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Mein Freund ist abwesend

26. Mai um 21:56

Hallo liebe Community,
Ich bin sehr gespannt, wie eure Meinungen zu diesem Thema ist.
Zu uns: mein Freund und ich sind seit 1 Jahr zusammen, wir wohnen auch zusammen und das Zusammenleben ist an sich sehr harmonisch. Wir streiten nie (klar gibt es auch mal Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen, das ist ja völlig normal). Mein Freund war am Anfang sehr lieb, aufmerksam und romantisch. So dass es mir am Anfang sogar fast schon zu viel war aber ich habe es nach den Partner den ich vor ihm hatte wirklich sehr genossen gut behandelt zu werden.
Wir sind ein gutes Team!

Die aktuelle Situation sieht so aus:
Mein Freund plant schon sehr lange Medizin zu studieren und muss für einen Aufnahmetest, der im Juli in Österreich stattfindet seit Januar sehr viel lernen. Sollte er eine Zusage bekommen würde ich mit ihm mitgehen allerdings kriege ich Zweifel und Angst immerhin verlasse ich meine Familie und Freunde. Seit Januar versuche ich nun schon ihn so weit es geht zu unterstützen: ich schmeiße den Haushalt komplett alleine, ich koche jeden Tag, gehe einkaufen und bin auch sonst sehr fürsorglich. Seit einigen Wochen fällt mir das aber immer schwieriger, denn er zieht sich immer mehr zurück. Sobald er zuhause ist lernt er und unternehmen tun wir auch nichts mehr. Er schenkt meiner Katze momentan mehr Aufmerksamkeit als mir und seit 1 Woche schlafen wir sogar getrennt (er kann so besser schlafen und an sich habe ich auch garnicht großartig etwas dagegen). Da ich sehr darunter gelitten habe, dass er mich kaum noch beachtet (er redet kaum mit mir, schreibt mir fast nie) konnten wir den Kompromiss schließen, dass wir immer samstags etwas zusammen unternehmen, was ich auch sehr schön finde. Trotzdem hält er sich da manchmal nicht so ganz dran und ich fühle mich dann schon schlecht wenn ich sage "komm jetzt schenke mir doch auch mal ein wenig Aufmerksamkeit". Ich habe vollstes Verständnis dafür dass er intensiv lernen muss. Trotzdem kann ich es einfach nicht nachvollziehen wieso man es nicht schafft noch ein bisschen Mühe in die Beziehung zu stecken.

Tatsächlich habe ich schon einige Male mit ihm über mein Problem gesprochen, nur sagt er dann immer "es ist ja nur noch bis zum Test so". Mich beschäftigt das alles so sehr, weil ich das Gefühl nicht loswerde dass ich ihm nicht wichtig genug bin und er sich sicher ist dass ich ja eh bleibe und alles für ihn tue. Ich liebe ihn sehr, er ist sich immer noch sehr lieb aber so glücklich wie ich es vor dieser ganzen Lernphase war bin ich momentan nicht.

Ich hoffe dass jemand meine Stimmung nachvollziehen kann und mir vielleicht einen Rat geben kann, wie ich mich nun in Zukunft verhalten soll.

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26. Mai um 22:17
In Antwort auf lilu94

Hallo liebe Community,
Ich bin sehr gespannt, wie eure Meinungen zu diesem Thema ist. 
Zu uns: mein Freund und ich sind seit 1 Jahr zusammen, wir wohnen auch zusammen und das Zusammenleben ist an sich sehr harmonisch. Wir streiten nie (klar gibt es auch mal Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen, das ist ja völlig normal). Mein Freund war am Anfang sehr lieb, aufmerksam und romantisch. So dass es mir am Anfang sogar fast schon zu viel war aber ich habe es nach den Partner den ich vor ihm hatte wirklich sehr genossen gut behandelt zu werden.
Wir sind ein gutes Team! 

Die aktuelle Situation sieht so aus:
Mein Freund plant schon sehr lange Medizin zu studieren und muss für einen Aufnahmetest, der im Juli in Österreich stattfindet seit Januar sehr viel lernen. Sollte er eine Zusage bekommen würde ich mit ihm mitgehen allerdings kriege ich Zweifel und Angst immerhin verlasse ich meine Familie und Freunde. Seit Januar versuche ich nun schon ihn so weit es geht zu unterstützen: ich schmeiße den Haushalt komplett alleine, ich koche jeden Tag, gehe einkaufen und bin auch sonst sehr fürsorglich. Seit einigen Wochen fällt mir das aber immer schwieriger, denn er zieht sich immer mehr zurück. Sobald er zuhause ist lernt er und unternehmen tun wir auch nichts mehr. Er schenkt meiner Katze momentan mehr Aufmerksamkeit als mir und seit 1 Woche schlafen wir sogar getrennt (er kann so besser schlafen und an sich habe ich auch garnicht großartig etwas dagegen). Da ich sehr darunter gelitten habe, dass er mich kaum noch beachtet (er redet kaum mit mir, schreibt mir fast nie) konnten wir den Kompromiss schließen, dass wir immer samstags etwas zusammen unternehmen, was ich auch sehr schön finde. Trotzdem hält er sich da manchmal nicht so ganz dran und ich fühle mich dann schon schlecht wenn ich sage "komm jetzt schenke mir doch auch mal ein wenig Aufmerksamkeit". Ich habe vollstes Verständnis dafür dass er intensiv lernen muss. Trotzdem kann ich es einfach nicht nachvollziehen wieso man es nicht schafft noch ein bisschen Mühe in die Beziehung zu stecken.

