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Mein freund (hypochonder) hat angst vor hirntumor

5. Juli 2009 um 12:46

hi leute

bitte nehmt diesen beitrag ernst, denn es ist echt nicht lustig.

mein freund ist hypochonder (das hat ihm auch schon ein arzt gesagt, dass er sogar angst hat, an nem schnupfen zu sterben)

das ganze blieb nun wirklich im rahmen, doch nun hat er angst, er hätte einen hirntumor.

nun verschläft er den ganzen sonntag, er ist so erschöpft, klagt über sehstörung (ich glaub das ist psychosomatisch) und taubheitsgefühl im bein (das bein, dass vor kurzem noch im gips war)

es ist echt übel, er ist so oft fertig und schlecht drauf. zum glück hat er morgen einen termin bei nem neurologen. aber wir können grad gar nichts mehr machen!

habt ihr erfarhung damti und könnt mir nen tipp geben? soll ich ihn erst mal nur schlafen lassen?

susi

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5. Juli 2009 um 12:47

--> die sehstörung hat er nicht durchgehen, nicht mal jeden tag! immer mal wieder ein paar minute

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5. Juli 2009 um 13:11

Klar,
die sehstörungen können auch von stess kommen und nur weil man stress und ein taubheitsgefühl hat, hat man keinen tumor!!!

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5. Juli 2009 um 14:47

Ich habs gemacht,
aber mit der nadel musste ich gar nicht kommen, ich hab ihm ein haar ausgerupft und er hat geschrieben, wie am spiess. "AUUU, das tut weh, was tust du denn da?"

naja, da hab ich ihm gesagt, dass sein bein wohl doch nicht taub ist.



aber es ist ein wenig ein taubheitsgefühl da, also kribblig. wird wohl an schlechter durchblutung liegen aber sicher nicht am tumor

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5. Juli 2009 um 15:18

Ich würde in ernst nehmen
Hallo

Aus einigen Beiträgen spricht hier viel Unreife und ich sage Dir ich würde seine Bedenken ernst nehmen.

An einem Hirntumor können schon Kinder erkranken , die wenigsten sterben jedoch daran weil im Kindesalter Hirntumore auftretten , welche operativ entfernt werden können. Hier handelt es sich dann um Hirntumore der WHO Stufe II

Mit zunehmenden Alter besteht jedoch die Gefahr an einem Hirmtumor der WHO Stufe 3 oder 4 zuerkranken ,.
Dies kann man operativ nicht komplett entfernen , weil sie weit verzewigt sind und deshalb meist nach wachsen .
Die Überlebenschance liegt bei 2 bis 5 jahren nach dem Auftreten des Hirntumors der Stufe 3 oder 4.

Warum ich einiges über das Thema weis ?
Weil ich 1 jahr lang im Bereich der Hirntumorforschung gearbeitet habe und mein Schwarger selbst vor 6 Jahren an einem Hirnzumor erkrankt ist und gute 2, 5 jahre später qualvoll daran gestorben ist.

Angefangen hat es bei ihm mit starken Kopfschmerzen , Sehstörüngen , teilweise hat er Dinge vergessen und auch sein Wesen hat sich verändert.
Wenn er früher eher ein zurückhaltender , freundlicher , vorsichtiger Mensch war.
So war er plötzlich sehr risikofreudig , teilweise sehr barsch im Umgang mit anderen.

Er ist über ein halbes Jahr von einem Arzt zum anderen gelaufen , keiner hat ihm geglaubt wenn er gesagt hat mit ihm stimmt was nicht.
Erst als er den ersten epiletischen Anfall hatte ist sein Arzt hellhörig geworden und hat ein CT machen lassen , bei der dann ein 10 cm großer Hirntumor festgestellt wurde.
Insgesamt ist er 2 mal operativ entfernt worden , aber jedesmal nachgewachsen und schneller als vorher.

Im Alter von 52 Jahren ist mein Schwager , dann unter starken Schwerzen verstorben.

Maja

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5. Juli 2009 um 15:27

Konter mit Verstand
Ich weiß nicht, ob das eine Lösung auf Dauer ist, immerhin bist du kein wandelndes Medizinlexikon und kannst nicht alle seine Sorgen faktenbasiert zerstreuen.
Aber was das taube Bein betrifft, kannst du gut auf die lange Zeit im Gips verweisen und dass jede andere Annahme höchst unwahrscheinlich ist.

