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Mein Freund hat ein ungewolltes Kind

28. März 2013 um 20:18

Hallo alle zusammen!
Ich habe folgendes Problem und würde mich über Ratschläge freuen (ist etwas länger geworden, danke an Jeden der sich Zeit nimmt!)

Mein Freund ist 22 Jahre alt und ich 20. Er hat ein Kind mit seiner Ex-Freundin (ebenfalls 22)
Das ganze fing so an: Sie war seine erste Freundin (beide waren damals 17) und er hatte mit ihr sein erstes Mal, obwohl er nur 1,5 Monate mit ihr zusammen war. Er hat wegen einem Gummi gefragt, jedoch meinte sie immer sie würde die Pille nehmen und daher kein Gummi brauchen. Nach 1,5 Monaten hat sie dann Schluss gemacht, weil sie ihn über einen längeren Zeitpunkt mit anderen Kerlen betrogen hat. Und wie sich sicher jeder denken kann, hat sie natürlich keine Pille während dem ganzen Sex genommen.

Wie auch immer nach über einem Jahr kam sie an und meinte mein Freund wäre Vater.
Er musste dann (noch mit ein paar anderen Männern) einen Vaterschaftstest machen, weil sie (wie schon erwähnt) mit mehreren was hatte. Jedenfalls stellte sich dann heraus, dass er der Vater ist. Er sagt immer für ihn wäre in diesem Augenblick eine Welt zusammen gebrochen, denn er wäre froh gewesen sie los zu sein und nun sowas. Er hasst sie, weil sie ihn so verarscht hat und ihm "sein Leben kaputt gemacht hat".Wie auch immer seine Eltern, Großeltern usw. haben ihm dann geraten den Kleinen zu sich zu nehmen und das hat er auch getan. Er hat ihn eine ganze Weile immer am Wochenende gehabt, weil seine Ex wohl immer Theater gemacht hat sie würde Party machen wollen usw.

Nach einiger Zeit (2,5-3 Jahren) hatte meine Freund "keine Lust" mehr auf seinen Sohn. Ich habe schon oft mit ihm darüber gesprochen. Er meint, er hätte nie lust auf ihn gehabt. Er hätte nie eine richtige Beziehung zu ihm aufbauen können, weil der Kleine ihn wohl immer beleidigt hätte und nie zu ihm gewollt hätte (das hat seine Ex ihm eingetrichtert.) Er wäre wohl immer froh gewesen, wenn er den Kleinen wieder weg gebracht hätte. Liebe könnte er ihm auch keine schenken.

Nunja mittlerweile ist der Kleine 5 Jahre alt und nennt seinen Vater nur noch "Erzeuger". Mein Freund hat seit über einem Jahr keinen Kontakt mehr zu ihm und will das auch in Zukunft nicht ändern. Er weiß, dass das Kind nichts dafür kann, sagt aber trotzdem dass er es nicht lieben kann, weil er seinen Hass automatisch auf ihn übertragen würde. Er hätte erzwungenermaßen seinen Spaß mit ihm gehabt, aber wäre froh, dass er den jetzt nicht mehr sehen würde. Er würde eine Familie mit mir haben wollen (einer Frau die er richtig liebt) und nicht von so einer.

Ich komme nicht so richtig mit der ganzen Situation klar. Mal abgesehen von seinen Vaterpflichten. Ich bin leider ein sehr sensibler Mensch der von einer "heilen Welt" d.h. einem Mann träumt, der mit mir eine Familie gründet und noch keine Kinder mit wem anders hat. Ein Mann der das alles mit mir das erste Mal durchlebt und von einer Familie mit klaren Verhältnissen.Ich habe den Kleinen noch nie gesehen (nur auf Bildern und er sieht genau so aus wie er) das macht mich alles total fertig. Ich mag Kinder so ist es ja nicht! Und ich habe auch nichts gegen den Kleinen, aber so richtig klar kommen tue ich mit dem allen nicht. Manchmal denke ich, ich schaffe das, manchmal wiederum nicht. Ich muss so oft daran denken. Auch dass der Kleine keinen "richtigen" Vater hat und eine Mutter die auch jetzt nur an Party denkt.

Andererseits kann man ihn ja nicht zwingen, das Kind zu lieben und sich um es zu kümmern.

Leider weiß ich nicht wie das alles noch weiter gehen soll. Ich liebe ihn und will ihn einerseits nicht verlieren. Auf der anderen Seite kann ich einfach nicht wirklich damit fertig werden..

