Antwort auf v.drowned

Mein Freund und ich sind jetzt seit knapp 2 Jahren zusammen. Es läuft wirklich sehr sehr gut, unsere Beziehung ist sehr stabil, wir sind immer ehrlich zueinander und lieben uns heiß und innig. Das große Problem für mich ist allerdings seine Mutter als Person und die Bindung zwischen den Beiden. 

Am Anfang war sie unglaublich nett zu mir und es ist mir nicht wirklich aufgefallen, wie manipulativ und böse diese Frau ist. 
Man muss wissen, dass wir beide noch jeweils bei unseren Müttern leben, da wir beide noch im Studium sind und deshalb kaum Geld haben (zur Debatte steht der Zusammenzug dennoch). 

Er und seine Mutter waren schon immer alleine, es gab nur zeitweise Vaterfiguren in seinem Leben, daher auch diese extreme Bindung. Vor einem Jahr kam dann die Situation, dass seine Mutter für längere Zeit in eine Psychiatrie gegangen ist, sie hat sich selbst wegen Depressionen eingewiesen. Seitdem war sie auch auf Reha, bei verschiedenen Ärzten und ist seitdem arbeitsunfähig. Da mein Freund jetzt auch länger untätig zuhause war (Studienabbruch + Semesterferien), saßen sie beiden pausenlos aufeinander, was natürlich endlos scheiße ist. 

Sie ist eine Person, die keinen Partner hat, aber immer von jemand anderem abhängig sein wird, da sie ihr Leben alleine nie auf die Reihe bekommt (Behördliche Geschichten, Einsamkeit, etc.). Als Partnerersatz dient mein Freund, der das auch noch macht, weil er ja nur seine Mutter hat. Zu einem gewissen Teil verständlich, trotzdem ist es für mich dann fast schon ein Konkurrenzkampf, seine Aufmerksamkeit im Beisein seiner Mutter für mich zu gewinnen. 

Sobald seine Mutter nach ihm ruft, lässt er alles stehen und liegen, rennt sofort los zu ihr (egal wie beschäftigt wir waren, wenn ihr wisst, was ich mein..). Sie schiebt ihre Krankheit in den Vordergrund, damit er sich schlecht fühlt, wenn er mal nicht erreichbar ist und bindet ihn somit an sich. 

Er regelt ihre unangenehmen Dinge (Krankmeldungen am Arbeitsplatz vorbeibringen, wichtige Anrufe, Begleitung bei wichtigen Terminen, intensive Beziehungstipps wenn sie mal jemanden hat, etc.) und das nimmt Ausmaße an, die echt nicht normal sind. Sie kommt in sein Zimmer, weil es ihr angeblich nicht gut geht (Depressionen sind ernstzunehmende Probleme, jedoch ist vieles bei ihr gespielt, wie ich auch mittlerweile weiß, lässt sich von ihm das Getränk bringen, Blutdruck messen und erwartet von ihm, bei ihr zu bleiben, bis es ihr besser geht. Ich saß dann also 2 Stunden in seinem Zimmer und hatte gar nichts von ihm. 

Seine Mutter stellt sich auch sehr dumm, einfach um ihn bei sich zu halten. Er muss ihr manche Briefe erklären, generell erklärt er ihr die Welt, auch ganz banale Dinge, trägt ihr im Prinzip den Arsch hinterher und merkt nicht, wie sehr sie ihn ausnutzt und für sich einnimmt. 

Dann hatte seine Mutter kurzzeitig einen Freund, den sie in einer Einrichtung kennengelernt hat und in dieser Zeit hätte ihr mein Freund nicht egaler sein können. Sie war nie daheim, hat sich nichts aus ihm gemacht, war nur gemein zu ihm, hat ihn oft bloßgestellt (er ist nicht der tatkräftigste Mensch der Welt, hat eben schon mal das Studium abgebrochen woran sie nicht ganz unschuldig war, macht ihm aber alles zum Vorwurf. Das Ding war, dass ihr Ex-Kerl und ich dabei waren und sie meinen Freund dann vor uns allen zur Sau gemacht hat, obwohl sie selber die Arbeitsunfähigkeit extrem genießt, wenn nicht sogar ausnutzt. 

