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Mein Freund, die Depression und ich

15. November 2017 um 1:35

Hallo! Ich weiß gar nicht, was ich mir damit verspreche, aber ich bin ziemlich am Boden und daher versuche ich meine Situation zu schildern.
mein Freund leidet an einer Depression. Er ist noch ganz am Anfang von allem, weil er sich bisher einfach immer so als trüber, rastloser, unzufriedener Mensch hingenommen hat, bis ich ihn drauf aufmerksam gemacht habe, dass er sich Hilfe suchen kann, wenn er unter bestimmten Gefühlen (er hat mir viele Situationen beschrieben) leidet. Er dachte, das wäre sein Charakter. 
Er hat eine chronische darmendzündung. Wer sich damit ein bisschen auskennt, weiß, dass das das Leben nicht gerade leichter macht. 
Wir führen eine Fernbeziehung Job-bedingt haben jedoch zuvor 1 Jahr zusammen gewohnt. Wir überlegen seit ein paar Monaten wohin die Reise geht, haben uns auch schon eine Stadt rausgesucht und wollten zeitnah mit den Planungen beginnen, da wir beide keine Lust mehr auf Wochenend Beziehung hatten.
Die letzten 4-5 Wochen waren der absolute Horror für uns beide, aber mehr für ihn. 
Er hatte einen enormen Schub innerhalb seiner Krankheit, er konnte nicht mehr am Leben teilhaben, konnte nicht mehr in die Arbeit, Sport, Freunde, ich... alles musste auf Eis gelegt werden. Er machte sich natürlich total den Kopf, woher das jetzt kommt, ist von Arzt zu Arzt gerannt -  frustriert - weil keiner so richtig diesen Schub stoppen konnte und niemand wusste, warum seine aktuellen Medikamente nicht mehr wirken... 
das zum einen. Ihm ging es also richtig schlecht. Ich kann ihn mittlerweile sehr gut einschätzen und wusste, ich muss für ihn da sein, jedoch wird er sich zurück ziehen in „seine Höhle“ und muss alleine auf die Beine kommen. Wann immer wir uns in der Zeit gesehen haben, habe ich ihn unterstützt wo er es brauchte. Das Thema Therapie fiel natürlich auch wieder. Darm und Kopf hängen halt zusammen, das is jedem bekannt. Und er sagte auch, wenn er langfristig ne Verbesserung erzielen will, muss er eine Therapie machen.
Er leidet einfach unter seinem grübeln, unter Druck, den er sich macht, den andere gar nicht sehen. Er kann sein Leben nicht genießen, ist immer auf der Jagd nach materieller Befriedigung und ist dann doch nie zufrieden. Er ist laut und lustig von außen und total zerrissen und hilfsbedürftige von innen. Er will eine Familie gründen, hat jedoch solche Angst als Partner und Vater zu versagen dass er regelmäßig Panik Attacken bekommt. Er hat oft beschrieben, er fühlt sich leer und kommt nie an und ist rastlos und überdenkt Entscheidungen x mal... er fühlt sich verantwortlich für Mein Leben, mein Glück und „was is wenn alles schief geht? Dann ist alles meine Schuld?“  ich hab so oft versucht ihm die Ängste zu nehmen, habe sogar vorgeschlagen, dass wir erst mal getrennt in die neue Stadt (seine Heimat übrigens) ziehen, dass diese Belastung erst mal nicht so enorm ist, dass es klappen muss unter einem Dach, sonst muss ich ja wieder umziehen...ich hab alles versucht. keine Frage, er braucht Hilfe. 

Jetzt kommt noch ein weitere Punkt, von dem ich vor ein paar Wochen nicht wusste, wie enorm belastend das für ihn ist. - wer schon eingeschlafen ist - sorry! Das ist nicht so kurz zu fassen! 
Die frage: woher kommt das eigentlich alles? Hat mich monatelang beschäftigt und wir haben viel geredet. 
Er ist als Einzelkind von seiner Mutter groß gezogen worden, sein Vater beging Suizid, als er ein Teenager war. Die Mutter hat sich so sehr auf ihn fixiert, dass sie ihm die Luft zum Atmen nahm. Das hat er mir direkt von Beginn unserer Beziehung erzählt. Er ist deshalb auch direkt mit 18 weg und nie wieder in die Nähe seiner Mutter gezogen. Sie lebt alleine, ruft ihn regelmäßig an und kaut ihm ein Ohr ab. Sie ist die typische über-Mutter. Ich zb. existiere in ihrer Welt gar nicht groß. Sie ist höflich, aber ich bin quasi gar nicht da. Vergessene Geburtstage, viele kleine Aktionen, an denen ich immer wieder merkte, dass ihr Sohn ihr Fixstern ist und ich nur irgendwas nebenher. Mich hat es irritiert, aber ich hab es nie als Gefahr wahrgenommen. Bis ich ihm mal angemerkt habe, wie sehr er alles rein aus einer Motivation für sie tut: schlechtes Gewissen und Schuldgefühle 
er hört ihr ewig zu am Telefon, obwohl er nebenher die Augen verdreht, er fährt sogar mit ihr in den URLAUB!!! Alles immer wieder mit der Aussage „ich schulde das meiner Mutter, ich bin ja eh so weit weg“ im Urlaub hat er sich dann natürlich total gelangweilt! Die Frau ist über 70 und er über 30! Das ist nicht normal! Jedenfalls irgendwann, als wir beide uns immer mehr und mehr mit seinen psychischen Belastungen auseinander gesetzt haben, kam irgendwann der Punkt an dem er gesagt hat, er würde sich so extrem verantwortlich für mich und seine Mutter fühlen, sodass ihn das innerlich zerreißt. Er fühlt sich halt schon immer schuldig ihr gegenüber und adaptiert das Muster auf mich. Er fühlt sich, als müsste er dafür sorgen, dass unsere beider Leben glücklich sind und als wäre er dafür verantwortlich...Obwohl ich IMMER gesagt habe „wenn du das und das nicht möchtest, bitte sag es mir“ 
seine Mutter benutzt ihn Jahre lang als Sohn, Partner, Freund und seelentröster- ich hab es oft mitbekommen, was die ihm erzählt hat in einer Mutter Sohn Beziehung nix zu suchen! Er fühlt sich leer und ausgesaugt und hat am Ende des Tages auch keine Kraft mit mir in die Zukunft zu starten, weil er panische angst vor Versagen hat, vor Verantwortung, vor commitment ... er steht sich selbst im Weg. 
All das wurde mir und auch ihm klar in den letzten Wochen, dazu kam sein Schub und eben die Tatsache, dass er sich alle 20 Minuten auf der Toilette befand... unsere fernbeziehung, die aktuell wirklich nicht als kraftspender fungierte, sondern zu noch mehr Entscheidungsdruck in ihm... er ist explodiert am Telefon vorgestern. Zwischen Tür und Angel, während ich in der Arbeit war, kurz nachdem er sich eine Überweisung zu einem Therapeut geholt hatte, rief er an: es macht alles keinen Sinn. Er kann es nicht, er wird dem allen nicht gerecht, er will jetzt heim zu sich fahren, wir haben keine Zukunft, bam bam ein Satz nach dem nächsten und dabei fürchterlich geweint. 
Meine Welt ist zusammengebrochen, aber ich kann oder konnte nicht tun, außer ihm zu sagen, dass er den größten Fehler macht. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Er war krampfhaft auf der Suche nach Erlösung und jetzt hat er mich wie Ballast abgeworfen. Aber ohne mich wird sein Leben ja nicht qualitativ besser. Ich weiß, er muss sich erst mal um sich kümmern, aber man steht da wie überfahren. Ich war seine einzige vertraute und von jetzt auf gleich schießt er mich rigoros aus seinem Leben. Ich weiß nicht, was ich tun soll... ich will ihn nicht alleine lassen, er ist krank und macht das alles aus purer Hilflosigkeit. Aber er will mich aktuell nicht in seinem Leben haben und so weh es tut, ich kann ihm jetzt nicht nachrennen und auf der Matte stehen. Ich weiß, er wird mich in ein paar Wochen vermissen, ein bisschen typisch Mann schnell schnell Entscheidungen treffen und dann doch sehen „scheisse, ohne die Frau wird es nicht besser“ wir waren wie Pech und Schwefel. Ich war seine erste tiefergehende beziehung, wir waren oder sind wie arsch auf Eimer. Aber ich mache mir sorgen um ihn. Ich will ihm nicht die kalte Schulter zeigen manipulativ, dass er mir nachrennt. Ich will einfach nur dass er gesund wird... ich hoffe, das war nicht zu viel zu lesen und irgendjemand hier kann mich verstehen oder hat eine ähnliche Situation! 

