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Mein Freund ist ein extremes Muttersöhnen

9. September 2018 um 19:36

Mein Freund und ich sind jetzt seit knapp 2 Jahren zusammen. Es läuft wirklich sehr sehr gut, unsere Beziehung ist sehr stabil, wir sind immer ehrlich zueinander und lieben uns heiß und innig. Das große Problem für mich ist allerdings seine Mutter als Person und die Bindung zwischen den Beiden. 

Am Anfang war sie unglaublich nett zu mir und es ist mir nicht wirklich aufgefallen, wie manipulativ und böse diese Frau ist. 
Man muss wissen, dass wir beide noch jeweils bei unseren Müttern leben, da wir beide noch im Studium sind und deshalb kaum Geld haben (zur Debatte steht der Zusammenzug dennoch). 

Er und seine Mutter waren schon immer alleine, es gab nur zeitweise Vaterfiguren in seinem Leben, daher auch diese extreme Bindung. Vor einem Jahr kam dann die Situation, dass seine Mutter für längere Zeit in eine Psychiatrie gegangen ist, sie hat sich selbst wegen Depressionen eingewiesen. Seitdem war sie auch auf Reha, bei verschiedenen Ärzten und ist seitdem arbeitsunfähig. Da mein Freund jetzt auch länger untätig zuhause war (Studienabbruch + Semesterferien), saßen sie beiden pausenlos aufeinander, was natürlich endlos scheiße ist. 

Sie ist eine Person, die keinen Partner hat, aber immer von jemand anderem abhängig sein wird, da sie ihr Leben alleine nie auf die Reihe bekommt (Behördliche Geschichten, Einsamkeit, etc.). Als Partnerersatz dient mein Freund, der das auch noch macht, weil er ja nur seine Mutter hat. Zu einem gewissen Teil verständlich, trotzdem ist es für mich dann fast schon ein Konkurrenzkampf, seine Aufmerksamkeit im Beisein seiner Mutter für mich zu gewinnen. 

Sobald seine Mutter nach ihm ruft, lässt er alles stehen und liegen, rennt sofort los zu ihr (egal wie beschäftigt wir waren, wenn ihr wisst, was ich mein..). Sie schiebt ihre Krankheit in den Vordergrund, damit er sich schlecht fühlt, wenn er mal nicht erreichbar ist und bindet ihn somit an sich. 

Er regelt ihre unangenehmen Dinge (Krankmeldungen am Arbeitsplatz vorbeibringen, wichtige Anrufe, Begleitung bei wichtigen Terminen, intensive Beziehungstipps wenn sie mal jemanden hat, etc.) und das nimmt Ausmaße an, die echt nicht normal sind. Sie kommt in sein Zimmer, weil es ihr angeblich nicht gut geht (Depressionen sind ernstzunehmende Probleme, jedoch ist vieles bei ihr gespielt, wie ich auch mittlerweile weiß, lässt sich von ihm das Getränk bringen, Blutdruck messen und erwartet von ihm, bei ihr zu bleiben, bis es ihr besser geht. Ich saß dann also 2 Stunden in seinem Zimmer und hatte gar nichts von ihm. 

Seine Mutter stellt sich auch sehr dumm, einfach um ihn bei sich zu halten. Er muss ihr manche Briefe erklären, generell erklärt er ihr die Welt, auch ganz banale Dinge, trägt ihr im Prinzip den Arsch hinterher und merkt nicht, wie sehr sie ihn ausnutzt und für sich einnimmt. 

Dann hatte seine Mutter kurzzeitig einen Freund, den sie in einer Einrichtung kennengelernt hat und in dieser Zeit hätte ihr mein Freund nicht egaler sein können. Sie war nie daheim, hat sich nichts aus ihm gemacht, war nur gemein zu ihm, hat ihn oft bloßgestellt (er ist nicht der tatkräftigste Mensch der Welt, hat eben schon mal das Studium abgebrochen woran sie nicht ganz unschuldig war, macht ihm aber alles zum Vorwurf. Das Ding war, dass ihr Ex-Kerl und ich dabei waren und sie meinen Freund dann vor uns allen zur Sau gemacht hat, obwohl sie selber die Arbeitsunfähigkeit extrem genießt, wenn nicht sogar ausnutzt. 

Diese Beziehung ist dann gescheitert und alles war beim Alten. Mein Freund als Krankenpfleger, Bote, Partnerersatz, was auch immer. 

Jetzt kommt das Ding. Ich hab ihm lang und breit erklärt, dass ich mit der Situation nicht einverstanden bin und sie uns niemals eine Zukunft lassen wird, wenn er sich nicht ein bisschen von ihr lösen kann und er hat auch echt gelassen reagiert, er war sehr verständnisvoll, jedoch ändert sich nur bedingt was und es liegen jetzt schon mehrere Monate zurück, seit wir dieses Gespräch hatten. 

Es steht für mich nicht zur Debatte, ihn zu verlassen, weil ich 1. nicht bereit bin, diesen Kampf aufzugeben und 2. ist er für mich nicht wegzudenken. Ohne dieses Problem wäre es die perfekte Beziehung, insofern es überhaupt perfekte Beziehungen gibt. Ich bin eigentlich guter Dinge, dass er sich nach einem Auszug anders verhalten wird, bei seiner Mutter bin ich mir da aber nicht so sicher.. 

Hatte jemand von euch ähnliche Situationen mit dem Partner? Wenn ja, wie konntet ihr da eingreifen und was habt ihr gemacht? 

Würde mich über jeden Tipp sehr freuen! 

PS: Für manche Menschen da draußen muss man es ja extra erwähnen: 
Schluss machen ist keine Option und ich bin auch nicht dumm, wenn das für mich außer Frage steht. 

Vielen Dank!! 
 

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9. September 2018 um 21:21
In Antwort auf v.drowned

Mein Freund und ich sind jetzt seit knapp 2 Jahren zusammen. Es läuft wirklich sehr sehr gut, unsere Beziehung ist sehr stabil, wir sind immer ehrlich zueinander und lieben uns heiß und innig. Das große Problem für mich ist allerdings seine Mutter als Person und die Bindung zwischen den Beiden. 

