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Mein Freund ist depressiv...

10. März 2017 um 12:47

Ich habe 7 Jahre eine tolle Beziehung gehabt, mein Freund hat mich verlassen. In dieser schweren Phase war ein Mann für mich da. Ich bin mit ihm zusammen gekommen, jedoch gab es durch den Schmerz noch keine Schmetterlinge im Bauch...
Nun habe ich gemerkt, dass er das komplette Gegenteil von dem ist, was ich an meiner Seite so lange hatte. Er will nicht mehr feiern, ist sehr in sich gekehrt, redet nicht so viel mit mir, ihm fehlt es an jeglicher Motivation. Es ist schön, mal niemanden an der Seite zu haben, der immer im Mittelpunkt stehen muss aber dennoch ist es einfach zu ruhig geworden. Er ist so geworden, weil seine Familie ihm nie die Liebe gegeben hatte, die er brauchte. Dennoch ist er ein wunderbarer Mensch, der einfach alles für mich tun würde und mich über alles liebt. Man kann auch mit ihm lachen und alles unternehmen. Aber er ist einfach in jeglicher Hinsicht verklemmt und kommt schwer aus sich raus und lacht bzw. grinst auch so gut wie nie.

Ich frage mich, ob es Leute gibt, die vielleicht ähnliches durchgemacht haben, anfangs dachte ich, dass es an mir liegt, dass ich noch keine richtigen Gefühle aufbauen konnte. weil ich das alte nicht verarbeitet hatte (jedoch hab ich das jetzt sehr gut) doch mittlerweile ist ein Jahr vergangen und ich fange an zu glauben, dass ich nicht glücklich werde, weil er mich seiner introvertierten Art immer wieder herunter zieht.

Vielleicht hat jemand einen Rat. Ich danke euch...

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10. März 2017 um 12:57

Wie kommst du jetzt darauf, dass er depressiv ist? Ist das ärztlich festgestellt oder einfach nur eine Vermutung deinerseits, weil er so ist wie er ist?

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10. März 2017 um 13:06

Er sagt selber, dass er depressiv ist, er sieht viele Sache bzw. alle Sachen immer gleich negativ. Sicherlich ist er auch ein introvertierter Mensch, dennoch gibt es Tage an denen er aber auch vollkommen aus sich rauskommt und die Welt mit anderen Augen sieht.

Und ich bin mit ihm zusammen, weil ich mittlerweile sehr starke Gefühle für ihn habe und ich ihn nicht mehr missen möchte. Leider zieht mich desöfteren seine Art aber immer wieder runter... wir haben auch darüber geredet und er will das auch in den Griff kriegen, er macht das nicht mit Absicht, ich weiß nur nicht, ob ich das ewig mitmachen kann, weil es sich ständig wie ein Kampf anfühlt ihn jedes Mal aus diesem Loch wieder rauszuhohlen.
 

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10. März 2017 um 13:18
In Antwort auf livi02

Er sagt selber, dass er depressiv ist, er sieht viele Sache bzw. alle Sachen immer gleich negativ. Sicherlich ist er auch ein introvertierter Mensch, dennoch gibt es Tage an denen er aber auch vollkommen aus sich rauskommt und die Welt mit anderen Augen sieht.

Und ich bin mit ihm zusammen, weil ich mittlerweile sehr starke Gefühle für ihn habe und ich ihn nicht mehr missen möchte. Leider zieht mich desöfteren seine Art aber immer wieder runter... wir haben auch darüber geredet und er will das auch in den Griff kriegen, er macht das nicht mit Absicht, ich weiß nur nicht, ob ich das ewig mitmachen kann, weil es sich ständig wie ein Kampf anfühlt ihn jedes Mal aus diesem Loch wieder rauszuhohlen.
 

Depressionen sind eine ernstzunehmende Krankheit und die kann man nicht einfach mal für sich selbst diagnosizieren.

Wenn er einfach nur mal glaubt, dass er depressiv ist, wie will er dann 1.ohne Diagnose und 2. ohne Wissen über diese Krankheit und ob er sie überhaupt hat, etwas dagegen tun?
Es reicht nicht sich einfach mal zu sagen, dann werd ich in Zukunft einfach fröhlicher sein und schon ist die Sache erledigt.