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15. November 2017 um 7:38

Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast, mir so ausführlich zu antworten! 

Er sagte mir tatsächlich erst zuletzt noch, dass seine Mutter  in Therapie ist, seit langem. Auf meine Frage für was, war die Antwort (Zitat) „wegen ihrem Gestörten Verhältnis zu mir“ 
also der Grund warum ich an dem ganzen dunklen Himmel irgendwo einen Funken Hoffnung sehe, ist dass es sowohl ihm, als auch ihr offensichtlich bewusst ist, dass sie zu weit geht. Die reden auch beide darüber. Jedoch weiß sie nicht, wie es wirklich um ihn steht. Und was sie tief drinnen dadurch ausgelöst hat. Seinen Schub konnte er ihr auch nicht erzählen, er sagt, sie würde dann direkt die über Mutter spielen und direkt wieder in einen blinden Aktionismus verfallen, der niemanden was bringt und ihn nur belastet.
ER muss - wie du schon sagst - auch an sich arbeiten und vielleicht einen Weg finden, wie er es schafft auch ohne Schuld und schlechtem Gewissen, seiner Mutter zu sagen, dass sie in manchen Momenten zu weit geht. Und dafür hilft ja eigentlich ein Therapeut. So jemand zeigt einem eigentlich Methoden, aus Mustern auszubrechen und anzuwenden.
zum Punkt fernbeziehung: ich bin mir zu 100% sicher, dass er spätestens, wenn ich den Schritt alleine in diese Stadt gemacht habe, spätestens dann Kontakt zu mir suchen würde. Weil dann hab ich ihm ja die Hürde genommen, mich aus meinem gewohnten Umfeld selbst entfernt und nicht er mich da „rausgerissen“ wie er es immer betitelt hat. Natürlich wäre es Schwachsinn nur aus dieser Annahme heraus zu handeln.

Die fernbeziehung hat ihn ja auch nicht happy gemacht. Er hatte immer ein schlechtes Gewissen, wenn er mal n Wochenende pausieren wollte, ein Wochenende mit seinen Jungs feiern wollte etc... jedes Mal dachte er dann „das muss jetzt so sein, ich muss sie ja sehen sehen“, wenn er es zur Sprache brachte, hab ich ihm versichert, dass alles gut ist und dadurch nicht die Welt unter geht. Ich hab so gehofft, dass er durch mein handeln sieht, dass ich ihm Druck und Angst nehmen kann. Aber es ist als würde ich ihn schütteln wollen und aufwecken, aber er sieht es nicht. 
Und ich sehe ja, dass er sich nach einer Familie sehnt und er sagt es. Ich sehe, wie er mit den kleinen Kids von seinen Freunden umgeht, ich sehe, wie er Zukunftspläne mit Haus und Hund schmiedet. Er will Kinder, das kommt regelmäßig aus seinem Mund. Aber er steht sich selbst im Weg.
Ja, ich liebe ihn. Ich weiß Der Ausgang von dem allen ist ungewiss und ich weiß, dass es für mich gesünder wäre damit abzuschließen und ihn alleine zu lassen. Vielleicht bin ich auch einfach sehr loyal, weil ich kann ihn, nur weil er krank ist, nicht alleine lassen. Ich werd jetzt erst mal ein paar Tage ins Land ziehen lassen und die nicht mit warten abtun, sondern für mich nutzen. Ich glaub, das ist das beste. Und habe überlegt, ob ich ihm einen Brief schreiben soll. Ist irgendwie ein anderes Medium, als whattts app... vielleicht fahr ich auch einfach zu seiner Mutter und überfahre sie versehentlich (nein, um gottes Willen - Sarkasmus. Ich hab wirklich eine wahnsinnige Wut auf sie in manchen Momenten...) 
danke jedenfalls fürs zuhören!!!  

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15. November 2017 um 8:24
In Antwort auf marielina8

Hallo! Ich weiß gar nicht, was ich mir damit verspreche, aber ich bin ziemlich am Boden und daher versuche ich meine Situation zu schildern.
mein Freund leidet an einer Depression. Er ist noch ganz am Anfang von allem, weil er sich bisher einfach immer so als trüber, rastloser, unzufriedener Mensch hingenommen hat, bis ich ihn drauf aufmerksam gemacht habe, dass er sich Hilfe suchen kann, wenn er unter bestimmten Gefühlen (er hat mir viele Situationen beschrieben) leidet. Er dachte, das wäre sein Charakter. 
Er hat eine chronische darmendzündung. Wer sich damit ein bisschen auskennt, weiß, dass das das Leben nicht gerade leichter macht. 
Wir führen eine Fernbeziehung Job-bedingt haben jedoch zuvor 1 Jahr zusammen gewohnt. Wir überlegen seit ein paar Monaten wohin die Reise geht, haben uns auch schon eine Stadt rausgesucht und wollten zeitnah mit den Planungen beginnen, da wir beide keine Lust mehr auf Wochenend Beziehung hatten.
Die letzten 4-5 Wochen waren der absolute Horror für uns beide, aber mehr für ihn. 
Er hatte einen enormen Schub innerhalb seiner Krankheit, er konnte nicht mehr am Leben teilhaben, konnte nicht mehr in die Arbeit, Sport, Freunde, ich... alles musste auf Eis gelegt werden. Er machte sich natürlich total den Kopf, woher das jetzt kommt, ist von Arzt zu Arzt gerannt -  frustriert - weil keiner so richtig diesen Schub stoppen konnte und niemand wusste, warum seine aktuellen Medikamente nicht mehr wirken... 
das zum einen. Ihm ging es also richtig schlecht. Ich kann ihn mittlerweile sehr gut einschätzen und wusste, ich muss für ihn da sein, jedoch wird er sich zurück ziehen in „seine Höhle“ und muss alleine auf die Beine kommen. Wann immer wir uns in der Zeit gesehen haben, habe ich ihn unterstützt wo er es brauchte. Das Thema Therapie fiel natürlich auch wieder. Darm und Kopf hängen halt zusammen, das is jedem bekannt. Und er sagte auch, wenn er langfristig ne Verbesserung erzielen will, muss er eine Therapie machen.
Er leidet einfach unter seinem grübeln, unter Druck, den er sich macht, den andere gar nicht sehen. Er kann sein Leben nicht genießen, ist immer auf der Jagd nach materieller Befriedigung und ist dann doch nie zufrieden. Er ist laut und lustig von außen und total zerrissen und hilfsbedürftige von innen. Er will eine Familie gründen, hat jedoch solche Angst als Partner und Vater zu versagen dass er regelmäßig Panik Attacken bekommt. Er hat oft beschrieben, er fühlt sich leer und kommt nie an und ist rastlos und überdenkt Entscheidungen x mal... er fühlt sich verantwortlich für Mein Leben, mein Glück und „was is wenn alles schief geht? Dann ist alles meine Schuld?“  ich hab so oft versucht ihm die Ängste zu nehmen, habe sogar vorgeschlagen, dass wir erst mal getrennt in die neue Stadt (seine Heimat übrigens) ziehen, dass diese Belastung erst mal nicht so enorm ist, dass es klappen muss unter einem Dach, sonst muss ich ja wieder umziehen...ich hab alles versucht. keine Frage, er braucht Hilfe. 