Am Anfang war sie unglaublich nett zu mir und es ist mir nicht wirklich aufgefallen, wie manipulativ und böse diese Frau ist. 
Man muss wissen, dass wir beide noch jeweils bei unseren Müttern leben, da wir beide noch im Studium sind und deshalb kaum Geld haben (zur Debatte steht der Zusammenzug dennoch). 

Er und seine Mutter waren schon immer alleine, es gab nur zeitweise Vaterfiguren in seinem Leben, daher auch diese extreme Bindung. Vor einem Jahr kam dann die Situation, dass seine Mutter für längere Zeit in eine Psychiatrie gegangen ist, sie hat sich selbst wegen Depressionen eingewiesen. Seitdem war sie auch auf Reha, bei verschiedenen Ärzten und ist seitdem arbeitsunfähig. Da mein Freund jetzt auch länger untätig zuhause war (Studienabbruch + Semesterferien), saßen sie beiden pausenlos aufeinander, was natürlich endlos scheiße ist. 

Sie ist eine Person, die keinen Partner hat, aber immer von jemand anderem abhängig sein wird, da sie ihr Leben alleine nie auf die Reihe bekommt (Behördliche Geschichten, Einsamkeit, etc.). Als Partnerersatz dient mein Freund, der das auch noch macht, weil er ja nur seine Mutter hat. Zu einem gewissen Teil verständlich, trotzdem ist es für mich dann fast schon ein Konkurrenzkampf, seine Aufmerksamkeit im Beisein seiner Mutter für mich zu gewinnen. 

Sobald seine Mutter nach ihm ruft, lässt er alles stehen und liegen, rennt sofort los zu ihr (egal wie beschäftigt wir waren, wenn ihr wisst, was ich mein..). Sie schiebt ihre Krankheit in den Vordergrund, damit er sich schlecht fühlt, wenn er mal nicht erreichbar ist und bindet ihn somit an sich. 

Er regelt ihre unangenehmen Dinge (Krankmeldungen am Arbeitsplatz vorbeibringen, wichtige Anrufe, Begleitung bei wichtigen Terminen, intensive Beziehungstipps wenn sie mal jemanden hat, etc.) und das nimmt Ausmaße an, die echt nicht normal sind. Sie kommt in sein Zimmer, weil es ihr angeblich nicht gut geht (Depressionen sind ernstzunehmende Probleme, jedoch ist vieles bei ihr gespielt, wie ich auch mittlerweile weiß, lässt sich von ihm das Getränk bringen, Blutdruck messen und erwartet von ihm, bei ihr zu bleiben, bis es ihr besser geht. Ich saß dann also 2 Stunden in seinem Zimmer und hatte gar nichts von ihm. 

Seine Mutter stellt sich auch sehr dumm, einfach um ihn bei sich zu halten. Er muss ihr manche Briefe erklären, generell erklärt er ihr die Welt, auch ganz banale Dinge, trägt ihr im Prinzip den Arsch hinterher und merkt nicht, wie sehr sie ihn ausnutzt und für sich einnimmt. 

Dann hatte seine Mutter kurzzeitig einen Freund, den sie in einer Einrichtung kennengelernt hat und in dieser Zeit hätte ihr mein Freund nicht egaler sein können. Sie war nie daheim, hat sich nichts aus ihm gemacht, war nur gemein zu ihm, hat ihn oft bloßgestellt (er ist nicht der tatkräftigste Mensch der Welt, hat eben schon mal das Studium abgebrochen woran sie nicht ganz unschuldig war, macht ihm aber alles zum Vorwurf. Das Ding war, dass ihr Ex-Kerl und ich dabei waren und sie meinen Freund dann vor uns allen zur Sau gemacht hat, obwohl sie selber die Arbeitsunfähigkeit extrem genießt, wenn nicht sogar ausnutzt. 

Diese Beziehung ist dann gescheitert und alles war beim Alten. Mein Freund als Krankenpfleger, Bote, Partnerersatz, was auch immer. 

Jetzt kommt das Ding. Ich hab ihm lang und breit erklärt, dass ich mit der Situation nicht einverstanden bin und sie uns niemals eine Zukunft lassen wird, wenn er sich nicht ein bisschen von ihr lösen kann und er hat auch echt gelassen reagiert, er war sehr verständnisvoll, jedoch ändert sich nur bedingt was und es liegen jetzt schon mehrere Monate zurück, seit wir dieses Gespräch hatten. 

Es steht für mich nicht zur Debatte, ihn zu verlassen, weil ich 1. nicht bereit bin, diesen Kampf aufzugeben und 2. ist er für mich nicht wegzudenken. Ohne dieses Problem wäre es die perfekte Beziehung, insofern es überhaupt perfekte Beziehungen gibt. Ich bin eigentlich guter Dinge, dass er sich nach einem Auszug anders verhalten wird, bei seiner Mutter bin ich mir da aber nicht so sicher.. 

Hatte jemand von euch ähnliche Situationen mit dem Partner? Wenn ja, wie konntet ihr da eingreifen und was habt ihr gemacht? 

Würde mich über jeden Tipp sehr freuen! 

PS: Für manche Menschen da draußen muss man es ja extra erwähnen: 
Schluss machen ist keine Option und ich bin auch nicht dumm, wenn das für mich außer Frage steht. 

Vielen Dank!! 
 


Ich möchte dir antworten als Tochter einer besitzergreifenden, manipulativen, sehr starken Mutter! Ich sehe da Ähnlichkeiten mit der Mutter deines  Freundes! Diese Mütter setzen unbewusst alles in Bewegung ihre Kinder ganz nah zu halten! Meine Mutter hatte meine ganze Kindheit und auch später immer Herzprobleme! Sie hat meinen Vater und  auch uns Kinder immer auf Trab gehalten! Ja, und sie wurde 94 jährig! Hat wirklich nichts Wichtiges gehabt! Sie ist vor 11 Jahren  gestorben! Aber für mich wars echt schwierig! Ich musste mich quasi losstrabeln von ihr, habe meinen Mann geheiratet gegen ihren Willen! Jedenfalls wurde ich innerlich nie ganz frei von ihr bis sie gestorben ist! Und ich verstehe euch beide! 