Die Sehstörungen können durch Stress kommen, aber wenn du magst, kannst du auch versuchen heraus zu finden, wie wahrscheinlich welche Erklärung ist.
Was für eine Art Sehstörung hat er? Sieht er schwarz? Fliegen irritierende Punkte durch sein Sehfeld? Oder kann er eine bestimmte Stelle im Sehfeld nicht mehr wahrnehmen?
Letzteres ist mir in einer Vorlesung passiert: Ich habe den Text im Zentrum meines Sehfeldes nicht sehen können. Es war nicht schwarz, es war vielmehr als hätte ich einen blinden Fleck im Zentrum des Sehfeldes. Daher "sah" ich in diesem "Loch" auch die Umgebungsfarbe, aber eben nicht die Buchstaben, die da sein sollten.
Das hat mich auch stark irritiert, aber solche Dinge werden auch "Augenmigräne" genannt. Völlig harmlos. Mein Freund hat das sogar häufiger.

Die meisten Sehstörungen deuten auf Stress oder Kreislauf hin. Hirntumore sind doch eher selten.

In jedem Fall wäre aber eine Therapie vermutlich nicht schlecht. Du bist immerhin seine Freundin, du kannst ihn nicht heilen. Und der Druck auf dich könnte auch irgendwann zu groß werden, wenn du damit alleine bist.
Und: Nimm seine Ängste Ernst, aber versuche ihm dennoch den Realitätsbezug zu geben. Heißt: Lache ihn nicht aus oder nenne ihn einen Spinner, aber mache ihn ruhig darauf aufmerksam, dass seine Befürchtungen sehr unwahrscheinlich sind und er unter der Angst mehr leidet als unter dem verhältnismäßig kleinen Risiko, tatsächlich ernsthaft zu erkranken.
Wenns denn hilft......

Gruß
Ele

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5. Juli 2009 um 16:22

Nachsatz nimm ihn ernst
Hallo

Mein Schwager hat meiner Schwester sehr zeitig gesagt das er starke Kopfschmerzen hat , Sehstörungen , Taubheitsgefühl in den Händen.
teilweise hat er die einfachsren Begriffe nicht mehr gewusst und er war ständig müde.

Ich will Dir keine Angst machen.
Doch meine Schwester macht sich heute noch Vorwürfe , ihren Mann damals nicht ernst genommen zuhaben.
So selten sind überings Hirntumor nicht.
Es sind entartete Hirnzellen .

Die bösartigen Hirntumore sind Glioblastome nach WHo Stufe 3 und 4.
Lies mal im Internet nach.

Frage an Dich wie würdest Du dich fühlen wenn es umgedreht wäre und Dein Freund dich nicht ernst nehmen würde ?

I

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5. Juli 2009 um 20:21

Aber lachen hilft da nicht
so ne richtige hypochondrie ist auch nicht zu unterschätzen.

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5. Juli 2009 um 20:30
In Antwort auf monta_12486462

Nachsatz nimm ihn ernst
Hallo

Mein Schwager hat meiner Schwester sehr zeitig gesagt das er starke Kopfschmerzen hat , Sehstörungen , Taubheitsgefühl in den Händen.
teilweise hat er die einfachsren Begriffe nicht mehr gewusst und er war ständig müde.

Ich will Dir keine Angst machen.
Doch meine Schwester macht sich heute noch Vorwürfe , ihren Mann damals nicht ernst genommen zuhaben.
So selten sind überings Hirntumor nicht.
Es sind entartete Hirnzellen .

Die bösartigen Hirntumore sind Glioblastome nach WHo Stufe 3 und 4.
Lies mal im Internet nach.

Frage an Dich wie würdest Du dich fühlen wenn es umgedreht wäre und Dein Freund dich nicht ernst nehmen würde ?

I

Ich nehme ihn ernst
er geht ja auch zum neurologen und ich werde ihn auch zum CT schicken.

das problem ist nur, dass er wirklich ein richtiger hypochonder ist (und er sich dessen auch bewusst ist)
er wird sich gut durchchecken lassen

müde ist er immer, weil er medikamente nehmen muss, die diese nebenwirkung haben.

ich weiss nur nicht wirklich, wie ich ihm helfen soll, denn sonntag abend können wir einfach nicht zum CT gehen!

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5. Juli 2009 um 20:33

Dazu
Zwei Schritte

1) Die Dinge medizinisch vollständig abklären lassen !