Diese Beziehung ist dann gescheitert und alles war beim Alten. Mein Freund als Krankenpfleger, Bote, Partnerersatz, was auch immer. 

Jetzt kommt das Ding. Ich hab ihm lang und breit erklärt, dass ich mit der Situation nicht einverstanden bin und sie uns niemals eine Zukunft lassen wird, wenn er sich nicht ein bisschen von ihr lösen kann und er hat auch echt gelassen reagiert, er war sehr verständnisvoll, jedoch ändert sich nur bedingt was und es liegen jetzt schon mehrere Monate zurück, seit wir dieses Gespräch hatten. 

Es steht für mich nicht zur Debatte, ihn zu verlassen, weil ich 1. nicht bereit bin, diesen Kampf aufzugeben und 2. ist er für mich nicht wegzudenken. Ohne dieses Problem wäre es die perfekte Beziehung, insofern es überhaupt perfekte Beziehungen gibt. Ich bin eigentlich guter Dinge, dass er sich nach einem Auszug anders verhalten wird, bei seiner Mutter bin ich mir da aber nicht so sicher.. 

Hatte jemand von euch ähnliche Situationen mit dem Partner? Wenn ja, wie konntet ihr da eingreifen und was habt ihr gemacht? 

Würde mich über jeden Tipp sehr freuen! 

PS: Für manche Menschen da draußen muss man es ja extra erwähnen: 
Schluss machen ist keine Option und ich bin auch nicht dumm, wenn das für mich außer Frage steht. 

Vielen Dank!! 
 

Wieso hat er sein Studium abgebrochen bzw. arbeitet er denn jetzt wenigstens? Man kann auch in den Semesterferien arbeiten wenn man WILL und sich somit eine Studentenbude finanzieren. Natuerlich ist es bequemer bei Mutti aber da liegen die Prioritaeten falsch. Was ist mit dir, gehst du in den Ferien arbeiten?

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10. September um 11:40

Aber Aber Susanne, nicht so forsch bitte.. Wir sind doch nicht boshaft... Oh Pardon sarkastisch... ha ha ha ha
Musste herzlich lachen.. Danke für die tolle Antwort Liebes

Ja das ignorieren klappt meist super aber wenn dann so spezielle Kreaturen wie Maria 001 oder Donjoe sich auf dem Schlachtfeld rumtoben dann kitzelt es so ganz ganz heftig in den Fingern. Aber ich gebe mir mehr mühe versprochen. ))))

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10. September um 11:55


Schon klar, dass dein Freund eine Therapie brauchen würde! Aber bis man sich das selbst eingestehen kann, dass man in diesem Punkt wirklich schwach ist, braucht es Stärke! Es ist immer leichter den andern die Schuld zu geben! Als sich eizugestehen: was habe ich dazu beigetragen dass es so weit  kommen konnte? Und die Mutter wäre sowieso therapieresistent! Auch eine jahrelange Therapie kann einem nie ganz ändern! Höchstens dass man schneller einsieht dass es wieder gleich kommen könnte! Und dann die Notbremse zieht!

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10. September um 12:35


Ich finde das gut wie du das machst! 
Und ich selbst habe eben den Weg der Therpie eingeschlagen, war für mich eine enorme Bereicherung in meinem Leben! Und vor allem das Wichtigste: ich habe den Fehler meiner Mutter nicht wiederholt bei unserem Sohn! Ich habe ihn gehen lassen, und begleite ihn trotzdem liebevoll! Danke für deine Antwort!

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10. September um 12:37


Das habe ich schon recht verstanden!

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Meldet er sich wieder?
Von: user189210
neu
11. September um 12:59

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