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9. September 2018 um 21:38


Danke susanna für dein Mitgefühl! Schön dass das jemand versteht! 

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9. September 2018 um 22:34

Ich glaube kaum, dass du ihn ändern kannst. Da hilft nur weit weit wegziehen. 

Es gibt einen sehr guten Film zum Thema mit Monica Bleibtreu als Mutter: Muttis Liebling. Guckt ihn mal zusammen. Die Methoden der Manipulation sind dort sehr gut dargestellt. Es ist eine Komödie und dein Freund wird sie bestimmt auch lustig. Ob er seine Mutter und sich darin wiederfindet und etwas ändert, ist allerdings fraglich.

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9. September 2018 um 22:39

So eine manipulative Mutter ist auch nicht zu unterschätzen. Schließlich nimmst du ihr den Partnerersatz weg. Sie wird dich sicherlich vor ihrem Sohn nicht offen anfeinden, aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, einen Keil zwischen euch zu treiben, wird sie sie gerne nutzen. Dann ist die Frage, für wen sich dein Freund entscheidet.

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9. September 2018 um 22:44
In Antwort auf v.drowned

Mein Freund und ich sind jetzt seit knapp 2 Jahren zusammen. Es läuft wirklich sehr sehr gut, unsere Beziehung ist sehr stabil, wir sind immer ehrlich zueinander und lieben uns heiß und innig. Das große Problem für mich ist allerdings seine Mutter als Person und die Bindung zwischen den Beiden. 

Am Anfang war sie unglaublich nett zu mir und es ist mir nicht wirklich aufgefallen, wie manipulativ und böse diese Frau ist. 
Man muss wissen, dass wir beide noch jeweils bei unseren Müttern leben, da wir beide noch im Studium sind und deshalb kaum Geld haben (zur Debatte steht der Zusammenzug dennoch). 

Er und seine Mutter waren schon immer alleine, es gab nur zeitweise Vaterfiguren in seinem Leben, daher auch diese extreme Bindung. Vor einem Jahr kam dann die Situation, dass seine Mutter für längere Zeit in eine Psychiatrie gegangen ist, sie hat sich selbst wegen Depressionen eingewiesen. Seitdem war sie auch auf Reha, bei verschiedenen Ärzten und ist seitdem arbeitsunfähig. Da mein Freund jetzt auch länger untätig zuhause war (Studienabbruch + Semesterferien), saßen sie beiden pausenlos aufeinander, was natürlich endlos scheiße ist. 

Sie ist eine Person, die keinen Partner hat, aber immer von jemand anderem abhängig sein wird, da sie ihr Leben alleine nie auf die Reihe bekommt (Behördliche Geschichten, Einsamkeit, etc.). Als Partnerersatz dient mein Freund, der das auch noch macht, weil er ja nur seine Mutter hat. Zu einem gewissen Teil verständlich, trotzdem ist es für mich dann fast schon ein Konkurrenzkampf, seine Aufmerksamkeit im Beisein seiner Mutter für mich zu gewinnen. 

Sobald seine Mutter nach ihm ruft, lässt er alles stehen und liegen, rennt sofort los zu ihr (egal wie beschäftigt wir waren, wenn ihr wisst, was ich mein..). Sie schiebt ihre Krankheit in den Vordergrund, damit er sich schlecht fühlt, wenn er mal nicht erreichbar ist und bindet ihn somit an sich. 

Er regelt ihre unangenehmen Dinge (Krankmeldungen am Arbeitsplatz vorbeibringen, wichtige Anrufe, Begleitung bei wichtigen Terminen, intensive Beziehungstipps wenn sie mal jemanden hat, etc.) und das nimmt Ausmaße an, die echt nicht normal sind. Sie kommt in sein Zimmer, weil es ihr angeblich nicht gut geht (Depressionen sind ernstzunehmende Probleme, jedoch ist vieles bei ihr gespielt, wie ich auch mittlerweile weiß, lässt sich von ihm das Getränk bringen, Blutdruck messen und erwartet von ihm, bei ihr zu bleiben, bis es ihr besser geht. Ich saß dann also 2 Stunden in seinem Zimmer und hatte gar nichts von ihm. 

Seine Mutter stellt sich auch sehr dumm, einfach um ihn bei sich zu halten. Er muss ihr manche Briefe erklären, generell erklärt er ihr die Welt, auch ganz banale Dinge, trägt ihr im Prinzip den Arsch hinterher und merkt nicht, wie sehr sie ihn ausnutzt und für sich einnimmt. 

Dann hatte seine Mutter kurzzeitig einen Freund, den sie in einer Einrichtung kennengelernt hat und in dieser Zeit hätte ihr mein Freund nicht egaler sein können. Sie war nie daheim, hat sich nichts aus ihm gemacht, war nur gemein zu ihm, hat ihn oft bloßgestellt (er ist nicht der tatkräftigste Mensch der Welt, hat eben schon mal das Studium abgebrochen woran sie nicht ganz unschuldig war, macht ihm aber alles zum Vorwurf. Das Ding war, dass ihr Ex-Kerl und ich dabei waren und sie meinen Freund dann vor uns allen zur Sau gemacht hat, obwohl sie selber die Arbeitsunfähigkeit extrem genießt, wenn nicht sogar ausnutzt. 

Diese Beziehung ist dann gescheitert und alles war beim Alten. Mein Freund als Krankenpfleger, Bote, Partnerersatz, was auch immer. 

Jetzt kommt das Ding. Ich hab ihm lang und breit erklärt, dass ich mit der Situation nicht einverstanden bin und sie uns niemals eine Zukunft lassen wird, wenn er sich nicht ein bisschen von ihr lösen kann und er hat auch echt gelassen reagiert, er war sehr verständnisvoll, jedoch ändert sich nur bedingt was und es liegen jetzt schon mehrere Monate zurück, seit wir dieses Gespräch hatten. 