Jetzt kommt noch ein weitere Punkt, von dem ich vor ein paar Wochen nicht wusste, wie enorm belastend das für ihn ist. - wer schon eingeschlafen ist - sorry! Das ist nicht so kurz zu fassen! 
Die frage: woher kommt das eigentlich alles? Hat mich monatelang beschäftigt und wir haben viel geredet. 
Er ist als Einzelkind von seiner Mutter groß gezogen worden, sein Vater beging Suizid, als er ein Teenager war. Die Mutter hat sich so sehr auf ihn fixiert, dass sie ihm die Luft zum Atmen nahm. Das hat er mir direkt von Beginn unserer Beziehung erzählt. Er ist deshalb auch direkt mit 18 weg und nie wieder in die Nähe seiner Mutter gezogen. Sie lebt alleine, ruft ihn regelmäßig an und kaut ihm ein Ohr ab. Sie ist die typische über-Mutter. Ich zb. existiere in ihrer Welt gar nicht groß. Sie ist höflich, aber ich bin quasi gar nicht da. Vergessene Geburtstage, viele kleine Aktionen, an denen ich immer wieder merkte, dass ihr Sohn ihr Fixstern ist und ich nur irgendwas nebenher. Mich hat es irritiert, aber ich hab es nie als Gefahr wahrgenommen. Bis ich ihm mal angemerkt habe, wie sehr er alles rein aus einer Motivation für sie tut: schlechtes Gewissen und Schuldgefühle 
er hört ihr ewig zu am Telefon, obwohl er nebenher die Augen verdreht, er fährt sogar mit ihr in den URLAUB!!! Alles immer wieder mit der Aussage „ich schulde das meiner Mutter, ich bin ja eh so weit weg“ im Urlaub hat er sich dann natürlich total gelangweilt! Die Frau ist über 70 und er über 30! Das ist nicht normal! Jedenfalls irgendwann, als wir beide uns immer mehr und mehr mit seinen psychischen Belastungen auseinander gesetzt haben, kam irgendwann der Punkt an dem er gesagt hat, er würde sich so extrem verantwortlich für mich und seine Mutter fühlen, sodass ihn das innerlich zerreißt. Er fühlt sich halt schon immer schuldig ihr gegenüber und adaptiert das Muster auf mich. Er fühlt sich, als müsste er dafür sorgen, dass unsere beider Leben glücklich sind und als wäre er dafür verantwortlich...Obwohl ich IMMER gesagt habe „wenn du das und das nicht möchtest, bitte sag es mir“ 
seine Mutter benutzt ihn Jahre lang als Sohn, Partner, Freund und seelentröster- ich hab es oft mitbekommen, was die ihm erzählt hat in einer Mutter Sohn Beziehung nix zu suchen! Er fühlt sich leer und ausgesaugt und hat am Ende des Tages auch keine Kraft mit mir in die Zukunft zu starten, weil er panische angst vor Versagen hat, vor Verantwortung, vor commitment ... er steht sich selbst im Weg. 
All das wurde mir und auch ihm klar in den letzten Wochen, dazu kam sein Schub und eben die Tatsache, dass er sich alle 20 Minuten auf der Toilette befand... unsere fernbeziehung, die aktuell wirklich nicht als kraftspender fungierte, sondern zu noch mehr Entscheidungsdruck in ihm... er ist explodiert am Telefon vorgestern. Zwischen Tür und Angel, während ich in der Arbeit war, kurz nachdem er sich eine Überweisung zu einem Therapeut geholt hatte, rief er an: es macht alles keinen Sinn. Er kann es nicht, er wird dem allen nicht gerecht, er will jetzt heim zu sich fahren, wir haben keine Zukunft, bam bam ein Satz nach dem nächsten und dabei fürchterlich geweint. 
Meine Welt ist zusammengebrochen, aber ich kann oder konnte nicht tun, außer ihm zu sagen, dass er den größten Fehler macht. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Er war krampfhaft auf der Suche nach Erlösung und jetzt hat er mich wie Ballast abgeworfen. Aber ohne mich wird sein Leben ja nicht qualitativ besser. Ich weiß, er muss sich erst mal um sich kümmern, aber man steht da wie überfahren. Ich war seine einzige vertraute und von jetzt auf gleich schießt er mich rigoros aus seinem Leben. Ich weiß nicht, was ich tun soll... ich will ihn nicht alleine lassen, er ist krank und macht das alles aus purer Hilflosigkeit. Aber er will mich aktuell nicht in seinem Leben haben und so weh es tut, ich kann ihm jetzt nicht nachrennen und auf der Matte stehen. Ich weiß, er wird mich in ein paar Wochen vermissen, ein bisschen typisch Mann schnell schnell Entscheidungen treffen und dann doch sehen „scheisse, ohne die Frau wird es nicht besser“ wir waren wie Pech und Schwefel. Ich war seine erste tiefergehende beziehung, wir waren oder sind wie arsch auf Eimer. Aber ich mache mir sorgen um ihn. Ich will ihm nicht die kalte Schulter zeigen manipulativ, dass er mir nachrennt. Ich will einfach nur dass er gesund wird... ich hoffe, das war nicht zu viel zu lesen und irgendjemand hier kann mich verstehen oder hat eine ähnliche Situation! 

er hat nicht Dich "abgeworfen", seine Ängste haben die Kontrolle übernommen. Ist ein riesen Unterschied.

Anyway, Du kannst ihm kaum helfen, der Einzige, der das kann, ist er selbst.
Da wird er aber Unterstützung von Profis brauchen, Du kannst ihn nur darin bestärken, sich die zu suchen.

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15. November 2017 um 8:52

hatte ich so gar nicht gesehen, aber jetzt, wo Du es sagst... guter Punkt, vev.

