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Mein Freund hat panische Angst vor einer Schwangerschaft

8. November um 15:26

Hallo!

Mein Freund hat so extreme Angst, dass ich schwanger werden könnte, dass wir keinen "normalen" Sex mehr haben können. Andere "Spielereien" gehen schon.
Es kam nicht von heute auf morgen. Erst konnte er keinen Orgasmus dabei haben (nur mit Hand und Mund), dann wollte er gar nicht mehr. Mittlerweile muss ich unten rum komplett bedeckt sein bzw. was über den Schoss legen, aus Angst, es könnte etwas rein laufen.

Sogar mit zwei Verhütungen (Kondom und Kupferkette, Pearl Index 0,1-0,5 %), hat er diese Angst, besonders als meine Periode wegen Stress (neue Stelle und Beziehungsstress dewegen) mal für 2 Wochen ausgeblieben ist.
Dabei will ich gar kein Kind haben, aus gesundheitlichen Gründen, weil ich mental nicht so stark bin, um ein Kind großzuziehen, weil ich meine finanzielle Stablität nicht verlieren will und weil mich Kinder oft nerven bzw. von außen betrachtet schon mega stressen (Lautstärke, Schreie und Schlafmangel lösen bei mir Panikschübe aus). Ich würde also so oder so abtreiben. Er ist der Meinung, dass wenn ich dann schwanger wäre (Risiko gleich Null), dann würde sich mein Mutterinstinkt auf einmal melden. Dabei gebe ich ihm keinerlei Anlass dazu, so zu denken.

Ich habe nach einer Lösung gesucht. Es gibt Verhütungscomputer, die sind ihm parallel zu zwei Verhütungen nicht sicher genug, er habe darüber keine Kontrolle. Psychologische Hilfe (er hat vermutlich Asperger Autismus und auch andere Auffälligekeiten wie eine Angsstörung) will er nicht in Anspruch nehmen. Sein Vater hat Suizid begangen und war schwerst depressiv, daher glaube er nicht an Psychologen und unterstellt denen, dass die ihr Geld nur leicht verdienen wollen und ohnehin nicht das Problem beheben. Vasektomie war mal ein Thema, dafür ist er aber mit 26 noch zu jung, und zum Arzt will er damit auch nicht gehen. Zumal da die Versagerrate auch bei 0,1 % besteht und gar nicht sagen kann, ob dann seine Angst weg wäre, selbst mit Spermiogramm usw.
Da er weder zum Arzt damit gehen will und schon gar nicht zu einem Therapeuten, das Thema aussitzt, und sich von selbst auch nicht regulieren kann, oder recherchiert, wie andere damit umgehen und man selbst tun könnte, bin ich mit meinem Latein am Ende. Ich finde nach 6 Monaten habe ich eigentlich genug Zeit gegeben.
Bei meinem Exfreund habe ich 3 Jahre ausgehart, weil er eine Errektionsstörung hatte und wir nie Sex haben konnten. Nachdem ich immer Partner hatte, die sexuell irgendwelche Macken (der erste von den dreien war ein Sadist), bin ich der Meinung, dass ich da auch nicht Jahre lang ausharren muss.

Gibt es jemanden, der auch solche Erfahrungen hat? Ich lese zwar von Frauen, denen es so ergeht, aber das sind alles Fälle, wo die Frau keine Abtreibung will, einen Kinderwunsch hat, und man nur mit Kondom verhütet. Das wäre mir selbst auch so riskant. Ich habe selbst nämlich Sorge, schwanger zu werden, und meine Ärzte raten aus gesundheitlichen Gründen auch von so etwas ab.

Ich selbst bin so stark involviert, um da noch eine gescheite Lösungen zu finden, zumal von meinem Partner entweder Gegenwehr kommt, oder es aussitzt und immer wieder Gründe findet, warum er sich mit dem Thema gerade nicht befassen kann und andere Themen grad wichtiger sind. Ich kann verstehen, dass das für einen jungen Mann nicht so erbaulich ist, aber für mich noch sehr viel weniger. Vielleicht ist eine Trennung die einzige Lösung für mich, über die ich deswegen auch schon nachgedacht habe.

Kommt man aus der Sache überhaupt noch raus? Ich weiß nicht, wie man seine Angst nehmen kann.

Danke fürs konstruktive Feedback.

Liebe Grüße
Emily

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8. November um 16:12

Ich bin wirklich jemand, der immer dafür ist, alles zu probieren. Therapie, Begleitung, Coaching etc.
Aber in diesem Fall kann ich nur sagen: Lauf!!!
Du hast es verdient glücklich zu sein! Und unterm Strich läuft es darauf hinaus dass du ihm nicht wichtig genug bist, denn er WILL ja nichts ändern wenn es ihm nicht in den Kram passt.

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8. November um 16:30
In Antwort auf melonchen1

Ich bin wirklich jemand, der immer dafür ist, alles zu probieren. Therapie, Begleitung, Coaching etc.
Aber in diesem Fall kann ich nur sagen: Lauf!!!
Du hast es verdient glücklich zu sein! Und unterm Strich läuft es darauf hinaus dass du ihm nicht wichtig genug bist, denn er WILL ja nichts ändern wenn es ihm nicht in den Kram passt.

Das schliesse ich mich zu 100% an. 