Es steht für mich nicht zur Debatte, ihn zu verlassen, weil ich 1. nicht bereit bin, diesen Kampf aufzugeben und 2. ist er für mich nicht wegzudenken. Ohne dieses Problem wäre es die perfekte Beziehung, insofern es überhaupt perfekte Beziehungen gibt. Ich bin eigentlich guter Dinge, dass er sich nach einem Auszug anders verhalten wird, bei seiner Mutter bin ich mir da aber nicht so sicher.. 

Hatte jemand von euch ähnliche Situationen mit dem Partner? Wenn ja, wie konntet ihr da eingreifen und was habt ihr gemacht? 

Würde mich über jeden Tipp sehr freuen! 

PS: Für manche Menschen da draußen muss man es ja extra erwähnen: 
Schluss machen ist keine Option und ich bin auch nicht dumm, wenn das für mich außer Frage steht. 

Vielen Dank!! 
 

Er muß sich für Dich entscheiden, eine Alternative gibt es nicht.
Kein Kind gehört der Mutter, keine Mutter gehört dem Kind.
Besser keiner kann zwei Herren dienen, einen muß er betrügen.

Die Antwort kennst Du schon, sie oder Du!

LG Lichtkrieger

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9. September 2018 um 22:58
In Antwort auf v.drowned

Mein Freund und ich sind jetzt seit knapp 2 Jahren zusammen. Es läuft wirklich sehr sehr gut, unsere Beziehung ist sehr stabil, wir sind immer ehrlich zueinander und lieben uns heiß und innig. Das große Problem für mich ist allerdings seine Mutter als Person und die Bindung zwischen den Beiden. 

Am Anfang war sie unglaublich nett zu mir und es ist mir nicht wirklich aufgefallen, wie manipulativ und böse diese Frau ist. 
Man muss wissen, dass wir beide noch jeweils bei unseren Müttern leben, da wir beide noch im Studium sind und deshalb kaum Geld haben (zur Debatte steht der Zusammenzug dennoch). 

Er und seine Mutter waren schon immer alleine, es gab nur zeitweise Vaterfiguren in seinem Leben, daher auch diese extreme Bindung. Vor einem Jahr kam dann die Situation, dass seine Mutter für längere Zeit in eine Psychiatrie gegangen ist, sie hat sich selbst wegen Depressionen eingewiesen. Seitdem war sie auch auf Reha, bei verschiedenen Ärzten und ist seitdem arbeitsunfähig. Da mein Freund jetzt auch länger untätig zuhause war (Studienabbruch + Semesterferien), saßen sie beiden pausenlos aufeinander, was natürlich endlos scheiße ist. 

Sie ist eine Person, die keinen Partner hat, aber immer von jemand anderem abhängig sein wird, da sie ihr Leben alleine nie auf die Reihe bekommt (Behördliche Geschichten, Einsamkeit, etc.). Als Partnerersatz dient mein Freund, der das auch noch macht, weil er ja nur seine Mutter hat. Zu einem gewissen Teil verständlich, trotzdem ist es für mich dann fast schon ein Konkurrenzkampf, seine Aufmerksamkeit im Beisein seiner Mutter für mich zu gewinnen. 

Sobald seine Mutter nach ihm ruft, lässt er alles stehen und liegen, rennt sofort los zu ihr (egal wie beschäftigt wir waren, wenn ihr wisst, was ich mein..). Sie schiebt ihre Krankheit in den Vordergrund, damit er sich schlecht fühlt, wenn er mal nicht erreichbar ist und bindet ihn somit an sich. 

Er regelt ihre unangenehmen Dinge (Krankmeldungen am Arbeitsplatz vorbeibringen, wichtige Anrufe, Begleitung bei wichtigen Terminen, intensive Beziehungstipps wenn sie mal jemanden hat, etc.) und das nimmt Ausmaße an, die echt nicht normal sind. Sie kommt in sein Zimmer, weil es ihr angeblich nicht gut geht (Depressionen sind ernstzunehmende Probleme, jedoch ist vieles bei ihr gespielt, wie ich auch mittlerweile weiß, lässt sich von ihm das Getränk bringen, Blutdruck messen und erwartet von ihm, bei ihr zu bleiben, bis es ihr besser geht. Ich saß dann also 2 Stunden in seinem Zimmer und hatte gar nichts von ihm. 

Seine Mutter stellt sich auch sehr dumm, einfach um ihn bei sich zu halten. Er muss ihr manche Briefe erklären, generell erklärt er ihr die Welt, auch ganz banale Dinge, trägt ihr im Prinzip den Arsch hinterher und merkt nicht, wie sehr sie ihn ausnutzt und für sich einnimmt. 

Dann hatte seine Mutter kurzzeitig einen Freund, den sie in einer Einrichtung kennengelernt hat und in dieser Zeit hätte ihr mein Freund nicht egaler sein können. Sie war nie daheim, hat sich nichts aus ihm gemacht, war nur gemein zu ihm, hat ihn oft bloßgestellt (er ist nicht der tatkräftigste Mensch der Welt, hat eben schon mal das Studium abgebrochen woran sie nicht ganz unschuldig war, macht ihm aber alles zum Vorwurf. Das Ding war, dass ihr Ex-Kerl und ich dabei waren und sie meinen Freund dann vor uns allen zur Sau gemacht hat, obwohl sie selber die Arbeitsunfähigkeit extrem genießt, wenn nicht sogar ausnutzt. 

Diese Beziehung ist dann gescheitert und alles war beim Alten. Mein Freund als Krankenpfleger, Bote, Partnerersatz, was auch immer. 

Jetzt kommt das Ding. Ich hab ihm lang und breit erklärt, dass ich mit der Situation nicht einverstanden bin und sie uns niemals eine Zukunft lassen wird, wenn er sich nicht ein bisschen von ihr lösen kann und er hat auch echt gelassen reagiert, er war sehr verständnisvoll, jedoch ändert sich nur bedingt was und es liegen jetzt schon mehrere Monate zurück, seit wir dieses Gespräch hatten. 

