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Mein (Ex)Freund will nicht mit mir zusammenziehen- Bitte um Rat!

23. April 2010 um 16:59

Hallo.

Ich brauche dringend euren Rat.
Mein Freund(25) und ich(22) haben gerade erst Schluss gemacht. Wir waren 3 Jahre glücklich zusammen, es war eine wunderschöne Beziehung und ich liebe ihn immernoch über alles und er sagt, er mich auch.
Wir sind übrigens beide noch Studenten und leben in der selben Stadt, jeder in seiner Wohnung.

Schluss ist, weil unsere Zukuntfspläne nicht übereinstimmen.
Wir gehen beide noch dieses Jahr für ein halbes Jahr ins Ausland, also jeder in ein anderes Land.
Hatte schon länger den Wunsch, mit meinem Freund zusammen zu ziehen, habe ihn das erste Mal nach 1,5 Jahren Beziehung darauf angesprochen und seitdem haben wir immer mal wieder darüber geredet. Er hat jedes Mal gesagt, es sei ihm zu früh, er glaube zum jetzigen Zeitpunkt würde das noch nicht klappen wenn wir eine gemeinsame Wohnung hätten. Er wolle das einfach noch nicht.
Habe es immer akzeptiert, nie Druck gemacht. Bin ja auch selber nicht der Typ, der schon nach 6 Monaten oder so mit dem Freund zusammen ziehen würde. Wir kletten übrigens auch nicht aufeinander, jeder hat seinen Freundeskreis und wir haben auch einige gemeinsame Freunde.

Naja, aber irgendwie hats mir dann gereicht- habe ihn darauf angesprochen ob er sich vorstellen könne mit mir zusammen zu ziehen, wenn wir aus dem Ausland wiederkämen oder ein bißchen später. Habe also gesagt, so in 1-2 Jahren. Wir wären zu dem Zeitpunkt 4-5 Jahre zusammen, er wäre dann 26-27, ich 23-24.
Darauf antwortete er, er wolle sich nicht festlegen und nicht planen, er sei kein Mensch der planen will, er wolle alles auf sich zukommen lassen. Außerdem sei es ihm auch dann wahrscheinlich noch zu früh, man wisse zwar nie was zu dem Zeitpunkt ist, aber aus dem Bauch heraus könne er sagen er würde auch dann noch nicht mit mir zusammen ziehen.

Das hat mich traurig und wütend gemacht, weil bei mir im Kopf dann direkt der Gedanke kommt "Will er noch auf eine bessere Frau warten?" und "So sehr kann er dich ja nicht lieben, wenn er nach so vielen Jahren nicht den nächsten Schritt machen will"!
Andererseits hat mir auch ein guter Freund, mit dem ich darüber gesprochen hab gesagt, dass Männer nunmal oft so seien und wir Beide ja noch sehr jung sind und Männer eben nicht in die Zukunft planen wollen.
Wer hat denn nun Recht- der gute Freund oder ich?
Ist das Verhalten meines (Ex)-Freundes normal oder nicht?

Ansonsten war Nähe in unserer Beziehung nämlich nie ein Problem. Haben uns alle 1-2 Tage gesehen, haben in der Woche immer 4-5 Tage beieinander übernachtet, aber natürlich hatte jeder auch seine Freiräume (was ja eigentlich schon ein halbes Zusammenwohnen ist).
Er war auch immer lieb und gut zu mir, hat immer betont wie sehr er mich liebt. Aber wie in jeder Beziehung hatten wir natürlich auch unsere Streitthemen.
Er sagt außerdem, dass er sich mit mir schon eine Zukunft vorstellen kann und er auch irgendwann heiraten und Kinder wolle- aber das sei alles in weiter Zukunft und man wisse ja nie, was ist und er wolle eben absolut nichts planen.

Da wir uns beide noch lieben überlege ich, ob ich doch nochmal mit ihm sprechen soll. Ich weiss einfach nicht, ob sein Verhalten völlig normal ist, ob Männer eben so sind oder ob ich eben Recht habe.