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28. März 2013 um 20:47

Schwierige Situation
Erstmal danke für eure schnellen Antworten.

Ich bin auch der Meinung, das er selber Schuld ist (nicht das ich ihn in dieser Hinsicht verteidigen wollen würde.)
Es verlassen sich heutzutage nämlich viel zu viele Männer einfach nur auf die Frau und denken nur an das Eine.

Er meint er hätte ihr vertraut und deswegen kein Kondom genommen, was innerhalb von 1,5 Monaten natürlich völlig bescheuert ist.

Momentan zahlt er wirklich nicht für das Kind obwohl er mit seiner Ausbildung fertig ist, eine feste Arbeitsstelle hat und recht gut verdient. Er sagt seine Ex hätte vorläufig darauf verzichtet und das damals mal mit ihm so ausgemacht. Bin mir aber auch relativ sicher, dass sie früher oder später wieder damit ankommt.

Der Kleine soll wohl auch kein richtiges Bett, sondern nur eine Matratze haben und von einem Freund zum nächsten gereicht werden, damit die Mutter Party machen kann....das ist schon alles nicht so einfach..

Ich bin zwar erst 20, aber ich habe den ja auch total gern, sonst hätte ich vermutlich schon längst Schluss gemacht, weil mich das so belastet. Es ist einfach eine verdammt blöde Situation für mich...

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28. März 2013 um 20:49

Weißt du,
es ist nicht sehr überzeugend, wenn du deinen Freund als Opfer darstellst, denn niemand hat ihn gezwungen, mit dem Mädel ohne Gummi zu schlafen. Es sind sehr wohl beide in der Lage, sich um Verhütung zu bemühen.

Zudem frage ich mich 2 Sachen:

1. Warum stört es dich so? Er erlebt doch alles zum ersten Mal. Er ist kein Vater sondern nur ein Erzeuger, da hat sein Sohn recht.

und 2. Warum willst du mit einem Mann Kinder haben, der sein eigenes Kind nicht lieben kann? Ein Mann, der zu einem Kind keine Beziehung aufbauen kann, obwohl es bei ihm ist - nein, mit so einem Mann würde ich keine Kinder wollen. Was wenn es ihm mit euren Kindern dann ebenso geht?

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28. März 2013 um 20:51

Na...
da hoffe ich mal, dass er wenigstens Unterhalt für sein Kind zahlt.
Ansonsten kann man nur den Kopf schütteln über deinen Freund.
Mit so jemanden würde ich keine Kinder wollen, denn wer weiß, ob eure Beziehung ein Leben lang hält?

Die Sache mit dem Gummi glaub ich auch nicht, sondern das er das eher als Ausrede benutzt, dass ihm Verhütung in dem Moment sch.... egal war.

Das ein 5jähriger ihn nur Erzeuger nennt, halte ich auch für unglaubwürdig, wenn das so ist, wurde dem Kind das eingeredet.
Allerdings ist VATER auch nicht die richtige Bezeichnung, denn das er ein Vater ist, davon ist er sehr weit entfernt.,

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28. März 2013 um 20:59

Hm..
Ich weiß dass er von dem "richtigen Vater" weit entfernt ist und das keines falls ist. Ich will ihn auch nicht in Schutz nehmen, weil ich weiß dass er dafür gerade zu stehen hat. Nur ich kann ihn ja nicht zu seinen Gefühlen für seinen Sohn zwingen und ebenso wenig sich darum zu kümmern.

Ich bin ja "nur" die Freundin die ihm alles aus der Nase ziehen muss, weil ich sonst bis heute nicht wüsste was da alles abgelaufen ist. Er redet ja nie gerne darüber und wird immer sauer. Er hat da wenig Verständnis für mich.

Ich habe mir auch schon Gedanken darüber gemacht "was wäre wenn ich mit 26 immer noch mit ihm zusammen bin und aufeinmal ein kind von ihm bekommen würde". Natürlich hätte ich da etwas Angst, dass er sich auch nicht für unser Kind interessiert und sich ebenso vor seiner Verantwortung drückt. Andererseits kann ich mir das auch nicht vorstellen. Ich meine ich hatte vorher einen Freund von dem ich verarscht wurde, aber bei diesem hier ist das alles anders. Es passt sonst alles eigentlich ganz gut zusammen, abgesehen von dem Thema....sonst wäre ich ja auch sicher schon zu dem Entschluss gekommen mich von ihm zu trennen.

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