Es steht für mich nicht zur Debatte, ihn zu verlassen, weil ich 1. nicht bereit bin, diesen Kampf aufzugeben und 2. ist er für mich nicht wegzudenken. Ohne dieses Problem wäre es die perfekte Beziehung, insofern es überhaupt perfekte Beziehungen gibt. Ich bin eigentlich guter Dinge, dass er sich nach einem Auszug anders verhalten wird, bei seiner Mutter bin ich mir da aber nicht so sicher.. 

Hatte jemand von euch ähnliche Situationen mit dem Partner? Wenn ja, wie konntet ihr da eingreifen und was habt ihr gemacht? 

Würde mich über jeden Tipp sehr freuen! 

PS: Für manche Menschen da draußen muss man es ja extra erwähnen: 
Schluss machen ist keine Option und ich bin auch nicht dumm, wenn das für mich außer Frage steht. 

Vielen Dank!! 
 

Vielen vielen Dank für diesen ganzen Zuspruch und die Tipps! 

Ich werd auf jeden Fall hartnäckig bleiben, das war von Anfang an mein Vorhaben. Aufgeben ist keine Option für mich. Zum Glück seh nicht nur ich das so, manchmal denkt man da wirklich, man bildet sich irgendwas ein oder man reagiert über😑

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9. September 2018 um 23:06

Ich glaub fest daran, weil ich dann 'einflussreicher' bin, wenn er nicht mehr bei ihr wohnt. Zumal er in meiner Gegenwart auch anders ist, wie wenn sie dabei ist. Wenn er sie nicht mehr jeden Tag sieht, wird er sich dieses Verhalten abgewöhnen + ich kann anders handeln. Nicht, dass ich zum Hausdrachen mit Schwiegermutterhass mutiere, aber ich kann der Sache einen Riegel vorschieben und Grenzen zeigen. 

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10. September 2018 um 9:45

Soll die Geschichte wahr sein?
Die TE wiederspricht sich ja in Ihrem Posting selber.

Sie schreibt, das die Mutter arbeitsunfähig ist, schreibt aber auch das der Sohn für die Mutter alles übernimmt wie Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auf Arbeit vorbeibringen????

 

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10. September 2018 um 10:30


Du sagst da etwas enorm Kluges! Du hast das schon mal geschrieben, dass man viel wiederholt an Mustern in der Liebe! Aber bis man das erkennt, kann es Jahre dauern! Man sagt nicht umsonst: „ Liebe ist Heimat“! Auch wenn die  Elternbeziehung fast toxisch war, wählt man unbewusst wieder einen ähnlichen Partner! Und dann beginnt das Lebensdrama! 
Und ich habs auch gedacht dass die TE ihn ja auch verändern möchte! Und dann kommt er zwischen zwei Puffer wie bei der Lokomotive und dem Wagen! Bildlich gesprochen!

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10. September 2018 um 10:36

Maria 001 gibt wieder die besten sinnvollen (NICHT) Tipps des Jahrtausends....

Applaus Applaus Applaaaauuuusss

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10. September 2018 um 10:43

Mich würde interessieren, was dein FREUND möchte. 

Seit Jahren zerren zwei Frauen an ihm herum und er versucht es beiden recht zu machen, weil er es nicht anders gelernt hat. 

Sicherlich ist die Beziehung zwischen ihm und seiner Mutter nicht gesund. Aber du wählst den falschen Weg, indem du eingreifst, konkurrierst, Riegel vorschiebst und davon träumst, deinen Einflussbereich zu vergrößern. Es wurde hier bereits erwähnt: Du bedienst dich ähnlicher Taktiken wie die Mutter. Und damit tust du ihm keinen Gefallen, weil du seine Verhaltensmuster weiterhin förderst. 

Der erste Impuls muss von deinem Freund kommen. Und nicht als Antwort auf deine Unzufriedenheit, sondern aus freien Stücken und aufrichtiger Überzeugung. Der zweite Schritt wäre eine Therapie. Aber du solltest nicht an ihm "herumwerkeln", sondern ihn lediglich unterstützen. Aber rechne damit, dass sich nie etwas ändern wird. Zumindest nicht, solange sie lebt. 

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10. September 2018 um 11:34
In Antwort auf v.drowned

Mein Freund und ich sind jetzt seit knapp 2 Jahren zusammen. Es läuft wirklich sehr sehr gut, unsere Beziehung ist sehr stabil, wir sind immer ehrlich zueinander und lieben uns heiß und innig. Das große Problem für mich ist allerdings seine Mutter als Person und die Bindung zwischen den Beiden. 

Am Anfang war sie unglaublich nett zu mir und es ist mir nicht wirklich aufgefallen, wie manipulativ und böse diese Frau ist. 
Man muss wissen, dass wir beide noch jeweils bei unseren Müttern leben, da wir beide noch im Studium sind und deshalb kaum Geld haben (zur Debatte steht der Zusammenzug dennoch). 

Er und seine Mutter waren schon immer alleine, es gab nur zeitweise Vaterfiguren in seinem Leben, daher auch diese extreme Bindung. Vor einem Jahr kam dann die Situation, dass seine Mutter für längere Zeit in eine Psychiatrie gegangen ist, sie hat sich selbst wegen Depressionen eingewiesen. Seitdem war sie auch auf Reha, bei verschiedenen Ärzten und ist seitdem arbeitsunfähig. Da mein Freund jetzt auch länger untätig zuhause war (Studienabbruch + Semesterferien), saßen sie beiden pausenlos aufeinander, was natürlich endlos scheiße ist. 