Würde mich sehr über eure Meinung und Ratschläge freuen!!!

Danke.


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23. April 2010 um 17:10

Zusammenziehen
An deiner Stelle würde ich ihn nicht drängen und stattdessen die gemeinsame Zeit genießen bis ihr beide ins Ausland geht. Es steht ja ohnehin nicht zur Debatte davor noch zusammen zu ziehen, oder? Und so ein Auslandsaufenthalt ist ohnehin eine schwierige Zeit für jede Beziehung. Warte doch erst mal ab wie sich alles entwickelt und sprich das Thema erst wieder an, wenn ihr beide zurück seid. Sonst verdirbst du euch nur die gemeinsame Zeit, die ihr jetzt noch habt und setzt euch beide unnötig unter Druck!!

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23. April 2010 um 22:14

Kommt mir sehr bekannt vor...
Hi!

Mit meinem Freund habe ich fast das selbe "durchgemacht".
Ich kann dich so was von verstehen, ich fühlte mich genau wie du.

Also, wir sind seit über 3 Jahren zusammen. Er ist 30, ich bin 24.
Während unserer Beziehung bin ich vier Mal umgezogen. Als wir uns kennen lernten, habe ich noch bei meinen Eltern gewohnt, er wohnte mit 27 Jahren auch noch bei seinen Eltern. Berufsbedingt zog ich in meine erste eigene Bude (da waren wir ein knappe Jahr zusammen). Dort war er auch sehr oft, übernachtete schließlich auch oft bei mir. Doch jeden Tag nach der Arbeit, fuhr er erst "nach Hause", NIE kam er gleich zu mir oder blieb gar zwei Tage am Stück. Das hat mich total geärgert und ich konnte es nicht verstehen - er meinte nur immer, er müsse halt n paar Sachen daheim erledigen, mal an den PC gehen (ich hatte auch einen), n bisschen Basketball im Garten spielen usw... Es gab schon damals ziemlichen Stress, hab mich selbst sehr fertig gemacht deswegen. Ich fragte ihn auch, ob wir nicht zusammen ziehen könnten, weil ich es satt hatte, alleine zu sein. Er wollte nicht. Also plante ich mit meiner besten Freundin zusammen zu ziehen. Das passte ihm nicht, er meinte, er hätte das Gefühl, dass er mir nicht genügt. Aber zusammenziehen wollte er trotzdem nicht. Bei meiner Freundin kam etwas dazwischen, also zog ich wieder zu meinen Eltern.

Dort wohnte ich wieder ein 3/4 Jahr (war ca. 40km von ihm entfernt, meine Wohnung war nur ca. 15km entfernt) und während der Zeit sprach ich ihn auch öfter drauf an und er blockte immer ab. Ging soweit, dass ich viel am Heulen war und auch Schluss machen wollte. Er sagte immer, er will ja mit mir zusammen ziehen, aber nicht jetzt. Dann starben auch noch seine Eltern kurz hintereinander - sein Bruder und er blieben in dem Haus wohnen. Ich sagte immer, dass es doch jetzt perfekt wäre, ich fragte mich, was ihn noch daheim hielt. Er meinte nur, er möchte an seinen Erinnerungen fest halten, das könne er am besten in dem Haus. Ich habe das Haus gehasst, es war dreckig, roch nach Hund (meine Eltern haben auch einen Hund, aber es riecht trotzdem nie so intensiv nach Hund) - und die vier Hunde waren weggeben worden. Das Haus war riesig und unheimlich, es war laut, weil die Autobahn in der Nähe war (ich brauche nachts Ruhe!), der Bruder ist ein A*loch, voll der Weiberheld und unfreundlich und unhöflich und rücksichtslos usw...(machte nachts 00:00Uhr laut Musik, obwohl er wusste, dass wir frühs raus müssen...).

Ich fing im Januar 2009 eine Schulung in seiner Stadt an und zog deshalb notgedrungenermaßen zu ihm, denn ich hätte kein Benzingeld bekommen, wenn ich bei meinen Eltern geblieben wäre und wollte mich sowieso eher dort bewerben, als in der Nähe meiner Eltern.