Es gibt auch Menschen, die eine negative Grundeinstellung haben, ohne eine psychische Krankheit.

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10. März 2017 um 13:21

jitai: Ich finde deinen Rat toll, aber worauf ich hinaus will, ist eigentlich:
Ich will nicht einfach vor die Wahl gestellt werden, entweder ich lebe mit seiner Art oder ich trenne mich.

Ich empfinde sehr viel für diesen Menschen und sehe mehr als nur einen introvertierten Mann. Ich habe seine Familie kennengelernt und so vieles mehr und rausgefunden, warum er so ist.
Er fühlt sich bei seinen Denkensweisen und seiner introvertierten Art selbst extrem unwohl. Ich denke er braucht Hilfe, weil einfach zu viel in seinem Leben passiert ist, was er nie wirklich verarbeitet hat.

Ich bin der erste Mensch, der ihm zuhört, rund um die Uhr für ihn da ist, mit ihm über all seine Sorgen spricht.. Er hatte solch eine Person noch nie an seiner Seite...

 

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10. März 2017 um 13:23
In Antwort auf ofi21

Depressionen sind eine ernstzunehmende Krankheit und die kann man nicht einfach mal für sich selbst diagnosizieren.

Wenn er einfach nur mal glaubt, dass er depressiv ist, wie will er dann 1.ohne Diagnose und 2. ohne Wissen über diese Krankheit und ob er sie überhaupt hat, etwas dagegen tun?
Es reicht nicht sich einfach mal zu sagen, dann werd ich in Zukunft einfach fröhlicher sein und schon ist die Sache erledigt.


Es gibt auch Menschen, die eine negative Grundeinstellung haben, ohne eine psychische Krankheit.

Richtig und genau deswegen wollte ich euren Rat... Ich denke, es ist einfach sinnvoll sich untersuchen zu lassen.

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10. März 2017 um 13:26

Danke für deine Antwort ich werde in Ruhe mit ihm reden und schauen, ob er auch bereit wäre Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das ist wohl der beste Weg...

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10. März 2017 um 14:09

Ich weiß was du meinst und werde auch mit ihm noch einmal reden... Ich danke dir und den anderen für eure Worte ... ich wünsch euch ein tolles Wochenende mit hoffentlich etwas Sonne Ganz liebe Grüße

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13. März 2017 um 4:08

Ich kann nur raten, vorsichtig zu sein. Ich weiss, das sind harte Worte wenn man jemanden so liebt. Aber ich kenne das selber, mein Mann war noch nie richtig glücklich. Und ich habe mich immer an dem guten festgehalten, was ich an ihm gesehen und mit ihm erlebt habe. Jetzt stehe ich vor dem Ergebnis. Ich habe Jahre lang an etwas geglaubt, was wahrscheinlich nie so eintreffen wird. Es ist ok, mit jemandem zu leben, dem es nicht immer gut geht, aber Du musst aufpassen, die schlechteren Momente nicht auszublenden, damit Du merkst, wenn sie dich anfangen, zu unglücklich zu machen. Ich habe vor lauter "das Gute sehen wollen" die schlechten ausgeblendet und jetzt muss ich realisieren, dass wir einige Probleme nicht lösen können. 
Ich wünsche Euch viel Glück. Aber pass auf Dich auf.

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13. März 2017 um 4:11

Was ich vergessen habe zu schreiben ist, dass es auch etwas mit Respekt zu tun hat. So absurd das klingt, wenn man glaubt, jemandem "nur helfen" zu wollen. Aber du pusht denjenigen in eine Richtung, Du möchtest ihn verändern, damit Du selbst glücklich wirst. Das ist eigentlich nicht gut. Der andere bekommt damit eine Verantwortung, die er besonders in seinem Zustand nicht tragen kann und soll. Du muss selbst für Dich sorgen, und dazu gehört, zu entscheiden, was noch gut für Dich ist und Dich zu trauen, das Deinem Umfeld zuzumuten.

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Von: lyance
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12. März 2017 um 21:53
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