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15. November 2017 um 9:12

Liebe vevlyn, 
dabke für deine Sichtweise! 
Mit Sicherheit war das Gleichgewicht am Schluss in den letzten paar Wochen nicht mehr ausgeglichen. Er hat selbst gesagt, er sieht wie ich mich anstrenge, dass es ihm besser geht und er nur noch nimmt und nimmt. Und auch das ist wieder pure Überforderung, auch wenn ich mich immer zurückgenommen. Ich wollte nie eine zweite Mutter werden und hab deshalb immer versucht ihn eher positiv abzulenken und aufzumuntern.  Nicht die kümmernde, sorgende Freundin zu sein. Dass das ein schmaler Grat ist, keine Frage. Sicher hat ihn letztlich auch das dazu bewegt, sich erst mal von mir zu entfernen. Aber was hätte ich tun sollen, außer ihm zu einer Therapie zu raten und ihm raten, Dinge zu tun, die ihm gut tun? Er war ja auch bis zuletzt nicht abweisend, er hat meine Nähe gesucht, körperlich und geistig. Sich sehr viel gemeldet, mir viel erzählt... ich dachte - solange er das Pensum so wählt, scheint es für ihn gut zu sein. Ich hab peinlichst genau drauf geachtet, ihn nicht zu pushen und ihm auch alle Zeit der Welt gelassen um sowas wie einen Therapeuten zu suchen. Ich war sehr geduldig und hab nebenher immer mein eigenes Leben gelebt, weil das wichtig ist für mich und für ihn. Ich war unterwegs, hab meine Freundschaften gepflegt - mit oder ohne ihn. Also nein, man kann nicht sagen, dass ich ihn bemuttert habe. Ich war da für ihn, wenn er es gebraucht hat. 
Fernab von den trennungsschmerz, der plötzlichen Funkstille und diesem Riesen Loch in meiner Brust, weiß ich auch nicht, wie der richtige weg jetzt ist. 
Ihm signalisieren, dass ich da bin? Ihn ermutigen sich therapieren zu lassen? Klar. Aber ganz tief drinnen ist natürlich der Wunsch, dass alles irgendwann wieder wird, weil ich sehe Hoffnung! Meine Mutter lebt seit 10 Jahren mit meinem schwer depressiven Vater zusammen, er hat sich zu genüge oft so verhalten. Meine Mutter hat ihn vehement nicht verlassen, weil sie immer gesagt hat, „er ist krank; das muss man heilen und Zusammen durch stehen. Aus ihn spricht die Krankheit und nicht sein Charakter“ ich glaube Depressionen sind für Angehörige schwer zu verstehen. Ich will ihn nicht verlieren. Und nicht, weil ich mich verantwortlich fühle, sondern weil ich ihn sehr liebe. Und ich weiß, er tut es auch. Aber ist gerade hilflos und überfordert.

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15. November 2017 um 9:12

Liebe vevlyn, 
dabke für deine Sichtweise! 
Mit Sicherheit war das Gleichgewicht am Schluss in den letzten paar Wochen nicht mehr ausgeglichen. Er hat selbst gesagt, er sieht wie ich mich anstrenge, dass es ihm besser geht und er nur noch nimmt und nimmt. Und auch das ist wieder pure Überforderung, auch wenn ich mich immer zurückgenommen. Ich wollte nie eine zweite Mutter werden und hab deshalb immer versucht ihn eher positiv abzulenken und aufzumuntern.  Nicht die kümmernde, sorgende Freundin zu sein. Dass das ein schmaler Grat ist, keine Frage. Sicher hat ihn letztlich auch das dazu bewegt, sich erst mal von mir zu entfernen. Aber was hätte ich tun sollen, außer ihm zu einer Therapie zu raten und ihm raten, Dinge zu tun, die ihm gut tun? Er war ja auch bis zuletzt nicht abweisend, er hat meine Nähe gesucht, körperlich und geistig. Sich sehr viel gemeldet, mir viel erzählt... ich dachte - solange er das Pensum so wählt, scheint es für ihn gut zu sein. Ich hab peinlichst genau drauf geachtet, ihn nicht zu pushen und ihm auch alle Zeit der Welt gelassen um sowas wie einen Therapeuten zu suchen. Ich war sehr geduldig und hab nebenher immer mein eigenes Leben gelebt, weil das wichtig ist für mich und für ihn. Ich war unterwegs, hab meine Freundschaften gepflegt - mit oder ohne ihn. Also nein, man kann nicht sagen, dass ich ihn bemuttert habe. Ich war da für ihn, wenn er es gebraucht hat. 
Fernab von den trennungsschmerz, der plötzlichen Funkstille und diesem Riesen Loch in meiner Brust, weiß ich auch nicht, wie der richtige weg jetzt ist. 
Ihm signalisieren, dass ich da bin? Ihn ermutigen sich therapieren zu lassen? Klar. Aber ganz tief drinnen ist natürlich der Wunsch, dass alles irgendwann wieder wird, weil ich sehe Hoffnung! Meine Mutter lebt seit 10 Jahren mit meinem schwer depressiven Vater zusammen, er hat sich zu genüge oft so verhalten. Meine Mutter hat ihn vehement nicht verlassen, weil sie immer gesagt hat, „er ist krank; das muss man heilen und Zusammen durch stehen. Aus ihn spricht die Krankheit und nicht sein Charakter“ ich glaube Depressionen sind für Angehörige schwer zu verstehen. Ich will ihn nicht verlieren. Und nicht, weil ich mich verantwortlich fühle, sondern weil ich ihn sehr liebe. Und ich weiß, er tut es auch. Aber ist gerade hilflos und überfordert.

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15. November 2017 um 9:36

Exakt. Mit den Worten ist er auch gegangen. ER will mir das alles nicht antun, er sieht wie er mich mitreißt und ich mich aufopfere. Manchmal denke ich, er ist so ein bisschen märtyrer mäßig gegangen. Aus, wir beide nicht mehr. Als würde er wollen, dass ich so verletzt zurück bleibe, dass ich ihn hasse und nie mehr mit seinem „kranken Wesen“ zu tun haben will. 

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15. November 2017 um 10:01

nee kein Schwachsinn. Sondern sehr Verantwortungsvoll!!!

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15. November 2017 um 10:10
In Antwort auf marielina8

Exakt. Mit den Worten ist er auch gegangen. ER will mir das alles nicht antun, er sieht wie er mich mitreißt und ich mich aufopfere. Manchmal denke ich, er ist so ein bisschen märtyrer mäßig gegangen. Aus, wir beide nicht mehr. Als würde er wollen, dass ich so verletzt zurück bleibe, dass ich ihn hasse und nie mehr mit seinem „kranken Wesen“ zu tun haben will. 

Und im Grunde is es richtig so. Du willst ihm helfen,ok. Aber nich mehr als feste Freundin, wenn dann als Kumpel. Und ganz wichtig, leb dein Leben weiter. So hart es klingt aber in erster Linie is das sein Problem das er auch selbst lösen muss. Und zur Zeit is er nich Beziehungstauglich. An nem gewissen Punkt muss du auch an dich denken. Er hat dir n Gefallen getan. Da gibts ganz andere, da geht man dann selbst kaputt raus. Akzeptier das jetzt so, hin und wieder mal Telefonieren oder n Kaffee trinken, kannst machen. Aber er muss da (mit professioneller Hilfe) alleine durch.