Tatsächlich habe ich schon einige Male mit ihm über mein Problem gesprochen, nur sagt er dann immer "es ist ja nur noch bis zum Test so". Mich beschäftigt das alles so sehr, weil ich das Gefühl nicht loswerde dass ich ihm nicht wichtig genug bin und er sich sicher ist dass ich ja eh bleibe und alles für ihn tue. Ich liebe ihn sehr, er ist sich immer noch sehr lieb aber so glücklich wie ich es vor dieser ganzen Lernphase war bin ich momentan nicht.

Ich hoffe dass jemand meine Stimmung nachvollziehen kann und mir vielleicht einen Rat geben kann, wie ich mich nun in Zukunft verhalten soll.

was muss er denn lernen? falls er in ein paar monaten das latinum nachholen will, für das andere in der schule 6 oder mehr jahre brauchen - dann könnt ichs verstehen, dass er grad nichts mehr sonst braucht! ein freund von mir hat das mal probiert...

kannst du dich nicht auch bis juli in irgendwas stürzen, das dich beschäftigt? lern ein neues instrument, mach mehr mit freunden oder deiner familie, fahr mal eine zeitlang weg, unternimm was. hör auf, ständig um ihn rum zu sein und ihn zu bemuttern, und sag ihm, dass du wieder voll für ihn da bist, wenn auch er wieder unter den lebenden ist!

wenn "rückzug in die isolation" allerdings seine bevorzugte strategie bei stress ist - meinst du, das wird im medizinstudium und später in seinen anfangsjahren als arzt dann besser? auch da wird er mehr als genug zu tun haben! wenn er es dann nicht schafft, einen klaren cut zwischen job und privatleben hinzubekommen, und so beidem den jeweils nötigen raum zu geben - dann wirst du mit ihm wohl eher nicht alt werden...

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26. Mai um 22:45
In Antwort auf batweazel

was muss er denn lernen? falls er in ein paar monaten das latinum nachholen will, für das andere in der schule 6 oder mehr jahre brauchen - dann könnt ichs verstehen, dass er grad nichts mehr sonst braucht! ein freund von mir hat das mal probiert...

kannst du dich nicht auch bis juli in irgendwas stürzen, das dich beschäftigt? lern ein neues instrument, mach mehr mit freunden oder deiner familie, fahr mal eine zeitlang weg, unternimm was. hör auf, ständig um ihn rum zu sein und ihn zu bemuttern, und sag ihm, dass du wieder voll für ihn da bist, wenn auch er wieder unter den lebenden ist!

wenn "rückzug in die isolation" allerdings seine bevorzugte strategie bei stress ist - meinst du, das wird im medizinstudium und später in seinen anfangsjahren als arzt dann besser? auch da wird er mehr als genug zu tun haben! wenn er es dann nicht schafft, einen klaren cut zwischen job und privatleben hinzubekommen, und so beidem den jeweils nötigen raum zu geben - dann wirst du mit ihm wohl eher nicht alt werden...

Vielen Dank erst einmal für deine Nachricht 
Das große Latinum muss er nicht lernen. Er wiederholt viel aus den naturwissenschaftlichen Fächern muss aber auch Gedächtnistraining und Wortsalate und sowas trainieren. 

Ihn nicht mehr zu bemuttern wie du so schön sagst ist denke ich auch mal eine ganz gute Strategie damit die Beziehung auch nicht mehr ganz so einseitig ist und er vielleicht merkt dass das nicht so selbstverständlich ist 🤔

Und mehr für mich zu Unternehmen versuche ich mir definitiv auch zu Herzen zu nehmen  

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27. Mai um 8:37
In Antwort auf lilu94

Vielen Dank erst einmal für deine Nachricht 
Das große Latinum muss er nicht lernen. Er wiederholt viel aus den naturwissenschaftlichen Fächern muss aber auch Gedächtnistraining und Wortsalate und sowas trainieren. 

Ihn nicht mehr zu bemuttern wie du so schön sagst ist denke ich auch mal eine ganz gute Strategie damit die Beziehung auch nicht mehr ganz so einseitig ist und er vielleicht merkt dass das nicht so selbstverständlich ist 🤔

Und mehr für mich zu Unternehmen versuche ich mir definitiv auch zu Herzen zu nehmen  

Es wird im Physikum noch schlimmer mit dem Lernen. Du dürftest Recht haben dass er Dich als selbstverständlich ansieht. Aber Du willst ja keine Arztgattin werden sondern ein geliebter und geschätzter Partner.
Geh mehr Deinen Weg und sei nicht mehr zu perfekt zu ihm damit er sich wieder anstrengen muss. Wenn er nur eins kann, also entweder lernen oder auch Partner sein, dann solltest Du Dir Gedanken machen

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27. Mai um 10:16

schau an... er nutzt dich schön als Haushaltshilfe aus bis er nach Ö geht....   

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