Ich hasste jeden Tag dort. Wir hatten nur sein Zimmer zur Verfügung, Küche und Bad teilten wir mit seinem Bruder, was für mich die Hölle war. Ich fragte wieder, ob wir nicht zusammen ziehen könnte. "Noch nicht" war jedes Mal die Antwort. Dann schließlich meinte er, wir könnten mal schauen, ob wir im März was für uns finden. Ich war natürlich selig. Doch der Februar ging ereignislos vorbei und als der März kam, musste ich wieder heulen und sagte ihm, dass wir doch heute zusammen ziehen wollten. Intereressierte ihn anscheinend weniger. Ich hatte es satt in dem Drecksloch zu wohnen. Und ich fand es fast peinlich, dass mein 30-jähriger Freund noch daheim wohnte (auch wenn die Eltern gestorben waren, wären sie noch am Leben gewesen, wäre er ja auch da geblieben).

Ich sagte ihm, ich würde in eine WG ziehen, aber er brauchte nicht zu denken, dass ich da in 2 Monaten wieder ausziehen würde. Da fing er an, sich Gedanken zu machen.
Ich suchte mir ein Zimmer. Als ich ihm sagte, dass ich ausziehen würde, guckte er dumm. Doch schließlich schauten wir uns Wohnungen an und im August 2009 zogen wir zusammen in unsere Traumwohnung. Ich war natürlich total glücklich.

Mittlerweile denke ich, dass es vielleicht doch ein Fehler war. Es ist schön, jede Nacht in dem gleichen Bett zu schlafen, aber wir gehen uns (trotz viel Platz und 3 Zimmer) oft auf die Nerven.
Natürlich gibt es auch viele tolle Zeiten, wir spielen viel zusammen (GameCube, Karten, Kniffel), hören vor dem Schlafengehen oft Hörspiel und unternehmen auch was zusammen. Aber manche Sachen kotzen mich so sehr an, dass ich mich frage, ob wir nicht lieber wieder getrennte Wege gehen sollten bzw. wenigstens getrennte Wohnungen haben sollte.

Von daher....vielleicht hat dein Freund recht, wenn er mehr Zeit haben möchte. Schaut doch nach eurem Auslandsaufenthalt einfach mal, wie es bei euch läuft. Und wenn dann immer noch alles toll läuft, schaut euch Wohnungen an, lasst euch viel Zeit und nehmt nicht die erstbeste Wohnung. Ich denke, man kann nicht sagen "Wenn man 3 Jahre zusammen ist, sollte man zusammen ziehen" usw.. das ist bei jedem Paar unterschiedlich und wenn du ihn quasi zwingen musst, mit dir zusammen ziehen, dann hat das keinen Sinn. Lass ihn lieber von sich aus kommen. Wenn lange nichts kommt, dann sprich ihn nochmal drauf an, sag ihm, wie wichtig das für dich ist. Wenn es ihm egal ist, du aber nicht damit leben kannst, dann kannst du weiter überlegen.

Ich wünsche dir alles Gute und dass ihr beide die für euch richtige Entscheidung treffen könnt.
Lg ;o)

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23. April 2010 um 22:20

Hmmmmm
warum lasst ihr nicht erstmal euren auslandaufenthalt auf euch zukommen?!
das ist oder sollte doch im moment eher das thema sein, als das zusammenziehen.

ich kann nur soviel sagen:
mein freund wollte nicht mit mir zusammenziehen, je mehr ich gedrängt hab, umso weniger wollte er.
als ich das thema dann öänger nicht mehr angesprochen hab und er von selbst gemerkt hat, dass es gut läuft, hat ER sich völlig überraschend hingesettzt, wohnungen rausgesucht und gesagt: "na schatz, wollmer etz doch mal guggn...?!"

was ich sagen will:
dräng ihn erstmal nicht, du treibst ihn ja in die defensive.
natürlich sollte der nächste schritt irgendwann folgen, aber unter "zwang" wird das nix, und ich denke,, bei euch stehen gerade genügend umbrüche an!

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