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15. November 2017 um 10:19
In Antwort auf marielina8

Liebe vevlyn, 
dabke für deine Sichtweise! 
Mit Sicherheit war das Gleichgewicht am Schluss in den letzten paar Wochen nicht mehr ausgeglichen. Er hat selbst gesagt, er sieht wie ich mich anstrenge, dass es ihm besser geht und er nur noch nimmt und nimmt. Und auch das ist wieder pure Überforderung, auch wenn ich mich immer zurückgenommen. Ich wollte nie eine zweite Mutter werden und hab deshalb immer versucht ihn eher positiv abzulenken und aufzumuntern.  Nicht die kümmernde, sorgende Freundin zu sein. Dass das ein schmaler Grat ist, keine Frage. Sicher hat ihn letztlich auch das dazu bewegt, sich erst mal von mir zu entfernen. Aber was hätte ich tun sollen, außer ihm zu einer Therapie zu raten und ihm raten, Dinge zu tun, die ihm gut tun? Er war ja auch bis zuletzt nicht abweisend, er hat meine Nähe gesucht, körperlich und geistig. Sich sehr viel gemeldet, mir viel erzählt... ich dachte - solange er das Pensum so wählt, scheint es für ihn gut zu sein. Ich hab peinlichst genau drauf geachtet, ihn nicht zu pushen und ihm auch alle Zeit der Welt gelassen um sowas wie einen Therapeuten zu suchen. Ich war sehr geduldig und hab nebenher immer mein eigenes Leben gelebt, weil das wichtig ist für mich und für ihn. Ich war unterwegs, hab meine Freundschaften gepflegt - mit oder ohne ihn. Also nein, man kann nicht sagen, dass ich ihn bemuttert habe. Ich war da für ihn, wenn er es gebraucht hat. 
Fernab von den trennungsschmerz, der plötzlichen Funkstille und diesem Riesen Loch in meiner Brust, weiß ich auch nicht, wie der richtige weg jetzt ist. 
Ihm signalisieren, dass ich da bin? Ihn ermutigen sich therapieren zu lassen? Klar. Aber ganz tief drinnen ist natürlich der Wunsch, dass alles irgendwann wieder wird, weil ich sehe Hoffnung! Meine Mutter lebt seit 10 Jahren mit meinem schwer depressiven Vater zusammen, er hat sich zu genüge oft so verhalten. Meine Mutter hat ihn vehement nicht verlassen, weil sie immer gesagt hat, „er ist krank; das muss man heilen und Zusammen durch stehen. Aus ihn spricht die Krankheit und nicht sein Charakter“ ich glaube Depressionen sind für Angehörige schwer zu verstehen. Ich will ihn nicht verlieren. Und nicht, weil ich mich verantwortlich fühle, sondern weil ich ihn sehr liebe. Und ich weiß, er tut es auch. Aber ist gerade hilflos und überfordert.

sehr häufige und sehr böse Falle.

Du KANNST ihm so auch nicht helfen, vom Ungleichgewicht mal ganz abgesehen, der einzige Effekt ist, dass es Euch dann beide kaputt macht. Und das sieht er natürlich auch.
Wenn man Beziehungen mit kranken Menschen führen möchte, geht das nur unter 2 Bedingungen:
a) der Gesunde kann und wird an der richtigen Stelle die nötige Distanz finden
b) der Kranke tut alles, was ihm mgl. ist, um die Folgen für den Gesunden abzufangen (auch wenn es nie zu 100% gelingen wird)

- bei Euch fehlten glaube ich beide Punkte.

Dieses "Trennen, um Dich zu schützen" ist da häufig und eine Folge der Krankheit, ja. Auch wenn es eigentlich mehr ein "ich schaffe es nicht und fürchte mich vor den Konsequenzen, wenn ich andere mit hineinziehe" ist (zumal, wenn man so eine Erfahrung schon mal gemacht hat als Betroffene/r) - das ist klar.

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15. November 2017 um 10:20

sry, aber das was Du schreibst, ist daran der einzige Schwachsinn, lana.
Das ist in der Konstellation (!)  real und keine Ausrede.

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15. November 2017 um 10:22
In Antwort auf marielina8

Hallo! Ich weiß gar nicht, was ich mir damit verspreche, aber ich bin ziemlich am Boden und daher versuche ich meine Situation zu schildern.
mein Freund leidet an einer Depression. Er ist noch ganz am Anfang von allem, weil er sich bisher einfach immer so als trüber, rastloser, unzufriedener Mensch hingenommen hat, bis ich ihn drauf aufmerksam gemacht habe, dass er sich Hilfe suchen kann, wenn er unter bestimmten Gefühlen (er hat mir viele Situationen beschrieben) leidet. Er dachte, das wäre sein Charakter. 
Er hat eine chronische darmendzündung. Wer sich damit ein bisschen auskennt, weiß, dass das das Leben nicht gerade leichter macht. 
Wir führen eine Fernbeziehung Job-bedingt haben jedoch zuvor 1 Jahr zusammen gewohnt. Wir überlegen seit ein paar Monaten wohin die Reise geht, haben uns auch schon eine Stadt rausgesucht und wollten zeitnah mit den Planungen beginnen, da wir beide keine Lust mehr auf Wochenend Beziehung hatten.
Die letzten 4-5 Wochen waren der absolute Horror für uns beide, aber mehr für ihn. 
Er hatte einen enormen Schub innerhalb seiner Krankheit, er konnte nicht mehr am Leben teilhaben, konnte nicht mehr in die Arbeit, Sport, Freunde, ich... alles musste auf Eis gelegt werden. Er machte sich natürlich total den Kopf, woher das jetzt kommt, ist von Arzt zu Arzt gerannt -  frustriert - weil keiner so richtig diesen Schub stoppen konnte und niemand wusste, warum seine aktuellen Medikamente nicht mehr wirken... 
das zum einen. Ihm ging es also richtig schlecht. Ich kann ihn mittlerweile sehr gut einschätzen und wusste, ich muss für ihn da sein, jedoch wird er sich zurück ziehen in „seine Höhle“ und muss alleine auf die Beine kommen. Wann immer wir uns in der Zeit gesehen haben, habe ich ihn unterstützt wo er es brauchte. Das Thema Therapie fiel natürlich auch wieder. Darm und Kopf hängen halt zusammen, das is jedem bekannt. Und er sagte auch, wenn er langfristig ne Verbesserung erzielen will, muss er eine Therapie machen.
Er leidet einfach unter seinem grübeln, unter Druck, den er sich macht, den andere gar nicht sehen. Er kann sein Leben nicht genießen, ist immer auf der Jagd nach materieller Befriedigung und ist dann doch nie zufrieden. Er ist laut und lustig von außen und total zerrissen und hilfsbedürftige von innen. Er will eine Familie gründen, hat jedoch solche Angst als Partner und Vater zu versagen dass er regelmäßig Panik Attacken bekommt. Er hat oft beschrieben, er fühlt sich leer und kommt nie an und ist rastlos und überdenkt Entscheidungen x mal... er fühlt sich verantwortlich für Mein Leben, mein Glück und „was is wenn alles schief geht? Dann ist alles meine Schuld?“  ich hab so oft versucht ihm die Ängste zu nehmen, habe sogar vorgeschlagen, dass wir erst mal getrennt in die neue Stadt (seine Heimat übrigens) ziehen, dass diese Belastung erst mal nicht so enorm ist, dass es klappen muss unter einem Dach, sonst muss ich ja wieder umziehen...ich hab alles versucht. keine Frage, er braucht Hilfe. 