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8. November um 17:19

Ich finde sein Verhalten kann man nicht mehr vernünftig begründen. Das ist völlig absurd! Und es zeigt leider auch, dass er dir nicht vertraut, wenn für ihn nur Art der Verhütung zählt, über die er Kontrolle hat. 

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8. November um 17:24
In Antwort auf emily83

Hallo!

Mein Freund hat so extreme Angst, dass ich schwanger werden könnte, dass wir keinen "normalen" Sex mehr haben können. Andere "Spielereien" gehen schon. 
Es kam nicht von heute auf morgen. Erst konnte er keinen Orgasmus dabei haben (nur mit Hand und Mund), dann wollte er gar nicht mehr. Mittlerweile muss ich unten rum komplett bedeckt sein bzw. was über den Schoss legen, aus Angst, es könnte etwas rein laufen. 

Sogar mit zwei Verhütungen (Kondom und Kupferkette, Pearl Index 0,1-0,5 %), hat er diese Angst, besonders als meine Periode wegen Stress (neue Stelle und Beziehungsstress dewegen) mal für 2 Wochen ausgeblieben ist. 
Dabei will ich gar kein Kind haben, aus gesundheitlichen Gründen, weil ich mental nicht so stark bin, um ein Kind großzuziehen, weil ich meine finanzielle Stablität nicht verlieren will und weil mich Kinder oft nerven bzw. von außen betrachtet schon mega stressen (Lautstärke, Schreie und Schlafmangel lösen bei mir Panikschübe aus). Ich würde also so oder so abtreiben. Er ist der Meinung, dass wenn ich dann schwanger wäre (Risiko gleich Null), dann würde sich mein Mutterinstinkt auf einmal melden. Dabei gebe ich ihm keinerlei Anlass dazu, so zu denken. 

Ich habe nach einer Lösung gesucht. Es gibt Verhütungscomputer, die sind ihm parallel zu zwei Verhütungen nicht sicher genug, er habe darüber keine Kontrolle. Psychologische Hilfe (er hat vermutlich Asperger Autismus und auch andere Auffälligekeiten wie eine Angsstörung) will er nicht in Anspruch nehmen. Sein Vater hat Suizid begangen und war schwerst depressiv, daher glaube er nicht an Psychologen und unterstellt denen, dass die ihr Geld nur leicht verdienen wollen und ohnehin nicht das Problem beheben. Vasektomie war mal ein Thema, dafür ist er aber mit 26 noch zu jung, und zum Arzt will er damit auch nicht gehen. Zumal da die Versagerrate auch bei 0,1 % besteht und gar nicht sagen kann, ob dann seine Angst weg wäre, selbst mit Spermiogramm usw. 
Da er weder zum Arzt damit gehen will und schon gar nicht zu einem Therapeuten, das Thema aussitzt, und sich von selbst auch nicht regulieren kann, oder recherchiert, wie andere damit umgehen und man selbst tun könnte, bin ich mit meinem Latein am Ende. Ich finde nach 6 Monaten habe ich eigentlich genug Zeit gegeben. 
Bei meinem Exfreund habe ich 3 Jahre ausgehart, weil er eine Errektionsstörung hatte und wir nie Sex haben konnten. Nachdem ich immer Partner hatte, die sexuell irgendwelche Macken (der erste von den dreien war ein Sadist), bin ich der Meinung, dass ich da auch nicht Jahre lang ausharren muss. 

Gibt es jemanden, der auch solche Erfahrungen hat? Ich lese zwar von Frauen, denen es so ergeht, aber das sind alles Fälle, wo die Frau keine Abtreibung will, einen Kinderwunsch hat, und man nur mit Kondom verhütet. Das wäre mir selbst auch so riskant. Ich habe selbst nämlich Sorge, schwanger zu werden, und meine Ärzte raten aus gesundheitlichen Gründen auch von so etwas ab. 

Ich selbst bin so stark involviert, um da noch eine gescheite Lösungen zu finden, zumal von meinem Partner entweder Gegenwehr kommt, oder es aussitzt und immer wieder Gründe findet, warum er sich mit dem Thema gerade nicht befassen kann und andere Themen grad wichtiger sind. Ich kann verstehen, dass das für einen jungen Mann nicht so erbaulich ist, aber für mich noch sehr viel weniger. Vielleicht ist eine Trennung die einzige Lösung für mich, über die ich deswegen auch schon nachgedacht habe.

Kommt man aus der Sache überhaupt noch raus? Ich weiß nicht, wie man seine Angst nehmen kann. 

Danke fürs konstruktive Feedback.

Liebe Grüße
Emily

ja Trennung ist die einzige Lösung!

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9. November um 7:50

Wenn ein Mensch so tiefliegende Ängste hat, und er sich nicht helfen lassen möchte, kannst du als Partnerin nur eines machen: Lass ihn los, geh deinen eigenen Weg. An seinen Ängsten kann man nur selbst arbeiten. Du hast ja von deiner Seite mehr als versucht und getan, mehr geht nicht. Du bist auch nicht seine Therapeutin! Er muss an einen Punkt kommen, an dem er selbst erkennt, dass diese Angst sein Leben beherrscht und massiv einschränkt, und dann muss/wird er handeln. 
Schau auf dich, deine Bedürfnisse, und halte nicht an etwas fest, das keine Zukunft für dich hat.

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