Sie ist eine Person, die keinen Partner hat, aber immer von jemand anderem abhängig sein wird, da sie ihr Leben alleine nie auf die Reihe bekommt (Behördliche Geschichten, Einsamkeit, etc.). Als Partnerersatz dient mein Freund, der das auch noch macht, weil er ja nur seine Mutter hat. Zu einem gewissen Teil verständlich, trotzdem ist es für mich dann fast schon ein Konkurrenzkampf, seine Aufmerksamkeit im Beisein seiner Mutter für mich zu gewinnen. 

Sobald seine Mutter nach ihm ruft, lässt er alles stehen und liegen, rennt sofort los zu ihr (egal wie beschäftigt wir waren, wenn ihr wisst, was ich mein..). Sie schiebt ihre Krankheit in den Vordergrund, damit er sich schlecht fühlt, wenn er mal nicht erreichbar ist und bindet ihn somit an sich. 

Er regelt ihre unangenehmen Dinge (Krankmeldungen am Arbeitsplatz vorbeibringen, wichtige Anrufe, Begleitung bei wichtigen Terminen, intensive Beziehungstipps wenn sie mal jemanden hat, etc.) und das nimmt Ausmaße an, die echt nicht normal sind. Sie kommt in sein Zimmer, weil es ihr angeblich nicht gut geht (Depressionen sind ernstzunehmende Probleme, jedoch ist vieles bei ihr gespielt, wie ich auch mittlerweile weiß, lässt sich von ihm das Getränk bringen, Blutdruck messen und erwartet von ihm, bei ihr zu bleiben, bis es ihr besser geht. Ich saß dann also 2 Stunden in seinem Zimmer und hatte gar nichts von ihm. 

Seine Mutter stellt sich auch sehr dumm, einfach um ihn bei sich zu halten. Er muss ihr manche Briefe erklären, generell erklärt er ihr die Welt, auch ganz banale Dinge, trägt ihr im Prinzip den Arsch hinterher und merkt nicht, wie sehr sie ihn ausnutzt und für sich einnimmt. 

Dann hatte seine Mutter kurzzeitig einen Freund, den sie in einer Einrichtung kennengelernt hat und in dieser Zeit hätte ihr mein Freund nicht egaler sein können. Sie war nie daheim, hat sich nichts aus ihm gemacht, war nur gemein zu ihm, hat ihn oft bloßgestellt (er ist nicht der tatkräftigste Mensch der Welt, hat eben schon mal das Studium abgebrochen woran sie nicht ganz unschuldig war, macht ihm aber alles zum Vorwurf. Das Ding war, dass ihr Ex-Kerl und ich dabei waren und sie meinen Freund dann vor uns allen zur Sau gemacht hat, obwohl sie selber die Arbeitsunfähigkeit extrem genießt, wenn nicht sogar ausnutzt. 

Diese Beziehung ist dann gescheitert und alles war beim Alten. Mein Freund als Krankenpfleger, Bote, Partnerersatz, was auch immer. 

Jetzt kommt das Ding. Ich hab ihm lang und breit erklärt, dass ich mit der Situation nicht einverstanden bin und sie uns niemals eine Zukunft lassen wird, wenn er sich nicht ein bisschen von ihr lösen kann und er hat auch echt gelassen reagiert, er war sehr verständnisvoll, jedoch ändert sich nur bedingt was und es liegen jetzt schon mehrere Monate zurück, seit wir dieses Gespräch hatten. 

Es steht für mich nicht zur Debatte, ihn zu verlassen, weil ich 1. nicht bereit bin, diesen Kampf aufzugeben und 2. ist er für mich nicht wegzudenken. Ohne dieses Problem wäre es die perfekte Beziehung, insofern es überhaupt perfekte Beziehungen gibt. Ich bin eigentlich guter Dinge, dass er sich nach einem Auszug anders verhalten wird, bei seiner Mutter bin ich mir da aber nicht so sicher.. 

Hatte jemand von euch ähnliche Situationen mit dem Partner? Wenn ja, wie konntet ihr da eingreifen und was habt ihr gemacht? 

Würde mich über jeden Tipp sehr freuen! 

PS: Für manche Menschen da draußen muss man es ja extra erwähnen: 
Schluss machen ist keine Option und ich bin auch nicht dumm, wenn das für mich außer Frage steht. 

Vielen Dank!! 
 

Wieso hat er sein Studium abgebrochen bzw. arbeitet er denn jetzt wenigstens? Man kann auch in den Semesterferien arbeiten wenn man WILL und sich somit eine Studentenbude finanzieren. Natuerlich ist es bequemer bei Mutti aber da liegen die Prioritaeten falsch. Was ist mit dir, gehst du in den Ferien arbeiten?

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10. September 2018 um 11:40

Aber Aber Susanne, nicht so forsch bitte.. Wir sind doch nicht boshaft... Oh Pardon sarkastisch... ha ha ha ha
Musste herzlich lachen.. Danke für die tolle Antwort Liebes

Ja das ignorieren klappt meist super aber wenn dann so spezielle Kreaturen wie Maria 001 oder Donjoe sich auf dem Schlachtfeld rumtoben dann kitzelt es so ganz ganz heftig in den Fingern. Aber ich gebe mir mehr mühe versprochen. ))))

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10. September 2018 um 11:55


Schon klar, dass dein Freund eine Therapie brauchen würde! Aber bis man sich das selbst eingestehen kann, dass man in diesem Punkt wirklich schwach ist, braucht es Stärke! Es ist immer leichter den andern die Schuld zu geben! Als sich eizugestehen: was habe ich dazu beigetragen dass es so weit  kommen konnte? Und die Mutter wäre sowieso therapieresistent! Auch eine jahrelange Therapie kann einem nie ganz ändern! Höchstens dass man schneller einsieht dass es wieder gleich kommen könnte! Und dann die Notbremse zieht!

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10. September 2018 um 12:35


Ich finde das gut wie du das machst! 
Und ich selbst habe eben den Weg der Therpie eingeschlagen, war für mich eine enorme Bereicherung in meinem Leben! Und vor allem das Wichtigste: ich habe den Fehler meiner Mutter nicht wiederholt bei unserem Sohn! Ich habe ihn gehen lassen, und begleite ihn trotzdem liebevoll! Danke für deine Antwort!