Jetzt kommt noch ein weitere Punkt, von dem ich vor ein paar Wochen nicht wusste, wie enorm belastend das für ihn ist. - wer schon eingeschlafen ist - sorry! Das ist nicht so kurz zu fassen! 
Die frage: woher kommt das eigentlich alles? Hat mich monatelang beschäftigt und wir haben viel geredet. 
Er ist als Einzelkind von seiner Mutter groß gezogen worden, sein Vater beging Suizid, als er ein Teenager war. Die Mutter hat sich so sehr auf ihn fixiert, dass sie ihm die Luft zum Atmen nahm. Das hat er mir direkt von Beginn unserer Beziehung erzählt. Er ist deshalb auch direkt mit 18 weg und nie wieder in die Nähe seiner Mutter gezogen. Sie lebt alleine, ruft ihn regelmäßig an und kaut ihm ein Ohr ab. Sie ist die typische über-Mutter. Ich zb. existiere in ihrer Welt gar nicht groß. Sie ist höflich, aber ich bin quasi gar nicht da. Vergessene Geburtstage, viele kleine Aktionen, an denen ich immer wieder merkte, dass ihr Sohn ihr Fixstern ist und ich nur irgendwas nebenher. Mich hat es irritiert, aber ich hab es nie als Gefahr wahrgenommen. Bis ich ihm mal angemerkt habe, wie sehr er alles rein aus einer Motivation für sie tut: schlechtes Gewissen und Schuldgefühle 
er hört ihr ewig zu am Telefon, obwohl er nebenher die Augen verdreht, er fährt sogar mit ihr in den URLAUB!!! Alles immer wieder mit der Aussage „ich schulde das meiner Mutter, ich bin ja eh so weit weg“ im Urlaub hat er sich dann natürlich total gelangweilt! Die Frau ist über 70 und er über 30! Das ist nicht normal! Jedenfalls irgendwann, als wir beide uns immer mehr und mehr mit seinen psychischen Belastungen auseinander gesetzt haben, kam irgendwann der Punkt an dem er gesagt hat, er würde sich so extrem verantwortlich für mich und seine Mutter fühlen, sodass ihn das innerlich zerreißt. Er fühlt sich halt schon immer schuldig ihr gegenüber und adaptiert das Muster auf mich. Er fühlt sich, als müsste er dafür sorgen, dass unsere beider Leben glücklich sind und als wäre er dafür verantwortlich...Obwohl ich IMMER gesagt habe „wenn du das und das nicht möchtest, bitte sag es mir“ 
seine Mutter benutzt ihn Jahre lang als Sohn, Partner, Freund und seelentröster- ich hab es oft mitbekommen, was die ihm erzählt hat in einer Mutter Sohn Beziehung nix zu suchen! Er fühlt sich leer und ausgesaugt und hat am Ende des Tages auch keine Kraft mit mir in die Zukunft zu starten, weil er panische angst vor Versagen hat, vor Verantwortung, vor commitment ... er steht sich selbst im Weg. 
All das wurde mir und auch ihm klar in den letzten Wochen, dazu kam sein Schub und eben die Tatsache, dass er sich alle 20 Minuten auf der Toilette befand... unsere fernbeziehung, die aktuell wirklich nicht als kraftspender fungierte, sondern zu noch mehr Entscheidungsdruck in ihm... er ist explodiert am Telefon vorgestern. Zwischen Tür und Angel, während ich in der Arbeit war, kurz nachdem er sich eine Überweisung zu einem Therapeut geholt hatte, rief er an: es macht alles keinen Sinn. Er kann es nicht, er wird dem allen nicht gerecht, er will jetzt heim zu sich fahren, wir haben keine Zukunft, bam bam ein Satz nach dem nächsten und dabei fürchterlich geweint. 
Meine Welt ist zusammengebrochen, aber ich kann oder konnte nicht tun, außer ihm zu sagen, dass er den größten Fehler macht. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Er war krampfhaft auf der Suche nach Erlösung und jetzt hat er mich wie Ballast abgeworfen. Aber ohne mich wird sein Leben ja nicht qualitativ besser. Ich weiß, er muss sich erst mal um sich kümmern, aber man steht da wie überfahren. Ich war seine einzige vertraute und von jetzt auf gleich schießt er mich rigoros aus seinem Leben. Ich weiß nicht, was ich tun soll... ich will ihn nicht alleine lassen, er ist krank und macht das alles aus purer Hilflosigkeit. Aber er will mich aktuell nicht in seinem Leben haben und so weh es tut, ich kann ihm jetzt nicht nachrennen und auf der Matte stehen. Ich weiß, er wird mich in ein paar Wochen vermissen, ein bisschen typisch Mann schnell schnell Entscheidungen treffen und dann doch sehen „scheisse, ohne die Frau wird es nicht besser“ wir waren wie Pech und Schwefel. Ich war seine erste tiefergehende beziehung, wir waren oder sind wie arsch auf Eimer. Aber ich mache mir sorgen um ihn. Ich will ihm nicht die kalte Schulter zeigen manipulativ, dass er mir nachrennt. Ich will einfach nur dass er gesund wird... ich hoffe, das war nicht zu viel zu lesen und irgendjemand hier kann mich verstehen oder hat eine ähnliche Situation! 

Hi. das hört sich jetzt doof an und scheint als Antwort ggf. ein wenig mager. Allerdings läuft es so kompliziert Depressionen auch sein mögen immer auf das Gleiche hinaus. EGAL was ist  Ruf Ihn an sag ihm wie viel du ihm bedeutest in einem ruhigen Ton. Sag ihm was dir an Ihm liegt und das du immer für ihn da bist...das er dir keinen Stress macht (oft ziehen sich menschen zurück weil sie denken dass sie dem anderen nicht schaden möchten) . Stell ihn nicht an den Pranger sondern gehe liebevoll und ruhig auf ihn ein..bombardiere ihn nicht mit fragen das verschreckt nur wieder .

Ansonsten ist es doch toll dass er den therapeut aufsucht..das ist normaler weise der schwierigste schritt !! Er wird einfach angst haben und selbstzweifel haben, dass hat nichts mit der liebe zu dir zu tun . Was mir persönlich auch immer sehr geholfen hat war Body&Soul von thaiherbal24.

Das sind Grünteekapseln mit einer Antidepressiven wirkung. Sie pushen einen auf /Glücksgefühle(dopamin) und helfen einem echt sehr einen klaren kopf zu bekommen.

Die Blockade löst sich einfach. Solche Mittel reichen oft aus. Psychopharmaka/chemische antidepressiva verstören einen meist nur auf anderen wegen das muss nicht sein. Probier es mal aus vielleicht schaffst du es ja ihn mal dazu zu bewegen. Es wird dir & euch helfen. den rest musst du versuchen zu klären.. Das wird schon bleib am Ball <3 wünsche euch alles gute 

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15. November 2017 um 13:18

Ist es richtig, mich deswegen sitzen zu lassen? Für einen gesunden Menschen nicht nachzuvollziehen. Für jemand wie ihn, aktuell wohl der einzige Weg.
=> wahrscheinlich der einzige, den er überhaupt sehen kann und für die meisten, die seine Situation kennen, leider mehr als gut nachvollziehbar.

Wie weit würdest / willst Du gehen?
Was den Brief angeht habe ich ziemlich Zweifel, ob das überhaupt etwas bewirken wird - und wenn ja, in welche Richtung.

