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Mein Freund hat psychosomatische Probleme.

19. Juli 2011 um 16:28

Hallo,

ich bin neu hier und hoffe, dass mir jemand mit meinem Problem helfen kann.

Seit eineinhalb Jahren bin ich mit meinem Freund zusammen. Anfangs war es nur eine "Spaß-Beziehung", sprich, wir hatten eigentlich nur Sex - unglaublichen Sex! Wir wohnen knapp 100 km auseinander und ich bin die ersten Wochen jedes Wochenende zu ihm gefahren.

Bei mir hat sich da aber sehr schnell mehr draus entwickelt und ich habe angefangen, um seine Liebe zu kämpfen. Da er aber eine herbe Enttäuschung hinter sich hatte, hat es eine Zeit gedauert, bis er mich wirklich an sich rangelassen hat.

Nun zu meinem eigentlichen Problem. Mein Freund ist ein sehr sensibler Mensch. Er wohnt alleine und hat bedingt durch viele Umzüge auch keine Freunde in seiner näheren Umgebung. Vor einigen Jahren wurde bei ihm Bluthochdruck festgestellt und er schluckt seit ungefähr 5 Jahren (mit 26!) ständig Tabletten dagegen. Er hat viele Nebenwirkungen von diesen Tabletten und möchte sie auch gern wieder absetzen. Die Versuche (mit und ohne ärztliche Begleitung) sind aber furchtbar schief gegangen. Er steigert sich dann so wahnsinnig rein, dass er überirdische Blutdruckwerte hat und dann immerwieder kurz vor dem Herzinfarkt steht. Nun hat er sich gewünscht, mit mir zusammern zu ziehen. Ich wünsche mir das auch so sehr. Das Problem ist nur, dass es für mich ein sehr großer Schritt ist, mein Elternhaus zu verlassen. Wir haben Pferde zu Hause, die meine Eltern alleine nicht mehr schaffen werden, wenn ich weg gehe. Und mehr als ein Pferd kann ich mir nicht leisten. Mit meinem Zögern hab ich meinen Freund sehr verletzt. Er hatte eben so viel Hoffnung da reingesetzt, dass es ihm besser geht, wenn er einen geregelten Tag hat und mich jeden Tag sehen kann. Jetzt hatten wir am Wochenende einen ganz schlimmen Streit und ich hab ihm seinen Schlüssel auf den Tisch gelegt und bin gegangen. Seither hab ich nichts mehr von ihm gehört und er meldet sich auch nicht auf meine Nachrichten. Ich WILL mit ihm zusammen sein, aber es ist für mich einfach nicht leicht...

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19. Juli 2011 um 18:49

Naja...
Wie alt bist du denn?

Ich finde, dass man nach 1,5 Jahren auf jeden Fall zusammen ziehen kann. Was sich mir nicht ganz erschließt: Was hat sein Bluthochdruck damit zu tun, ob du zu ihm ziehen möchtest oder nicht? Hast du so ein Problem mit seinen Ängsten bezüglich dieser Krankheit?

Junge Menschen können Bluthochdruck haben. Eine Freundin von mir (24 Jahre) hat ebenfalls welchen. Da ist es genetisch bedingt. Sie bekam ebenfalls Tabletten dagegen und hat diese nach 2 Monaten abgesetzt, da die Nebenwirkungen wirklich schlimm waren. Also ich verstehe, dass dir das mit den Tabletten nicht ganz in den Kram passt. Vielleicht sollte er einfach einen anderen Arzt aufsuchen und sich durchchecken lassen. Er hat eben Angst...so schlimm finde ich das jetzt nicht. Dich belastet seine Angst wohl ziemlich, du scheinst einen allzu engen Kontakt (zusammenleben) zu überdenken?

Das mit deinem Elternhaus klingt für mich nach einem Vorwand. Du kannst doch nicht allen Ernstes die Situation um die Stallung (oder so) deiner Eltern als Grund für einen Nicht-Auszug angeben. Deine Eltern sind eigenständig und wenn du ein eigenständiges Leben willst, musst du dich in manchen Bereichen auch lösen können. Verantwortung übernehmen für etwas, das nicht deine primäre Angelegenheit ist, sollte eigentlich im Rahmen bleiben.

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