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10. September 2018 um 12:37


Das habe ich schon recht verstanden!

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10. September 2018 um 13:02

Ja klar aber der junge wird es bei Gott nicht angehen können. Er sitzt schon zu lange in diesem Käfig. Solche Gefährten können wirklich sehr sehr schwer neue Wege gehen. Wegen so einem ist meine Verlobung aufgelöst worden. Ich kann wirklich von Erfahrung sprechen.

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10. September 2018 um 13:11


Also wenn der Freund der TE nichts verändern will bei sich, dann ist es wirklich unmöglich! 
Ich habe mich äusserlich gelöst von meiner Mutter! Ich habe meine Mutter auch nicht abgöttisch geliebt! Die war ein Tyrann! Jedenfalls habe ich mich aber nicht rechtzeitig von ihr gelöst! Das muss in der Pubertät und Adoleszenz geschehen und nicht mit bald 30! Ja, falsch gelaufen!
 

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10. September 2018 um 14:11

Mach nur weiter.. Es ist köstlich Maria äääh Valentina so in der Zwickmühle zu sehen..
Ein göttliches Gefühl.....

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10. September 2018 um 17:13
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Mein Freund und ich sind jetzt seit knapp 2 Jahren zusammen. Es läuft wirklich sehr sehr gut, unsere Beziehung ist sehr stabil, wir sind immer ehrlich zueinander und lieben uns heiß und innig. Das große Problem für mich ist allerdings seine Mutter als Person und die Bindung zwischen den Beiden. 

Am Anfang war sie unglaublich nett zu mir und es ist mir nicht wirklich aufgefallen, wie manipulativ und böse diese Frau ist. 
Man muss wissen, dass wir beide noch jeweils bei unseren Müttern leben, da wir beide noch im Studium sind und deshalb kaum Geld haben (zur Debatte steht der Zusammenzug dennoch). 

Er und seine Mutter waren schon immer alleine, es gab nur zeitweise Vaterfiguren in seinem Leben, daher auch diese extreme Bindung. Vor einem Jahr kam dann die Situation, dass seine Mutter für längere Zeit in eine Psychiatrie gegangen ist, sie hat sich selbst wegen Depressionen eingewiesen. Seitdem war sie auch auf Reha, bei verschiedenen Ärzten und ist seitdem arbeitsunfähig. Da mein Freund jetzt auch länger untätig zuhause war (Studienabbruch + Semesterferien), saßen sie beiden pausenlos aufeinander, was natürlich endlos scheiße ist. 

Sie ist eine Person, die keinen Partner hat, aber immer von jemand anderem abhängig sein wird, da sie ihr Leben alleine nie auf die Reihe bekommt (Behördliche Geschichten, Einsamkeit, etc.). Als Partnerersatz dient mein Freund, der das auch noch macht, weil er ja nur seine Mutter hat. Zu einem gewissen Teil verständlich, trotzdem ist es für mich dann fast schon ein Konkurrenzkampf, seine Aufmerksamkeit im Beisein seiner Mutter für mich zu gewinnen. 

Sobald seine Mutter nach ihm ruft, lässt er alles stehen und liegen, rennt sofort los zu ihr (egal wie beschäftigt wir waren, wenn ihr wisst, was ich mein..). Sie schiebt ihre Krankheit in den Vordergrund, damit er sich schlecht fühlt, wenn er mal nicht erreichbar ist und bindet ihn somit an sich. 

Er regelt ihre unangenehmen Dinge (Krankmeldungen am Arbeitsplatz vorbeibringen, wichtige Anrufe, Begleitung bei wichtigen Terminen, intensive Beziehungstipps wenn sie mal jemanden hat, etc.) und das nimmt Ausmaße an, die echt nicht normal sind. Sie kommt in sein Zimmer, weil es ihr angeblich nicht gut geht (Depressionen sind ernstzunehmende Probleme, jedoch ist vieles bei ihr gespielt, wie ich auch mittlerweile weiß, lässt sich von ihm das Getränk bringen, Blutdruck messen und erwartet von ihm, bei ihr zu bleiben, bis es ihr besser geht. Ich saß dann also 2 Stunden in seinem Zimmer und hatte gar nichts von ihm. 

Seine Mutter stellt sich auch sehr dumm, einfach um ihn bei sich zu halten. Er muss ihr manche Briefe erklären, generell erklärt er ihr die Welt, auch ganz banale Dinge, trägt ihr im Prinzip den Arsch hinterher und merkt nicht, wie sehr sie ihn ausnutzt und für sich einnimmt. 

Dann hatte seine Mutter kurzzeitig einen Freund, den sie in einer Einrichtung kennengelernt hat und in dieser Zeit hätte ihr mein Freund nicht egaler sein können. Sie war nie daheim, hat sich nichts aus ihm gemacht, war nur gemein zu ihm, hat ihn oft bloßgestellt (er ist nicht der tatkräftigste Mensch der Welt, hat eben schon mal das Studium abgebrochen woran sie nicht ganz unschuldig war, macht ihm aber alles zum Vorwurf. Das Ding war, dass ihr Ex-Kerl und ich dabei waren und sie meinen Freund dann vor uns allen zur Sau gemacht hat, obwohl sie selber die Arbeitsunfähigkeit extrem genießt, wenn nicht sogar ausnutzt. 

Diese Beziehung ist dann gescheitert und alles war beim Alten. Mein Freund als Krankenpfleger, Bote, Partnerersatz, was auch immer. 

Jetzt kommt das Ding. Ich hab ihm lang und breit erklärt, dass ich mit der Situation nicht einverstanden bin und sie uns niemals eine Zukunft lassen wird, wenn er sich nicht ein bisschen von ihr lösen kann und er hat auch echt gelassen reagiert, er war sehr verständnisvoll, jedoch ändert sich nur bedingt was und es liegen jetzt schon mehrere Monate zurück, seit wir dieses Gespräch hatten. 