Nach meiner Erfahrung ist der Weg, den Deine Muttter ging, der sinnvollste. Nicht gehen lassen, die Krankheit nicht die Entscheidungen für Euch treffen lassen.
Klartext: geh hin, sag es ihm genau so: dass Du nicht die Krankheit die Entscheidung für Euch treffen lassen willst.
ABER: bevor Du das tust, denke genau darüber nach, dass es bestimmt nicht nur positive Folgen für Dich haben wird. Rede mit Deiner Mutter mal ganz in Ruhe darüber, welchen Preis sie dafür bezahlt hat, wie sie dem begegnet ist, was Du tun kannst um zu vermeiden, dass sich die Situation, die Du ja schon erlebt hast, für Dich so oder gar schlimmer wiederholt. Informiere Dich über Depressionen - und die Möglichkeiten da wieder herauszukommmen. Und damit meine ich nicht "Therapie!" - Ja, klar. Aber was tut die und wie und warum kann das helfen? Was muss man tun, was ändern, was beachten? Damit kein falscher Eindruck entsteht: NIEMALS nicht sollst Du zu seiner Therapeutin werden. Ganz bestimmt nicht. Aber wenn man einen Partner hat, der von Diabetis betroffen ist, sollte man selbst ein grundlegendes Wissen darüber haben. - Analog ist das auch gemeint.
=> Dann kannst Du ihm auch gegenübertreten als "ich weiß, worauf ich mich einlasse, ich weiß, wie ich mich vor zu vielen schlechten Folgen schützen kann, es ist also nicht erforderlich, dass Du das für mich übernimmst"

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15. November 2017 um 13:56

Ich hab tatsächlich auch schon darüber nachgedacht, auf seine Mutter zuzugehen, du hast recht, dass das auf jeden Fall ein Kanal ist. Unser Verhältnis ist nicht schlecht, sie respektiert mich, weil sie ja nur will, dass ihr Sohn glücklich wird. Und solange sie gesehen hat, dass das der Fall ist, hat sie mich akzeptiert sagen wir mal so. Sie hat mich nicht gerade so behandelt, wie ich mir das gewünscht habe, aber eben so wie jemand, der nur sein Kind sieht und dessen Glück. Demnach war sie nie intrigant oder manipulativ. Sie hat auch immer in den höchsten Tönen über mich gesprochen. Ich hab auch immer versucht ihr eine nette „Schwiegertochter „ zu sein, weil mir Familie sehr wichtig ist. Am Ende des Tages will sie dass er glücklich ist, ob das jetzt ich oder ne andere is, ist ihr egal - solange es ihm gut geht. 
ivh bin mir nur nicht sicher, ob sie von all dem grade nichts weiß und er sich auch von ihr gerade abschottet. Nehmen wir an, ich erzähle ihr, dass ich mir sorgen mache, ist das Risiko hoch, dass sie in blinden Aktionismus verfällt und ihn dadurch wieder direkt übertrieben bemuttert. Was im jetzigen Moment dann mir auf die Füße fallen könnte, weil ich hab’s ja quasi erzählt. JETZT zumindest. 
Nur ein kleiner Einblick: vor ein paar Monaten war er mit seinen Freunden für ein WE an der Ostsee und hat sich da den Knöchel gebrochen. Da dass in der Nähe der Mutter war und er nicht mehr fahren konnte, haben seine Freunde ihn bei ihr abgeliefert und er hat sich in einer Klinik dort operieren lassen. Nach der OP hatte er schmerzen und die Krankenschwester konnte ihm nicht mehr Schmerzmittel geben, weil der Arzt wohl vergessen hatte, das aufzuschreiben und sie hat sich also verweigert. Da er nur schlecht Handy Empfang da drin hatte und sie kein whatts App hat, schrieb er mir, ob ich bitte seine Mutter kurz anrufen könnte, die soll ihm ein Paar Ibus bringen (die wohnt halt ums Eck von der Klinik)
ich konnte nicht mal den Satz beenden, geschweige denn das Gespräch, da hat sie aufgelegt und ist losgebraust ins Krankenhaus laut ihm hat sie noch jede Schwester, die sie auf dem Weg getroffen hat, rund gemacht.... sie ist wirklich ein Ultra Mutter Tier. Sie hat wie gesagt, nicht mal gewartet, bis ich zusende geredet hab. Also sie hörte nur „mein Sohn braucht Hilfe, Rettung naht,“ Und wir reden hier von. Nem Knöchel und nicht von einem Herzstillstand. Sorry dass ich so abschweife. Ich werd versuchen rauszukriegen, ob er sich wirklich Hilfe sucht. Er hat sich ja um einen Therapie Platz gekümmert vorgestern noch, bevor er alles hingeschmissen hat. Sollte ich merken, dass er das nicht macht und sich doch nicht von selbst helfen lässt, werde ich mal mit ihr reden, definitiv. Jetzt hoffe ich, dass er das alleine macht. Aktuell glaube ich, ist sie keine Hilfe. Dafür hab ich schon zu oft mitbekommen, dass sie es übertreibt und sich nicht im Zaum hat.        

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15. November 2017 um 14:47
In Antwort auf avarrassterne1

Ist es richtig, mich deswegen sitzen zu lassen? Für einen gesunden Menschen nicht nachzuvollziehen. Für jemand wie ihn, aktuell wohl der einzige Weg.
=> wahrscheinlich der einzige, den er überhaupt sehen kann und für die meisten, die seine Situation kennen, leider mehr als gut nachvollziehbar.

Wie weit würdest / willst Du gehen?
Was den Brief angeht habe ich ziemlich Zweifel, ob das überhaupt etwas bewirken wird - und wenn ja, in welche Richtung.

Nach meiner Erfahrung ist der Weg, den Deine Muttter ging, der sinnvollste. Nicht gehen lassen, die Krankheit nicht die Entscheidungen für Euch treffen lassen.
Klartext: geh hin, sag es ihm genau so: dass Du nicht die Krankheit die Entscheidung für Euch treffen lassen willst.
ABER: bevor Du das tust, denke genau darüber nach, dass es bestimmt nicht nur positive Folgen für Dich haben wird. Rede mit Deiner Mutter mal ganz in Ruhe darüber, welchen Preis sie dafür bezahlt hat, wie sie dem begegnet ist, was Du tun kannst um zu vermeiden, dass sich die Situation, die Du ja schon erlebt hast, für Dich so oder gar schlimmer wiederholt. Informiere Dich über Depressionen - und die Möglichkeiten da wieder herauszukommmen. Und damit meine ich nicht "Therapie!" - Ja, klar. Aber was tut die und wie und warum kann das helfen? Was muss man tun, was ändern, was beachten? Damit kein falscher Eindruck entsteht: NIEMALS nicht sollst Du zu seiner Therapeutin werden. Ganz bestimmt nicht. Aber wenn man einen Partner hat, der von Diabetis betroffen ist, sollte man selbst ein grundlegendes Wissen darüber haben. - Analog ist das auch gemeint.
=> Dann kannst Du ihm auch gegenübertreten als "ich weiß, worauf ich mich einlasse, ich weiß, wie ich mich vor zu vielen schlechten Folgen schützen kann, es ist also nicht erforderlich, dass Du das für mich übernimmst"