2) Wenn die Diagnose eindeutig ungefährlich ist, guck wie er dann reagiert.
- Vielleicht ist dann der Spuk schon vorbei.
- Wenn er dabei bleibt oder wenn er sich die nächste sehr gefährliche Krankheit aussucht, dann könntet ihr mal einen Besuch bei einem Psychotherapeuten diskutieren. Hypochondrie hat oft andere Ängste als Antrieb, die aus irgendwelchen Gründen nicht ausgesprochen werden können, oft nicht einmal bewußt sind, weil sie nicht "OK" sind.

jaja

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5. Juli 2009 um 20:35
In Antwort auf suessesusi83

Ich nehme ihn ernst
er geht ja auch zum neurologen und ich werde ihn auch zum CT schicken.

das problem ist nur, dass er wirklich ein richtiger hypochonder ist (und er sich dessen auch bewusst ist)
er wird sich gut durchchecken lassen

müde ist er immer, weil er medikamente nehmen muss, die diese nebenwirkung haben.

ich weiss nur nicht wirklich, wie ich ihm helfen soll, denn sonntag abend können wir einfach nicht zum CT gehen!

Dazu

"müde ist er immer, weil er medikamente nehmen muss, die diese nebenwirkung haben."
SInd das Antidepressiva oder Neuroleptika ?

Falls ja, haben die Grunderkrankungen dazu eine Menge mit Ängsten zu tun, die auch in Hypochondrie ein Ventil suchen.

jaja

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5. Juli 2009 um 21:17
In Antwort auf akeno_12890379

Dazu

"müde ist er immer, weil er medikamente nehmen muss, die diese nebenwirkung haben."
SInd das Antidepressiva oder Neuroleptika ?

Falls ja, haben die Grunderkrankungen dazu eine Menge mit Ängsten zu tun, die auch in Hypochondrie ein Ventil suchen.

jaja

Es sind
BEIDE! sowohl antidepressiva als auch neuroleptika, denn die antidepressiva verstärken die wirklung von neuroleptika, damit er davon nicht zu viel nehmen muss.

also ist die hypochondrie wenigstens begründet.

mein armer schatz

susi

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5. Juli 2009 um 21:31
In Antwort auf akeno_12890379

Dazu

"müde ist er immer, weil er medikamente nehmen muss, die diese nebenwirkung haben."
SInd das Antidepressiva oder Neuroleptika ?

Falls ja, haben die Grunderkrankungen dazu eine Menge mit Ängsten zu tun, die auch in Hypochondrie ein Ventil suchen.

jaja

Psychotherapie
Psychotherapie könnte ihm helfen, sich der Ängste bewußt zu werden. Wenn sie keine Ausweichwege wie Hypochondrie mehr nehmen müssen, werden sie greifbarer und er kann damit besser umgehen. Es ist dann immer noch ein sehr unangenehes Gefühl, aber dann nur noch das und nicht mehr der Schattenriese, der es ohne das Bewußtsein um diese Wege ist.

Hat er einen Psychotherapeuten und sprechen sie miteinander über seine Ängste ?

jaja

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5. Juli 2009 um 21:34

Hallo suessesusi
sich gesundheitlich durchchekken zu lassen, hilft deinem Freund nur vorrübergehend.
Wahrscheinlich leidet er unter einer Angststörung. Er kann sich psychotherapeutisch behandeln lassen.
Manche Ärzte verordnen gegen die Ängste Medikamente, die auch helfen können. Aber das wichtigste ist die Aufarbeitung der Ängste, woher die kommen und warum sie ihn so fertig machen.

karlamaria

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5. Juli 2009 um 21:43
In Antwort auf akeno_12890379

Dazu
Zwei Schritte

1) Die Dinge medizinisch vollständig abklären lassen !

2) Wenn die Diagnose eindeutig ungefährlich ist, guck wie er dann reagiert.
- Vielleicht ist dann der Spuk schon vorbei.
- Wenn er dabei bleibt oder wenn er sich die nächste sehr gefährliche Krankheit aussucht, dann könntet ihr mal einen Besuch bei einem Psychotherapeuten diskutieren. Hypochondrie hat oft andere Ängste als Antrieb, die aus irgendwelchen Gründen nicht ausgesprochen werden können, oft nicht einmal bewußt sind, weil sie nicht "OK" sind.

jaja

Ja,
therapie möchte er selbst auch machen, wäre toll, wenn er bald nen platz kriegt.
hoffentlich hilft es

liebe grüsse und danke für die mentale stütze,

susi

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6. Juli 2009 um 6:32

Offensichtlich
kennst du dich da nicht aus, und hypochondrie ist eine krankheit.

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6. Juli 2009 um 6:33
In Antwort auf suessesusi83

Offensichtlich
kennst du dich da nicht aus, und hypochondrie ist eine krankheit.

Aber sicher denkst du spezialist, dass es auch keine...
...phantomschmerzen gibt, denn wo kein bein mehr ist, kann ja auch kein bein mehr wehtun

weisst du überhautpt was phaontomschmerzen sind?

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