Es steht für mich nicht zur Debatte, ihn zu verlassen, weil ich 1. nicht bereit bin, diesen Kampf aufzugeben und 2. ist er für mich nicht wegzudenken. Ohne dieses Problem wäre es die perfekte Beziehung, insofern es überhaupt perfekte Beziehungen gibt. Ich bin eigentlich guter Dinge, dass er sich nach einem Auszug anders verhalten wird, bei seiner Mutter bin ich mir da aber nicht so sicher.. 

Hatte jemand von euch ähnliche Situationen mit dem Partner? Wenn ja, wie konntet ihr da eingreifen und was habt ihr gemacht? 

Würde mich über jeden Tipp sehr freuen! 

PS: Für manche Menschen da draußen muss man es ja extra erwähnen: 
Schluss machen ist keine Option und ich bin auch nicht dumm, wenn das für mich außer Frage steht. 

Vielen Dank!! 
 

Damit arrangieren dass ihr zu dritt seid, oder ihn verlassen. Da du eine Trennung nicht willst, musst du eben damit leben. 

Aber so wie du die Situation beschreibst, läuft es eh auf Trennung hinaus wenn er von selbst und sich aus (ist wichtig) nicht da drastisch was ändern möchte.

Das hört auch nicht auf wenn er auszieht, außer eben sehr weit weg.

Warum hat keiner von euch ne eigene Wohnung? Dafür gibt's Unterstützung. 

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10. September 2018 um 17:57

Aber susanna, ich denke dass du sehr vernünftig bist! Reflektiert! Ich denke mir das immer wieder, dass es echt schade ist, dieses gegenseitige quasi „Runterschlagen“! Wem bringt‘s etwas?? Obwohl mich  Claudia, Maria, Valentina, auch öfters ärgern! Wobei wir wieder beim Thema sind: du kannst niemanden verändern! In diesem Sinne euch beiden, ein wenig friedvoller wäre nicht schlecht!

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10. September 2018 um 21:20

Leider ist es so,dass es Mütter gibt,die ihren Sohn derart unterdrücken,dass er es nicht schafft,sich von ihr zu lösen und eine richtige Beziehung zu einer Frau aufzubauen.

Ich spreche aus eigener Erfahrung.

Alles Gute und viel Glück

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10. September 2018 um 23:49

Es wird sich nichts ändern, in den meisten Fällen wird es mit der Zeit sogar schlimmer. Solche Mütter werden irgendwann extrem eifersüchtig und versuchen eventuell sogar eure Beziehung zu zerstören! Zuerst hinter deinem Rücken und irgendwann wird sie es dir ins Gesicht sagen! Ich hatte das!!!!!!!!! Und dann liegt es an deinem Freund, ob er dann noch zu dir steht, ob er die Mutter zurechtweist. Mein Freund hatte das nicht getan. Der Mann hat immer weniger für unsere Beziehung getan. Irgendwann kam ich drauf, dass seine Mutter ständig hinter meinem Rücken gegen mich gesprochen hatte. Nach drei Jahren kam sie total in Panik und hat mir ihren echten Charakter gezeigt. Traurig!! Ich habe fast 4 Jahre verschwendet!!! Würd ich nie wieder tun! Und wenn du es ihm schon mal gesagt hast, es solle sich was ändern, und es hat sich nichts geändert, ist es höchste Zeit zu verschwinden!

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11. September 2018 um 0:12
In Antwort auf kleinerstern90

Es wird sich nichts ändern, in den meisten Fällen wird es mit der Zeit sogar schlimmer. Solche Mütter werden irgendwann extrem eifersüchtig und versuchen eventuell sogar eure Beziehung zu zerstören! Zuerst hinter deinem Rücken und irgendwann wird sie es dir ins Gesicht sagen! Ich hatte das!!!!!!!!! Und dann liegt es an deinem Freund, ob er dann noch zu dir steht, ob er die Mutter zurechtweist. Mein Freund hatte das nicht getan. Der Mann hat immer weniger für unsere Beziehung getan. Irgendwann kam ich drauf, dass seine Mutter ständig hinter meinem Rücken gegen mich gesprochen hatte. Nach drei Jahren kam sie total in Panik und hat mir ihren echten Charakter gezeigt. Traurig!! Ich habe fast 4 Jahre verschwendet!!! Würd ich nie wieder tun! Und wenn du es ihm schon mal gesagt hast, es solle sich was ändern, und es hat sich nichts geändert, ist es höchste Zeit zu verschwinden!

Und noch was:
Solche Männer können/wollen meist nichts ändern, weil es für sie schon "normal" ist, weil sie es nicht anders kennen. Weil sie dazu ihre Komfortzone verlassen müssten. Und wenn es mal wirklich zu einem heftigen Konflikt zwischen der Freundin und der Mutter kommt, versuchen soche Männer aus der Sache rauszubleiben, was der Freundin natürlich extrem weh tut.... Und solche Männer schaffen es meist auch nicht mit der eigenen Mutter zu diskutieren, ihr widerzusprechen (ihr klarzumachen, dass er seine Freundin liebt und behalten möchte). Sie gehen meist der Diskussion aus dem Weg, und somit kommt man nie weiter.... Ich habe viel nachgelesen, als ich dieses Problem hatte, und es hat leider echt gestimmt.... Und als Freundin denkt man sich: "Ich liebe ihn. Die situation ist für ihn auch nicht gut. Ich möchte ihm helfen, dass er aus der Situation rauskommt. Ich stehe neben ihm..." Haha, und dann fällt man auf die Nase, wenn man draufkommt, der Mann will ja gar nichts ändern, er kennt es ja nicht anders...... Nur die Freundin denkt sich, er will was ändern...  Leider ist das meine Erfahrung....

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11. September 2018 um 17:45

Bei mir wars so, ich habs anfangs nicht durchschaut, ich war jung, war meine erste Beziehung, dachte gar nicht dran, dass es sowas gibt, gewarnt hat mich auch keiner. Und dann war ich eben verliebt. Und wenn schon Gefühle da sind, löst man sich ja nicht so einfach.... 

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