Dadurch, dass ich das mit meinem Vater ja hautnah miterlebt habe und auch die Sorgen meiner Mutter, bin ich mir durchaus bewusst, was das für eine endlose Arbeit zusammen ist, wie Rückschläge immer und immer wieder den Glauben nehmen und in schlechten Phasen war sie genauso down wie er. Ich hab oft nicht verstanden, warum sie sich nicht trennt, aber sie hat ihn nie aufgegeben und jetzt weiß ich wieso.  
ich würde da Hand in Hand mit ihm durch. Ich würde für diesen Menschen durchs Feuer gehen. Mag naiv klingen, aber ich weiß ja, wovon ich spreche bzw. So weit will ich mich nicht aus dem Fenster lehnen - ich weiß, was auf mich zukommen kann. Ich empfinde es als Krankheit und ich will ihm zur Seite stehen. Auch wenn das bedeutet, dass wir gemeinsam eine Therapie machen. Für mich ist es die größte Qual zu sehen, wie er sich quält! Und nicht weil ich dann Ruhe hab und „keinen kranken Freund mehr haben will“. Weil ich ihn liebe und an ihn glaube. Weil ich sehe, wie er sich im Weg steht und mit professioneller Hilfe und Methoden, sein Gedankenmuster zu ändern wäre. 
Ich würde ihm gern Klartext sagen, was du oben beschrieben hast. Am liebsten jetzt sofort. Aber sein Entschluss vorgestern war so ein Paukenschlag und er hat so eine Flucht hingelegt, dass ich erst mal ein paar Tage Ruhe einkehren lassen würde, bis der erste Rauch verflogen ist. Er muss auch mal zum nachdenken kommen und ich bin auch  noch zu emotional. Ich will dann nicht heulen, wonach mir aktuell ist. 
Vielen vielen Dank für deine Worte und deine Zeit!!! 

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15. November 2017 um 14:54
In Antwort auf marielina8

Dadurch, dass ich das mit meinem Vater ja hautnah miterlebt habe und auch die Sorgen meiner Mutter, bin ich mir durchaus bewusst, was das für eine endlose Arbeit zusammen ist, wie Rückschläge immer und immer wieder den Glauben nehmen und in schlechten Phasen war sie genauso down wie er. Ich hab oft nicht verstanden, warum sie sich nicht trennt, aber sie hat ihn nie aufgegeben und jetzt weiß ich wieso.  
ich würde da Hand in Hand mit ihm durch. Ich würde für diesen Menschen durchs Feuer gehen. Mag naiv klingen, aber ich weiß ja, wovon ich spreche bzw. So weit will ich mich nicht aus dem Fenster lehnen - ich weiß, was auf mich zukommen kann. Ich empfinde es als Krankheit und ich will ihm zur Seite stehen. Auch wenn das bedeutet, dass wir gemeinsam eine Therapie machen. Für mich ist es die größte Qual zu sehen, wie er sich quält! Und nicht weil ich dann Ruhe hab und „keinen kranken Freund mehr haben will“. Weil ich ihn liebe und an ihn glaube. Weil ich sehe, wie er sich im Weg steht und mit professioneller Hilfe und Methoden, sein Gedankenmuster zu ändern wäre. 
Ich würde ihm gern Klartext sagen, was du oben beschrieben hast. Am liebsten jetzt sofort. Aber sein Entschluss vorgestern war so ein Paukenschlag und er hat so eine Flucht hingelegt, dass ich erst mal ein paar Tage Ruhe einkehren lassen würde, bis der erste Rauch verflogen ist. Er muss auch mal zum nachdenken kommen und ich bin auch  noch zu emotional. Ich will dann nicht heulen, wonach mir aktuell ist. 
Vielen vielen Dank für deine Worte und deine Zeit!!! 

ja, Du hast es hautnah miterlebt, aber der Effekt, den es hat, wird immer auch eine Frage der Perspektive sein und die ist als Kind eine andere als als Partnerin. Ja, es ist verdammt naiv, zu glauben, dass Du schon ganz viel weißt. Rede noch einmal mit Deiner Mutter.

Und vielleicht solltest Du es auch einfach besser machen als sie - oder möchstest Du, dass sich Dein Kind ggf. auch die ganze Zeit fragt, warum ihr euch nicht trennt?
Dass Du die ganze Zeit genauso down bist wie er ist auch genau das, was Dein Freund befürchtet - willst Du Dir und ihm das antun?

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15. November 2017 um 15:12
In Antwort auf avarrassterne1

ja, Du hast es hautnah miterlebt, aber der Effekt, den es hat, wird immer auch eine Frage der Perspektive sein und die ist als Kind eine andere als als Partnerin. Ja, es ist verdammt naiv, zu glauben, dass Du schon ganz viel weißt. Rede noch einmal mit Deiner Mutter.

Und vielleicht solltest Du es auch einfach besser machen als sie - oder möchstest Du, dass sich Dein Kind ggf. auch die ganze Zeit fragt, warum ihr euch nicht trennt?
Dass Du die ganze Zeit genauso down bist wie er ist auch genau das, was Dein Freund befürchtet - willst Du Dir und ihm das antun?

Ich war 20 und bereits ausgezogen, als mein Vater an Depressionen erkrankt ist. Das ist fast 10 Jahre her. Ich war also kein Kind mehr. Und ja, ich habe schon da sehr viel über die Probleme mit meiner Mutter gesprochen, bis heute vertraut sie mir viel an. Wusste über Inhalte ihrer, sowie seiner Therapie deswegen. Also nein, ich bin nicht naiv und weiß nicht wovon ich rede, aber hab mich auch nie als allwissend bezeichnet auf dem Gebiet. 
Es ist nicht die Frage, ob ich genaus down sein will, wie er. Deswegen gebe ich ihm doch die Zeit und Raum und sage seit Beginn, er muss sich selbst im ersten Schritt da raus helfen. Will ich ihn deswegen verlieren an diese Krankheit? Nein!  ich habe Hoffnung in ihn und in uns. Und die sind als Außenstehender vielleicht nicht nachzuvollziehen 

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15. November 2017 um 17:00
In Antwort auf marielina8

Ich war 20 und bereits ausgezogen, als mein Vater an Depressionen erkrankt ist. Das ist fast 10 Jahre her. Ich war also kein Kind mehr. Und ja, ich habe schon da sehr viel über die Probleme mit meiner Mutter gesprochen, bis heute vertraut sie mir viel an. Wusste über Inhalte ihrer, sowie seiner Therapie deswegen. Also nein, ich bin nicht naiv und weiß nicht wovon ich rede, aber hab mich auch nie als allwissend bezeichnet auf dem Gebiet. 
Es ist nicht die Frage, ob ich genaus down sein will, wie er. Deswegen gebe ich ihm doch die Zeit und Raum und sage seit Beginn, er muss sich selbst im ersten Schritt da raus helfen. Will ich ihn deswegen verlieren an diese Krankheit? Nein!  ich habe Hoffnung in ihn und in uns. Und die sind als Außenstehender vielleicht nicht nachzuvollziehen 

dennoch bist Du in einem Falle "Zuschauer" (wenn auch enger und mittelbar Betroffener) und im anderen Falle "Beteiligter" und das macht einen großen Unterschied.

Schau mal - allein das "jetzt hat er mich wie Ballast abgeworfen". Kanntest Du bestimmt schon von Deinen Eltern das Verhaltensmuster. Hast Du auch schon erlebt, dass es für Deine Mutter gar nicht so toll war. - Ist dennoch etwas ganz anderes, wenn man selbst davor steht. Auch wenn man weiß, dass es sehr wahrscheinlich primär ein Symptom der Krankheit ist und mit Dir bestenfalls sekundär zu tun hat.

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